DE3233035C2 - Elektrostatisches Vervielfältigungsverfahren - Google Patents
Elektrostatisches VervielfältigungsverfahrenInfo
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- G03G—ELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
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Abstract
Es wird ein elektrostatisches Kopierverfahren angegeben, bei dem ein Tonerbild auf einer Hauptkopie fixiert wird, die Hauptkopie wiederholt einem Aufladevorgang ausgesetzt wird, wobei eine Entladungslampe oder ähnliches ausgeschaltet bleiben, bis das Potential einen Wert erreicht, der nahe bei einem praktischen Kopierwert liegt. Die Lampe wird dann eingeschaltet und die Hauptkopie erneut wiederholt aufgeladen bis vor der Verwendung der Hauptkopie zum Kopieren der praktische Wert erreicht ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein elektrostatisches Vervielfältigungsverfahren,
bei dem auf einem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial ein fixiertes primäres Tonerbild
aus isolierendem Toner erzeugt wird, das fixierte primäre Tonerbild unter gleichzeitiger Totalbelichtung aufge-
ü laden und das dabei erhaltene Ladungsbild mit einem
Toner entwickelt wird, worauf das entwickelte Sekundare Tonerbild auf ein Bildempfangsmaterial übertragen
wird.
Ein solches Verfahren ist aus der US-PS 37 95 442 bekannt. In dieser Patentschrift ist auch eine Vorrichtung
angegeben,- mit der das Verfahren durchgeführt werden kann. Diese Vorrichtung arbeitet dem Prinzip
nach ebenso wie eine in der japanischen, veröffentlichen Patentanmeldung 1 554/1968 angegebene Vorrichtung,
die hier in Fig. 1 dargestellt und nun näher erläutert wird.
Die in F i g. 1 gezeigte Vorrichtung weist eine drehbare Trommel 1 auf, an deren Zylinderfläche Greifer vorgesehen
sind, um ein fotoleitfähiges, blattförmiges Aufzeichnungsmaterial 10 zu halten. Um die Trommel 1
herum sind eine Reinigungseinheit 8, eine Aufladeeinheit 4, eine gleichförmige Belichtungslampe 13, eine Entwicklungseinheit
S, eine Übertragungskoronaaufladeeinrichtung 6 sowie eine Infrarot-Fixiereinheit 7 zum
Fixieren eines primären Tonerbildes auf dem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial 10 angeordnet.
Das primäre Tonerbild wird in der folgenden Weise erzeugt: ein blattförmiges, fotoleitfähiges Aufzeichnunesmaterial
10 wird, nachdem es um die Trommel 1 herum gelegt ist, durch die Aufladeeinheit 4 aufgeladen.
Das Bild einer sich auf einer Auflageplatte 3 befindenden Vorlage wird durch eine Beleuchtungslampe 14 beleuchtet
und auf das fotoleitfähige Aufzeichnungsmaterial 10 mittels eines Linsensystems 2 projiziert, so daß
ein latentes Ladungsbild auf dem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial 10 erzeugt v/wd. Das latente Ladungsbild
wird durch die Entwicklereinheit 5 zu einem sichtbaren Tonerbild entwickelt, welches auf dem fotoleitfähigen
Aufzeichnungsmaterial 10 durch Erschmelzen in der Infrarot-Fixiereinheit 7 fixiert wird, so daß
damit das fixierte, primäre Tonerbild erhalten wird.
Wenn eine Anzahl von Kopien von dem fixierten, primären Tonerbild erzeugt werden soll, so geschieht
dies in der folgenden Weise. Das fixierte, primäre Tonerbild auf dem blattförmigen, fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial
10 wird durch die Aufladeeinheit 4 aufgeladen und dann mit von der gleichförmigen Belichtungslampe 13 ausgehendem gleichförmigem Licht ausgesetzt.
Die Ladungen auf dem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial 10 werden durch die gleichmäßige Belichtung
selektiv mit Ausnahme jener Ladungen auf den mit Toner bedeckten Bildbereichen abfließen, weiche
nicht fotoleitfähig sind. Das derart aufgeladene, fixierte, primäre Tonerbild wird in der Entwicklungseinheit 5 zu
einem sekundären Tonerbild entwickelt. Ein Bildempfangsmaterial 11 wird synchron mit der Drehung der
Trommel 1 einen; Übertragungsabschnitt zugeführt Das entwickelte, sekundäre Tonerbild wird von dem
fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial durch die Übertragungskoronaaufladeeinrichtung
6 auf das Bildempfangsmaterial übertragen und dann in einer Fixiereinheit fixiert. Anschließend wird die so erhaltene Kopie in
einen Ausgabekorb ausgegeben. Der auf dem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial zurückbleibende Toner
wird nach der Übertragung des sekundären Tonerbildes auf das Bildempfangsmaterial durch die Reinigungseinheit
8 entfernt, wodurch ein Vervielfältigungszyklus abgeschlossen ist. Daraufhin wird der Vervielfältigungszyklus
so häufig wiederholt, wie es per erwünschten Anzahl
von Vervielfältigung entspricht.
Um das primäre Tonerbild auf dem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial 10 zu fixieren, wird eine Infrarot-Fixiereinheit
7 verwendet. Die Erfinder haben diese Art des Fixierens mit anderen Fixierverfahren dadurch
verglichen, daß die Potentiale in den mit Toner bedeckten Bildbereichen des fixierten, primären Tonerbildes
gemessen wurden. Die bei diesem Vergleich erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angegeben.
Ander Fixiereinheil
Potential im
Bildbereich
Bildbereich
Infrarot-Fixiereinheit
Blitz-Fixiereinheit
Fixiereinheit mit heißer Walze
Fixiereinheit mit Druckwalze
Blitz-Fixiereinheit
Fixiereinheit mit heißer Walze
Fixiereinheit mit Druckwalze
-50 V
-100 V
-540 V
-500 V
-100 V
-540 V
-500 V
Die Tabelle 1 zeigt, das die Abnahme des Potentials in den mit Toner bedeckten Bildbereichen, wenn das Fixieren
mit der Infrarot-Fixiereinheit oder der Blitz-Fixiereinheit durchgeführt wird, größer als diejenige des Potentials
der Bildbereich ist, wenn das Fixieren mit einer Fixiereinheit mit Druckwalze durchgeführt wird. Das
Fixierverfahren mit heißer Walze oder das Fixierverfahren mit Druckwalze können als Fixierverfahren bei der
Erzeugung eines primären Tonerbildes verwandt werden und ein ausreichend hohes Potential in den Büdbereichen
aufrechterhalten. Jedoch müssen bei dem Fixierverfahren mit heißer Walze oder dem Fixierverfahren
mit Druckrolle die folgenden Vorgänge durchgeführt werden. Nachdem das fotoleitfähige Aufzeichnungsmaterial,
auf dem das primäre Tonerbild erzeugt worden ist, von der Trommel 1 abgelöst worden ist, wird
es über eine Führungseinrichtung der Fixiereinheit zugeführt und ein-_-in Fixiervorgang ausgesetzt. Es wird
dann zur Trommel 1 zurückgeführt, und erneut von dieser gehalten. Das Verfahren mit heißer Walze und das
Verfahren mit Druckwalze sind somit nicht vorteilhaft, da sie komplizierte und teuere zusätzliche Techniken
verlangen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrostatisches Vervielfältigungsverfahren der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, daß in den mit Toner bedeckten Büdbereichen des fixierten, primären
Tonerbildes auch dann ein ausreichend hohes Potential erhalten werden kann, wenn eine Infrarot-Fixiereinheit
oder eine Biitz-Fixiereinheit zum Fixieren des primären Tonerbildes auf einem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial
verwendet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das fixierte primäre Tonerbild, bevor die Aufladung
unter gleichzeitiger Totalbelichtung erfolgt, wiederholt im Dunkeln aufgeladen wird, wobei diese Aufladung so
oft erfolgt, bis das Potential einen Wert im Bereich des 0,7- bis l,3fachen Wertes, desjenigen Sätiigungspotentials
aufweist, das sich in den mit Toner bedeckten Büdbereichen bei gleichzeitiger Aufladung und Totalbelichtung
erzielen läßt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, die mit Toner bedeckten Bildbereiche des fixierten
primären Tonerbildes innerhalb einer relativ kurzen Zeit auf ein so hohes Potential aufzuladen, daß anschließend
ohne weiteres das sekundäre Tonerbild erzeugt werden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung einer elektrostatischen Vervielfältigungsvorrichtung nach
dem Stand der Technik und
F i g. 2 unu 3 Kurven, die den Zusammenhang zwischen
dem Potential in den mit Toner bedeckten Büdbereichen des fixierten, primären Tonerbildes und der Anzahl
der Aufladungen zeigen.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die F i g. 1 näher erläutert.
Ein blattförmiges, fotoleitfähiges Aufzeichnungsmaterial
10 wird auf der Trommel 1 festgelegt und dann durch die Aufladeeinheit 4 aufgeladen. Das Bild einer
Vorlage wird durch das Linsensystem 2 auf das blattförmige, fotoleitfähige Aufzeichnungsmaterial projiziert,
so daß ein latentes Ladungsbild auf dem Aufzeichnungsmaterial 10 entsteht. Dann wird das latente Ladungsbild
durch die Entwicklungseinheit 5 zu einem sichtbaren primären Tonerbild entwickelt, das auf dem fotoleitfähigen
Aufzeichnungsmaterial durch die Infrarot-Fixiereinheit 7 fixiert wird. In diesem Zustand ist das Potential
der mit Toner bedeckten Bildbereiche zu niedrig, um den folgenden Vervielfältigungsvorgang durchzuführen.
Wenn ein fotoleitfähiges Aufzeichnungsmaterial, auf dem sich ein fixiertes Tonerbild befindet, wiederholt unter
der Bedingung aufgelaJ .·η wird, daß die gleichförmige Belichtungslampe 3 oder eine Entladungslampe (diese
ist nicht dargestellt) ausgeschaltet sind, dann wird das Potential in den mit Toner bedeckten Büdbereichen erhöht,
wie es durch den unterbrochenen Kurvenabschnitt in F i g. 2 angegeben ist. Wenn die gleichförmige Belichtungslampe
oder die Entladungslampe zu einem Zeitpunkt a (F i g. 2) eingeschaltet wird, wenn das Potential
in den Büdbereichen ausreichend gesättigt ist, so wird das Potential in den Büdbereichen unmittelbar nach der
ίο Aufladeeinheit 4 auf ein zweites Sättigungs-Potential
verringert. Das heißt, es wurde herausgefunden, daß das Sättigungspotential der Bildbereiche in dem Fall, in dem
die gleichförmige Belichtungslampe oder die Entladungslampe eingeschaltet wird, von dem unterschiedlieh
ist, wenn die Lampe ausgeschaltet ist. Deshalb kann das Sättigungspotential, wenn die gleichförmige Belichtungslampe
13 oder die Entladungslampe eingeschaltet ist, als ein endgültiges, stabiles Sollpotential VA verwandt
werden. Dieses Potential kann auf die folgende Weise schnell erhalten werden: die gleichförmige Belichtungslampe
oder die Entladungslampe wird bis zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor oder nach dem dieses
Potential (—400 V im vorliegenden Fall) erhalten worden ist, ausgeschaltet gehalten, und die gleichförmige
Belichtungslampe oder die Entladungslampe wird dann zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet, wie es in F i g. 3 angegeben
ist
Erfindungsgemäß wird ein Tonerbild auf einem fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterial mit einem elektrostatischen
Vervielfältigungsverfahren erzeugt und durch Einschmelzen mit einer Blitz-Fixiereinheit oder
einer Infrarot-Fixiereinheit fixiert, um ein fixiertes primäres Tonerbild zu erzeugen. Das derart hergestellte
primäre Tonerbild wird wiederholt aufgeladen, wobei die gleichförmige Belichtungslampe oder die Entladungslampe
ausgeschaltet bleiben. Wenn das Potential einen Wert von dem 0,7- bis l,3fachen des genannten
Sättigungspotentials VA erreicht, wird die Entladungslampe
eingeschaltet, und der Aufladevorganj: wird wieder
erneut durchgeführt. Somit kann in einer kurzen Zeit ein stabiles Potential in den mit Toner bedeckten
Büdt^reichen erhalten und der nächste Vervielfältigungsschnitt
schnell durchgeführt werden.
Erfindungsgemäß wird das Potential in den Bildbereichen
des primären Tonerbildes auf einen Wert des 0,7-bis !^fachen des Sättigungspotentials dadurch erhöht,
daß das fixierte, primäre Tonerbild wiederholt im Dunkeln aufgeladen wird. Das erhaltene Potential V^ beträgt
—400 V. Das Potential auf das die Bildbereiche Jes primären Tonerbildes aufgeladen werden sollen, sollte
aufgrund der Ermüdungserscheinungen des foioleitfähigen Aufzeichnungsmaterials bestimmt werden.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf das folgende ρϊπρίε1 im einzelnen beschrieben.
Ein Tonerbild wurde nach einem elektrostatischen Vervielfältigungsverfahren auf einem fotoleitfähigen
Aufzeichnungsmatei ial erzeugt und einem Blitz-Fixiervorgang
bei 3 J/cm2 ausgesetzt, um ein fixiertes, primäres Tonerbild zu erzeugen. Das Potential in den mit
Toner bedeckten Büdbereichen betrug —!J0V. Wenn
das primäre Tonerbild (die Breite des fotoleitfähigen Aufzeichnungsmaterials betrug 257 mm) zweimal aufgeladen
wurde, indem die Tsommel zwei Drehungen unter den Bedingungen durchführte, daß die Arbeitsgeschwindigkeit
400 m/sec. die von der Aufladeeinheit an-
gelegte Spannung —5 kV, der in das fotoleilfähige Aufzeichnungsmaterial
fließende Strom ungefähr —200 μΑ betrug und daß die Entladungslampe ausgeschaltet
blieb, dann wurde das Potential in den Bildbereichen des primären Tonerbildes auf ungefähr —380 V erhöht.
Beim dritten Aufladen des primären Tonerbildes mit nunmehr eingeschalteter Entladungslampe erreichte
dieses Potential —420 V und beim vierten Aufladen erreichte dieses Potential —400 V. Somit wurde ein stabiles
Potential in dem mit Toner bedeckten Bildbereichen erhalten.
Wenn das fixierte, primäre Tonerbild bei den gleichen
Bedingungen wie vorhergehend beschrieben, jedoch mit dem Unterschied, daß die Entladungslampe eingeschaltet
blieb, aufgeladen wurde, erreichte das Potential in den mit Toner bedeckten Bildbereichen —400 V beim
zwanzigsten Aufladevorgang.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
20
25
30
■40
50
60
Claims (5)
1. Elektrostatisches Vervielfältigungsverfahren, bei dem auf einem fotoleitfähigen Aufzeichnung^-
material ein fixiertes primäres Tonerbild aus isolierendem Toner erzeugt wird, das fixierte primäre Tonerbild
unter gleichzeitiger Totalbelichtung aufgeladen und das dabei erhaltene Ladungsbild mit einem
Toner entwickelt wird, worauf das entwickelte sekundäre Tonerbild auf ein Bildempfangsmaterial
übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das fixierte primäre Tonerbild, bevor die Aufladung
unter gleichzeitiger Totalbelichtung erfolgt, wiederholt im Dunkeln aufgeladen wird, wobei diese
Aufladung so oft erfolgt bis das Potential einen Wert im Bereich des 0,7- bis 13fachen Wertes, desjenigen
Sättigungspotentials aufweist, das sich in den mit Toner bedeckten Bildbereichen bei gleichzeitiger
Aufladung und Totalbelichtung erzielen läßt
2. Verfsbren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
<Lfß zur Totalbelichtung eine Entladungslampe
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Totalbelichtung eine gleichförmige
Belichtungslampe verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das fixierte, pnmäre Tonerbild durch
eine Drehbewegung an einer ortsfesten Aufladeeinrichtung vorbeigeführt und dabei aufgeladen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das fixierte, primäre Tonerbild auf —280 V bis —520 V vor der Totalbelichtung aufgeladen
wird.
35
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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