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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Trainingswand, an der für die verschiedenen
Ballspiele ein individuelles Schuß training durchgführt werden kann. Solche Ballspiele
sind z.B. Ful3ball, H&-ndball, Feldhockey, Radball usw., gegebenenfalls auch
Wasserball, wenn die Trainingswand am Beckenrand eines. Schaimmbeckens aufgestellt
wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine für Trainingszwecke
auf das Spielfeld transportable Trainingswand zu schaffen, die eine Vielzahl von
möglichst spielgetreuen Situationen simulieren kann und gegebenenfalls auch noch
für andere Zwecke verwendbar ist.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil des.
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Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
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Bei der erfindungsgemäßen Trainingswand besteht die standfeste tragende.
Konstruktion aus einem statisch stabilen Balkengerüst, das mit wandbildenden Elementen
verkleidet ist. Als wandbildende Elemente sind z.B. witterungsbeständige Platten,
Planken, Paneele und ähnliches aus Holz oder Metall, insbesondere Leichtmetall,
vorgesehen, wobei diese Elemente möglichst wenig elastisch sind, damit der Ball
wieder gut abprallt. Mit gelochten Wandplatten oder Lattenrosten oder ähnlichen
Leichtbauelementen wird eine Geschtsverringerung der Trainingswand erreicht, welche
fiir deren leichte Transportierbarkeit und zwecks Vermeidung von Bodeneindrücken
und Löchern im Spielfeldrasen erwünscht ist. Für den Transport der Trainingswand
auf das Spielfeld und auch zum jeweiligen Versetzen der Trainingswand auf dem Spielfeld,
um den Rasen nicht immer an der gleichen Stelle zu sehr zu strapazieren, sind an
der Unterseite Rader, Walzen, Rollen 0 dgl. vorgesehen.
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Die Vorderachse soll für kleine Kurvenfahrten beweglich sein und eine
deichsel (evtl. mit Kupplungsteil) aufweisen. Um zu
starke Bodenfurchen
auf dem Spielfeldrasen zu vermeiaen unä um die Trainingswand kippsicher zu machen,
werden am jeweiligen Standplatz unter die Räder o. dgl. entsprechend große Auflagerbleche,
Platten o. dgl. gelegt, mit denen das Gewicht der Treiningswand auf eine größere
Bodenfläche verteilt wird. Außerdem können noch zusätzliche Ausleger vorgesehen
sein, die die Tr&iningawand noch kippsicherer machen und auch noch zur Gewichtsverteilung
auf eine größere Auflageflache beitragen. Die Bleche, Platten o. dgl. sind vorteilhafterweise
mit Löchern oder Schlitzen versehen, damit der Rasen darunter belüftet wird. Außerdem
sollen die Bleche, Platten o. dgl. an der Trainingswand angekettet sein, damit sie
mit Sicherheit immer mitgeführt werden und auch benutzt werden. Die Räder, Walzen,
Rollen o.dgl. sind vorzugsweise innerhalb der Trainingswanä angeordnet, so daß keine
Verletzungsgefahr davon ausgehen kann.
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Auf bzw. zwischen den wandbildenden Elementen sind gemäß einer anderen
Ausgestaltung Ablenkprofile oder andere Erhebungen und/ oder Vertiefungen angeordnet,
um dem Ball beim Auftreffen auf ein solches Ablenkprofil eine unerwartete Richtungsänderung
zu geben, auf die sich der Spieler sofort umstellen muß. Auf diese Weise wird die
Reaktionsschnelligkeit auf plötzlich auftretende Richtungsänderungen des Balles
trainiert, wie sie bei abgefälschten Ballen oder in ähnlichen Situationen vorkornmen.
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Auf der Trainingswand sollen nach einer weiteren bevorzugten Ausstaltung
wirklichkeitagetraue Torbalken angeordnet sein, so daß die Torschußsituation schon
von der Optik her sehr praxianah dargestellt wird; zum andern wird bei Schüssen
an diese Torbalken der Ball in einer ganz anderen Richtung abprallen als werm er
von aer Wand abprallen würde und der Spieler muß nun wie in einem richtigen Wettapiel
versuchen, diesen abprall enden Ball möglichst schnell unter Kontrolle zu bringen
und/oder sofort erlleut aufs Tor zu schießen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht
weiter vor, daß die Trainingswand nach beiden Seiten und nach oben um jeweils ca.
1 Meter (nach Belieben natürlich auch mehr
oder weniger) größer
ist als das aufgezeichnete oder mittels Balken aufgesetzte Tor, damit der Spieler
bei einem nur geringfügig über oder neben das Tor geschossenen Ball nicht immer
den Ball wieder holen muß.
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Zweckmäßig ist es, wenn die Trainingswand als Doppelwand ausge bildet
ist, so daß sie auf der Vorder und auf der Rückseite gleichzeitig bespielbar ist.
Dabei könnte auch ein an cer Trainingswand vorbei oder über die Trainingswand hinüber
geschossener Ball sofort wieder von dem Spieler auf der gegenüberliegenden Seite
der Trainingswand zurückgeschossen werden. ur bei einem Torschuß und bei Schüssen
knapp neben das Tor prallt der Fall immer wieder von der Wand zurück. Ansonsten
muß der Spieler einen zu stark verschossenen Ball gleichsam zur Strafe selbst wieder
von weit hinter dem Tor holen, falls nicht die Trainingswand von zwei Seiten bespielt
wird.
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Der besondere Vorteil der Trainingswand besteht darin, daß ein Spieler
allein die Ball annahme, das Abspiel und vor allem einen gezielten Torschuß trainieren
kann.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind in, an oder zwischen den wandbildenden
Elementen der Trainingswand Löcher, Schlitze oder sonstige Befestigungseinrichtungen
vorgesehen, in die zusätzliche Teile, wie Torwartfigur in verschiedenen Posen und
Positionen oder auch Abwehrspieler oder Anspielfiguren eingesetzt werden können.
Diese zusätzlichen Teile können selbstverständlich auch auf eine andere Weise an
der Trainingswand befestigt werden. Mit diesen beliebig anbringbaren Figuren können
im Training wirklich spielnahe Situationen simuliert und der Spieler zu einem plazierten
Schuß in die Wandbereiche zwischen dem Torwart und den Torpfosten angehalten werden.
Wenn nicht trainiert wird, z.B. w:hrena eines Wettspiels, können in die Schlitze
der Trainingswand Ergebnistafeln bzw. einzelne Zahlen und/oder Buchstaben, Reklame-.
U . dgl . . LI't.'L t.Gckt werden
Außerdem kann an der Trainingswand,
vorzugsweise an den Seiten, ein Balgen mit einem an einer Schnur angehängten Ball
zum Kopfballtraining vorgesehen sein.
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Die Trainingswand ist insbesondere für kleinere Vereine gedacht. Sie
soll vor allem den Trainer und/oder auch den Trainingspartner ersetzen. Jeder Spieler
kann nunmehr mit Hilfe der Pirainingawand für sich allein ein Ball annahme- und
Schußtraitraining abhalten und ist somit zeitlich unabhängig von der Freizeit und
der Lust und Laune anderer Mitspieler oder Trainingspartner. Außerdem ist ein mit
dieser Trainingswand durchgeführtes Einzeltraining viel intensiver, weil der Ball
relativ schnell wieder von der Trainingswand zurückprallt und seine Flugbahn und
Flugrichtung vom jeweiligen Auftreffwinkel auf die Wand abhängt, so daß der einzeln
trainierende Spieler auch gleichzeitig ein hohes Laufpensum zu bewältigen hat, was
für seine Kondition förderlich ist. Der an der Trainingswand trainierende Spieler
muß außerdem den von der Wand meist mit hoher Geschwindigkeit zurückprallenden Ball
im vollen Lauf aufnehmen and/oder wieder schießen, was den tatsächlichen Gegebenheiten
bei einem Wettspiel weit näher kommt als ein übliches Training mit einem Trainingspartner,
wo der Ball möglichst genau wieder ugespielt wird und so die Aufnahme des Balles
keinerlei Schwie rigkeiten bereitet. Im Wettspiel kommt es gerade auf das Schußvermögen
aus allen Lagen und unvorhersehbaren Situationen an.
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Aus diesem Grunde ist das Training an der vorstehend beschriebenen,
vielfältig ausgestalteten Trainingawand durchaus sinnvoll.
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Die beschriebene Trainingswand is-t aber auch sehr vorteilhaft als
Einspielwand für Einwechselspieler einsetzbar, so daß eine Vorbereitung auf eine
bevorstehende Einwechslung nicht mehr nur auf das Warinlaufen beschränkt bleibt,
sondern der Spieler sich mit Hilfe der Wand bereits einschießen kann.
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Um eine kostengünstige Konstruktion zu ermöglichen, kann eine grol3e
Trainingswand auch in zwei Teileinheiten gefertigt werden,
die dann
auch leichter zu transportieren sind. Bei einer geteilten Trainingswand besteht
außerdem die Möglichkeit, die beiden Teile jeweils in Abstand und parallel zueinander
aufzustellen, wobei der Spieler zwischen den beiden Wänden trainiert und cinmal
den Ball gegen die eine Wand schießt und den von dieser Wand zurückprallenden Ball
dann wieder aufnimmt und gegen die andere Wand schießt. Auf diese Weise läßt sich
das Aufnehmen und sofortige Schießen eines von rückwärts kommenden Balles sehr gut
trainieren.
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Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß die Wandflächen neigbar
sind, so daß etwa bei einer von unten nach oben schräg nach hinten geneigten Wand
der Ball beim Zuriickprallen von der Wand in seiner Flugbahn ansteigt, wobei er
als Kopfball verwertet werden kann, während umgekehrt bei einer von unten nach oben
nach vorn geneigten Wand der Ball beim Zurückprallen mehr nach unten gedruckt wird
und damit weiter vorne aufsetzt.
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Selbstverständlich ist auch eine nur teilweise geneigte Wand mit einem
horizontal verlaufenden TEnick zwischen den beiden gegeneinander geneigten Flächen
möglich, so daß der eine Teilbereich vertikal und der andere Teilbereich geneigt
ist.
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Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der anliegenden Zeichnung näher erläutert werden; es zeigen: Fig. 1 eine Schrägansicht
auf eine Trainingswand mit teilweise weggelassener Frontverkleidung; Fig 2 eine
Frontal ansicht einer Trainingsvvand mit aufgesetzten Torbalken; und Fig. 3a bis
d Beispiele für geneigte Wandflächen.
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Die in Fig. 1 dargestellte Trainingawand 1 weist als Korus eine Fackwerkkonstruktion
2 auf, die an aer Vorderseite A und an uer Rückseite: B jeweils mit einer wenig
elastischen, den Ball gut zurückprallenden, wetterfesten Holzplatte 3 versehen
ist.
Vorder- und Rückwand A, B sind soweit voneinander entfernt, aaß der Korpus aufgrund
seiner baulichen Tiefe schon eine gewisse Kippsicherheit aufweist. Zusätzlich sind
noch nach vorne und hinten aus der Trainingawand herausragende Ausleger 4 vorgesehen,
um diese Kippsicherheit zu erhöhen. Zum Verschieben der Trainingswand 1 sind an
deren Unterseite Rollen 5 vorgesehen.
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Die als Prallwand dienende Holzplatte 3 ist mit Löchern t versehen,
in welche zusätzliche Teile, hier eine Torwart-Figur 7 und Ablenkprofile 8 mit halbkreisförmigem
Querschnitt eingesteckt und befestigt werden können. An der einen Seite der Trainingawand
ist ein Galgen 9 mit einem an einer Schnur 10 engehängten Ball 11 zum Kopfballtraining
vorgesehen.
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In Fig. 2 ist die Prallwand 14 der Trainingswand 15 aus einer Vielzahl
von parallelen und in Abstand zueinander angeordneten U-Profilen 16 aus Leichtmetall
aufgebaut, wobei die Profilstege nach hinten zur Fachwerkkonstruktion hin liegen.
In den zwischen den Profilen 16 vorhandenenSchlitzen 17 sind ein Tor 18 aus wirklichkeitsgetreuen
erhabenen Torbalken sowie senkrecht und waagrecht angeordnete Ablenkprofile 19,
20 und außerdem eine Torwartfigur 21 befestigt. An der Unterseite der Trainingswand
sind überdie gesamte Breite gleichmäßig verteilte Rollen 22 zum Verschieben der
Trainingawand vorgesehen, wobei die vorderen unu hinteren Rollen lenkbar sind, damit
leichte Kurven gefahren werfen können. Zu diesem Zweck ist an diese lenkbaren Rollen
eine Deichsel (nicht dargestellt) ansetzbar. Unter den Rollen 22 sind Auflagerbleche
23 untergeschoben, die ein Einsinken der Rollen in den Rasen aufgrund des Gewichts
der Trainingswand 1 und damit die unerwünschte Bildung von Löchern, Furchen o. dgl.
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verhindern sollen.
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In Fig. 3a ist aie Prallwand 25 unten ausgeklappt, so daß ein in horizontaler
Richtung auf die Wand geschossener Ball von dieser Ena in einer nach oben steigenden
Flugbahn abprallt.
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In Fig. 3b ist die Prallwand 26 oben ausgeklappt, su daß ein in waagrechter
Richtung auf die Wand geschossener Ball von aer Wand
nach unten
gedrückt wird, also sehr nahe bei der Wand wieder aufsetzt.
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In Fig. 3c ist nur die obere Hälfte 27 der Prallwand an ihrer Oberseite
nach vorne ausgeklappt, während die untere Hälfte 28 der Prallwand in vertikaler
Richtung bleibt. An dieser Wand wird ein zu hoch geschossener Ball, der also auf
die obere geneigte Hälfte der Wand auftrifft, sehr stark nach unten gedrückt und
trifft dadurch näher bei der Wand auf als wenn er von einer vertikalen Wandfläche
abgeprallt wäre.
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Fig. 3d zeigt eine zweigeteilte Prallwand, deren obere Hälfte 29 vertikal
und deren untere Hälfte 30 in ihrem unteren Bereich nach außen ausgeklappt ist,
so daß ein in horizontaler -Richtung auf die untere geneigte Wandhälfte auftreffender
Ball von diewser Wand-in in einer. ansteigenden Flugbahn abprallt.
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