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Bausatz zur Erstellung mobiler Bauten, insbesondere für Messe-
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und Ausstellungsbauten und Ausstellungsbauten Die Erfindung betrifft
einen Bausatz zur Erstellung mobiler Bauten, insbesondere für Messe- und Ausstellungsbauten,
bestehend aus vertikal stehenden Stützsäulen mit daran befestigbaren horizontalen
Trägern, an denen Wand-, Boden- oder Deckenteile o.dgl. befestigbar sind.
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Bausätze dieser Art sind bekannt, Bei solchen Aufbausystemen für Bauten,
insbesondere für Messe- und Ausstellungsbauten, die nur kurzfristig gebraucht werden,
kommt es sehr darauf an, daß ein schneller und problemloser Aufbau einschließlich
der notwendigen winkligen Ausrichtung und auch ein schneller Wiederabbau bzw. Umbau
möglich ist. Bekannte Bausysteme dieser Art sind daher zum Beispiel mit längsgenuteten
Tragsäulen ausgerüstet, in welche Querträger mit Hilfe von Klemmschlössern eingesetzt
und befestigt werden, die stirnseitig aus den meist hohlen Trägerprofilen herausragen,
mit Klemmzapfen in die Nuten der Säulen eingefügt und durch Exzenter oder Schraubbetätigung
zu einem Auseinanderspreizen der Klemmbacken der Schlösser führcn und so eine kraftschlüssige
Befestiguncj der TräcJer an den Säulen ermöglichen. Wenngleich solche
Systeme
sehr vorteilhaft beim Einsatz für die 17erstellung von Messe- und Ausstellungsbauten
oder auch zur Ausgestaltung von Inneneinrichtungen sind, so läßt die Klemmverbindung
zwischen vertikalen Stützsäulen und horizontalen Trägern doch nur eine bestimmte
Belastung der Träger zu. Ein mehrgeschossiger Aufbau oder die Belastung der Träger
mit schwereren Geräten ist nicht möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter den Voraussetzungen
eines Bausystems für die eingangs genannten mobilen Bauten einen Bausatz solcher
Teile zu schaffen, die einen wesentlich stabileren statisch bestimmbaren Aufbau
ermöglicht, der eine wesentlich höhere Belastung zuläßt und der daher auch zur Herstellung
mehrgeschossiger Bauten verwendet werden kann, die kurzfristia erstellt und auch
wieder demontiert werden können.
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Ausgehend von einem Bausatz der eingangs genannten Art besteht die
Erfindung zur Lösung dieser Aufgabe darin, daß den Stützsäulen seitlich abragende
Querstege als Auflager für die Träger zugeordnet sind und daß die Träger an mindestens
einem ihrer Stirnenden nach unten offene Ausnehmungen aufweisen, mit denen die Querstege
übergriffen werden. Diese Ausgestaltung führt zu einer formschlüssigen Auflage der
Träger an den Stützsäulen, die eine wesentlich höhere Belastung zuläßt und, wie
bei Stahlgerüstbauten statisch bestimmbar und daher auch für mehrgeschossige Bauweise
einsetzbar ist.
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Vorteilhaft sind die Träger dabei - wie an sich bekannt - als Hohlprofile
ausgebildet und mit mindestens einer zwischen einem parallelen Wandpaar verlaufenden
Längskammer versehen, so daß die Ausnehmungen durch Entfernen des stirnseitigen
Endes der unteren Begrenzungswand der Längskammer gebildet werden können.
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Vorteilhaft ist es bei dieser Ausgestaltung auch, daß die Querstege
in ihren Außenabmessungen den Innenabmessungen der Ausnehmungen am Ende der Längskammer
angepaßt werden können, so daß
an den Säulen längsverlaufende Querstege
in Form von Längsrippen entstehen können, die sich mit einem geringen Spiel in die
Ausnehmungen der Träger einfügen und so sowohl für einen Formschluß in vertikaler
Richtung sorgt als auch schon für eine winklige Ausrichtung der Träger in Richtung
der Stützsäulen sorgen können, ohne daß Klemm- oder Schraubverbindungen für diesen
Vorgang des Zusammenfügens notwendig sind. Gerade für die Erstellung von Messe-
und Ausstellungsbauten ergibt sich bei einem solchen System der große Vorteil, daß
Stützsäulen und Träger sehr schnell zu ihrer Endform zusammengefügt werden können,
wobei dann allerdings zweckmäßig der Träger und die Querstege mit in der zusammen
gefügten Stellung flichtenden Querbohrungen versehen werden, durch die Sicherungsschrauben
o.dgl. durchsteckbar sind, die dann ein nachträgliches Herunterziehen der Träger
durch Querbelastung sicher vermeiden. Diese Querbohrungen weisen auch den Vorteil
auf, daß andere Bauelemente beispielsweise Diagonal-verstrebungen an den vertikalen
Stützsäulen angebracht werden können, die zum einen in sehr einfacher Weise eine
Sicherung der vertikalen Lage der Säulen ermöglicht, zum anderen natürlich auch
die Festigkeit des so aufgebauten Rahmen erhöhen; Wie bereits angedeutet, ist es
vorteilhaft, wenn die Stützsäulen als Hohlprofile mit seitlich abragenden Längsrippen
ausgebildet werden, welche die Querstege bilden. Eine vorteilhafte Weiterbildung
ergibt sich dadurch, daß die Querstege dann die seitlich abstehenden Längsrippen
eines im Profil den Stützsäulen angepaßten Anschlußteiles sein können, das fluchtend
auf die Stützsäulen aufsetzbar ist, und zwar in sehr einfacher Weise dadurch, daß
das Anschlußteil mit einem eingeschobenen Innen rohr versehen wird, das beispielsweise
durch eine Klemmschraube im Inneren gehalten wird und stirnseitig in die offenen
Hohlprofile der Stützsäulen einschiebbar ist. Das Anschlußstück läßt sich auf diese
Weise mit Formschluß an den Stützsäulen halten und kann zur Aufnahme der Träger
dienen. Um ein gewisses Rastermaß in der Höhe einhalten zu können, ist es zweckmäßig,
wenn die Längsrippen des Anschlußteiles in einem Abstand vor der oberen Stirnseite
in der der Stärke der oberen Begrenzungswand der Längskammer im Träger
entspricht.
Dadurch fluchtet nämlich die Oberkante eines Trägers mit dem oberen Stirnende des
Anschlußstückes, so daß von hier aus etwa durch Ansetzen neuer Stützsäulen, deren
Länge genomt sein kann, eine zweite Geschoßhöhe aufgebaut werden kann, ohne daß
große Justier- oder Einstellarbeiten notwendig sind.
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Die Längsrippen der Stützsäulen und der Anschlußstücke können um 90
und 1800 gegeneinander versetzt scin, so daß Anschlußstücke mit vier Querstegen,
mit drei oder nur mit zwei Querstegen gebildet werden können, die je nach Einsatz
zweck an den Ecken eines Gestell rahmens der Seitenwand oder in der Mitte angeordnet
werden können und jeweils zwei, drei oder vier, mit der Stützsäule und untereinander
verbinden.
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Natürlich kann es, ähnlich wie bei den bekannten Systemen, vorteilhaft
sein, im Bereich zwischen den Längsrippen Längsnuten an den Stützsäulen und Anschlußstücken
vorzusehen, die dann zum Einsetzen zusätzlicher Bauteile, wie Traversen, Platten,
Blenden oder Rasterunterteilungen zum Bilden einer Decke o.dgl. dienen können.
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In dieser Hinsicht ergibt sich auch eine einfache Ausführung, wenn
die Träger als Doppel-T-Träger-Profile ausgebildet werden, so daß dann die Querstege,
welche als Auflager für die Träger dienen, auch als separate Bau-teile ausgebildet
und rechtwinklig zwischen die seitlichen Stege des Doppel-T-Profiles der Träger
einsetzbar sind, so daß Quertraversen nicht nur von den Stützsäulen, sondern auch
von den Trägern selbst ausgehen können. Die Bildung eines Netzwerkes für Decken
oder dgl. ist dadurch in sehr leichter Weise möglich.
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Am Boden oder an den Decken können auf die Träger jeweils Stützprofilteile
aufgesetzt werden, die auch verstellbar sein können.
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Zu diesem Zweck wird in die Ober- und Unterseite der Träger zweckmäßig
eine Längsnut eingebracht, die zur formschlüssigen Aufnahme eines Führungszapfens
fiir solche Profile dienen kann, so daß auf diese Profilstücke Bodenplatten aufgelegt
werden können, die einen
gewissen Abstand von der Oberkante der
Träger aufweit, so daß zwischen Trageroberkante und Bodenplatten ein gewisser Hohlraum,
beispielsweise zur Verlegung von Elektroinstallationen o.dgl., gebildet werden kann.
hohlräume in Längsrichtung der Träger können aber auch dadurch gebildet werden,
daß die Träger mit einem Profil versehen sind, das aus einem Doppel-T-Profil und
einem einseitig fluchtend an diesem anqrenzenden, von einem Quersteg des Doppel-T
abragenden T-Profil besteht, so daß an ein und demselben Träger zwei parallel Plattensysteme
auf-und eingelegt werden können, die ebenfalls zu gewünschten Hohlräumen führen
können. Wird schließlich noch vorgesehen, daß die seitlichen Stege des Trägerprofils
mit am äußersten Ende parallel zu dem Mittelteil hochstehenden Endkanten versehen
sind, so können auch an den seitlich abragenden Stegen der Träger Zusatzteile befestigt
werden, beispielsweise horizontale Diagonalverstrebungen, die aus statischen Gründen
beispielsweise notwendig werden können. Der neue Bausatz läßt daher eine Fülle von
Anwendungsmöglichkeiten zu, wie sie bei mobilen Bauten der eingangs genannten Art
wünschenswert sind.
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Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden
Beschreibung von Zeichnungen erläutert, welche die wichtigsten Teile des erfindungsgemäßen
Bausatzes zeigen und deren Verwendungsmöglichkeiten darlegen. Es zeigen: Fig. 1
eine perspektivische Darstellung der für den neuen Bausatz verwendeten Stützsäule,
Fig. 2 den vergrößerten Querschnitt der Stützsäule der Fig. 1 mit einem schematisch
eingezeichneten Querschnitt eines Innenrohres, wie es zur Verlängerung von Stützsäulen
durch weitere Stützsäulenteilen oder zum Aufsetzen eines Anschlußstückes vorgesehen
ist, das in Fig. 6 gezeigt ist, Fig. 3 die Scitenansicht eines für den neuen Bausatz
verwendeten orizontalträgers, der an seinem linken Ende teilweise aufgebrochen ist,
Fig.
4 den Querschnitt durch den Träger der Fig. 3 längs der Linic IV-IV, Fig. 5 eine
Bodenplatte zum Aufsetzen der Stützsäulen der Fig. 1 mit einem formschlüssig in
das Innere der hohlen Stützsäule eingreifenden Anschlußrohrstück, Fig. 6 ein Anschlußstück
fiir den Träger der Fig. 3 und 4, das mit einem Innenrohr auf Säulen der in der
Fig. 1 gezeigten Art aufsetzbar ist, Fig. 7 eine perspektivische Darstellung einer
Eckverbindung zwischen einer Stützsäule der Fig. 1 und zwei Trägern der Fig. 3,
wobei eine Diagonalverstrebung von der Zusammenschlußstelle der beiden Träger ausgeht,
Fig. 8 eine schematische Darstellung der Zusammenbaumöglichkeiten und des Zusammenbausystems
des neuen Bausatzes mit den in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Teilen, Fig. 9 eine schematische,
teilweise geschnittene Seitenansicht eines doppelgeschossigen Bauwerks, das mit
den erfindungsgemäßen Teilen hergestellt ist, Fig.10 eine Variante der Zusammenbaumöglichkeiten
der Fig. 8 mit anders profilierten Trägern, Fig.11 die perspektivisch schematische
Darstellung eines mehrgeschossigen Aufbaues für einen Messe- und Ausstellungsstand,
der mit dem neuen Bausatz aufgebaut ist und Fig.12 schließlich den fertigen Messe-
und Ausstellungsstand, der auf der Basis der Rahmenkonstruktion der Fig. 11 verwirklicht
wurde.
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In den Fig. 1 und 2 ist eine beim Zusammenbau der Teile vertikal stehende
Stützsäule 1 gezeigt, die, wie insbesondere Fig. 2 erkennen läßt, aus einem gezogenen
Profil, vorzuasweise aus Aluminium, hergestellt ist. Der Querschnitt der Stützsäule
1 weist einen inneren Hohlraum 1a auf, der vier größere Ausbuchtungen ib und vier
kleinere Ausbuchtungen 1c besitzt, wobei die letzteren so anyelegt sind, daß sie
im wesentlichen an den Ecken eines Quadrates liegen, das, wie auch Fig. 2 zu entnehmen
ist, dazu ausgenützt werden kann, ein im Querschnitt etwa quadratisches Innenrohr
2 aufzunehmen. An diesen inneren Teil des Profiles der Stützsäule 1 schließen sich
nach außen jeweils an den Ecken drei Kammern 3 an, die jeweils nach außen durch
Längsnuten 4 geöffnet sind, in welche - wie das bei anderen Profilen der Fall ist
-mit Hilfe von Klemmschlössern o.dgl. Bauteile eingefügt werden können. An die größeren
Ausbuchtungen 1a des Profiles schließen sich nach außen Längsrippen 5 an, die beim
gezeigten Ausführungsbeispiel zusammen eine Kreuzform ergeben. Es ist aber auch
möglich, die Stützsäulen 1 der Fig. 1 nur mit zwei diametral gegenüberliegenden
Längsrippen 5 oder mit zwei oder drei jeweils unter 900 zueinander versetzten Längsrippen
5 zu versehen. An den offenen Stirnenden der Längsrippen 5 sind wieder Kammern 5a
vorgesehen, in die Teile eingeschoben oder eingeklemmt werden können. Jede der Längsrippen
weist im Endbereich der Stützsäule 1 je eine Querbohrung 6 auf, deren Bedeutung
noch erläutert werden wird.
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Den Stützsäulen 1 sind Träger 7 zugeordnet, die in den Fig. 3 und
4 gezeigt sind. Beim Ausführungsbeispiel besteht der Träger 7 aus einem Hohlprofil
mit drei Längskammern 8, die von parallelen Wänden 9 eingeschlossen sind und zusammen
den Mittelsteg eines Doppel-T-Profiles bilden, dessen beide Querstege 10 in der
Mitte wieder mit Längsnuten 11, ähnlich den Nuten 4, versehen sind, die in größere
Kammern übergehen, wie da s auch an den Enden der Längsrippen 5 und bei den Kammern
3 der Stützsäule 1 der Fall ist. Am äußersten Ende besitzen die Stege 10 des Trägerprofiles
hochstehende Endkanten 12, die jeweils mit den zugeordneten Wänden 9 eine Nut einschließen,
in der Zusatzteile befestigt werden können, wie das noch beschrieben werden wird.
An beiden Enden weisen die
Träger 7 eine Ausnehmung 13 auf, die
dadurch gebildet ist, daß die untcre Endwand 14 der untersten Kammer 8 sowie die
die Kammern 8 unterteilenden Trennwände 14a auf die Länge a aus dem Hohlprofil herausgefräst
worden sind. Diese Länge a entspricht im wesentlichen der iiöhe der Längsrippen
5 der Stützsäule 1, die auf diese Weise Querstege bilden, auf welche die Träger
7 mit ihren Enden von oben über die Länge a aufschiebbar sind, so daß sie mit dem
die Ausnehmung 13 oben überdeckenden Endteil der endwand 15 auf der Oberkante der
Längsrippen 5 aufliegen können. Im Bereich der Ausnehmungen 14 sind auch in dem
Träger 7 Querbohrungen 16 vorgesehen.
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Wenn die Träger 7 auf die Längsrippen 5 der Stützsäulen 1, wie sie
in der Fig. 1 gezeigt ist, oben aufgelegt werden würden, so würden alle Träger mit
ihrer Oberkante 7a um den Betrag b nach oben über das Ende der Stützsäule 1 überstehen
und es müßte, wenn für einen bündigen Abschluß gesorgt werden sollte, entsprechende
Zusatzteile vorgesehen werden. Es ist daher vorteilhaft, zum Anschluß der Träger
7 nicht die Stützsäulen 1 selbst - was an sich möglich wäre - vorzusehen, sondern
gesonderte Anschlußstücke 17, die in Fig. 6 gezeigt sind und die im Prinzip genauso
aufgebaut sind, wie die Stützsäule 1, nur daß sie in ihrer Länge der Höhe h der
Träger 7 entsprechen. Die im Querschnitt genauso wie die Stützsäulen 1 gemäß Fig.
2 ausgebildeten Anschlußstücke 17 sind ebenfalls außen mit Längsrippen 5 versehen,
welche die Querstege zum Auflegen der Träger 7 bilden. Diese Längsrippen 5 der Anschlußstücke
17 sind jedoch von dem äußeren Stirnende der Anschlußstücke 17 um den Betrag b zurückversetzt,
welcher der Stärke der oberen Endwand 15 des Trägers 7 zuzüglich der Stärke des
Quersteges 10 entsprechen. Jede Länqsrippe 5 der Anschlußstücke 17 ist außerdem
mit einer Querbohrung 18 versehen, die so gelegt ist, daß sie mit der Querbohrung
16 des aufqeschobenen Trägers 7 fluchtet, wenn dieser mit seinem Wandteil 15 auf
der Oberkante der Längsrippen 5' aufliegt. Im Inneren des Anschlußstückes 17 befindet
sich das Innenrohr 2, das auch in Fig. 2 angedeutet ist. Es dient dazu, in die offenen
Enden der Stützsäulen 1 eingeschoben zu werden, so daß eine formschlüssige Verlängerung
der
Stützsäulen 1 entsteht, mit dem Zweck, an dieser Stelle die Träger 7 anschließen
zu können, wie das noch anhand der Fig. 8 deutlich werden wird.
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Fig. 5 zeigt die Anschlußstelle der Stützsäule 1 am Boden. Es ist
ein in den Hohlraum 1a der Stützsäule 1 einschiebbares Rohrstück 19 vorgesehen,
das mit einer Bodenplatte 20 verbunden wird, welche zum Aufstellen auf dem Boden
dient. Der Anschluß des Rohrstückes 19 kann dabei über verschiedene Bohrungen 21
an der Bodenplatte 20 erfolgen, je nachdem, ob die zugeordnete Stützsäule 1 in dem
aufzubauenden Rahmen an der Außcnseite an den Ecken oder in der Mitte des Gestelles
zu stehen kommt.
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Fig. 7 zeigt einen Eckanschluß von zwei Trägern 7 an Stützsäulen 1
wobei das für den Anschluß der Träger verwendete Anschlußstück 17 nicht zu sehen
ist, weil es von den übergeschobenen Trägern verdeckt wird. Ober- und unterhalb
diescs nicht sichtbaren Anschlußstückes sind Stützsäulen 1 vorgesehen. Fig. 7 macht
bereits deutlich, daß ein sehr einfacher und spalt freier Anschluß von zwei Stützsäulen
1 übereinander mit dazwischenliegenden Trägern 7 möglich ist. Fig. 7 zeigt auch
die Möglichkeit, an den Endkanten 12 ein aus einem Oberteil und einem Unterteil
bestehendes Klemmstück 22 zu befestigen, mit dessen Hilfe dann eine Diagonaltraverse
23 in horizontaler Richtung befestigt werden kann, die beispielsweise aus statischen
Gründen notwendig wird.
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Fig. 8 zeigt in einer Explosivdarstellung die Möglichkeit des Zusammenbaues,
der anhand der Fig. 1 bis 6 erläuterten Teile. Es wirdch?utlich, daß beim Zusammenbau
auf eine Stützsäule 1, die zuvor in geeigneter Weise am Boden aufgestellt wurde,
das Anschlußstück 17 mit Ililfe des Innenrohres 2 aufgesetzt wird, welches im übrigen
durch eine an der Stelle 24 angebrachte Klemmschraube im Inneren des Anschlußstwickes
17 gehalten werden kann, so daß dann bereits die Träger 7 mit ihren Ausncirnun«en
1 3 von oben oder von der Seite über die di Querstege des Anschlußstckes 17 bildenden
Längsrippen 5' geschoben werden können, so daß sie bereits durch den Formschluß
in ihrer Lage weitgehend sicher liegen. Sowohl die
Länge der Längsrippen
5' als auch ihre übrigen Abmessungen bezüglich der Breite und, wie bereits erwähnt,
ihrer Länge a, sind nämlich die Abmessungen der Ausnehmung 13 ausgerichtet, so daß
auch ein seitliches Kippen der Träger 7 nach dem Aufschieben auf die LängsrippEn
51 unmöglich ist. Die auf diese Weise bereits ausgerichteten Träger 7 werden dann
mit Hilfe von Schrauben 25 und Muttern 26 an dem Anschlußstück 17 dadurch gesichert,
daß diese Schrauben durch die Querbohrungen 18 der Längsrippen 5' und durch die
Querbohrungen 16 der Träger durchgeschoben werden. Falls notwendig, kann außerdem
anhand Fig. 7 bereits gezeigten Horizontalversteifung mit Diagonalverstrebungen
23 auch eine vertikale Verstrebung mit Hilfe von Diagonalstreben 27 vorgenommen
werden, welche in den Querbohrungen 6 der Längsrippen 5 der Stützsäulen 1 durch
Schrauben befestigt werden können. Die neuen Bauteile ermöglichen daher den Aufbau
eines statisch hestimmbaren stabilen Rahmengerüstaufbaus. Um Träger 7 nicht nur
an den Stützsäulen 1, sondern auch an anderen Stellen zu einem Deckentragwerk zusammenschließen
zu können, wird, wie aus Fig. 8 deutlich wird, vorgesehen, daß Querstege 5'', wie
sie in Form der Längsrippen 5 und 5' an den Außenseiten der Stützsäulen 1 bzw. am
Anschlußstück 17 vorgesehen sind, als separates Bau-teil 28 in Form einer Anschlußplatte
ausgebildet werden, die an ihrem oberen und unteren Ende mit Gleitsteinen 29 zum
Einsetzen in die zwischen den Außenkanten 12 und den Wänden 9 des Mittelsteges der
Träger 7 gebildeten Nuten eingesetzt werden und dort geklemmt werden können. Die
Abmessungen des plattenförmigen Quersteges 28 sind dabei so gewählt, daß das über
die Außenkaten 12 nach außen vorstehenden Teil der Platte 28 den Abmessungen der
Längsrippen 5' entspricht, wobei allerdings -wegen des seitlichen Einsetzens zwischen
die Seitenstege 10 des Trägers 7 - die Gesamtlänge der Platten 28 um das Maß b kürzer
ist, als jenes der Längsrippen 5' des Anschlußstückes 17. Die Platten 28 sind aber
ebenfalls mit Querbohrungen 28' versehen, mit deren Hilfe Träger 7 mit ihren Querbohrungen
16 in der gleichen Weise seitlich an anderen Trägern 7 fixiert werden können, wie
das auch am Anschlußstück 17 der Fall war.
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Durch diesen einfachen Grundaufbau lassen sich da]ler sellr einfacher
Weise stabile Rahmen für einen zweigeschossigen Aufbau bilden, wie er beispielsweise
in Fig. 9 gezeigt ist. Dabei können für den bodenseitigen Anschluß der Stützsäulen
1 noch besondere Anschlußprofile vorgesehen sein, die zusammen mit anderen Bodenprofilen
30 die Anordnung} von Bodenplatten 31 in einem gewissen Abstand von dem Montaqeboden
32 ermöglichen.
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Das gleiche oilt für die durch die Träger 7 gebildete Decke des unteren
Geschoßes 33, welche mit ihren Trägern 7 gleichzeitig den Boden für das Obergeschoß
34 bildet. Auch dort können auf die Träger 7 die Anschlußprofile 35 aufgesetzt werden,
und zwar dadurch, daß Vorsprünge in die Nuten 11 der Träger 7 eingreifen. Die Bodenplatten
31 im oberen Geschoß 34 weisen daher zu der Oberkante der Träger 7 einen gewissen
Abstand auf - ebenso wie die Bodenplatten 31 gegenüber dem Montageboden 32 - so
daß sich jeweils unterhalb der Bodenplatten 31 ein wohlraum bildet, der beispielsweise
zur Verlegung von Installationskabel 36 o.dgl. dienen kann.
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Fig. 10 zeigt eine Variante der Trägerprofile insofern, als hier neben
den Trägern 7 noch Träger 7' vorgesehen sind, die in ihrem unteren Teil dem Profilaufbau
der Träger 7 entsprechen. Dort sind allerdings die Wände 9 der Hohlprofile nach
oben durch die Wände 9' verlängert, so daß auf das Doppel-T-Profil der Träger 7
noch ein T-Profil aufgesetzt wird, das oben in den Quersteg 10' übergeht, dem etwas
unterhalb noch ein weiterer Quersteg 37 zugeordnet ist, der dazu dient, wie anhand
von Fig. 9 noch angedeutet ist, die Unterkante der Bodenplatten 31 aufzunehmen.
Anstelle zusätzlicher Profile 35 o.dgl. können die Träger 7' eingesetzt werden,
deren obercr Profilbereich zur Unterbringung der Bodenplatten 31 und von Abschlußplatten
38 dienen kann. Der Einsatz solcher Profile ist vorteilhaft, wenn Hohlräume unterhalb
der Bodenplatte gebildet werden sollen. Der Zusammenbau der Profile ist im übrigen
gleich. Um eine neue Anschlußbasis für das nächste Geschoß zu schaffen und dort
eine weitere Stützsaule 1 aufsetzen zu können, werden den Anschlußstücken 17 beim
Verwendung der Träger 7' noch
Verlängerungsteile 40 zugeordnet,
deren Höhe c der Höhe c des T-Profilteiles entspricht, um das die Gesamthöhe der
Träger 7' gegenüber der Höhe der Träger 7 erhöht ist. Aus Stabilitätsgründen sind
auch die Verlängerungsteile mit Längsrippen versehen, die dann in entsprechende
Aussparungen 41 der Träger 7' eingefügt werden, wenn die Träger seitlich angesetzt
sind.
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Fig. 11 zeigt einen zweigeschossigen Grundaufbau mit Hilfe von Stützsäulen
1 und Trägern 7 bzw. 7', der gemäß Fig. 12 durch Einfügen von Verkleidungsplatten
Fensterscheiben, Decken, Platten und Rasterteilen zu der Endform des gewünschten
Ausstellungsstandes ausgestaltet werden kann. Durch den neuen Bausatz ist ein zweigeschossiger
Aufbau schnell zu erstellender Bauten möglich, der aber alle Vorteile bisher bekannter
Bausysteme für solche Bauten beibehält oder sogar noch verbessert.
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