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DE3228106A1 - Vorrichtung fuer das erdbohren mit hilfe des lufthebeverfahrens - Google Patents

Vorrichtung fuer das erdbohren mit hilfe des lufthebeverfahrens

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Publication number
DE3228106A1
DE3228106A1 DE19823228106 DE3228106A DE3228106A1 DE 3228106 A1 DE3228106 A1 DE 3228106A1 DE 19823228106 DE19823228106 DE 19823228106 DE 3228106 A DE3228106 A DE 3228106A DE 3228106 A1 DE3228106 A1 DE 3228106A1
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DE
Germany
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air
linkage
drilling
connector
valve part
Prior art date
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DE19823228106
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English (en)
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DE3228106C2 (de
Inventor
Werner 3320 Salzgitter Mager
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Salzgitter Maschinen und Anlagen AG
Salzgitter Maschinen AG
Original Assignee
Salzgitter Maschinen und Anlagen AG
Salzgitter Maschinen AG
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Publication date
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Publication of DE3228106A1 publication Critical patent/DE3228106A1/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B21/00Methods or apparatus for flushing boreholes, e.g. by use of exhaust air from motor
    • E21B21/14Methods or apparatus for flushing boreholes, e.g. by use of exhaust air from motor using liquids and gases, e.g. foams
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B21/00Methods or apparatus for flushing boreholes, e.g. by use of exhaust air from motor
    • E21B21/12Methods or apparatus for flushing boreholes, e.g. by use of exhaust air from motor using drilling pipes with plural fluid passages, e.g. closed circulation systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Vorrichtung für das Erdbohren mit Hilfe
  • des Lufthebeverfahrens Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für das Erdbohren mit Hilfe des Lufthebeverfahrens, mit einem Bohrstrang aus nachsetzbarem Gestänge aus jeweils einem innen glatten Innenrohr für die Bohrgutabförderung mit Spülung und einem konzentrischen innen glatten Außenrohr für die Luftzufuhr über den gebildeten Ringraum, wobei zwischen Ringraum und Innenrohr in vorgegebenen Abstanden angeordnete Lufteinblasestellen vorgesehen sind, die bei Erreichen einer höchstens dem Luftdruck entsprechenden Eintauchtiefe wirksam werden.
  • Beim Lufthebebohrverfahren wird die Flüssigkeitsspülung mit Hilfe von Druckluft angetrieben. Der Pumpenkörper wird durch die Gestänge des Bohrstrangs gebildet. Die Arbeitsfähigkeit einer derartigen Vorrichtung ist nur dann gegeben, wenn die so gebildete Pumpe als Tauchpumpe arbeiten kann.
  • Die Druckluft wird in eine bestimmte Eintauchtiefe gebracht, strömt durch den Ringraum über die jeweils wirksame Lufteinblasestelle in das Innenrohr, steigt dort auf und reißt die Spülung mit. Für das Lufthebebohrverfahren ist somit die Eintauchtiefe der jeweiligen Lufteinblasestelle und die Luftzuführung zu dieser Einblasestelle von wesentlicher Bedeutung.
  • Bei der einfachsten Vorrichtung der eingangs angegebenen Art mit einem einfachen Doppelwand-Schraubbohrgestänge endet der Ringraum zwischen Innenrohr und Außenrohr in einer Lufteinblasestelle. Hat diese Lufteinblasestelle die maximale Eintauchtiefe erreicht, so ist es erforderlich, den gesamten Bohrstrang um die halbe Eintauchtiefe auszubauen und eine neue Lufteinblasestelle aufzusetzen. Im Anschluß daran wird der Bohrstrang so verlängert, daß das Bohrwerkzeug die Bohrlochsohle zum Weiterbohren erneut erreicht. Das Erfordernis des Ausbauens um die halbe Eintauchtiefe bringt ganz erheblichen Arbeitsaufwand und Zeitverlust mit sich. Um diesen Nachteil zu beheben, ist es bei einer bekannten Vorrichtung (DE-PS 28 10 621) vorgeschlagen worden, spezielle Düsenrohre mit einem Ventil zu verwenden.
  • Das Ventil dieser Düsenrohre ist im Ruhezustand geschlossen.
  • Wird eine bestimmte Eintauchtiefe erreicht, so öffnen sich diese Ventile selbsttätig und ermöglichen den Lufteintritt aus dem Ringraum in das Innenrohr. Solche Düsenrohre haben den Nachteil, daß die Ventile einer ständigen Wartung bedürfen und teuer sind. Es hat sich gezeigt, daß aus diesem Grund Düsenrohre mit Ventil nur mit großen Abständen eingebaut werden können. Dadurch ergibt sich im Prinzip jedoch ein ähnlicher Nachteil wie bei den geschilderten einfachen Doppelwand-Lufthebebohrgestängen, da ebenfalls um erhebliche Bohrstranglängen ausgebaut und erneut nachgesetzt werden muß. Außerdem pendelt die Einblasestelle entsprechend dem Abstand der eingebauten Düsenrohre mit Ventil, wodurch der Wirkungsgrad der so gebildeten Pumpe für das Lufthebebohrverfahren reduziert wird. Außerdem ergibt sich der Nachteil, daß die Reinigung der Ringräume der Gestänge einen großen Zeitaufwand erfordert, da diese Ringräume bei den bekannten Einrichtungen für eine Reinigung nicht direkt zugänglich sind.
  • Der Erfindung liegt, ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art, die Aufgabe zugrunde, das Gestänge selbst einschließlich der Einblasestelle und deren Wirkung zu vereinfachen, den jeweiligen Nachsetzvorgang zu erleichtern und zu beschleunigen und eine gute Zuganglichkeit für die Reinigung des Ringraums für die Luftzuführung sowie der Lufteinblasestellen zu ermöglichen, so daß die notwendigen Wartungsarbeiten unmittelbar mit der Bohrtätigkeit ausgeführt werden können. Auch soll das Gestängegewicht möglichst gering gehalten werden.
  • Nach der Erfindung wird dies vor allem dadurch erreicht, daß das Außenrohr und das Innenrohr jeweils als gesondertes Gestänge gleicher Länge mit zugeordnetem Verbinder derart ausgebildet sind, daß sie gegeneinander axial verschieblich sind, daß das Innengestänge an seinem unteren Verbinderteil Lufteinblasestellen aufweist, deren auf der oberen Stirnflache mündende Eintrittsöffnungen von einem ringförmigen, auf dem Innengestenge gleitbaren Ventilteil verschließbar sind, und daß innerhalb des aus den Außengestangen gebildeten Stranges am unteren Ende des in Bohrrichtung gesehen vorletzten Außengestänges oberhalb des unteren Verbinderteils Rückhalteelemente für den Ventilteil angeordnet sind, die den Ventilteil bei dessen Anfahren gegen den oberen Verbinder des Innengestanges freigeben. Innengestenge und Außengestange können gesondert gelöst und gesetzt werden.
  • Das Innengestänge überträgt das Drehmoment, die Zugkraft und die Andruckkraft. Das Außengestänge bildet lediglich den Ringraum für die Luftzuführung und kann daher leicht ausgebildet sein. Die Rückhalteelemente halten den Ventilteil von den Eintrittsöffnungen des jeweils unteren Verbinderteils des Innengestänges so lange entfernt, bis das jeweils nächste Innengestänge mit seinem Verbinderpaar den Ventilteil von den Rückhalteelementen löst und dieser selbsttätig unter Wirkung der Schwerkraft auf die Lufteintrittsöffnungen der Lufteinblasestellen des zugehörigen unteren Verbinderteils zurückfällt und diese Lufteintrittsöffnungen verschließt. Die Rückhalteelemente erfassen dann beim nach setzen den Ventilteil des nächstfolgenden Innengestänges, so daß dessen Lufteintrittsöffnungen am unteren Verbinderteil geöffnet werden, also die nächstfolgende Lufteinblasestelle gebildet wird.
  • Hierdurch wird mit einfachen Mitteln erreicht, daß die wirksame Lufteinblasestelle um jeweils eine Gestängelänge pendelnd in der größten Eintauchtiefe stehenbleiben kann. Daraus ergibt sich, daß nur ein Nachsetzen eines neuen Innengestänges erforderlich ist. Zugleich bleibt der Ringraum für die Reinigungsarbeiten zugänglich, und es können ferner auch an den jeweiligen Lufteinblasestellen Reinigungsarbeiten unmittelbar während der Bohrtätigkeit ausgeführt werden. Durch die leichte Ausführung des Außengestänges und die einfachen Verbinderteile mit dem einfachen Ventil teil kann das Gcstngegcwicht und damit das Gewicht des Bohrstrangs gering gehalten werden. Innen- und Außengestange können in einfacher und gleicher Weise ausgebildet werden, bis auf das in Bohrrichtung vorletzte Außengestange mit den Rückhalteelementen, wobei jedoch die Rückhalteelemente in einfacher Weise ausgebildet sein können, z. B. als federbelastete Bolzen, die vom jeweils oberen Verbinder des jeweiligen Innengestänges einfach ausgelenkt werden können.
  • Für eine Mechanisierung des Lösens und Wiederherstellens des Bohrstrangs ist es besonders zweckmäßig, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Verbinder als Schraubverbinder ausgebildet sind und jeder obere Verbinderteil Schlüssel flächen für die zugeordnete Abfangvorrichtung aufweist.
  • Ist die Vorrichtung mit einer verfahrbaren Abfangvorrichtung für den Bohrstrang an einer Bohrlafette ausgerüstet, so weist in weiterer Ausbildung der Erfindung die Abfangvorrichtung gesonderte, aus der Bohrachse ausschwenkbare Halteelemente für den aus den Außengestängen gebildeten Strang einerseits und den aus den Innengestängen gebildeten Strang andererseits auf, welche Halteelemente in vorgegebenem Abstand übereinander angeordnet sind. Hierdurch ist es möglich, in genau beherrschbarer Weise den Strang aus den Außengestängen einerseits und den Strang aus den Innengestängen andererseits zu lösen und wiederherzustellen bzw.
  • ein neues Innengestänge nachzusetzen.
  • Wird dabei eine an der Bohrlafette verfahrbare, den Drehantrieb mit Spülkopf tragende Vorschubeinrichtung verwendet, so weist zweckmäßig in weiterer Ausbildung der Erfindung der Drehantrieb abtriebsseitig Verbinderteile sowohl für das Innen- als auch für das Außengestänge auf und mündet die Luftzuführung im Ringraum zwischen den beiden Verbinderteilen des Drehantriebs. Somit ist der Drehantrieb einschließlich der Luftzuführung beim Bohrbetrieb unmittelbar mit dem Innen- und dem Außengestange über die Verbinderteile verbunden. Innen- und Außengestänge werden somit unter sicherer Verbindung mit dem Drehantrieb gemeinsam vorgeschoben und gedreht.
  • Bei Bohrarbeiten in Tiefen, die geringer sind als der maximale Kompressordruck (in m Wassersäule), kann durch ein geeignetes Luftbegrenzungsventil der Kompressordruck für die einzublasende Druckluft entsprechend der Bohrtiefe geregelt werden. Es ist jedoch durch eine weitere einfache Ausgestaltung der Erfindung eine konstruktive Lösung dadurch möglich, daß das in Bohrrichtung letzte Außengestänge an seinem unteren Ende innen eine Ringdichtung trägt, die den Ringraum gegenüber dem Innengestänge bzw. dessen jeweiligen Verbinder abdichtet. In diesem Tiefenbereich ist es dann erforderlich, jeweils ein Innen- und ein Außengestänge nachzusetzen, um die Abdichtung aufrechtzuerhalten.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Zeichnung. In der Zeichnung sind die für die Erläuterung der Erfindung wesentlichen Teile der Bohrvorrichtung weitestgehend schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der Bohrvorrichtung mit dem im Bohrloch befindlichen Bohrstrang, nachdem ein Gestänge abgebohrt ist, Fig. 2 die Bohrvorrichtung nach Fig. 1 mit abgefangenem Außen- und Innengestänge und in den Drehantrieb aufgenommenem, nachzusetzendem Innengestänge, Fig. 3 die Bohrvorrichtung nach Fig. 1 in einer Zwischenstellung, bei der das nachzusetzende Innengestänge mit dem inneren Bohrstrang verbunden und von der zugehörigen Abfangung gelöst ist, während das Außengestänge zum Drehantrieb mit Spülkopf verfahren wird, um dort verschraubt zu werden, Fig. 4 in vergrößerter Darstellung den mit IV bezeichneten Abschnitt des Bohrstrangs aus Fig. 1, Fig. 5 in vergrößerter Darstellung den oberen Abschnitt des Bohrstrangs aus Fig. 2, Fig. 6 eine Darstellung der Bohrvorrichtung ähnlich Fig. 1 für den Betrieb in Tiefen, die kleiner als der maximale Luftdruck sind, Fig. 6a in vergrößertem Maßstab eine Detailansicht entsprechend D des Bohrstrangs in Fig. 6, Fig. 7 die Bohrvorrichtung nach Fig. 6 beim gleichzeitigen Nachsetzen eines Innen- und eines Außengestänges beim vorgenannten Betrieb.
  • Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einer Vorrichtung für das Erdbohren mit Hilfe des Lufthebeverfahrens beschrie- ben, die mit einer verfahrbaren Abfangvorrichtung für den Bohrstrang an einer Bohrlafette ausgerüstet ist und außerdem eine an der Bohrlafette verfahrbare, den Drehantrieb mit Spülkopf tragende Vorschubeinrichtung aufweist.
  • Es möge zunächst anhand Fig. 1 der grundsätzliche Aufbau der Vorrichtung nach der Erfindung beschrieben werden: Ein allgemein mit 1 bezeichneter Bohrstrang besteht aus einzelnen nachsetzbaren Gestängen. Ein Außenrohr 2 und ein Innenrohr 3 sind jeweils als gesondertes Gestänge gleicher Länge 1 ausgebildet. Außenrohr 2 und Innenrohr 3 sind jeweils innen glatt. Außenrohr 2 und Innenrohr 3 sind konzentrisch angeordnet und bilden zwischen einander einen Ringraum 4 für die Luftzufuhr. Ferner sind Außengestänge 2 und Innengestänge 3 gegeneinander axial verschieblich. Dem Außenrohr 2 sind jeweils ein oberer Verbinderteil 5 und ein unterer Verbinderteil 6 zugeordnet, dem Innenrohr 3 ein oberer Verbinderteil 7 und ein unterer Verbinderteil 8, um so Außen-bzw. Innengestänge zu bilden. Die Verbinder 5,6 und 7,8 sind als Schraubverbinder ausgebildet, wie insbesondere Fig. 4 zeigt. Die jeweils oberen Verbinderteile 5 bzw. 7 sind in an sich bekannter Weise mit Schlüsselflächen für die nachfolgend beschriebene zugeordnete Abfangvorrichtung versehen. Diese Schlüsselflächen sind zur Vereinfachung der Darstellung nicht wiedergegeben. Der jeweils untere Verbinderteil 8 jedes Innengestänges 3 weist Lufteinblaskanäle 9 auf, die einerseits in das Innenrohr 3 und andererseits in den Ringraum 4 münden, wobei die in den Innenraum mündenden Eintrittsöffnungen auf der jeweils oberen Stirnfläche der unteren Verbinderteile 8 angeordnet sind, wie insbesondere Fig. 4 zeigt.
  • Auf jedemInnengestänge oder Innenrohr 2 ist in axialer Richtung gleitbar ein ringförmiger Ventilteil 10 vorgesehen.
  • Liegt dieser Ventilteil 10 auf der oberen Stirnfläche des jeweils unteren Verbinderteils 8 des Innengestänges 3 auf, so verschließt er die Eintrittsöffnungen der Lufteinblas- kanäle 9. Fig. 5 läßt diesen geschlossenen Zustand besonders deutlich erkennen.
  • Innerhalb des aus den Außengestängen 2 gebildeten Stranges sind am unteren Ende des in Bohrrichtung gesehen vorletzen Außengestänges 2a oberhalb des zugehörigen unteren Verbinderteils 6 Rückhalteelemente 11 angeordnet, die zweckmäßig, wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, als federbeaufschlagte Bolzen ausgebildet sind, die in der Wandung des zugehörigen Außengestänges 2a gehalten sind. Während des Bohrbetriebs verharrt somit der Ventilteil 10 auf den Rückhalteelementen 11 unter Freigabe der Eintrittsöffnungen der Lufteinblaskanäle. Wird jedoch beim Nachsetzen des Innengestänges durch den jeweils oberen Verbinder des Innengestänges 3 eine nach unten gerichtete Kraft auf den Ventilteil 10 ausgeübt, so geben die Rückhalteelemente 11 den Ventilteil 10 frei, der sich dann schließend auf die Eintrittsöffnungen der Lufteinblaskanäle 9 legt. Auch beim Ziehen des Innenstrangs aus den Innengestängen 3 überwinden jeweils unterer Verbinderteil 8 und oberer Verbinderteil 7 die Rückhalteelemente 11, damit der Strang axial verschoben werden kann.
  • Die Innengestänge 3,7,8 übertragen das Drehmoment, die Zugkraft und die Andruckkraft auf das Bohrwerkzeug 12.
  • Die Gesamtvorrichtung für den Bohrbetrieb ist weiterhin in folgender Weise ausgebildet: An einer verfahrbaren Bohrlafette 13 ist eine Abfangvorrichtung 14 auf einem geeigneten Schlitten verfahrbar. Diese Abfangvorrichtung weist gesonderte, aus der Bohrachse ausschwenkbare Halteelemente 15 und 16 für den aus den Außengestängen 2 gebildeten Strang einerseits und den aus den Innengestängen 3 gebildeten Strang andererseits auf. Diese Halteelemente 15 und 16 sind in vorgegebenem Abstand übereinander angeordnet, wie insbesondere Fig. 2 zeigt. Auf der Bohrlafette 13 ist ferner auf einem geeigneten Schlitten verfahrbar eine Vorschubeinrichtung 17 oberhalb der Abfangvorrichtung 14 angeordnet, die den Drehantrieb 18 mit Spülkopf trägt. In an sich bekannter Weise ist die Abfangvorrichtung 14 mit ihrem zugehörigen Schlitten durch einen Seiltrieb 19 an der Bohrlafette 13 verfahrbar. Der Drehantrieb 18 weist abtriebsseitig Verbinderteile 20 und 21 für das Außen- bzw. das Innengewinde auf, die mit dem jeweils zugewandten oberen Verbindungsteil dieser Gestänge verschraubbar sind. Die Luftzuführung 22 mündet im Ringraum 23 zwischen den beiden Verbinderteilen 20 und 21.
  • Fig. 1 zeigt den beschriebenen Bohrstrang, nach dem ein Gestänge mit der Gestängelänge 1 abgebohrt ist. Fig. 2 zeigt eine erste Stufe des Nachsetzvorgangs. Das obere Außengestänge 2 ist mit seinem oberen Verbinderteil 5 am Halteelement 15 geklemmt, im vorgegebenen Abstand nach oben davon das obere Innengestänge 3 mit seinem oberen Verbinderteil 7 im zugehörigen oberen Halteelement 16 der Abfangvorrichtung 14. Der innere Verbinderteil 21 des Drehantriebs 18 ist bereits mit dem oberen Verbinderteil 7 des nachzusetzenden Innengestänges 3b verschraubt. Wie Fig. 2 im Verlauf des gebildeten Bohrstrangs zeigt, sind in dieser Lage die Rückhalteelemente 11 durch den oberen Verbinder 7 des nächst unteren Gestänges 2 zurückgedrängt, so daß sämtliche Ventilteile 10 auf den jeweils unteren Verbinderteilen 8 aufliegen. Bei der in Fig. 3 dargestellten Stellung ist das nachzusetzende Innengestänge 3b mit dem Innenbohrstrang verbunden und vom Halteelement 16 der Abfangeinrichtung 14 gelöst. Die Abfangvorrichtung 14 ist mit dem am Halteelement 15 gehaltenen Außenbohrstrang nach oben verfahren. Die Verfahrbewegung der Abfangvorrichtung 14 nach oben wird fortgesetzt, bis der Verbinderteil 20 des Drehantriebs 18 mit dem oberen Verbinderteil 5 des oberen Außengestänges 2 verschraubt werden kann. Danach ist der gesamte Bohrstrang bohrbereit, wobei das Innengestänge um die Gestängelänge 1 verlängert ist und das Bohrwerkzeug 12 entsprechend weit vorgetrieben werden kann, bis die hbbohrstellung gemäß Fig. 1 wieder erreicht ist. Es hat dann auch die Einblasstelle für die Druckluft am unteren Ende des vorletzten Außengestänges 2 die Eintauchtiefe H E wieder erreicht. Es ist ersichtlich, daß die Einblasstelle auf diese Weise lediglich um die Gestängelänge 1 "pendels".
  • Fig. 5 zeigt zur größeren Verdeutlichung den oberen Abschnitt des Bohrstrangs in der Stellung gemäß Fig. 2, wobei auch ersichtlich ist, wie der abgesenkte Ventilteil 10 am oberen Innen gestänge 3 die Lufteintrittsöffnungen der Lufteintrittskanäle 9 dicht abschließt, ebenso in Fig.4 unten.
  • Da das Außengestänge 2 bei den Bohrarbeiten stets tiefer als die Eintauchtiefe HE und länger ist als der maximale Luftdruck in m Wassersäule, kann aus dem Ringraum 4 zwischen Außen- und Innengestänge keine Luft austreten.
  • Wird aus der Stellung in Fig. 3 das Außengestänge 2 mit Hilfe der Halteelemente 15 und der Abfangeinrichtung 14 gegen den Verbinder 20 des Drehantriebs 18 bewegt, so halten die Rückhalteelemente 11 den in Fig. 3 mit 10a bezeichneten Ventil teil am zugehörigen Innengestänge 3 zurück, so daß bei diesem Innengestänge die Lufteintrittsöffnungen der Lufteinblaskanäle 9 im zugehörigen unteren Verbinderteil 8 freigeben, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
  • Fig. 6, 6a und 7 zeigen Ausführungsformen der Vorrichtung für Bohrarbeiten mit Tiefen, die geringer sind als der maximale Luftdruck in m Wassersäule. Für diesen Betrieb kann entweder gemäß Fig. 6 durch ein Luftbegrenzungsventii 24 der Druck des Luftkompressors 23 entsprechend der jeweiligen Bohrtiefe geregelt werden. Es kann aber auch gemäß Fig. 6a das in Bohrrichtung letzte Außengestänge, das in Fig. 6a mit 2b bezeichnet ist, an seinem unteren Ende innen eine Ringdichtung 25 tragen, die den Ringraum 4 gegenüber dem Innengestänge 3 bzw. dessen jeweiligem unteren Verbinderteil 8 abdichtet, wobei der zugehörige Ventil teil 10 auf der Ringdichtung 25 aufliegt.
  • Wie anhand Fig. 7 demonstriert wird, muß in diesem Tiefenbereich gleichzeitig eine Außengestänge 2 und ein Innengestänge 3 nachgesetzt werden. Fig. 7 zeigt diese nachzusetzende Zweierkombination nach ihrer Schraubverbindung mit dem Drehantrieb 18, während das im Bohrloch befindliche Bohrgestänge in seiner Abfangstellung an den Halteelementen 15 und 16 der Abfangvorrichtung 14 dargestellt ist. Im übrigen verläuft die Ventilbewegung an den Rückhalteelementen in der anhand Fig. 1 bis 5 beschriebenen Weise.
  • Der Schlitten der Abfangvorrichtung 14 muß das maximale Bohrstranggewicht tragen können. Der Seilzug braucht lediglich das leichte Außengestänge zu ziehen.
  • Leerseite

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung für das Erdbohren mit Hilfe des Lufthebeverfahrens, mit einem Bohrstrang aus nachsetzbarem Gestänge aus jeweils einem innen glatten Innenrohr für die Bohrgutabförderung mit Spülung und einem konzentrischen innen glatten Außenrohr für die Luftzufuhr über den gebildeten Ringraum, wobei zwischen Ringraum und Innenrohr in vorgegebenen Abstanden angeordnete Lufteinblasestellen vorgesehen sind, die bei Erreichen einer höchstens dem Luftdruck entsprechenden Eintauchtiefe wirksam werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenrohr (2) und das Innenrohr (3) jeweils als gesondertes Gestänge gleicher Länge mit zugeordnetem Verbinder (5,6; 7,8) derart ausgebildet sind, daß sie gegeneinander axial verschieblich sind, daß das Innengestänge (3) an seinem unteren Verbinderteil (8) Lufteinblasestellen (9) aufweist, deren auf der oberen StirnflXche mündende Eintrittsöffnungen von einem ringförmigen, auf dem Innengestänge (3) gleitbaren Ventilteil (10) verschließbar sind, und daß innerhalb des aus den Außengestängen (2) gebildeten Stranges am unteren Ende des in Bohrrichtung gesehen vorletzten Außengestänges (2a) oberhalb des unteren Verbinderteils (6) Rückhalteelemente (11) für den Ventilteil (10) angeordnet sind, die den Ventilteil bei dessen Anfahren gegen den oberen Verbinder (7) des Innengestänges (3) freigeben.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbinder als Schraubverbinder (5,6;7,8) ausgebildet sind und jeder obere Verbinderteil (5,7) Schlüsselflächen für die zugeordnete Abfangvorrichtung (14, 15,16) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit einer verfahrbaren Abfangvorrichtung für den Bohrstrang an einer Bohrlafette, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfangvorrichtung (14) gesonderte, aus der Bohrachse ausschwenkbare Halteelemente (15,16) für den aus den Außengestängen (2) gebildeten Strang einerseits und den aus den Innengestängen (3) gebildeten Strang andererseits aufweist, welche Halteelemente (15,16) in vorgegebenem Abstand übereinander angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3 mit einer an der Bohrlafette verfahrbaren, den Drehantrieb mit Spülkopf tragenden Vorschubeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehantrieb (18) abtriebsseitig Verbinderteile (20,21) sowohl für das Innen- als auch für das Außengestänge (3 bzw. 2) aufweist und die Luftzuführung (22) im Ringraum (22a) zwischen den beiden Verbinderteilen (20,21) mündet.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das in Bohrrichtung letzte Außenge stange (2b) an seinem unteren Ende innen eine Ringdichtung (25) trägt, die den Ringraum (4) gegenüber dem Innengestänge (3) bzw. dessen jeweiligem Verbinder (8) abdichtet.
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