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DE3343800A1 - Verfahren und vorrichtung zur steuerung des trocknungsverlaufs von nahrungsmitteln, insbesondere rohwurst - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur steuerung des trocknungsverlaufs von nahrungsmitteln, insbesondere rohwurst

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Publication number
DE3343800A1
DE3343800A1 DE19833343800 DE3343800A DE3343800A1 DE 3343800 A1 DE3343800 A1 DE 3343800A1 DE 19833343800 DE19833343800 DE 19833343800 DE 3343800 A DE3343800 A DE 3343800A DE 3343800 A1 DE3343800 A1 DE 3343800A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
humidity
goods
temperature difference
temperature
treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833343800
Other languages
English (en)
Inventor
Günter 2872 Hude Knauf
Peter 2800 Bremen Schuldt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alpas Anlagenbau 2800 Bremen De GmbH
Original Assignee
ALPAS PETER SCHULDT KG
Alpas Peter Schuldt Kg 2800 Bremen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALPAS PETER SCHULDT KG, Alpas Peter Schuldt Kg 2800 Bremen filed Critical ALPAS PETER SCHULDT KG
Priority to DE19833343800 priority Critical patent/DE3343800A1/de
Publication of DE3343800A1 publication Critical patent/DE3343800A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/14Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12
    • A23B4/16Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12 in the form of gases, e.g. fumigation; Compositions or apparatus therefor
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/03Drying; Subsequent reconstitution
    • A23B4/031Apparatus for drying
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L13/00Meat products; Meat meal; Preparation or treatment thereof
    • A23L13/70Tenderised or flavoured meat pieces; Macerating or marinating solutions specially adapted therefor
    • A23L13/76Tenderised or flavoured meat pieces; Macerating or marinating solutions specially adapted therefor by treatment in a gaseous atmosphere, e.g. ageing or ripening; by electrical treatment, irradiation or wave treatment
    • F26B21/33
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/22Controlling the drying process in dependence on liquid content of solid materials or objects

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des Trocknungs-
  • verlaufs von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohwurst Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung des Trocknungsverlaufs von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohwurst, bei welchen dem zu behandelnden Gut durch die Zufuhr von ggf. konditionierter Luft Wasser entzogen wird, bis der gewünschte Reife- und Trocknungsgrad erreicht ist.
  • Bei der Reifung und Trocknung von Nahrungsmitteln, insbesondere von Rohwurst u. ä. Gütern der fleischverarbeitenden Industrie,verwendet man klimatisierte Anlagen, die dazu dienen, die Luftfeuchtigkeit und die Lufttemperatur im Behandlungsraum im Laufe der Zeit abzusenken, damit das zu behandelnde Gut einer allmählichen Trocknung unterworfen wird und im Laufe der Zeit seine Feuchtigkeit abgibt. Zu diesem Zweck wird Luft, ggf. konditionierte Luft oder Rauch durch den Behandlungsraum geleitet, wobei dies vom jeweiligen Produkt und der Produktionsphase abhängen wird.
  • In der Praxis wird dabei so vorgegangen, daß die frisch in Hüllen gefüllten Rohwürste zunächst in Klimakammern auf Temperaturen in der Größenordnung von 15 0C - 25 OC erwärmt werden, wobei man den Reifungs- und Trocknungsprozeß dann in den nordeuropäischen Ländern bei einer Temperatur in der Größenordnung von 22 OC - 25 OC beginnen läßt und die relative Luftfeuchtigkeit zu Beginn der Behandlung auf einem Wert von ungefähr 95 % Luftfeuchtigkeit halt.-Unter diesen äußeren Bedingungen und den herrschenden Temperaturen beginnt ein Fermentationsprozeß, der eine Absenkung des pH-Wertes im zu behandelnden Gut zur Folge hat, was wiederum die Eiweiß-Wasser-Bindung im Behandlungsgut verändert. Dieser Trocknungsprozeß wird dadurch vorgenommen, daß man die Luftfeuchtigkeit im Behandlungsraum verringert bzw. Luft mit geringerer relativer Luftfeuchtigkeit einleitet, da diese dann Feuchtigkeit aus der Rohwurst oder ganz allgemein dem Behandlungsgut aufnehmen kann.
  • Während dieser Behandlung wird man üblicherweise auch die Temperatur im Behandlungsraum allmählich absenken, damit die Säuerung des Behandlungsgutes verzögert wird. Durch die Verringerung der Feuchtigkeit des Behandlungsgutes bzw.
  • seine Eintrocknung wird den im Behandlungsgut wirksamen Bakterien schließlich die zum Leben erforderliche Feuchtigkeit entzogen und das Behandlungsgut dadurch mikrobiologisch immer stabiler.
  • Die Behandlung des Gutes erfolgt im wesentlichen in zwei Phasen, nämlich der Startphase und der. Trocknungsphase, wobei der Fermentationsprozeß während der Startphase eingeleitet wird. Dabei wird der pH-Wert des Gutes ausgehend von Anfangswerten von etwa pH = 5,7 - 6,0 rasch auf pH = 4,8 -5,0 abgesenkt, denn die Eiweiß-Wasser-Bindung ist am gering- sten bei einem pH-Wert von ungefähr 5,3, während sie bei geringeren pH-Werten wieder ansteigt.
  • Die Dauer der Startphase liegt in der Größenordnung von ungefähr 5 - 7 Tagen, in denen die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit stufenweise abgesenkt werden und man sich herkömmlicherweise nach Erfahrungswerten richtet.
  • Beispielsweise wird im nordeuropäischen Raum mit Werten für die Temperaturen und die relative Luftfeuchtigkeit gearbeitet, die in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt sind: relative Zeit Temperatur Luftfeuchtigkeit 1. Tag 24 0C 95 P 2. Tag 24 OC 93 % 3. Tag 22 0C 90 % 4. Tag 22 OC 88 % 5. Tag 20 OC 86 % 6. Tag 18 OC 84 % Diese Werte geben jedoch lediglich ungefähre Größenordnungen an; in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Rezepturen, der Körnung, der Beimengung von Salzen, Zuckerstoffen, den vorhandenen Starterkulturen sowie der verwendeten Hülle können auch andere spezielle Temperatur- und Feuchtigkeitswerte durchlaufen werden.
  • Unabhängig von der jeweiligen Art des Behandlungsgutes und seiner speziellen Zusammensetzung wird die Reifung und Trocknung jedoch dadurch eingeleitet, daß die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft abgesenkt wird, um dem Behandlungsgut Feuchtigkeit zu entziehen. Dabei darf allerdings nicht irgendeine Absenkung der Luftfeuchtigkeit erfolgen, da dieser Feuchtigkeitsverlauf von ausschlaggeben- der Bedeutung für die Qualität des nach der Behandlung erhaltenen Gutes ist. Eine zu schnelle Reduzierung der Luftfeuchtigkeit kann ebenso schädlich und gefährlich sein wie eine zu langsame Absenkung der Luftfeuchtigkeit.
  • Wenn einerseits die Luftfeuchtigkeit zu schnell reduziert wird, hat dies eine sehr starke Austrocknung in den Randzonen des Behandlungsgutes zur Folge, die der sie umströmenden Luft naturgemäß am stärksten ausgesetzt sind. Dies hat eine Verdichtung der Randzone des Behandlungsgutes zur Folge, die den weiteren Fluß der Feuchtigkeit aus dem Inneren an die Oberfläche hemmt, so daß die Feuchtigkeit nicht rasch genug nachströmen kann. Diese verzögerte Austrocknung im Inneren des Behandlungsgutes hat jedoch die nachteilige Folge, daß das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen begünstigt wird, was nicht nur Fehlfabrikate aufgrund von Farbveränderungen oder Hohistellen nach sich ziehen kann, sondern auch ein Verderben des jeweiligen Gutes.
  • Wenn andererseits die Luftfeuchtigkeit zu langsam und vorsichtig verringert wird, entsteht auf dem Behandlungsgut ein unkontrollierter Bewuchs aus Hefen, Schimmeln u. a.
  • Mikroorganismen, die die Qualität und das Aroma des Gutes beeinträchtigen, teilweise auch Mykotoxine bilden können.
  • Dieser Besatz oder Bewuchs muß daher durch aufwendiges Waschen entfernt werden, um das Gut verkaufen und auch genießen zu können.
  • Es erscheint einsichtig, daß sich die Startbedingungen des Behandlungsgutes laufend ändern können, was durch Toleranzen in der Produktion, die unterschiedliche Herkunft des Produktionsfleisches und vor allen Dingen durch unterschiedliche bakterielle Kontamination des Ausgangsmaterials bedingt ist. In der Folge wird die Fermentation einerseits zu unterschiedlichen Zeiten einsetzen und andererseits un- terschiedliche zeitliche Verläufe zeigen, d. h. einmal schneller und einmal langsamer ablaufen.
  • Durch die Fermentation und die damit verbundene Änderung der Eiweiß-Wasser-Bindung ändern sich selbstverständlich auch die Trocknungsmöglichkeiten; denn eine große Eiweiß-Wasser-Bindung erfordert eine langsame Trocknung, eine geringe Eiweiß-Wasser-Bindung ermöglicht und erfordert eine raschere Trocknung des Behandlungsgutes.
  • Es erscheint einsichtig, daß man diesen diffizilen Gegebenheiten und unterschiedlichen Voraussetzungen- nicht dadurch hinreichend gerecht wird, daß man eine schematische und stufenweise Absenkung der Luftfeuchtigkeit aufgrund von Erfahrungswerten vornimmt, wenn man optimale Bedingungen bei der Reifung und Trocknung des Gutes erzielen will.
  • Insbesondere besteht dann die Gefahr, daß grobkalibrige und feinkörnige Produkte zu häufig Trocknungsfehler aufweisen, dadurch an Wert verlieren oder sogar ungenießbar werden Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die eine verbesserte Regulierung des Feuchtigkeitsentzuges und damit eine optimale Behandlung der empfindlichen Nahrungsmittel ermöglichen.
  • Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß während der Behandlung des Gutes kontinuierlich eine erste Temperatur im Inneren des Gutes und eine zweite Temperatur am Rand des Gutes gemessen werden, und daß die Feuchtigkeit im Behandlungsraum zur Reduzierung des Feuchtigkeitsgehaltes des Gutes derart stetig abgesenkt wird, daß die Differenz der beiden Temperaturen auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird.
  • Damit wird in vorteilhafter Weise eine Optimierung der Trocknungsverhältnisse in lufttechnischen Anlagen zur Trocknung von Rohwurst u. ä. Fleischwaren oder Nahrungsmitteln erreicht, die eine sehr sorgfältige und vorsichtige Behandlung zum Feuchtigkeitsentzug erfordern, da keine sture Einhaltung eines einmal vorgegebenen Zeitplanes vorgenommen wird, der den unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen nicht Rechnung trägt. Mit der Messung der beiden Temperaturen und Einhaltung der vorgegebenen Temperaturdifferenz wird nämlich beim erfindungsgemäßen Verfahren eine ganz gezielte und dosierte Abgabe der Feuchtigkeit an die Umgebungsluft gewährleistet.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die beiden Temperaturen mit Einstechthermometern gemessen, von denen eines in den Wurstkern, z. B. seine Mitte gesteckt wird, während das andere Einstechthermometer unmittelbar unter der Wursthülle angeordnet wird. Mit diesen beiden Thermometern kann jederzeit der herrschende Temperaturgradient gemessen werden, der ausschlaggebend dafür ist, wie groß die Geschwindigkeit und die Menge der Feuchtigkeitsabgabe sind. Selbstverständlich brauchen nicht sämtliche Stücke im Behandlungsraum mit derartigen Thermometern ausgerüstet zu werden, vielmehr genügt es, wenn mit einer oder mehreren im Raum verteilten Pilotwürsten gearbeitet wird, in die derartige Einstechthermometer gesteckt werden Bei einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß die beiden Temperaturen mit einem im Kern des Gutes angebrachten Einstechthermometer und mit einem im Luftstrom angeordneten Thermometer mit Feuchtdocht gemessen werden. Ein derartiges Verfahren wird man dann wählen, wenn es sich bei dem Behandlungsgut beispielsweise um Würste mit geringem Durchmesser handelt, die nur eine sehr begrenzte mechanische Belastbarkeit besitzen, so daß man nicht mit zwei eingesteckten Thermome- tern arbeiten kann. Auch mit diesem vereinfachten Verfahren läßt sich jedoch in vielen Fällen in zufriedenstellender Weise die Feuchtigkeit der Umgebungsluft in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der Temperatur im Inneren des Gutes und der sogenannten Feuchttemperatur regeln, so daß eine dem Verlauf des Fermentationsprozesses angepaßte Eintrocknung zumindest bei dünnen Behandlungsgütern, wie z. B. dünnen Rohwürsten, sichergestellt ist.
  • Dabei kann so vorgegangen werden, daß man die Temperaturdifferenz auf einem konstanten Wert hält, oder aber die Temperaturdifferenz in Abhängigkeit vom pH-Wert-des- Gutes vorgibt, um eine Anpassung an den jeweiligen Säuerungszustand des Behandlungsgutes vorzunehmen, der sich im Laufe der Reifung ändert wie es oben bereits erwähnt worden ist.
  • In der Praxis werden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, wenn man mit einer konstanten Temperaturdifferenz arbeitet, wobei diese Temperaturdifferenz in der Größenordnung von einigen Zehntel Grad Celsius liegt und von der jeweiligen Zusammensetzung des Behandlungsgutes abhängen wird.
  • Was den Mechanismus beim erfindungsemäßen Verfahren anbetrifft, so findet so lange keine Verdunstung von Wasser aus dem Behandlungsgut an die Umgebung statt, wie die Feuchtigkeit des Behandlungsgutes mit der Feuchtigkeit der Umgebungsluft im Gleichgewicht ist. Wenn nun die Feuchtigkeit der Umgebungsluft reduziert wird, so kann diese Feuchtigkeit aus der Umgebung und von dem Behandlungsgut aufnehmen, so daß die Verdunstung des freien Wassers aus dem Behandlungsgut, beispielsweise der Wurst, beginnt. Die Verdunstungsenergie wird der unmittelbaren Umgebung entzogen, so daß durch die Verdunstungskälte eine Temper atur absenkung im Behandlungsgut hervorgerufen wird. Diese Temperaturverringerung ist am äußeren Rand des Behandlungsgutes naturgemäß am größten, da dort die Verdunstung am stärksten ist, weil dieser Bereich dem Luftstrom direkt ausgesetzt ist.
  • Im Inneren des Behandlungsgutes wird die Temperaturabsenkung am geringsten sein, so daß sich ein Temperaturgradient von innen nach außen einstellt. Diese Temperaturdifferenz ist dabei auf ein Maß für die unterschiedlichen Verdunstungsintensitäten zwischen dem Rand und dem Inneren der Wurst bzw. des Behandlungsgutes abgestellt.
  • Wenn die Umgebungsluftfeuchtigkeit nur geringfügig unter die Gleichgewichtsfeuchtigkeit des Behandlungsgutes abgesenkt wird, so hat dies zur Folge, daß die Verdunstung der Feuchtigkeit zwar einsetzt, jedoch nur so lange andauert, bis die Feuchtigkeit des Behandlungsgutes wieder mit der Feuchtigkeit der Umgebungsluft im Gleichgewicht ist. Von diesem Augenblick an wird die Trocknung des Behandlungsgutes so lange unterbrochen, bis eine weitere Absenkung der Luftfeuchtigkeit vorgenommen wird, was einen stufenförmigen Ablauf des Trocknungsprozesses zur Folge hat. Dadurch wird nicht nur eine unnötig lange Trocknungszeit des Behandlungsgutes in Kauf genommen, sondern auch nicht eine optimale Reduzierung des Feuchtigkeitsgehaltes mit einem optimalen Fermentationsprozeß durchgeführt.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird jedoch in vorteilhafter Weise dafür gesorgt, daß die Temperaturdifferenz zwischen dem Inneren und dem Rand des Gutes auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird, so daß der Feuchtestrom innerhalb des Behandlungsgutes von innen nach außen allmählich erfolgt und nicht abreißt, so daß ein ununterbrochener, stetiger und gleichmäßiger Trocknungsvorgang gewährleistet ist. Dies gilt unabhängig davon, ob mit einer konstanten Temperaturdifferenz gearbeitet wird, oder aber mit einem Temperaturgradienten, dessen Wert in Abhängigkeit vom pH-Wert des Behandlungsgutes gesteuert wird.
  • Die Regelung der vorgegebenen Temperaturdifferenz kann in verschiedener Weise, beispielsweise durch Änderung der Luftfeuchtigkeit oder der Strömungsgeschwindigkeit der Umgebungsluft vorgenommen werden, wobei die Regelung der Luftfeuchtigkeit in der Praxis einfacher realisierbar und damit vorzuziehen sein wird.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, das nicht stufenweise, sondern stetig abläuft, kann den herrschenden Verhältnissen im Inneren des Behandlungsgutes ständig Rechnung getragen werden. Wenn sich nämlich im Verlauf des Trocknungsvorganges die Eiweiß-Wasser-Bindung ändert, so ist damit auch eine Änderung der Feuchteströmung vom Kern zum Rand des Behandlungsgutes verbunden. Steht mehr freies Wasser aus dem Behandlungsgut zur Verfügung, so bewirkt dies ein rascheres Nachströmen zum Rand und bei konstanter Temperaturdifferenz eine raschere Verdunstung. Wenn jedoch weniger freies Wasser im Behandlungsgut vorhanden ist, wird eine Verzögerung des Feuchteflusses zum Rand und damit eine verzögerte Verdunstung stattfinden, wenn die Temperaturdifferenz konstant gehalten wird. Das bedeutet jedoch, daß die Regelung der Luftfeuchtigkeit unmittelbar in Abhängigkeit vom Fermentationsablauf vorgenommen wird und keine überholten Erfahrungswerte das Ergebnis beeinträchtigen.
  • Wenn in Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Behandlung des Gutes bei Erreichen einer vorgegebenen Luftfeuchte dadurch beendet wird, daß keine weitere Feuchtigkeitsabsenkung vorgenommen wird, so kann man auf diese Weise die Behandlungsdauer abkürzen und den Raum zur Behandlung von anderen Gütern freimachen. Dabei ist gleichzeitig gewährleistet, daß das Gut eine optimale Behandlung durchlaufen hat.
  • Man verwendet als Kenngröße für das der Vermehrung der Mikroorganismen zur Verfügung stehende freie Wasser den sogenannten aw-Wert, der einem Wert von 1/100 der Gleich- gewichtsfeuchtigkeit der Luft entspricht. Damit ist der aw-Wert definiert durch aw = relative Luftfeuchte in % 100 Zur Standardisierung der Behandlungsprodukte kann daher der Trocknungsvorgang stets bei dem gleichen aw-Wert des Behandlungsgutes beendet werden. Da man die gewünschte Feuchte des Behandlungsgutes am Ende der Trocknungsphase kennt, braucht man lediglich einen Meßfühler im Behandlungsraum vorzusehen, der an den Feuchteregler angeschlossen ist und bei Erreichen der Gleichqewichtsfeuchte dafür sorgt, daß keine weitere Feuchtigkeitsabsenkung mehr vorgenommen wird.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird somit bei abnehmender Feuchtigkeit des Behandlungsgutes die Luftfeuchtigkeit stetig abgesenkt, wobei die Temperaturdifferenz konstant gehalten wird. Beim Erreichen einer vorgewählten Luftfeuchtigkeit erfolgt dann keine weitere Absenkung der Luftfeuchtigkeit mehr, so daß die Feuchtigkeit des Behandlungsgutes und die Feuchtigkeit der Umgebungsluft nach einigen Stunden im Gleichgewicht sein werden und die Differenz der beiden Thermometer den Wert Null hat. Es kann dann das Behandlungsgut entnommen und in eine Anlage zur Weiterverarbeitung gebracht werden, beispielsweise zur Durchführung einer zweiten Trocknungsphase.
  • Bei dieser weiteren Trocknung des mikrobiologisch meist schon recht stabilen Gutes wird üblicherweise mit verringerter Luftumwälzung und niedrigeren Temperaturen gearbeitet. Dabei sind dann die Eintrocknungsraten mit abnehmender Restfeuchte immer geringer. Auch wenn das Behandlungsgut zu Beginn dieser zweiten Trocknungsphase bereits rela- tiv stabil ist, ist es noch nicht so weit ausgereift, daß Trockenfehler ausgeschlossen werden können. Das vorstehend beschriebene Verfahren kann daher in vorteilhafter Weise auch bei dieser Trocknungsphase eingesetzt werden, um die Qualität der Produkte weiter zu verbessern.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden in vorteilhafter Weise zahireiche Vorteile erreicht, die nachstehend stichwortartig angegeben werden sollen: - Vermeidung von Trockenfehlern, - Verminderung des mikrobiellen Befalls, - Verkürzung der Prozeßabläufe, - Verringerung der erforderlichen Energiekosten, - Vermeidung von Rand- und Kernvergrauung und - Erhöhung der Ausbeute durch Vermeidung unerwünschter Eintrocknungsverluste.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch nicht auf die Behandlung von Gütern gleicher Sorte im Behandlungsraum beschränkt, vielmehr können auch mehrere unterschiedliche Sorten gleichzeitig behandelt bzw. einem Trocknungsprozeß unterworfen werden. Dabei wird man dann zweckmäßigerweise die Temperaturen bzw. Temperaturdifferenzen in unterschiedlichen Pilotwürsten messen. Es erweist sich als zweckmäßig, den Reifeverlauf dann in Abhängigkeit vom jeweils empfindlichsten Behandlungsgut vorzunehmen und die Absenkung der Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft in Abhängigkeit von den Temperaturdifferenzen dieses Behandlungsgutes bzw. seiner Pilotwurst vorzunehmen. Die Regulierung der Luftfeuchtigkeit wird dann durch entsprechende Schaltung des Feuchtereglers in Abhängigkeit vom Reifeverlauf dieses empfindlichsten Behandlungsgutes vorgenommen werden.
  • Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nachstehend, unter Bezugnahme auf die einzige Figur der Zeichnung, näher erläutert. Diese Figur der Zeichnung zeigt schematisch die wesentlichen Elemente und Baugruppen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • In der Zeichnung erkennt man einen Behandlungsraum 10, in dem mehrere Würste 11 sowie eine Pilotwurst 12 vorgesehen sind. Dabei ist ein erster Temperaturmeßfühler 14 im Inneren oder im Kern der Pilotwurst 12 angeordnet, während ein zweiter Temperaturmeßfühler 15 unter der Hülle 13 der Pilotwurst 12 angebracht ist. Diese beiden Temperaturmeßfühler 14 und 15 sind über Leitungen 17 und 18 an einen Meßumformer 22 angeschlossen. Bei den Temperaturmeßfühlern 14 und 15 kann es sich beispielsweise um Widerstandsthermometer handeln, deren Widerstandssignale im Meßumformer 22 in Gleichspannungssignale umgewandelt werden, beispielsweise in einem Einheitsbereich von 0 - 10 V. Die Anordnung kann dabei so getroffen sein, daß die von den beiden Temperaturmeßfühlern 14, 15 gemessene Temperaturdifferenz in einem Bereich von 0 - 2 OC linear in Gleichspannungssignale im Bereich von 0 - 10 V Gleichspannung umgewandelt werden.
  • Der Meßumformer 22 ist über eine Leitung 24 an einen Regler 28 angeschlossen, der mit einem Komparator ausgerüstet ist und die Befeuchtung des Behandlungsraumes 10 steuert, wie es nachstehend näher erläutert ist. Zu diesem Zweck erhält der Regler 28 über eine Leitung 27 ein zweites Eingangssignal von einem Temperaturdifferenz-Sollwertgeber 26.
  • Dieser Sollwertgeber 26 gibt die Temperaturdifferenz vor, die zwischen den beiden Temperaturmeßfühlern 14 und 15 im Betrieb aufrechterhalten werden soll, damit ein ständiger Feuchtestrom innerhalb der Rohwürste gegeben ist.
  • Der Sollwertgeber 26 kann einen Speicher für Temperaturdifferenzwerte aufweisen, so daß die gewünschte Temperaturdifferenz eingestellt und vorgegeben werden kann. Dabei liefert der Sollwertgeber 26 zweckmäßigerweise ebenfalls Spannungssignale im Bereich von 0 - 10 V Gleichspannung, die linear einer Temperaturdifferenz von 0 - 2 OC entsprechen. Will man beispielsweise eine Temperaturdifferenz von 0,5°C vorgeben, so wird der Sollwertgeber 26 über seine Leitung 27 ein Ausgangssignal von 2,5 V Gleichspannung liefern.
  • Die beiden Eingangssignale auf den Leitungen 24 und 27 werden von dem Komparator des Reglers 28 miteinander verglichen, der seinerseits über Steuerleitungen 31 und 32 dafür sorgt, daß die gewünschte Temperaturdifferenz im Behandlungsraum 10 eingestellt bzw. aufrechterhalten wird. Der Regler 28 liefert über die Steuerleitungen 31 und 32 Ausgangssignale, nämlich z. B. Impulse mit 220 V Wechselspannung, mit denen Stellmotoren 39 bzw. 40 angetrieben werden, welche Stellventile 35 und 36 betätigen.
  • Dabei ist eine Kühlung 29 über eine Leitung 34, das Stellventil 36 und eine Leitung 38 an ein Luftaufbereitungsaggregat 43 angeschlossen; in gleicher Weise ist eine Befeuchtung 30 über eine Leitung 33, das Stellventil 35 und eine Leitung 37 an das Luftaufbereitungsaggregat 43 angeschlossen. Von diesem Luftaufbereitungsaggregat 43 führt eine Zuleitung 41 zum Behandlungsraum 10, während die Rückleitung vom Behandlungsraum 10 mit dem Bezugszeichen 42 benannt ist.
  • Ferner erkennt man in der Zeichnung einen mit dem Bezugszeichen 16 versehenen Temperaturmeßfühler 16, der als Feuchtemeßfühler mit Feuchtedocht ausgebildet ist und dann verwendet wird, wenn es beispielsweise aus Gründen der geringen mechanischen Belastbarkeit nicht zu vertreten ist, zwei Einstechthermometer 14 und 15 an der Pilotwurst 12 anzubringen. In diesen Fällen verwendet man dann lediglich ein Einstechthermometer als Temperaturmeßfühler 14, während der Temperaturmeßfühler 16 im Luftstrom der Zuführungsluft für den Behandlungsraum 10 angeordnet wird und dabei die sogenannte Feuchttemperatur mißt. Gegebenenfalls kann ein derartiger Temperaturmeßfühler auch mit einer Klammer außen an einer Pilotwurst 12 befestigt sein.
  • Der Temperaturmeßfühler 16 ist über eine Leitung 19 an den Meßumformer 22 angeschlossen, so daß dieser Meßumformer 22 dann ggf. die beiden Signale auf den Leitungen 18 und 19 von den Temperaturmeßfühlern 14 und 16 verarbeitet, um die gewünschte Temperaturdifferenz einzustellen.
  • Außerdem erkennt man in der Zeichnung einen pH-Wert-Meßfühler 21, der über eine Leitung 20 an einen Meßumformer 23 angeschlossen ist. Dieser Meßumformer 23 liefert entsprechende Gleichspannungssignale, die über eine Leitung 25 auf den Sollwertgeber 26 übertragen werden. Wird diese zusätzliche Ausführungsform verwendet, so kann die Temperaturdifferenz von dem Sollwertgeber 26 in Abhängigkeit von dem gemessenen pH-Wert vorgegeben werden, um eine optimale Steuerung der Vorrichtung vorzunehmen. In diesen Fällen ist es dann möglich, die Feuchtigkeitsverringerung im Behandlungsraum 10 tatsächlich in Abhängigkeit vom Fermentationsverlauf zu steuern. Ist ein derartiger pH-Wert-Meßfühler 21 nicht vorgesehen oder angeschlossen, kann die Steuerung der Temperaturdifferenz z. B. mit einem konstanten Wert von dem Sollwertgeber 26 vorgegeben werden.
  • Außerdem kann in dem Behandlungsraum 10 ein Feuchtemeßfühler 44 vorgesehen sein, der über eine Leitung 45 an den Regler 28 angeschlossen ist. Auf diese Weise erhält der Regler 28 ein Signal über die im Behandlungsraum 10 herrschende Luftfeuchtigkeit, so daß die Absenkung der Luftfeuchtigkeit in dem Behandlungsraum 10 dann unterbrochen werden kann, wenn eine gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist, die einem standardisierten Feuchtigkeitsgehalt des Behandlungsgutes entspricht.
  • Die Behandlung oder Trocknung der Güter im Behandlungsraum 10 wird beispielsweise dadurch eingeleitet, daß man ausgehend von einem Feuchtigkeits-Gleichgewichtszustand im Behandlungsraum 10 zwischen dem Behandlungsgut und der dortigen Umgebungsluft die Luftfeuchte im Behandlungsraum 10 über die Luftversorgung vom Luftaufbereitungsaggregat 43 reduziert. Infolgedessen wird die Pilotwurst 12 zunächst am Rand Feuchtigkeit durch Verdunstung abgeben, so daß der Temperaturmeßfühler 15 eine geringere Temperatur messen wird als der andere Temperaturmeßfühler 14.
  • Dadurch wird sich beim Meßumformer 22 eine bestimmte Temperaturdifferenz einstellen, die über die Leitung 24 auf den Regler 28 gegeben und dort mit einer vorgegebenen Temperaturdifferenz vom Sollwertgeber 26 verglichen wird.
  • Diese Temperaturdifferenz zwischen den beiden Temperaturmeßfühlern 14 und 15 kann bis auf den vorgegebenen Temperaturdifferenz-Sollwert ansteigen. Sobald dieser Sollwert erreicht ist, tritt der Regler 28 in Aktion und sorgt zunächst für eine Beibehaltung der Luftfeuchtigkeit, die über das Luftaufbereitungsaggregat 43 in den Behandlungsraum 10 eingeführt wird.
  • Wird die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Temperaturmeßfühlern 14 und 15 kleiner als der vorgegebene Temperaturdifferenz-Sollwert, so gibt der Regler 28 über die Steuerleitungen 31 und 32 Signale zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit im Behandlungsraum 10. Wenn umgekehrt die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Temperaturmeßfühlern 14 und 15 zu groß wird, bedeutet dies eine zu geringe Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft und damit eine zu schnelle Trocknung des Behandlungsgutes, so daß in diesen Fällen die Luftfeuchtigkeit im Behandlungsraum 10 wieder erhöht wird, um die gewünschte Temperaturdifferenz erneut herzustellen, damit ein gleichmäßiger Feuchtestrom im Behandlungsraum 10 von innen nach außen stattfindet und damit ein ununterbrochener Trocknungsvorgang bewirkt wird.
  • Der Regler 28, der über die beiden Steuerleitungen 31 und 32 die beiden Stellmotoren 39 bzw. 40 für die Stellventile 35 bzw. 36 beaufschlagt, steuert damit die Versorgung des Luftaufbereitungsaggregates 43 in Abhängigkeit von der Kühlung 29 bzw. der Befeuchtung 30.
  • Bei steigender Temperaturdifferenz im Behandlungsgut wird das Befeuchtungs-Stellventil 35 weiter geöffnet, so daß zur Befeuchtung der Luft mehr Dampf in das Luftaufbereitungsaggregat 43 einströmt und über die Zuleitung 41 in den Behandlungsraum 10 gelangt.
  • Bei fallender Temperaturdifferenz wird dieses Befeuchtungs-Stellventil 35 wieder weiter geschlossen. Reicht das Schließen des Befeuchtungs-Stellventils 35 nicht aus, um den vorgegebenen Temperaturdifferenz-Sollwert zu erreichen, so beginnt das Kühl-Stellventil 36 zu öffnen, das an die Kühlung 29 angeschlossen ist. Am Kühler dieser Kühlung 29 taut dann Wasser aus der Umluft aus. Die zugeführte Luft wird nun von einem nicht dargestellten, nachgeschalteten Erhitzer wieder entsprechend erwärmt, wobei eine hier nicht dargestellte Temperaturregelung verwendet wird.
  • In der vorstehend beschriebenen Weise kann der Regler 28 somit über die ihm nachgeschaltete Steuereinrichtung für die Einstellung und Einhaltung der gewünschten, vorgegebenen Temperaturdifferenz in der Behandlungskammer 10 sorgen, so daß die angestrebte gleichmäßige Reifung und Trocknung in dem Behandlungsraum 10 gewährleistet ist.
  • Wie bereits erwähnt, kann anstelle des Temperaturmeßfühlers 15 auch der Temperaturmeßfühler 16 als zweiter Temperaturmeßfühler eingesetzt werden, wenn dies in der Praxis geboten ist. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist dann die gleiche wie oben beschrieben.
  • Die pH-Wert-abhängige Steuerung des Temperaturdifferenz-Sollwertes kann zusätzlich vorgesehen sein, ohne daß sie unbedingt in der Praxis erforderlich ist. Allerdings erhält man damit eine noch optimalere Behandlung der Güter im Behandlungsraum 10, weil eine Anpassung an den tatsächlich ablaufenden Fermentationsprozeß erfolgt.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch die Anwendung von (zwei) Einstechthermometern unmittelbar an der Rohwurst die Nachteile der bisher üblichen Messung der Luftfeuchte zur Feuchteregelung vermieden werden. Bei Klimaanlagen zum Reifen, Trocknen und Räuchern von Rohwurst wird nämlich zur Feuchteregelung die Luftfeuchtigkeit gemessen, die Feuchttemperatur wird über ein Thermometer mit Feuchtedocht gemessen. Diese Messung ist oft fehlerhaft, weil Holzteer aus dem Räucherrauch, mineralische Ablagerungen aus dem Wasser etc. den Feuchtedocht verschmutzen und somit zu Fehlmessungen führen. Dieser Nachteil wird bei der Anwendung von Einstechthermometern vermieden, so daß eine genauere Feuchteregelung der Klimaanlage erfolgt.
  • Bezugszeichenl iste 10 Behandlungsraum 11 Wurst 12 Pilotwurst 13 Hülle 14 Temperaturmeßfühler 15 Temperaturmeßfühler 16 Temperaturmeßfühler 17 Leitung 18 Leitung 19 Leitung 20 Leitung 21 pH-Wert-Meßfühler 22 Meßumformer 23 Meßumformer 24 Leitung 25 Leitung 26 Sollwertgeber 27 Leitung 28 Regler 29 Kühlung 30 Befeuchtung 31 Leitung 32 Leitung 33 Leitung 34 Leitung 35 Stellventil-Befeuchtung 36 Stellventil-Kühlung 37 Leitung 38 Leitung 39 Stellmotor 40 Stellmotor 41 Zuleitung 42 Rückleitung 43 Luftaufbereitungsaggrega 44 Feuchtemeßfühler 45 Leitung Bezugszeichenl iste 10 Behandlungsraum 11 Wurst 12 Pilotwurst 13 Hülle 14 Temperaturmeßfühler 15 Temperaturmeßfühler 16 Temperaturmeßfühler 17 Leitung 18 Leitung 19 Leitung 20 Leitung 21 pH-Wert-Meßfühler 22 Meßumformer 23 Meßumformer 24 Leitung 25 Leitung 26 Sollwertgeber 27 Leitung 28 Regler 29 Kühlung 30 Befeuchtung 31 Leitung 32 Leitung 33 Leitung 34 Leitung 35 Stellventil-Befeuchtung 36 Stellventil-Kühlung 37 Leitung 38 Leitung 39 Stellmotor 40 Stellmotor 41 Zuleitung 42 Rückleitung 43 Luftaufbereitungsaggreg 44 Feuchtemeßfühler 45 Leitung - Leerseite -

Claims (18)

  1. Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des Trocknungsverlaufs von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohwurst Patentansprüche Verfahren zur Steuerung des Trocknungsverlaufs von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohwurst, bei welchem dem zu behandelnden Gut durch die Zufuhr von ggf. konditionierter Luft Wasser entzogen wird, bis der gewünschte Reife- und Trocknungsgrad erreicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß während der Behandlung des Gutes kontinuierlich eine erste Temperatur im Inneren des Gutes und eine zweite Temperatur am Rand des Gutes gemessen werden, und daß die Feuchtigkeit im Behandlungsraum zur Reduzierung des Feuchtigkeitsgehaltes des Gutes derart stetig abgesenkt wird, daß die Differenz der beiden Temperaturen auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Temperaturen mit Einstechthermometern gemessen werden, von denen eines in den Wurstkern, z. B. seine Mitte gesteckt wird, während das andere unmittelbar unter der Wursthülle angeordnet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Temperaturen mit einem im Kern des Gutes angebrachten Einstechthermometer und mit einem im Luftstrom angeordneten Thermometer mit Feuchtedocht gemessen werden.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturdifferenz auf einem konstanten Wert gehalten wird.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturdifferenz in Abhängigkeit vom pH-Wert des Gutes vorgegeben wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Temperaturdifferenz in der Größenordnung von einigen Zehntel Grad Celsius gearbeitet wird.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Gutes bei Erreichen einer vorgegebenen Luftfeuchte dadurch beendet wird, daß keine weitere Feuchtigkeitsabsenkung vorgenommen wird.
  8. 8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichzeitiger Behandlung von unterschiedlichen Gütern in demselben Behandlungsraum die Absenkung der Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit von der Temperaturdifferenz des empfindlichsten Gutes gesteuert wird.
  9. 9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Gutes durch Absenkung der Umgebungsluftfeuchtigkeit unter die Gleichgewichtsfeuchte des Gutes eingeleitet wird.
  10. 10. Vorrichtung zur Steuerung des Trocknungsverlaufs von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohwurst, bei welcher dem zu behandelnden Gut in einem Behandlungsraum durch die Zufuhr von ggf. konditionierter Luft Wasser entzogen wird, bis der gewünschte Reife- und Trocknungsgrad erreicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behandlungsraum (10) mindestens zwei Temperaturmeßfühler (14, 15) vorgesehen sind, deren gemessene Temperaturdifferenz (24) mit einem Temperaturdifferenz-Sollwert (26, 27) in einem Regler (28) mit Komparator verglichen wird, und daß der Regler (28) an die Kühlung (29) und Befeuchtung (30) für das Luftaufbereitungsaggregat (43) des Behandlungsraumes (10) angeschlossen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß beide Temperaturmeßfühler (14, 15) in bzw. an einer Pilotwurst (12) anbringbar sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßfühler (14, 15) als Widerstandsthermometer ausgebildet sind.
  13. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Temperaturmeßfühler (16) als Feuchtefühler mit Feuchtedocht ausgebildet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßfühler (14, 15, 16) über einen Meßumformer (22) an den Regler (28) angeschlossen sind.
  15. 15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturdifferenz-Sollwertgeber (26) an einen pH-Wert-Meßfühler (21) angeschlossen ist, der an einer Pilotwurst (12) anbringbar ist.
  16. 16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturdifferenz-Sollwertgeber (26) einen Speicher für Temperaturdifferenzwerte, ggf. pH-Wert-abhängige Temperaturdifferenzwerte aufweist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Behandlungsraum (10) mit einem Feuchtemeßfühler (44) ausgerüstet ist, der an den Regler (28) angeschlossen ist, um die Feuchtigkeitsabsenkung bei Erreichen eines vorgegebenen Wertes abzuschalten.
  18. 18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 - 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Regler (28) über Stellmotoren (39, 40) an Stellventile (35, 36) in den Zuführungsleitungen (33, 37; 34, 38) der Befeuchtung (30) bzw. der Kühlung (29) angeschlossen ist.
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