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Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des
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Hauptanspruchs angegebenen Art sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
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Insbesondere bei der Altbausanierung ist es erforderlich, im Feuchtigkeit
gefährdeten oder im bereits feuchten Mauerwerk Feuchtigkeitssperrschichten zu legen,
die ein Aufsteigen oder Fortpflanzen der Feuchtigkeit im Mauerwerk verhindern. Soweit
es sich um ein Mauerwerk aus Ziegel mit geraden Fugen handelt, kann man mit einer
Säge nach Art einer Blattsäge, bei der die Schneidezähne besonders widerstandsfähig
ausgebildet sind, längs der Fugen schneiden. Hierzu wird eingangs ein Loch in das
Mauerwerk gebohrt, durch das die Blattsäge dann gesteckt wird und von Hand durch
eine auf jeder Seite der Mauer befindliche person die Fuge aufgesägt wird. Dieses
Schneiden mit einer Blattsäge ist aber nicht mehr möglich, wenn die Mauer keine
klaren und geraden Fugen aufweist, oder gar aus unterschiedlich grossen Feldsteinen
besteht oder aus einem Gemisch von Steinen verschiedener Größe aufgebaut ist, bei
der überhaupt kein gerader Fu gen verlauf vorhanden ist. In die schließlich geschnittene
Trennfuge wird eine Isolierflüssigkeit eingebracht, die das Mauerwerk tränkt und
imprägniert und dabei auch eine gewisse Verfestigung hervorruft. Im Anschluß daran
werden von Hand Abschnitte von Feuchtigkeit sperrenden Blechen oder Folien, z.B.
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einer kaschierten, wasserundurchlässigen und un verrottbaren Metallfolie
oder einem Wellblech in die Schnittfuge eingebracht
oder eingeschlagen.
Das Einschlagen wird genutzt, wenn die Fugen einigermaßen weich sind. Es treten
hierbei aber vor allem an den Trennfugen zwischen zwei einzubrin gen den Wellblechen
große Schwierigkeiten auf, weil eine ausreichende und feste Dekkung der Blechkanten
kaum erreichbar ist, so daß an diesen Stellen die Feuchtigkeit weiterhin durchkriechen
kann. In den meisten Fällen bleiben Spalten übrig oder das Blech verläuft in der
Fuge in die Schräge, so daß zwischen den nebeneinander liegenden Blechen erhebliche
Abstände verbleiben. Die aufgeschnittene Fuge wird nach Einbringen der Isolierschicht
wieder mit Mörtelmasse verschmiert, die dann die ursprüngliche Tragfähigkeit schließlich
herstellen soll. Dieses Verfahren ist außerordentlich arbeitsintensiv und zeitaufwendig
und läßt sich auch nur bei einem Ziegelmauerwerk anwenden. Insbesondere der von
Cand auszuführende Schneide vor gang in der Trennfuge läßt sich nicht exakt ausführen,
so daß wiederum erhebliche Schwierigkeiten für ein glattes und stoßfreie Einbringen
der isolierenden Folie besteht. Es sind ferner mehrere Arbeitskräfte auch für die
Vacharbeiten erforderlich. Bauten mit Sondersteinen, bei denen keine glatten Fugen
zu finden sind, lassen sich mit dem bisherigen Arbeitsverfahren nicht trockenlegen.
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Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
anzugeben, mit denen in jeglichem Ma uerwerk die Herstellung von Feu ch tigkeitssperrschich
ten möglich ist, und die grundlegend vereinfacht und verbilligt wird und die auch
Arbeitskräfte einsparen bzw. die physische Belastu ng der Arbeitskräfte reduzieren.
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Das gestellte Problem wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst,
das im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches erläutert wird.
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Dadurch daß die einzelnen Verfahrensschritte ineinander greifen bzw.
gleichzeitig ablaufen, läßt sich eine Feuchtigkeitssperrschicht im Mauerwerk wesentlich
rascher und exakter herstellen, als auf bekannte Art und Weise. Unmittelbar hinter
der Schnittstelle entsteht bereits wieder die tragfähige Mörtelsperrschicht, so
daß auch die Gefahr eines Nachsackens des Mauerwerks vermieden wird.
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Eine zweckmäßige Ausführungsvariante geht aus Anspruch 2 hervor. Die
nur kurzen Pausen zwischen den Schneidabschnitten, die zum Überlappen der Folienabschnitte
benötigt werden, wenn Einzelteile eingelegt und nicht von einer Holle eine Bahn
eingeführt wird, werden gleichzeitig auch zum Einführen der Stützelemen te genutzt.
Unmittelbar hinter der eigentlichen Schnittstelle ist damit das Mauerwerk wieder
gegen ein iVachsacken gçsichert, so daß die schnellbindenden Mörtelschichten ungehindert
aushärten können.
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Das erfindungsgen,'äße Verfahren läßt sich bevorzugt mit einer Vorrichtung
ausführen, wie sie aus Anspruch 3 entnehmbar ist.
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Illit dem Wagen werden die einzelnen Arbeiten irn leaum des Verfahrens
gleichzeitig ausgeführt, ohne daß hierzu Arbeitskräfte - ausgenommen zur Überwachung
- notwendig sind. Es
liegt auf der Hand, daß mit einem solchen Wagen
eine gleichmäßige Schnittkraft und ein gleichmäßiger Vorschub, der auf die Leistungsfähigkeit
des Schneidelementes abgestimmt ist, erzielbar sind. Die Feuchtigkeitssperrschicht
läßt sich hiermit wesentlich rascher fertigstellen, al- dies mit der bisher üblichen
rnanuellen Methode möglich war. Die Feuchtigkeitssperrschicht erhält einen geraden
sauberen Verlauf und läßt sich ohne Schwierigkeiten mit gleichbleibender, hoher
Qualität ausführen. Unmittelbar hinter der Schnittstelle wird das Mauerwerk imprägniert,
ehe die Sperrfolie eingebracht und ggfs.
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die Stützelemente gesetzt werden, worauf unmittelbar nachfolgend die
Mörtelschichten ein gepreßt werden. Dies spielt sich alles in einem durch die Länge
des Wagens begrenzten, kurzen Bereich ab, so daß unmittelbar danach bereits weitere
Arbeiten am Mauerwerk ausgeführt werden können.
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Eine bevorzugte Ausführungsform dieser Vorrichtung geht aus Anspruch
4 hervor. In Abhängigkeit von der jeweiligen Dicke des Mauerwerks kann das Schneidelement
soweit aus dem Wagen ausgefahren werden, daß der Schnitt optimal hergestellt wird.
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Es kann sogar das Vorhohren des Mauerwerks zum Ansetzen des Schneidelementes
entfallen, was bisher nicht möglich war.
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Zweckmäßigerweise sind bei einer weiteren Ausführungsform die Merkmale
von Anspruch 5 gegeben. Die Sägeplattform sorgt für eine stabile Abstützung der
Sägevorrichtung auf dem Wagen und eine universelle Einstellbarkeit des Schneidelemen
tes.
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Ein besonders sauberer Schnitt läßt sich ferner dann erzielen, wenn
die Merkmale von Anspruch 6 gegeben sind. Der Vorschubantrieb läßt sich einfach
auf die jeweiligen Gegebenheiten, z.B. die Mauerwerkdicke, die Festigkeit des Mauerwerks
und dgl. einstellen. Ein hydraulischer Vorschubantrieb ist in der Lage, die benötigten,
hohen Schneidkräfte gleichmäßig und
mit gutem Wirkungsgrad aufzubringen.
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Eine besonders stabile Abstützung der Sägevorrichtung auf dem Wagen
ergibt sich gemäß Anspruch 7, wobei zusätzlich der Vorteil gegeben ist, daß das
Schneidelement wünschenswert tief, d.h. nahe über dem Boden, arbeitet.
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Eine besonders einfache Handhabung ergibt sich weiterhin gemäß den
Merkmalen von Anspruch 8, da mit dem auf der Fahrbahn sauber geführten und mit dem
Vorschub antrieb angetriebenen Wagen der Schneidvorgang, sowie die gleichzeitig
ablaufenden weiteren Arbeitsvorgänge des Imprägnierens, des Folieneinziehens und
des Mörteleinpressens weitgehend automatisch durchführbar sind.
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Bei einer weiteren, zweckmäßigen Ausführungsform ist das Merkmal von
Anspruch 9 wichtig, wodurch das Schneidelement außerordentlich knapp oberhalb dem
Boden in das Mauerwerk schneidet, was bisher nicht möglich war, da die das Schneidelement
führende Arbeitskraft höchstens in Hüfthöhe arbeiten konnte und nicht darunter.
Es ist aber gerade erstrebenswert, möglichst direkt über dem Boden die Isolierschicht
zu setzen.
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Eine weitere, besonders wichtige Ausführungsform der Vorrichtung geht
aus Anspruch 10 hervor. Da bei Gebäudeanschlüssen auch eine vertikal verlaufende
Feuchtigkeitssperrschicht gegenüber dem Nachbarhaus erforderlich ist, und damit
auch Reparaturen oder Wartungsarbeiten am Schneidelement besser durchführbar sind,
läßt die erfindungsgemäße Vorrichtung auch diese Verfahrensweise zu. Dabei ist es
zweckmäßig, daß auch die vertikale Schnittbildung weitgehend automatisch durchführbar
ist, wobei dann allerdings das Imprägnieren, das Einschleppen der Sperrfolie und
das Einpreßen der Mörtelschichten anders durchgeführt werden müssen, wie beim Herstellen
der
horizontalen Feu ch tigkeitssperrsch ich t.
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Da die Pflegevorrichtung mit dem Schneidelement ein verhältnismäßig
großes Gewicht hat, ist weiterhin das Merkmal von Anspruch 11 zweckmäßig, da dann
das Kippen der Sägevorrichtung zum Vertikalstellen des Schneidelements bzw. vertikalen
Schneiden einer Trennfuge besonders einfach durchführbar ist.
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Ein weiterer, zweckmäßiger Gesichtspunkt geht aus Anspruch 12 hervor.
Mit dieser Maßnahme kann auch bei vertikal gestelltem Schneidelement der Schneidvorgang
volla u ton' a tisch ablaufen.
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Eine universelle Anpaßbarkeit an unterschiedliche Verhältnisse ist
dann gegeben, wenn die Vorrichtung gemäß Anspruch 13 ausgebildet ist. Je nach Bedarf
läßt sich das Traggerüst verlängern, so daß ein längerer oder kürzerer vertikaler
Schnitt gebildet werden kann.
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Ein weiterer, wichtiger Gedanke ist in Anspruch 14 enthalten.
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Diese Ausbildung des Schneidelementes führt zu einem sauberen Schnitt
und läßt eine hohe Schneidleistung zu.
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Zur Steigerung der Schneidleistung trägt auch das weiterhin in Anspruch
15 angegebene Merkmal bei, da natürlich ein gekühltes Schneidelement mehr belastet
werden kann als ein ungekühltes.
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Dabei ist jedoch der Gesichtspunkt wichtig, der in Anspruch 16 erläutert
ist. Es soll nämlich vermieden werden, daß in die Schnittfuge ungewollt Kühlmittel
in überhöhtem Maße eintritt und die Schnittflächen befeuchtet. In dem nur der aus
dem .llauerwerk herauslaufende, schneidende Kettenabschnitt gekühlt und das Kühlmittel
ggfs. danach wieder abgesaugt
wird, bleibt die Schnittstelle gegen
eine solche ungewollte Durchfeuchtung gesichert.
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Ein weiterer, wichtiger Gesichtspunkt ist in Anspruch 17 enthalten.
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Günstig ist ferner die Ausführungsform von Anspruch 18, da die Vorrichtung
dann verhältnismäßig unabhängig von Fremdenergie eingesetzt werden kann.
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Die universelle Einsetzbarkeit der Vorrichtung wird auch dann gesteigert,
wenn das Merkmal von Anspruch 19 gegeben ist, wobei der Kompressor dann beispielsweise
auch zum Einpressen der Mörtelschichten eingesetzt wird.
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Günstig ist ferner eine Ausführungsform, wie sie Anspruch 20 anspricht,
da dann die Arbeitsmaterialien zum Durchführen des Verfahrens auf dem Wagen vorrätig
sind.
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Eine nahezu vollständig unabhängig von Fremdenergie arbeitende Ausführungsform
der Vorrichtung geht auch aus Anspruch 21 hervor.
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Alternativ dazu ist auch die Maßnahme von Anspruch 22 wichtig, da
dann die Vorrichtung an- entsprechend verlegte Energiever sorgungen angeschlossen
werden kann.
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Nachstehend wird anhand der Zeichnung eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
beschrieben.
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei die Sägevorrichtung in drei verschiedenen Stellungen gezeigt ist und
Fig.
2 eine Vorderansicht der Vorrichtung von Fig. 1, mit zwei verschiedenen Stellungen
der Sägevorrichtung Gemäß den Fig. l und 2 besteht eine Vorrichtung 1 zum Herstellen
einer Feuchtigkeitssperrschicht im Mauerwerk M aus einem verhältnismäßig schmalen,
langgestreckten Wagen 2) der mit Rädern 3 auf einer von Schienen 4 gebildeten Fahrbahn
in Fahrtrichtung F verfahrbar ist. Der Wagen 2 besitzt einen abgesenkten Mittelabschnitt
6, in dem ein zum Mauerwerk hin offener Hohlraum 7 gebildet wird.
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Vor bzw. hinter dem Mittelabschnitt 6 sind auf dem Wagen verschiedene
Zusatzeinrichtungen angebracht, die zum Arbeiten benötigt werden. Am in Fahrtrichtung
F hinteren Ende des Wagens 2 ist beispielsweise eine hydraulische Vorrichtung 8
mit Hydraulikspeicher (9) für verschiedene Vorschubantriebe und auch einen Antrieb
11 für die Räder 3 des Wagens 2 angebracht, wobei der Antrieb 11 über eine angedeutete
Leitung 12 mit der Versorgung in Verbindung steht. Ferner ist in diesem Bereich
eine Strozzuführung 10 bzw. Wasserzufuhr bwz.
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eine Kühlmittelpumpe, auf dem Wagen 2 vorgesehen.
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Am in Fahrtrichtung F vorderen Ende des Wagens 2 befindet sich ein
Kompressor 13, der z.B. zum Einpressen von Mörtel benutzbar ist, sowie ein Stromerzeuger
14.
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Oberhalb des abgesenkten Mittelbereiches 6 ist auf einer Sägeplattform
17 eine Sägevorrichtung 15 angeordnet, die aus einem Antriebsmotor 16 für ein Schneidelement
26 besteht, das über eine Antriebswelle 24 antreibbar ist. Wie Fig. 2 zeigt, ist
das Schneidelement 26 nach Art einer Kettensäge mit einem Schneidschwert 30, 31
ausgebildet, auf dem eine Schneidkette 37 in Richtung eines Pfeiles 38 umläuft.
Das Schneidelement 26 kragt seitlich von der Sägevorrichtung 15 aus, und zwar
quer
zur Längsrichtung des Wagens 2.
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Die Sägeplattform 17 ist mit Laufrollen 18 in Schienen 19 des Wagens
2 quer zu dessen Fahrtrichtung F verfahrbar und durch einen nicht dargestellten
Vorschuban trieb verschiebbar.
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Ausgerichtet auf die Sagevorrichtung 15 ist auf der Sägeplattform
17 ferner ein vertikale Pfeiler aufweisendes Traggerüst 20 angeordnet, das eine
vertikale Führung 21 sowie eine Befestigung 22 aufweist. Die Sägevorrichtung 15
ist um eine quer zur Fahrtrichtung F liegende Achse und um annähernd 90" hochschwenkbar
und an der Haltevorrichtung 22 so festlegbar, daß sie mit vertikal stehendem Schneidelement
26 (Position 26') in der Führung 21 vertikal auf- und abverfahrbar ist. Das Traggerüst
20 ist zweckmäßigerweise lösbar auf der Sägeplattform 17 befestigt und z.B. durch
Versteifungen 27 stabil auf der Plattform 17 abgestützt. Das Traggerüst 20 kann
teleskopartig oder durch zusätzlich aufgesetzte Elemente beliebig verlängert werden.
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In der hochgeklappten Stellung der Sägevorrichtung 15 können Wartungs-
und Reparaturarbeiten am Schneidelement 26 besonders einfach durchgeführt werden.
Ferner läßt sich die Sägevorrichtung 15 durch den Vorschubantrieb für die Vertikalbewegung
in der Führung 21 vertikal auf- und abbewegen, so daß auch vertikale Schnittfugen
geschnitten werden können.
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Mit 23 ist die Bewegung der Sägevorrichtung 15 beim Hochklappen bzw.
Herunterklappen angedeutet.
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An der Sägevorrichtung 15 ist in nicht näher dargestellter Weise eine
Kühlmittelzuführung 25 vorgesehen, die zum Kühlen der Schneidkette 37 dient. Ferner
kann eine Absaugvorrichtung 29 vorgesehen sein, mit der überschüssiges Kühlmittel
nach dem Kühlen wieder abgesaugt werden kann.
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Zweckmäßigerweise wird die Schneidkette 37 in Richtung des Pfeiles
38 angetrieben und die Schnittrichtung Pfeil 32 sowohl bei vertikaler als auch horizontaler
Lage des Schneidelementes so gewählt, daß der aus dem Mauerwerk herauslaufende,
schneidende Kettenabschnitt im Gegenstrom .gekühlt wird und daß dann ggfs. noch
vorhandenes Kühlmittel vor dem neuerlichen Hineinlaufen dieses Kettenabschnittes
in das Mauerwerk wieder abgesaugt wird. Anstelle einer Flüss.igkeitskühlung könnte
auch eine Luftkühlung eingesetzt werden, wofür dann der Kompressor 13 Druckluft
zur Verfügung stellen müßte.
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Am Wagen 2 bzw. den Rädern 3 ist ferner eine Einrichtung 28 vorgesehen,
mit der der Wagen 2 auf den Schienen 4 festgelegt werden kann, wenn z.B. ein vertikaler
Schnitt geführt werden soll bzw. wenn das Schneidelement durch Verfahren der Sägehlattform
17 in das Mauerwerk M geschoben wird.
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Mit 33 ist die Energie- und Kühlwasserzufuhr zur Sägevorrichtung in
Fig. 2 angedeutet.
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Im Wagen 2 ist ferner in Fahrtrichtung F hinter dem Schneidelement
26 und auf dieses ausgerichtet zunächst eine Vorrichtung 35 angeordnet, mit der
Imprägniermittel auf die Schnittflächen aufgebracht werden kann, und zwar unmittelbar
nach dem Herstellen der Schnittfuge. In Fahrtrichtung hinter der Vorrichtung 35
ist eine weitere Vorrichtung 34 angeordnet, mit der eine Feu ch tigkeitssperrfolie
abschnittsweise in die Schnittfuge eingebracht werden kann. In Ausrichtung auf das
Schneidelement 26, die Vorrichtungen 34 und 35 ist schließlich beispielsweise am
hinteren Ende des Wagens 2 eine weitere Vorrichtung 36 angeordnet, mit der die Mörtelschichten
zu beiden Seiten der Sperrfolie in die Schnittfuge eingepreßt werden können.
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Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird folgendermaßen gearbeitet:
Zunächst werden im voraussichtlichen Schnittbereich des Schneidelementes 26 befindliche
Metall teile, Rohre, Leitungen und dgl.
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vom Mauerwerk entfernt. Danach werden die Schienen 4 verlegt, und
zwar möglichst nahe an das Mauerwerk heran und möglichst tief. Danach wird für die
Bereitstellung der Versorgungsenergie für das Arbeiten der Vorrichtung Sorge getragen.
Am vorbestimmten Anfangspunkt der Schnittfuge wird das Schneidelement 26 entsprechend
ausgerichtet, worauf der Wagen 2 auf den Schienen 4, z.B. durch die Vorrichtung
28 unbeweglich festgelegt wird. Nach dem Ingangsetzen des Motors 15 und dem Einschalten
der Kühlmittelzufuhr bei 25 wird die Sägeplattform 17 quer zum Wagen 2 ausgefahren
und das Mauerwerk M mit dem Schneidelement 26 durchstochen. Sofern es sich bei dem
Arbeitsbereich um einen Übergangsbereich zwischen zusammengebauten Gebäuden handelt,
muß hier auch eine vertikale Feuchtigkeitssperrschicht geschaffen werden, die sich
beispielsweise bis zu 2 m über den Boden hinauferstreckt. Es wird deshalb dann das
bei der Anstichstelle herausgezogene Schneidelement hoch gek ippt, so daß es vertikal
steht und im Führungsgerüst 20 festgelee:t ist. Danach wird die Sägevorricktung
15 in die oberste mögliche Position im Gerüst 20 verfahren und erneut das Mauerwerk
M durch Ausfahren der Sägeplattform -17 durchstochen. Danach wird mit dem Vorschubantrieb
die Sägevorrichtung nach unten verfahren, bis die vertikale Schnittfuge mit der
horizontalen Anstiegsstelle zusammentrifft.
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Die vertikale Schnittfuge wird dann in üblicher Weise imprägniert,
mit Folie ausgekleidet und mit Mörtelschichten gefüllt.
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Zum Weiterführen der horizontalen Schnittfuge aus dem Anstich bereich
bleibt die Sägevorrichtung 15 in einer entsprechend der Mauerdicke ausgefahrenen
Stellung der Sägeplattform
justiert. Der Wagen 2 wird dann mit
seinem Vorschubantrieb 11 auf den Schienen 4 in Fahrtrichtung F verfahren, wobei
das Schneidelement 26 die Schnittfuge bildet. Unmittelbar hinter der Schnittstelle
werden die Schnittflächen mit einer Imprägnierung versehen, welche in einem Bereich
von 5 bis 10 cm nach oben und vor allem bis zu 20 cm nach unten eine zusätzliche
Isolierung mit gleichzeitigcr Ma uermasseverfestigung bewirkt. Nach dem Imprägnieren
wird mit der Vorrichtung 34 die Feu ch tigkeitssperrfolie eingezogen. Zweckmäßigerweise
handelt es sich dabei jeweils um einzelne Sperrfolienabschnitte von beispielsweise
knapp mehr als einem Meter Länge, die bei der Fahrbewegung des Wagens von einer
Rolle abgezogen werden, die bei einer solchen Länge des Folienabschnittes ohne weiteres
im Schnittfugenbereich stecken kann. Die einzelnen Metalliolienabschnitte überlap,oen
mit ihren Enden einander und stehen beiderseits des Mauerwerks ca. 3 cm über.
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In regelmäßigen Abständen werden dann Abstützelemente in die Schnittfuge
eingebracht, die z.B. zweiteilig sind und ein Durchsacken des Mauerwerkes verhindern.
Die beiden Teile jedes Abstützelementes werden nach dem Einschieben in die Schnittfuge
durch Schrauben oder hydraulische Elemente auseinander gesp reizt und halten die
Wandung auf Höhe. Nach erfolgter Abstützung und abgebundenem Mörtel werden die gespreizten
Elemente zusammengezogen und aus dem Mauerwerk entfernt. Auch entsprechend dimensionierte
Fla cheisenstücke können diesen Zweck erfüllen, die jedoch als verlorene Teile im
Mauerwerk verbleiben. Danach erfolgt unmittelbar diq Ein bettung der Sperrfolie
durch Einpressen der Mörtelmasse zu beiden Seiten der Sperrfolie. In den Stoßstellen
der Sperrfolienabschnitte können zweckmäßigerweise dazwischengeklebte Doppelklebestreifenabschnitee
einen feuchtigkeitsdichten Stoß bereich sicherstellen. Auf diese Weise wird die
Feuchtigkeitssperrschicht in beliebiger Länge nahezu vollautomatisch hergestellt.
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Abändernd zu der beschriebenen Ausführungsform wäre es auch denkbar,
die Sägevorrichtung durch einen Benzinmotor anzutreiben bzw. die einzelnen Vorschubantriebe
mechanisch oder elektrisch anzutreiben.