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DE3238609A1 - Entmagnetisierungseinrichtung - Google Patents

Entmagnetisierungseinrichtung

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Publication number
DE3238609A1
DE3238609A1 DE19823238609 DE3238609A DE3238609A1 DE 3238609 A1 DE3238609 A1 DE 3238609A1 DE 19823238609 DE19823238609 DE 19823238609 DE 3238609 A DE3238609 A DE 3238609A DE 3238609 A1 DE3238609 A1 DE 3238609A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil
demagnetization
pipe
power source
switched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19823238609
Other languages
English (en)
Inventor
Eckart Dr.Rer.Nat. 2300 Kiel Hiss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DE19823238609 priority Critical patent/DE3238609A1/de
Publication of DE3238609A1 publication Critical patent/DE3238609A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F13/00Apparatus or processes for magnetising or demagnetising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Shielding Devices Or Components To Electric Or Magnetic Fields (AREA)

Description

  • Entmagnetisierungseinrichtung
  • Die Herstellung nahtlos gerfertigter, ferromagnetischer Rohre bringt es mit sich, daß sich die Rohre während des Produktionsablaufes axial aufmagnetisieren. Dies tritt insbesondere dann auf, wenn die Rohre kalt verformt werden, wie es z.B. in Kaltpilgerwalzwerken oder auch an Richtmaschinen der Fall ist.
  • Allein durch solche Vorgänge werden bei bestimmten Stahlsorten Flußdichten bis zu 20 Gauß erzeugt. Magnetische Riß - Prüf -verfahren können auch zu solchen Aufmagnetisierungen beitragen.
  • So wurden nach der Rißprüfung an 100 Cr6 - Rohren Restmagnetisierungen bis zu 250 Gauß gemessen.
  • Die Spanabhebende Weiterverarbeitung axial aufmagnetisierter Rohre, wie z.B. Anwendungen im Kugellagerbereich, bereitet er= hebliche Schwierigkeiten, wenn aufmagnetisierte Späne zwischen Werkstück und Werkzeug geraten, sich dort ansammeln oder nicht zuverlässig abfließen können.
  • Es besteht daher die dringende Foderung, die Restmagneti -sierungen der zu verarbeitenden Rohre unterhalb eines kritischen Wertes mit Flußdichten unterhalb 15 Gauß, in einigen An -wendungen auch unterhalb 5 Gauß zu halten. Aus diesen Gründen durchlaufen ferromagnetische Rohre in der Regel am Ende des Herstellungsprozesses eine Entmagnetisierungs-Station. In der Praxis hat sich gezeigt, daß die Entmagnetisierung aber problematisch ist. Oft werden die geforderten niedrigen Rest -magnetisierungen nicht erreicht. Dies hängt damit zusammen, daß sehr unterschiedliche Materialien in einem großen Abmessungsbereich verarbeitet werden müssen. Während z.B. ein ST 35-Rohr mit den Abmessungen 24x4mm nach der Entmagnetisierung sehr gute Werte mit Flußdichten um 2,5 Gauß aufweisen kann, werden an einem Rohr gleicher Qualität aber mit den Abmessungen 72x4mm in derselben Anlage Rest-Flußdichten von 30 Gauß gemessen.
  • In der Praxis wird daher auf verschiedene Weisen versucht, dieses Problem zu lösen. An ein Wechselstromnetzangeschlossene Entmagnetisierungsspjilen haben im Frequenzbereich 2 bis 50 Hz zu keinen befriedigenden Lösungen geführt. Wegen der ferromagnetischen Rohreigenschaften erhöht sich die Induk -tivität einer solchen Spule während des Rohrdurchgangs durch die Spule so stark, daß der induktive Widerstand ein genügend hohes magnetisches Wechselfeld verhindert. Die beschriebene Induktivitätsänderung wird in einer anderen Technik dazu be -nutzt, um in einer Serienresonanzkreis-Anordnung den Induktiven Widerstand zu eliminieren. Beim Eintritt des Rohres in die Spule ergibt sich eine Serienresonanz, so daß der Strom durch die Spule anwächst. Der Serienresonanzkreis ist an das niederohmige Netz angeschlossen. Während dieses Verfahren für einige Abmessungen zu guten Resultaten führt, versagt es insbesondere bei dickwandigen Rohren großen Durchmessers. Auch ergeben sich an den Kondensatoren und der Induktivität im Resonanzfall erhebliche Überspannungen, die zu Überschlägen geführt haben. Auch der Versuch, für jeden eingegrenzten Rohr-Abmessungsbereich eine separate optimierte Entmagnetisierungs spule als Serienresonanzkreis zu entwerfen, hat sich auch nicht f Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Entmagnetisierungseinrichtung zu entwerfen, die möglichst mit einem festen Durchmesser der Entmagnetisierungsspule auskam und die absolut sicher stellte, daß alle Rohrdimensionen auf annähernd gleiche kleine Rest-Flußdichten herabmagnetisierbar waren.
  • Um einer Lösung der gestellten Aufgabe näher zu kommen, mußte zuerst aufgezeigt werden, welche Fehleinschätzungen oder Vorurteile zu diesem Technischen Problem den bekannten Verfahren zugrunde lagen.
  • Die Anwendung wechselder Magnetfelder zur Entmagnetisierung beruht auf der Vorstellung, daß die ??Elementarmagnete11 der ferromagnetischen Rohre-vor der Entmagnetisieruiig weitgehend oder teilweise ausgerjchtet sind und im magnetischen Wechselfeld durcheinandergeschüttelt" werden sollen, Dies setzt voraus, daß das Entmagnetisierungsfeld jeden Elementarmagneten auch wirklich erfassen kann. Bekanntlich ist die Eindringtiefe des magnetjschen Feldes auch abhängig von der Frequenz. Es ist aber keinesfalls so, daß alleine die Anwendung einer tiefen Frequenz von z.B. 2Hz in der Lage wäre, in die Tiefe eines ferromagnetischen Werkstoffes einzudringen. Die Aufmagnetisierung an der Oberfläche verhindert ein Eindringen des Feldes in die Tiefe. Wegen Mißachtung dieses Abschirmeffektes funktionieren daher solche Entmagnetisierungstechniken nicht.
  • Auch bei der Serienresonanz ist ein DenkSehler eingebaut. Zwar bleibt im Resonanzfall nur der ohmsche Widerstand der Spule nach, so daß im Prinzip die hohen erwünschten Spulenströme fließen können, jedoch wird hier nicht berücksichtigt, daß das durch die Spule hindurchgeführte Rohr eine sekundäre Kurzschlußwicklung darstellt und damit die im Rohr vermittels des Induktionsstroms erzeugte Energie sich im Ersatzschaltbild als Serienwiderstand zur Spule transformiert. Dies hat zur Folge, daß in solchen Fällen trotz verschwindender Blindanteile die Spule beim Rohrdurchgang statt niederohmig, hochohmig wird. Es tritt keine Stromerhöhung in der Spule auf.
  • Das Entmagnetisierungsfeld ist entsprechend niedrig. Eine Uberwindung des "Abschirmeffektes" ist daher in solchen Fällen nicht möglich.
  • Aufgrund der genannten Uberlegungen kann die gestellteAufgabe dadurch gelöst werden, daß für eine gegebene Frequenz für jede Rohrdimension ein so starkes Entmagnetisierungsfeld erzeugt wird, daß der "Abschirmeffekt" überwunden werden kann. Erst wenn die "Elementarmagnete" an der Rohrinnenwandung durch das magnetische Wechselfeld erreicht werden können, ist eine vollständige Entmagnetisierung möglich, d.h. es muß immer möglich sein, die magnetische Sättigung für jedes Rohr zu erreichen.
  • Es darf insbesondere bei dickwandigen Rohren nicht passieren, daß sich das Magnetfeld beim Rohrdurchgang wesentlich ver -mindert.
  • Die Lösung dieses Problems geschieht durch die Parallel -schaltung einer als Entmagnetisierungsspule wirkenden Zylinderspule mit innerer Öffnung für den Rohrdurchgang, eines Kondensators und einer hochohmigen Stromquelle0 Die Spule ist niederohmig mit kleiner Induktivität ausgeführt, so daß beim Rohrdurchgang eine möglichst kleine Induktivitätsänderung eintritt. Die Parallelschaltung von Spule und Kondensator wirkt kapazitiv, d.ho dieser Parallelkreis wird unterhalb der Resonanz betrieben. Auch bei dieser Anordnung transformiert sich die in das Rohr übertragene Energie im Ersatzschaltbild als Serienwiderstand in den Parallelkreis; doch wegen der angewendeten Stromquelle erhöht sich die Spannung im Parallelkreis, so daß das Entmagnetisierungsfeld weitgehend konstant bleibt. Eine Regulation der not -wendigen Spulenstromstärke erfolgt in einfacher Weise durch die Umschaltung bzw. Zuschaltung von Kapazitäten im Parallelkreis. Die Stromquelle kann praktisch durch einen Transformator realisiert werden, der eine große Eisenweglänge zwischen Primär- und Sekundärwicklung besitzt, z.B. in der Weise, daß bei einem Transformatorblech mit UI-Schnitt der eine lange Schenkel von der Primär-, der andere Schenkel von der Sekundärwicklung umgeben ist. Fur diese Anwendungen sind auch Transformatoren besonders geeignet, die bei Belastung ein großes Streufeld erzeugen, bzw. einen Feldkurzschluß auf -weisen.
  • Für die vollständige Abmagnetisierung, insbesondere beim Auslauf des Rohres aus der inneren Öffnung der Entmagnetisierungsspule, ist die Phasenlage des Spulenstroms von erheblicher BedeutungO Zu dem Zeitpunkt, zu dem das Rohrende aus der Spule austritt, insbesondere bei hoher Rohrgeschwindigkeit, darf keine Aufmagnetisierung erfolgen. Denn es ist durchaus denkbar, daß gerade ein gerichtetes Feldmaximum vorliegt, wenn das Rohr die Spule verläßt. Um dies zu verhindern, wird der Transformator vermittels eines Sensor-Schalters von dem Parallelkreis getrennt, wenn das Rohr aus der Spule austritt. Der Parallelkreis schwingt dann mit der ihm eigenen Frequenz, die in der Regel höher als die Betriebsfequenz ist, aus. Dies führt zu einem exponentiell abfallenden magnetischen Wechselfeld während des Austrittsvorganges. Dieser Effekt ist mit einem Serienresonanzkreis nicht zu erzielen, weil mit der Abschaltung der Stromzufuhr gleichzeitig der Resonanzkreis unterbrochen wird.
  • Bei hoch aufmagnetisierten Rohren sind die aufgezeigten technischen Lösungen nicht vollständig ausreichend. Weil die Entmagnetisierung nur im Bereich der Entmagnetisierungsspule stattfindet, wirkt das Restrohr, welches erst noch durch die Spule hindurchlaufen soll, wie ein langer Stabmagnet, dessen Gleichfeld die Symmetrie der Entmagnetisierung stört. Dieses Problem betrifft aber nur den Rohranfang. Deshalb sind auch die Magnetisierungswerte am Rohranfang immer höher als am Rohrende, Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, daß zwei gleichartige Entmagnetisierungsspulen die sich in einem Abstand von ca. Im Entfernung in axialer Richtung zum Rohr befinden, nacheinander von demselben Rohr durchlaufen werden.
  • Der Spulenabstand muß so groß sein, daß der Ubergriff des Restfeldes auf den letzten Entmagnetisierungsort unterhalb der geforderten iiestmagnetisierungen des Rohres liegt. in diesem Fall führt daher eine stufenweise Abmagnetisierung zum Ziel.
  • Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung häher beschrieben.
  • Der Transformator (i), dessen Kern ein UI-Schnitt ist, ist so gewickelt, daß die Primärspule den einen, die Skundär -spule den anderen langen Schenkel umfaßt. Über einen durch Sensoren (6) schaltbaren Schalter (5) wird der Betriebs -strom auf die Entmagnetisierungsspule (3) und die Kondensatoren (2) geschaltet, die ihrerseits vermittels einzelner Schalter dazugeschaltet werden können. Dei zylindrische Spulenkörper (8), der mit einem inneren Durchgang (9) von llo mm Durchmesser für das Rohr (4) versehen ist, ist aus Aluminium gefertigt und in seiner ganzen Länge geschlitzt (10). Die Entmagnetisierungsspule ist niederohmig ausge -führt und hat eine Eigeninduktivität von ca. 12 mH. Der Drahtquerschnitt beträgt 12 qmm. Jeder der zwei Konden -satoren (2) besitzt eine Kapazität von 200 MF. Die Spule ist in einem Metall-Quadergehäuse (li) eingebaut, welches durch Luft gekühlt ist. Auch das Quadergehäuse ist stirnseitig geschlitzt (13) und ist mit einem Rartgewebedeckel (14) abgeschlossen0 Leerseite

Claims (9)

  1. Patentansprüche 1. Entmagnetisierungseinrichtung zur Entmagnetisierung ferromagnetischer Rohre vermittels einer von Wechselstrom durchflossenen zylindrischen Spule, wobei das zu entmagneti -sierende Rohr durch den inneren Spulendurchlaß in axialer Richtung geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Spule Kondensator und Stromquelle geschaltet ist.
  2. 2.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch ekennzeichnet, daß die Stromquelle vermittels eines Sensor-Schalters in dem Augenblick abgeschaltet ist, in dem das Rohr die Spule verläßt.
  3. 3.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Stromquelle aus einem Transformator mit UI-Schnitt besteht, der so gewickelt ist, daß die Primärspule einen, die Sekundärspule den anderen langen Schenkel umfaßt.
  4. 4.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Ansprcch 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, daß die Stromquelle aus einem Trans -formator mit großem Streufeld besteht.
  5. 5.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, da -durch gekennzeichnet, daß verschiedene Kondensatoren zu -schaltbar sind und die Gesamtkapazität ca. 400 MF beträgt.
  6. 6.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 5 , da -durch gekennzeichnet, daß die Induktivität der Spule klein ist und ca. 12 mH beträgt.
  7. 7.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, da -durch gekenneziichnet, daß die Abmagnetisierung in Stufen geschieht, z.B. dadurch, daß zwei oder mehrere Spulen mit einem Abstand von 0,5 bis 1,5 m Entfernung voneinander in einer Entmagnetisierungslinie betrieben werden.
  8. 8.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach Anspruch t bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Spulen mit ihrer magnetischen Achse senkrecltzur Rohr-Durchlaufrichtung angeordnet sind.
  9. 9.
    Entmagnetisierungseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch getennzeichnet, daß die Einrichtung außer für die Entmagnetisierung durchlaufender Rohre auch für die Entmagnetisierung von in den Spulendurchgang, der nicht zrvingend zyllndrsch sein maus, angeordneter ruhender Teilt verwendet wird.
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Cited By (5)

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