DE337391C - Relais fuer Fernsprechzwecke - Google Patents
Relais fuer FernsprechzweckeInfo
- Publication number
- DE337391C DE337391C DE1919337391D DE337391DD DE337391C DE 337391 C DE337391 C DE 337391C DE 1919337391 D DE1919337391 D DE 1919337391D DE 337391D D DE337391D D DE 337391DD DE 337391 C DE337391 C DE 337391C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- relay
- armature
- coil
- yoke
- base
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/16—Magnetic circuit arrangements
- H01H50/18—Movable parts of magnetic circuits, e.g. armature
- H01H50/34—Means for adjusting limits of movement; Mechanical means for adjusting returning force
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Breakers (AREA)
Description
Erfahrungsgemäß liegen die Hauptschwierigkeiten des Baues und der Betriebshaltung
von Relais in der Einstellung (Justierung) der beweglichen Teile. Um große Mengen
Relais, besonders wenn sie wie bei Fernsprechämtern mit Wählerbetrieb scharfen Betriebsbedingungen zu entsprechen haben,
ohne viele Mühe und Kosten anzufertigen und bei den vielfältigen Zusammenstellungen
ίο in guter Übersicht zu behalten, muß es als
eine dringliche Aufgabe angesehen werden, das Einstellverfahren zu vereinfachen. Dies
ist nun bei der Erfindung in der Weise erreicht, daß die elektrische Empfindlichkeitseinstellung
der Relais auf Grund einer entsprechenden Änderung ihres elektromagnetischen Wirkungsgrades erfolgt, wobei zugleich
besondere Rücksicht darauf genommen ist, daß ohne irgendwelches Zutun die vorher einheitlich
festgelegten mechanischen Einstellwerte (Federdruck, Kontaktdruck, Ankerbelastung,
Kontaköffnung und vor allem der Ankerhub) unveränderlich erhalten bleiben.
Ein brauchbarer Ansatz für eine Verbesserung der Relais in der vorgenannten Richtung
ist bereits gemacht mit einer Anordnung, bei welcher der auf einer Unterlage aufgesetzte
Relaisanker durch Verschiebung der Unterlage dem Spulenpol des Relais nach Bedarf
genähert oder von ihm abgerückt werden kann. Hierdurch kann die Wirksamkeit eines
Relais leicht jeder gegebenen Ankerbelastung angepaßt werden. Es fehlt aber für den angegebenen
Zweck noch eine Einrichtung, die bei jeder Verschiebung des Ankers gegenüber dem Spulenpol die Unveränderlichkeit des
Ankerhubes ohne weiteres gewährleistet. In dieser Hinsicht bietet die Erfindung die notwendige
Ergänzung in Form von zwei eigenartig angeordneten Ankeranschlägen. Wegen der Bedeutung, welche hierdurch Relais mit
verschiebbarer Ankerunterlage erhalten, sind nachstehend verschiedene neue Ausführungsformen solcher Relais beschrieben. Ferner
ist ein Werkzeug zum Feineinstellen des Relaisankers berücksichtigt.
Fig. ι zeigt zunächst den bekannten Aufbau eines Relais mit winkelförmigem Joch.
Es bedeutet K den Eisenkern, Sp die Spule, / das Joch, dessen Lage zur Spule nochmals
besonders in Fig. ia gezeigt ist, F ein Federpaket,
deren mehrere nebeneinander angeordnet sein können. U ist die parallel zur
Spulenachse verschiebbare Unterlage, die durch zwei Schrauben B mit dem Joch / verbunden
ist. Der Anker bewegt sich um eine Achse, die durch zwei ösen der Unterlage
gesteckt ist. Die Empfindlichkeitseinstellung erfolgt derart, daß die Schrauben B gelöst
werden und der Anker A durch Verschiebung der Unterlage U dem Kern K entweder genähert
oder von ihm entfernt wird, bis das Relais in der gewünschten Weise arbeitet. Die Schrauben B sind dann wieder festzuziehen.
Damit bei der geschilderten Verstellung des Ankers der sogenannte Ankerhub, d. h. der
Spielraum zwischen dem Anker und einem in den Pol eingesetzten Klebestift k, unverändert
bleibt, müßte beim Abrücken des An-
kers vom Pol der Klebestift entsprechend verlängert und beim Annähern entsprechend verkürzt
werden oder aber es müßte dieselbe Wirkung durch Nachbiegen des Ankers (Vergrößerung
oder Verkleinerung des öffnungswinkels) erreicht werden. Um die beiden
umständlichen Anpassungen zu vermeiden, werden erfindungsgemäß die Anschläge für
die Hubbegrenzung auf den oberen Teil des ίο Relais verlegt.
In Fig. ι besitzt der wagerecht · umgebogene Ankerarm zwei Anschläge C, die beim
Pendeln des Ankers abwechselnd gegen die Unterlage U stoßen und damit den Ankerhub
ein für allemal festlegen. Der Ankerhub ist tmveränderlich, außerdem ist die Hubbegrenzung
genauer, weil sie unmittelbar unter den Kontaktfedern wirkt.
Fig. 2 zeigt eine der Fig. 1 ähnliche Ausführung, nur daß hier das Federpaket F auf
die verlängerte Ankerunterlage U aufgesetzt ist. Infolgedessen wird das Federpaket beim
Einstellen des Ankers A mit hin und her geschoben. Diese Abänderung hat den Vorteil,
daß Anker und Kontaktfedern bei einer Verschiebung der Unterlage in unveränderter
Beziehung zueinander bleiben, während in Fig. ι der Angriffspunkt des Ankers gegenüber
den Federn sich verschiebt, wodurch die Hebelverhältnisse etwas geändert werden.
Die Erfindung ist von der Führung des Eisenrückschlusses in weiten Grenzen unabhängig,
so daß man anstatt des in Fig. 1 und 2 gewählten rechtwinklig umgebogenen
Joches / auch andere Jochformen bzw. Eisenrückschlüsse für das Relais wählen kann. Als
Beispiel hierfür dienen die Fig. 3 und 4.
In Fig. 3 ist ein Relais mit zwei seitlichen Jochen dargestellt. Die genaue Anordnung
ergibt sich aus der Draufsicht der Fig. 3a und der Vorderansicht 3b. Die Seiten] oche
sind mit 71 und J" bezeichnet. Die Ankerunterlage
U samt Anker und Federsätzen ist in gleicher Ausführung wie vorhin über den
beiden Seitenjochen aufgesetzt. Die Befestigung erfolgt ebenfalls durch zwei Schrauben
B] die in zwei an die Joche angebogene Laschen La fassen. Auch die Empfindlichkeitseinstellung
geschieht wie vorhin. Der Vorteil dieser Ausführung besteht in dem besseren Eisenrückschluß, wodurch die Leistung
des Relais verbessert bzw. bei gleicher Leistung Strom gespart werden kann.
Der Eisenrückschluß kann noch weiter verbessert werden, wenn man die vorhin erwähnten
Seiten]'oche unten um die Spule herum
zusammenschließt, so daß das Relais als Topfoder Mantelrelais erscheint. Eine solche
Ausführung ist in Fig. 4 gezeigt. In allen Fällen, insbesondere aber bei Fig. 3 und 4, kann die Ankerunterlage ebenfalls aus
Weicheisen bestehen, so daß auch die Unterlage als Eisenrückschluß mitwirkt.
Bei der Empfindlichkeitseinstellung des Relais handelt es sich in der Regel um kleine
Verschiebungen der Unterlage bzw. des Ankers. Es dürfte sich, wenn Spule und Stromstärke
einigermaßen richtig vorausbestimmt sind, um Verschiebungen von höchstens 1 bis
2 mm handeln. Für so feine Verschiebungen empfiehlt sich natürlich eine Einstellung mittels
Stellschraube o. dgl. Da es aber nicht angängig ist, für jedes Relais eine besondere
Stelleinrichtung vorzusehen, wird erfindungsgemäß dafür ein besonderes Werkzeug in
Vorschlag gebracht, das im Bedarfsfalle leicht auf jedes Relais aufgesetzt werden
kann. Das Werkzeug besteht aus zwei mittels einer Schraub-, Keil-, Scher- oder sonstigen
Vorrichtung gegeneinander verstellbaren Klauen, von denen eine auf den festen Teil
des Relais, z. B. Joch, die andere auf die Ankerunterlage aufgesetzt wird. Durch Verstellung
der beiden Klauen kann dann die Unterlage bzw. der Anker gegen das Joch verschoben werden.
Fig. 5 zeigt ,eine Ausführungsform.. Das Werkzeug besteht danach aus einer Schraube 61
mit Feingewinde, einer Schraubenmutter M, die mit zwei Stiften Si (Fig. 5b) in entsprechende
Löcher L der Ankerunterlage (Fig. 5a) eingreift und einer Pinette P1 in der sich die
Schraube unverschiebbar drehen kann. Die Pinette hat zwei Löcher O, die so angeordnet
sind, daß sie beim Aufsetzen des Werkzeuges auf die Ankerunterlage U die Köpfe der beiden
Schrauben B umfassen, während die Stifte St in die Löcher L der Ankerunterlage
hineinragen. Nach dem Aufsetzen des Werkzeuges werden die Schrauben B gelöst,
der Anker A durch Drehen der Schraube S eingestellt, die Schrauben B wieder festgezogen
und dann das Werkzeug entfernt.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:ι .Relais für Fernsprechzwecke, insbesondere bei Wählerämtern, mit parallel zur Spule- gelagerten Kontaktfedersätzen und einem vor der Spule schwingenden Anker, der mit einem winklig umgebogenen Hebelarm die Kontaktfedern umlegt, dadurch gekennzeichnet, daß der auf einer Unterlage (U) ,aufgesetzte und durch Verschiebung der Unterlage parallel zur Spulenachse auf verschiedene Abstände zum Spulenpol einstellbare Anker (A) mit seinem die Kontaktfedern umlegenden Hebelarm zwischen zwei Anschlägen (C) schwingt, wodurch eine Einregelung des Relais auf einen bestimmten Empfindlichkeitsgrad bei unveränderlichen mechani-sehen Einstellwerten, wie z.B. Federdruck, Kontaktdruck, Kontaktöffnung und Ankerhub, ohne weiteres, insbesondere ohne Verbiegung des Ankers oder Änderung eines Polanschlages (Klebestift k) gewährleistet ist.
- 2. Relais nach Anspruch ι mit parallel zur Spule doppelseitig angeordnetem Eisenrückschluß (zwei seitliche Joche J1ίο und P in Fig. 3a und 3b), dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (U) für Anker und Federsätze zwischen bzw. über den beiden Seitenjochen (J1 und P) verschiebbar angeordnet ist.
- 3. Relais nach Anspruch 1 mit einem die Spule mantel- oder topfförmig umhüllenden Eisenrückschluß, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel oder Topf (T in Fig. 4) zwecks Aufnahme der verschiebbaren Unterlage (U) für den Anker und die Federsätze auf einer Längsseite unterbrochen ist.
- 4. Relais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Unterlage (U) für Anker und Federsätze aus Weicheisen besteht und daher in ihrem Bereich selbst als Eisenrückschluß dient.
- 5. Werkzeug zur Empfindlichkeitseinstellung des unter Anspruch 1 bis 6 genannten Relais, gekennzeichnet durch zwei mittels Schraube, Keil, Hebel o. dgl. gegeneinander verstellbare Klauen (M, P in FigT- 5)) wovon die eine (M) mit der verschiebbaren Unterlage (U), die andere (P) mit dem feststehenden Relaiskörper,z. B. Joch (/) so in Anschlag gebracht wird, daß bei einer Gegeneinanderverschiebung der beiden Klauen der Anker mit verschoben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE337391T | 1919-02-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE337391C true DE337391C (de) | 1921-05-30 |
Family
ID=6221421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919337391D Expired DE337391C (de) | 1919-02-25 | 1919-02-25 | Relais fuer Fernsprechzwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE337391C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE935682C (de) * | 1953-03-19 | 1955-11-24 | Normalzeit G M B H | Relais, insbesondere fuer Fernmeldeanlagen |
| DE959478C (de) * | 1953-09-16 | 1957-03-07 | Standard Elek K Ag | Betaetigung des Kontaktfedersatzes bei elektromagnetischen Relais |
-
1919
- 1919-02-25 DE DE1919337391D patent/DE337391C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE935682C (de) * | 1953-03-19 | 1955-11-24 | Normalzeit G M B H | Relais, insbesondere fuer Fernmeldeanlagen |
| DE959478C (de) * | 1953-09-16 | 1957-03-07 | Standard Elek K Ag | Betaetigung des Kontaktfedersatzes bei elektromagnetischen Relais |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE645956C (de) | Kontaktfedersatz fuer Relais oder aehnliche Schaltapparate | |
| DE1199405B (de) | Elektromagnetisches Relais | |
| DE337391C (de) | Relais fuer Fernsprechzwecke | |
| DE731121C (de) | Kontaktfedergruppe | |
| DE695974C (de) | Verfahren zum elektrischen Steuern der Duesennadel bei Einspritzventilen | |
| DE2336543C3 (de) | Scherentrennschalter | |
| DE373376C (de) | Elektromagnet, bei welchem ein Arbeitsanker durch einen mechanisch verschiebbaren Nebenanker gesteuert wird | |
| DE1970329U (de) | Drahtschere. | |
| DE973535C (de) | Kontaktfedergruppe in elektromagnetischen Verbindungsgeraeten | |
| AT363365B (de) | Einrichtung zur betaetigung einer skibremse | |
| DE950490C (de) | Elektromagnetisches Relais mit verschiebbarem Polschuh | |
| DE1940185U (de) | Relaisanker mit einstellbarem anschlag. | |
| DE916390C (de) | Schere mit regelbarem Gang | |
| DE311423C (de) | ||
| DE1780100B2 (de) | Aufhaengung fuer magnetschienenbremsen in drehgestellen von gleisfahrzeugen | |
| DE2012596A1 (de) | Elektromechanisch^ Einrichtung bei Raschelmaschinen zur Ermöglichung einer Heb- und Senkbewegung für eine oder mehrere Pollegeschienen | |
| DE582152C (de) | Stufenrelais, dessen Kern mit einem Haupt- und einem Hilfspol versehen ist, insbesondere fuer Fernsprechzwecke | |
| DE879731C (de) | Elektromagnetisches Relais | |
| DE89070C (de) | ||
| DE572071C (de) | Stellvorrichtung fuer elektromagnetische Schwingungserzeuger mit doppelseitig angetriebenem Anker | |
| DE3486162T2 (de) | Elektromagnetischer antrieb und polarisiertes relais. | |
| DE3842940C2 (de) | ||
| DE320184C (de) | Elektromagnetisches Relais | |
| DE2217108A1 (de) | Vorrichtung zum Antrieb eines hin und herbewegbaren Getriebegiiedes | |
| DE599269C (de) | Vorrichtung zum Regeln der Betriebsstoffzufuhr fuer den Antriebsmotor, insbesondere von Kraftfahrzeugen |