DE339992C - Azetylenapparat mit vom Gasdruck gesteuertem Karbidzufuhrventil - Google Patents
Azetylenapparat mit vom Gasdruck gesteuertem KarbidzufuhrventilInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H15/00—Acetylene gas generators with carbide feed, with or without regulation by the gas pressure
- C10H15/06—Acetylene gas generators with carbide feed, with or without regulation by the gas pressure with automatic carbide feed by valves
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- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
- Azetylenapparat mit vom Gasdruck gesteuertem Karbidzufuhrventil. Dieser Apparat hat den Zweck, die Karbidzufulir in den Gasentwickler so zu regeln, daß die Gasbildung der Gasentnahme propurtional erfolgt.
- In den Fig. t bis q. der Zeichnung sind einige Ausührungsformen des Apparates abgebildet. Fig. 5 zeigt die Anordnung des Apparates auf dem Gasentwickler. Die folgende Beschreibung hält sich an Fig. i, ist jedoch auch auf die Ausführungsforrnen Fig. 2 bis .4 anwendbar. Das kennzeichnende :Merkmal des Apparates ist eine kreisrunde Biegedichtung a, die in horizontaler Lage am ganzen Umfange ihres äußeren Randes zwischen die Flansche eines unter ihr gelegenen trichterförmigen Gefäßes, des Karbidkessels b, und eines über ihr gelegenen glockenförmigen Behälters, des Gegendruckkessels c, geklemmt ist. Die Biegedichtung a teilt also den Apparat in zwei Kammern.
- Der Karbidkesssel b verjüngt sich vom Biegedichtungsflansch nach unten und ist daselbst mit einer kreisrunden Beschickungsöffnung und einem Flansch versehen. Seitlich ist an den Karbidkessel b ein schräger Rohrstutzen angebaut, der zur Füllung des Karbidkessels b dient und dicht verschließbar ist. Die Biegedichtung a ist in der Mitte mit einer konzentrischen Öffnung versehen, durch welche von unten nach oben das mit Gewinde versehene Ende eines Schaftes d ragt. Die Biegedichtung a ist am Umfange ihres inneren Randes zwischen einen Bund des Schaftes d und zwei Platten c geklemmt mittels einer Gewindehülse f, die auf das obere Ende des Schaftes d geschraubt ist. Die Gewindehülse fliegt im Raum des Gegendruckkessels c. Der unter der Biegedichtung a befindliche Abschnitt des Schaftes d endet in einem Kegel g, dessen Basis nach abwärts gerichtet ist. Der Teil des Kegels g, welcher durch die untere Öffnung (Beschickungsöffnung) aus dem Karbidlcessel b ragt, besteht aus einem Gummiring Ir. An der Decke des Gegendruckkessels c ist ein Lager i angebracht, welches mit einem Gewinde versehen ist. Das Mittel des Gewindes ist vertikal und fällt mit dem Mittel des Schaftes d zusammen. In das Gewinde ist der obere Abschnitt einer Spindel k geschraubt, die nach unten durch eine in der Decke des Gegendruckkessels c eingebaute Stopfbüchse in den Raum des Gegendruckkessels c dringt und mit einem Bunde l in die Bohrung der auf das obere Ende des Schaftes d geschraubten Hülse f ragt. Der Bund L der Spindel k setzt sich nach unten noch in einem kurzen Zapfen m fort. Bewegt sich die Spindel k aufwärts, dann nimmt der Bund L die Hülse f mit. Dadurch wird der Schaft d und der Kegel g gehoben. Auch die Biegedichtung a wird nach oben durchgedrückt. Eine Aufwärtsbewegung des Schaftes d bei feststehender Spindel k wird durch den Zapfen na begrenzt, der ges untere Ende der Spindel k bildet. Das obere Ende der Spindel k ist mit einemHandrädchen n versehen. Das Lager i der SpindeI k hat einen verstellbaren Anschlag o für das Handrädchen n, der dazu dient, die Abwärtsbewegung der Spindel k und des Kegels g in bestimmtem Maße zu begrenzen. Im Gegendruckkessel e ist eine Druckfeder p konzentrisch zum Schaft d angeordnet, die sich nach oben gegen die Decke des Gegendruck-Z, c und nach unten gegen eitle Plattk# e der Biegedichtung a abstützt. Die t-ot@eitlander durch die Biegelichtung a getrennte» Räume des Karbidkessels h tind des Gegenlruckkessels c sind durch eine Rohrleitung q verbunden, die durch ein Ventil r abgesperrt werden kann. Das Ventil r ist ähnlich wie rler Schaft d an einer Biegelichtun,- s l:efestigt, die den Innenraum des Ventilgehäuses t von der Außenluft abschließt. Eine Druckfeder it wirkt unmittelbar auf das Ventil r, um es ofenzuhalten.
- Die in Fig. 2 abgebildete Ausführungsform unterscheidet sich von der eben nach Fib. i beschriebenen nur dadurch, daß das Mittel des Gegendruckkessels e, der Biegedichtung a. der Gewindehülse f und der Spindel 1 unter Beibehaltung der vertikalen Lage gegen das Mittel des Karbirlkessels b seitlich versetzt ist. Da Lurch ist die @Terwendung eines einarmigen Hebels z, nötig, der die Bewegung der Spindel 1 und der Biegedichtung ca auf den Schaft d überträgt.
- Das gleiche gilt für Fig. 3, mir ist hier der Gegemlruckkessel c mit der Decke abwärts gerichtet und die Pie"e,liclituilg a liegt über dein Gegewlruckkesselc. Der L'berm.ittlungs-Iiebel @.ist in diesem Falle zweiarmig. In Fig. 3 ist ein Apparat dargestellt, dessen Gegendruckkessel c horizontal liegt. Die Bewegttilg der Spindel 1, der Gewindeliiilse f und der Biegedichtung a erfolgt in horizontaler Richtung und wird durch einenWinkelhebelaauf den vertikalen Schaft d übertragen. In Fig. ; isf schematisch die Anbringung des Karbidapparates auf den sonst bekannten Gaseiit@z-ickler y dargestellt. Der Apparat wird finit dein unteren Flansch des Karbidkessels b dicht auf den Gasentwickler y geschraubt. Um den Karbidkessel h füllen zti können, wird finit Hilfe der Spindelt durch Aufwärtsschrauben derselben der Schaft d so weit gehoben, daß der Gummiring h die Beschickungsöffnung des Karbidkessels b abschließt. Nach erfolgtem Füllen und Verschließen des Einfüllstutzens wird die Spindelk niedergeschraubt, bis das Hatidrädehen ii den Anschlag o berührt. Da der Anschlag o für die verwendete Karbidkorn-röße bemessen ist, werden der Kegel g und der Gummiring li, welche die Senkung der Spindel mitmachen, den entsprechenden Ouersclinitt für die Beschickung freigeben. Auch die mit dem Schaft d verbundene Biegedichtung cr ist nach unten durch-edrü ekt.
- Das Cberströmventil r befin-iet sich noch im offenen Zustand, da die mit ihm verbun-
oberen des Schaftes d, wenn letzterer mittels der Gewindehülse f am Bund L der Spindel k hängt, eine Entfernung von 7"/, mm besteht.leneieelichtun s auf beide1t Seite:: chein atni@-)spliärischen Druck atis-esetzt ist und daher die Feder it das Ventil r offenhal- t en kann. Wenn nun nach Einfallen des Kar- bi ls in den Gasentwickler y die Gasbit stactßndet, str(->int das Gas auch durch lie Rohrleitung q und das offene Ventil r fit teil Ge-endruckkessel c. Die Gasspanmingen ein Gasentwichter ,v, harbidkessel b trA c@eget,- drttckkessel c «-erden in gleichem Maße stei- getl. Erst wetiil der auf die Biege liclltting s leg Ventils r wirkende Gasdruck größer ist ras die entgegenwirkende Federkraft n, wird las Ventil r geschlossen. Das ini Ge-en iruclz- kessel C eingeschlossene Gasvolumen teliält die zuletzt erreichte Spannung bei, während der Gasdruck itn Karbidkessel b und dein mit ihm kommunizierenden Gasentwickler _v wei- ter steigt. Würde die sich gegen die Decke 1,'s Gegendruckkessels c und die Platte E- der Biegedichtung a, abstützende Feder p nicht vorhanden sein, dann würfe sofort nach Schließen des Ventils r die mit dein Schaft d verbunlene Biegedichtung a- durch Alen unter ihr wachsenden Gas lruck ini Karbi lkessel 1, angehoben %cerlen. Dieses Anheben soll ;e- doch etwas später stattfinden. und glas wird durch die @'ei-Z~-eiiattng der Feder p erreicht. Um die Biegelichtung a anheben zti können, muß die Spannung itnharl3iillzessel b die kon- stante Spannung im Gegendruckkessel c uni jenes -,Maß übertreffen, welches der von oben wirken,len Federkraft p entspricht. Beine An- heben der Biegedichtung a wird auch Jer Schaft d und rler Kegel -, h mitgenommen. Der Kegel, h verringert allmählich den Be- schickungsduerschnitt und sperrt ihn schließ- lich sol weit ab. @laß keinKarbid mehr durchfal- let: kante. In @lcr H">clistlage darf heget -,li die ldescliickuiigsöffiruti#- nicht gas licht ab- schließen,. damit die Verhin-lun-- zwischen Gasentwickler y und Karbidke,;sel@1- aufrecht- erhalten bleibt. Zu fliesein Zweck ist @la-; Eive der Spindel l finit dein Zapfet? iir au:-,e- stattet. Ist z. B. in der gas,li:lit abschließen- den Höchstlage der Spindel l: die Entfer- nung z zwischen unterer Fläche des Hand- rädchens ii und oberer Fläche desAnschlages o c) inin, so kann der Schaft d und mit diesem der Kegel b, li um 9 min gesenkt werden. Der Zylindermantel des freien Beschickungsquer- schnittes wird eine Höhe -- von 9 min haben. Nach erfolgter Beschickung soll derKegel «,h durch die Biegedichtung a nur so weit ange- hoben werden, daß die Höhe w, .des freien Be- schickungsquerschnittes noch il, '_ nein beträgt, was geneigt, um ein Durchfallen des Karbids zu verhindern. Zu diesem Zweck ist die Lange des Zapfens ni ain unteren Ende der Spindel t so bemessen, daß zwischen der unteren Stirnfläche des Zapfens vr und der - Nachdem der im Gasentwickler y herrschende Gasdruck die Biegedichtung a so weit gehoben hat, daß der Kegel g, h die Beschikkung einstellt, wird auch die Gasbildung aufhören. Erfolgt Gasentnahme, dann wird die durch die Gasentwicklung erreichte Spannung im Gasentwickler y und dem mit diesem kommunizierenden Karbidkessel b wieder sinken. Schreitet der Druckabfall im Gasentwickler y unter jene Spannung, bei welcher die Hubbewegung der Biegedichtung a während der Gasbildung einsetzte, so wird die Biegedichtung a sinken und die Beschickung beginnt von neuem. Hat die Biegedichtung a ihre tiefste Lage erreicht, dann öffnet sich auch das Ventil r wieder und der Raum des Gegendruckkessels c steht mit dem Karbidkessel b und dem Gasentwickler y durch die Rohrleitung q in Verbindung. Der Zweck des Ventils r ist, im Gegendruckkessel c selbsttätig ein Gasvolumen von einer bestimmten Spannung einzuschließen. Das könnte mit einem handbesteuerten Ventil nur mangelhaft erreicht werden. Die im Gegendruckkessel c herrschende Spannung, vermehrt um die auf die Flächeneinheit der Biegedichtung a eritf:illende Federkraft, gibt die Höhe jener Spannung an, die im Gasentwickler y nur wenig unterschritten werden darf und bei welcher die Karbidbeschickung einzusetzen hat. Der Druck der Feder p verhindert, daß gleich beim Schließen des Ventils r die Biegedichtung a an.gehob-en und die Beschickung eingestellt wird. Denn in diesem Falle würde die Spannung im Gasentwickler zu großen Schwankungen ausgesetzt sein. Die beschriebene Wirkungsweise wiederholt sich beim inbetriebgesetzten Apparat selbsttätig bis zum Verbrauch der Karbidfüllung und ist -die gleiche bei allen Ausführungsformen von Fig. i bis q.. Daß die in Fi.g. a bis q. dargestellten Apparate zur Übertragung der Bewegung von der Biegedichtung a auf den Schaft d Übermittlungshebel v, w, x besitzen, ist unwesentlich.
- Der Vorzug, den :der angemeldete selbsttätig beschickende Karbidapparat gegenüber ähnlichen, dien gleichen Zweck verfolgenden Apparaten hat, besteht an Stelle einer Feder in der Wirksamkeit des Gasvolumens im Gei;endruckkessel, welches durch das Ventil vom Innenraum des Gasentwicklers bei einer bestimmten Gasspannung getrennt wird :und seine erreichte Spannung .unabhängig von den Druckschwankungen im Gegendruckkessel beibehält. Durch entsprechende Einstellung des Ventils kann innerhalb der praktisch in Betracht kommendenGrenzen im Gegendruckkessel jede beliebige Spannung erzielt werden. Das im Gegendruckkessel abgeschlossene gleichbleibend gespannte Gasvolumen folgt, wie festgestellt worden ist, genau und rasch auch kleinen Druckschwankungen im Gasentwickler, während eine Feder langsam und ungenau arbeitet.
- Das Gasvolumen im Gegendruckkessel behält seine Spannung im Lauf der Regulierbewegung fast unverändert bei, während die Federkraft bei Verkürzung oder Verlängerung .der Feder ganz wesentlich zu- oderabnimmt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. 4zetylenapparat -mit vom Gasdruck gesteuertem, mit Biegedichtung versehenem Karbidzufuhrventil, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (c) über , der Biegedichtung (a) durch eine Leitung (q) so lange mit dem Gasraum (y) des Entwicklers in Verbindung steht, als ein in diese Leitung eingeschaltetes, unter der Wirkung der Feder (u) stehendes Ventil (r) und Biegedichtung (s) diesen Weg freigibt, während er abgesperrt wird, sobald der Gasdruck den Druck der Feder (u) überwieg#-t, so daß die Karbidzufuhr nur noch vom Druck des nunmehr im Gegendruckkessel (c) eingeschlossenen Gasvolumens abhängt, indem das Beschikkungsorgan (Kegel g, k) Bewegungen vollführt, die den Druckschwankungen des zum Verbrauch dienenden Gases folgen. a.
- Selbsttätig beschickender Karbidapparat für Azetylengasentwickler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß -die Biegedichtung (a) auf der einen Seite außer durch den gleichbleibenden Gasdruck noch durch die Kraft einer Feder (p) belastet ist, welche den Zweck hat, den Beginn der Bewegung der Biegedichtung (a), nachdem die Beschickung vollzogen ist, gegen den Zeitpunkt des Ventilabschlusses (r) etwas zu verzögern, damit sich das Ventil (r) erst dann öffnet und erst dann ein Druckausgleich zwischen den beiden voneinander abgetrennten Gasräumen (b, c) stattfinden kann, nachdem das Beschikkungsorgan (g, h) den größten Querschnitt freigegeben hat.
- 3. Selbsttätig beschickender Karbidapparat für Azetylengasentwickler nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme des gleichbleibend gespannten Gases dienende Behälter (c) samt der ihn überspannenden-Biegedichtung (a) in beliebiger Stellung auf dem Karbidkessel (b) angebracht ist, wobei zur Übertragung der Bewegung der Biegedichtung (a) auf das Beschickungsorgan (g, h) ein Zwischenglied (Hebel v, w, _r, Rollen oder Zahnsegment) dient. q.. Selbsttätig beschickender Karbidapparat für Azetylengasentwickler nach Anspruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschickungsorgan (g, h) mit Hilfe einer durch eine Stopfbüchse in das Innere des Apparates führenden Spindel (k) durch Handbetätigung in die Anfangsstellung gebracht wird, die durch einen Anschlag (o) bestimmt ist, und daß die in der durch die Einstellung erreichte Lage verbleibende Spindel (k) die steuernde Bewegung des Beschickungsorgans (g, h) in bestimmtem Maße begrenzt.
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