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Set aus Einzelteilen zum Zusammenbau eins
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Gebrauchsgegenstandes Die Erfindung betrifft ein Set aus Einzelteilen
zum Zusammenbau eines Gebrauchsgegenstandes, beispielsweise einer Tasche, nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
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Bei der Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus Leder, beispielsweise
einer Tasche, werden die Einzelteile aus dem Material ausgestanzt oder ausgeschnitten.
Je nach Verwendungszweck, Größe und Form des Gebrauchsgegengestandes können die
Einzelteile unterschiedliche, aber aufeinander abgestimmte Größen und Formen aufweise}1,
Auch das Material des Gebrauchsgegenstandes kann je nach Verwendungszweck, Größe
und Form aus Leder9 Kunststoff, Leinen, Preespappe oder aus einem Material bestehen,
das für die Herstellung von diesem Gebrauchsgegenstand oder Teilen davon geeignet
ist. Bei Taschen bestehen die Einzelteile aus einem Vorderteil, einem Bodenteil,
ginen Rückenteil, Zwischenwänden9 Innenfächern, Vortaschen, Keilen oder Seitenteilen,
Riemen9 aus einem Träger, aus einem Griff und aus einem Verschlußteil, die in ihrer
äußeren Form und Abmessung zu einer entsprechenden Form zusammengenäht werden.
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Wenn die fertige Tasche aus Leder besteht, ist sie im Handel oft so
teuer, daß sie für manchen Käufer unerschwinglich ist.
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Aber auch Taschen aus Kunststoff, wie beispielsweise Kunstleder, sind
in einer ente prechend ansprechenden Form meist fast so teuer wie Taschen aus Leder0
Oft werden billigere Taschen in Massenfertigung hergestellt, die sowohl materialals
auch herstellungsmäßig eine zu erwartende Qualität vermessen lassen. Vor allem die
Jugend geht beim Kauf einer Tasche nicht nur von einer Zweckform aus, sondern sie
wollen-
auch eine gediegene und elegante Tasche besitzen, die aber
bei dem Realeinkommen der meisten Jugendlichen für diese unerschwinglich ist, In
anderen industriezweigen, wie beispielsweise in deT Möbelbranche, ist man schon
seit langem dazu übergeCan-en, Möbel als Einzelteile verpackt anzubieten, die der
Käuf er dann selbst zusammenstellen kann. Diese Möbel sind als Mitnahmemö bekannt
und werden entsprechend billig angeboten. Wenn der Käufer sie selbst mitnimmt, gibt
es noch zusätzlich einen Rabatt.
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Durch die DE-PS 26 15 749 und entsprechenae Werbung in Fachzeitschriften,
beispielsweise in "Schöner Wohnen", ist weiter hin ein Regalbausatz bekannt, bei
dem der Käufer nicht nur nach einem Schema ein Regal zusammensetzen kann, sondern
er kann die Form des Aufbaues manigfaltig, seinen Wünschen entsprechend, variieren.
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Obwohl der Gedanke des Varilerens und des Zusammenbauens bei der vorliegenden
Erfindung Pate gestanden hat, kann dies nicht ohne weiteres auf die erstellung von
anderen Gebrauchsgegenständen, beispielsweise von Taschen, aus Einzelteilen nach
dem Muster "Do it yourself" übertragen werden.
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Aus den eingangs genannten Gründen hat die Erfindung deshalb die Aufgabe,
einen Set aus Einzelteilen zum Zusammenbau eines Gebrauchsgegenstandes, beispielsweise
einer Tasche, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, die es kreativen
Käu fern ermöglicht, sich selbst einen wertvollen Gebrauchsgegenstand nach seiner
Wahl, beispielsweise aus Leder zusammenzubauen, der seinen Wünschen voll entspricht
und der im Anschaf fungspreis wesentlich niedriger ist als die Gegenstände, die
als fertige Stücke im Handel erhältlich sind.
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Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst,
Dadurch entsteht nicht nur der Vorteil, daß ein Käufer des Sets, der aus den Einzelteilen
des Gebrauchsgegenstandes, beispielsweise aus den Einzelteilen einer Tasche, besteht9
diesen billiger erstehen kann, sondern zusätzlich noch die Gewißheit etwas selbst
geschaffen zu haben, was nicht in dem eigenen angestammten Arbeitsbereich entstanden
ist0 Dies ist in der heutigen Wegwerfgesellschaft immer seltener anzutraffen.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
anthalten.
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Die Erfindung wird anhand von Beispielen dargestellt und beschrieben.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine aus Einzelteilen zusammengesetzte Tasche, die
als Beispiel für irgendeinen Gebrauchsgegenstand dargestellt ist9 in perspektivischer
Sicht, Fig. 2a ein Schließteil oder eine Klappe der Tasche nach Fig. 1, in perspektivischer
Sicht, Fig. 2b eine Lasche oder ein Riemchen der Tasche nach Fig. 1, das als Teil
des Verschlusses verwendet wird, in Draufsicht Fig. 3a ein Vorderteil der Tasche
nach Fig. 1, in perspektivischer Sicht, Fig. 3b eine aufsteppbare Schließe der Tasche
nach Fig. 1 in perspektivischer Sicht9 Fig. 4a und Fig. 4b je ein Seitenteil der
Tasche nach Fig. 1, in Draufsicht,
Fig. 5 ein Beispiel einer gelochten
Seitenkante eines Sin zelbeiles9 im Ausschnitt und in Draufsicht, Fig. 6 ein anderes
Beispiel einer gelochten Seitenkante eines Einzelteiles, im Ausschnitt und in Draufsicht,
Fig. 7 ein weiteres Beispiel einer gelochten Seitenkante eines Einzelteiles, im
Ausschnitt und in Draufsicht, Fig. 8 noch ein weiteres Beispiel einer gelochten
Seitenkante eines Einzelteiles, im Ausschnitt und in Dra@ sicht, Fig. 9 zwei Einzelteile
mit den zu vernshenden oder zu ver flechtenden Seitenkanten aufeinandergelegt, im
Ausschnitt und perspektivisch dargestellt, Fig. 10 zwei Einzelteile mit den Seitenkanten
aufeinandergelegt, vernäht oder geflochten und so gewendet daß bei dem fertigen
Gegenstand die Naht verdeckt ist, im Ausschnitt und perspektivisch dargestellt,
Fig. 11 zwei Einzelteile mit den Seitenkanten aufeinander~ gelegt und so vernäht
oder geflochten, daß die Naht oder das geflochtene Riemchen über die Stirnkanten
der Einzelteile geführt ist, im Ausschnitt und perspektivisch dargestellt-,-Pig,
12 zwei Einzelteile mit den Seitenkanten aufeinandergelegt, wobei die Naht oder
die Flechtung so gelegt ist, daß die Stirnkanten nicht übergriffen werden, im Ausschnitt
und perspektivisch dargestellt,
Fig, 13 ein Einzelteil mit runden
oder geschwungen aus führten Seitenkanten, bei dem die Lochung in gleichmäßigen
Abstand zu der geschwungen verlaufenden Linie der Seitenkante angebracht ist9 in
Draufsicht und als Ausschnitt dargestellt9 Fig. 14 zwei Einzelteile aneinandergelegt
und an den Seiten kanten mit einer Trennstanzung verstehen9 im Ausschnitt und perspektivisch
dargestellt0 In Fig. 1 ist als Gebrauchsgegenstand aus Einzelteilen nach der Erfindung
eine Lasche } dargestellt, wie sie fertig genäht bzw. gesteppt oder geflochten aus
einem Set aus Einzelteilen entstehen kann. Die Tasche 1 besteht aus einem Vorderteil
2, auf dem eine Lasche oder ein Riemchen 3, das einen Teil des Verschlusses bildet,
z0B0 aufgesteppt ist9 einem Rückenteil 59 das über ein Bodenteil 9 mit dem Vorderteil
2 aus einem Stück ausgebildet sein kann9 einem Schließteil oder einer Klappe 6,
an der die Lasche 7, die den anderen Teil des Verschlusses bildet, und ein Griff
oder Henkel 8 befestigt ist9 und einem Bodenteil 99 wenn das Rückenteil 6 und das
Vorderteil 2 nicht aus einem Stück besteht.
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In Pig, 1 ist nur eine ganz einfache Form einer Tasche 1 dargestellt,
Entsprechend sind die Einzelteile ebenfalls einfach ausgebildete Die Erfindung ist
aber allgemein bei Aktentaschen, Schulranzen, Posttaschen, Reisetaschen, Damenhandtaschen,
Umhängtaschen, Mappen, Börsen, Brieftaschen, Geschenkartikel aus Leder sowie allgemein
bei Lederwaren anwendbar, Die Anwendung bei Lederwaren ist sowohl bei Schuhen und
Pantoffeln als auch für einzelne Kleidungsstücke aus Leder, beispielsweise Röcke
oder auch Mützen aus Leder, denkbar.
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Die Tasche 1 kann auch Zwischenfächer, eine über die ganze Breite
der Tasche reichende Vortasche oder mehrere auf dem
Vorderteil 2
verteilt angeordnete kleinere Vortaschen aufweist die der Einfachheit und der Übersicht
halber in der Fig. 1 nicht dargestellt sind. Die in Fig.1 dargestellte Tasche 1
ist, wenn sie dann in Handel erhältlich ist, meist maschinell und seltener in Handarbeit
hergestellt. Wenn die Tasche 1 aus Leder besteht, ist die Tasche 1 dann so teuer,
daß der Endverbraucher sich überlegt, ob er diesen Preis bezahlt.
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Der Gedanke nach der vorliegenden Erfindung geht deshalb davon aus,
daß dem Endverbraucher ein Gebrauchsgegenstand aus einem guten Material angeboten
wird, beispielsweise aus Lede aber nicht als fertig verarbeitetes Modell, sondern
in Form von Einzelteilen, die entweder von dem Kunden in-entsprecher zusammenpassenden
Größen selbst zusammenstellbar sind, oder als Set verpackt, mit Näh- und Flechtmaterial
und den entspr chenden Nadeln versehen, an den Kunden abgegeben werden, Die ist
dann vom Preis her gesehen, von dem Kunden viel billiger zu ersehen Außerdem kann
der Kunde individuell die in der Größe zusammenpassenden Teile beispielsweise farblich
zusamn stellen und er wird stolz sein, wenn er die Tasche aus Einze teilen selbst
zusammengestellt hat.
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Fig. 2a zeigt den Schließteil oder die Klappe 6, auf den ode die,
wie in Pig. 2b dargestellt, beispielsweise eine Lasche oder ein Riemchen 7 als Teil
eines Verschlusses, an entsprechenden Stellen, die vorgelocht sind, aufgesteppt
oder geflochten werden kanne Dieser Teil des Verschlusses kann auc1 anders, als
in Fig. 2b dargestellt, ausgebildet sein, er is1 in jedem Fall in seiner äußeren
Form auf die Form der Tasche abgestimmt. Die Klappe 6 kann an den Seitenkanten 10,
11 unc 12 mit einer Lochung für eine Ziernaht oder mit einer Lochw für eine aufzustteppende
Verstärkung, die auch als Verzierung wirken kann, versehen werden0 An der Seitenkante
13 ist die Klappe 6 beispielsweise mit einer Kreuznahtlochung oder ein
Lochung
für entsprechende Steppnähte ausgestattet, um die Klappe 6 an dem Rückenteil 5 (als
Einzelteil nicht dargestellt) befestigen zu können, das an der entsprechenden Seite
mit der gleichen Kreuznahtlochung bzw. mit einer entsprechenden Lochung für eine
Steppnaht oder für eine Flechtung versehen ist Auf die Ausbildung der einzelnen
Lochungsarten wird später noch näher eingegangen.
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Die Seitenkanten des Rückenteiles 5 und die untere Kante, die später
mit dem Bodenteil 9 verbunden wird9 sind mit Lochungen versehen, um das Rückenteil
5 mit den angrenzenden Seitenteilen 4 und 4' ' sowie mit dem Bodenteil 9 mit einer
entsprechenden Naht oder Flechtung verbinden zu können. Die Naht oder die Fluchtung
zwischen den Teilen kann dabei offen oder verdeckt (gewendet nach Anbringen der
Naht oder der Flechtung) angebracht sein. Dies ist aber weitgehend von dem verwendeten
Material und vor allem von der Stärke des Materials abhängig.
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In Fig. 3a ist das Vorderteil 2 dargestellt, an dem ein weiteres Verschlußteil
bzw. eine Schließe 3 (siehe Fig. 3b) mit entsprechender Lochung in dem Vorderteil
2 mit einer Steppnaht oder mit einer Flechtung befestigt werden kann. Die Seite
14 des Vorderteiles 2 kann mit einer Lochung versehen sein, die sich für eine Ziernaht
oder für eine aufzusteppende Verstärkung eignet, die auch als Verzierung wirken
kann, wobei die Ausbildung der Verzierung selbst nicht zum Gegenstand nach der Erfindung
gehört, Die Seitenkanten 15, 16 und 17 des Vorderteiles 2 sind mit entsprechenden
Lochungen versehen, die geeignet sind eine-Naht oder eine Fluchtung anzubringen,
um damit die beiden Seitenteile 4 und 4' sowie das Bodenteil 9 mit dem Vorderteil
2 zu verbinden.
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Je nach Form der Tasche 1 können auch an entsprechenden Stellen die
Lochungen für einen Griff 8 an der Klappe 6 oder an den Seitenteilen 4 und 4' die
Lochungen für Träger oder Tragriemen angebracht sein.
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Die in Fig. 4a und Fig. 4b dargestellten Seitentefle 4 un-d 4' sind
in ihrer äußeren Form ebenfalls abhängig von der For--1 und der Größe des herzustellenden
Gegenstandes, der aus dem Set aus Einzelteilen entstehen soll. Die Seitenteile 4
und 4' können auch keilförmig oder mit einer auslaufenden Rundung versehen sein
In Pig, 5 bis Fig. 8 sind Ausschnitte von Einzelteilen des Sets dargestellt, an
denen an den Seitenkanten verschiedene Lochungsarten eingezeichnet sind0 Fig. 5
zeigt beispielsweise eine einfache und relativ große Lochung 199 die aus dem Material
ausgestanzt lstD .fie sie beispielsweise für die Flec tung mit dünnen Lederriemchen
zum Verbinden der Einzelteile untereinander verwendet werden kann. Eine solche Verbindung
wird offenkantig durchgeführt und zwar als Kreuzetich, Steppstich oder auch als
Flechtung ist fest und sieht sehr gut aus, wenn die Einzelteile mit den entsprechenden
Seiten auf diese Weise miteinander verbunden sind oder ohne Verbindung mit einem
angrenzenden Teil als verstärkende Ziernaht ausgebildet ist. Die Lochung 19 liegt
in einer Reihe mit gleich.
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bleibenden Abstand, es ist aber auch möglich die aus dem Material
ausgestanzten Löcher der Lochung 19 seitlich versetzt oder über Kreuz anzubringen,
wodurch sowohl eine bessere Verbindung zwischen den Einzelteilen hergestellt werden
kann als auch die fertige Naht oder Flechtung ein gleich mäßigeres Aussehen erhält.
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Fig. 6 zeigt an einem Ausschnitt aus einem Einzelteil zwei verschiedene
Lochungen 20 und 21. Die Lochung 20 ist relativ groß ausgeführt und aus dem Material
ausgestanzt. Sie kann zum Verbinden der Einzelteile mit einem dickeren Faden oder
einem dünneren Lederriemchen verwendet werden. Die nochung 21 ist nur an den Eckpunkten
relativ groß bzw. aus dem Material ausgestanzt ausgeführt, während die Verbindungs
stege zwischen den Eckpunkten nur als Trennstanzung ausgeführt
sind
Die Lochung 21 kann auch nur in den vier Eckpunkten ohne Verbindungsstege bzw0 Trennstanzung
ausgeführt seine Die Lochungen 20 und 21 eignen sich zum Anbringen einer Naht oder
Flechtung und zwar als Kreuzstich oder als Steppstich.
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In ig, 7 sind in einem Ausschnitt aus einem einzelteil die Lochungen
22 und 23 dargestellt0 Diese Lochungen 22 und 23 sind im Prinzip wie die in Fig.
5 beschriebene Lochung 19, jedoch gerade so grOß9 daß eine Nadel gut durch ein im
Leder angebrachtes Loch passtO Lochungen mit dieser Größe lassen sich nicht verwenden9
wenn eine Flechtung mit dünnen Lederriemchen ausgeführt werden soll. Als Fadenmaterial
kann bei diesen Lochungen 22 oder 23 beispielsweise Leinenzwirn oder Perlonfaden
verwendet werden0 Die Lochung 22 ist an den Seitenkanten der Einzelteile in einer
Reihe mit gleichem Abstand der Löcher voneinander ausgeführt. Die Lochung 23 ist
zweireihig ausgeführt9 wobei die eine Reihe der Löcher zu der anderen Reihe der
Löcher so versetzt voneinander angeordnet sind, daß die Löcher der einen Reihe von
den Löchern der anderen Reihe immer den gleichen Abstand aufweisen. Die Lochung
23 kann für einen Kreuzstich, aber auch für einen Step stich verwendet werden0 In
Fig. 8 ist eine Lochung 24 dargestellt9 die aus einer Reihe von schrägen Schlitzen,
die als Trennstanzung ausgeführt sind9 besteht. Die in einer Reihe angeordneten
Schlitze der Lochung 24 weisen von der Materialkante immer den gleichen Abstand
auf auch, wenn die Materialkante geschwungen verläuft und nicht gerade, wie in Fig.
8 dargestellte Die Lochung 24 lässt sich für einen Kreuzstich und auch für einen
Steppstich verwenden. Die weiterhin in Fig, 8 dargestellte Lochung 25 ist eine Kreuzschlitzlochung9
die als Trennetanzung ausgeführt ist 9 und deren Kreuzschlitze in einer Reihe hintereinander
und im gleichen Abstand voneinander angeordnet sind0 Die Lochung 25 ist für Kreuzstich
und für Steppe stich geeignet
Als Nathmaterial können im Durchmesser
flache rechteckige, runde oder quadratische Lederriemchen, stärkerer Leinenfaden,
Zwirn, Perlonfaden, Darmsaiten, Silberdraht oder ähnliches geeignetes Nahmaterial
verwendet werden. Die aus- oder eingestanzten Größen der Lochungen können natürlich
nur mit den entsprechenden Stärken des Nahmaterials genäht bzw. gesteppt oder geflochten
werden. Die Lochgroße selbst kann variabel ausgeführt sei, so daß Nachmaterial über
die ganze in Handel angebotene Palette verwendet werde: kann.
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Das Nahtmaterial kann auch unterschiedlich in der narbe sei: so daß
beispielsweise zu einem hellen Leder ein dunkles Nahtmaterial oder zu einem dunxleren
Leder ein helleres Nah material verwendet werden kann.
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In Fig. 9 sind die Kanten zweier Einzelteile übereinanderge legt dargestellt
und zwar nur ein Ausschnitt aus diesen bei den Lederteilen. Als Lochung ist die
Lochung 25 eingezeichnet, aber jede andere Lochung kann in den zu verbindenden Einzelteilen
angebracht sein. Die Lochung kann beispielswei se auch nur eingeprägt sein, wobei
die Teile der Lochun, die zum Durchstoßen der Nadel dienen sollen, das Leder ganz
durchdringen9 während die anderen Teile der Prägung nur tei weise in das Leder eindringen,
aber trotzdem von der Seite des Leders her, von der die Prägung durchgeführt worden
ist gut zu sehen sind. Wenn, wie in den Fig. 9 und 10 aargestel ist, die Naht oder
die Flechtung offenkantig durchgeführt wird (Fig. 9) und nach Anbringen der Naht
oder Flechtung da Leder gewendet wird (Fig. 10), so daß die Naht oder Slechtu: nach
dem Wenden verdeckt ist, wird die Lochung bzw, die Prä gung von der linken Selte
des Materials durchgeführt. Die Einzelteile liegen dann beim Nähen ozw. flechten
mit der re ten bzw. der Außenseite aufeinander.
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Wie aus den Fig. 11 und 12 hervorgeht, kann die Naht oder die Flechtung
über die Stirnkanten 26 der Einzelteile geführt sein oder sie kann so ausgeführt
sein, daß die Stirnkanten 26 frei bleiben.
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In allen bisher dargestellten Ausführungsbeispielen sind ausschließlich
gerade Kanten von Einzelteilen mit geradlinig verlaufenden Lochungen dargestellt0
Wenn beispielsweise die Seitenkanten der Einzelteile, wie in der Fig. 13 dargestellt,
rund oder geschwungen verlaufen, verlaufen die Lochungen ebenfalls rund oder geschwungen
in einem gleichbleibenden Abstand zum Rand der Seitenkante.
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'ie Einzelteile selbst können als Set für eine bestimmte Größe und
Form des Gebraucnsgegenstandes verpackt sein9 wobei in dem Set eine ausreichende
Menge von Nah oder Flechtmaterial sowie Hilfswerkzeuge, wie Nadeln usw. und auch
Schliessen, Druckknöpfe und ähnliche Teile, beispielsweise auch eine Anleitung zum
Verarbeiten der Einzelteile9 enthalten sind.
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Die Grundidee, daß der Kunde die einzelnen Teile beispielsweise einer
Tasche nach seiner Wahl in Material 9 Form, Größe, Farbe und entsprechender Lochung
sich selbst aussuchen kann, wird dadurch verwirklicht, daß die Einzelteile von Taschen
in verschiedenen Größen, Formen, unterschiedlichen Materialien und Farben und mit
unterschiedlicher Lochung so angeboten werden9 daß der Käufer sich einen Gebrauchsgegenstand9
beispielsweise eine Tasche, nach seinen Wünschen in Größe, Form, Material, Farbe,
Lochung und Nahtmaterial zusammenstellen kann und diese Einzelteile selbst zusammennäht
bzw. -steppt oder flechtet.
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Dabei hängt es von. der Stärke des Materials ab, ob die Nähte oder
die Flechtung an dem rigen Gebrauchsgegenstand, z.3.
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einer Tasche, sichtbar sind oder ob die Teile Anbringung cer Naht
oder der Flechtung gewendet werden, so daß die Verbindungen zwischen den Einzelteilen
des Gebrauchsgegenstanden verdeckt angeordnet sind.
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In Fig. 14 sind zwei Einzelteile, die mit ihren Seitenkanten übereinanderliegen,
im Ausschnitt und perspektivisch dargestellt. An den Seitenkanten ist eine Lochung
27 dargestellt die aus einer senkrecht zu den Seitenkanten verlaufenden, parallel
zueinander angeordneten Trennstanzung besteht. Beide Einzelteile sind mit derselben
Lochung 27 versehen. Vor df Nähen oder Flechten liegen die Lochungen 27 in den beiden
Einzelteilen übereinander. Wie im dargestellten Beispiel angegeben, kann ein dünnens
Band 28, beispielsweise aus Leder, die Stirnkanten 26 freilassend, von A bis A wechselseitig
durch die Lochung 27 gezogenwerden oder ein Band 29 kann von B nach B so in die
Lochungen 27 eingeführt werden, daß d: Stirnseiten 26 durch das Band 29 umschlungen
werden