-
Beschreibunq
-
Die Erfindung betrifft eine faltbare Abschirmwand, insbesondere als
Duschabtrennung für Badewannen, mit mehreren entlang benachbarten Vertikalrändern
gelenkig miteinander verbundenen Wandsegmenten, die jeweils zwei im Abstand voneinander
in einer Randeinfassung gehaltene Platten aus Kunststoff o. dgl. aufweisen, und
von denen ein endseitiges Wandsegment entlang seinem freien Vertikalrand an einer
Wandbefestigungsschiene angelenkt ist.
-
Zusammenklappbare Abschi rmwände dieser Art, die beim Duschen in der
Badewanne einen Spritzschutz bieten, sind vielfältig bekannt. Sie haben gegenüber
türartigen Abtrcnnungen, welche sich über die gesamte Badewannenlänge erstrecken,
den Vorteil, daß sie sich zusammengefaltet an eine Wand klappen.lassen und in dieser
Öffnungsstellung keinen starren Führungsrahmen zurücklassen. Gemeinsam ist allen
bekannten Abschirmwänden dieser Art mit mehreren Segmenten, daß jedes Segment einen
gesonderten Rahmen besitzt, der zumeist aus Aluminiumschienen zusanmengesetzt ist.
Benachbarte Segmente sind dann durch gelenkige Verbjndunq der jeweil eigen Rahmenteile
aneinander angelenkt. Das gilt gleichermaßen für die einschaligen Abschirmwände,
welche die Regel sind, als au(h für die aus dem DE-GM 69 46 059 bekannte Abschirmwand,
auf die eingangs
Bezug genommen wurde. Durch die Unterteilung der
Abschirmwand-in einzeln gerahmtc Segmente ist einerseits ein beträchtlicher Aufwand
an Rahmenmaterial erforderlich, andererseits (und vor allem) wird dadurch eine im
Betriebszust aid optisch störende Unterbrechung der Abschirmwand bewirkt.
-
Ziel der Erfindung ist es, mit geringem Materialaufwand und ohne Beeinträchtigung
der Abschirm--und Faltfunktion herkömmlicher Abschirmwände dieser Art eine optisch
ansprechende, weil im Schließzustand über die gesamte Länge ohne Rahmensteg und
optisch störende Unterbrechunc durchgehende Abschirmwand zu schaffen.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß (nur) die außenlieqenden
freien Ränder der Segmente von Abschnitten einer um den (freien) Außenrand der Abschirmwand
umlaufenden Profilschiene eingefaßt sind, während die angelenkten Ränder der Segmente
von Gelenkleisten gebildet sind. Der eigentliche Rahmen umfaßt damit nur die Abschirmwand
als Ganzes, nicht aber deren Segmente im einzelnen. Die Gelenkleisten dienen lediglich
der Verbindung der beiden Platten im Abstand der Wanddicke (und entsprechendem Zwischenraum
zwischen den Platten), wodurch auch ohne (Metall-) Rahmen eine hohe verbindungssteifigkeit
der Segmente und demit der ge samten Abschirmwand erzielt wird.
-
Die Gelenkleisten werden deshalb im allgemeinen außenseitig mit den
Außenflächen der Platten fluchten (während die Abschnitte der äußeren Profilschiene
die Segmente übergreifen), ja die Gelenkleisten können sogar mit den Platten aus
einem Stück bestehen. Auch
anderenfalls wird man sie zweckmäßig
als extrudierte Kunststoffleisten fertigen.
-
Eine vorteilhafte Ausbildung sieht vor, daß im Gelenkbereich zweier
benachbarter Segmente sich die Abschnitte der Profilschiene jeweils in daran befestigten
Gelenkstücken fortsetzen, die durch ein Brückenelement doppelgelenkig miteinander
verbunden sind. Diese Ausbildung verleiht dem äußeren Profilrahmen eine über die
Gelenke hinausgehende Steifigkeit, die somit auch die gesamte Abschirmwand besitzt.
Darüber hinaus wird die eigentliche Schwenkverbindung auf diese Weise nur über die
im Verlauf des Profilrahrnens liegenden Doppelgelenke hergestellt. In die Gelenkleisten
können somit (einfache) Zwischengelenkbänder eingesetzt werden, welche im wesentlichen
der Abdichtung des Spaltes zwischen den Segmenten dienen und optisch nicht stören.
-
In Weiterbildung der Erfindung haben die Profilschienen-Abschnitte
(insbesondere die oberseitig und unterseitig der Abschirmwand angeordneten) eine
Nut zur Aufnahme eines in der Mittelebene der Abschirmwand herausragenden Dichtungskeders.
Die Abschirmwand kann dann sowohl ' links ' als auch ' rechts ' - beispielsweise
über einer Badewanne - angebracht werden, so daß mal die eine, mal die andere Reihe
von @@@@@schienen-Abschnitten unterseitig angeordnet ist und also wahlwei;e mit
dem Dichtungskeder - etwa zur Abdichtung gegenüber dem Badewannenoberrand - versehen
werden kann.
-
Die Zeichnung veranschaul icht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel.
Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht (teilweise gescìlnitten)
der erfindungsgemäßen Abschirmwand; Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II - II
in Fig. 1; Fig. 3 einen schematischen Horizontalschnitt durch die Abschirmwand der
Fig. 1 in (3estreckter Betriebsstellung; Fig. 4 inc der Fig. 3 entsprechende Darstellung
in teilweise zusammengefalteter Stellung; Fig. 5 eine ebenfalls der Fig. 3 entsprechende
Darstellung in vollständig zusammengefalteter Ruhestellung; Fig. 6 einen detaillierten
Ausschnitt, teilweise geschnitten bzw. aufgebrochen, des Gelenkbereichs VI in Fig.
1; Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie VII - VII in Fig. 6; und Fig. 8 eine Draufsicht
in Richtung des Pfeiles VIII in Fig. 6.
-
Die im ganzen mit 1 bezeichnete Abschirmwand besteht im wesentlichen
aus der Wandleiste 2 und den Segmenten 3, 4, 5, welche - wie die Figuren 4 und 5
zeigen - zick-zackförmig zusammengefaltet werden können. Die Wandleiste 2 besteht
aus einem an einer Wand zu befestigenden U-Profil 6 und einem an dieser zu befestigenden
Tragprofil 7, an dem die Gelenke für das erste Segment 3 angebracht sind.
-
Figur 3 zeigt, jeweils ån einem der Segmente 3, 4 und 5, unterschiedliche
Ausbildungen des Segmentaufbaus. Grundsätzlich besteht jedes Segment aus zwei gleichartigen,
aber um 1800 verdreht angeordneten vertikalen Gelenkleisten 8, welche außenseitig
mit den Außenflächen 10 von Platten 9 fluchten, welche an den Gelenkleisten 8
angebracht
sind. Die Platten 9 haben also einen der Breite der Gelenkleisten 8 entsprechenden
Abstand voneinander. Entlang den oberen und unteren horizontalen Rändern der Segmente
wird dieser Abstand gemäß Figur 2 durch leistenförmige Abstandshalter 11 überbrückt,
die durch widerhakenartige Lippen 12 fest zwischen den Platten 9 gehalten werden.
Die Abstandshalter 11 dichten gleichzeitig den Innenraum (während der weiteren Produktion
der Abschirmwand 1) ab, so daß kein durch die aus transparentem Kunstglas bestehenden
Platten 9 hindurch sichtbarer Schmutz in diesen Innenraum gelangen kann.
-
Bei dem am Segment 5 in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Platten 9 in Nuten 13 der Gelenkleisten 8 eingesetzt und dadurch noch paßc3enauer
mit diesen verbunden. Gemäß dem am Segment 4 in der gleichen Zeichnungsfigur veranschaulichten
Ausführungsbeispiel bestehen die Gelenkleisten 8, die auch bei den übrigen Ausführungsbeispielen
insbesondere aus Kunststoff stranggepreßt sind, mit den Platten 9 aus einem Stück.
-
Die außenliegenden freien Ränder der Segmente 3, 4, 5 (das sind die
horizontalen oberen und unteren Ränder der Segmente sowie der vertikale Rand der
freien Außenkante des Segments 5) sind von einer Profilschiene 14 eillgefaßt, die
insbesondere -jus Al um nium-Strangpreßmaterial besteht und in der gestreckten Betriebsstellung
gemäß den Figuren 1 und 3 um den freien Außenrand der Abschirmwand 1 durchzugchen
scheint. Tatsächlich besteht aus Gründen der Faltbarkeit die Profilschiene 14 jedoch
aus Abschnitten 15 an den einzelnen Segmenten (und 1 5a sowie Sckstücken 15b am
Segment 5), welche in den Anlenkbereichen
von nachstehend noch
zu beschreibenden Gelenken 16 unterbrochen sind. Vor allem Figur 2 macht deutlich,
wie die Abschnitte 15 der Profilschiene 14 die Segmente 3, 4, 5 im Bereich der horizontalen
Ränder ihrer Platten 9 übergreifen. Entlang ihrer 'Fi.rstlinie' haben die Profiischienen-Abschnitte
15 einprofilierte Nuten 17 zur Aufnahme eines eingeschobenen Dichtungskeders 18,
welchesjeweils nach unten in der Mittelebene der Abschirmwand 1 aus der Profilschiene
14 herausragt und beispielsweise auf dem Oberrand einer Badewanne aufsitzt. Die
Befestigung der Prbfilschienen-Abschnitte 15 an den Segmenten 3, 4, 5 erfolgt mit
Hilfe einer angeformten, pfeilförmigen Leiste 19, welche hinter hakenförmige Ansätze
20 am leistenförmigen Abstandshalter 11 gerastet wird.
-
Die Figuren 6 bis 8 veranschaulichen die Ausbildung der Gelenke 16.
In die Stirnenden der Profilschienen-Abschnitte 15 sind (mit Hilfe entsprechend
geformter Ansätze) Gelenkstücke 21 eingepreßt, die im Vertikalschnitt (Fig. 6) etwa
winkelförmig sind. Ihre sich horizontal erstreckenden Schenkel 22 sind mit Bohrungen
23 versehen. In die Bohrungen 23 benachbarter Winkelstücke 21 von aneinandergrenzenden
Segmenten (3, 4 bzw. 4, 5) sind die beiden Zapfen 25 eines Brückenelements 24 eingesetzt,
welches auf diese Weise mit den beiden Gelenkstücken 21 ein Doppelgelenk mit den
beiden Schwenkachsen 26 bildet.
-
Die Gelenkstücke 21 sind überdies mittels Schrauben 27 mit den Gelenkleisten
8 der betreffenden Segmente verhunden; zu dicsem Zweck sind die Gelenkleisten 8
mit Schraubansätzen 28 versehen.
-
Die aneinandergrenzenden Gel enkl eisten 8 benachbarter Segmente nehmen
über ihre zwischen den Gelenkstücken 21
bzw. Brückeneleinent-Zapfen
25 liegende Höhe Zwischengelenkbänder 29 auf, welche mittels rohrförmiger Verdickungen
30 an ihren Längsrändern in die im Querschnitt etwa C-förmig ausgebildeten Gelenkleisten
8 eingeschoben sind. Zwischen den rohrförmigen Verdickungen 30 bestehen die Zwischengelenkbänder
29 aus flachem, starrem Material. Die rohrförmigen Verdickungen 30 sind, wie Fig.
6 verdeutlicht, koaxial mit den Zapfen 25 des Brückenelements 24 (Schwenkachsen
26),und in das Brükkenelement 24 durch die Zapfen 25 hindurch eingesetzte Stiftschrauben
31 stellen eine Verbindung zwischen dem Brückenelement 24 und dem Zwischengelenkband
29 her, indem sie in die rohrförmigen Verdickungen 30 eingreifen.
-
Die Figuren 3 bis 5 machen deutlich, daß der im wesentlichen C-förmicje
Querschnitt der Gelenkleisten 8 so ausgebildet und die ßelenkieisten 8 so an den
benachbarten Segmenten 3, 4, 5 angeordnet sind, daß die Gelenkleisten 8 die rohrförmigen
Verdickungen 30 der Zwischengelenkbänder 29 nur außerhalb des Schwenkbereichs des
Zwischengelenkbandes 29 gegenüber dem jeweiligen Segment 3, 4 bzw. 4, 5 umfassen.
-
Die Anlenkung des Türsegments 3 an der Wandleiste 2 erfolgt im wesentlichen
wie vorstehend beschrieben, jedoch mit Hilfe von Liniachgelenken 16a, welche 3eweiis
witychcrld der Hälfte eines Doplgelenks 16 entsprechen.
-
Demgemäß ist statt des Zwischenyelenkbandes 29 nur ein einfaches Gelenkband
29 a vorgesehen, elches mit einer rohrförmigen Verdickung 30 in die wandleistenseitige
Gelenkleiste 8 eingreift.
-
Der vertikale Abschnitt 15a der Profilleiste 14 am freien Vertikal
rand des Tüisegments 5 umfaßt, wie die
Figuren 3 bis 5 deutlich
machen, die dort vorgesehene Gelenkleiste 8, welche in diesem Falle keinerlei Gelenkfunktion
hat. Auch der Querschnitt des Profilabschnitts 15a läßt sich den genannten Zeichnungsfiguren
entnehmen; der Nut 17 bedarf es dort nicht. Die Eckstücke 15 b verbinden den Profilleisten-Abschnitt
15a mit den benachbarten Profillcisten-Abschnitten 15 am Türsegment 5; sie nehmen
den Halbrundquerschnitt aller Profilleisten-Abschnitte 15, 15a auf und sind auch
in der Seitenansicht entsprechend gerundet (Fig. 1).
-
Die in Fig. 7 erkennbaren Rastvertiefungen 32 bilden mit (nicht dargestellten)
Federzapfen im Brückenelement 24 eine lösbare Arretierung der Segmente 3, 4, 5 in
der ausgezogenen Stellung der Abschirmwand 1.
-
- L e e r s e i t e