DE335259C - Fundament fuer Grosskraftmaschinen - Google Patents
Fundament fuer GrosskraftmaschinenInfo
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Classifications
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Description
- Fundament für Großkraftmaschinen. Durch das beständige Anwachsen der Leistungen und Abmessungen der Großkraftmaschinen und des Gewichts der bewegten Massen werden auch die Beanspruchungen der Kolbenmaschinen- und Turbinenfundamente immer höher. Man hat infolgedessen nicht nur deren Eigengewichte vergrößert, sondern auch besondere Sorgfalt auf die Ausführung der Fundamente in bestem Zementmauerwerk oder Eisenbeton und auf eine genügend tiefe und kräftige Fundierung verwendet.
- Trotzdem mehren sich die Klagen über auftretende Rißbildungen und Fundamentbrüche sowie über Sackungen, Verschiebungen und Verrutschungen großer Kolbenmaschinen und Dampfturbinen mitsamt deren mit ihnen fest oder auch unter Zwischenschaltung von Federn verbundenen schweren Fundamenten. Bei :näherer Untersuchung ergeben sich dann als Ursachen Hohlräume, die sich unter den Fundamenten nach ihrer Herstellung gebildet haben, teils infolge der von den bewegten Maschinenmassen ausgehenden ununterbrochenen Vibrationen und Erschütterungen, welche ein Mahlen, Zusammenrütteln und Schwinden der sandigen und erdigen Teile des Untergrundes bewirkt haben, teils aber infolge anderer Einflüsse, beispielsweise des Bergbaues, wechselnden Grundwasserstandes oder Unterspülungen, welch letztere bei Dampfturbinen sehr häufig durch die Undichtigkeiten der Wandungen der Kühlwasserzu- und -abflußkanäle entstehen. Diese aber haben wiederum ihre Wurzel in den von -den hin und her gehenden bzw. umlaufenden Maschinenmassen ausgehenden Erschütterungen, die -unausgesetzt das Gefüge der Fundamente, der Untergrundmassen und der benachbarten Bauwerke beunruhigen, zermürben und endlich zerstören.
- Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Fundament zu schaffen, durch das diese Übelstände beseitigt werden. Gemäß der Erfindung besteht das Fundament aus einem oberen schweren Block und einem diesen Block unterstützenden, zweckmäßig tief fundierten Grundmauerwerk, zwischen welchen Puffer angeordnet sind. Als das Vorbild eines derartigen Maschinenfundamentes würde ein entsprechend schwerer und entsprechend großer Schwimmkörper anzusehen sein, welcher die aufgefangenen Stöße und Bewegungen in die ihn umgebende Flüssigkeit überleitet, wo sie unschädlich verebben und vernichtet werden.
- Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
- Fig. = zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der obere Fundamentblock auf Puffern ruht; im Querschnitt; Fig. a ist ein Längsschnitt dazu, während Fig. 3 einen Grundriß bei abgehobenem oberen Block darstellt; Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform im Längsschnitt, bei welcher der obere Block auf Rollen ruht; Fig. 5 zeigt das -Fundament einer Großgasmaschine in Seitenansicht, bei welchem der obere Fundamentblock auf Puffern ruht und auch seitlich durch Puffer abgestützt ist; Fig. 6 ist ein Grundriß hierzu; Fig. 7-zeigt eine halbzylindrische Ausbildung des Fundamentlagers, und Fig. 8 zeigt die Vereinigung von zwei miteinander zu einem System verbundenen hydraulischen Puffern.
- Das Fundament gemäß Fig. i besteht aus einem oberen schweren Block a und einer diesen Block unterstützenden Grundplatte b, die auf einer Pfahlfundierung c ruht. Zwischen dem Block a und der Platte b sind Puffer d angeordnet. Die Puffer, z. B. hydraulische Puffer mit Luftkissen, nehmen die ganze Last des oberen Fundamentblockes a und der daraufstehenden Maschine auf. Sie fangen die von der Maschine auf den Block a übertragenen Bewegungen ab. Die Puffer d sind entweder einzeln einstellbar oder paar- oder gruppenweise zu einzelnen Drucksystemen verbunden, wie dies weiter unten beschrieben werden soll. Je nachdem der Druck in den einzelnen Puffern oder. Systemen eingestellt wird, läßt sich eine beliebige Hebung oder Senkung des oberen Fundamentblockes nach der einen oder anderen Seite hin bewirken. Alle von den bewegten Maschinenteilen ausgehenden Stöße und Schwingungen werden zuerst auf den schweren Fundamentblock a übertragen. Nur die in diesem Block a noch nicht vernichteten Bewegungen gelangen zur Einwirkung auf die Puffer d. Hier werden Stöße und Schwingungen um so vollkommener vernichtet, je größer der Wasser-und Luftinhalt der Puffer ist. Eine noch bessere Abfangung wird erreicht, wenn man Windkessel einschaltet, deren Luftkissen genügend groß bemessen sind und jede Bewegung restlos in sich aufnehmen können.
- Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ruht der Fundamentblock a nicht auf Puffern, sondern auf Rollenlagern e. Schräg angeordnete Puffer g, welche sich auf Widerlager f stützen, untergreifen den Fundamentblock von der Seite.
- Bei dem Ausführungsbeispiel. gemäß Fig. 5 und 6 ruht der Fundämentblock a auf Puffern d. Außerdem sind zur Aufnahme der Stöße, die durch die hin und her gehenden Teile hervorgerufen werden, seitliche Puffer h vorgesehen, die sich gegen Widerlager i stützen. Um etwa trotzdem noch übergeleitete Stöße endgültig zu vernichten, wird je eine Reihe Pfähle der tiefgreifenden Pfahlfundierung c in der einen und die benachbarte Pfahlreihe in der entgegengesetzten Richtung schräg geneigt angeordnet. Zweckmäßig benutzt man hierbei Preßbetonpfähle, weil diese untrennbar fest unter hohem Druck in den Untergrund eingepreßt werden unter gleichzeitiger weitreichender Zementierung aller durchbohrten Untergrundschichten. Infolge dieser festen Verbindung mit dem Untergrund wirkt der Pfahl nicht nur als Druckpfahl, sondern auch als Zugpfahl.
- Fig. 7 zeigt in Seitenansicht eine halbzylin-Irische Ausbildung der Grundplatte b, 'welcher sich der auf der Unterseite ebenfalls halbzyhndrisch ausgebildete obere Fundamentblock a anpaßt. Zwischen beiden Teilen liegen radial gerichtete Puffer k.
- Eine beliebige Anzahl der gegenüberliegenden Puffer können zu einem Drucksystem vereinigt werden, wie dies in Fig. 8 veranschaulicht ist. Hier sind die Puffer k durch Rohrleitungen m und n mit einem Windkessel o verbunden. Unter Umständen kann man bei den unterteilten und gegeneinander abgefederten Fundamenten von der'Anordnung einer Tieffundierung, eines Pfahlrostes u. dgl. absehen und die Grundplatte b ohne weiteres auf den aus Sand, Kies o. dgl. bestehenden Untergrund auflegen. Es genügt in diesem -Fall, in der Grundplatte b von vornherein eine Anzahl Einpreßlöcher auszusparen, durch welche nach voller Belastung der Grundplatte b durch den oberen Fundamentblock a und die Kraftmaschine Zementmörtel eingepreßt werden kann, um die etwa unter der Grundplatte b noch verbliebenen Hohlräume auszufüllen. Im übrigen werden Sackungen und nach der einen oder anderen Richtung hin erfolgte Senkungen der Fundamentplatte durch Einstellung der zwischen der Grundplatte b und dem Fundamentblock a befindlichen Puffer ausgeglichen. Die bisher übliche Bemessung der Größe und des Gewichtes der Fundamentkörper, wonach letzteres das Anderthalbfache- bis Mehrfache des, Maschinengewichtes betragen soll, wird auch bei der neuen, unterteilten Fundamentbauweise für den oberen Fundamentkörper beibehalten. Der Fundamentkörper a kann mit inneren Kammern ausgebildet werden, die zur Ersparung an teuerem Mauerwerk oder Beton mit beliebigen Stoffen, z. B. Kies, Sand, Stein u. dgl.gefüllt werden. Diese Ausführung des Fundamentblockes bietet die Möglichkeit, auch nachträglich das Gesamtgewicht des Fundamentkörpers, je nach Erfordernis, zu verringern oder zu vergrößern und einzelne Fundamentstellen weniger oder mehr zu belasten.
Claims (4)
- PATENT-ANSPRÜcHE: i. Fundament für Großkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das Fundament aus einem oberen schweren Block (a) und aus einer diesen Block (a) unterstützenden, getrennten Grundplatte (b) besteht; zwischen welchen. Puffer ('d) angeordnet sind.
- 2. Fundament nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Puffer (d) so einstellbar - sind, daß .die Lage des oberen Fundamentblockes (a) geregelt werden kann.
- 3. Fundament nach Anspruch x oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Puffer einzeln oder gruppenweise sich selbsttätig auf jeden ausgeübten Druck oder Stoß einstellen und seine Übertragung verhindern.
- 4. Fundament nach, Anspruch =, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Puffer nicht nur in senkrechter; sondern auch in wagerechter oder schräger Richtung angeordnet sind, um Stöße, die in beliebigen Richtungen erfolgen,"`aufnehmen zu können. Fundament nach Anspruch r, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Fundamentblock (a) als Hohlkörper, z. B. aus Eisenbdton mit Kammern, die mit beliebigen Stoffen in regelbarem Maße gefüllt sind, ausgebildet ist. BERLIN G$DRIJCKT IN UR R$ICItSbRtJCKKItgI.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE335259T | 1920-04-21 |
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| DE335259C true DE335259C (de) | 1921-03-29 |
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|---|---|---|---|
| DE1920335259D Expired DE335259C (de) | 1920-04-21 | 1920-04-21 | Fundament fuer Grosskraftmaschinen |
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|---|---|
| DE (1) | DE335259C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015273B (de) * | 1953-08-19 | 1957-09-05 | Ernst Rausch Dr Ing | Verfahren zum Veraendern der Eigenfrequenz von Tragwerken |
| DE1172480B (de) * | 1961-06-22 | 1964-06-18 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Lagerung einer Brennkraftmaschine, insbesondere Schiffsmaschine, auf Luftfedern |
| US3199301A (en) * | 1959-09-23 | 1965-08-10 | Chitis Wolf | Foundation pile |
| DE1280161B (de) * | 1959-12-14 | 1968-10-10 | Dr Thomas Hinckeldey | Vorrichtung zum Vermeiden von oszillierenden Schwingungen an punktweise aufgelagerten Baukoerpern |
| DE3200816A1 (de) * | 1982-01-11 | 1983-07-21 | Gerb Gesellschaft für Isolierung mbH & Co KG, 1000 Berlin | Elastisches lagerungselement, insbesondere federkoerper |
| DE10229705B3 (de) * | 2002-07-02 | 2004-03-18 | Leitz Messtechnik Gmbh | Schwingfundament |
-
1920
- 1920-04-21 DE DE1920335259D patent/DE335259C/de not_active Expired
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| DE1172480B (de) * | 1961-06-22 | 1964-06-18 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Lagerung einer Brennkraftmaschine, insbesondere Schiffsmaschine, auf Luftfedern |
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| DE10229705B3 (de) * | 2002-07-02 | 2004-03-18 | Leitz Messtechnik Gmbh | Schwingfundament |
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