DE3347016A1 - Impulsschrauber - Google Patents
ImpulsschrauberInfo
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Description
- Impulsschrauber
- Die Erfindung betrifft einen Impulsschrauber mit einem Antriebsmotor und einer zwischen dem Motorrotor und der Schrauberwelle angeordneten hydraulischen Impulsgebereinheit mit einem mit dem Motorrotor drehbar verbundenen hohlen Zylinderkörper und einem im Zylinderkörper drehbar gelagerten, mit dem Schraubwerkzeug verbindbaren Spindelkörper, in welchem eine federbelastete Treibplatte radialverstellbar mit Anlage gegen die Zylinderkörper-Innenwandung angeordnet ist und der so geformt oder gelagert ist, daß sich ïber seinen Umfang unterschiedliche Abstände von der Zylinderkörper-Innenwandung und eine Anlagestelle des Spindelkörpers an der Zylinder-Innenwandung ergeben.
- Ein Impulsschrauber der vorstehend genannten Art ist bekannt. Seine von einem Luftmotor betriebene Impulseinheit weist einen Zylinder auf, in welchem ein Spindelkörper mit einer einzigen Treibplatte angeordnet ist. Bei unbelasteter Schrauberwelle, also im Leerlauf des Impulsschraubers, bewirkt die federbelastete Treibplatte einen festen Reibungsschluß zwischen dem mit der Schrauberwelle verbundenen Spindelkörper und dem mit dem Rotor des Antriebsmotors verbunden nen und umlaufenden ZylinderkörperO Im Leerlauf wird also der Spindelkörper vom Zylinderkörper zu einer gemeinsamen Rotationsbewegung mitgenommen0 Bei Belastung der Schrauberwelle, wie sie beim Ansatz des Schraubwerkzeuges auftritt wird durch das Belastungsdrehmoment die reibschlAssige Verbindung zwischen der Treibplatte des Spindelkörpers und dem Zylinderkörper ïberwunden9 und der Spindelkörper hat die Tendenz, stehen zu bleiben9 während der fest mit dem Motors rotor verbundene Zylinderkörper sich weiterdreht0 Bei der Relativverstellung von Spindelkörper und Zylinderkörper entsteht in den mit einer FlEssigkeit gefüllten Zwischenraum zwischen Spindelkörper und Zylinderkörper zwischen der Treibplatte und der Anlagestelle des Spindelkörpers am Zylinderkdrper ein Kompressionsraum, in welchem hydraullsche Impulsenergie erzeugt wird, die Aber die Treibplatte auf den Spindelkörper abgegeben wird und ein Drehmoment an der Schrauberwelle erzeugte Nach Abgabe des Impulses dreht sich der Zylinderkörper an der Anlagestelle am Spindelkörper vorbei und hebt damit den Kompressionsbereich auf 0 Das durch den Impuls ausgeübte Drehmoment läßt sich an einem Steuerventil einstellen, Aber welches ein Teil der komprimierten Flïssigkeit aus der Kompressionszone ableitbar ist0 Die bisher bekannten Impulsgebereinheiten haben den Nachteil, daß sie nur in einer Drehrichtung des Schraubers wirksam sind und die gesamte Impulsenergie immer nur von einer einzigen Treibplatte übertragen werden muß0 Bei Maschinen mit größeren Impulsdrehmomenten bedeutet dies eine Vergrößenung des Durchmessers der hydraulischen Impuls einheit und damit eine unerwïnschte Gewichtserhöhung des Impulsschraubers. Bei starken Impulsdrehmomenten kann sich außerdem die starre Verbindung des Spindelkörpers mit der Schrauberwelle im Hinblick auf die Handhabung des Schraubers während der Impulswirkung und im Hinblick auf die tJbergänge zwischen den einzelnen Impulsen einer Impulsfolge nachteilig auswirken.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Impulsschrauber der eingangs genannten Art so auszubilden, daß er in beiden Drehrichtungen, also wahlweise zum Anziehen oder aber zum Lösen einer Schraube, als Impulsschrauber verwendbar ist und auch bei größeren Impuls stärken als kompaktes und relativ gewichtsarmes Werkzeug herstellbar ist.
- Die gestellte Aufgabe wird mit einem Impulsschrauber mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Antriebsmotor drehrichtungsumschaltbar ist, der Spindelkörper mehr als eine Treibplatte aufweist und der zwischen mindestens einer Treibplatte und einer Anlagestelle des Spindelkörpers befindliche Raum Aber einen Kanal im Spindelkörper mit einer Schaltventilkammer und in an sich bekannter Weise mit einem einstellbaren Steuerventil verbunden ist.
- Durch die mehreren Treibplatten des Spindelkörpers ist nicht nur eine Verteilung der Impulsenergie auf mehrere Treibplatten möglich, sondern ist sichergestellt, daß ein Impulsaufbau in beiden Drehrichtungen, also sowohl beim Eindrehen einer Schraube als auch beim Lösen einer Schraube möglich ist. Hierbei können erfindungsgemäß die zu beiden Seiten einer Anlagestelle befindlichen Zwischenräume zwischen dem Spindelkörper und dem Zylinderkörper, in denen in der einen oder in der anderen Drehrichtung ein Druckaurbau erfolgt, Aber nahe der Anlagestelle mundende Kanäle mit gesonderten, unabhängig voneinander einstellbaren Steuerventilen verbunden sein. Bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Impulsschrauber können also die Impulsdrehmomente fïr die beiden Drehrichtungen des Schraubers unabhängig voneinander wahlweise auf gleiche oder auch unterschiedliche Werte eingestellt werden.
- Durch die Schaltventilkammer wird der Impuls zur automatischen Abschaltung des Schraubers ausgenutzt0 Hierbei kann vorteilhafterweise die Schaltventilkammer mit einem darin beweglichen, einseitig federbelasteten Schaltglied im Spindelkörper konzentrisch zu seiner Drehachse ausgebildet bzw0 angeordnet sein0 Das Schaltglied kann bei einem Luftmotor als Antriebsmotor ein Ventilglied sein» das direkt oder in direkt die Druckluft zufuhr zum Motor beeinflußt0 Das Schaltglied kann aber auch auf elektrische Schaltorgane einwirken die - beispielsweise bei einem Elektromotor als Antriebsmotor - die Stromzufuhr zum Motor steuern, Vorteilhafterweise können bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Impulsschrauber an der mindestens einen Anlagestelle des Spindelkörpers an der Zylinderkörper-Innenwandung der Impulsgebereinheit federbelastete» im Zylinderkörper radialbewegliche Dichtleisten vorgesehen sein» und bei mehreren Anlagestellen können alle auf der einen Seite der Anlagestellen befindlichen Zwischenräume mit einem ersten gemeinsamen Steuerventil und alle auf der anderen Seite der Anlagestellen befindlichen Zwischenräume mit einem zweiten gemeinsamen Steuerventil verbunden sein0 Die beiden gesonderten und einstellbaren Steuerventile; von denen das eine zur Einstellung der Impuls stärke in der einen Drehrichtung des Schraubers und das andere zur Einstellung der Impulsstärke in der anderen Drehrichtung des Schraubers dient» können jeweils in einer der beiden stirnseitigen Lagerplatten des Zylinderkörpers angeordnet sein, welche den mit dem Spindelkörper besetzten Innenkörper des Zylinderkörpers in Axialrichtung begrenzend Damit ist eine räumliche Entfernung der beiden Steuerventile und damit auch der Einstellstellen am Impulsschrauber gegeben, welche nicht nur den konstruktiven Aufbau der Impulsgebereinheit erleichtert, sondern auch die Gefahr einer unerwlnschten Verstellung des jeweils anderen Steuerventiles vermindert.
- Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Impulsschrauber kann vorteilhafterweise zur Erzielung einer bedienungsfreundlichen Impulsbertragung auf die Schrauberwelle ein Planetengetriebe zwischen dem Spindelkörper der Impulsgebereinheit und der Schrauberwelle aufweisen. Zur far die Handhabung wichtigen Gewichtsverminderung läßt sich durch die günstige Verteilung der Impulskräfte auf mehrere Treibplatten der Zylinderkörper auch aus Leichtmetall herstellen und auf seiner mit dem Spindelkörper zusammenwirkenden Innenwandung mit einer abriebfesten Beschichtung versehen.
- Nachfolgend wird ein AusfAhrungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgebildeten Impulsschraubers mit mehreren Ausfïhrungsbeispielen von Impulsgebereinheiten anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
- Im einzelnen zeigen: Fig. 1 eine übersichtsdarstellung des Impulsschraubers; Fig. 2 einen zentralen Längsschnitt durch die Impulsgebereinheit und den das Werkzeug tragenden Kopfteil des Impulsschraubers; Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch den Antriebs- und Steuerteil des Impulsschraubers9 ohne Impulsgebereinheit; Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Linie A - A in Fig0 2 durch ein erstes AusfAhrungsbeispiel einer Impulsgebereinheit fAr den Impulsschrauber; Fig. 5a + 5b eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf eine der beiden stirnseitigen Lagerplatten des Zylinderkörpers der Impulsgebereinheit; Fig. 6a + 6b eine Seitenansicht und eine Draufsicht» teilweise im Schnitt» auf die andere stirnseitige Lagerplatte des Zylinderkörpers der Impulsgebereinheit; Fig. 7 einen Querschnitt analog Fig0 4 durch ein zweites AusfAhPungsbeispiel der Impulsgebereinheit des Impulsschraubers; Fig. 8 eine Draufsicht auf die eine stirnseitige Lagerplatte des Zylinderkörpers der Impulsgebereinheit nach Fig0 79 Fig 9 eine Draufsicht auf die andere stirnseitige Lagerplatte des Zylinderkdrpers der Impulsgebereinheit nach Fig0 7, Fig. 10 einen der Fig. 4 entsprechenden Querschnitt durch ein drittes Ausfïhrungsbeispiel der Impulsgebereinheit des Impulsschraubers; Fig. lla + 11b ( eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die eine Lagerplatte des Zylinderkörpers der Impulsgebereinheit nach Fig. 10; Fig. 12a + 12b eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die andere stirnseitige Lagerplatte des Zylinderkörpers der Impulsgebereinheit nach Fig. 10; Fig. 13 einen Querschnitt durch den Zylinderkörper der Impulsgebereinheit nach Fig. 4; Fig. 14 einen Querschnitt durch den Zylinderkörper eines vierten AusfAhrungsbeispiels einer Impulsgebereinheit; Fig. 15 einen Querschnitt durch den Zylinderkörper eines fünften Ausfahrungsbeispiels einer Impulsgebereinheit.
- Der in Fig. 1 dargestellte Impulsschrauber mit Pistolenform läßt sich in einen Antriebsteil 10, an dessen Gehäuse der Pistolenhandgriff 11 angesetzt ist, in einen an den Antriebsteil 10 angeschlossenen Steuerteil 12, in einen Impulsgeberteil 13 sowie einen Werkzeugträgerteil 14 mit einer auswechselbaren Schraubklinge 15 untergliedern. Im Antriebsteil kann ein Elektromotor oder - wie beim dargestellten Ausfihrungsbeispiel - ein Luftmotor untergebracht sein0 Die erfindungswesentlichen Teile betreffen die Impulsgebereinheit 13 in Verbindung mit dem Steuerteil 12 und dem WerkzeugtrRger° teil 14.
- Fig. 2 zeigt die Impulsgebereinheit 139 zusammen mit dem Werkzeugträgerteil 149 abgenommen vom Antriebsteil 10 im zentralen Längsschnitt0 Die Impulsgebereinheit 13 weist ein zylindrisches Außengehäuse 16 mit einem Ringflansch 17 zu seiner Befestigung am Antriebsteil 10 des Impulsschraubers auf 0 An seinem dem Ringflansch 17 entgegengesetzten Ende ist das Außengehäuse 16 der Impulsgebereinheit 13 durch eine Stirnwandung 18 verschlossen» an welcher das Außengehäuse 19 des Werkzeugträgerteiles 14 befestigt ist0 Konzentrisch zum Außengehäuse 16 der Impulsgebereinheit 13 ist ein zylindri sches Innengehäuse 20 befestigt» das die äußere Begrenzung fAr ein ringförmiges blreservoir 21 bildet» das radial innenseitig durch die Außenwandung eines Zylinderkörpers 22 begrenzt ist. Der hohle Zylinderkörper 22 ist an beiden Stirnseiten durch topfartige Lagerplatten 23 und 24 verschlossen, in welchen Wälzlager 25 und 26 angeordnet sind» mit welchen die Lagerplatten 23 und 24 und damit auch der Zylinderkörper 22 auf einem zentralen Spindelkörper 27 gelagert sind, der seinerseits aber diese Lager 25 und 26 im Zylinderkörper 22 gelagert ist0 Die Lagerplatte 24 des Zylinderkörpers 22 ist Aber einen mit einem Innengewinde versehenen Bund 28 mit einer hohlen Verbindungsmuffe 29 fest verbundene die in aus der Zeichnung nicht ersichtlicher Weise mit dem Rotor 30 (Fig0 3) des Antriebs-Luftmotors verbunden isto Der Spindelkörper 27 ist an seinem einen Lagerende zu einem durch die Stirnwandung 18 der Impulsgebereinheit 13 hindurch in den Werkzeugträgerteil 14 ragenden gezahnten Zapfen 31 ausgebildet, in welchen die Planetenräder 32 eines einen an einem Bund 33 der Stirnwandung 18 ausgebildeten Zahnkranz 34 aufweisenden Planetenradgetriebes eingreifen. Die Achsen 35 der Planetenräder 32 sind in einem Scheibenkörper 36 gelagert, an welchen die Schrauberwelle 37 des Impulsschraubers angeformt ist.
- Der Zylinderkörper 22 der Impulsgebereinheit 13 kann unterschiedlich gestaltet sein. Bei dem ersten Ausfïhrungsbeispiel nach den Fig. 4 - 6 weist der Innenraum 38 des Zylinderkörpers 22 einen Querschnitt auf, wie er durch zwei gleiche, sich mit einer geringen Mittelpunktsversetzung aber schneidende Kreise entsteht. Der Innenraum 38 ist durch zwei Bohrungen 39 im Zylinderkörper 22 mit dem öl reservoir-Ringraum 21 verbunden. An den Schnittstellen der beiden den Querschnitt des Innenraumes 38 des Zylinderkörpers bildenden Kreise, nämlich an den in Fig. 4 mit B bezeichneten sogenannten Anlagestellen des Zylinderkörpers 22; sind im Zylinderkörper 22 durch Federn 41 belastete Dichtleisten 40 eingesetzt, die sich Aber die ganze Länge des Zylinderkörpers 22 erstrecken.
- Der im Innern des Zylinderkörpers 22 angeordnete Spindelkörper 27 hat einen kreisförmigen Querschnitt und ist konzentrisch gelagert. Er weist an zwei sich einander gegenïberliegenden Stellen seines Umfanges je eine Treibplatte 42 und 43 auf, die jeweils durch Druckfedern 44 belastet sind und in Anlage gegen die Innenwandung 45 des Zylinderkörpers 22 gehalten werden. Der Durchmesser des Spindelkörpers 27 ist so gewählt, daß der Spindelkörper 27 an den mit den Dichtleisten 40 besetzten Anlagestellen B bis zur Innenwandung 45 des Zylinderkörpers 22 reicht0 Durch die Treibplatten 429 43 und die Anlagestellen B ist der ölgefïllte Innenraum 38 des Zylinderkörpers 22 in mehrere Kammern unterteilt» in welchen bei der eingangs beschriebenen Relativverdrehung von Spindelkörper 27 und Zylinderkörper 22 unterschiedliche Druck verhältnisse auftreten, So bilden sich bei einer Relativbewegung des Spindelkörpers 27 in Richtung des eingetragenen Pfeiles 46 Druckkammern 47 und 48 zwischen der Treibplatte 42 und der einen Anlagestelle B bzw0 der Treibplatte 43 und der anderen Anlagestelle Bo Bei einer Relativverdrehung des Spindelkörpers 27 in der zum Pfeil 46 entgegengesetzten Richtung, was durch eine Drehrichtungsumkehr des Antriebsmotors möglich ist» bilden sich diese Druckkammern auf der jeweils anderen Seite der beiden Anlagestellen Bo Diese Bereiche sind in Fig0 4 mit 47 und 48? bezeichnet0 Der in den Bereichen 479 48 bzw0 47V9 48? auftretende Druck» der die Impuls stärke des Impulsschraubers in der einen oder anderen Drehrichtung bestimmt wird durch Steuerventile 49 und 50 begrenzt» die jeweils in einer der napfförmigen Lagerplatten 23 und 24 des Zylinderkörpers 22 angeordnet sind. Die Fig0 5a und 5b zeigen die Lagerplatte 23 mit dem Steuerventil 49 Der Ventilkörper 51 des Steuerventiles 49 kann mittels einer von außen zugänglichen Stellschraube 52 verändert werden und Jbt eine Drosselwirkung in einem O1-durchflußkanal aus» der von den erwähnten Druckkammern 47 und 48 aber eine Ventilbohrung 53 in einen nicht unter Druck stehenden Teil des Innenraumes 38 des Zylinderkörpers 22 führt. Dabei sind die Druckkammer 47 Aber eine Öffnung 54 und einen anschließenden Kanal 55 und die Druckkammer 48 Aber eine Öffnung 56 und einen anschließenden Kanal 57; der in den Kanal 55 mandel, sowie Aber ein durch eine Verschlußkugel gebildetes Einweg- oder Rïckschlagventil 58 mit dem Innenraum des Steuerventiles 49 verbunden.
- Das andere Steuerventil 50 ist in der anderen Lagerplatte 24 des Zylinderkörpers 22 angeordnet. Sein mit einem ebenfalls durch eine von außen zugängliche Schraube 59 verstellbares Drosselglied 60 als Ventilkörper steuert eine Olabflußstrecke aus den beiden bei entgegengesetzter Drehrichtung des Impulsschraubers wirksamen Druckkammern 47' und 48' der Impulsgebereinheit 13. Die Druckkammer 47' ist ïber eine öffnung 62 und einen anschließenden Kanal 63, und die Druckkammer 48' ist ïber eine Öffnung 64 und einen anschließenden Kanal 65, der in den Kanal 63 mündet, sowie ïber ein gemeinsames Einweg- oder R:ickschlagventil 66 mit dem Innenraum des Steuerventiles 50 verbunden, der ïber eine öffnung 67 in einen Aberdruckfreien Teil des Innenraumes 38 des Zylinderkörpers 22 gedrosselt entlüftet ist. Die beiden Steuerventile 49 und 50 lassen sich auf unterschiedliche Maximaldruckwerte einstellen.
- Die jeweiligen Druckräume 47, 48 und 47', 48' sind zusätzlich Aber in Fig. 2 angedeutete, im Spindelkörper 27 ausgebildete Kanäle 68 mit einer zentralen Schaltventilkammer 69 des Spindelkörpers 27 verbunden, in welcher ein mit einer durch die hohle Verbindungsmuffe 29 ragenden, koaxialen Schalt stange 70 versehener Schaltkolben 71 gelagert ist, der durch den Oberdruck in den Druckkammern 47, 48 bzw. 47', 48' verstellbar und Teil einer automatischen Abschalteinrichtung fAr den Antriebsmotor ist, die anschließend in Verbindung mit Fig. 3 näher erläutert wird.
- Fig. 3 zeigt vom Rotors 30 des Luftmotors die im Antriebsteil 10 des Impulsschraubers mittels Kugellagern 73 und 74 gelagerte Nabe 72. Die Nabe 72 weist eine gestufte Durchgangsbohrung 75 auf, in welche die Schaltstange 71 des Schaltkolbens 70 (Fig0 2) ragtO In der DurchgangsbohPung 75 der Rotornabe 72 ist in Verlängerung der Schaltstange 71 ein Schaltstößel 76 gelagert, der unter der Vorspannung einer Druckfeder 77 steht und mit seinem in den Steuerteil 12 des Impulsschraubers ragenden Ende 78 einen durch eine Druckfeder 79 gegenbelasteten Steuerkolben 80 beaufschlagt. Dieser Steuerkolben 80 liegt in einem mit gestrichelten Linien angedeuteten Luftkanal 81 durch welchen die Druckluft zum Antrieb des Luftmotors geleitet wird0 Der überdruck in den Druckkammern 47 48 bzw0 47s9 48 der Impulsgebereinheit 13 bewirkt also eine Verstellung des Schaltkolbens 70 unter Überwindung der Vorspannung der Rïckstellfeder 77 und aber den Schaltstößel 76 eine Verschiebung des Kolbens 80; was eine Unterbrechung der Luftzufuhr zum Antriebsmotor bewirkte Der Steuerkolben 80 ist durch hier nicht näher interessierende Ventilmaßnahmen als Schnellschaltglied ausgebildet0 Bei der Verwendung eines elektrischen Antriebsmotors wirkt der Schaltkolben 70 mit seiner Schaltstange 71 auf einen oder mehrere elektrische Schalter ein9 die im Steuerkreis oder Betriebs stromkreis des verwendeten elektrischen Antriebsmotors liegen. Die Luftzuleitungen oder ein elektrisches Anschlußkabel können am Ende des Handgriffes 11 eingefahrt sein, an welchem sich auch die Betätigungstasten 82 und 83 fïr einen Ein- und Ausschalter befinden, Vom Rotor 30 des Antriebsmotors kann auch KShlluft in die Impulsgebereinheit 13 zwischen das Außengehäuse 16 und das Innengehäuse 20 und in den Raum zwischen der vorderen Lagerplatte 23 des Zylinderkörpers 22 und der Stirnwandung 18 eingeleitet werden.
- Die Fig. 7 - 9 zeigen eine zweite Ausfïhrungsform eines Zylinderkörpers 22.1 der Impulsgebereinheit 13. Wie aus dem Schnittbild der Fig. 7 ersichtlich ist, ist der Zylinderkörper 22.1 mit einem kreiszylindrischen, aber exzentrisch zur Drehachse C ausgebildeten Innenraum 38.1 versehen. In diesem exzentrisch angeordneten Innenraum 38.1 ist ein kreiszylindrischer Spindelkörper 27.1 konzentrisch zur Achse C so angeordnet, daß er den Zylinderkörper 22.1 an der mit einer Dichtleiste 40.1 versehenen einen Anlagestelle B bewahrt. Im Spindelkörper 27.1 sind wiederum an zwei einander gegeniberliegenden Umfangsstellen je eine Treibplatte 42.1 und 43.1 angeordnet. Durch die Dichtleiste 40.1 und die beiden Treibplatten 42.1 und 43.1 wird der exzentrische Innenraum 38.1 des Zylinderkörpers 22.1 in eine Druckkammer 84 analog der Druckkammer 47 beim AusfJhrungsbeispiel nach den Fig. 4 - 6, in eine sogenanne Leerlaufkammer 85 und in eine Saugkammer 86, die Aber eine Öffnung 87 mit dem Ölreservoir-Ringraum 21 kommuniziert, unterteilt. Der Druckkammer 84 entspricht bei einem Betrieb des Impulsschraubers in der anderen Drehrichtung ein Druckkammerbereich 84'. Fig. 8 zeigt das in der vorderen Lagerplatte 23.1 des Zylinderkörpers 22.1 angeordnete Steuerventil 49.1 far die eine Drehrichtung, das gleich aufgebaut ist wie das Steuerventil 49 beim Ausfïhrungsbeispiel nach den Fig. 4 - 6 und das ïber einen Kanal 88 und eine Öffnung 89 mit der Druckkammer 84 verbunden ist.
- Fig. 9 zeigt die andere Lagerplatte 24.1 des Zylinderkörpers 22.1 und das darin angeordnete, fïr die andere Drehrichtung bestimmte Steuerventil 50.1. Dieses einstellbare und den gleichen Aufbau wie das erste Steuerventil 49.1 aufweisende Steuerventil 50.1 ist Aber einen Kanal 90 und eine öffnung 91 mit dem Druckkammerbereich 84S der Impulsgebereinheit verbunden. Die AusfAhrungsSorm nach den Fig0 7 - 9 eignet sich flr Impulsschrauber kleinerer Leistung, bei welchen eine Verteilung der Impulskräfte auf mehrere Treibplatten nicht unbedingt erforderlich ist0 Die Fig. 10 - 12 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer Impulsschraubereinheit 139 bei welcher der Zylinderkörper 22o2 einen durch vier gleiche, sich mit relativ geringer symmetrischer Mittelpunktverschiebung Aberschneidende Kreise gebildeten Querschnitt aufweist0 An diesem Zylinderkörper 2202 sind vier jeweils mit Dichtleisten 4002 besetzte Anlagestellen B ausgebildet, an welchen der kreiszylindrische und konzentrisch angeordnete Spindelkörper 2702 zur Anlage am Zylinderkörper 2202 kommt, Im Spindelkörper 2702 sind symmetrisch verteilt vier Treibplatten 42.2, 43029 92 und 93 angeordnet0 In der eingezeichneten Drehrichtung 46 bilden diese Treibplatten mit einer jeweils benachbarten Dichtleiste 40.2 vier Druckkammern 94; 959 96 und 97 Diese vier Druckkammern sind gemäß Fig0 11b Aber Öffnungen 98; 99; 100 und 101 und gegenseitige Verbindungskanäle 102; die in einen gemeinsamen Verbindungskanal 103 münden, mit einem gemeSnsamen Steuerventil 4902 bereits beschriebener Bauart verbunden0 Die sich bei einer entgegengesetzt zum Pfeil 46 gerichteten Drehbewegung auf der jeweils anderen Seite der Dichtungsleisten 40.2 ergebenden Druckkammerbereiche 94'9 95', 96' und 97' sind Aber in der anderen Lagerplatte 2402 des Zylinderkörpers 2202 ausgebildete Öffnungen 104, 105, 106 und 107 und über Verbindungskanäle 108 mit dem anderen gemeinsamen Steuerventil 5002 bekannten Aufbaus verbunden0 Es versteht sich, daß wie beim ersten Ausfïhrungsbeispiel nach den Fig. 4 - 6 auch bei den AusfAhrungsbeispielen nach den Fig. 7 - 9 und 10 - 12 im Spindelkörper 27.1 oder 27.2 eine Schaltkammer 69 ausgebildet ist, die ïber Kanäle analog den Kanälen 68 in Fig. 2 mit den jeweiligen Druckkammern der Impulsgebereinheit 13 verbunden ist.
- Die Fig. 13 - 15 zeigen einen Querschnitt durch den Zylinderkörper 22.3, 22.4 oder 22.5 von drei weiteren Abwandlungsformen, die sich durch unterschiedliche Querschnitte der Innenräume 38.3, 38.4 und 38.5 der Zylinderkörper voneinander unterscheiden. Bei allen drei zusätzlichen Ausfïhrungsbeispielen ist ein zylindrischer Spindelkörper 27.3, 27.4> 27.5 vorgesehen, der jeweils mit einer strichpunktierten Linie eingezeichnet ist und an welchem der Sitz seiner Treibplatten durch Radialstriche D angedeutet ist. In den drei Schnittbildern sind außerdem die Anlagestellen B des Zylinderkörpers bezeichnet. Bei allen Ausfïhrungsformen können die Zylinderkörper 22, 22.1 22.5 auch aus Leichtmetall bestehen und auf ihrer mit den Treibplatten des Spindelkörpers zusammenwirkenden Innenwandung 45 mit einer harten Beschichtung, beispielsweise einer Beschichtung aus einer Schwermetallegierung, versehen sein.
Claims (1)
- Patentanspr>che: 1. Impulsschrauber mit einem Antriebsmotor und einer zw5-schen dem Motorrotor und der Schrauberwelle angeordneten hydraulischen Impulsgebereinheit mit einem mit dem Motor>-rotor drehbar verbundenen, hohlen Zylinderkörper und einem im Zylinderkörper drehbar gelagerten, mit der Schrauberwelle verbindbaren Spindelkörper, in welchem eine federbelastete Treibplatte radialverstellbar mit Anlage gegen die Zylinderkörper-Innenwandung angeordnet ist, und der so geformt oder gelagert ist, daß sich Aber seinen Umfang unterschiedliche Abstände von der Zylinderkörper-Innenwandung und eine Anlagestelle des Spindelkörpers an der Zylinderkörper-Innenwandung ergeben, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (Rotor 30) drehrichtungsumschaltbar ist, der Spindelkörper (27) mehr als eine Treibplatte (42, 43) aufweist und der zwischen mindestens einer Treibplatte (42, 43) und einer Anlagestelle (B) des Spindelkörpers (27) befindliche Raum (Druckräume 47, 48, 47?, 48V) Aber einen Kanal (68) im Spindelkörper (27) mit einer Schaltventilkammer (69) und in an sich bekannter Weise mit einem einstellbaren Steuerventil (49, 50) verbunden ist 2. Impulsschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beiden Seiten einer Anlagestelle (B) befindlichen Zwischenräume (z. B. 47, 48) zwischen dem Spindelkörper (27) und dem Zylinderkörper (22) ïber nahe der Anlagestelle (B) mündende Kanäle (z. B. 55, 57; 63, 65) mit gesonderten, unabhängig voneinander einstellbaren Steuerventilen (49, 50) verbunden sind.3. Impulsschrauber nach Anspruch 1 oder 2; dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltventilkammer (69) mit einem darin beweglichen, einseitig federbelasteten Schaltglied (71) im Spindelkörper (27) konzentrisch zu seiner Drehachse ausgebildet bzw. angeordnet sind.4. Impulsschrauber nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der mindestens einen Anlagestelle (B) des Spindelkörpers (27) an der Zylinderkörper-Innenwandung (45) im Zylinderkörper (22) eine federbelastete, radialbewegliche Dichtleiste (40) gelagert ist.5. Impulsschrauber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den zu den Steuerventilen (49; 50) führenden ganälen Einwegventile (58, 66) angeordnet sind.6. Impulsschrauber nach einem der Anspräche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren Anlagestellen (B) alle auf der einen Seite der Anlagestelle befindlichen Zwischenräume (z. B. 94, 95, 96, 97) mit einem ersten gemeinsamen Steuerventil (49.2) und alle auf der anderen Seite der Anlagestelle (B) befindlichen Zwischenräume (94', 95', 96', 97') mit einem zweiten gemeinsamen Steuerventil (50.2) verbunden sind (z. B. Fig. 10 - 12).7. Impulsschrauber nach einem der Anspruche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden gesonderten und einstellbaren Steuerventile (49, 50; 49', 50'; 49", 50s) in stirnseitigen Lagerplatten (23; 24; 23.1, 2302 usw.) des Zylinderkörpers (22, 22019 2202 usw.) angeordnet sind, welche den mit dem Spindelkörper (27, 27.1, 2702 usw.) besetzten Innenraum (38, 3801 usw.) des Zylinderkörpers (22, 22.1 usw.) in Axialrichtung begrenzen, 8. Impulsschrauber nach einem der Anspruche 1 - 7; dadurch gekennzeichnet, daß der Spindelkörper (27) der Impulsgebereinheit (13) mit der Schrauberwelle (37) Aber ein Planetengetriebe (32/34) gekoppelt ist (Fig0 2).9. Impulsschrauber nach einem der Anspräche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderkörper (22, 2201 usw.) aus Leichtmetall gefertigt ist und seine Innenwandung (45) eine abriebfeste Beschichtung aufweist.
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