DE339969C - Nicht explosibles, die Treffstelle anzeigendes Geschoss fuer Schiessbuden, Scheibenstaende usw - Google Patents
Nicht explosibles, die Treffstelle anzeigendes Geschoss fuer Schiessbuden, Scheibenstaende uswInfo
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Description
- Nicht explosibles, die Treffstelle anzeigendes Geschoß für Schießbuden, Scheibenstände usw. Es sind Geschosse für Schießbuden, Scheibenstände usw. bekannt, die in einem geeigneten Hohlraum eine Masse enthalten, die beim Aufschlag auf die Scheibe durch den dabei auftretenden Stoß, durch den Schlag oder die Erschütterung, oder durch die beim Aufschlag erfolgende Deformation des Geschosses sich entzündet. Die dabei auftretende Licht- oder Rauchentwicklung soll dann den Treffpunkt kenntlich machen.
- Auf ein derartiges Geschoß, bezieht sich die vorliegende Erfindung. Nach dieser ist die Masse im Gegensatz zu den bisher bekannten Geschossen dieser Art so zusammengesetzt, daß sie beim Aufschlagen augenblicklich und: ohne oder nur .mit ganz geringer Rauchentwicklung, aber mit starker Lichtentwicklung verbrennt, daß sie gegen die Einwirkung der Luft unempfindlich und claß sie in einem Hohlraum des Geschosses untergebracht ist, der zwar einen Teil der. Oberfläche der Masse freilassen kann, da ja die Luft ohne schädliche Einwirkung bleibt, der aber immerhin .den Massekörper so weit umschließt, daß er gegen Beschädigungen beim Verpacken des Geschosses usw. gesichert ist.
- Beim Schießen mit dem neuen Geschoß ist der Schütze imstande, sein Gewehr sehr schnell in der einen oder anderen Richtung zu bewegen und wieder zu schießen. Mit einem Selbstlader kann sogar ein ungeübter Schütze fast eine Feuerlinie nach der Scheibenmitte ziehen, die er treffen will. Auf diese Weise werden die Muskelspannungen und -lagen, die einem Schuß entsprechen, so ausgenutzt, daß sie den Schützen beim nächsten Schuß leiten und unterstützen, während, wenn das Gewehr nach jedem Schuß abgesetzt und die Treffstelle in üblicher Weise durch langsame und ermüdende Beobachtung festgestellt werden muß, ein genaues Schießen nur eine Sache eines guten Auges und richtiger Visierstellung ist.
- In der Zeichnung ist Fig. i Vorder- und Fig. 2 Seitenansicht einer Ausführungsform; Fig.3 bis 9 zeigen weitere Ausführungsformen.
- In den Zeichnungen bedeutet a ein Geschoß in üblicher Form in der Hülse b. Nach Fig. i und 2 ist das Geschoß mit einem zweckmäßig überall gleich breiten Schlitz c versehen, der sich von der Spitze aus bis etwas über die halbe Höhe des aus der Hülse b herausragenden Teiles des Geschosses a nach abwärts erstreckt. Der Schlitz ist mit einer Leuchtmasse d gefüllt. Sie besteht zweckmäßig aus ioo Teilen Kaliumchlorat, 5o Teilen Antimonsulfid, 4 Teilen rotem Phosphor, 8o Teilen einer Leimlösung.
- Beim Herstellen dieser Mischung wird ein Teil Leim in fünf Teilen Wasser gelöst. Die . anderen Bestandteile werden jeder für, sich pulverisiert und, dann mit .der Leimlösung zu einer Paste vermischt. Die Paste wird in den Schlitz c auf irgendeine Weise eingebracht und kann hierin erhärten.
- Die Farbe des erzeugten Lichtes bei einer Mischung nach vorstehender Zusammensetzung ist orange. Fügt man etwas Strontiumnitrat hinzu, so wird das Licht rot, setzt man eine geeignete Kobaldverbindung hinzu, so wird das Licht .blau. Andere Farben können durch Verwendung geeigneter Cheinikalien in bekannter Weise erzeugt werden. Indem man für jeden einzelnen Schützen Geschosse einer bestimmten Farbe verwendet, kann man eine Anzahl von Perscnen auf dieselbe Scheibe gleichzeitig schießen lassen und ihre Treffer voneinander unterscheiden.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 tritt an die Stelle des Schlitzes c eine .mit derselben Zündmasse zu füllende Querbohrung c'.
- Die Form nach Fig. q. ist der nach Fig. 3 ähnlich. Es ist jedoch eine kurze Bohrung c2 von beiden Seiten her in .das Geschoß hineingeführt. Beide Bohrungen werden durch einen unverletzten Teil des Geschosses getrennt.
- Bei dem Geschoß nach' Fig.5 ist eine achsiale konische Bohrung c3 von unten her in die Kugel eingearbeitet und diese mit der Paste gefüllt. Zwischen der unteren Endfläche des Geschosses und der Füllung der Hülse b liegt ein Pfropfen e.
- Nach Fig.6, deren Ausführungsform der der Fig. 5 nahekommt, ist die Bohrung c4 geradlinig und geht völlig durch das Geschoß hindurch: von einem Ende zum andern.
- In Fig. 7 ist ein Geschoß dargestellt, das dem der Fig. 6 fast gleicht, nur ist die Zündmasse an der Spitze des Geschosses durch einen kleinen Pfropfen f aus Papier, Filz, Fiber, Wachs oder anderem geeigneten, indifferenten Material geschützt.
- In Fig. 8 besitzt das Geschoß eine achsiale konische Bohrung c' die sich von der Spitze des Geschosses her nach unten erstreckt.
- Fig. 9 endlich zeigt ein Geschoß mit einer äußeren Ringnut c6 zur Aufnahme der Zündmasse.
- Die durch die Erfindung erreichten. Vorteile sind die folgenden: Die Masse ist, wie eingangs bemerkt, so zusammengesetzt, daß -die beim Aufschlagen durch den Stoß oder durch die durch den Aufschlag bewirkte Deformation des Geschosses herbeigeführte Verbrennung ohne oder nur mit ganz geringer Rauchentwicklung, dagegen mit starker Lichtentwicklung vor sich geht. Der entstehende Lichtpunkt zeigt daher dem Schützen genau die Einschlagstelle an, ohne daß die Beobachtung durch gleichzeitige Rauchentwicklung gestört würde. Die Zusammensetzung der Masse, so daß die Luft ohne schädlichen Einfluß auf sie bleibt, bringt den Vorteil mit sich, daß sie nicht, wie bei hekannten Geschosgen, in eine Glaskapsel usw. luftdicht eingeschlossen und in dieser Form in dem Geschoß untergebracht werden muß, sondern daß es genügt, eine Bohrung oder einen Schlitz in dem Geschoß herzustellen und hier die Masse einzutragen. Die Hohlräume zur Unterbringung der Masse müssen derart sein, daß sie von den umgebenden Geschoßteilen sicher festgehalten und vor dem Herausfallen gesichert wird.
- Beim Trocknen zieht sich die in den Hohlraum eingetragene Masse etwas zusammen, so däß .die den Hohlraum umgebenden Ränder des Geschosses gegen die Oberfläche etwas zurücktreten. Dadurch ist dann die Masse so weit. geschützt, daß keine Gefahr der vorzeitigen Entzündung, z. B. beim Verpacken der Geschosse, wenn diese etwa vom Packtisch herunterfallen o. dgl., besteht.
- Das Geschoß nach der Erfindung kann in mannigfacher Weise verändert werden. So kann man z. B. bei einer Kugel mit einem Schlitz nach Fig. r und 2 mehr als einen Schlitz anbringen oder bei der Form der Fig. 3 mehr als eine Querbohrung vorsehen. In ähnlicher Weise können bei der Kugel nach Fig. d. statt eines einzigen Paares von O-uerbohrungen ,deren mehrere vorgesehen werden, und die Bohrungen brauchen nicht einander genau gegenüberzuliegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Nicht explosibles, die Treffstelle anzeigendes Geschoß für Schießbuden, Scheib enstände usw., das in einem geeigneten Hohlraum eine Ladung einer Masse enthält, die nur durch Stoß, Schlag oder Erschütterung, also beim Aufschlag auf die Scheibe bzw. durch die alsdann erfolgende Deformation des Geschosses, sich entzündet, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtmasse sehr schnell und ohne oder finit ganz geringer Rauchentwicklung, aber mit starker Lichtentwicklung, verbrennt, gegen die Einwirkung der Luft unempfindlich und in einem Hohlraum des Geschosses untergebracht ist, der zwar einen Teil der Oberfläche der Leuchtmasse freilassen kann, sie jedoch so weit umschließt, daß sie gegen Beschädigung beim Verpacken des Geschosses usw. gesichert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US339969XA | 1913-08-19 | 1913-08-19 |
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| DE339969C true DE339969C (de) | 1921-08-26 |
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Country Status (2)
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Families Citing this family (1)
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| US10408590B1 (en) * | 2018-10-24 | 2019-09-10 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Flash output for projectile training |
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1914
- 1914-06-23 GB GB191415036D patent/GB191415036A/en not_active Expired
- 1914-08-13 DE DE1914339969D patent/DE339969C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB191415036A (en) | 1915-06-10 |
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