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DE3302540A1 - Takelage mit mehrfach-masten - Google Patents

Takelage mit mehrfach-masten

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Publication number
DE3302540A1
DE3302540A1 DE19833302540 DE3302540A DE3302540A1 DE 3302540 A1 DE3302540 A1 DE 3302540A1 DE 19833302540 DE19833302540 DE 19833302540 DE 3302540 A DE3302540 A DE 3302540A DE 3302540 A1 DE3302540 A1 DE 3302540A1
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DE
Germany
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masts
mast
rigging
sail
partial
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19833302540
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English (en)
Inventor
Wolf 8023 Pullach Klemm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE3302540A1 publication Critical patent/DE3302540A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H9/00Marine propulsion provided directly by wind power
    • B63H9/04Marine propulsion provided directly by wind power using sails or like wind-catching surfaces
    • B63H9/06Types of sail; Constructional features of sails; Arrangements thereof on vessels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H9/00Marine propulsion provided directly by wind power
    • B63H9/04Marine propulsion provided directly by wind power using sails or like wind-catching surfaces
    • B63H9/08Connections of sails to masts, spars, or the like
    • B63H9/10Running rigging, e.g. reefing equipment
    • B63H9/1021Reefing
    • B63H9/1035Reefing by furling around or inside the mast

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Wind Motors (AREA)

Description

  • Beschreibung. Takelage mit Mehrfach-Masten
  • Bekanntes Um den praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehenden Wind zum Antrieb von Maschinen und Fahrzeugen, besonders von Wasser3 fahrzeugen, ausnutzen zu können, werden seit alters her Se= gel und segeltragende Konstruktionen verschiedener Art ver= wendet. In der Schiffahrt werden die Segel - Hah-oder Schrat= segel - an entsprechenden Spieren, Stagen oder auch am Mast direkt angeschlagen und mit Seilzüge, sogenannten prallen, Schoten, Brassen etc. bewegt. Zu all dem umfangreichen tech nischen und materiellen Aufwand, der zu solchen herkömmlichen Takelagen gehört, und der mit all seinen widerstand-und tur= bulenzerzeugenden, Reparatur-und Instandhaltungskosten verur sachenden Bestandteilen oft in krassem Widerspruch zu moder= nen aerodynamischen Erkenntnissen steht, kommt noch der hohe Aufwand an Personal, der zu ihrer Bedienung nötig ist.
  • Alle diese Faktoren zusammen machen die bisher üblichen Ta*e= lagen als Schiffsantrieb für die Berufsschiffahrt aus vorwie= gend finanziellen Gründen unwirtschaftlich und nicht mehr tragbar.
  • Aufgabe der Erfindung Um nun einerseits die See-und Frachtschiffahrt unabhängiger von den im letzten Jahrhundert immer dominierender werdenden Antriebs techniken, die auf dem Verbrauch fossiler Treibstoffe beruhen, zu machen, und um andererseits dem Heeder,den Schiffs= bauer und dem SchiffsfUhrer ein Segelsystem an die Hand zu ge= ben, mit dem der Wind, diese nie versiegende Naturkraft, wie= der zum Antrieb von Schiffen sinnvoll wird, ist es notwendig, eine Takelage zu entwickeln, die einfach in ihrer Konstruktion und hoch im Wirkungsgrad, dabei preiswert herzustellen und in ihrer Handhabung anspruchslos ist. Ein System also, das es dem Reeder gestattet, auf preiswerte Art sowohl vorhandene als neu zu bauende Schiffe mit einem kostensparenden Segelantrieb aus= zustatten; ein System auch, das konstruktiv und verwendungs= technisch vom heutigen Schiffsbau problemlos aufgenommen wer= den kann. Und nicht zuletzt auch ein System, das es dem Schiffs führer ermöglicht, mit einem Minimum an seemännischem und son stigem Personal ein Optimum an Flexibilität hinsichtlich Segelstellung und Segelfläche zu erreichen, woraus sich hohe Wirkungsgrade der Besegelung und des Schiffs und hohe Sicherheit fUr Schiff, Crew und Ladung ergeben.
  • Neues Die erfindungsgemässe Takelage mit Mehrfach-Masten ist nun eine solche Takelage. Mit ihr ist es möglich, Schiffs mit Riggs auszurüsten, die bei hohem Wirkungsgrad mit einem wem sentlich geringeren Aufwand an stehendem und laufendem Gut und an Bedienung auskommen als dies bei den herkömmlichen Takelagen erforderlich ist. Dies wird erreicht mit 1. Langen Anschnittkanten. Denn der Vortrieb eines Segels hängt, wie der Auftrien eines Flügels, weitgehend von der Länge seiner Anschnittkante und der Form seines Profils ab.
  • Die Idealverhältnisse, wie sie bei den starren Tragflächen im Flugzeugbau, besonders beim Bau von Segelflugzeugen, na= hezu vollkommen erreicht werden, lassen sich bem Segel für Schiffe aber aus vielerlei Gründen nicht erreichen, Einer dieser Grunde liegt, besonders beim Schratsegel, inlder Tatsache, dass man zwar unschwer eine erforderliche Se= gelfläche von einer bestimmten Grösse in ein zum Beispiel auch sehr langgestrecktes Dreieck unterbringen kann; dass aber die Möglichkeit, zu diesem langgestreckten Segeldrei= ecknun auch einen entsprechend hohen Mast zu bauen, aus Ge= wichts-, Festigkeits-und Verstagungsgründen sehr begrenzt ist. Müsste dieser Mast doch so hoch sein, dass die Hypote= nuse dieses langgestreckten Dreiecks als Vorliek in voller Länge an ihm anliegen kann.
  • Bei der erfindungsgemässen Takelage wird dieses Problem dadurch gelöst, dass die als erforderlich gegebene Fläche von der Grösse X m2 in mehrere gleichgrosse Teilflächen unterteilt wird. Auf diese Weise erhält man beispielsweise statt eines einzigen, grossen Segels mit liner Fläche von X m2 X m2 zwei kleine Segel mit je nur , die aber insgesamt 2 und zusammen wesentlich mehr Anschnittkantenlänge aufwein sen als ein einzelnes, grosses Sinzelsegel.
  • Beispiel a) Ein rechtwinkelig@s Dreieck beispielsweise mit den Ka= theten a = 5,00 m und b = 15.00 m hat eine Hypotenuse c1 von 15,81 m Länge und einen Flächeninhalt F1 von 37,5 m2(Fig01).
  • b) 37,5 m2 hat auch ein Rechteck (Fig,2) mit den Kantenlän gen a = 3,75 m und b = 10,00 m. Dieses Rechteck ist durch eine Diagonale c2 in zwei gleichgrosse Dreiecke a-b-c2 mit den Jeweils 18,75 m2 grossen Fläche F2 und F3 teilbar. Die Diagonale c2 entspricht dabei der Hypotenuse c2 und ist 10,68 m lang.
  • c) Daraus ergeben sich bei einer gleichbleibenden Gesamt= fläche von 37,5 m2 und der Anwendung der Hypotenuse c als Vorliek (Fig.3) folgende Längen für die Anschnittkanten Beim Einzelsegel mit F1 ...... = 1 x c1 ... = 15,81 lfm; bei zwei Segels mit F2 + F3... - 2 x c2 ... = 21,36 lfm, Aus dieser sich bei diesem Beispiel ergebenden Vergrösserung der Gesamtlänge der Anschnittkanten um 35,1 % durch Verwen= dung von zwei kleinen Segeln statt eines einzelnen grossen Einzelsegels ergibt sich auch ein höherer Wirkungsgrad die= ser "Zweisegel-Takelage" gegenüber der "£insegel-Takelage.
  • Deshalb werden bei der erfindungsgemässen Takelage Mehrfach-Masten verwendet statt der Einfachmasten bisher üblicher Bauart. Denn diese Mehrfach-Masten tragen zusammen zwar nur dieselbe Segelfläche, wie sie bisher an einem Mast angeschla= gen wurde; sie weisen zusammen aber, wie das oben angeführte Beispiel beweist, wesentlich mehr Anschnittkantenlänge auf als das flächenmässig vergleichsweise Einzelsegel an einem Mast.
  • 2. Die Mehrfach-Masten bestehen aus Teilmasten, die nicht hintereinander, sondern nebeneinander stehen. Die Masten von Segelfahrzeugen stehen bisher in aller Regel in der Mitt schiffslinie. Diese traditionelle Anordnung beruht, neben schiffsbautechnischen, statischen und verstagungsbedingten Gründen, auch auf Gründen des Gleichgewichtes und der Sym= metrie und auf den gängigen Vorstellungen von aerodynami= schen Vorgängen während des Segelns.
  • Diese traditionelle Anordnung hat aber, besonders beim so= genannten Schratsegel, mehrere Nachteile, zum Beispiel a) Durch das Fixieren der Masten auf die Mittschiffslinie wird auch die gesamte Segeifläche nur auf diese eine, über der Mittschifflinie stehende Ebene konzentriert.
  • Dadurch müssen, um die Segelflche in dieser einen Ebene ne unterbringen zu können, die Masten sehr hoch sein, was konstruktive und gewichtsbezogene Schwierigkeiten mitsich bringt.
  • b) Die Schwierigkeiten, derartig hohe Masten sicher zu ver= stagen, nimmt mit zunehmender Höhe des Riggs enorm zu.
  • c) Desweiteren werden die einzelnen Segel, in die die Ge= samtsegelfläche unterteilt ist, mit zunehmender Rigghöhe in zunehmendem Mass auch schwieriger zu bedienen.
  • d) Das für solche Takelagen notwendige stehende und laufen de Gut bewirkt durch die grosse Zahl seiner einzelnen Be= standteile sehr starke aerodynamische Widerstände und Tur= bulenzen und gibt einer solchen Takelage einen nur sehr geringen Wirkungsgrad.
  • e) Ein Schiff mit einer hohen Takelage und einem damit auch hochliegenden Segelschwerpunkt krängt schneller und schwe rer weg als ein Schiff mit einem weniger hohen Rigg und dadurch tiefer liegendem Segelschwerpunkt.
  • f) Masten, die in Mittschiffsliniestehen, behindern sowohl über als auch unter Deck die Bewegurgs-und Staumöglich= keiten erheblich, g) Die Kräfte, die von in Mittschiffslinie stehenden Masten auf den Schiffskörper betragen werden, müssen mit um= fangreichen und raumvergeudenden Konstruktionsteilen auf genommen werden h) Die Rentabilität eines mit einer bisher üblichen Takelage ausgerüsteten Schiffes wird infolge der hohen Gestehungs-, Erhaltungs-, Instandhaltungs-und Betriebskosten sowie des hohen Personalaufwandes im Vergleich mit der von maschi= nengetriebenen Fahrzeugen erreichbaren Rentabilität sehr nieder sein.
  • i) Der hochliegende Gesamt-Segelschwerpunkt, die geringe Wen= digkeit und der hohe Zeitaufwand bei Segelmanövern ma= chen Segelschiffe mit den bisher üblichen Takelagen sehr unfallanfällig. Weder die Sicherheit für das Schiff und die Crew, noch für die zu befördernde Ladung sind in heute noch ausreichendem Masse bei diesen Segelschiffen gewährleistet. Die Folge davon sind nicht nur die unmit= telbare Gefährdung von Schiff,Crew und Ladung* sondern auch unverhältnismässig hohe Versicherungskosten, die die Rentabilität noch weiter belasten.
  • Bei der erfindungsgemässen Takelage fällt ein Grossteil der oben erwähnten Nachteile bisher üblicher Takelagen fort. Um dies zu erreichen, worden die Teilmasten TM der Mehrfach-Masten MM nicht mehr, wie dies bei den Binzelmasten üblich ist, in Mittschiffslinie M hintereinander, sondern in der Basislinie B im rechten Winkel zur Mittschiffslinie aufge= stellt.
  • Solche Mehrfach-Masten MM können aus zwei oder mehreren Teilmasten TM bestehen (Fig.4); es können auch mehrere sol= cher Mehrfach-Masten über die Länge eines Schiffes verteilt sein (Fig*5) Im Weiteren wird hier der "Zwillingsmast" näher beschrieben, wie er bereits in Fig.5 auf dem Zweimaster dargestellt ist.
  • Fig.6 zeigt einen Einmaster mit einem "Zwillignsmast", bei dem die Schothorne der beiden Segel mittels zweier Spreiz= spieren SpSp gehalten werden; ferner ist in Fig.6 auch die sehr einfache Art und Weise der Vers tagung zu erkennen: Die beiden Teilmasten TM des Zwillingsmastes'? sind im Topp bereich Tb durch die schubaufnehmende Querspiere QSp mitein= ander verbunden; ansonsten sind an stehendem Gut nur die bei den Vorstagen VS und die beiden Achterstagen AS erforderlich, wenn, wie dies in den Fig.4 und Fig.5 dargestellt ist, die Teilmasten TM nicht frei und unvorstagt nebeneinander an Deck stehen.
  • Fig07 zeigt einen Zweimaster mit zwei " "Zwillingsmasten", Ver= stagungselementen VS, AS und QSp, und Normal-Bäumen. Derar= tige Bäume können, in Verbindung mit entsprechendem Ladege schirr, auch als Ladebäume verwendet werden0 Aus der erfindungsgemässen Anordnung der Masten ergeben sich im Gegensatz zu den in 2.a) mit 2.i aufgeführten Nachteilen, und im Vergleich mit einem hohen"Einzelmast"mit gleicher Se gelfläche, folgende Vorteile a') Die Topphöhe der "Zwillignsmasten" ist wesentlich niede= rer als bei einem"Einzelmast". Konstruktiv und gewichta= bezogen ist der niedere "Zwillingsmast" einfacher zu be= herrschen als der hohe"Einzelmast".
  • b') Soweit überhaupr erforderlich, ist dio Verstagung eines "Zwillignsmastes" wesentlich unkomplizierter als die des "Einzelmastes".
  • c') Die Ausführung sämtlicher Segelmanöver ist beim "Zwil= lingsmast" mit seinen kleinen Segeln wesentlich einfa= cher als beim grossen "Einzelmast" mit seinem einzigen, grossen Segel.
  • d') Infolge der unaufwändigen Verstagung hat der "Zwillings= mast einen höheren Wirkungsgrad als der mit einer Viel= zahl von strömungstechnisch ungünstigen Riggteilen behaf tete "Einzelmast".
  • ei) Beim "Zwillingsmast" liegt der Gesamt-Segelschwerpunkt wesentlich niederer als beim "Einzelmast"; Krängung und Kentergefahr sind deshalb ebenfalls geringer.
  • f') "Zwillingsmasten" behindern die Bewegungs-und Staumög= lichkeiten über und unter Deck in unbedeutendem Mass.
  • g') Da die Teilmasten TM von "Zwillingsmasten" praktisch auf die Bordwand gestellt werden können, genügen zur Aufnah= me der von ihnen ausgehenden Kräfte Rahmenkonstruktionen, die ohne nennenswerten Raumbedarf in die Decks-und Spann werkskonstruktion integrierbar sind.
  • h') Durch die niederen Gestehungs-, Instandhaltungs und Be= triebskosten sowie durch den geringen Personalbedarf wird die Rentabilität derartiger Schiffe wesentlich höher lie= gen als die von bisher bekannten Segelschiffen; und Schif= fe mit kombiniertem Antrieb (Maschine + Segel an Mehr= fachmasten) werden wiede-rum wesentlich preisgünstiger fah= ren als ausschliesslich mit Maschinenkraft angetriebene Schiffe0 i')Das rasch und sicher zu handhabende Rigg mit Mehrfach-Ma= sten erhöht die Sicherheit für Schiff, Crew und Ladung in bedeutendem Masse.
  • 3. Der Wirkungsgrad des"Mehrfach-Mastes"ist höher als der des "Einfach-Mastes". Die Richtigkeit dieser Behauptung, der das in 1. und 2. Gesagte und Gezeigte als Theorie zugrunde liegt, wurde praktisch in Modellversuchen bewiesen.
  • Als Versuchsanordnung (Fig.8) diente ein schiffsrumpfähnli= cher, ballaststabiler Schwimmkörper, von dessen Heck eine Lei= ne zu einer Zugwaage führte, und dessen Steuerbordseite mit= teis zweier Leinen so mit dem Rand des Versuchsbeckens verbun= den war, dass die Mittschiffslinie des Schwimmkörpers stets parallel zum Beckenrand ausgerichtet war.
  • Mit einem halbkreisförmig verfahrbaren Gebläse wurde das Mo= dell, das wechselweise einen "Sinzelmast" oder einen "Zwil= lingsmast" trug, bei gleichbleibendem Abstand und gleichblei= bender Windstärke aus verschiedenen Richtungen angeblasen und damit alle auf einem Bug zu segelnden Kurse von "Vorwind" bis hin zu "Hart am Wind" simuliert. Die während wiederholter Ver= suche auf den verschiedenen Kursen - mit stets gleichbleiben= der Grösse der Gesamtsegelfläche - erzielten Vortriebskräfte wurden an der Zugwaage wie folgt abgelesen Mit "Einzelmast" Mit "Zwillingsmast" Wind aus 220 ergibt 21 VE- Wind aus 220 ergibt 23 VE* " " 45° " 22 " " " 45° " 22 " " " 60° " 20 " " " 60° " 22 " " " 75° " 19 " " " 75° " 20 " n II goo n 16 " n n 900 " 18 " " " 105° " 13 " " " 105° " 16 " " " 120° " 10 " " " 120° " 13 " " " 130° " 8 " " " 130° " 11 " * VE ~ Vortriebskraft - Einheit, abgelesen an der Zugwaage.
  • Aus dem Verlgeich der Werte ergibt sich eindeutig die Überle= genheit des "Zwillingsmastes" gegenüber dem "Einzelmast" hin= sichtlich der zu erzielenden Vortriebskraft.
  • 4. Mehrfach-Masten ermöglichen schnelle Manöver. Wie dem Vorhergesagten 7;u entnehmen ist, besteht das Rigg mit Mehr= fachmasten aus wenigen Teilen, die zudem auf sehr einfache Weise einander zugeordnet sind, Darauf beruht auch die sehr unkomplizierte Handhabung dieser Takelage, die sowohl in herkömmlicher.Art und Weise mittels Fallen, Schoten und Win= schen von Hand, als auch mithilfe von elektrisch, hydrau= lisch oder pneumatisch angetriebenen Vorrichtungen bedient werden kann.
  • Ganz besonders eignen sich Mehrfach-Masten aufgrund ihrer geringen Topphöhe und dem damit verbundenen Wegfall von mast= aussteifenden Bauteilen wie Salings, Wanten u.s.w. für die Ausbildung der Teilmasten TM als "Rollmasten". In strömungs= technischer Hinsicht bietet der "Rollmast" den Vorteil, dass die Segel in eine Stellung gebracht werden können, die einem Flügelprofil sehr nahe kommt (Fig.9a und Fig.9b).
  • Die Segel können an Rollmasten sowohl in herkömmlicher Art, z.B. mittels Nut und Vorliek (Fig.10a) oder mit Mastschiene und Mastrutschern (Fig.10b) angeschlagen werden; oder auch in einer strömungstechnisch besonders vorteilhaften Form, wie sie beispielsweise in Fig.11 dargestellt ist, Auf diese Weise werden ungünstige Turbulenzen an der Mastach terkante unterbunden und entlang der Leeseite des angström ten Segels eine abrissfreie Luftströmung von der Anschnittkan= te des Mastes bis hin zum Achterliek des Segels erzielt, wo= durch ein hoher Wirkungsgrad erreicht wird.
  • Die Fig.12a und Fig.12b zeigen als mögliche Ausführungsbei= spiele solche Rollmasten". Neben dem vorher erwähnten strö= mungstechnischen Vorteil haben solche "Rollmasten" zudem die Annehmlichkeit, dass die Segel, einmal angeschlagen, prak= tisch dauernd angeschlagen bleiben können. Denn sollen die Segel "gesetzt" werden, so wird nur der Mantel Ma des Mastes in entsprechender Richtung um seine Achse gedreht und das Se= gel wird "gesetzt". Beim "Reffen" oder "Segelbergen" wird der Mantel Ma in entgegengesetztem Sinn gedreht und das Segel rollt sich uin den Mast herum auf. Das Schothorn wird dabei vom Schothornstrecker SStr in die jeweils entsprechende Lage gebracht. Der Mantel Ma kann, entsprechend dem Segelzuschnitt, von unterschiedlicher Form sein t bei einem planebenen Segel wird der Mantel Ma die Form eines langen Zylinders haben.Wird jedoch ein sphärisch gewölbtes Dreieck als "bauchiges" Segel verwendet, so hat der Mantel Ma die Form einer schlanken Spin= del. In jedem Fall sind Mantelform unf Segelzuschnitt so auf= einander abstimmbar, dass sich in "geborgenem" Zustand das Segel falten-und spannungsfrei ui den Mast herumlegt und durch das Aufwickeln nicht verformt wird.
  • In den in Fig.12a und Fig.12b gezeigten Beispielen werden die Bäume an Dirken hängend gefahren,mastseitig greifen sie an den Fussgelenken FG der "Unteren Maststummel" UMSt an. Natürlich sind auch Bäume möglich, deren Anschlagepunkt an Deck, ähn= lich wie bei Fockbäumen üblich, in einiger Entfernung vom Mast liegt.
  • Das Drehen der Mäntel Ma geschieht in dem gezeigten Beispiel von Hand durch Anholen bzw. Fieren der Reffleinen RL, die in gegenläufigem Sinn in den Leinenrollen LR um die Mäntel Ma herumgewickelt sind. Dic hier zylindrischen Mäntel Ma sitzen, in Gleitlagern GL drehbar gelagert, mit ihren unteren Enden auf den "Unteren Maststummeln" UMSt; ihr Gewicht wird von den Drucklagern DL aufgenommen, auf denen die Anschlage im Inneren der Mänten Ma aufliegen. Die Fussgelenke FG der UMSt sorgen für die notwendige Beweglichkeit der Nehrfachmasten gegenüber dem Schiffsrumpf. In den oberen Enden der Mäntel Ma stecken, ebenfalls in Gleitlagern drehbar gelagert, die Oberen Mast= stummel" OMSt der Toppbeschläge Tb, an denen mittels Gelenken die Querspiere QSp angreift, und an deren Vorderseiten sich die Blöcke für die beiden Dirken befinden Fi.13 zeigt ein Beispiel dafür, mit welchen Leinen das An= dirken des Baumes, das Drehen des Mantels Ma um die Mastachse, das Hedienen des Schothornstreckers SStr und der Schot SCH von Hand aus mittels der Le:inen Dirk, RL+lL, SStr und SCH erfolgen kann.
  • ist ist ein Beispiel für einen mit drei Motoren ausgerüste= ten Teilmast TM Mot.1 sitzt auf einer Drehscheibe DR und bewegt den Schothorn= strecker SStr, der über eine Rolle an der Baumnock des hier beispieilsweise starr mit der Drehscheibe DR verbundenen Bau= mes zum Schothorn des Segels führt.
  • Mot,2 sitzt ebenfalls auf der Drehscheibe DR und bewegt über eine horizontal liegende Getriebeschnecke den vertikal ste= henden, drehbar gelagerten Mantel Ma.
  • Mot.3 sitzt im Bereich der Drehscheibe DR unter Deck, seine vertikale Welle bewirkt mittels Ritzel, das in den Zahnkranz ZKR-unter der Drehscheibe DR eingreift, die Drehung dieser Drehscheibe DR und damit das Schwenken des Baumes um die Mastachse.
  • Mithilfe der Gleitlager GL und des Drucklagers DL wird bei der in Fig.14 als Beispiel aufgeführten Konstruktion der gan= ze Teilmast TM in seiner Lage fixiert.
  • Ähnlich wie in Fig.14 dargestellt können Teilmasten TM, ob nun von Hand oder mit Motoren bewegt, auch gelagert werden, die einzeln und unverstagt über das Deck emporragen.
  • 5. Hohe Sicherheit durch schnelle Manöver. Wie aus dem vor her Gesagten und Gezeigten desweiteren hervorgeht, können auf Schiffen, die mit Mehrfach-Masten ausgerüstet sind, alle Segelmanöver mit wenig Personal, geringem Kraftaufwand und in kürzester Zeit ausgeführt werden. Dadurch wird das Schiff nicht nur sehr wendig, sondern auch sehr sicher Böen werden reaktionsschnell in kurzen Manövern abgefangen; die Segel stehen stets richtig zum Wind und geben optimale Leistung ab; Schäden an Rigg und Schiff, schwere Krängungen oder gar Kenterungen können sicher verhindert werden.
  • Bei der Ausrüstung der Mehrfach-Masten mit maschinellem An trieb können darüber hinaus praktisch alle Segelmanöver, ge= wissermassen "per Knopfdruck", schnell und sicher von der Brücke oder vom Ruderhaus aus durchgeführt werden, ohne dass auch nur ein Seemann das Deck zu betreten oder gar bei Sturm und schwerer See in die Takelage zu gehen braucht.
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Claims (9)

  1. Takelage mit Mehrfach-Masten Patentansprüche t 1. Takelage mit Mehrfach-Masten MM, bei der die zum Antrieb eines Schiffes erforderliche Gesamtsegelfläche F1 nicht nur auf eine einzige, grosse und hohe Fläche in einer einzigen Ebene über der Mittschiffslinie M konzentriert ist, sondern bei der diese Gesamtsegelfläche F1 so in mehrere Teilflä= chen (Fy und F3 etc.) unterteilt wird, dass infolge der da@ mit erzielbaren, insgesamt längeren Anschnittkanten (Fig.1, Fig.2, Fig.3) der auf den Vortrieb bezogene Wirkungsgrad der Segel erheblich vergrössert wird, wozu die einzelnen Segel der in die Teilflächen F2, F3 u.s.w. unterteilten Ge= samtsegelfläche F1 nicht in der Mittschiffslinie M hinter einander, sondern, an den auf der Basislinie B stehenden einzelnen Teilmasten TM angeschlagen, nebeneinander ange= ordnet sind (Fig.4), und sich nicht nur infolge der niede= reren Topphöhe der Teilmasten TM ein tieferliegender Gesamt= Segelschwerpunkt und damit verminderte Krängungs-und Kenter= gefahren für das Schiff ergeben als dies bei einem hohen Einzelmast der Fall wäre, sondern auch infolge der sehr ein= fachen, wenn überhaupt notwendigen, Verstagung wenig luftwi= derstand-und turbulenzerzeugende Riggteile nötig sind, fer= ner auch die einzelnen Teilmasten TM eines Mehrfach-Mastes MM aufgrund ihrer geringeren Höhe ohne mastaussteifende Ele mente wie Wanten, Salings, Jumpstagen etc. auskommen und da= durch sowohl eine einfache, kraftsparende Bedienung der Se= gel möglich ist, als auch, selbst bei Verwendung mehrerer Mehrfach-Masten MN auf einem Schiff (Fig5), weder unter noch über Deck die Bewegungs-und Staumöglichkeiten beschnitt ten werden (Fig.5, Fig.6, Fig.7).
  2. 2. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem Mehrfach-Mast MM eine Gruppe von mindestens zwei auf einer Basis linie B stehende Teilma= sten TM gehören und dass diese Teilmasten TM unverstagt über das Deck emporragen (Fig.4) und dass auf längeren Schiffen auch mehrere Mehrfach-Masten MM angeordnet sein können, wie Fig.5 seigt.
  3. 3. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 2, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem Mehrfach-Mast MM mindestens zwei Teilmasten TM gehören, zu deren Versta= gung mindestens je ein Vorstag VS und ein Achterstag AS ge hören und oder dass eine an allen Topps der Teilmasten TM eines Mehrfach-Mastes MM angreifende und den dort quer= schiffs wirkenden Schub aufnehmende Querspiere QSp angeord= net ist, (Fig.6 und
  4. 4. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 3 dadurch gekennzeichnet, dass die zum Rigg gehörenden Bäume z.B. Spreizspieren wie in Fig,6 oder Normalspieren wie in Fig,7 sind und an Dirken gefahren werden.
  5. 5, Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Bäume nicht an Dir ken hängen, sondern dass die Bäume am mastseitigen Ende ho= rizontel drehbar gelagert, aber hinsichtlich der Baumnock= höhe unverstellbar und starr sind.
  6. 6. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Bäume mit ihrem Fuss ende horizontal und vertikal drehbar gelagert und in ihrem Neigungswinkel mittels von unten her wirkenden Vorrichtungen verstellbar ausgebildet sind.
  7. 7. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 6 dadurch gekennzeichnet, dass die an den Teilmasten TM zum Beispiel mittels Nut und Vorliek (Fig.iOa), mittels Mastrutschern und Mastschienen (Fig.iOb) oder mittels zwei= er Nuten und zweier Vorlieken (Fig,11)angeschlagenen Segel durch Drehen des Mastes um seine Achse sowohl in eine strö= mungstechnisch günstige Profilform (Fig,9a und Fig,9b und Fig.11) gebracht, als auch zum "Setzen", "Reffen" und "Ber= gen" die Segel durch entsprechendes Drehen des Mastes bzw.
  8. des Mantels Ma ganz oder teilweise auf-oder abgewickelt wer den können (Fig.12a, Fig.13 und 8, Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprechen 1 mit @ dadurch gekennzeichnet, dass sich der innere Mastkern MK in einem ihn umgebenden, zylindrischen oder spindelfórmi= gen äusseren Mantel Na befindet und dass dieser Mantel Ma, drehbar gelagert, sich um die Längsachse des Teilmastes TM drehen lässt und das am Mantel Ma angeschlagene Segel um den Mantel Ma auf-und abgewickelt werden kann, wobei der Mastkern MK entweder ein in voller Länge durch den Mantel Ma reichender rohr-oder stabähnlicher Bauteil ist, oder aber aus zwei Stummeln besteht, die als 'Unterer Maststummel" UMSt und "Oberer Maststummel" OMSt in die entsprechenden En= den des Mantels Ma hineinragen und dort drehbar gelagert sind (Fig.12a), oder dass der Teilmast TM aus einem Fussteil unten, einem Mittelteil und einem Toppteil oben besteht, wo= bei der Mittelteil mit Achszapfen oben im Toppteil und unten im Fussteil drehbar gelagert ist und auf diese Weise um seine Längachse gedreht werden kann.
  9. 9. Takelage mit Mehrfach-Masten MM nach den Ansprüchen 1 mit 8 dadurch gekennzeichnet, dass das Drehen des mantels Ma um die Längsachse mittels von Hand betriebener Vorrichtungen, wie zum Beispiel mit Reffleinen RL, die um Leinenrollen LR laufen (Fig.12a, Fig.12b und Fig.13), oder mit Vorrichtungen, bei denen eine Kette um einen um das untere Ende des Mantels Ma laufenden Zahnkranz läuft und diesen durch Zug an der Ket te in Drehung versetzt, oder durch eine auf einer waagrechten Achse sitzende Schnecke, die in ein am unteren Ende des ver= tikal stehenden Mantels Ma sitzendes Schneckenrad eingreift, und diesen durch Drehen der waagrecht liegenden Schnecke in Drehung versetzt, bewirkt wird, und / oder dass zur Ausfühn rung der oben beschriebenen Drehbewegungen mit Motoren be; triebene Vorrichtungen verwendet werden (Fig,14).
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DE4119946A1 (de) * 1991-06-18 1993-01-07 Juergen Kindler Rigg mit doppelmast und doppelsegel
CN104176222A (zh) * 2014-09-11 2014-12-03 上海海事大学 一种船舶用多桅杆回转式层叠风帆
AT512129A3 (de) * 2011-09-16 2015-06-15 Bierma Jochum Segelboot

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