[go: up one dir, main page]

DE3344094A1 - Elektrischer druckgasschalter - Google Patents

Elektrischer druckgasschalter

Info

Publication number
DE3344094A1
DE3344094A1 DE19833344094 DE3344094A DE3344094A1 DE 3344094 A1 DE3344094 A1 DE 3344094A1 DE 19833344094 DE19833344094 DE 19833344094 DE 3344094 A DE3344094 A DE 3344094A DE 3344094 A1 DE3344094 A1 DE 3344094A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
movable
arc
cylinder arrangement
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833344094
Other languages
English (en)
Inventor
Heiner 1000 Berlin Marin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE19838334983 priority Critical patent/DE8334983U1/de
Priority to DE19833344094 priority patent/DE3344094A1/de
Publication of DE3344094A1 publication Critical patent/DE3344094A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • H01H33/94Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected solely due to the pressure caused by the arc itself or by an auxiliary arc
    • H01H33/95Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected solely due to the pressure caused by the arc itself or by an auxiliary arc the arc-extinguishing fluid being air or gas
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/18Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • Elektrischer Druckgasschalter
  • Die Erfindunq bezieht sich auf einen elektrischen Druckgasschalter mit einem Kontaktsystem, bestehend aus mindestens einem festen und einem beweglichen Schaltstück, von denen wenigstens eines zur Abfuhr von Schaltgasen hohl ausgebildet ist und zwischen denen beim Ausschalten ein Lichtbogen brennt, und mit einer das Kontaktsystem umgebenden Kolben-Zylinder-Anordnung zur Erzeugung einer Löschgasströmung, und mit zwei mit dem Kontaktsystem elektrisch in Reihe geschalteten Elektroden, von denen eine feststehend und die andere beweglich angeordnet und mit dem beweglichen Schaltstück starr gekoppelt gemeinsam angetrieben ist zur Erzeugung eines Hilfslichtbogens in einem außerhalb der Kolben-Zylinder-Anordnung vorgesehenen mit Druckgas gefüllten Brennraum, der während des Ausschaltvorganges geschlossen ist und einen mit dem beweglichen Teil der Kolben-Zylinder -Anordnung verbundenen beweglichen Wandteil aufweist.
  • Bei einem derartigen elektrischen Druckgasschalter, wie er aus der DE-PS 23 49 263 bekannt ist, ist der Brennraum so ausgebildet, daß während des Ausschaltvorganges eine Gasströmung aus diesem heraus verhindert ist, wobei die Antriebsvorrichtung so ausgelegt ist, daß ihre Energie für die Ausschaltung etwa des Nennstromes ausreicht und die für die Ausschaltung des Nennausschaltstromes erforderliche Zusatzenergie durch den Hilfslichtbogen erzeugt wird. Beim bekannten Schalter ist damit die Antriebsenergie, die zur Bewegung der Schaltstücke des Kontaktsystems, der Elektrode und des beweglichen Teils der Kolben-Zylinder-Anordnung erforderlich ist, verringert. Dennoch muß der Antrieb auf den für die Löschmittelströmung notwendigen Hub einerseits und im Hinblick auf die zur Beschleunigung der zu bewegenden Massen erforderlichen Kräfte andererseits ausgelegt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckgasschalter der eingangs genannten Art anzu»eben, bei dem der Antrieb von der Größe des zu schaltenden Stromes unabhängig und mit einem möglichst geringen Hub bei geringen bewegten Massen ausgebildet ist, wobei die Vorteile einer Kolben-Zylinder-Anordnung zur Beblasung des Schaltlichtbogens beibehalten werden.
  • Nach der Erfindung wird dies dadurch gelöst, daß der bewegliche Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung und der bewegliche Wandteil des Brennraumes nur von der Energie des Hilfslichtbogens gegen die Kraft einer Rückstellfeder bewegbar und vom Antrieb des beweglichen Schaltstückes und der beweglichen Elektrode mechanisch entkoppelt sind.
  • Durch Anwendung der Erfindung sind die vom Antrieb zu bewegenden Massen wirksam verringert, weil nur noch das Kontaktsystem und die für den Hilfslichtbogen vorgesehene Elektrodenanordnung bewegt werden müssen. Der notwendige Antriebshub ist lediglich von den Isolationsstrecken zwischen den geöffneten Kontakten bestimmt, so daß die Schaltstücke und Elektroden entsprechend massearm ausgebildet werden können. Nur der bewegliche Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung, der jedoch vom Antrieb mechanisch entkoppelt ist, ist noch auf den für eine wirksame Löschgasströmung notwendigen Verdichtungs- und Blashub auszulegen. Die hierfür erforderliche Antriebsenergie wird jedoch nicht mehr dem Antrieb entzogen, sondern im Brennraum durch den Hilfslichtbogen erzeugt. Damit besteht die Möglichkeit, einen einfachen, vergleichsweise schwachen und kurzhubigen Antrieb für den elektrischen Druckgasschalter zu verwenden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispie3 des Erfindungsgedankens sind di.e feststehende und die bewegliche Elektrode als Ringelektroden ausgebildet, zwischen denen der gezogene Hilfslichtbogen in eine möglichst günstige Verteilung innerhalb des Brennraumes gezogen werden kann. Dabei kann es zweckmäßig sein, die bewegliche Ringelektrode als Überbrückungsschaltstück auszubilden, das im Einschaltzustand die feststehende Elektrode mit einer davon im Abstand angeordneten zweiten feststehenden Ringelektrode verbindet, auf die der während des Ausschaltvorganges gezogene Hilfslichtbogen von der beweglichen Elektrode kommutierbar ist.
  • Auf diese Weise brennt der Hilfslichtbogen nach der kurzhubigen Bewegung des Uberbrückungsschaltstückes im wesentlichen zwischen den beiden feststehenden Ringelektroden und wird auch dort gelöscht, nachdem er die zum Löschen des Schaltlichtbogens erforderliche Energie zum Bewegen des beweglichen Teils der Kolben-Zylinder -Anordnung erzeugt hat.
  • Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn zumindest eine der feststehenden Ringelektroden mit einer Spule zur Erzeugung eines den Hilfslichtboqen in eine Umlaufbewegung zwingenden Magnetfeldes verbunden und die Spule vom Strom des Hilfslichtbogens durchflossen ist. Es ergibt sich damit eine besonders gute Ausnutzung des Lichtbogenstromes für die Ausnutzung der Antriebsenergie für die Kolben-Zylinder-Anordnung und weiterhin. günstige Selbstlöschungseigenschaften, weil der Lichtbogen nicht an einer Stelle des Brennraumes verharrt, sondern ständig quer zum Gas bewegt und damit besser gekühlt wird. Die Spule ist im Einschaltzustand zweckmäßigerweise stromlos.
  • Eine bevorzugte Ausgestaltung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß die Brennstrecke des Hilfslichtbogens von einer Isolierstoffblende aus lichtbogenbeständigem Isoliermaterial umgeben ist, um die dem Lichtbogen benachbarten Wandteile des Brennraumes vor schädigenden Einflüssen des Lichtbogens zu schützen.
  • Der Brennraum kann ein Schieberventil aufweisen, das vom beweglichen Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung nach der Kompressionsphase in die Offenstellung und vor Beginn der Kompression in die Schließlage überführbar ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der Brennraum von Verunreinigungen des Gases befreit wird und die Kolben-Zylinder-Anordnung durch die Kraft der Rückstellfeder in die von ihr bestimmte Vorzugslage (Kompressionslage) überführt wird. Die Kolben-Zylinder -Anordnung kann zusätzlich oder anstelle des Schieberventils eine Bohrung zum Belüften des Brennraumes nach der Kompressionsphase enthalten, um die Rückführung des beweglichen Teils der Kolben-Zylinder-Anordnung in die Kompressionsstellung in allen Betriebsfällen sicher zu gewährleisten.
  • Der Antrieb des beweglichen Schaltstückes und der beweglichen Elektrode kann mit einem Stößel verbunden sein, der während des Einschaltvorganges den beweglichen Teil der Kolben-Zylinder -Anordnung zwangsweise in die eine nachfolgende Kompression ermöglichende Ausgangsstellung überführt. Der Stößel unterstützt damit die Wirkung der Rückstellfeder, die deshalb nur das Gewicht und etwaige Reibungsverluste der Kolben-Zylinder -Anordnung zu kompensieren hat und entsprechend schwach ausgelegt werden kann.
  • Anhand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Druckgasschalters beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.
  • Die Figur zeigt in einem Längsschnitt einen elektrischen Druckgasschalter in schematischer Darstellung mit einem aus zwei feststehenden düsenförmigen Kontakten 1, 2 und einem beweglichen Schaltstück 3 bestehenden Kontaktsystem. Die beiden feststehenden Schaltstücke 1, 2 sind zur Abfuhr des Löschgases hohl ausgebildet. Zwischen den aus lichtbogenbeständigem Material, insbesondere Graphit, bestehenden Stirnseiten la, 2a der Schaltstücke 1 und 2 brennt beim Ausschalten ein Lichtbogen. Dieses Kontaktsystem ist von einer Kolben-Zylinder-Anordnung umgeben, die aus einem beweglichen Blaszylinder 4 und einem feststehenden Blaskolben 5 besteht. Zur Erzeugung einer Löschgasströmung wird das im Raum 6 vorhandene gasförmige Lösch- und Isoliermittel, insbesondere SF6, komprimiert und durch das Innere der Schaltstücke 1 und 2 getrieben, wenn das bewegliche Schaltstück 3 die Trennstrecke zwischen den beiden Stirnseiten Ia und 2a freigegeben hat. Hierzu wird das iiberbrückungsschaltstück 3 in Pfeilrichtung 7 von einer Antriebsstange 8 bewegt.
  • Mit dem Kontaktsystem 1, 2, 3 ist ein Elektrodensystem elektrisch in Reihe geschaltet, das drei Elektroden 9, 10, 11 enthält. Die Elektroden 9 und 10 sind feststehend angeordnet und von der als tiberbrückungsschaltstück ausgebildeten Elektrode 11 im Einschaltzustand überbrückt.
  • Die bewegliche Elektrode 11 ist mit dem beweglichen Schaltstück 3 starr gekoppelt und gemeinsam von der Stange 8 angetrieben.
  • Im Elektrodensystem 9, 10, 11. wird beim Ausschalten ein Hilfslichtboqen gezogen, der in einem außerhalb der Kolben-Zylinder -Anordnung vorgesehenen, mit Druckgas gefüllten Brennraum 12 brennt. Dieser Brennraum 12 ist während des Ausschaltvorganges geschlossen. Er weist einen mit dem Zylinder 4 der Kolben-Zylinder-Anordnung verbundenen beweglichen Wandteil 4a auf.
  • Die starre Kopplung des beweglichen Schaltstückes 3 und der beweglichen Elektrode 11 ist durch Isolierstangen 13 sichergestellt. Sowohl die feststehenden Elektroden 9, 10, als auch die bewegliche Elektrode 11 sind als Ringelektroden ausgebildet. Während der Ausschaltbewegung wird der Hilfslichtbogen zwischen der Elektrode 11 und der Elektrode 9 gezogen; wird bei Weiterbewegung in Ausschaltrichtung von der Elektrode 11 auf die Elektrode 10 kommutiert. Damit brennt der Hilfslichtbogen zwischen den in festem Abstand zueinander stehenden Ringelektroden 9 und 10. Ersichtlich ist die Ringelektrode 9 mit einer Spule 14 verbunden, die zur Erzeugung eines den Hilfslichtbogen in eine Umlaufbewegung zwingenden Magnetfeldes bestimmt ist. Die Spule 14 ist nur vom Strom des Hilfslichtboqens durchflossen. Sie ist im Einschaltzustand stromlos.
  • Ersichtlich ist die Brennstrecke des Hilfslichtbogens zwischen den beiden Elektroden 9, 10 von einer Isolierstoffblende 15 umgeben. Die Isolierstoffblende 15 besteht aus einem lichtbogenbeständigen Isoliermaterial, z. B. PTFE.
  • Sie schirmt den beweglichen Wandteil 4a des Brennraumes 12 gegen schädliche Lichtbogeneinflüsse ab.
  • Der Blaszylinder 4 weist einen dem Brennraum 12 zugehörigen Kolbenteil 4b auf, der von einer Rückstellfeder 16 belastet ist.
  • Zur Uberführung des elektrischen Druckgasschalters aus der oberhalb der Mittellinie in der Figur dargestellten Einschaltstellung in die unterhalb dieser Mittellinie gezeichnete Ausschaltstellung wird die Antriebsstange 8 in Pfeilrichtung 7 bewegt. Zunächst wird dabei die Elektrode 11 von der Elektrode 9 getrennt, so daß unter Einschaltung der Spule 14 zwischen den beiden Elektroden 9, 11 ein Lichtbogen gezogen wird. Im weiteren Verlauf der Ausschaltbewegung kommutiert der Hilfslichtbogen von der Elektrode 11 auf die Elektrode 10 und erhitzt das im Brennraum 12 enthaltene Gas, das einen Druck auf den Kolben 4b ausübt und damit den Blaszylinder 4 in Pfeilrichtung 7 gegen die Kraft der Rückstellfeder 16 bewegt. Im Fortlauf der Ausschaltbewegung der Antriebsstange 8 wird das bewegliche Schaltstück 3 vom Schaltstück 1 getrennt und ein zweiter elektrisch in Reihe liegender Lichtbogen gezogen, der bei weiterer Fortbewegung der Stange 8 in Pfeilrichtung 7 von dem Schaltstück 3 auf das Schaltstück 2 kommutiert. Dabei wird vom Schaltstück 3 die Brennstrecke zwischen den Schaltstücken 1 und 2 freigegeben und das von der Energie des Hilfslichtbogens zwischen den Elektroden 9 und 10 durch Bewegung des Zylinders 4 verdichtete Löschmittel im Raum 6 in das Innere der Schaltstücke 1, 2 und gegen den zweiten Lichtbogen getrieben. Beide Lichtbögen erlöschen im Nulldurchgang des Wechsel stromes.
  • Über ein mit dem Kolben 4b verbundenes Schieberventil 17 wird dabei der Brennraum 12 entlüftet, so daß nach der erfolgten Ausschaltung der Zylinder 4 aus der unterhalb der Mittellinie gezeichneten Position in die oberhalb der Mittellinie gezeichnete Lage unter der Kraft der Rückstellfeder 16 zurückkehren kann. Das Schieberventil 17 hat die Aufgabe, nach der Kompressionsphase in der Offenstellung und vor Beginn der Kompression in der Schließlage für einen Gasaustausch im Brennraum 12 zu sorgen. Das Schieberventil 17 ist dabei vom beweglichen Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung betätigt. Zusätzlich ist im Kolben 4a eine Bohrung 17a vorgesehen, die zum Belüften des Brennraumes 12 nach der Kompressionsphase bestimmt ist.
  • Ersichtlich ist die Antriebsstange 8 mit einem Stößel 18 verbunden, der während des Einschaltvorganges (entgegen der Pfeilrichtung 7) den beweglichen Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung, nämlich den Blaszylinder 4, zwangsweise in die eine nachfolgende Kompression ermöglichende Ausgangsstellung überführt.
  • Zum Einschalten braucht nur das bewegliche Schaltstück 3 und die bewegliche Elektrode 11 bewegt zu werden, da der Blaszylinder 4 sich bereits in der richtigen Position befindet.
  • Der Blasdruck im Kompressionsraum 6, der von dem zu löschenden Strom innerhalb des Brennraumes durch den Hilfslichtbogen erzeugt wird, ist dem Lichtbogen zwischen den Schaltstücken 1 und 2 immer angepaßt. Der Blasdruck und die Blasdauer können im Schalter beispielsweise durch den Abstand zwischen den Elektroden 9, 10 und das Volumen des Brennraumes 12 vorbestimmt werden. Da das Gas im Brennraum 12 während des Ausschaltvorganges eingeschlossen ist und deshalb langsamer abkühlt als das Löschgas, das durch die düsenförmigen Schaltstücke 1 und 2 aus dem Kompressionsraum 6 abströmt, findet nach dem Erlöschen beider Lichtbögen eine Nachbeblasung der im Bereich der beiden von den Schaltstücken 1 und 2 gebildeten Trennstrecke statt.
  • Da zwei in Reihe geschaltete Kontakt- bzw. Elektrodensysteme gemeinsamm an der Lichtbogenlöschung teilnehmen, läßt sich beim erfindungsgemäßen Druckgasschalter eine große Schaltleistung und eine hohe Spannung pro Schalteinheit erzielen.
  • Zum Schalten kleiner Ströme, die wegen der geringen Antriebsenergie durch den Hilfslichtbogen keine Blaszlinderbewegung bewirken, findet die Lichtbogenlöschung im Brennraum dadurch statt, daß der dort gezogene Hilfslichtbogen infolge der durch die Rotation zwischen den Elektroden 9, 10 bewirkten günstigen Löschbedingungen sicher gelöscht wird.
  • 9 Patentansprüche 1 Figur - Leerseite -

Claims (1)

  1. Patentansprüche 1. Elektrischer Druckgasschalter mit einem Kontaktsystem, bestehend aus mindestens einem festen und einem beweglichen Schaltstück, von denen wenigstens eines zur Abfuhr des Löschgases hohl ausgebildet ist und zwischen den beim Ausschalten ein Lichtbogen brennt, und mit einer das Kontaktsystem umgebenden Kolben-Zylinder-Anordnung zur Erzeugung einer Löschgasströmung, und mit zwei mit dem Kontaktsystem elektrisch in Reihe geschalteten Elektroden, von denen eine feststehend und die andere beweglich angeordnet und mit dem beweglichen Schaltstück starr gekoppelt gemeinsam angetrieben ist zur Erzeugung eines Hilfslichtbogens in einem außerhalb der Kolben-Zylinder-Anordnung vorgesehenen, mit Druckgas gefüllten Brennraum, der während des Ausschaltvorganges geschlossen ist und einen mit dem beweglichen Teil der Kolben-Zylinder -Anordnung verbundenen beweglichen Wandteil aufweist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der bewegliche Teil (4) der Kolben-Zylinder -Anordnung (4, 5) und der bewegliche Wandteil (4b) des Brennraums (12) nur von der Energie des Hilfslichtbogens gegen die Kraft einer Rückstellfeder (16) bewegbar und vom Antrieb (8) des beweglichen Schaltstückes (3) und der beweglichen Elektrode (11) mechanisch entkoppelt.sind-2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die feststehende (9) und die bewegliche Elektrode (11) als Ringelektroden ausgebildet sind.
    3. Druckgasschalter nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die bewegliche Ringelektrode (11) als Uberbrückungsschaltstück ausgebildet ist das im Einschaltzustand die feststehende Elektrode (9) mit einer davon im Abstand angeordneten zweiten feststehenden Ringelektrode (10) verbindet, auf die der während des Ausschaltvorganges gezogene Hilfslichtbogen von der beweglichen Elektrode (11) kommutierbar ist.
    4. Druckgasschalter nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zumindest eine der feststehenden Ringelektroden (9, 10) mit einer Spule (14) zur Erzeugung eines den Hilfslichtbogen in eine Umlaufbewegung zwingenden Magnetfeldes verbunden und die Spule (14) vom Strom des Hilfslichtbogens durchflossen ist.
    5. Druckgasschalter nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Spule (14) im Einschaltzustand stromlos ist.
    6. Druckgasschalter nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß die Brennstrecke des Hilfslichtbogens von einer Isolierstoffblende (15) aus lichtbogenbeständigem Isoliermaterial umgeben ist.
    7. Druckgasschalter nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß der Brennraum (12) ein Schieberventil (17) aufweist, das vom beweglichen Teil (4, 4b) der Kolben-Zylinder -Anordnung (4, 5) nach der Kompressionsphase in die Offenstellung und vor Beginn der Kompression in die Schließlage überführbar ist.
    8. Druckgasschalter nach Anspruch 1, d a d u r c g e k e n n z e i c h n e t , daß die Kolben-Zylinder-Anordnung (4, 5) eine Bohrung (17) zum Belüften des Brennraumes (12) nach der Kompressionsphase enthält.
    9. Druckgasschalter nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Antrieb (8) des beweglichen Schaltstückes (3) und der beweglichen Elektrode (11) mit einem Stößel (18) verbunden ist, der während des Einschaltvorganges den beweglichen Teil der Kolben-Zylinder-Anordnung (4. 5) zwangsweise in die eine nachfolgende Kompression ermöglichende Ausgangsstellung überführt.
DE19833344094 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer druckgasschalter Withdrawn DE3344094A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19838334983 DE8334983U1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer Druckgasschalter
DE19833344094 DE3344094A1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer druckgasschalter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19833344094 DE3344094A1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer druckgasschalter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3344094A1 true DE3344094A1 (de) 1985-06-13

Family

ID=6216184

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19833344094 Withdrawn DE3344094A1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer druckgasschalter
DE19838334983 Expired DE8334983U1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer Druckgasschalter

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19838334983 Expired DE8334983U1 (de) 1983-12-02 1983-12-02 Elektrischer Druckgasschalter

Country Status (1)

Country Link
DE (2) DE3344094A1 (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0334181A1 (de) * 1988-03-23 1989-09-27 Gec Alsthom Sa Hochspannungsschalter mit geringer Antriebsenergie
FR2640420A2 (fr) * 1988-03-23 1990-06-15 Alsthom Gec Disjoncteur a haute tension a faible energie de manoeuvre
EP0400523A1 (de) * 1989-05-31 1990-12-05 Gec Alsthom Sa Hochspannungs-Lastschalter mit gasförmigem Dielektrikum zum Beblasen
FR2691575A1 (fr) * 1992-05-25 1993-11-26 Alsthom Gec Disjoncteur à haute tension à non passages par zéro du courant.
DE19524217A1 (de) * 1995-07-03 1997-01-09 Abb Research Ltd Leistungsschalter
DE29518875U1 (de) * 1995-11-15 1997-03-27 Siemens AG, 80333 München Elektrischer Hochspannungs-Leistungsschalter mit Lichtbogenantrieb

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0334181A1 (de) * 1988-03-23 1989-09-27 Gec Alsthom Sa Hochspannungsschalter mit geringer Antriebsenergie
FR2629260A1 (fr) * 1988-03-23 1989-09-29 Alsthom Disjoncteur a haute tension a faible energie de manoeuvre
FR2640420A2 (fr) * 1988-03-23 1990-06-15 Alsthom Gec Disjoncteur a haute tension a faible energie de manoeuvre
EP0400523A1 (de) * 1989-05-31 1990-12-05 Gec Alsthom Sa Hochspannungs-Lastschalter mit gasförmigem Dielektrikum zum Beblasen
FR2647949A1 (fr) * 1989-05-31 1990-12-07 Alsthom Gec Disjoncteur a haute tension a gaz dielectrique de soufflage
US4983791A (en) * 1989-05-31 1991-01-08 Gec Alsthom S.A. High tension circuit breaker having a dielectric blast gas
FR2691575A1 (fr) * 1992-05-25 1993-11-26 Alsthom Gec Disjoncteur à haute tension à non passages par zéro du courant.
DE19524217A1 (de) * 1995-07-03 1997-01-09 Abb Research Ltd Leistungsschalter
US5770828A (en) * 1995-07-03 1998-06-23 Abb Research Ltd. Power circuit-breaker
DE29518875U1 (de) * 1995-11-15 1997-03-27 Siemens AG, 80333 München Elektrischer Hochspannungs-Leistungsschalter mit Lichtbogenantrieb

Also Published As

Publication number Publication date
DE8334983U1 (de) 1988-02-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19613568A1 (de) Leistungsschalter
EP0126929B2 (de) Druckgasschalter
CH643394A5 (de) Gasschalter.
DE68911479T2 (de) Hochspannungsdruckgasschalter.
EP0296363B1 (de) Schalter mit selbsterzeugter Löschgasströmung
DE2211617A1 (de) Druckgasschalter
DE69106986T2 (de) Hochspannungsschalter mit Selbstbeblasung.
DE2406143C3 (de) Elektrischer Druckgas-Leistungsschalter mit zwei feststehenden Schaltstücken und einem Brückenschaltstück
DE3344094A1 (de) Elektrischer druckgasschalter
DE1953789A1 (de) Druckgasschalter fuer Hoechstspannung
WO1991015025A1 (de) Druckgasleistungsschalter mit antreibbarem kompressionskolben
EP0676783A2 (de) Elektrischer Hochspannungs-Leistungsschalter mit einem Heizraum und einem Kompressionraum
DE19910166C2 (de) Hochspannungsleistungsschalter mit einer Kompressionseinrichtung
DE69106436T2 (de) Mittelspannungsschalter.
DE69019314T2 (de) Druckgaslastschalter.
DE1590997B2 (de) Druckgasschalter
DE4217232A1 (de) Elektrischer Hochspannungs-Leistungsschalter
DE2759265A1 (de) Druckgasschalter
DE641604C (de) Schaltanordnung
DE3017980A1 (de) Elektrischer schalter mit selbsterzeugtem loeschgasstrom
EP0664553B1 (de) Hochspannungs-Leistungsschalter mit einem Heizraum
EP0069694A2 (de) Kontaktsystem für Druckgas-Leistungsschalter
DE3127962A1 (de) Elektrischer druckgasschalter
EP0057371B1 (de) Verfahren zum Löschen von Schaltlichtbögen und Hochspannungs-Leistungschalter
DE697904C (de) Elektrischer Hochspannungsschalter mit Lichtbogenloeschung in einer geschlossenen Huelle

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee