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DE339699C - Verfahren zur Herstellung von Kloeppelspitzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kloeppelspitzen

Info

Publication number
DE339699C
DE339699C DE1919339699D DE339699DD DE339699C DE 339699 C DE339699 C DE 339699C DE 1919339699 D DE1919339699 D DE 1919339699D DE 339699D D DE339699D D DE 339699DD DE 339699 C DE339699 C DE 339699C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
lace
threads
braid
bow
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919339699D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alb & E Henkels
Original Assignee
Alb & E Henkels
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alb & E Henkels filed Critical Alb & E Henkels
Application granted granted Critical
Publication of DE339699C publication Critical patent/DE339699C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C1/00Braid or lace, e.g. pillow-lace; Processes for the manufacture thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Klöppelspitzen. Zur maschinellen Herstellung von Klöppelspitzen mit den handgeklöppelten Spitzen ähnlichen Musterbildungen werden sogenannte einfädige Klöppelmaschinen benutzt, deren Eigenart darin besteht, daß die einzelnen Klöppel nach Belieben stillgesetzt werden können, je nachdem es das Muster erfordert. Infolge dieser vielen Stillsetzungen arbeiten die einfädigen Maschinen nur langsam und ihre Mengenleistung ist gering. Dazu kommt noch, daß insbesondere zur Bildung der Bogenkante bei den bekannten einfädigen Musterungen sehr viel Zeit erforderlich ist. Da in den meisten Fällen die Bildung des Bogens für die Herstellungszeit der ganzen Spitze maßgebend ist, müssen die Klöppel im übrigen Geflecht, abgesehen von den durch die Musterbildung geforderten Stillständen vielfach außerdem noch eine große Anzahl von zusätzlichen Stillsetzungen erfahren, lediglich um den Randklöppeln die erforderliche Zeit zur Bogenbildung zu gewähren. Die Mengenleistung dieses bisher zur Herstellung von einfädigen Spitzen benutzten Verfahrens ist deshalb außerordentlich- gering.
  • Im Gegensatz zu den einfädigen Maschinen stehen die sogenannten zwei- und mehrfädigen Maschinen, bei denen alle Klöppel ohne Stillsetzung dauernd an der Flechtarbeit teilnehmen und die deshalb ganz bedeutend mehr Ware liefern, aber dafür in der Musterbildung beschränkt sind. Für jede dieser Maschinengattungen haben sich, deren Eigenart entsprechend, eine ganze Reihe besonderer Spitzenmuster sowohl für den Rand, als auch für das Grundgeflecht ausgebildet, von denen die zwei- und mehrfädigen Muster naturgemäß weniger -wertvoll sind.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, die maschinelle Herstellung vo_1 Klöppelspitzen mit einfädigen Mustereffekten auf einfädigen I7löppelmaschinen wirtschaftlicher zu gestalten als bisher, und dieses soll gemäß der Erfin Jung dadurch erreicht werden, daß der Bogen im wesentlichen in einer bei zweifädigen Maschinen üblichenMusterbildun; erzeugt wird, während das übrige Geflecht in einfädiger Bindungsweise gearbeitet wird.
  • Durch dieses neue Verfahren wird eine Spitze erzielt, die infolge der in ihrem Inneren vorhandenen, charakteristischen einfädigen Effekte ganz den Eindruck und das Aussehen der echten, handgeklöppelten Spitze be_itzt, aber doch gegenüber den bisher auf einfädigen Spitzenklöppelmaschinen erzeugten ähnlichen Musterbildungen ganz wesentlich und zwar in vielen Fällen etwa ioo Prozent schneller gearbeitet ist, weil die Bogenbildung weder eine Stillsetzung der im Bogen arbeitenden Klöppel, noch die bisherige zusätzliche Stillsetzung der im Grundgeflecht arbeitenden Klöppel erfordert und dadurch die Herstellungszeit der Spitze nicht mehr ungünstig beeinflußt. Die so hergestellte Spitze wird ganz wesentlich billiger, weil einerseits ihre Herstellungszeit auf etwa die Hälfte verkürzt und anderseits die zu ihrer Herstellung benutztcn Rapportkarten auf etwa die Hälfte vermindert werden.
  • Eine reichere Ausstattung des Bogenrandes durch aus einem gekreuzten Einzelfaden gebildete Zierösen läßt sich dabei vorteilhaft auf einfache Weise dadurch erreichen, daß zugleich ein sicheres, gleichmäßiges Sichkreuzen der Schenkel gewährleistet wird, welches dadurch geschieht, daß hierzu Fäden von stärkerer Drehung verwendet werden.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fig. i ein nach dem neuen Verfahren hergestelltes Spitzenmuster, Fig. z die zur Spitze nach Fig. i gehörige Musterzeichnung, aus welcher der zeitliche Verlauf der Geflechtsbildung ersichtlich ist, Fig. 3 die entsprechende Musterzeichnung einer ähnlichen Spitze, welche in der bisherigen Weise mit einfädigem Bogen hergestellt ist.
  • In dem in Fig. i dargestellten Beispiele ist aus den Fäden i bis 12 das Grundgeflecht der Spitze erzeugt, welches in üblicher, einfädiger Bindungsweise gearbeitet ist, die im einzelnen selbstredend auch eine andere sein kann wie auf Zeichnung. Zur Bildung des Bogens, welcher die bei zweifädigen Spitzen gebräuchliche Form und Ausführung besitzt, dienen die Fäden 13 bis 22. Die Fäden 13 bis 17 durchziehen dabei mehr in der Längsrichtung der Spitze den Bogen, während die Fäden 18 bis 22 im wesentlichen der OOuere nach verlaufen und zugleich die Öschen cc am Rande des Bogens der Spitze bilden. Für diese letzteren Fäden 18 bis 22 werden nun entsprechend dem vorliegenden Verfahren Fäden mit starker Drehung benutzt, so daß die Oschen durch den starken Drall der Fäden nach ihrer Freigabe eine Drehung erfahren und dadurch ihre Schenkel eine kreuzweise Lage erhalten, wie dies aus der Zeichnung erkennbar ist. Spitzengrund und Bogen sind nun dadurch zu einem einheitlichen Ganzen vereinigt, daß in den Punkten b und c ihre Fäden in geeigneter Weise miteinander verschlungen sind, was zugleich zu einer Bildung von Figuren benutzt sein. kann, wie dies in den Punkten b im gezeicneten Beispiele der Fall ist.
  • Die Arbeitsweise der einzelnen Klöppel ist aus der in Fig. 2 dargestellten Musterzeichnung ersichtlich, worin die senkrechte Zahlenreihe die einzelnen Teller, die wagerechte Zahlenreihe dagegen die je einer vollen Tellerumdrehung entsprechenden Rapportkarten darstellt.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, findet in dem oberen, das einfädige Grundgeflecht der Spitze bildenden Geflechtsteil ein häufiger Stillstand statt, während in dem unteren, zweifädig gearbeiteten Bogenteil kaum davon Gebrauch gemacht ist. Diese Stillstände sind in der Zeichnung leicht daran erkenntlich, daß der Klöppel mehr als zwei Teilstriche auf seinem Platze, d. h. in der Zeichnung auf der wagerechten Linie verbleibt.
  • Die zur Bildung der Randösen benutzten Flechtfäden, welche eine stärkere Drehung als die übrigen Fäden besitzen, sind durch strichpunktierte Darstellung besonders kenntlich gemacht, während die üblichen Hilfsfäden, welche das Geflechtsteil in Schlauchform zusammenhalten und später wieder entfernt werden, punktiert dargestellt sind.
  • Würde der Bogen der Spitze nicht wie im dargestellten Beispiele zweifädig, sondern einfädig gearbeitet sein, so wäre auch in diesem Teil noch eine große Anzahl Stillstände erforderlich, und da das Grundgeflecht nicht schneller fertig werden darf, so müßten auch die Stillstände der Klöppel im Grundgeflecht entsprechend vermehrt werden.
  • Fig. 3 zeigt die zugehörige Musterzeichnung eines Spitzengeflechts, bei dem die Bindung des Grundgeflechts in gleicher Weise wie bei Fig. i und 2 erfolgt, während der Bogen abweichend in einfädiger Bindung erzeugt ist.
  • Wie aus einem Vergleich der beiden Zeichnungen 2 und 3 deutlich hervorgeht, ist infolge der einfädigen Bindungsweise auch im Bogenteil ein häufiges Stillsetzen der Klöppel erforderlich, und da die Arbeit im Bogen für die Herstellungszeit der ganzen Spitze ausschlägig ist, sind für das Grundgeflecht eine große Anzahl zusätzlicher Stillstände erforderlich. Die Rapportkartenzahl steigt dadurch, wie aus beiden Zeichnungen ersichtlich ist, von iz auf 26, und in der gleichen Weise wächst auch die Herstellungszeit auf mehr als das Doppelte. Nach dem neuen Verfahren kann also die Herstellungszeit von Spitzengeflechten mit einfädigen Mustereffekten auf mehr als die Hälfte verkürzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Herstellung von Klöppelspitzen auf einfädigen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen im wesentlichen in einer bei zweifädigen Maschinen üblichen Musterbildung erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, bei welchem Randösen aus einem gekreuzten Einzelfaden dadurch gewonnen werden, daß hierzu Fäden von stärkerer Drehung Verwendung finden.
DE1919339699D 1919-03-18 1919-03-18 Verfahren zur Herstellung von Kloeppelspitzen Expired DE339699C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE339699T 1919-03-18

Publications (1)

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DE339699C true DE339699C (de) 1921-08-03

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919339699D Expired DE339699C (de) 1919-03-18 1919-03-18 Verfahren zur Herstellung von Kloeppelspitzen

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