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DE3303881A1 - Hydrostatisches differentialgetriebe mit einrichtung zur bremsenergie-rueckgewinnung fuer fahrzeuge - Google Patents

Hydrostatisches differentialgetriebe mit einrichtung zur bremsenergie-rueckgewinnung fuer fahrzeuge

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Publication number
DE3303881A1
DE3303881A1 DE19833303881 DE3303881A DE3303881A1 DE 3303881 A1 DE3303881 A1 DE 3303881A1 DE 19833303881 DE19833303881 DE 19833303881 DE 3303881 A DE3303881 A DE 3303881A DE 3303881 A1 DE3303881 A1 DE 3303881A1
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DE
Germany
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hydrostatic
differential gear
vehicle
adjustable
hydraulic circuit
Prior art date
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DE19833303881
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English (en)
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DE3303881C2 (de
Inventor
Horst-Walter Dipl.-Ing. 8700 Würzburg Hauer
Hans Prof.Dr.-Ing. 5880 Lüdenscheid Seifert
Christian Dipl.-Ing. 4300 Essen Weber
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Individual
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K6/00Arrangement or mounting of plural diverse prime-movers for mutual or common propulsion, e.g. hybrid propulsion systems comprising electric motors and internal combustion engines
    • B60K6/08Prime-movers comprising combustion engines and mechanical or fluid energy storing means
    • B60K6/12Prime-movers comprising combustion engines and mechanical or fluid energy storing means by means of a chargeable fluidic accumulator
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T1/00Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles
    • B60T1/02Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
    • B60T1/10Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels by utilising wheel movement for accumulating energy, e.g. driving air compressors
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
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    • Y02T10/60Other road transportation technologies with climate change mitigation effect
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  • Motor Power Transmission Devices (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Hydrostatisches Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf ein hydrostatisches Differentialgetriebe für Fahrzeuge, das die Umwandlung der kinetischen Energie des Fahrzeuges in potentielle Energie eines Hydrospeichers und umgekehrt gestattet (Bremsenergie-Rückgewinnung).
  • Im sog. Stop-and-Go-Betrieb von Fahrzeugen, also bei wiederholtem Verzögern des Fahrzeuges und anschließendem Beschleunigen bei relativ kleinen Fahrgeschwindigkeiten (z.B. im Rahmen des Stadtverkehrs), wird ein großer Teil der mechanischen Antriebsleistung für das Beschleunigen der Fahrzeugmasse selbst aufgewandt. Dagegen ist die zur Deckung der Fahrwiderstände (Rollreibungs- und Luftwiderstand) erforderliche Leistung relativ klein. Üblicherweise wird die kinetische Energie des Fahrzeuges in den Verzögerungsphasen in Wärme umgesetzt und kann daher nicht weiter für Antriebs zwecke ausgenutzt werden.
  • Diese Verhältnisse führen dazu, daß die während einer bestimmten Zeit aufzuwendende mechanische Antriebsenergie, je nach dem zeitlichen Anteil der Beschleunigungsphasen, wesentlich größer ist, als dies zur Deckung der Summe aller Fahrwiderstände im betrachteten rahrzyklus eigentlich erforderlich wäre. Entsprechend höhere Beträge an Eingangsenergie müssen der Kraftmaschine zur Verfügung gestellt werden, so daß der Gesamtwirkungsgrad des Prozesses, definiert als das Verhältnis der Verlustenergie aus allen Fahrwiderständen bezogen auf die der Kraftmaschine zugeführte Eingangsenergie, sehr niedrig wird.
  • Bei Fahrzeugen, die überwiegend unter Stop-and-Go-Bedingungen betrieben werden (z.B. Stadtlinienbussen), kommt als weiterer Nachteil hinzu, daß die Leistung der installierten Kraftmaschine hauptsächlich im Hinblick auf verkehrsgerechte Beschleunigungswerte bemessen sein muß und die Kraftmaschine daher für alle anderen Fahrzustände überdimensioniert ist. Dies hat nicht nur vergleichsweise hohe Anschaffungskosten für die Kraftmaschine zur Folge, sondern zusätzlich noch den Nachteil, daß die Kraftmaschine in allen Fahrzuständen außer den Beschleunigungsphasen nur im Teillast-Bereich betrieben wird, wo der Kraftmaschinen-Wlrkungsgrad, definiert als das Verhältnis der abgegebenen mechanischen Leistung bezogen auf die der Kraftmaschin pro Zeiteinheit zugeführte Eingangsenergie, im allgemeinen niedrig ist. Dies gilt vor allem für Verbrennungs-Kraftmaschinen, die heut zum Antrieb von Fahrzeugen überwiegend eingesetzt werden.
  • Um die der Kraftmaschine zugeführte Eingangsenergie beim Stop-and-Go-Betrieb von Fahrzeugen zu minimieren und um die anderen beschri benen Nachteile zu beseitigen, sind schon seit längerer Zeit Bestr bungen im Gange, die kinetische Energie des bewegten Fahrzeuges in den Verzögerungsphasen nicht in Wärme, sondern in weitgehend verlu los speicherbare mechanische, elektrische oder hydraulische Energi umzusetzen, und diese anschließend zum Wiederanfahren auszunutzen (Bremsenergie-Rückgewinnung). Es läßt sich jedoch feststellen, daß sich die bisher vorgeschlagenen Einrichtungen zur Bremsenergie-Rüc@ gewinnung im allgemeinen nur für solche Fahrzeuge mit wirtschaftlis vertretbarem Aufwand realisieren lassen, deren Kraftmaschine eine thermodynamischen Sinne reversible Prozeßführung aufweist (z.B. Ele tromotoren). Hierbei läßt sich nämlich die Kraftmaschine während de Verzögerungsphasen in umgekehrter Weise betreiben und die dem Fahrzeug entzogene kinetische Energie in eine Vergrößerung des Vorrats an von außen zugeführter oder im Fahrzeug mitgeführter Kraftmaschin Eingangsenergie umsetzen. In einigen Fällen, insbesondere bei oeles trisch angetriebenen Schienenfahrzeugen, werden entsprechende Antr systeme bereits praktisch angewendet.
  • Demgegenüber sind die bisher vorgeschlagenen Einrichtungen zur Bren energie-Rückgewinnung für Fahrzeuge mit Antrieb durch Wärmekraftmaschinen nach dem heutigen Stand der Technik noch mit großem technischem und wirtschaftlichem Aufwand verbunden, so daß sie sich in de Praxis kaum durchsetzen konnten. Dies liegt hauptsächlich daran, da die physikalische Grundlage von Wärmekraftmaschinen ein nicht-revei sibler Energie-Umwandlungsprozeß ist, so daß für die Bremsenergie-Rückgewinnung ein von der Wärmekraftmaschine völlig getrennter Leistungszweig des Antriebssystems erforderlich wird. Dessen getriebetechnische Ankopplung und weitere Ausführung wird in den bisherige Vorschlägen zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge mit Wärmekraftmaschinen den praktischen und wirtschaftlichen Anforderungen nicht in vollem Umfang gerecht.
  • Die in den derzeit bekannten Konzepten am häufigsten vertretene Ausführung ist die mechanische Ankopplung der Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung, meist mit Hilfe eines dreiwelligen Zahnrad-Umlaufgetriebes. Dies wird z.B. in einem Aufsatz von Korkmaz/Willumeit/Benneter/Thier "Stadtlinienbus mit hydrostatischer Bremsenergierückgewinnung" in ölhydraulik und Pneumatik 22 (1978), Nr. 4, S. 195 ff in mehreren Varianten vorgeschlagen, liegt jedoch auch z.B. den Schriften DE-PS 742 835, DE-PS 891 503, DE-OS 22 04 607, DE-OS 25 13 554, DE-OS 28 10 086, DE-OS 30 11 833, DE-OS 30 31 232, DE-OS 31 02 513 und DE-OS 31 22 977 zugrunde. Soll die Bremsenergie mechanisch als kinetische Energie eines Schwungrades gespeichert werden, so sind außer dem Verzweigungsgetriebe noch weitere meist stufenlos verstellbare Getriebekomponenten zur Drehzahl- und Drehmomentanpassung des Schwungrades an das Fahrzeug in den entsprechenden Vorschlägen vorgesehen. Soll die Bremsenergie elektrisch oder hydrostatisch gespeichert werden, so sind außer dem Verzweigungsgetriebe noch zusätzliche mechanisch-elektrische bzw. mechanischhydraulische Wandler erforderlich, die unter Umständen durch zusätzliche Getriebekomponenten noch-auf die Drehzahlen und Drehmomente des mechanischen Leistungszweiges abgestimmt werden müssen. Der Nachteil aller dieser Lösungsvorschläge besteht darin, daß die angesprochenen Getriebekomponenten zusätzlich zum vorhandenen Antriebssystem des Fahrzeuges vorgesehen werden müssen.
  • Grundsätzlich davon verschieden sind Vorschläge, die von einer hydraulischen oder elektrischen Speicherung der kinetischen Energie ausgehen, und die die Anzahl der Getriebekomponenten dadurch verringern, daß sie die üblicherweise mechanische Kraftübertragung eines Fahrzeuges durch einen hydraulischen bzw. elektrischen Drehmoment-/ Drehzahlwandler ersetzen. Hierdurch sind einerseits die erforderlichen mechanisch-hydraulischen bzw. mechanisch-elektrischen Wandler bereits Bestandteil des Systems, und andererseits läßt sich eine hydraulische bzw. elektrische Ankopplung des Leistungszweiges für die Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung meist wesentlich einfacher realisieren als die oben angesprochene mechanische Ankopplung.
  • Die Vorschläge nach DE-AS 10 02 776, DE-OS 22 30 755 zeigen Ausführungen dieses Grundgedankens, aber auch der Vorschlag nach DE-AS 10 48 158 zählt im weiteren Sinne hierzu. Der Nachteil aller dieser Lösungsvorschläge besteht darin, daß auch im Fahrbetrieb außerhalb der Brems- und Wiederanfahr-Phasen die Leistung mit vollem Betrag durch den hydraulischen bzw. elektrischen Drehmoment-/Drehzahlwandler übertragen wird, wodurch sich im Vergleich zu einer mechanischen Kraftübertragung Wirkungsgradeinbußen ergeben. Beim Einsatz elektrischer Aggregate ist darüberhinaus mit hohem Gewicht zu rechnen, hydrostatische Aggregate verursachen bei großen durchgesetzten Leistungen im allgemeinen erhebliche Geräuschprobleme.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge zu schaffen, die einer seits mit relativ wenigen zusätzlichen Getriebekomponenten auskommt und daher wirtschaftliche Vorteile gegenüber bisher bekannten Vorschlägen bietet, und die sich andererseits im Fahrbetrieb außer halb der Brems- und Wiederanfahr-Phasen nicht nachteilig oder störend auswirkt.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe für Mehrspur-Fahrzeuge dadurch gelöst, daß anstelle eines üblicherweise vorhandenen mechanischen Differentialgetriebes ein dreiwelliges hydrostatisches Umlaufgetriebe als Differentialgetriebe vorgesehen wird, dessen Antriebswelle von der Kraftmaschine abgekuppelt und festgebremst werden kann, und an dessen hydraulischen Kreislauf über Ventile hydraulische Speicher angeschlossen sind.
  • Wie an sich bekannt ist und beispielsweise aus Müller, H.W. "Die Umlaufgetriebe", Springer-Verlag Berlin-Heidelberg-New York (1970), S. 4 ff. hervorgeht, läßt sich jedes beliebige zwangläufige zweiwellige Getriebe (sog. Standgetriebe) dadurch zu einem sog. dreiwelligen Umlaufgetriebe machen, daß man das zuvor stillstehende Gehäuse und mit ihm alle darin befestigten Organe drehbar lagert und eine daran angeschlossene dritte Welle (sog. Stegwelle) mit An-oder Abtriebsleistung beaufschlagt. Ein solches Umlaufgetriebe besitzt grundsätzlich zwei kinematische Freiheitsgrade, d.h. daß zwei der insgesamt drei Wellendrehzahlen unabhängig voneinander vorgegeben werden können, und einen statischen Freiheitsgrad, d.h. daß alle drei Drehmomente in einem festen, nur von der Dimensionierung der Getriebeelemente abhängigen Verhältnis zueinander stehen. Dies sind genau die Funktionen, die von einem Differentialgetriebe für Mehrspur-Fahrzeuge zu erfüllen sind: Die Drehzahlen der beiden Räder einer angetriebenen Achse sollen sich bei Kurvenfahrt je nach Kurvenradius und Fahrgeschwindigkeit beliebig zueinander einstellen können, wähnend das Antriebsdrehmoment mit festem Verhältnis, im allgemeinen zu gleichen Teilen, auf die beiden Räder verteilt werden sollen.
  • Wie Fig. 1 unter Verwendung der in der VDI-Richtlinie 2152 empfohlenen Symbole nach DIN 24 300 zeigt, werden diese Funktionen durch das hydrostatische Differentialgetriebe dadurch realisiert, daß die beiden Wellen 1, 2 der hydrostatischen Einheiten 3, 4 an die Räder 5, 6 der angetriebenen Fahrzeugachse gekoppelt sind, und daß die Stegwelle 7 des hydrostatischen Differentialgetriebes von der Kraftmaschine 8 über den Drehmoment-/Drehzahlwandler 9, die Welle 10, die Kupplung 11 und das Kegelradgetriebe 12 angetrieben wird. Im Fahrbetrieb außerhalb der Brems- und Wiederanfahrphasen ist Kupplung 11 so geschaltet, daß sie die Welle 10 mit dem Ritzel des Kegelradgetriebes 12 verbindet. Für die üblicherweise erwünschte gleiche Größe der Drehmomente an beiden Antriebsrädern müssen die hydrostatischen Einheiten 3, 4 betragsmäßig das gleiche Verdrängungsvolumen besitzen bzw., sofern es sich um verstellbare hydrostatische Einheiten handelt, auf das betragsmäßig gleiche Verdrängungsvolumen eingestellt sein. Die Förderrichtung der beiden Einheiten muß jedoch,jeweils bei gleichsinniger Drehrichtung der Wellen betrachtet, entgegengesetzt sein. Bei Geradeausfahrt drehen sich die Antriebsräder 5, 6 des Fahrzeuges und damit zwangsläufig auch die Stegwelle 7 des hydrostatischen Differentialgetriebes mit gleichen Drehzahlen.
  • Da dann keine Relativdrehzahl zwischen der Stegwelle 7 und den Wellen 1, 2 der hydrostatischen Einheiten 3, 4 vorliegt, besitzt der geförderte Öl-Volumenstrom im hydraulischen Kreislauf den Wert 0.
  • Obwohl das Fluid proportional dem Antriebsdrehmoment unter Druck steht, wird daher keine hydraulische Leistung umgesetzt. Dadurch treten von allen hydraulischen Verlusten nur die Leckverluste im ölkreislauf negativ in Erscheinung, die z.B. von einer niederdruck-oder hochdruckseitig angeordneten System-Speisepumpe gedeckt werden können, worauf im einzelnen hier nicht eingegangen wird. Auch die sonst bei hydrostatischen Einheiten kritischen Geräuschprobleme treten nicht auf. Nur bei Kurvenfahrt wird ein Teil der Antriebsleistung hydraulisch umgesetzt, wobei der Öl-Volumenstrom der Differenzdrehzahl der beiden Antriebsräder 5, 6 proportional ist. Diese hydraulisch umgesetzte Leistung ist im allgemeinen jedoch um mindestens eine Größenordnung kleiner als die Antriebs leistung, so daß auch bei Kurvenfahrt die hydraulischen Verluste den Gesamtwirkungs grad des hydrostatischen Differentialgetriebes nur unwesentlich ve mindern.
  • Um das Fahrzeug zu verzögern und dabei seine kinetische Energie in wiederverwendbare potentielle hydraulische Energie umzuwandeln, wi die Kupplung 11 so geschaltet, daß das Antriebsritzel des Kegelrad getriebes 12 gegen das stillstehende Gehäuse 13 festgebremst wird.
  • Gleichzeitig werden die Ventile 14, 15 geöffnet, um den Niederdruc speicher 16 mit der Niederdruckseite bzw. den Hochdruckspeicher 17 mit der Hochdruckseite des hydraulischen Kreislaufs zu verbinden.
  • Da die Stegwelle 7 nun stillsteht, fördert jede der beiden hydrostatischen Einneiten 3, 4 einen der absoluten Drehzahl des angeschlossenen Rades proportionalen öl-Volumenstrom aus dem Nieder druckspeicher 16 in den Hochdruckspeicher 17. Der momentanen Druck differenz zwischen Hoch- und Niederdruckspeicher proportional ist dabei das Bremsmoment an jedem Rad. Ist das Fahrzeug zum Stillstanc gekommen, steht nach dem Schließen der Ventile 14, 15 die kinetische Energie des Fahrzeuges vor dem Verzögerungsvorgang vermindert um unvermeidliche mechanische und hydraulische Verluste als potentielle hydraulische Energie im Hochdruckspeicher für das Wiederanfahren zur Verfügung; Das Wiederanfahren selbst geschieht prinzipiell in umgekehrter Weise gegenüber dem Verzögerungsvorgang.
  • Die geschilderte Funktionsweise des hydrostatischen Differentialgetriebes mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung kann grunc sätzlich auf zwei verschiedene Arten konstruktiv realisiert werden, die mit der Tatsache zusammenhängen, daß beim angetriebenen gegenüber dem schiebenden Fahrzeug das Drehmoment seine Richtung wechselt, während die Drehrichtung die gleiche bleibt. Bezogen auf die hydraulischen Größen bedeutet eine Drehmomentenumkehr das Vertauschen von Hoch- und Niederdruckseite des hydraulischen Kreislaufes, wenn das Verdrängungsvolumen der angeschlossenen hydrostatischen Einheit nicht gleichzeitig das Vorzeichen wechselt.
  • Fig. 1 zeigt die erste Ausführung des hydrostatischen Differentialgetriebes mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung, die dadur gekennzeichnet ist, daß die Verdrängungsvolumina beider hydrostatischen Einheiten 3, 4 beim Uebergang vom normalen Fahrbetrieb (Fahrzeug durch Kraftmaschine angetrieben) zum Bremsbetrieb durch den Wert 0 hindurch auf einen Wert unterschiedlichen Vorzeichens gestellt werden. Durch diese Maßnahme ist in beiden betrachteten Betriebszuständen die Lage von Hoch- und Niederdruckseite im hydraulischen Kreislauf die gleiche. Vor dem Wiederanfahren werden die Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten wieder durch den Wert 0 hindurch auf einen Wert mit dem ursprünglichen Vorzeichen gebracht, so daß sich auch hierbei Hoch- und Niederdruckseite nicht vertauschen. Diese Ausführung setzt verstellbare hydrostatische Einheiten voraus. Dies ist jedoch ohnehin grundsätzlich zu empfehlen, um über verstellbare Verdrängungsvolumina der hydrostatischen Einheiten die Größe des Bremsmomentes von der momentanen Druckdifferenz zwischen Hoch- und Niederdruckspeicher unabhängig zu machen. Außerdem läßt sich das Durchfahren des Wertes O für die Verdrängungsvolumina in vorteilhafter Weise mit der weiter unten erläuterten zusätzlich realisierbaren Freilauf-Funktion des hydrostatischen Differentialgetriebes kombinieren. Als Vorteil kann weiterhin angesehen werden, daß nur eine Hälfte des hydraulischen Kreislaufs für die maximalen Systemdrücke ausgelegt werden muß.
  • Fig. 2 zeigt die zweite Ausführung des hydrostatischen Differentialgetriebes mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Verdrängungsvolumina beider hydrostatischen Einheiten 3, 4 in allen Betriebszuständen das gleiche Vorzeichen behalten. Dies hat zur Folge, daß sich beim Ubergang vom normalen Fahrbetrieb zum Bremsbetrieb und erneut beim Wiederanfahren die Hoch- und Niederdruckseiten des hydraulischen Kreislaufs vertauschen. Hoch- und Niederdruckspeicher müssen daher jeweils an beiden Seiten über Ventile angeschlossen sein, wobei für den Bremsbetrieb und das Wiederanfahren unterschiedliche Ventilpaare geöffnet werden müssen (z.B. Ventile 14 und 15 für den Bremsbetrieb, Ventile 18 und 19 für das Wiederanfahren). Obwohl dies für die Ausführung nach Fig. 2 keine Voraussetzung ist, werden auch hierbei betragsmäßig einstellbare Verdrängungsvolumina der hydrostatischen Einheiten aus oben genannten Gründen empfohlen (gestrichelte Verstellpfeile in Fig. 2).
  • Die Fig. 1 und 2 gehen exemplarisch von längs eingebauter Kraftmaschine 8 und längs eingebautem Drehmoment-/Drehzahlwandler 9 aus. Für quer eingebaute Aggregate muß lediglich das Kegelradgetriebe 12 durch eine Stirnradstufe ersetzt werden, ohne daß sich am Wirkprinzip der Erfindung Änderungen ergeben. Außerdem zeigen Fig. 1 und Fig. 2 nach VDI 2152 symbolisierte hydrostatische Einheiten 3, 4 mit außenliegenden Rotoren. Diese sind durch solche mit innenliegenden Rotoren ersetzbar. Ohnehin ist das hydrostatische Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung nicht auf bestimmte Bauarten hydrostatischer Einheiten beschränkt, sofern nicht eine erforderliche Verstellbarkeit der Verdrängungsvolumina die Auswahl einengt. Auch die in Fig. 1 und Fig. 2 vorgeschlagene Anordnung der Kupplung 11 sowie deren Ausführung als kombinierte Wellenkupplung und Feststellbremse stellen nur Beispiele von jeweils mehreren denkbaren Alternativen dar.
  • Außer der Möglichkeit zur Bremsenergie-Rückgewinnung wird auch eine andere der Energieersparnis dienende Zusatzfunktion von Fahrzeug-Antriebssystemen zunehmend in die Diskussion gebracht. Es handelt sich hierbei uin die sog. Freilauf-Funktion, wodurch die Kraftmaschine bei schiebendem Fahrzeug vom Fahrzeugantrieb abgekoppelt wird. Dadurch ergeben sich insbesondere bei Wärmekraftmaschinen deshalb Ersparnisse, weil diese in diesem Fahrzustand dann im Leerlauf läuft.
  • Es sind eine Reihe mechanischer Realisierungsmöglichkeiten für die Freilauf-Funktion bekannt, etwa durch Klemmkörper-Freiläufe verschiedener Bauarten oder durch automatisches Trennen der üblicherweise vorhandenen Kupplung zwischen Kraftmaschine und Drehmoment-/Drehzahlwandler. Unabhängig davon, ob das oben erläuterte hydrostatische Differentialgetriebe mit oder ohne Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet ist, läßt sich damit eine Freilauf-Funktion in neuartiger Weise realisieren. Es ist dies durch zwei grundsätzlich verschiedene Ausführungen möglich: Fig. 3 zeigt schematisch ein hydrostatisches Differentialgetriebe, bei dem die Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten 3, 4 bei schiebendem Fahrzeug auf den Wert 0 gestellt werden (gestrichelte Verstellpfeile). Die Steuerung könnte dabei z.B. in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen den beiden hydraulischen Leitungen erfolgen, die beim Übergang vom normalen Fahrbetrieb (Fahrzeuq durch Kraftmaschine getrieben) in den Freilauf-Betrieb den Wert 0 annimmt. Für diese Ausführung des hydrostatischen Differentialgetriebes mit zusätzlicher Freilauf-Funktion müssen die hydrostatischen Einheiten verstellbar sein. Wie oben bereits erwähnt wurde, läßt sich das Konzept zur Realisierung der Frei auf Funktion nach Fig. 3 vorteilhaft mit der Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung in der Ausführung nach Fig. 1 kombinieren.
  • Die Steuerung eines derart kombinierten Systems (Hydrostatisches Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung und zusätzlicher Freilauf-Funktion) könnte z.B. folgendermaßen ablaufen: Durch einen ersten Signalzweig ("Beschleunigungspedal") kann der Fahrzeugführer die Leistungsabgabe der Kraftmaschine beeinflussen. Solange die Kraftmaschine das Fahrzeug antreibt, übernimmt das hydrostatische Differentialgetriebe lediglich die Funktionen der Drehmomentenübertragung und des Drehzahlausgleiches der Antriebsräder bei Kurvenfahrt. Wird die von der Kraftmaschine abgegebene Leistung auf den Wert 0 gebracht, werden die Verdrängungsvolumina der hydrostatischen Einheiten ebenfalls auf den Wert 0 gefahren, so daß die Freilauf-Funktion realisiert wird. Bei Betätigung eines zweiten Signalzweiges ("Verzögerungspedal") werden die Verdrängungsvolumina der hydrostatischen Einheiten über den Wert 0 hinaus auf gegenüber der ursprünglichen Einstellung vorzeichenverkehrte Werte gesteuert, so daß bei gleichzeitigem Öffnen der Ventile zu den Hydrospeichern das Fahrzeug unter Umwandlung seiner kinetischen Energie in potentielle hydraulische Energie verzögert wird.
  • Fig. 4 zeigt schematisch eine alternative Ausführung der Frei auf Funktion für das hydrostatische Differentialgetriebe. Dies geschieht hierbei durch Öffnen des Ventils 20, das im hydraulischen Kreislauf einen Kurzschluß zwischen Hoch- und Niederdruckseite bewirkt, so daß kein Drehmoment durch das hydrostatische Differentialgetriebe übertragen werden kann. Für die Ausführung der Freilauf-Funktion nach Fig. 4 werden keine verstellbaren hydrostatischen Einheiten 3, 4 benötigt.
  • Als Zusatz funktion von Differentialgetrieben wird für bestimmte Anwendungsfälle eine sog. Differential-Sperre gefordert (siehe hierzu auch die untenstehenden Erläuterungen zum hydrostatischen Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Abgabe unterschiedlich großer Drehmomente an die Antriebsräder). Hierbei wird die freie Einstellbarkeit der Drehzahlen der Antriebsräder 5, 6 ganz oder teilweise aufgehoben (100%- bzw. Teil-Sperre). Abgesehen davon, daß diese Funktion auch beim hydrostatischen Differentialgetriebe in an sich bekannter Weise durch mechanische Kupplungen realisiert werden kann ist dies in neuartiger und bezüglich der Steuerung vereinfachter Weise durch Eingriffe in den hydraulischen Zweig möglich. Fig. 5 zeigt ein hydrostatisches Differentialgetriebe mit Teil-Sperre, die durch eine einstellbare Drossel 21 vorzugsweise in der Hochdruckleitung des hydraulischen Kreislaufs realisiert ist. Fig. 6 zeigt ein hydrostatisches Differentialgetriebe mit 100%-Sperre, die durch ein Ventil 22 vorzugsweise in der Hochdruckleitung des hydraulischen Kreislaufs realisiert ist. Die dargestellte teilweise oder 100%ige Sperrung des hydrostatischen Differentialgetriebes in den dargestellten Ausführungen kann unabhängig davon, ob die hydrostatischen Einheiten 3, 4 konstante oder verstellbare Verdrängungsvolumina besitzen, und unabhängig davon, ob das hydrostatische Differentialgetriebe mit oder ohne Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet ist, eingesetzt werden.
  • Noch eine weitere Zusatzfunktion, die in der nachfolgend näher erläuterten Ausführung nach Fig. 7 eine interessante Neuheit darstellt kann von dem hydrostatischen Differentialgetriebe erfüllt werden, un abhängig davon, ob es eine Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnun besitzt, und unabhängig davon, ob es darüberhinaus zur Erfüllung ei der anderen genannten Zusatzfunktionen herangezogen wird. Es ist die die Abgabe unterschiedlich großer Drehmomente mit einstellbarem Dreh momenten-Verhältnis an die beiden Antriebsräder 5 und 6. Diese Maßnahme ermöglicht es, gegenüber herkömmlichen Differentialgetrieben die Summe der an beiden Antriebsrädern übertragbaren Vortriebskräfte zu steigern, wenn die an beiden Antriebsrädern einzeln übertragbaren Vortriebskräfte unterschiedlich groß sind. Dies ist beispielsweise bei unterschiedlichen Reibverhältnissen an den Rädern (z.B. ei Rad auf trockener, ein Rad auf feuchter/glatter Fahrspur) und/oder bei unterschiedlich großen Radlasten (z.B. infolge des Fliehkraft-Kippmomentes bei Kurvenfahrt) der Fall. Bei herkömmlichen Differentialgetrieben ohne Differential-Sperre wird unter diesen Umständen das übertragbare Drehmoment und damit die insgesamt übertragbare Vortriebskraft durch die kleinere an den Antriebsrädern einzeln übertragbare Vortriebskraft begrenzt. Im Extremfall führt dies dazu, daß das Antriebsrad mit der kleineren übertragbaren Vortriebskraft vom Rollreibungs- in den Gleitreibungszustand übergeht ("Durchdrehen" des Rades), was wegen des damit gleichzeitig verbundenen Verlustes an Seitenführungskraft an dem betreffenden Rad die Fahrsicherheit beeinträchtigt. Um den Grenzwert für die insgesamt maximal übertragbare Vortriebskraft zu erhöhen, kann man Differentialgetriebe mit teilweiser Sperrung entweder in herkömmlicher Bauart oder in der Ausführung für hydrostatische Differentialgetriebe nach Fig. 5 vorsehen. Dabei müssen allerdings nachteilige Leistungsverluste in Kauf genommen werden. Eine andere bekannte Maßnahme zur Steigerung der unter den beschriebenen Verhältnissen maximalen Vortriebskraft ist der Einsatz eines zu 100% gesperrten Differentialgetriebes, das in herkömmlicher Bauart oder als hydrostatisches Differentialgetriebe nach Fig. 6 ausgeführt sein kann. Da das zu 100% gesperrte Differentialgetriebe nur noch einen kinematischen Freiheitsgrad besitzt, muß dabei jedoch auf die unabhängige Einstellbarkeit der Drehzahlen der beiden Antriebsräder verzichtet werden, wodurch das Fahrverhalten des Fahrzeugs in Kurven erheblich beeinträchtigt ist. Das in Fig. 7 dargestellte hydrostatische Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Abgabe unterschiedlich großer Drehmomente mit einstellbarem Drehmomenten-Verhältnis an die Antriebsräder vermeidet die genannten Nachteile der bekannten Lösungsvorschläge. Die Funktion wird dadurch realisiert, daß die Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten 3, 4 unabhangig voneinander verstellbar sind, und die an das Antriebsrad mit der größeren übertragbaren Vortriebskraft angeschlossene hydrostatische Einheit entsprechend dem Verhältnis der an den Antriebsrädern 5, 6 übertragbaren Vortriebskräfte auf das größere Verdrängungsvolumen eingestellt wird. Gegenüber einem in DE-OS 24 55 878 gemachten Vorschlag mit ähnlicher Funktion behält das hydrostatische Differentialgetriebe nach Fig. 7 dabei jedoch seine zwei kinematischen Freiheitsgrade, so daß eine Beeinträchtigung des Fahrverhaltens bei Kurvenfahrt nicht auftreten kann.
  • Abgesehen von der Anwendung des hydrostatischen Differentialgetriebes mit Einrichtungen zur Bremsenergie-Rückgewinnung nach Fig. 1 und 2, und/oder mit Einrichtungen zur Realisierung einer Freilauf-Funktion nach Fig. 3 und 4, und/oder mit Einrichtung zur teilweisen oder 100%igen Differential-Sperre nach Fig. 5 bzw. 6, und/oder mit Einrichtung zur Abgabe unterschiedlich großer Drehmomente mit einstellbarem Drehmomenten-Verhältnis nach Fig. 7 für Fahrzeuge kann die Erfindung auch für andere technische Anwendungen ähnlicher Art eingesetzt werden. Es sind dies alle Antriebssysteme, die eine Kraf maschine mit zwei Arbeitsmaschinen derart verbinden, daß sich zwei Drehzahlen während des Betriebes beliebig einstellen können und alle drei Drehmomente in einem festen Verhältnis zueinander stehen (Antriebssysteme mit einem Antrieb und zwei Abtrieben mit zwei kinematischen Freiheitsgraden und einem statischen Freiheitsgrad).
  • Unterschiedliche Drehmomenten-Verhältnisse gegenüber der Anwendung in Fahrzeugen können dabei über die Dimensionierung der Verdränguns volumina der hydrostatischen Einheiten realisiert werden.
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Claims (7)

  1. Patentansprüche Hydrostatisches Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Wellen 1,2 der verstellbaren hydrostatischen Einheiten 3, 4 eines hydrostatischen Getriebes an die Antriebsräde 5, 6 des Fahrzeuges angeschlossen sind, daß die bei hydrostatischen Getrieben üblicher Bauart stillstehenden Teile als drittes bewegliches Getriebeglied an die sog.
    Stegwelle 7 angeschlossen sind, die im normalen Fahrbetrieb übe eine Kupplung 11 von der-Kraftmaschine 8 angetrieben wird, daß die Stegwelle 7 wahlweise von der Kraftmaschine 8 abgekuppe und über eine Bremse bis zum Stillstand festgebremst werden kan: daß das Fahrzeug bei festgebremster Stegwelle 7 unter Umwandlun seiner kinetischen Energie in potentielle hydraulische Energie bzw. umgekehrt in jeweils gleicher Bewegungsrichtung verzögert oder beschleunigt werden kann, indem ein Hochdruckspeicher 17 ül ein Ventil 15 an die Hochdruckseite des hydraulischen Kreislauf sowie ein Niederdruckspeicher 16 über ein Ventil 14 an die Niede druckseite des hydraulischen Kreislaufs angeschlossen wird, wobei die Lage von Hoch- und Niederdruckleitung des hydraulischen Kre: laufs durch Verstellen der Verdrängungsvolumina der hydrostatischen Einheiten 3, 4 wahlweise auf positive oder negative Werte in allen Fahrzuständen die gleiche bleibt.
  2. 2. Hydrostatisches Differentialgetriebe mit Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die konstanten oder dem Betrage nach verstellbaren Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten 3, 4 in allen Fahrzuständen das gleiche Vorzeichen besitzen, daß der Hochdruckspeicher 17 über zwei Ventile 15 und 18 und ent sprechend auch der Niederdruckspeicher 16 über zwei Ventile 14 und 19 jeweils an beide Seite des hydraulischen Kreislaufs angeschlossen werden kann, wodurch das Verzögern und Beschleunigen des Fahrzeuges unter Umwandlung seiner kinetischen Energie in potentielle hydraulische Energie bzw. umgekehrt in jeweils der gleichen Bewegungsrichtung möglich ist, wobei sich die Lage von Hoch- und Niederdruckleitung des hydraulischen Kreislaufs umkehrt.
  3. 3. Hydrostatisches Differentialgetriebe mit oder ohne Einrichtung zur Bremsenergie-Rückgewinnung für Fahrzeuge nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Wellen 1, 2 der verstellbaren hydrostatischen Einheiten 3, 4 eines hydrostatischen Getriebes an die Antriebsräder 5, 6 des Fahrzeuges angeschlossen sind, daß die bei hydrostatischen Getrieben üblicher Bauart stillstehenden Teile als drittes bewegliches Getriebeglied an die sog.
    Stegwelle 7 angeschlossen sind, die von der Kraftmaschine 8 angetrieben wird, daß die Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten 3, 4 zur Erzielung einer Freilauf-Wirkung auf den Wert 0 eingestellt werden können.
  4. 4. Hydrostatisches Differentialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzielen einer Freilauf-Wirkung über ein Ventil 20 Hoch-und Niederdruckseite des hydraulischen Kreislaufs miteinander verbunden werden können.
  5. 5. Hydrostatisches Differentialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzielen einer nicht 100%igen Sperrwirkung eine einstellbare Drossel 21 vorzugsweise in der Hochdruckleitung des hydraulischen Kreislaufs angeordnet ist.
  6. 6. Hydrostatisches Differentialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzielen einer 100%igen Sperrwirkung ein Ventil 22 vorzugsweise in der Hochdruckleitung des hydraulischen Kreislaufs angeordnet ist.
  7. 7. Hydrostatisches Differentialgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß zur Abgabe unterschiedlich großer Drehmomente mit einstellbarem Drehmomenten-Verhältnis an die beiden Antriebsräder 5 und 6 die Verdrängungsvolumina der beiden hydrostatischen Einheiten 3, 4 unabhängig voneinander verstellt werden können.
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