DE339950C - Verfahren zur Gewinnung von Vanadin aus Eisenerzen oder Gemischen solcher Erze mit anderen Erzen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Vanadin aus Eisenerzen oder Gemischen solcher Erze mit anderen ErzenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Vanadin aus Eisenerzen oder Gennischen solcher Erze mit anderen Erzen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von Vanaldin aus Eisenerzen, welches eine Kostenersparnis herbeiführt und die Ausbeute an Vanadin steigert. Durch die Erfindung wird die Verwendung von Vanadin bei der Stahlerzeugung und zu anderen Zwecken gefördert.
- Die Erfindung besteht darin, daß durch Schmelzen vanadinhaltiger Eisenerze oder Gemische solcher Erze mit anderem Material mit Kohle older anderen Reduktionsmitteln unter Zusatz eines Flußmittels ein das Vanadin ider Erze- vollständig oder nahezu vollständig enthaltendes Roheisen erzeugt wird.
- Die Erfirndung kann beispielsweise ein der Weise ausgeführt werden, @daß vanadinhaltige Eisenerze, z. B. titanhaltige Magneteisenerze, welche Vanadin oder Vanad-in und' Chrom enthalten, meinem elektrischen Ofen, einem Hochofen oder einem anderen geeigneten Ofen mit .Kohle in geeigneter Form oder einem anderen Reduktionsmittel und Kieselsäure in der Form von Sanidt oder Silikateisenerz geschmolzen werden, wobei das Vanadin vollständig oder zum weitaus größten Teile nicht in die beim Schmelzen gebildete Schlacke, sondern in das erzeugte Roheisen übergeht.
- Das vanadi:nhaltige Roheisen wird !dann in einen anderen Ofen, beispielsweise :in einen Herdflammofen ad-,er elektrischen Ofen gebracht und dort entkohlt, wobei die gesamte oder nahezu gesamte Menge des Vanadins in die dabei entstehende Schlacke übergeführt wird.
- Die vanadinhaltige Schlacke wird dann mit frischem Erz gemischt zur Beschickung des zuerst benutzten Ofens verwendet. In diesem vereinigt sich das in -dem neu zugeführten Erz enthaltene Vanadin mit dem aus der zuerst verarbeiteten Erzmenge gewonnenen Vanadin, welches bei dem neuen Schmelzprozeß wieder frei wird und Idas gesamte Vanad:n geht in das bei dem zweiten Prozeß erzeugte Roheisen über.
- Wenn es notwendig ist, ,den Vanadi.ngehalt des Roheisens noch weiter zu steigern, so wird das in idem zweiten Schmelzprozeß gebildete Roheisen, wie vorstehend beschrieben, in einem Herdflammofen oder einem anderen Ofen entkohlt und die dabei gebildete Schlacke, welche entsprechend reicher an Vana-dmn ist, als die zuerst erzeugte, in der beschriebenen Weise mit frischem Erze zusammengebracht. Dieses Verfahren kann beliebig oft wiederholt werden, bis der gewünschte Vanadingehalt des Roheisens erreicht ist.
- Beim Schrnelze@ der Schlacke mit frischen Erzen kann auch chromhaltiges Erz und darauf eine entsprechende Menge des bei Bildung der Schlacke entstandenen kohlenstoffarni -,n Eisens oder anderen Eisens von gleicher Beschaffenheit zugesetzt werden.
- Unterumständen ist es zweckmäßig, einen dritt.-n Ofen zu Hilfe zu nehmen, und in diesem die zunächst,-gebiläete vanadinhaltige Schlacke zusammen finit dem frischen Erz zu hehandeln, indem=" iiür' eine verhältnismäßig geringe Menge des letzteren zugesetzt wird.
- Um Stahl zu erzeugen, wird dem entkohlten Metall, welches in der beschriebenen Weise gewonnen wurde, von ,dem hoch vanadinhaltigen Roheisen so viel zugesetzt, daß der gewonnene Stahl den gewünschten Gehalt an Kohle, Vanadin und an 'deren Bestandteilen enthält. Falls einer oder mehrere der Bestandteile des Endproduktes in dem verwendeten Erz in zu geringer Menge -enthalten sind, wird bei -dem ersten Schmelzprozeß eine entsprechende lIen.ge -Erz mit dem fehlenden Bestandteil zugesetzt. Wenn z. B. -der Chromgehalt der Erze zu gering ist, so wird Chromeisenerz hinzugefügt, welches dem gebildeten Roheisen bzw. dem zur Stahlerzeugung benutzten kohlenstofireichen Material Aden gewünschten Chromgehalt gibt.
- Bei den im vorstehenden beschriebenen Vorgängen verhalten sich leicht oxydierbdre Metalle, wie Mangan und Chrom, in @derselben Weise wie das Vanadin und werden in gleicherweise wie dieses gewonnen. Weniger leicht oxydierbare Metalle, wie Nickel und Kobalt bleiben bei der Entkohlung mit dem Eisen oder kohlenstoffarmen Stahl' vereinigt, und wenn sie nicht darin verbleiben sollen, so werden sie in diesem Stadium des Verfahrens ausgeschieden.
- Das beschriebene Verfahren zur Herstellung von Vanadinstahl kann in der Weise abgeändert werden, daß däs zuerst gewonnen.. vanadinhaltige Roheisen entweder für sich allein oder in Mischung mit einer entsprechenden Menge Eisen- oder Stahlschrott oder anderem in gewöh.nl,icher Weise gewonnenen Eisen 'oder Stahl entkohlt und in einem geeigneten Ofen, am besten in einem elektrischen Ofen zuerst oxydierend' und dann reduzierend gefrischt (refine) wird. Dabei gelangen Vanadin und andere Bestandteile, Welche zuerst oxydiert und von der Schlacke aufgenommen werden, während des Rediiktionsvorganges in :die Metallmasse.
- Das zuletzt erwähnteVerfahren, metallische Bestandteile,von Stahl festzuhalten, ist bekannt und bildet keinen Teil der vorliegen-,den Erfindung. Diese besteht in der Hauptsache in der Gewinnung von Vanadin, welches sich in Eisenerzen findet, zusammen mit ,dem ihm in der Natur beigesellten Eisen in der Forin von vanadinbaltigem Roheisen als Zwischenprodukt oder Vanadinstahl als Endprodukt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Vanadin aus Eisenerzen oder Gemischen solcher Erze mit anderen Erzen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schmelzen der Erze mit Kohle oder anderen Reduktionsmitteln unter Zusatz eines Flußmittels ein dasVana,din der Erze vollständig oder nahezu vollständig enthaltendes Roheisen erzeugt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Entkohlen des vanadinhaltigen Roheisens eine vanadinhaltige Schlacke gebildet undsiege einem neuen Schmelzprozeß mit frischem Erz unterworfen wird.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, saß beim Schmelzen der Schlacke mit frischen Erzen chromhaltiges Erz und darauf eine entsprechende Menge des bei Bildung der Schlacke gebildeten koh.lenstoffarmen Eisens oder anderen Eisens von gleicher Beschaffenheit zugesetzt wird.
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