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DE334842C - Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung des Glases aus Drahtglasplatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung des Glases aus Drahtglasplatten

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Publication number
DE334842C
DE334842C DE1920334842D DE334842DD DE334842C DE 334842 C DE334842 C DE 334842C DE 1920334842 D DE1920334842 D DE 1920334842D DE 334842D D DE334842D D DE 334842DD DE 334842 C DE334842 C DE 334842C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
wire mesh
wire
mesh
separated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920334842D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE334842C publication Critical patent/DE334842C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B13/00Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
    • C03B13/12Rolling glass with enclosures, e.g. wire, bubbles, fibres, particles or asbestos

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung des Glases aus Drahtglasplatten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung, die bezweckt, zerbrochene Drahtglasplatten zur Wiedergewinnung des Glases zu verarbeiten. Drahtglasbruch konnte bisher deshalb zum Einschmelzen nicht benutzt werden, weil sich der Draht aus dem Glas nicht leicht genug entfernen ließ. Auch bei Schmelzen des Drahtglases im Hafen war das Drahtgewebe für die Weiterbearbeitung des Glases hinderlich, indem es sich nicht aus dem Hafen entfernen ließ, die Arbeit störte und auch das Glasfabrikat, namentlich die Glasfarbe verschlechterte. Neuerdings sind die Preise für Glasbruch wegen Mangel außerordentlich hoch gestiegen, während bisher Drahtglasbruch eben wegen seines Gehaltes an Draht nicht wiederverwendet werden konnte.
  • Das -vorliegende Verfahren und die zur Ausübung des Verfahrens dienende Vorrichtung bewirken eine vollständige Trennung des Drahtgewebes von dem Glas und damit eine fast vollständige Wiedergewinnung des zwar in erheblichen Mengen vorhandenen aber bisher noch nicht ausgenutzten Glases solchen Drahtglasbruches. Solcher Drahtglasbruch hat bekanntlich. die Gestalt von ebenen, mehr oder minder starken Platten von unregelmäßiger Form oder Begrenzung.
  • Das Verfahren besteht darin, daß die Drahtglasplatteri zwischen die Walzen eines Brechwerkes eingeschoben werden, dessen Walzen sich wie .üblich entgegengesetzt und so drehen, daß sie die Glasplatten zwischen sich hineinziehen und daß hierauf das übriggebliebene Drahtgewebe, an welchem noch vereinzelte kleine Glasstückchen, besonders an den Knoten der Maschen, haftenbleiben, von Schlägern bearbeitet wird, die das gegen die Zinken eines Rechens gerückte Drahtgewebe erfassen, zum Teil zerschlagen und die wenigen noch anhaftenden Glasbrocken abschlagen. Durch die Brechwerkswalzen wird das Glas innerhalb der Maschen des eingebetteten Drahtgewebes zerdrückt und zerpulvert, so daß es zum größten Teil aus den Maschen des Drahtgewebes als feineres oder gröberes Pulver herausfällt.
  • Statt des Walzenbrechwerkes kann auch jede andere Vorrichtung benutzt werden, welche mit zwei in gleicher Richtung fortbewegten Druckflächen auf die in derselben Richtung eingeschobene Drahtglasplatte wirkt und sie dabei zerdrückt.
  • Zur Ausführung der Erfindung dient eine Maschine, in welcher ein Walzenbrechwerk und ein Schlagwerk kombiniert, und zwar unmittelbar hintereinandergereiht sind.
  • Das Brechwerk hat zwei in entgegengesetzter Richtung sich drehende, durch geeigneten Gewichts- oder bzw. und Federdruck gegeneinandergedrückte glatte Walzen, zwischen denen die Drahtglasplatten hindurchgeführt werden. Da die Drahtglasplatten beiderseitig immerhin glatte Oberflächen haben, werden sie von den sich drehenden mit großem Druck gegen die Platten angedrückten Walzen nicht mit dem der Drehgeschwindigkeit der Walzen entsprechenden Vorschub gefaßt, sie bleiben vielmehr gegen die Walzen zurück, die Walzen schleifen infolgedessen in gewissem Betrage von beiden Seiten gegen die Drahtglasplatte; dieses Schleifen- unter dem Walzendruck bedingt in dem Drahfglasgewebe ein Zermürben des Glases zwischen den Maschen. Denn die Drahtmaschen suchen-das-Glas im Innern festzuhalten, wohingegen die Walzen ziehend und schleifend auf die Platte wirken. Eine Folge dieser Einwirkung der Walzen und des Drahtgewebes auf die Platte ist nun, wie die Versuche ergeben haben, daß das Glas aus den Maschen des Drahtgewebes als feineres und gröberes Pulver- herausfällt, also in ohne weiteres brauchbarer- Form wiedergewonnen wird, und das Drahtgewebe nur vereinzelte und vornehmlich an seinen Knotenpunkten haftende kleine Glasbrocken aufweist. Um auch diese kleinen Glasbrocken noch wieder zu gewinnen, wird das Drahtgewebe nach Verlassen der Walzen gegen einen Rechen vorgeschoben, zwischen dessen Zähne sich drehende Schlagarme hindurchgreifen. Das Drahtgewebe staut sich an den Zähnen des Rechens an, die Scblagarme schlagen zwischendenRechenzähnen durch, die Glasbrocken werden dadurch von dem Draht des Drahtgewebes abgeschlagen und für sich abgesondert, während das von den Schlagarmen gefaßte Drahtgewebe teilweise auseinander gezaust, fortgeschleudert und dadurch räumlich von dem abgeschlagenen Glas getrennt wird.
  • Da nun das zerdrückte Glas direkt hinter den Walzen aus den Drahtmaschen heraus und abfällt, etwaige Glasbrocken aus dem -Drahtgewebe am Rechen abgeschlagen werden, während das Drahtgewebe ganz oder zerzaust von den Schlagarmen weggeschleudert wird, ist eine vollständige Abscheidung des Glases von dem Draht des Drahtgewebes erzielt und eine Nachscheidung durch Siebe vollständig überflüssig.
  • Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt dieselbe in Vorderansicht, Fig. 2 in Oberansicht, wobei nur die wirkenden Teile dargestellt sind.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Preß-"valzw erk A und dem Schlagwerk. Das Preßwalzwerk A hat die glatten, durch Gewichts-oder Federdruck oder beides gegeneinandergepreßten Walzen, zwischen denen die Drahtglasplatten hindurchgeschickt werden. Die Walzen nehmen diese Platten nur langsam, langsamer als der ihrer Umfangsgeschwindigkeit entsprechende Vorschub wäre, mit, sie schleifen mit Druck auf der Drahtglasplatte, deren Glas von dem Drahtgewebe festgehalten wird, wodurch ein Zerdrücken des Glases in den Glasmaschen eintritt. Dieses zerdrückte Glas fällt als feineres oder gröberes Pulver unmittelbar hinter den Walzen i, 2 ab.
  • In geeigneter Entfernung hinter dem Preßwalzwerk A ist das Schlagwerk angeordnet. E"s besteht aus einem einfachen oder Doppelrechen, dessen Stäbe q., 5 durch geeignete Drahtzinken 6 miteinander verbunden sind, und den Schlagarmen 7, die auf einer Welle 1q. angeordnet sind und durch ein Getriebe 8, 9 von dem Getriebe io des Brechwalzwerkes aus angetrieben werden. Die Bügel 6 des Rechens q., 5 sind in ungefähr q. cm Abstand voneinander angeordnet und liegen in der Förderrichtung des aus den Walzen i, 2 heraustretenden Drahtgewebes, das noch vereinzelte anhaftende Glasbrocken aufweist.
  • Die Schlagarme 7 liegen ebenfalls ungefähr q. cm voneinander. Sie haben an dem einen Ende einen geraden Schlagarm ii, an ihrem hinteren Ende einen geraden Arm 12 mit quer zu denselben stehendem Fuß 13. Das Drahtgewebe gelangt- zwischen die Zinken 6 des Rechens q., 5, die sich rasch drehenden Schlagarme 7 schlagen auf das so gefangene Drahtgewebe, schlagen die noch daran haftenden Glasbrocken ab und reißen das Drahtgewebe mit sich, es teilweise zerzausend, und schleudern es nach hinten ab. Die Füße 13 an den Schlagarmen 7 bewirken hierbei ein besseres Ergreifen des Drahtgewebes an seinen Längs- und Querdrähten.
  • Die Glasbrocken fallen am Rechen q., 5 zu Boden, die Überbleibsel des Drahtgewebes werden hingegen fortgeschleudert und fallen getrennt vom Glaspulver und den Glasbrocken zu Boden, so daß eine sorgfältige Trennung herbeigeführt ist und eine Durchsiebung nicht mehr nötig ist.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Wiedergewinnung des Glases aus Drahtglasplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtglasplatten zwischen - zwei sich entgegengesetzt drehende Walzen eingeschoben und zwischen den in der Einschubrichtung sich bewegenden Walzenflächen zerdrückt werden, so daß das Glas zum größten Teil aus den Maschen des Drahtgewebes als Pulver herausfällt, und daß hierauf das übriggebliebene Drahtgewebe von vereinzelt noch anhaftenden Glasbrocken durch Abschlagen getrennt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verbindung eines ` Brechwalzwerkes (A) zum Zerdrücken des Glases und eines Schlagwerkes hinter dem Walzwerk, bestehend aus rasch gedrehten Schlagarmen (7), welche zwischen den Zinken (6) eines Rechens (4,5) so hindurchschlagen, daB die an dem Drahtgewebe vereinzelt anhaftenden Glasbrocken von diesem abgeschlagen werden und das Drahtgewebe getrennt von den Glasbrocken und teilweise zerzaust - fortgeschleudert und dadurch von dem zerdrückten Glas und dem Glasbrocken getrennt abgeführt wird.
DE1920334842D 1920-01-01 1920-01-01 Verfahren und Vorrichtung zur Wiedergewinnung des Glases aus Drahtglasplatten Expired DE334842C (de)

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