DE3232018C2 - - Google Patents
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- B21B27/02—Shape or construction of rolls
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein verschleißfestes Verbund
teil, das eine Hartlegierung und ein Stahlteil
umfaßt, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung desselben.
Hartlegierungen, die durch WC-Co, WC-TiC-Co usw. wieder
gegeben werden, werden üblicherweise in großem Umfang für
Schneidwerkzeuge, verschleißfeste Teile, stoßfeste Werkzeuge
usw. verwendet. Insbesondere bei der Verwendung in Warm
walzen, Drahtziehwerkzeugen usw. als verschleißfeste Teile
wurde der Sicherheitskoeffizient durch freiwillige Erhöhung
der Größe der Masse der Hartlegierung gesteigert, da die
Zähigkeit der Hartlegierungen niedriger ist als die des
Stahls. Hartlegierungen sind jedoch nicht nur im Hinblick
auf den hohen Preis der Hauptkomponenten, d. h. WC, TiC
und TaC, mit Schwierigkeiten verbunden, sondern gleichfalls
im Hinblick auf Einsparungen der Resourcen.
Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, wird eine Hart
legierung üblicherweise ausschließlich in dem Teil verwendet,
bei dem eine Verschleißfestigkeit besonders notwendig ist.
Ein solches Verbundteil wurde folgendermaßen hergestellt.
Gußeisen wurde mit der Innenseite eines Hartlegierungs
rings durch direkten Guß verbunden, wobei ein Stahlring
an der Innenseite davon unter Kaltpassung angebracht
wurde oder Ag oder dergleichen als Lötmetall zwischen der
Hartlegierung und dem Stahlteil angebracht wurde, wobei
das Ganze zum Schweißen auf eine Temperatur von 600 bis 900°C
erhitzt wurde. Die bisherige Methode weist jedoch den
Nachteil auf, daß der direkte Guß nicht nur die Produktivität
sondern auch die Festigkeit der Schweißgrenzfläche herab
setzt, wobei das letztere Verfahren dadurch mit Schwierig
keiten verbunden ist, daß das Ganze auf eine hohe Temperatur
erhöht wurde und der Wärmeausdehnungskoeffizient der Hart
legierung etwa die Hälfte desjenigen des Stahls beträgt,
wobei thermische Spannungen an der Lötgrenzschicht bestehen
bleiben, die Risse während der Verwendung verursachen, weshalb
es schwierig ist, Teile mit großen Abmessungen herzustellen.
Das Problem der thermischen Spannung trat bei dem bisherigen
Verfahren gleichfalls auf. Bei dem Lötverfahren weist die
Lötschicht eine niedrige Dauerfestigkeit auf, wobei sie sich
bei hohen Temperaturen leicht löst.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verschleißfestes gegebenen
falls große Abmessungen aufweisendes Verbundteil mit sehr
geringen Kosten zur Verfügung zu stellen, bei dem keine ther
mischen Spannungen auftreten und das trotzdem eine hohe Wärme
beständigkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verbundteil
nach dem Anspruch 1 sowie das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung des Verbundteils nach den Ansprüchen 5 und
6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Verwendung eines Elektronenstrahls oder dergleichen als
Verfahren zur Verbindung von Metall ist aus der japanischen
Offenlegungsschrift SHO-56-45 288 bekannt.
Wesentlich ist bei dieser Offenlegungsschrift, daß der
Elektronenstrahl zur Schmelzverbindung an der Grenzfläche
auf der Seite des Metalls oder auf beiden Seiten der Grenz
fläche angewendet wird.
Aufgrund von Versuchsreihen zur hohen Bindungsfestigkeit
einer Hartmetallegierung und eines Stahlteils ohne das
Auftreten von Rissen konnten folgende Schlüsse gezogen werden.
Der Durchmesser eines Strahls hoher Energie beträgt im Falle
eines Elektronenstrahls bekanntlich beispielsweise 0,3 mm.
Wenn bekannt ist, daß die Temperatur über 2500°C in dem
Bereich von 0,3 mm angestiegen ist, beträgt die Stahl
schmelzzone etwa 0,5 mm um den Mittelpunkt des Strahles.
Innerhalb des Bereichs von 0,5 mm von der Grenzfläche zwischen
einer Hartlegierung und einem Stahlteil kann die Oberflächen
temperatur der Hartlegierung also auf etwa 1300°C erwärmt
werden, wobei eine flüssige Phase erzeugt wird, die die
Verbindung einer Hartlegierung und eines Stahlteiles ermöglicht.
Es hat sich herausgestellt, daß, wenn ein Elektronenstrahl
innerhalb eines Bereichs von 0,5 mm der Grenzfläche zur
Anwendung kommt, eine Hartlegierung und ein Stahlteil voll
ständig miteinander durch Schmelzen des Stahles und die
Bildung einer flüssigen Phase auf der Hartlegierung verbunden
werden können.
Bei einer Hartlegierung und einem Stahlteil führt die
Einwirkung eines Elektronenstrahles auf die Grenzfläche
auf der Seite der Hartlegierung jedoch lediglich zu einem
unvollständigen Schmelzen, da die Strahlung oberhalb des
Bereichs von 0,5 mm der Grenzfläche auf der Seite des
Stahlteils die Schmelzbreite erweitert, wodurch die Binde
kraft durch mangelnde Erwärmung der Grenzfläche auf der
Seite der Hartlegierung erheblich herabgesetzt wird.
Erfindungsgemäß ist es notwendig, daß ein Strahl hoher
Energie, beispielsweise ein Elektronenstrahl, innerhalb
des Bereichs von 0,5 mm auf die Grenzfläche zwischen dem
Stahl und der Hartlegierung einwirkt, wodurch es möglich
wird, einen Erwärmungseffekt an der Grenzfläche auf der
Seite der Hartlegierung und eine geeignete Schmelzbreite
an der Grenzfläche auf der Seite des Stahlteiles zu erhalten,
was zu einer hohen Bindefestigkeit zwischen der Hart
legierung und dem Stahlteil führt. Es ist überflüssig zu
erwähnen, daß die aneinanderstoßenden, zu bestrahlenden
Flächen unter Druck in Berührung miteinander durch Warm
passung, Kaltpassung, Druckanwendung oder dergleichen
gebracht werden sollten.
Das erfindungsgemäße Verbundteil ist dadurch gekennzeichnet,
daß es erstens bei Gebrauch nicht zur Deformation und zum
Bruch führt, da das gesamte Verbundteil nicht einer hohen
Temperatur unterworfen wird und damit keine Spannung durch
unterschiedliche Wärmeausdehnungsgeschwindigkeiten hervor
gerufen wird; zweitens eine hohe Zeitfestigkeit und eine
hohe Druckfestigkeit aufweist, da die Hartlegierung und
das Stahlteil direkt aneinander gebunden sind; drittens
frei von der Bildung einer verschlechterten Schicht (Fe3W3C)
ist, aufgrund der Reaktion zwischen einer Hartlegierung
und Stahl (Fe), da die geschmolzene Schicht ausschließlich
an dem Stahlteil gebildet wird, während die Hartlegierung
niemals vollständig schmilzt, obgleich nur eine flüssige
Phase darauf gebildet wird.
Das Verfahren zum Schweißen von Stahl und einer Hartlegierung
ist bisher noch nicht in die Praxis umgesetzt worden, ob
gleich der Test bisher wiederholt worden ist. Eine praktische
Verbindung war deswegen nicht erreichbar, weil eine Hart
legierung eine schlechte Beständigkeit gegenüber einer
Zugbeanspruchung jedoch eine hohe Druckfestigkeit aufweist,
wobei Risse durch die Zugbeanspruchung während des Schweißens
auftreten. Um das Auftreten von Rissen zu verhindern, ist
ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem ein dünnes
Metallblech aus Ni, Co usw. an der Grenzfläche zwischen
einem Stahl und einer Hartlegierung angeordnet wird. Dieses
Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß eine ausreichende
Festigkeit nicht erreicht wird, da ein gleichmäßiges
Schweißen durch die Unterschiede der Wärmeleitfähigkeit
verhindert wird. Nach einer Reihe von Versuchen wurde ein
fest verbundenes verschleißfestes Verbundteil, das völlig
frei von Rissen ist, die zwischen der Hartlegierung und
dem Stahlteil auftreten, aufgefunden.
Das erfindungsgemäße verschleißfeste Verbundteil und das
Verfahren zur Herstellung desselben sind nachstehend anhand
der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Darin
zeigt
Fig. 1 einen Schnitt eines Verbundteils, das einen
Hartlegierungskörper und einen Stahlkörper
umfaßt, zur Erläuterung des Prinzips der
Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt einer Verbundwalze, wobei
eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt
ist;
Fig. 3 (A) in perspektivischer Wiedergabe einen
Stahlring, der eine Ausführungsform der
Erfindung wiedergibt, (B) den Schnitt eines
Teils davon;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Seitenspaltschere,
die eine weitere Ausführungsform der Erfindung
wiedergibt;
Fig. 5 einen Schnitt derselben; und
Fig. 6 und 7 Schnitte von Warmwalzen, die noch eine
weitere Ausführungsform der Erfindung zeigen.
Fig. 1 zeigt eine Hartlegierung 1 und ein Stahlteil 2 von verhältnis
mäßig kleiner Größe, d. h. wenn die Grenzfläche zwischen
denselben relativ klein ist, werden durch Schmelzen
der gesamten Grenzfläche 4 mittels eines Elektronenstrahls 3 auf der Seite des Stahlteiles 2
mit einer Breite von 1 bis 2 mm verbunden. Es wurde als
Ergebnis einer Serie von Versuchen festgestellt, daß bei
einem verschleißfesten Teil mit großen Abmessungen, bei
spielsweise einer Warmwalze (Morgan-Walze) es ausreicht,
wenn dessen Grenzfläche bis auf eine Tiefe von weniger als
20 mm geschmolzen ist. Im allgemeinen reicht eine Schmelz
fläche von 5 bis 15 mm aus. Fig. 2 stellt eine Schnitt
ansicht dar, die eine Ausführungsform einer Warmwalze
wiedergibt, bei der ein Ring 6 aus SCM 21-Stahl oder der
gleichen unter Kaltpassung an der Innenseite eines Hart
legierungsrings 5 angeordnet ist, wobei ein Elektronenstrahl
3 an dem Ende der Grenzfläche zwischen dem Stahl und der
Hartlegierung angewandt worden ist, wobei die geschmolzenen
Schichten 7 an der Grenzfläche auf der Seite des Stahles
gebildet werden, wodurch es möglich wird, die Hartlegierung
und das Stahlteil miteinander zu verbinden. Die Hartlegierung
und das Stahlteil werden damit im mittleren Abschnitt
direkt miteinander verbunden, der am meisten einer Spannung
ausgesetzt ist, wobei bei der Bindungsschicht keine Risse
auftreten und insgesamt eine hohe Zeitfestigkeit erzielt wird.
Gute Ergebnisse wurden erhalten, wenn das Stahlteil weich
war im Hinblick auf eine bessere Haftung an der Hart
legierung und eine leichte Aufnahme einer Verformung.
Das Stahlteil hatte vorzugsweise einen Kohlenstoff
gehalt von weniger als 0,5 Gew.-%. Die Verschleißfestigkeit
wurde erhöht, indem die Härte durch Aufkohlen und Abschrecken
bis auf die Grenzfläche gesteigert wurde, und zwar insbesondere
bei Walzen.
Die Gründe sind folgende: Durch eine rasche Abkühlung kann
die Härte erhöht und eine Verschlechterung der Grenzfläche
verhindert werden, während die Härte bis HRc 50 bis 60 ge
steuert werden kann, wenn bei Verwendung als Werkzeug
Verschleißfestigkeit erforderlich ist.
Angenommen der Kohlenstoffgehalt des Stahles an der Grenz
fläche zwischen dem Stahl und der Hartlegierung sei schwer
zu steuern. In einem solchen Fall ist es vorzuziehen, ein
reines Metall, wie Ni, Co, Cu usw. ausschließlich auf der
Schweißgrenzfläche zwischen dem Stahl und der Hartlegierung
anzuordnen, wobei das Schweißen zweimal durchgeführt wird,
d. h. zwischen der Hartlegierung und dem reinen Metall und
zwischen dem reinen Metall und dem Stahl, wobei der
Kohlenstoffgehalt des Stahls, der an die Hartlegierung
anstößt, auf weniger als 0,5% eingestellt wird. Dadurch
ist es möglich, das Auftreten einer plastischen Verformung
zu verhindern, wenn der Stahl gekühlt wird, trotz der
Erzeugung einer Zugspannung durch das Schweißen des Stahles
und der Hartlegierung.
Wenn die Schweißgrenzfläche teilweise und kontinuierlich
geschmolzen ist durch die Anwendung einer Strahlung hoher
Energie, so reagieren Kohlenstoff und Sauerstoff in dem
geschmolzenen Stahl im allgemeinen unter Bildung eines Gases.
Entgasungsnuten, die vorher an dem Stahl vorgesehen worden
sind, können wirksam Gasblasen in der Schweißschicht entfernen.
Fig. 3(A) stellt in perspektivischer Wiedergabe ein
Stahlteil der besagten Walze dar, während (B) einen
Schnitt eines Teils derselben in vergrößerter Wiedergabe
zeigt. Die Bezugsziffer 8 bezeichnet eine Nut oder einen
Spalt, der am vorderen Ende des Schmelzstrahles ange
ordnet ist, 9, 9′ bezeichnet Entgasungsnuten für den
Austritt des in der Schmelzschicht erzeugten Gases.
Die Erfindung ist gleichfalls zum Verbinden einer Hart
legierung mit einer Vielzahl von Stahlteilen geeignet.
Bei Walzen und Spaltscheren ist häufig ein Verbund
teil erforderlich, das einen Stahlring und einen Hart
legierungsring umfaßt, wobei ein Stahlring unterschiedlicher
Art oder ein Gußeisenring dazwischen angeordnet wird.
In einem Beispiel wird Stahl mit einem thermischen
Ausdehnungskoeffizienten von 3 bis 10 × 10-6 cm/°C
bis 300°C an die Innenseite eines Hartlegierungsrings
geschweißt, wobei an dessen weitere Innenseite ein
Stahlring geschweißt wird, der eine größere Verschleiß
festigkeit als der dazwischen angeordnete Stahlring
aufweist. In einem anderen Beispiel wird an die Innenseite
eines Hartlegierungsrings ein Gußeisenring oder ein
reiner Metallring geschweißt, der verhältnismäßig weich
und in der Lage ist, eine Wärmeausdehnung aufzunehmen
sowie eine Elastizitätsgrenze von 50 MPa8 aufweist,
wobei ein Stahlring an die Innenseite des besagten
Gußeisen- oder reinen Metallrings geschweißt wird. In
beiden Fällen wurde das erfindungsgemäße Verfahren bei
dem Schweißen der dazwischen angeordneten Ringe aus Stahl,
Gußeisen bzw. reinem Metall angewendet, um Walzen mit
einer längeren Standzeit zu erhalten verglichen mit den
Dreischicht-Verbundwalzen und Spaltscheren nach dem
herkömmlichen Verfahren. Das spezielle Material mit dem
besagten Wärmeausdehnungskoeffizienten kann Ni, eine
Co-Legierung, Fe-Ni-Legierung oder Kovar umfassen. Sie
sind insbesondere unter Bedingungen geeignet, die wärme
anfällig sind.
Wenn eine Vielzahl von Teilen verschweißt wird, ist es
vorzuziehen, daß die Hartlegierung und der Stahlring direkt
verschweißt werden, wobei die Spannung, die durch das
Schweißen erzeugt wird, durch den Unterschied der Wärme
ausdehnung absorbiert wird aufgrund der Verformung des
dazwischen angeordneten Teils, wobei dann ein drittes
Zwischenteil an den Stahlring geschweißt wird. Es wird
eine schnelle Haftung erreicht, indem ein dünnes Metall
blech zwischen dem Stahl und der Hartlegierung angeordnet
wird. Bei einigen erfindungsgemäßen Ausführungsformen
kann ausschließlich eine Legierung mit einem niedrigen
Kohlenstoffgehalt in dem Teil verwendet werden, das der
energiereichen Strahlung ausgesetzt wird. Auf diese Weise
wird ein Verbundteil großer Festigkeit und Verschleißfestig
keit durch Aufkohlen und Abschrecken des unverschweißten
Teiles erhalten.
Aufgrund ihrer Schweißgenauigkeit werden Elektronenstrahlen
und Laserstrahlen vorgezogen, während eine nicht oxidierende
Atmosphäre oder ein Vakuum zur Verhinderung einer Oxidation
des Stahlteiles oder der Hartlegierung unverzichtbar ist,
wobei ein Vakuum insbesondere im Hinblick auf die Entgasung
vorgezogen wird.
Die nachstehenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
Für eine Morgan-Walze mit einem Außendurchmesser von 159 mm
⌀, einem Innendurchmesser von 87 mm ⌀ und einer Dicke von
70 mm, wie im Beispiel 2 dargestellt, wird eine Hartlegierung
mit 85% WC als ein Ring mit einem Außendurchmesser von
159 mm ⌀ und einem Innendurchmesser von 123 mm ⌀ erzeugt,
während Stahl (SCM 21) mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,15%
als ein Ring mit einem Außendurchmesser von 123 mm und
einem Innendurchmesser von 87 mm erzeugt wird. Die innere
Umfangsfläche sowie die obere und die untere Fläche des
Stahlringes wurden aufgekohlt und abgeschreckt, wobei der
Außenumfang vor einer Aufkohlung geschützt wurde, so daß
die Stahloberfläche eine Härte von HRc 55 aufwies. Vor der
Aufkohlung und der Abschreckung war der Stahlring mit
Entgasungsnuten versehen worden, wie in Fig. 3 gezeigt.
Der aufgekohlte und abgeschreckte Stahlring wurde in einem
Hartlegierungsring mit einer Passungstoleranz von 0,015
mm unter Kaltpassung angeordnet, um einen engen Kontakt
zwischen den beiden Ringen zu erhalten. Ein Elektronen
strahl mit 60 KV und 90 mmA wurde umfangsmäßig entlang
der Endflächen der Grenzfläche A mit einer Geschwindig
keit von 800 mm/min in einem Vakuum einwirken gelassen,
derart, daß der Strahl auf die Grenzschicht zwischen dem
Stahl und der Hartlegierung einwirkte. Auf der Seite des
Stahles der so erhaltenen Walze wurde eine Schweißschicht
von 1,0 bis 1,5 mm in der Breite und 15 mm in der Tiefe
festgestellt, wobei die beiden Ringe vollständig verschweißt
waren und die Grenzfläche auf der Seite der Hartlegierung
vollständig frei von einem Schmelzen war. Die Ringdruck
festigkeit der Walze wurde untersucht, wobei ein Ergebnis
von 51,3 Tonnen erhalten wurde, was etwa 2mal so hoch war
als jenes einer herkömmlichen Walze, da die Ringdruck
festigkeit der Verbundwalze der gleichen Größe, die nach
der herkömmlichen Lötmethode hergestellt wurde, 27 Tonnen
betrug.
Wie vorstehend beschrieben kann die Erfindung ein
verschleißfestes Teil mit einer großen Bindefestigkeit
und ohne Spannungen nach dem Schweißen mit einer hohen
Genauigkeit und sehr wirtschaftlich hergestellt werden.
Bei der Herstellung einer Seitenspaltschere zum Schneiden
von Stahlplatten, die, wie in Fig. 4 und 5 gezeigt, einen
Fe-40% Ni-Legierungsring 12 (320 mm ⌀ Außendurchmesser,
280 mm ⌀ Innendurchmesser und 20 mm Dicke), der im Innern
eines Hartlegierungsrings 11 (400 mm ⌀ Außendurchmesser,
320 mm ⌀ Innendurchmesser und 20 mm Dicke) unter Passung
angeordnet ist und aus 85 Gew.-% WC und 15 Gew.-% einer
Co-Legierung besteht, sowie einen SCM 440-Ring 13 mit
einem Kohlenstoffgehalt von 0,45% (280 mm ⌀ Außen
durchmesser, 80 mm ⌀ Innendurchmesser und 20 mm Dicke),
der weiter im Innern unter Passung angeordnet ist, umfaßt,
wird jeder Ring unter Kaltpassung mit einer Passungstoleranz
von 0,03 mm angeordnet, um jeweils einen engen Kontakt
zu erhalten. Die Endfläche der Grenzfläche B wurde unter
Anwendung eines Elektronenstrahles umfangsmäßig verschweißt.
Die Bedingungen der Anwendung des Elektronenstrahles be
trugen 150 KV, 10 mA, Geschwindigkeit 500 mm/min in Vakuum.
Dann wurde die Endfläche der Grenzschicht C unter den
gleichen Bedingungen umfangsmäßig verschweißt. Die so
erhaltene Seitenspaltschere wurde vollständig verschweißt.
Wenn eine Stahlplatte mit einer Dicke von 2 mm mit dieser
Spaltschere geschnitten wurde, wurde festgestellt, daß sie
bei weitem stabiler war als eine herkömmlich gelötete
Schneidvorrichtung.
Bei einer Morgan-Walze der gleichen Größe wie in Beispiel 1
wurde die Hartlegierung (14 in Fig. 6) in einem Ring mit
einem Außendurchmessser von 159 mm ⌀ und einem Innendurchmesser
von 126 mm ⌀ hergestellt, während ein Stahl (SCM 445) in
einem Ring mit einem Außendurchmesser von 126 mm ⌀ und
einem Innendurchmesser von 87 mm ⌀ hergestellt wurde.
Der Stahlring 15 wurde so abgeschreckt, daß er eine Härte
von HRc 44 aufwies. Ni-Ringe 16 (124 mm ⌀ Außendurchmesser,
106 mm ⌀ Innendurchmesser und 10 mm Dicke) wurden um den
oberen und unteren Außenumfang des Stahlrings unter Passung
angeordnet, wie in Fig. 6 gezeigt. Die Grenzfläche B
wurde so bearbeitet, daß die Passungstoleranz 0,03 mm
betrug, wobei der Hartlegierungsring und der Stahlring
unter Kaltpassung eingebaut wurden. Ein Elektronenstrahl
mit 150 KV und 10 mA wurde mit einer Geschwindigkeit von
500 m/min in einem Vakuum von 1,3 · 10-4 Millibar so einwirken ge
lassen, daß das Ni-Teil lediglich an der Grenzfläche B
geschmolzen wurde. Gemäß Fig. 6 wurde eine Hartlegierung
und ein Ni-Ring verbunden, indem das mit 17 bezeichnete
Teil verschweißt wurde, wonach der Ni-Ring und ein Stahl
ring verbunden wurden, indem der mit 18 bezeichnete Teil
verschweißt wurde. Die so erhaltene Verbundwalze wurde
durch Endbearbeitung in die vorgegebene Größe gebracht.
Wenn die Walze als Drahtwalze unter den Bedingungen
des Drahtmaterials, Temperatur 900°C und Drahtgeschwindig
keit 60 m/sec, verwendet wurde, zeigte die Walze eine
Betriebsdauer oder Standzeit von 500 Tonnen/KAL, d. h.
die gleiche wie die einer herkömmlichen Hartlegierungs
vollwalze. Die Walze konnte verwendet werden, bis ihre Dicke
der Hartlegierung nach der Bearbeitung auf 5 mm herabgesetzt
war. Die Bruchfestigkeit war der einer Hartlegierungsvollwalze
überlegen.
Ein Hartlegierungsring und ein Stahlring wurden in der gleichen
Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, wobei ein Fe-40Ni-Ring 20
mit einem geringen Wärmeausdehnungskoeffizient um den
Außenumfang des Stahlrings unter Passung angeordnet wurde.
Der Fe-40Ni-Ring 20 wies einen Außendurchmesser von 126 mm
⌀, einen Innendurchmesser von 106 mm und eine Breite von
70 mm auf.
Der Hartlegierungsring 18, der Fe-40Ni-Ring 20 und der
Stahlring 19 wurden in drei Schichten in der erwähnten Reihen
folge kombiniert, wie in Fig. 7 dargestellt. Das Teil, das
mit 21 bezeichnet ist, wurde mit einem Elektronenstrahl
verschweißt, worauf das Teil, das mit 22 bezeichnet ist,
verschweißt wurde. Es bestanden keine Anzeichen von Rissen,
die durch das Schweißen auftraten. Die Walze wurde als Warm
walze eingesetzt, wobei sich herausstellte, daß sie eine
längere Betriebsdauer und eine größere Bruchfestigkeit auf
wies, im Vergleich mit der Hartlegierungsvollwalze der
Beispiele 1 und 3.
Vorstehend ist das erfindungsgemäße Verbundteil sowie das
Verfahren zu dessen Herstellung beschrieben. Der Bereich der
Anwendung der Erfindung umfaßt alle Verbundwerkzeuge, die
durch Verschweißen einer Hartlegierung mit einem Stahl- oder
Gußeisenteil erhalten werden, beispielsweise Warmwalzen,
Stahlschneidespaltscheren, Bohrer, Stanzstempel, Kaliber
druck, Gesenkmatrize usw.
Claims (8)
1. Verschleißfestes Verbundteil, das eine Hartlegierung und
ein Stahlteil umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hartlegierung, die hauptsächlich aus Wolframcarbid mit
einem Bindemittel von mehr als 10 Gew.-% besteht und das
Stahlteil, das einen Kohlenstoffgehalt unter 0,5 Gew.-%
aufweist, direkt aneinander anstoßen, und daß dabei ein
Teil der Grenzfläche oder die gesamte Grenzfläche auf
derjenigen Seite des Stahls, die in nicht-oxidierender
Atmosphäre oder Vakuum durch einen Strahl mit hoher Energie
spaltförmig aufgeschmolzen worden ist, an die Grenzfläche
auf der Seite der Hartlegierung verschweißt ist.
2. Verbundteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es
eine Warmwalze ist, die einen Ring aus der Hartlegierung
mit einem an dessen Innenseite anstoßenden Ring aus einem
Stahl umfaßt, wobei die Stoßfläche des Stahlrings weniger
als 20 mm an beiden Enden in Richtung der Dicke des
Stahlrings spaltförmig durch den Strahl mit hoher Energie
aufgeschmolzen worden ist und an die Grenzfläche auf der
Seite der Hartlegierung verschweißt ist.
3. Verbundteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hartlegierung und das Stahlteil bis auf die
Stoßfläche aufgekohlt und abgeschreckt sind.
4. Verbundteil zur Verwendung bei Warmwalzen oder Spalt
scheren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stahlring mit
einem Kohlenstoffgehalt unter 0,5 Gew.-% und einem Wärme
ausdehnungskoeffizienten von 3 bis 10 × 10-6 cm/°C bis
300°C oder ein Gußeisenring mit einer Elastizitätsgrenze
unter 50 MPa oder ein Ring aus einem Metall, wie Cu, Ni,
Co, in einem Hartlegierungsring angeordnet ist, so daß
dessen Innenseite direkt anstößt, wobei ein Stahlring der
eine größere Verschleißfestigkeit als dieser Ring aufweist,
in dem besagten Stahlring, Gußeisenring oder Metallring
angeordnet ist, so daß deren Innenseite direkt anstößt,
wobei die Hartlegierung und der erste Stahlring verschweißt
sind durch spaltförmiges teilweise oder ganzes Schmelzen
der Grenzfläche auf der Seite des besagten Stahlrings mit
einem Strahl hoher Energie und der erste und der zweite
Ring gleichfalls verschweißt sind durch Schmelzen von deren
Grenzfläche mit einem Strahl hoher Energie.
5. Verfahren zur Herstellung eines verschleißfesten Verbund
teils, das eine Hartlegierung und ein Stahlteil umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hartlegierung, die haupt
sächlich aus Wolframcarbid mit einem Bindemittel von mehr
als 10 Gew.-% besteht, und das Stahlteil mit einem
Kohlenstoffgehalt unter 0,5 Gew.-% unter Passung direkt
aneinander gepreßt werden und ein Strahl hoher Energie in
einer nicht oxidierenden Atmosphäre oder im Vakuum so
eingesetzt wird, daß er sowohl auf die Hartlegierung wie
das Stahlteil am Ende von deren Grenzfläche oder zumindest
innerhalb von 0,5 mm auf der Seite des Stahlteils einwirkt,
daß dabei ein Teil der Grenzfläche oder die gesamte
Grenzfläche auf der Seite des Stahlteils spaltförmig
aufgeschmolzen wird und die Hartlegierung und das Stahlteil
verschweißt werden.
6. Verfahren zur Herstellung eines verschleißfesten Verbund
teils, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stahlring mit einem
Kohlenstoffgehalt unter 0,5 Gew.-% und einem Wärmeausdeh
nungskoeffizienten von 3 bis 10 × 10-6 cm/°C bis 300°C und
ein Gußeisenring mit einer Elastizitätsgrenze unter 50 MPa
oder ein Cu-, Ni- oder Co-Ring in einen Kontakt mit der
Innenseite eines Hartlegierungsrings gebracht werden, wobei
ein Strahl mit hoher Energie in einer nicht oxidierenden
Atmosphäre oder im Vakuum so eingesetzt wird, daß er sowohl
auf die Hartlegierung wie das Stahlteil am Ende von deren
Grenzfläche einwirkt, daß dabei ein Teil der Grenzfläche
auf der Seite des Stahls zum Schmelzen gebracht wird, und
die Hartlegierung und das Stahlteil verschweißt werden,
wobei ein Gußeisenring mit einer hohen Härte und einer
hohen Verschleißfestigkeit in Berührung mit der Innenseite
des besagten Stahlrings gebracht wird.
7. Verfahren zur Herstellung eines verschleißfesten Verbund
teils nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Entgasungsnuten an der Grenzfläche zwischen dem Stahlteil
und der Hartlegierung vorgesehen werden und die Grenzfläche
durch Anwendung eines Strahles hoher Energie unter Entfer
nung eines darin gebildeten Gases verschweißt wird.
8. Verfahren zur Herstellung eines verschleißfesten Verbund
teils nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
als Strahl hoher Energie ein Elektronenstrahl oder ein
Laserstrahl eingesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP56135943A JPS5838682A (ja) | 1981-08-28 | 1981-08-28 | 複合耐摩部材及びその製造法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3232018A1 DE3232018A1 (de) | 1983-04-14 |
| DE3232018C2 true DE3232018C2 (de) | 1987-10-29 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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