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DE3301099A1 - Vorrichtung zur entfeuchtung von schlamm im zentrifugalfeld einer vollmantel-zentrifuge - Google Patents

Vorrichtung zur entfeuchtung von schlamm im zentrifugalfeld einer vollmantel-zentrifuge

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DE3301099A1
DE3301099A1 DE19833301099 DE3301099A DE3301099A1 DE 3301099 A1 DE3301099 A1 DE 3301099A1 DE 19833301099 DE19833301099 DE 19833301099 DE 3301099 A DE3301099 A DE 3301099A DE 3301099 A1 DE3301099 A1 DE 3301099A1
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sludge
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agitator
agitator elements
drum
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DE19833301099
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KHD Humboldt Wedag AG
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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entfeuchtung von
  • Schlamm im Zentrifugalfeld einer Vollmantel-Zentrifuge.
  • Bei der Entfeuchtung von Schlamm, insbesondere von feindispersen Schlämmen, die durch Sedimentation aus einer Suspension in Dekantierzentrifugen anfallen, ist zu beobachten, daß die Restfeuchte um so niedriger ist, je größer die Radialbeschleunigung ist, je niedriger die Differenzdrehzahl zwischen einem Außenrotor und einem Innenrotor mit einer Förderschnecke liegt und je größer der Feststoffdurchsatz ist. Aus diesen drei genannten Variablen läßt sich unter Berücksichtigung des oben angegebenen Zusammenhangs eine sogenannte Pressungszahl ermitteln. Während in bestimmten Bereichen der Pressungszahl die Restfeuchte kontinuierlich abnimmt, beobachtet man jedoch von einer bestimmten Größe der Pressungszahl ab bei weiterer Zunahme dieser Pressungszahl eine gleichbleibend große Restfeuchte. Mit anderen Worten, über einer bestimmten Grenze der Pressungszahl läßt sich keine weitere Verminderung der Restfeuchte mehr erreichen.
  • Physikalisch ist diese Beobachtung so zu erklären, daß bei dieser Grenz-Restfeuchte alle Partikeln zueinander Festkörperkontakt haben und sich somit die niedrigste mögliche Packungsdichte eingestellt hat. Dieser theoretisch mögliche Wert der Grenzrestfeuchte liegt jedoch weit unterhalb derjenigen Werte, die in gerätetechnisch realisierten Sedimentations-Zentrifugen erreicht werden können. Zumindest ist es bisher bei großtechnischen Vorrichtungen nicht gelungen, die oben erlä,uterte Grenz-Restfeuchte zu erreichen.
  • Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, eine Vorrichtung zur Entfeuchtung von Schlamm im Zentrifugalfeld der eingangs näher genannten Art zu schaffen, durch weicher die Restfeuchte des Schlammes auch bei verhältnismäßig niedriger Pressung des Schlammes derart stark vermindert wird, daß die theoretisch mögliche Grenz-Restfeuchte, die auch als Plateaufeuchte bezeichnet wird, praktisch mit verhältnismäßig geringem -technisch-wirtschaftlichem Aufwand erreicht wird.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß innerhalb einer mit dem Schlamm beschickten rotierenden Vollmantel-Trommel Agitator-Elemente angeordnet sind, die als Vibrator-oder Rührorgane ausgebildet sind, welche gegenüber dem Schlamm eine Relativbewegung ausführen, durch die unabhängig von einer Förderwirkung mechanische Bewegungsenergie in den Schlamm eingebracht wird.
  • Nach dem Grundgedanken der Erfindung wird ein Entwässerungseffekt überraschenderweise dadurch erzielt, daß verdichtbare Schlämme dadurch auf eine besonders geringe Restfeuchte gebracht werden können, daß sie im Zentrifugalfeld mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt werden, die zu lokalen Verdichtungen und zur Ausbildung von Scherfugen führen, durch welche Flüssigkeit radial nach innen abfließen kann.
  • Vorzugsweise können in dem Schlamm periodische mechanische Beanspruchungen erzeugt werden, beispielsweise durch Agitator-Elemente, die als Vibratoren ausgebildet sind. Über die Oberfläche eines solchen Vibrators, der innerhalb des Schlammes Schwingbewegungen ausführt, werden lokale mechanische Beanspruchungen in Form von Verdichtungen hervorgerufen die Flüssigkeit freisetzen, welche durch geeignete Kanäle, radial nach innen fließt, wobei diese Abflußkanäle für die Flüssigkeit entweder entlang den Agitator-Elementen verlaufen oder sich auch von selbst bilden können.
  • Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes kann auch vorgesehen sein, daß Agitator-Elemente als Rührorgane ausgebildet sind, die drehbar angeordnet sind und mit einer gegenüber der Trommel unterschiedlichen Drehzahl antreibbar sind. Dabei ist vorzugsweise weiterhin vorgesehen, daß eine in vorgebbarer Weise steuerbare Drehzahldifferenz zwischen der Trommel und den Rührorganen einstellbar ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, daß die Rührorgane als Rührblätter oder Leitbleche ausgebildet sind, deren Anstellwinkel verstellbar ist.
  • Gute Ergebnisse können auch dadurch erreicht werden, daß durch die Rührorgane der Schlamm alternierend durch eine in Umfangsrichtung oder in Axialrichtung hin und her gehende Bewegung beaufschlagbar ist.
  • Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch aus, daß die Rührorgane derart ausgebildet sind, daß mit der Einbringung von mechanischer Energie und der damit verbundenen Scherwirkung zugleich eine Förderwirkung in einer vorgebbaren Richtung ausgeübt wird.
  • Die angestrebte Entwässerung des Schlammes kann auch dadurch erreicht werden, daß die Rührorgane in einer Richtung parallel zur Drehachse der Trommel hin und her bewegbar angeordnet sind.
  • Zur Anpassung an das jeweils verarbeitete Gut kann dabei vorgesehen sein, daß der Hub, die Geschwindigkeit und/oder der Anstellwinkel von als Rührflächen ausgebildeten Rührorganen einstellbar sind. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, anstatt einer Rotationsbewegung oder anstatt einer hin und her gehenden Bewegung der Agitator-Elemente die Anordnung derart zu treffen, daß die Rührorgane derart ausgebildet und angeordnet sind, daß sie innerhalb der Trommel eine Taumelbewegung ausführen.
  • Es können gemäß der Erfindung vorzugsweise Einzelgeräte gebaut werden, die den eingedickten Schlamm beispielsweise aus einem Unterlauf eines Eindickers oder aus einem normalen Dekanter aufnehmen und nur als letzten Behandlungsschritt eine besonders gute Entwässerung durchführen. Somit kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß die Rührorgane in einer Entfeuchtungsvorrichtung angeordnet sind, die einer herkömmlichen Schlammbehandlungsmaschine. nachzuschalten ist.
  • Ebenso kann die erfindungsgemäße Beaufschlagung des Schlammes mit mechanischer Energie auch in einem Nachschaltgerät in eine bestehende Zentrifuge eingebaut oder an eine Zentrifuge angebaut werden, insbesondere also in Verbindung mit einem Dekanter verwendet werden. Somit sieht eine weitere bevorzugte Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes vor, daß die Rührorgane in wenigstens einer Entfeuchtungsstufe innerhalb einer herkömmlichen Zentrifuge wie einer Dekantierzentrifuge angeordnet sind. Vorzugsweise ist dabei die Anordnung so getroffen, daß die Rührorgane im Bereich des Übergangs vom Zylinder zum Konus angeordnet sind.
  • Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung in einer Dekantierzentrifuge kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß die Rührorgane in einer herkömmlichen Dekantierzentrifuge im Bereich der Schnecke angeordnet sind, so daß außer der Förderwirkung auf den Schlamm zugleich eine Scherwirkung ausgeübt wird.
  • Dabei ist es vorteilhaft, daß die Rührorgane zwischen den Schneckenblättern angeordnet sind. In einer alternativen Ausführungsform dieser Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich auch die Anordnung derart treffen, daß die Rührorgane aus Teilen der Schneckenblätter bestehen, die durch entsprechende Formen eine Scherwirkung auf den Schlamm ausüben.
  • Ebenso ist es möglich, die erwünschte erhöhte Scherung des Schlammes dadurch zu erreichen, daß die Schneckenblätter im Außenumfangsbereich radiale Schlitze aufweisen. Auf diese Weise wird ein Teil des Schlammes durch die radialen Schlitze zurückfließen.
  • Um die Förderwirkung zu verbessern, sieht eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes vor, daß die zwischen den Schlitzen vorhandenen Flächenbereiche eine Schränkung aufweisen, so daß eine Anordnung nach Art von Turbinenschaufeln gebildet ist.
  • Um die Förderwirkung weiter zu erhöhen, kann auch vorgesehen sein, daß an der Trommel radial nach innen ragende Rührorgane angeordnet sind. Eine besonders hohe Scherwirkung wird dabei dadurch erzeugt, daß die Rührorgane als turbinenschaufelartig ausgebildete Leitbleche ausgebildet sind. Um unterschiedlichen Schlämmen optimal gerecht zu werden, ist weiterhin vorgesehen, daß der Anstellwinkel der Leitbleche einstellbar ist.
  • Eine besonders starke Scherwirkung ergibt sich auch bei einer Anordnung, welche sich dadurch auszeichnet, daß die Rührorgane als axial hin und her gehende, kammartig miteinander verzahnte Rotoren ausgeführt sind.
  • Besonders geringe Restfeuchten lassen sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorzugsweise dadurch erreichen, daß eine hin und her gehende Bewegung der Agitator-Elemente herbeigeführt wird, unabhängig davon, ob die Bewegung grundsätzlich rotatorisch oder translatorisch erfolgt.
  • Um die erfindungsgemäßen Vorteile einer besonders guten Entfeuchtung des Schlammes zu erreichen, ist es nicht unbedingt erforderlich, eine entsprechende Vorrichtung kontinuierlich zu betreiben. Ein chargenweiser Betrieb hat viele Vorteile: Entsprechend dem bei höherer Eindickung des Schlammes entstehenden höheren Drehmoment kann man zum Ende der Bearbeitung einer Charge hin die Drehzahl vermindern und bei ganz geringer Drehzahl des Außenrotors oder sogar bei dessen Stillstand den eingedickten Schlamm austragen.
  • Man kann auch energiesparend bei geringer Trommeldrehzahl Schlamm einfüllen, dann die Vorrichtung auf hohe Drehzahlen hochfahren und bei hoher Drehzahl entwässern. Wenn das Drehmoment während des Betriebes der Vorrichtung gemessen wird, läßt sich anhand steigender Stromaufnahme des Antriebsmotors die Konsistenz des Schlammes und die somit bereits erreichte Entfeuchtung messen. Wenn die Schaufeln oder Rührorgane, die auch als Leitbleche ausgebildet sein können und jedenfalls als Agitator-Elemente wirken, nach Art von Turbinenschaufeln angestellt sind, kann bei sehr geringer Drehzahl der Schlamm ausgetragen werden.
  • Dazu wird eine zylindrische Vollmanteltrommel nur zum Teil mit den Agitator-Elementen in Form von Scherblättern an der Schnecke und der Trommel ausgerüstet. Der Zulauf ist auf der Rückseite der Trommel angeordnet. Der entwässerte Schlamm wird nach vorne in das freie Stück der Trommel transportiert, und von dort wird er mit einer Schäleinrichtung ähnlich wie bei einer Schälzentrifuge ausgeräumt. Die nach oben hin ausgetretene Flüssigkeit wird vorher mit einem Flüssigkeits-Schälrohr abgezogen.
  • Die Maschine kann auch so ausgebildet sein, daß eine längere zylindrische Vollmanteltrommel von einer in axialer Richtung relativ kurzen Scher-Schnecke axial hin und her durchfahren wird, wobei sich die Scher-Schnecke natürlich relativ zur Trommel dreht.
  • Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigen: Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Schlammentwässerungsvorrichtung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform einer Schlammentwässerungsvorrichtung, Fig. 3 Ausführungsbeispiele für Agitator-Elemente, die zwischen den Schneckenblättern einer Förderschnecke angeordnet sind, und Fig. 4 eine abgewandelte Förderschnecke, bei welcher die Schneckenblätter in ihrem äußeren Umfangsbereich Agitator-Elemente aufweisen.
  • Gemäß der Darstellung in der Figur 1 ist ein Außenrotor 10 beiderseitig in Wälzlagern 20 drehbar gelagert angeordnet. Der Außenrotor 10 weist eine Vollmantel-Trommel 12 auf, die verhältnismäßig schwach konisch ausgebildet ist. An diese Trommel schließt sich auf der einen Seite, zu welcher sich der Konus öffnet, ein tiefkonischer Teil 13 an. Dieser t:iefkonische Teil 13 könnte auch als Doppelkonus bezeichnet werden, der im wesentlichen einen ringförmigen Raum bildet, der zu wesentlichen Teilen weiter radial nach außen reicht als der Innenraum des Außenrotors 10. Innerhalb des Außenrotors 10 ist konzentrisch ein Innenrotor 11 drehbar gelagert. Der Innenrotor 11 ist gemäß der Darstellung in der Figur 1 über beiderseitige Gleitlager 21 in der Welle des Außenrotors 10 drehbar gelagert. Sowohl der Außenrotor 10 als auch der Innenrotor 11 tragen turbinenschaufelartige Leitbleche 14 bzw. 15, die als Agitator-Elemente auf den Schlamm einwirken. Die Leitbleche 14 sind in den Außenrotor 10 von außen eingeschraubt und vorzugsweise in ihrem Anstellwinkel verstellbar. Die Leitbleche 15 des Innenrotors 11 sind an dessen Grundkörper angeschweißt.
  • Der voreingedickte Schlamm wird über eine Pumpe durch ein feststehendes Einlaufrohr 16, welches in einem mit dem Maschinenrahmen verbundenen Klemmstück 17 befestigt ist, in den Innenraum der Maschine eingeführt. Der Schlamm tritt durch eine Öffnung 18 in den Zwischenraum zwischen dem Innenrotor 11 und dem Außenrotor 10 ein. Die beiden Rotoren laufen mit einer Differenzdrehzahl um, die durch ein Planetlengetriebe erzeugt werden kann.
  • Da die als Leitbleche, als Schaufeln oder als Bolzen ausgebildete Agitator-Elemente kammartig von außen und innen ineinander greife wird der Schlamm zwischen diesen Agitator-Elementen geschert.
  • Dabei wird Flüssigkeit- abgetrennt, die wegen ihres geringeren spezifischen Gewichtes die Tendenz haut, radial nach innen zu strömen. Die äus dem Schlamm abgeschiedene Flüssigkeit bildet auf der radial inneren Seite des Schlammes eine Flüssigkeitsschicht deren Innendurchmesser durch eine kreisringförmige Stauscheibe 30 eingestellt werden kann.
  • Der Schlamm wird durch die Fliehkraft zu der weiter geöffneten Seite des Konus hin transportiert und tritt in den tiefkonischen Teil 13 ein. Der Schlammtransport kann durch geeignete Wahl der Anordnung und Form der Leitbleche 14 und 15 beschleunigt oder auch verzögert werden.
  • An dem umlaufenden Rand des Doppelkonus, welcher den tiefkonische: Teil 13 des Außenrotors 10 bildet, wird der stark eingedickte Schlamm entweder kontinuierlich durch eine Anzahl von Düsen 19 oder diskontinuierlich durch einen gesteuerten Kreisringschieber ausgetragen, wie dies grundsätzlich bekannt ist.
  • Die Leitbleche 15 im Innenrotor 11 können auch bis in den Doppelkonusraum reichen und in den Schlamm hineinragen.
  • Um einen völligen Durchbruch des eingedickten Schlammes durch die Düsen 19 zu vermeiden, können an sich bekannte Methoden zur Messung des Schlammspiegels angewandt werden.
  • Der Weg des Schlammes durch die Vorrichtung wird grundsätzlich durch die in der Figur 1 eingezeichneten Pfeile angedeutet, welche innerhalb des Einlaufrohres 16 nach links, durch die Öffnung 18 hindurch schräg nach links-oben und oberhalb der Düse 19 nach oben weisen.
  • Die Flüssigkeit, welche sich radial innerhalb des Schlammes angesammelt hat, fließt gemäß dem nach rechts-oben weisenden Pfeil über die Stauscheibe 30 ab.
  • Wenn der Austrag durch Düsen vermieden werden soll und der gescherte Schlamm eine ausreichend hohe Konsistenz angenommen hat, sind auch Ausführungsformen verwendbar, bei denen der Schlamm durch entsprechende Leitbleche 14 und 15 entlang dem Konus aufwärts gefördert wird. Eine entsprechende Anordnung ist in der Figur 2 in einem schematischen Längsschnitt dargestellt. Die Figur 2 veranschaulicht eine rein konische Gegenstrom-Maschine, bei welcher auf derjenigen Seite, auf der die Flüssigkeit austritt, noch eine Windung oder mehrere Windungen einer normalen Schnecke angeordnet sind. Die Schneckenblätter sind in der Figur 2 mit 22 bezeichnet.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß in der Figur 2 für Bauteile, welche ähnlichen Bauteilen in der Figur 1 entsprechen, dieselben Bezugszeichen verwendet werden wie in der Figur 1.
  • Analog zu den bekannten Ausführungen eines Dekanters, der auch als Gleichstrom-Maschine ausgebildet sein kann, kann auch bei der in der Figur 2 veranschaulichten Vorrichtung der Schlamm, welcher voreingedickt ist, der Maschine auf derjenigen Seite zugeführt werden, die gegenüber von dem Feststoffaustragangeordnet ist. Der Schlamm folgt somit dem Weg, der durch den nach links weisenden Pfeil in dem Einlaufrohr 16 und durch den nach unten weisenden Pfeil unterhalb einer Austragöffnung 31 dargestellt ist.
  • Die gemäß der Erfindung aus dem Schlamm abgeschiedene Plüssigkeit wird über die Stauscheibe 30 gemäß dem nach rechts-unten weisenden Pfeil abgezogen.
  • Die im Außenrotor 10 eingeschraubten Leitbleche 14 können von außen in ihrem Anstellwinkel zur Mantellinie des Konus verstellt werden. Die am Innenrotor 11 befestigten Leitbleche 15 können entweder fest angeschweißt sein oder ebenfalls derart verdrehbar gehalten sein, daß auch ihr Anstellwinkel verändert werden kann. Der noch weiter zu entfeuchtende Schlamm tritt durch ein feststehendes Einlaufrohr 16 in den Innenrotor 11 ein und tritt durch diesen über die Öffnung 18 in den Trennraum ein, d.h. in denjenigen Raum, der zwischen dem Innenrotor 11 und dem Außenrotor 10 angeordnet ist. Der Innenrotor ist wie bei der Anordnung nach Figur 1 innerhalb der Hohlwelle des Außenrotors über'Gleitlager 21 drehbar gelagert.
  • Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Agitator-Elemente wird in den Figuren 3 und 4 veranschaulicht. Die entsprechende gerätetechnische Ausführungsform sieht vor, einen herkömmlichen Dekanter, der als Gegenstrom-Dekanter oder auch als Gleichstrom-Dekanter arbeiten kann, durch konstruktive Anderungen so umzurüsten oder nachzurüsten, daß neben dem Schlammtransport durch die Schnecke noch eine zusätzliche mechanische Einwirkung auf den Schlamm durch spezielle Einbauten ausgeübt wird, wie sie in der Figur 3 schematisch veranschaulicht sind.
  • Zwischen den Schneckenblättern 25 sind Scherflügel 23a bzw.
  • 23b jeweils an radialen Bolzen 24 angebracht. Die Scherflügel 23a fördern den Schlamm abwechselnd vor und zurück, während die Scherflügel 23b den Schlamm in einer Richtung weiterbewegen. Auch an die Schneckenblätter 25 angebrachte Laschen 26, wie sie im rechten Teil der Figur 3 dargestellt sind, haben den oben beschriebenen Scher-Effekt.
  • Die gemäß der Erfindung angestrebte mechanische Beanspruchung des Schlammes, insbesondere durch Scherung, kann auch dadurch herbeigeführt werden, daß die Schnecke im Bereich ihres äußeren Umfangs unterbrochen wird. Die Figur 4 zeigt in dem linken Teil ein Schneckenblatt 25a, welches radiale Einschnitte oder Schlitze 29a aufweist. Zwischen den Schlitzen werden Agitatorblätter 27 gebildet, welche derart wirken, daß der Schlamm durch die Schlitze 29a hindurch zurückgedrückt wird. Dabei wird durch eine bewußt herbeigeführte Scherwirkung mechanisch derart auf den Schlamm eingewirkt, daß die gemäß der Erfindung angestrebte Entwässerung erreicht wird.
  • Zur Verbesserung der Förderwirkung können die zwischen den Schlitzen 29b gebildeten Bereiche derart gebogen werden, daß geschränkte Agitatorblätter 28 entstehen. Dadurch ergibt sich im äußeren Umfangsbereich des Schneckenblattes 25b eine turbinenschaufelartige Anordnung.

Claims (21)

  1. Patent:arAprlache -9 Vorrichtung zur Entfeuchtung von Schlamm im Zentrifugalfeld einer Vollmantel-Zentrifuge, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß innerhalb einer mit dem Schlamm beschickten rotierenden Vollmantel-Trommel (12) Agitator-Elemente angeordnet sind, die als Vibrator- oder Rührorgane (14, 15) ausgebildet sind, welche gegenüber dem Schlamm eine Relativbewegung ausführen, durch die unabhängig von einer Förderwirkung mechanische Bewegungsenergie in den Schlamm eingebracht wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t, daß Agitator-Elemente als Rührorgane (15) ausgebildet sind, die drehbar angeordnet sind und mit einer-gegenüber der Trommel (12) unterschiedlichen Drehzahl antreibbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t, daß eine in vorgebbarer Weise steuerbare Drehzahldifferenz- zwischen der Trommel (12) und den Rührorganen (15) einstellbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane (15) als Rührblätter oder Leitbleche ausgebildet sind, deren Anstellwinkel verstellbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß durch die Rührorgane der Schlamm alternierend durch eine in Umfangsrichtung oder in Axialrichtung hin und her gehende Bewegung beaufschlagbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane (14, 15) derart ausgebildet sind, daß mit der Einbringung von mechanischer Energie und der damit verbundenen Scherwirkung zugleich eine Förderwirkung in einer vorgebbaren Richtung ausgeübt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane in einer Richtung parallel zur Drehachse der Trommel hin und her bewegbar angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t, daß der Hub, die Geschwindigkeit und/oder der Anstellwinkel von als Rührflächen ausgebildeten Rührorganen einstellbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane derart ausgebildet und angeordnet sind, daß sie innerhalb der Trommel eine Taumelbewegung ausführen.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane in einer Entfeuchtungsvorrichtung angeordnet sind, die einer herkömmlichen Schlammbehandlungsmaschine nachzuschalten ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Rühro-rgane in wenigstens einer Entfeuchtungsstufe innerhalb einer herkömmlichen Zentrifuge wie einer Dekantierzentrifuge angeordnet sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die Rührorgane im Bereich des Übergangs vom Zylinder zum Konus angeordnet sind.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e ich ne t, daß die Rührorgane (23a, 23b) in einer herkömmlichen Dekantierzentrifuge im Bereich der Schnecke angeordnet sind, so daß außer der Förderwirkung auf den Schlamm zugleich eine Scherwirkung ausgeübt wird.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die Rührorgane (23a, 23b) zwischen den Schneckenblättern (25, 25) angeordnet sind.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die Rührorgane (27, 28) aus Teilen der Schneckenblätter (25a, 25b) bestehen, die durch entsprechende Formen eine Scherwirkung auf den Schlamm ausüben.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die Schneckenblätter (25a, 25b) im Außenumfangsbereich radiale Schlitze (29a, 29b) aufweisen.
  17. 17. Vorrichtung'nach Anspruch 16, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die zwischen den Schlitzen (29b) vorhandenen Flächenbereiche ( 28) eine Schränkung aufweisen, so daß eine Anordnung nach Art von Turbinenschaufeln gebildet ist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch g ek e n n z e i c h n e t, daß an der Trommel (12) radial nach innen ragende Rührorgane (14, 14) angeordnet sind.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß die Rührorgane (14 und 15) als turbinenschaufelartig ausgebildete Leitbleche (14, 15) ausgebildet sind.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch g e k e n n z e i c hn e t, daß der Anstellwinkel der Leitbleche (14) einstellbar ist.
  21. 21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Rührorgane als axial hin und her gehende, kammartig miteinander verzahnte Rotoren ausgeführt sind.
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