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DE3228342A1 - Verfahren zur herstellung von gebaeuden und vorgefertigte gebaeudeteile zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur herstellung von gebaeuden und vorgefertigte gebaeudeteile zur durchfuehrung des verfahrens

Info

Publication number
DE3228342A1
DE3228342A1 DE19823228342 DE3228342A DE3228342A1 DE 3228342 A1 DE3228342 A1 DE 3228342A1 DE 19823228342 DE19823228342 DE 19823228342 DE 3228342 A DE3228342 A DE 3228342A DE 3228342 A1 DE3228342 A1 DE 3228342A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
walls
prefabricated
wall
free spaces
concrete
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19823228342
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich 7250 Leonberg Eger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19823228342 priority Critical patent/DE3228342A1/de
Publication of DE3228342A1 publication Critical patent/DE3228342A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/16Structures made from masses, e.g. of concrete, cast or similarly formed in situ with or without making use of additional elements, such as permanent forms, substructures to be coated with load-bearing material
    • E04B1/161Structures made from masses, e.g. of concrete, cast or similarly formed in situ with or without making use of additional elements, such as permanent forms, substructures to be coated with load-bearing material with vertical and horizontal slabs, both being partially cast in situ
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/44Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by the purpose
    • E04C2/52Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by the purpose with special adaptations for auxiliary purposes, e.g. serving for locating conduits
    • E04C2/521Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by the purpose with special adaptations for auxiliary purposes, e.g. serving for locating conduits serving for locating conduits; for ventilating, heating or cooling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Conveying And Assembling Of Building Elements In Situ (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gebäuden und vorgefertigte
  • Gebäudeteile zur Durchführung des Verfahrens Stand der Technik Aufgrund des ständig zunehmenden Kostendrucks ist es bekannt, Gebäude, Häuser oder Gebäudeteile mindestens bis zu einem gewissen Grad auch aus vorgefertigten Teilen herzustellen, beispielsweise also vorgefertigte Decken Wände gleich mit Fensterausschnitten u. dgl. auszubilden und dann am Bauplatz entsprechend miteinander zu verbinden. Üblicherweise sind solche vorgefertigten Teile entweder aus Beton hergestellt oder umfassen, etwa bei sogenannten Fertighäusern, einen sandwichartigen Verbundaufbau mit einer Rahmenstruktur, Dämmschichten, Verputzschichten u. dgl. Bei diesen bekannten Möglichkeiten ist ein besonders maßgerechter und genauer Aufbau problematisch, wobei insbesondere die erforderlichen Installationen in den Gebäuden oder Häusern zusätzliche Probleme bereiten können. Sind entsprechende Rohre oder Leitungen oder elektrische Kabel in den vorgefertigten Beton- oder Verbundwänden schon angeordnet, dann ergeben sich beim bündigen Aufsetzen auf die tragende Deckenplatte für das jeweils nächste Geschoß Anschlußschwierigkeiten mit schon vorhandenen Leitungsenden, insbesondere bei deren Fortführung in den horizontalen Raumbereich.
  • Darüber hinaus ergibt sich wieder ein zunehmender Trend zu gemauerten Ziegelwänden, da erkannt worden ist, daß ein Wohnen in Räumen, die allseitig oder doch im überwiegenden Maße aus Betonwänden bestehen, gesundheitliche Nachteile haben könnte. Die Herstellung von Gebäuden unter Verwendung von vorgefertigten Ziegelmauern steckt jedoch in den Anfangsschuhen, insbesondere deshalb, weil es zwar möglich ist, auch Ziegelmauern durch eine entsprechend durchgeführte Armierung im Verbund zu transportieren und aufzusetzen, andererseits aber die dann für die Vervollständigung des Baus und der Räume erforderlichen Nacharbeiten so hoch sind und insbesondeVe eine Vielzahl von verschiedenen Fachkräften benötigt werden, so daß eventuelle Kostenvorteile wieder verloren gehen. Insbesondere läßt sich durch das einfache Aufsetzen von vorgefertigten Ziegelwänden oder Teilwänden das Installationsproblem nicht lösen, da es in den meisten Fällen nötig sein wird, dann wieder entsprechende Kanäle oder Vertiefungen in die Wände zu schlagen, um die Rohre nachträglich verlegen zu können.
  • Zur Behebung solcher Nachteile liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Gebäudeherstellung sowie zur Durchführung des Verfahrens geeignete, vorgefertigte Gebäudeteile zu schaffen, die es ermöglichen, einerseits im kostengünstigen vorgefertigten Wand und Ins tallations verfahren Gebäude oder Häuser zu erstellen, wobei aber andererseits die Wände vorzugsweise aus geeigneten, baubiologischen Materialien also Mauerwände etwa auf der Basis von Ziegel, Bims, Kalksteinen u. dgl. sind. Allerdings schließt die Anwendung vorliegender Erfindung auch die Verwendung von vorgefertigten Betonwänden nicht aus.
  • Vorteile der Erfindung Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs und hat den Vorteil, daß vorzugsweise Mauerwerkwände, versehen mit sämtlichen Rohrleitungen, Anschlüsseln, elektrischen Kabeln u. dgl. sowie, falls gewünscht, innen und außen fertig verputzt verwendet werden können, und zwar in beliebigen Breiten, wobei die für jedes Stockwerk mit höchster Paßgenauigkeit vorgefertigten Wände bevorzugt Eckbereiche,mit einschließen, also die Trennung zwischen zwei vorgefertigten Wandteilen nicht im Eckbereich erfolgt. Dabei ist es möglich, beim Baufortschritt die jeweils vorgefertigten und praktisch endmontierten Mauerwerkwände sofort bei Anlieferung auf den endgültigen Platz im Gebäude aufzusetzen, wobei ausreichend Freiräume für das Anschließen und eventuelle Verlegen von Rohren, Leitungen und Kabeln im horizontalen Bereich verbleiben. Erst wenn für das jeweilige Geschoß sämtliche vorgefertigten Wände, dabei alle Räume entsprechend umschließend und ausbildend, aufgesetzt und die Gesamtinstallation erledigt ist, wird der Ortbeton eingefüllt und kann sauber bis zu vorgegebenen Marken oder Schablonenlehren verstrichen und abgezogen werden, die von den vorab aufgesetzten Wänden gebildet werden.
  • Da sämtliche Rohranschlüsse, Leistungen, Kanäle u. dgl. vorgefertigt sind und an vorgegebener Stelle zur Durchführung der Anschlüsse und zum Anschließen der Verteileranlagen vorhanden sind, bedarf es nur weniger oder gar keiner Fachkräfte, um auch die Installation vor dem Einbringen des Ortbetons endgültig fertig zu erstellen, so daß in schneller Abfolge die einzelnen Stockwerke des Gebäudes hochgezogen werden können. Die Fertigwandteile enthalten dabei, wie erwähnt, sämtliche Anlagen und Einrichtungen für den späteren Gebrauch, also auch Türausschnitte mit vollständig fertig eingebauten Türzargen und Türen sowie Fensterausschnitte, Fensterrahmen und sonstige Teile. Es ist auch möglich, die Fensterbänke schon vorgefertigt in und an den Wänden anzuordnen, desgleichen auch sanitäre Gegenstände wie Toilettenschüsseln o. dgl.; bevorzugt werden hierfür aber entsprechende Öffnungen und Schlitzausnehmungen freigelassen, in die diese Teile dann eingesetzt werden können.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der Erfindung möglich. Besonders vorteilhaft ist dabei die absolute hochgenaue Maßhaltigkeit, die sich durch endvorgefertigte und insbesondere in der Höhe hochgenaue Wandteile ergibt, wodurch eine Vielzahl von Meß- und Richtarbeiten auf dem Bau überflüssig werden.
  • Ferner ist vorteilhaft, daß mit in den Wänden eingebauten Armierungseisen, die einerseits für den Zusammenhalt der Wände sorgen können, andererseits aber in die Freiräume und von diesen ausgehend umgebogen in den Deckbereich hineingeführt und dann vom Ortbeton umschlossen werden, die statische Sicherheit des Baus insgesamt erhöht wird, da sich hierdurch ein zusätzlicher starker Verbund von Wänden zu Wänden untereinander und gleichermaßen zu den Decken ergibt.
  • Zeichnung Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 in einer schematischen Schnittdarstellung einen Teilbereich eines Gebäudes, beginnend mit der Bodenplatte Keller, Fig. la in vergrößerter Darstellung den Übergangsbereich zwischen zwei Außenwänden mit Darstellung des zwischen ihm gebildeten Freiraums und Fig. 2 als Ausschnitt in perspektivischer Darstellung die mögliche Freiraumgestaltung im Geschoßübergang mit einstückigen oder eingesetzten Zwischenstegen und heruntergezogenen vorderen Wandrandkanten.
  • Beschreibung der Ausführungs beispiele Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin, für jedes Stockwerk vorzugsweise sämtliche Wände als vor gefertigte Wände, vorzugsweise als Mauerwerkwände, praktisch bis zum Endfinish, also fertig verputzt und mit sämtlichen Leistungen, Rohren, herzustellen und so auf die Wände des jeweils vorhergehenden, also unteren Stockwerks aufzusetzen, daß sich einmal zwischen den Wänden bis auf eine bündig im Stoß aneinandergrenzende, vordere Stirnrandkante Freiräume ergeben, die in horizontale Freiräume weiterführen, die deshalb vorhanden sind, weil der jeweilige Boden des entsprechenden Stockwerks noch nicht mit Beton ausgegossen ist, sondern lediglich hier ebenfalls eine relativ dünne vorgefertigte Betonbodenplatte ausgelegt ist.
  • In der Zeichnung ist eine aus Beton bestehende Bodenplatte Keller mit 1 bezeichnet; eine zwischen dieser und dem Erdreich 2 liegende aus Kies bestehende Drainageschicht mit 3.
  • Es wird zunächst davon ausgegangen, daß die von der. Bodenplatte 1 des Kellers nach oben führenden Wände 4 aus Beton bestehen und gegossen sind; es liegt jedoch innerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens, auch diese Wände schon als vorgefertigte Mauerwerk-Verbundwände anzufertigen und einzubauen, oder Betonwände entsprechend der Erfindung auszubilden. Die Wände 4 vom Kellerboden zum ersten Stock weisen jedoch bei 6 einen Absatz auf, sind also jedenfalls nicht bis zu ihrer vorgegebenen Höhe über die gesamte Dicke nach oben geführt. Der Absatz 6 bildet eine Ausnehmung oder Nische, gebildet aus einer äußeren, hochgezogenen Randkante 4a der Wand 4 und dem abgesetzten, nach innen weisenden Teil, so daß sich, wie bei 5 angedeutet, eine Art Freiraum an dieser Stelle bildet. Dabei kann sich die untere, nach innen weisende Kante des Freiraums 5 auf der Höhe der Unterkante Decke (UKD) befinden und für den weiteren Baufortschritt wird dann so vorgegangen, daß für diese Decke, die in der Zeichnung insgesamt mit 7 bezeichnet ist, zunächst ein ebenfalls vorgefertigtes Deckenbauteil aus Beton von relativ geringer Dicke, beispielsweise lediglich 4 cm, im Kantenbereich bei 8 aufgelegt wird; diese dünne vorgefertigte Betondecke 9 verfügt schon über eine innenliegende und zum Teil aus ihr nach oben für eine vorgegebene Länge herausragende Armierung 10, auf welche Armierung dann bei der weiteren Fertigstellung noch eine Gitterarmierung 11 o. dgl. aufgelegt werden kann. Damit die dünne Betondecke 9, die für sich gesehen mit ihrer Armierung bekannt ist, nicht bricht und allgemein begehbar ist, können von unten in der üblichen Weise Stützen 12 herangeführt und entsprechend verspannt sein.
  • Der weitere Baufortschritt erfolgt dann vorzugsweise so, daß nunmehr mit vollständig fertig vorgefertigten Wandteilen aus gemauerten Steinen gearbeitet wird für den Aufbau des nächsten Stockwerks; eine vorgefertigte Außenmauer ist in der Zeichnung bei 13 dargestellt. Sie besteht aus dem gemauerten Aufbau, den sofort bei der Vorfertigung insgesamt berücksichtigten und verlegten Rohrleitungen, Kabeln, sonstigen Anschlüssen für sanitäre Installation und Heizung u. dgl., wobei auch sofort, falls gewünscht, Anschlußsteckdosen, nach außen führende Fittinge o. dgl. vorgesehen sein können. Ferner ist die vorgefertigte Wand innen und außen mit Vorzug schon vergipst und verputzt, verfügt über die Ausschnitte für Fenster und Türen, in welche auch schon Türrahmen, Fensterrahmen, gegebenenfalls Fensterbände u. dgl.
  • vollständig fertig eingebaut sind. Mit anderen Worten, die jetzt zum Einsatz für das nächste Stockwerk kommende vorgefertigte Mauerwerkwand ist, praktisch bis auf die Tapete, vollständig fertig und verfügt über genaueste Höhenmaß, genauso, wie die nach oben gerichtete Randkante 4a der jeweils unteren Mauer genau auf Höhe ausgerichtet ist.
  • Von wesentlicher Bedeutung ist bei dieser vorgefertigten, z. B. aus gemauertem Ziegelwerk bestehenden Wand 13, daß unten dort, wo die Wand 13 auf die untere Wand 4 zur Auflage kommt, ebenfalls eine Nische oder ein Freiraum 14 vorgesehen ist, auch hier wieder gebildet von einer vorderen, umlaufenden Randkante 13a und der hier nach oben gezogenen inneren Kante der Fertigwand 13.
  • Es ist sinnvoll, sämtliche Rohr-, Leitungs- und Kabelanschlüsse unten an dieser Fertigwand 13 in den Freiraum oder die Nische 14 ausmünden zu lassen, selbstverständlich an den Stellen, an denen in der Planung an der nach unten weiterführenden Wand 4 die entsprechenden, mit diesen zu verbindenden Anschlüsse geführt und angeordnet sind. Man erkennt im tibrigen, daß es bei einer solchen Bauweise nicht notwendig ist, die Leitungen insgesamt zu bestimmten durchgehenden Schichten oder Kanälen zunächst in Querrichtung und dann vertikal zu verlegen, sondern es ist auch möglich, Leitungen jeder Art, insbesondere wo gewünscht, auch Leerleitungen'und Leerrohre beliebig durch die Wände zu führen, da die Wände von Stockwerk zu Stockwerk jeweils über die zunächst vorhandenenFreiräume 5, 14 ineinander übergehen und daher Montagearbeiten, hauptsächlich selbstverständlich das Leitungsverbinden, an diesen Stellen ohne Probleme vorgenommen werden kann. Es ist auch möglich, auf diese Weise durch die Wände mit Verbindungsfittingen und Verteilern jeweils im Bereich der Freiräume 5, 14 Leistungen, etwa für Heizung, Warmwasservorlauf und -rücklauf u. dgl. über die gesamten Stockwerkhöhen des Gebäudes zu führen. Ferner ist es eine bevorzugte Ausgestaltung vorliegender Erfindung,von den Freiräumen 51 14 ausgehend nunmehr horizontal Leitungen zu verlegten, etwa zu gegenüberliegenden Wandbereichen an Zwischenwänden 15, auf die weiter unten noch eingegangen wird. Auch solche Verlegungen lassen sich problemlos durchführen, da die Decke 7 in dieser Bauphase zunächst lediglich besteht aus der dünnen Betonunterplatte 9 mit ihrer Armierung 10 und daher hier vollkommen freier Zugang sowohl zu den Freiräumen oder Nischen 5, 14 im Übergang der nach oben gezogenen Fertigwände als auch im horizontalen Bereich besteht.
  • Zur Verbesserung der Standfestigkeit der jeweils aufbauenden Fertigwände 13 ist es empfehlenswert und entspricht daher einer vorteilhaften Ausgestaltung vorliegender Erfindung, an bestimmten Stellen, vorzugsweise dort, wo Leitungen nicht ausmünden oder weitergeführt werden sollen, normal über die Wanddicke durchgezogene Zwischenwandbereiche, die allerdings recht schmal sind und beispielsweise 10 bis 20 cm in der Breite nicht übersteigen, vorzusehen, so daß an diesen Stellen die jeweils nach oben weiterführenden Wände auf, wie es sich versteht, komplementären, über die gesamte Wanddicke geführten Stützstegen der jeweils unteren Wände aufsitzen, und zwar maßgenau aufsitzen und so üblicherweise auch hinreichend unterstützt sind.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht darin, daß die nach oben weiterführenden Wände jeweils über Eckbereiche vorgefertigt und geführt sind, beispielsweise um etwa 20 bis 50 cm sozusagen um die Ecke herum, so daß sich mindestens ein vorgefertigtes Wanddreieck, gelegentlich aber auch, wenn über beide Ecken geführt wird, ein auf einer Seite offenes Viereck ergibt. Es ist einzusehen, daß sich in diesem Fall eine vollständig ausreichende Standfestigkeit der weiterführenden Fertigwände 13 auf den unteren Wänden 4 ergibt, wobei die Abstützung erfolgt durch die gegenseitigen vorderen Randkanten 4a, 13a und den in Abständen, aber jeweils komplementär zueinander angeordneten mittleren Stützstegen oder Verdickungen 13b, 4b, wie in Fig. 2 gezeigt und in deren Bereich die Wände vollflächig über ihre gesamte Dicke aufsitzen und sich abstützen.
  • Der Transport vorgefertigter Mauerwerkwände ist problemlos; auch deren Zusammenhalt. Man kann durch aufeinander ausgerichtete Öffnungen oder Durchbrechungen in den einzelnen Steinen durch die Gesamtmauer Spanneisen oder Armierungseisen führen, die rahmenartig, jedenfalls im unteren Bereich, die Mauerwerkwand umfassen und insoweit auch verstärken. Ein Anheben durch Befestigen geeigneter Hebemittel an den nach außen ragenden Armierungsteilen ist dann ohne weiteres möglich, desgleichen der Transport der vorgefertigten Teilwände.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung liegt darin, daß Armierungen beliebiger Art und Größe von den vorgefertigten Teilwänden jeweils nach oben und/oder nach unten in die Freiräume 5, 14 hineinragen und auch, wie bei 15a gezeigt, horizontal in den Deckenbereich abgebogen sein können; es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Decke 7 in dieser Bauphase noch nicht vervollständigt ist und lediglich aus der dünnen unteren Betonplatte 9 mit ihrer Armierung besteht, so daß hier vollkommen frei und ohne Einschränkungen gearbeitet werden kann. Desgleichen ermöglichen die Freiräume 5 und 14 die Anpassung von Leitungen und die problemlose Ausrichtung derselben aufeinander, auch dann, wenn die möglichen Austrittsorte nicht vollständig aufeinander ausgerichtet sind. Durch geeignete Verteiler-, Anschluß- und Fittingsysteme können die Verbindungen auch bei Schrägversatz vorgenommen werden und alle notwendigen Anschlüsse erledigt werden. Eine Hilfe hierbei kann eine an den vorgefertigten Teilen und deren nach außen in die Freiräume ragenden Leitungsbereichen Markierungen sein, so daß die gleiche Markierung tragenden Leitungen jewe ils miteinander verbunden werden müssen. Auch ungeübtes Personal ist in der Lage, eine derart aufgesetzte, vollständig im Endfitlish vorgefertigte Wand 13 in ihren Anschlüssen fertig zu bearbeiten.
  • Erst nachdem sämtliche notwendigen Anschlüsse, Installationen, Rohrleitungen u. dgl. ausgeführt worden sind und die um ein Stockwerk jeweils nach oben weiterführende Teilwand 13 ausgerichtet und mit ihren Armierungen nach unten abgebogen einwandfrei steht, wird dann der sogenannte Ortbeton als Flüssigbeton 16 eingebracht, wobei praktisch schon die Zimmer vollständig durch die aufgebauten Fertigwandteile stehen, bevor in die Zimmer bis zu einer vorgegebenen Höhe der Ortbeton problemlos mit üblichen Rüttlern eingebracht wird, der, wie ohne weiteres einzusehen ist, von selbst auch nach außen in die Freiräume 5 und 14 einfließt.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung vorliegender Erfindung besteht darin, daß die jeweilige weiterführende Fertigwand 13 angrenzend an den Freiraum 14 einen inneren Vorsprung 17 aufweisen kann, dessen Oberkante 17a gleichzeitig die OKL) (Oberkante Decke) angibt. Es ist dann lediglich notwendig, den Beton bis zur Oberkante 17a einzufüllen und sauber abzuziehen, um auch eine hochgenaue Maßhaltigkeit der jeweiligen OKD zu erreichen, denn die Endhöhenmaße können an den vorgefertigten Wandteilen mit beliebiger Genauigkeit vorgegeben werden, wie ohne weiteres einzusehen, gegebenenfalls auch dadurch, daß man ab Werk noch entsprechende Fräs- und Schleifarbeiten zur Höheneinstellung vornimmt, bevor die Teile vorgefertigt zum Bau transportiert werden.
  • Auf folgenden Umstand muß hingewiesen werden, die vorderen umlaufenden Randkanten 13a, 4a im Außenbereich der Wände dienen, wie es sich versteht, dazu, die sonst notwendige Verschalung an dieser Stelle zu ersetzen, damit der bei der Deckenherstellung eingebrachte flüssige Ortsbeton nicht ausfließt. Es versteht sich daher, daß die beidseitig bündig aneinander im Stoß angrenzenden Randkanten 13a, 4a auch durch eine einzige, entweder von oben nach unten oder von unten nach oben über die Deckenhöhe reichende Randkante der Wand 4 oder der Wand 13 ersetzt werden kann; auch ist es möglich, diese Kantenbereiche aus einem anderen Material herzustellell als das Material, aus dem die Wände aufgebaut sind. Wesentlich ist zur Realisierung vorliegender Erfindung lediglich, daß im Übergangs bereich einer unteren Wand 4 zu einer weiterführenden Wand 13 Freiräume vorhanden sind, d. h. daß die Wände zum größten Teil gar nicht aufeinander aufsitzen, sondern dieses Aufsitzen und das Auffüllen der Freiräume erst dann erfolgt, wenn der Deckenbeton 16 eingebracht wird und schließlich ausgehärtet ist. Zunächst, also in der weiter vorn beschriebenen Bauphase, die auch die Durchführung der Installation ermöglicht, sitzen die Wände jeweils nur provisorisch auf den gegebenenfalls hinreichend starken äußeren Randkanten 4a, 13a und, zum überwiegenden Teil bei Übernahme der größten Last jedenfalls, auf den die volle Dicke aufweisenden, aufeinander ausgerichteten Stützstegen 13b, 4b auf.
  • Um hier, insbesondere dann, wenn die Wände nicht über Eck geführt sind, eine ausreichende Standfestigkeit zu erzielen, ist es auch möglich, die weiterführenden Wände 13 im oberen Bereich durch geeignete Stützmaßnahmen, beispielsweise Anordnung einer bei 18 lediglich schematisch dargestellten Spindel entsprechend auszurichten und zur Einhaltung ihrer Vertikalposition zu stützen.
  • Es versteht sich, daß es innerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens auch möglich ist, an beliebiger Stelle Zwischenwände vorab, also vor dem Einbringen des Ortsbetons vollständig vorgefertigt anzuordnen; zu diesem Zweck sind zunächst auf der vorgefertigten und schon eingebrachten schmalen Betonplatte 9 geeignete Auflager oder Stützen 19 mit jedenfalls präzise vorgegebenen Höhenabmessungen vorgesehen, die sich allerdings nicht über die gesamte Länge der Wand erstrecken, sondern jedenfalls in der Weise Unterbrechungen aufweisen, daß Leitungen unter den Zwischenwänden 15 hindurchgeführt werden können, entweder innerhalb der Armierung 10 oder auf dieser aufliegen. Die Zwischenwände können aber selbst dann vorzugsweise einstückig stegartige untere Stützen aufweisen sind ebenfalls vollständig vorgefertigt und weisen sämtliche erforderlichen Installationsrohr- und Kabelverlegungen auf; sie sind vorzugsweise ebenfalls vollständig verputzt und auf genaue Höhe eingestellt und verfügen über in diesem Falle vorzugsweise beidseitige Vorsprünge 20a, 20b, deren Oberkante 21 die OKD bestimmen und festlegen. Es ergibt sich so in Verbindung mit der Oberkante 17a der Außenwand umlaufend in jedem auf diese Weise entstehenden Zimmer eine eindeutige Maßangabe f(ir die OKD, mit Bezug auf welche Schablonenlehre der eingebrachte Ortbeton problemlos abge,ogen werden kann. Es empfiehlt sich verständlicherweise, unter den jeweils aufgesetzten Zwischenwänden 15 Stützträger 12 für die nur schmale, die UKD definierende, vorgefertigte Betonplatte 9 vorzusehen, um das Gewicht der Zwischenwände 15, die üblicherweise schmaler als die tragenden Hauptwände 13 sind, abzustützen. Es empfiehlt sich ferner, die Planung bei der Erstellung der Zwischenwände und der Hausabmessungen auf das Rastermaß der Mauerwerksteine auszurichten, um so nicht mit halben Modulgrößen zu arbeiten.
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Claims (18)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von insbesondere mehrstöckigen Häusern oder Gebäuden, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes neue Geschoß im Bereich mindestens der Außenmauern im Ubergang von einem Geschoß zum anderen nach innen offene Freiräume angeordnet werden, daß die nach oben weiterführenden Wände (13) vollständig vorgefertigt und mit den verlegten Leitungen und mindestens den Ins tallationsans chlüs sen sowie Kabeln versehen als Mauerwerkwände aufgesetzt werden, daß zunächst lediglich als Decke eine dünne Betonplatte in an sich bekannter Weise angeordnet und abgestützt wird auf welche, übergehend in die wandseitigen Freiräume anschließend die gesamten Installations- und Verbindungsarbeiten, das Verlegen der Rohre und Kabel u. dgl. durchgeführt werden in vertikaler und horizontaler Richtung und daß anschließend Ortbeton eingefüllt wird bis OK-Decke unter Einschluß der Freiräume.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung von Freiräumen im jeweiligen Geschoßübergang die das neue Geschoß bildenden aus Mauerwerk (Ziegel, Bims, Kalksteine u. dgl. ) gegebenenfalls auch aus Beton vorgegossenen Wände als vollständig vorgefertigte Fertigwände mit sämtlichen Anschlüssen und Installationen und innen und außen veredelt (verputzt) auf Abstandshalter aufgesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter einstückig mit den Wandunterseiten und/oder Wandoberseiten verbundene schmale Zwischenstege sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den Zwischenstegen zur Bildung der Freiräume äußere, jeweils von unten nach oben oder von oben nach unten gezogene Randkanten der Wände im Stoß bündig aneinanderliegen, dabei die Freiräume nach außen abdeckend aiigeordnet werden, wobei die innere, untere Randkante der jeweils unteren Wand als Maß für Unterkante Decke (UKD) und gegebenenfalls als Auflage fur die vor gefertigte, schmale Decke betonplatte dient.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Freiräume bildende Randkanten und/oder Zwischenstege aus zu den Fertigmauerwerken unterschiedlichen Material bestehen und vorgefertigt und an die Wandunterkanten und Wandoberkanten angesetzt werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennbezeichnet, daß die vorgefertigte schmale Betonplatte mit zum Teil nach außen oben freiliegender, für den später einzubringenden Ortbeton bestimmter Armierung durch untere Stützvorrichtungen (12)'gehalten wird.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorfertigung der Wände für das jeweils neue Geschoß so erfolgt, daß die Leitungen, Rohre, Einmündungen, Kabelanschlüsse u. dgl. in den unteren Freiraum (14) einmünden gegenüberliegend den Leitungen, Rohren und Installationsanschlüssen, die von der jeweils unteren Wand des vorhergehenden Stockwerks in den oberen Freiraum (5) einmünden zur Durchführung der erforderlichen Verbindungen und Anschlüsse.
  8. 8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Freiräume in Längsrichtung der Wand jeweils im Abstand unterbrochen werden von sich über die gesamte Wanddicke erstreckenden und insoweit auch die jeweils aufgesetzte Wand voll tragenden Zwischenstegen.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ausgehend von den unteren Bereichen der jeweils neu aufgesetzten Fertigwände und/oder den oberen Bereichen der jeweils unteren Wände Armierungseisen(15a) zunächst in den Freiraum und vorzugsweise abgebogen in den anschließenden freiliegenden Armierungsbereich der Decke einmünden, wo sie vom später einzubringenden Ortbeton umschlossen werden.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der in die Freiräume und auf die dünne Betonplatte aufgebrachte Ortbeton nach Oberkante Decke abgezogen wird mit Bezug auf Markierungen an den Fertigwänden (13, 15) oder von diesen gebildeten Schablonenlehren (Vorsprünge 17; 20a, 20b).
  11. 11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlidi e Abstützungen (Spindelquerstützen 18) an den jeweils neu aufgesetzten Fertigwänden angeordnet werden und bis zum Einbringen und Aushärten des Ortbetons verbleiben.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in den Fertigwänden oberhalb der OKD-Markierungen Einschnitte zur Aufnahme von Fußleisten angeordnet werden.
  13. 13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede vorgefertigte Mauerwerk-oder Betonwand mindestens einen Eckbereich umfaßt und daher dreieckförmig, rechteckförmig, Z-förmig, T-förmig zur Verbesserung der Standsicherheit ausgebildet ist.
  14. 14. Vorgefertigte Gebäudeteile zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zum bündigen Aufsetzen auf die Wände des jeweils vorhergehenden Geschosses vollständig fertige Wände (Mauerwerk- oder Fertigbetonwände) mit sämtlichen verlegten Rohrleitungen, Kabeln und Installationsans chl üs sen, vorzugsweise innen und außen veredelt vorgesehen sind, die mindestens jeweils längs ihrer unteren Randkante im Geschoßübergang offene Freiräume (14) aufweisen, unterbrochen bzw.
    abgetrennt durch bis zur unteren Wand über die Normalhöhe sich erstreckende Vorsprünge, die so die Höhenabmessung jeder vorgefertigten Wand bestimmen und im Stoß an entsprechenden Vorsprüngen der unteren Wand angesetzt sind oder bei Wegfall unterer Vorsprünge den Freiraumabstand insgesamt überbrücken.
  15. 15. Gebäudeteile nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Freiräume gebildet sind von jeweils einer sich nach oben bzw. unten erstreckenden, äußeren Randkante (4a, 13a), welche Randkanten beim Aufsetzen im Stoß aufeinanderliegen und daß im Abstand in den Freiräumen schmale Zwischenstege vorgesehen sind, die in gegenseitiger Ausrichtung mit den Zwischenstegen der sich jeweils nach unten bzw.
    nach oben anschließenden Wand sich über die volle Wanddicke erstrecken und gegenseitige Auflagerstützen beim Aufsetzen bilden.
  16. 16. Gebäudeteile nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine zunächst dünne Deckenplatte (9) Abstandshalter (19) vorgesehen sind, auf welche die vorgefertigten Zwischenwände (15) aufgesetzt sind.
  17. 17. Gebäudeteile nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgefertigten Wände oberhalb der Freiräume nach innen weisende umlaufende Vorsprünge (17; 20a, 20b) aufweisen, deren Oberkante der Oberkante Decke entspricht und die als Schablonenlehre beim Abziehen des Ortbetons dienen.
  18. 18. Gebäudeteile nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgefertigten Wände in die Freiräume und in den Deckenbereich führende Armierungseisen aufweisen.
DE19823228342 1982-07-29 1982-07-29 Verfahren zur herstellung von gebaeuden und vorgefertigte gebaeudeteile zur durchfuehrung des verfahrens Ceased DE3228342A1 (de)

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Cited By (7)

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