DE3239291A1 - Einrichtung zum kontinuierlichen giessen von insbesondere metallen wie kupferlegierungen - Google Patents
Einrichtung zum kontinuierlichen giessen von insbesondere metallen wie kupferlegierungenInfo
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Description
3239291 Busse & Busse Patentanwälte
Etablissements Griset Dipl -Ing. Dr iur. V. Busse
v Dipl.-Ing. Dietrich Busse
123, rue Leopold Rechossiere Dipl.-Ing. Egon Bünemann
Aubervilliers (Seine St. Denis)
" " ' """—; D-4500 Osnabrück
Grollhandelsune 6 Posllach i??6
Fernsprecher (05 41) 58 60 81 u 5B6082
TeIeQ ram me. patgewar ösnebrucK
22. Okt. 1982 L/Hä
Einrichtung zum kontinuierlichen Gießen von insbesondere Metallen wie Kupferlegierungen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum kontinuierlichen
Gießen von insbesondere Metallen wie Kupferlegierungen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, Metall und insbesondere Kupferlegierungen
mit Hilfe einer Einrichtung (Fig. 1) kontinuierlich zu gießen,
die von einem Schmelzkessel 1 gespeist wird, der das Metall in der Schmelze enthält. Dieser Schmelzkessel 1 umfaßt eine
Gießöffnung, die in ein Mundstück bzw. eine Düse 2 aus
Graphit von z.B. rechteckigem Querschnitt ausmündet, die mit Kühlelementen 3 z.B. mit Kühlmittelumlauf versehen ist. Das
geschmolzene Metall, das fortlaufend in der Düse 2 von den Elementen 3 gekühlt wird, kann sodann in Form eines Bandes 4
abgezogen werden.
Die Arbeitsgeschwindigkeit einer derartigen Einrichtung hängt
von den Kühlmöglichkeiten der von der Düse 2 und den Elementen 3 gebildeten Einheit ab. Das Band 4 kann nämlich nur
dann abgezogen werden, wenn es eine ausreichende Festigkeit darbietet, d.h., wenn es ausreichend abgekühlt ist.
Es werden in der Hauptsache zwei Arten von Düsen bzw. Mundstücken
(Fig. 2,3) verwendet. Die erste Düsenart ist von zwei Halbschalen bzw. -formen 21 aus Graphit gebildet, die zur Ausbildung
des Kanals 22 für das Metallband geformt sind. Die beiden Halbschalen 21 sind zwischen den Kühlelementen festgelegt,
die durch Spannstangen, -bolzen od. dgl. Verbindungs-
M
-z-
glieder 5 fest miteinander verbunden sind.
Zusätzlich zu den oben dargelegten Mängeln erfordert diese Lösung eine kostenaufwendige Bearbeitung der Mundstücke.
Die zweite derzeit verwendete Mundstückart (Fig. 3) umfaßt zwei Platten 23, die durch Abstandseleraente 24 voneinander
derart getrennt sind, daß der Kanal 22 für das Metall gebildet ist. Die in dieser Weise gebildete Einheit ist, wie
ini vorhergehenden Fall, zwischen zwei Kühlelementen festgelegt,
die durch die Spannglieder 5 miteinander verbunden sind.
Diese Lösung ist vorteilhafter als die vorhergehende, da es nicht erforderlich ist, Mundstücke bzw. Düsen von verhältnismäßig
komplexer Form im Graphit zu bearbeiten.
Da die Arbeitsgeschwindigkeit der Einrichtung vom Wärmeaustausch zwischen dem Mundstückkanal 22 unäden Elementen 3 abhängt,
ist es unerläßlich, daß die OberfLfächen der Formteile
21,23 und der Kühlelemente 3 eine so gute gegenseitige Berührung wie möglich besitzen.
Leider zeigen die Formteile 21 bzw. 23 die Neigung, sich durchzubiegen
(Fig.4).Diese Durchbiegung folgt im wesentlichen aus der Wärmedehnung, die aus dem Temperaturgefälle im Inneren der
Graphitteile resuliert.
Aufgrund ihrer gebogenen Form lösen sich nun die Elemente bzw. 23 von den Kühlelementen 3 und bilden einen Luftspalt
Der Luftspalt 6 verringert in erheblichem Umfang das Wärmeaustauschvermögen und damit die Arbeitsgeschwindigkeit der
Einrichtung.
Es ist in diesem Zusammenhang bereits vorgeschlagen worden, die Formelemente 21 bzw. 23 in der Weise auszubilden, daß sie
eine gegenüber der in Fig. 4 dargestellten Krümmung umgekehrte
Krümmung aufweisen. Nach ihrem Einbau sollen sich die Elemente
21 bzw. 23 in gerader Form gegen die Kühlelemente 3 legen.
Abgesehen davon, daß diese Lösung aufgrund der komplexen Form und der damit verbundenen Feinbearbeitung der Formteile
sehr aufwendig ist , brachte sie nicht die erwarteten Ergebnisse.
Es ist ferner bekannt, die Formelemente 23 an den Kühlelementen
3 durch Klebung oder besser durch Verschraubung festzulegen.
Die letztgenannte Lösung, die eine festere Verbindung
als eine Verklebung ermöglicht, ist jedoch mit schwerwiegenden Nachteilen behaftet, da Gewindebohrungen in die Graphitteile
eingearbeitet werden müssen, die darüber hinaus, damit sie nicht leicht zerbrechen, dicker sein müssen. Außerdem ist es
erforderlich, die Kühlelemente 3 für den Durchgang der Gewindeschäfte zu durchbohren. Der Zusammen- und der Auseinanderbau
werden dadurch ebenfalls komplizierter und langwieriger.
Ein weiteres Problem, das mit einem kontinuierlichen Gieß-Vorgang verbunden ist, ist das Schrumpfproblem. Mit einem
Mundstück bzw. einer Düse, deren Querschnitt dem der Fig. 6 A entspricht, erhält man nämlich ein Produkt, dessen Querschnitt
dem der Fig. 6 B entspricht, wobei in dieser Fig. die Austiefung des mittlererfBereichs stark übertrieben dargestellt
ist.
Die Ränder 41 des Bandes 4 entsprechen der Form der Düse, während in der Mitte des Querschnitts die Bereiche 42 konkav
sind. Dies resultiert aus dem Temperaturunterschied zwischen
den Enden und der Mitte des Bandes. Dieser Austiefungseffekt
wird kumulativ verstärkt, einerseits, weil die Graphitformen zur Mitte hin die schlechtesten Wärmeaustauschbedingungen aufgrund
ihres verhältnismäßig schlechten Kontakts mit den Kühlelementen darbieten, und andererseits aufgrund der Verformung
der Düsenelemente (vgl. Fig. 4).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten
3233291
t.
- A -
- A -
Nachteile zu beseitigen und insbesondere ein Mundstück bzw. eine Düse zum kontinuierlichen Gießen, insbesondere zum
Gießen einer Kupferlegierung, zu schaffen, die das Gießen von Bändern mit vollkommen regelmäßiger Dicke und mit beträchtlicher
Gießgeschwindigkeit ermöglicht.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Ausgestaltung der Einrichtung gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst, bei
der Mittel zur Erzeugung von Biegemomenten vorgesehen sind, durch die die Formteile gegen die entsprechenden Flächen der
Kühlelemente gelegt werden. Insbesondere können dabei Druckkräfte unterhalb der Ebene der neutralen Faser quer
zur Düse ausgeübt werden, um durch Reaktion die die Düse bildenden Formelemente gegen die Kühlelemente auf der gesamtmöglichen
Kontaktfläche zu drücken.
Aufgrund der Vorspannung der Düsenteile in Querrichtung wird deren Rückseite vollkommen gegen die Kühlelemente zur Anlage
gebracht, so daß auf diese Weise eine wirkungsvolle Kühlung der Düsenelemente gewährleistet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Kontaktflächen
der Kühlelemente konkav gekrümmt ausgebildet.
Durch die leicht konkave Form der Kühlelemente wird die Berührung zwischen den Düsenteilen und den Kühlelementen noch
verbessert und ein Ausgleich für die Hohlform des Bandes geschaffen.
Diese Ausgestaltung bietet keine sonderlichen Schwierigkeiten, da die Verschleißteile die die Düse bildenden Elemente sind
und die Kühlelemente keinerlei Verschleiß unterliegen.
Die Düsenteile sind demnach stets von ebenen Elementen gebildet, die einfach in Querrichtung eingespannt sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die konkaven
bad original
Flächen der Kühlelemente durch den Zusammenbau von Elementenflächen
gebildet, die durch zurückweichende Teile getrennt sind, welche Kanäle bilden, die ein Wärmeaustauschmedium aufnehmen.
Eine Verbesserung der Kräfteverteilung im Inneren der die Düse bildenden ebenen Elemente kann durch eine Dreipunktabstützung
erreicht werden. Diese Ausgestaltung bietet außerdem den Vorteil einer vereinfachten Herstellung der Kühlelemente,
da die drei Kontaktflächen ebene Flächen sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung in
Verbindung mit der Zeichnung, in der neben bekannten Ausge-Ί
5 stalungen mehrere Ausführungsformen des Gegenstands der
Erfindung schematisch veranschaulicht sind. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer
bekannten Einrichtung zum kontinuierlichen
Gießen einer Kupferlegierung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine erste Aus
führungsform eines bekannten Mundstückes
zum kontinuierlichen Gießen,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine weitere Aus
führungsform eines Mundstückes zum kontinuierlichen Gießen nach dem Stand der Technik,
Fig. 4 eine Schemadarstellung zur Veranschaulichung
der Verformung der Bauteile des Mundstückes unter dem Einfluß von Wärmespannungen,
Fig.5 eine Schnittdarstellung einer Ausführungs
form eines Mundstückbauteils mit umgekehrter Krümmung,
Fig.6A und 6B eine theoretische Schnittdarstellung eines nach einem kontinuierlichen Gießverfahren
hergestellten Erzeugnisses bzw. eine Schnittdarstellung eines erhaltenen Erzeugnisses,
wobei die Verformungen übertrieben sind,
Pig. 7 eine Prinzipdarstellung der beiden Einrichtungen, von denen die eine arider rechten
Seite und die andere an der linken Seite angeordnet ist,
Fig.8,9 u. 10 Erläuterungsschemata der Fig. 7,
Fig.8,9 u. 10 Erläuterungsschemata der Fig. 7,
Fig. 11 eine Schemadarstellung eines weiteren Aus
führungsbeispiels zum Aufbringen eines Biegemomentes,
Fig. 12A u. 12B eine abgewandelte Ausführungsform,
Fig. 1.3 ein Prinzipschema einer weiteren abgewandel
ten Ausführungsform,
Fig. 14 u. 15 zwei Ausführungsbeispiele der Abwandlung nach
Fig. 13,
Fig. 16 eine schematische Darstellung der oberen
Hälfte einer Abwandlung eines Teils einer
Einrichtung zum kontinuierlichen Gießen,
Fig. 17 eine Darstellung entsprechend Fig. 16, wobei
der Mundstückteil an das Kühlelement angelegt ist,
Fig. 18 eine Schemadarstellung eines Sektors eines
Mundstückteils zur Berechnung der bei dem Ausführungsbeispiel· nach den Fig. 15 und
auftretenden Kräfte und
Fig. 19 eine Schemadarstellung noch einer weiteren
Abwandlung.
Gemäß der Darstellung in Fig. 7 umfaßt die Einrichtung, die
in einem schematischen Schnitt in der Höhe des Mundstücks dargestellt ist, Kühlelemente 3, die an die Teile 23 des Mund-Stücks
angelegt sind, die ihrerseits durch Abstandselernente 2
voneinander getrennt sind, derart, daß ein Mundstück bzw. eine Düse von beispielsweise rechteckigem Querschnitt gebildet
ist. Die Einrichtung umfaßt dabei Mittel zum Ausüben von Biegemomenten, z.B. Druckmittel bzw. -glieder 25, die
auf die Ränder der Munstückteile 23 einwirken, um Druckkräfte F
in jedem Mundstückteil 23 auf der Seite zu erzeugen, die der der Kühlelemente 3 in bezug auf die Ebene 26 der neutralen
Faser gegenüberliegt. ■> '—
Die Fig. 8 veranschaulicht die Wirkung der Druckglieder 25
auf einenBereich 232 des Mundstücks.
Die Resultierende F der auf die Seitenflächen 231 des Teils
ausgeübten Druckkräfte muß, schematisch gesehen, auf den Bereich 232 jeder Seitenfläche 231 aufgebracht werden, der
in bezug auf die Ebene der neutralen Faser 26 auf der Seite liegt, die der Anlagefläche 233 des Teils 23 an der Kontaktfläche
des zugehörigen Kühlelements 3 entgegengerichtet ist.
Der Abstand d zwischen der neutralen Faser und der Linie der
Resultierenden F ermöglicht die Berechnung des Moments M = F χ d,
das auf den Murefetückteil 23 ausgeübt wird und bestrebt ist,
den Teil 23 entsprechend der Darstellung in Fig. 9 durchzu-T5
biegen.
Da (Fig. 10) das Kühlelement 3 der Durchbiegung des Teils 23 entgegenwirkt, verhalten sich die Kräfte fi im Abstand di
jedes eine Abstützung bildenden Abstandelementes 2 4 wie:
M = Mi Σ und Fxd=S f i χ di
Die Berechnung zeigt demnach, daß diese Abstützungskräfte fi
(oder die entsprechenden Reaktionen) in dem Maße kleiner werden, wie di größer wird, und daß eine mittlere Zone Z vorhanden ist,
in der die Kräfte null sind.
Die Fig. 11 zeigt die Erzeugung von Biegemomenten durch Ausübung
von Kräften F, auf die Endi
jenseits der Abstandelemente 24.
jenseits der Abstandelemente 24.
übung von Kräften F, auf die Enden der Mundstückteile 23
Gemäß der Darstellung in Fig. 12A ist bei einer ersten Ausführungsform
zur Erzielung einer besseren Verteilung der Kräfte und folglich einer besseren Anlage des Teils 23 am Kühlelement
ein Kühlelement 3' mit einer konkaven Krümmung vorgesehen.
Die Fig. 12B zeigt ein komplettes Mundstück mit zwei konkaven
Elementen 3' .
Eine andere Lösung, um die Kräfte verschieden zu verteilen, ist in den Fig. 13,14 und 15 dargestellt.
Gemäß der Darstellung in Fig. 13 ist das Kühlelement 3" mit einer Stützfläche für das Teil 23 versehen, die seitliche
Zonen 31 für eine Abstützung auf dem Teil 23 gerade gegenüber den Abstandselementen 24, eine zentrale Zone 33 und
Zwischenausnehmungen 32 aufweist.
Unter diesen Bedinjingen wirken sich die Kräfte fi (oder die
Reaktionen) in der Hauptsache nur in der Zone 33 aus, was eine Gewähr für einen guten Anlagedruck zwischen den Teilen
23 und 3" bietet, da eine Berührung nur in den Zonen 31,33,31 möglich ist.
Die Ausnehmungen 32 können ein die Wärme gut leitendes Medium, wie z.B. Wasserstoff, Helium oder Quecksilber, enthalten.
Die Fig. 14 zeigte eine Abwandlung der Ausfuhrungsform nach
Fig. 13 mit einem Kühlelement 3''' mit konkaver Kontaktfläche.
Die Kontaktfläche umfaßt Stütz- bzw. Anlagezonen 34, 36, 3 4
an den Rändern und in der Mitte sowie Ausnehmungen 35, die mit einem leitenden Medium (Wasserstoff, Helium, Quecksilber) gefüllt
sind.
In dieser Lösung sind die Vorteile der Stützzonen und der konkaven Oberfläche vereinigt.
Die Fig. 15 zeigt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform.
Das Kühlelement 3 biä:et hierbei eine konkave Fläche dar, die
von drei geraden Segmenten 37,38,37 gebildet ist. Da sich das den Druckkräften ausgesetzte Teil 23 fortlaufend krümmt, bestehen
Ausnehmungen bzw. Hohlräume 39 zwischen der polygonalen '
Kontur 37,38,37 und der fortlaufenden Krümmungslinie des
Teils 23.
Wie in den vorhergehenden Fällen können die Hohlräume 3 9 ein Wärmeleitmedium enthalten.
Die letztgenannte Ausführungsform ist hinsichtlich der Herstellung
und Benutzung von besonderer Bedeutung. Die Herstellung ist einfach, da es genügt, im Teil 3 eine Ausnehmung
vorzusehen, deren Querschnitt eine poylgonale Form aufweist, wobei die Anzahl der Segmente nicht auf drei beschränkt
ist.
Der Wirkungsgrad dieser Ausführungsform ist ebenfalls sehr
groß, da gleichzeitig Stützzonen und eine konische Form der Ausnehmungen vorhanden sind.
Die konkaven Oberflächenformen der Kühlelemente und folglich
der Mundstückteile ermöglichen außerdem einen Ausgleich der Hohlform des Bandes, die normalerweise durch Schrumpf hervorgerufen
wird.
In allgemeiner Form und in Abwandlung der Fig. 11 können die
Biegemomente, die von den auf die Außenseite der Abstandselemente 24 ausgeübten Druckkräften azeugt werden, z.B. dadurch
aufgebracht werden, daß Keile zwischen die Enden der Mundstückteile 21,23 und die entsprechende Fläche der Elemente
jenseits der Abstandselemente 24 gesetzt werden, wobei eine
Zugkraft von den Spanngliedern 5 aufgebracht wird.
Gemäß der Darstellung in den Fig.16 und 17 umfaßt die Einrichtung zum kontinuierlichen Gießen, von der lediglich ein
Bereich dargestellt ist, ein Kühlelement 3, dessen Oberfläche 311, gegen die sich der Mundstückteil 23 anl-egen soll, gekrümmt
ist. Diese Oberfläche 311 könnte in anderen Fällen eben ausgebildet sein.
Der Mundstückteil 23 ist der Wirkung von Einrichtungen 25'
ausgesetzt, die ein Biegemoment im Mundstückteil erzeugen, damit es sich an die Oberfläche 311 (Fig.17) anlegt. Die
Einrichtungen 25' üben verteilte Kräfte f aus, die in Richtung der Oberfläche 311 schräg verlaufen, d.h. Kräfte, die
eine zur Fläche 311 gerichtete Komponente aufweisen.
Die von den Einrichtungen 25' ausgeübten Kräfte sind über die
gesamte Seitenfläche 231 des Mundstückteils 23 verteilt.
Die Fig. 18 ermöglicht eine Verdeutlichung der Berechnung der
Gegenwirkung bzw. Reaktion RE eines Elements 100 des Mundstückteils auf das Kühlelement 3 als Funktion von Kräften F,die ai;
verteilten Kräften f resultieren, welche die Endflächen 231 des Mundstückteils 23 beaufschlagen. Wenn
T5 e = die Dicke des Mundstückteils 23, 1 = die Breite des Mundstückteils
23, u = die Länge des Elements des Mundstückteils 23, s = die Anlagefläche des Elements des Mundstückteils 23 am
Kühlelement 3, F = die aus den verteilten Kräften f resuMerende Kraft, so ist
s = lxu;F=fxexl;
R = der Krümmungsradius des Kühlelements 3 und des Mundstückteils 23,
ei.= der Winkel, unter dem sich das Element 100 des Mundstückteils
23 vom Krümmungsmittelpunkt aus darstellt ( 0C = u/R)
(D.
Die beiden Kräfte F setzen sich zusammen und ergeben eine vertikale Reaktionskraft RE:
RE = F (X = (2) Fu/R = f e 1 u/R und somit
RE _ f e
r - τη -
Die Fig. 19 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. Der Mundstückteil
23 ist im Inneren des entsprechenden Kühlelements 3 festgelegt, das Seitenbereiche 312 aufweist, die ein Lager bzw.
eine Abstützung zur Aufnahme des Mundstückteils 23 bilden. Die untere Oberfläche des Mundstückteils 23 kann entweder gekrümmt
sein, wie es durch die Bezugszahl 232 gekennzeichnet ist, oder eben sein, wie es die Bezugszahl 233 anzeigt.
BAD ORIGINAL
323929Ί
Zu beiden Seiten der Fig. 19 ist schematisch die Einrichtung 25' wiedergegeben, die ein Biegekräftepaar bzw. ein Biegemoment
am Mundstückteil 23 erzeugt, d.h. eine Querkraft, die über die gesamte Oberfläche bzw. so gut wie die Gesamtheit der seitlichen
5 Oberfläche 231 des Mundstückteils 23 verteilt ist.
Nach einer weiteren, nicht dargestellten Abwandking sind die
die Biegemomente erzeugenden Einrichtungen solche Einrichtungen, mit denen ein Mittel bzw. eine Komponente eingespritzt
werden kann, die zumindest mit einem Schichtenbereich über eine bestimmte Tiefe reagiert, um eine Längung dieser Schicht
und damit ein Moment zu erzeugen, das eine Durchbiegung des Mundstück-teils hervorruft.
Leerseite
Claims (11)
1. Einrichtung zum kontinuierlichen Gießen von insbesondere
Metallen wie Kupferlegierungen, mit einem Gießmundstück aus
Graphit, das zwischen Kühlelementen (3) festgelegt und von
zumindest zwei Mundstückteilen (21,21,23,24) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mittel zur Erzeugung von
Biegemomenten in den Mundstückteilen umfaßt, mittels welcher die Mundstückteile (21,23) an den entsprechenden Flächen der
Kühlelemente (3) anlegbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Biegemomente erzeugenden Mittel von Einrichtungen
gebildet sind, die 'Druckkräfte auf die Seitenflächen (231)
der Mundstückteile (21,23) in einem Bereich (232) ausüben, der der Berührungsfläche (233) mit den Kühlelementen in bezug
auf die Ebene der neutralen Faser des Mundstückteils (23) für eine Anlage jedes Mundstückteils (21,23) gegen die Berührungsfläche
(31) des entsprechenden Kühlelemente ■ (3) entgegengerichtet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsfläche des Kühlelements (3) für das Mundstückteil
(23) konkav ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des Kühlelements (3",3' ' ') seitliche
Stützzonen (31,34) und eine mittlere Stützzone (33,36) für das Mundstückteil (23) umfaßt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützzonen (31,34,33,36) durch ein Wärmeleitmedium
enthaltende Hohlräume (32,35) voneinander getrennt sind.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Stützfläche des Ku.
weist.
des Kühlelements (3 ) einen polygonalen Querschnitt auf-
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie Druckkräfte auf die Mundstückteile auf der Außenseite
von Abstandelementen (24) ausübende Mittel umfaßt.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Biegemomente erzeugenden Mittel von einer Einspritzeinrichtung gebildet sind, mittels welcher in die
Schicht der Mundstückteile (23) auf der Seite der Grenzfläche Mundstück/Kühlelemente ein diese Schicht ausdehnendes
Mittel einspritzbar ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Biegemomente erzeugenden Mittel (25') von Einrichtungen
gebildet sind, mittels welcher auf die beiden Seiten (231) der Mundstückteile (23) Kräfte (F) aufbringbar
sind, die eine zur Stützfläche (311) des entsprechenden Kühlelements (3) gerichtete Komponente aufweisen.
10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche (311) gekrümmt oder eben ist.
11. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, daß der Mundstückteil (23) in einem Lager festgelegt ist, das im Kühlelement (3) ausgebildet
ist.
BAD ORIGINAL
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