DE2353128A1 - Verfahren und vorrichtung zum bekaempfen von beginnenden gasausbruechen bei arbeiten in einem durch untergrundformationen gefuehrten bohrloch - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum bekaempfen von beginnenden gasausbruechen bei arbeiten in einem durch untergrundformationen gefuehrten bohrlochInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung
zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen Taei Arbeiten
in einem durch Untergrundformationen geführten Bohrloch
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen bei Arbeiten in einem
durch Untergrundformationen geführten Bohrloch.
Bei Arbeiten in einem Schacht, insbesondere bei Tiefbohrarbeiten,
ist die Möglichkeit gegeben, daß ungeachtet der sorgfältigen Einstellung des spezifischen Gewichtes der u.a. zum Verschließen (Verfestigen) der Bohrlochwand verwendeten Spülung
ein Ungleichgewicht eintritt zwischen dem Druck der-Spülung
im Bohrloch und dem Druck des Fludes im Parenraum der Untergrund
format! on, durch oder in die das Bohrloch niedergefahren
wird. Diese Erscheinung wird als beginnender Gasausbruch .(•'kick") bezeichnet und ist an einem verstärkten Rückstrom
von Spülung aus- dem Bohrloch feststellbar. Ein'solcher verstärkter
Rückstrom von Spülung entsteht dadurch, daß ELud aus der Formation in das Bohrloch fließt, und ist bedingt
durch das Ungleichgewicht der Drücke. Wird ein solcher beginnender
Gasausbruch, insbesondere dann, wenn das in das Bohrloch
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eindringende Flud ganz oder teilweise aus Gas besteht, nicht
bekämpft, kann sich, aus diesem Frühstadium leicht ein richtiggehender
Ausbruch entwickeln. Es ist bekanntlich schwierig, einen'sogenannten Springer, d.h. einen Schacht oder ein Bohrloch,
in dem ein Gasausbruch stattfindet, unter Kontrolle zu halten. Es sollte daher jede mögliche Maßnahme getroffen werden,
einen solchen Gasausbruch durch Bekämpfen seines Frühstadiums bereits im Zeitpunkt seiner Erkennung zu.verhindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der sich beginnende Gasausbrüche bei Arbeiten
in einem Bohrloch, beispielsweise bei Bohrarbeiten oder "beim
Herausziehen von Arbeitsgerät aus dem Bohrloch, in zuverlässiger und einfacher Weise bekämpfen lassen, sowie ein Verfahren zum
Handhaben dieser Vorrichtung, welches, um die Entwicklung von Gasausbrüchen zu verhindern, deren rasche und sichere Bekämpfung
in ihrem Frühstadium erlaubt.
Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden
Gasausbrüchen bei Arbeiten In einem durch Untergrundformationen
geführten Bohrloch gelöst, die zwischen zwei Elementen eines aus Rohren zusammengesetzten Bohrgestänges .
angeordnet ist und sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet,
daß ein Vorrichtimgs-Häuptteil von überwiegender Längsausdeimung
in seiner Längsrichtung von einer Leitung durchsetzt ist, in welcher ein erstes Ventilsystem zum Steuern eines Fludstromes
durch die Leitung angeordnet ist, daß das Vorriehtungs-Hauptteil
von einem vergrößerbaren Packer umschlungen ist, dessen elastische, ringförmige Manschette an jedem Ende an eine Ringhülse
angeschlossen ist, die in Achsenrichtung verschieblich an einem Teil der Außenwand des Vorrichtungs-Hauptteils angeordnet ist,
und gegen diese Außenwand abdichtet, und daß zum Steuern des Fludstromes zwischen der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils
und der sich in Längsrichtung durch dieses erstreckenden Leitung sowie zwischen der Höhlung des vergrößerbaren Packers
und der durch das Vorrichtungs-Hauptteil führenden Leitung ein zweites Ventilsystem dient,
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zu dem eine der Ringhülsen gehört, wobei die RinghüTse während
der Vergrößerung des Packers durch Einleiten von Plud in dessen
Höhlung von einer Vorrichtung in einer Stellung gehalten ist, in der sie die Verbindung zwischen der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils
und dec durch diese führenden Leitung unterbricht,
jedoch Strömung zwischen dieser Leitung und der Höhlung des
vergrößerbaren Packers zuläßt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Bekämpfen-von beginnenden
G-asausbrüchen bei Arbeiten in einem durch Untergrundformationen
geführten-Bohrloch, in dem hängend Arbeitsgerät mit einem
Bohrgestänge und mit der Vorrichtung nach der Erfindung angeordnet ist, zeichnet sich dadurch aus, daß die Arbeiten
gestoppt werden., daß der das Bohrgestänge umschließende Bohrloch-Hingraum nahe^ des Bohrlochmundes abgeschlossen und
das erste Ventilsystem geschlossen wird, daß durch das Bohrgestänge Flud nach unten gepumpt wird, um den Packer zu vergrößern
und dadurch den das Bohrgestänge umschließenden Bohrloch-Eingraum
abzuschließen, daß das Verpumpen von Flud gestoppt wird, daß das Bohrgestänge gegenüber dem vergrößerten
und an die Bohrlochwand angepreßten Packer verstellt wird, um
das zweite Ventilsystem zu betätigen und dadurch die Verbindung zwischen der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils und der
durch diesen geführten Leitung herzustellen, daß der Bohrloch-Ringraum
nahe des Bohrlochmundes geöffnet wird, daß erneut Flud
durch das Bohrgestänge gepumpt Und die Zusammensetzung des
Fludes geändert wird, daß mit dem verschieden zusammengesetzten
Flud das im Bohrloch-Ringraum befindliche Flud verdrängt wird,
daß das Umwälzen von Flud gestoppt und anschließend das Bohrgestänge
gegenüber dem vergrößerten und an die Bohrlochwand angepreßten Packer verstellt wird, um das zweite Ventilsystem
zu betätigen und dadurch die Verbindung zwischen der Leitung
und der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils zu unterbrechen und die Leitung mit der Höhlung des Packers zu verbinden,
um den Packer zu verkleinern, und daß die Arbeiten wieder aufgenommen werden.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Pig. 1 . einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen nach der
Erfindung, '
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine abgewandelte Ausbildungsform der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausbildungsform
einer Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen nach der Erfindung, im Zustand beim
Bohren des Bohrloches,
Fig. 4 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung im Zustand unmittelbar nach Peststellen eines beginnenden Gasausbruches,·
Fig. 5 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung im Zustand unmittelbar
vor dem Vergrößern des Packers,
Fig. 6 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung bei vergrößertem Packer,
Fig. 7 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung im Zustand beim Umwälzen einer Bohrspülung mit höherem spezifischen
.(Sichte)
Gewicht/als die anfänglich benutzte Bohrspülung,
Gewicht/als die anfänglich benutzte Bohrspülung,
Fig. 8 eine Fig. 3 ähnliche Darstellung .im Zustand während
der Verkleinerung des Packers und vor Wiederaufnahme der Bohrarbeiten,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch einen Teil einer weiteren Ausbildungsform der Vorrichtung nach der Erfindung
im Zustand beim Bohren des Bohrloches,
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Pig. TO eine Fig; 9 ähnliche.- D ar st ellung .im Zustand unmittelbar
nach Feststellen eines- beginnenden G-asausbruches,
Fig. 11 eine Fig. 9 ähnliche Darstellung im Zustand unmittelbar
vor dem Vergrößern des Packers, .
Fig: 12 _ eine Fig. 9 ähnliche. Darstellung im Zustand während '
des Vergrößerns des Packers,
Fig. 13 eine .Fig. .9 ähnliche Darstellung im Zustand unmittelbar- vor dem Umwälzen einer Bohrspülung mit höherem
■ · ,(Dichte)
- spezifischem Gewich1/als die anfänglich benutzte
Bohrspülung, und . *
Fig. 14 eine Fig.. 9 ähnliche Darstellung im Zustand unmittelbar
vor dem Verkleinern des Packers.
Die in Fig. 1 gezeigte- Vorrichtung zum Bekämpfen eines
beginnenden Gasausbruehes weist ein Vorrichtungs-Hauptteil 1
von überwiegender LängsaEdehnung auf, das von einer in Längsrichtung
sich erstreckenden Mittelleitung 2 durchsetzt,ist. Das obere Ende des- Vorrichtungs-Hauptteils X ist mit einer
Koppelungsvorrichtung 3 versehen, mit der sich das Vorrichtungs-Hauptteil
mit (nicht gezeichnetem) rohrförmigen! Arbeitsgerät zum Bohren eines Bohrloches verbinden läßt. Dieses Arbeitsgerät
kann ein Bohrgestänge mit einer daran angeschlossenen Schwerstange sein. * · .
Rings um das Vorrichtungs-Häuptteil .1 ist ein Packer 4 mit
zwei an'der. Außenwand des Vorrichtungs-Hauptteils verschieblichen
Ringhülsen 5 und 6 angeordnet. Der Packer ist vergrößerbar,
um den ringförmigen Raum abzuschließen, der das Vorrichtungs-Hauptteil
T umgibt,"wenn dieses hängend in einem Bohrloch angeordnet ist. Dieses Absperren des ringförmigen Raumes (Bohrloch-Ringraumes)
läßt sich durch Ausweiten einer elastischen, ·
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ringförmigen Manschette 7 erzielen, die an ihren Enden mit den Ringhülsen 5 und 6 verbunden ist. Die Ringhülse 5 gleitet an
einem Teil 8 des Vorrichtungs-Hauptteils 1. Der Durchmesser
dieses Teils 8 ist kleiner als der eines Teils 9 des Vorrichtungs-Hauptteils
1, an dem die verschiebliche Ringhülse 6
abgestützt ist. Da die Ringhülse 5 einen größeren Querschnitt aufweist als die Ringhülse 6, wird.sie stets nach oben gedrängt,
wenn der Packer 4 durch Einleiten von unter Druck stehendem Flud durch eine in der Wand des Vorrichtungs-Hauptteils 1 ausgebildete
Bohrung 10 vergrößert wird. -Auf diese Weise bleibt über die Bohrung 10 die Verbindung zwischen der Höhlung des
Packers 4 und der Mittelleitung 2 während des Vergrößerns des Packers 4 aufrechterhalten. In normalen Betriebszuständen
liegt der Packer 4 mit seiner Ringhülse 6 an einer Schulter des Vorrichtungs-Hauptteils 1 an. Bei Vergrößern des Packers
verschiebt sich die Ringhülse 6 nach oben.
Sobald der Packer 4 vergrößert und dessen elastische Manschette 7 an die (nicht gezeichnete) Bohrlochwand angepreßt ist, kann
das Vorrichtungs-Hauptteil 1 gegenüber dem Packer .4 verstellt
werden. Bei Anheben des Vorrichtungs-Hauptteils 1 bleibt der Packer 4 auf dem Hiveau gehalten, auf dem er im Bohrloch
festgesetzt ist. Die Bohrung 10 wird an der Ringhülse 5 vorbeigeführt, bis sie eine Verbindung zwischen der Umgebung des
Vorrichtungs-Hauptteils 1 und der IUittelleitung 2 herstellt.
Ringhülse 5 "und Bohrung 10 bilden auf diese Weise ein Ventilsystem,
das nachstehend als zweites Ventilsystem 12 bezeichnet ist.
Das untere Ende des Vorrichtungs-Hauptteils 1 trägt ein teleskopartig'verschiebbares Teil (Teleskop-Teil) 12 mit einem
Keil 14, einer Keilnut 15 und einer Hülse 16. Das untere Ende.
der Hülse 16,-obgleich in einem Stück mit einer Bohrkrone (Bohrmeißel) 17 gezeichnet, ist normalerweise von dieser
getrennt ausgebildet und mit einer entsprechenden Koppelungs^
vorrichtung mit der Bohrkrone 17 verbunden. Im Sinne der
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speziellen Beschreibung und der Schutzanspräche wird der Bohrmeißel
17 als Teil des rohrförmigen Arbeitsgerätes verstanden, das in einem Bohrloch hängend angeordnet werden kann. Der Keil
14 und die Keilnut 15 bilden eine Drehmoment-Übertragungsvorrichtung
zum Übertragen des Bohrdrehmomentes vom Vorrichtungs-Hauptteil
1 auf den Bohrmeißel 17.
Ein erstes -Ventilsystem weist ein mit einem" Sitz 19 zusammenwirkendes
erstes Verschlußglied 18 und ein nach Art eines
Kückschlagventils arbeitendes (selbstsperrendes) zweites Verschlußglied 20 auf, das mit einem am unteren Ende des Vorrichtungs-Haupt
te ils 1 ausgebildeten Sitz 21 zusammenwirkt. In seiner Ruhestellung ist das Verschlußglied 20 von einer mit
dem Vorrichtungs-Hauptteil 1 verbundenen Abstützung 22 in einem vorbestimmten Abstand vom. Sitz 21 gehalten. Durch eine :
_im Verschlußglied 20 ausgebildete Aussparung 24 ist eine Stange 23 hindurchgesteckt, die das erste Verschlußglied 18
mit der Hülse 16 des Teleskop-Verbindungsteils 13 verbindet.
Das untere Ende der Hülse 16 weist Öffnungen 25 auf, -mit denen
sieh ein Strom von Bohrflud (Bohrspülung) von der Innenseite
des Hülse 16 zum Bohrmeißel 17 führen läßt. Diese Öffnungen können von den Düsenöffnungen des Bohrmeißels 17 gebildet sein.
Es wird nun die Arbeitsweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung
zum-Bekämpfen'beginnender Gasausbrüche beschrieben.
Während der Bohrarbeit ist die in Fig. 1 gezeigte Vorrichtung
zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen mit einem an sich bekannten rohrförmigen bzw. aus Rohren zusammengesetzten
Arbeitsgerät zur Herstellung von Bohrlöchern, wie z.B. einem Bohrgestänge mit Schwerstange in einem Bohrloch hängend angeordnet. Das letekop-Verbindungsteil 13 und der Packer 4
nehmen-dabei die in Fig. 1 gezeichnete Stellung ein. Obgleich
ein Druckunterschied besteht zwischen dem Flud in der Mittelleitung 2 und dem; Flud in dem außerhalb·des Vorrichtungs-Hauptteils
1 liegenden Raum, widersteht die elastische., ringförmige
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Manschette 7 des Packers 4 infolge ihrer ausreichenden Steifigkeit
diesem Druckunterschied und behält ihre im wesentlichen ringförmige Gestalt bei. Das von (nicht gezeichneten) Pumpen
zum Bohrmeißel 17 geförderte Bohrflud strömt durch die Mittelleitung
2, zwischen dem Verschlußglied 18 und dem Sitz 19» zwischen dem Verschlußglied 20 und dem Sitz und durch die
Öffnungen 25.
Sobald ein beginnender Gasausbruch festgestellt wird, werden
die der Mittelleitung 2 Flud liefernden Pumpen abgeschaltet
und das (nicht gezeichnete) Bohrgestänge, an das das Vorrichtungs-Hauptteil
1 angeschlossen ist, wird hochgehoben. Der das Bohrgestänge umschließende Bohrloch-Ringraum wird am Bohrlochmund
mit (nicht gezeichneten) an sich "bekannten Bohr loch-Ab sperrungs—
vorrichtungen (Preventern) verschlossen. Da der Druck im Bohrloch größer ist als der Druck in der Hülse 16, bleibt das
TeIeskop-Verbindungsteil 13 in der gezeichneten eingefahrenen
Stellung.
Durch Anschließen des oberen Endes des Bohrgestänges an atmosphärischen Druck beginnt Flud aus dem Bohrloch durch die
Öffnungen 25 am Verschlußglied 20 und Sitz 21 vorbei in die Mittelleitung 2 zu strömen. Dadurch wird am Verschlußglied 20
ein Druckunterschied erzeugt, so daß das Verschlußglied 20 sich gegen seinen Sitz 21 bewegt und den Zugang zur Mittelleitung 2 absperrt. Sobald die Strömung aufhört, hat sich ein
Druckgleichgewicht zwischen der Innen- und Außenseite, der Hülse 16 hergestellt, die sich demzufolge unter der Wirkung
ihres eigenen Gewichtes nach unten bewegt und dadurch das leleskop-Verbindungsteil 13 ausfährt. Gleichzeitig wird das
Verschlußglied 18 in seinen Sitz 19 gezogen und bleibt in dieser Stellung, wenn nachfolgend durch Wiedereinschalten
der Pumpen Flud in das Innere der Mittelleitung 2 gefördert wird. Sodann wird der Pumpendruck so weit verstärkt, daß der
Packer 4 vergrößert und an die Bohrlochwand angepreßt wird. Die Ringhülse 5 bleibt während der Vergrößerung an ihrem Platz
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und" die Bohrung TO bleibt geöffnet., Di& Ringhülse 6 ist nach,
oben verstellt. Ba der Packer 4 gegen die; Bohrlo-chwand festgesetzt
ist, können das Bohrgestänge und das Vorrichtungs-flaupt—
teiZ 1/|;@gSnuibireäem Packer 4 nach, oben verstellt werden,, umdie,Bohrung
10 des ersten Ventilsystems; 1:2 in einer oberhalb
der zu diesem Ventilsystem gehörenden Ringhüise 5 liegenden
Stellung anzuordnen» Das unter hohem Druck stehende .Flud
strömt dann aus der Mittelleitung: 2 durch die Bohrung 10 in
den Bohrloch,—Ringraum oberhalb des Packers 4. Durch Öffnen
der Preventer im oberen Teil des Bohrloeh-Ringraumes kann über
^da;s Bohrgestänge und den Bohrloch-Hingraum Spülung umgewälzt
werden. Durch; Erhöhen des spezifischen &ewiohtes/deMx?au?t4s,
das in diesen Bohrloch—Ringraum eingeleitet Wird und dadurch:
das 'Flud mit verhältnismäßig niedrigem, spezifischen Gewicht (Dichfe)
verdrängt, wird der hydrostatische: Druck Oberhalb des Packers
4 verstärkt* .Sobald der hydrostatische Druck einen Wert erreicht,
der ausreicht, um den unterhalb des: Packers 4 herrschenden
Druck des beginnenden Gasausbruehs nie der zuhaltein,, wird das.
Umwälzen von Flud gestoppt und das Bohrgestänge wird abgesenkt,
um die Bohrung IO in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung,
zu bringen. Der Packer 4 wird dadurch verkleinert., Weiteres·
Absenken des Bohrgestänges bewirkt das Einfahren des Teleskop-Verbindungsteils:
t3> sobald der Bohrmeißel ^? am.BohrloGhtiefsten
aufsitzt.' Das Verschluß glied 18 wird daher von seinem
Sitz 19 gelöst und die Bohrarbeiten können wie der auf genommen'
werden. Es leiichtet ein, daß: die Vorrichtung zum Bekämpfen
von beginnenden Gäsausbrüchen erheut betriebsbereit ist ..
V/o notwendig können Dichtungen angeordnet öein, um Flud—
strömung zwischen Stellen verschiedenen Druckes zu verhindern.
Insbesondere sind derartige Dichtungen zwischen den, Einghülsen
5 bzw. 6 und den Flächen 8 bzw. 9 angeordnet.
Die Verschlußglieder 18 und 20 können" mit einer anderen als
in der Zeichnung gezeigterL Gestalt ausgebildet sein. Bei Bedarf kann das. Verschlußglied 20 weggelassen sein. Das Ausfahren3
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des Teleskop-Verbindungsteile geschieht dann durch Anheben des
Bohrgestänges, nachdem der Durchgang durch das Bohrgestänge
und· durch den dieses umschließenden Bohrloch-Ringraum im Bereich, des Bohrlochmund.es abgesperrt wurde.
Durch Ausbilden eines, (nicht gezeichneten) Kanals von kleinem
Querschnitt durch das Verschlußglied. 18 läßt sich der unterhalb
des vergrößerten Packers herrschende Druck messen. Dies
erlaubt eine exakte Berechnung des spezifischen Gewichtes
(Dichte) des Fludes, das zur Bekämpfung des beginnenden Gas—
ausbruches in das Bohrloch eingeleitet werden soll.
Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 dargestellten Werkzeug weist
die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden
Gasausbrüchen kein TeIeskop-Verbindungsteil auf, ist daher
billigem und im Betrieb im Bohrloch weniger störanfällig..
Das Vorrichtungs-Hauptteil 31 weist eine Leitung 32 sowie eine
Koppelungsvorrichtung 33 auf, mit der es sich an ein (nicht
gezeichnetes) rohrförmiges bzw. aus Rohren zusammengesetztes
Arbeitsgerät zur Ausführung von Arbeiten in einem. Loch verbinden läßt. Da das Vorrichtungs-Hauptteil 31 einen Bohrmeißel 34 trägt, handelt es sich, bei den vorzunehmenden Arbeiten
um Bohrarbeiten und das rohrförmige Arbeitsgerät ist
ein Bohrgestänge. Der Anschluß des Bohrmeißels 34 an ^as untere
-Ende des Vorrichtungs-Hauptteils 31 ist mit einer (nicht
gezeichneten) zweckdienlichen Koppelungsvorrichtung hergestellt.
Wie bei der in Fig. 1 dargestellten Ausbildungsform weist
das Werkzeug (Vorrichtung) entsprechend Fig. 2 einen Packer 35
mit zwei an der Außenwand des Vorrichtungs-Hauptteils 31
verschi©blichen Ringhülsen 36 und 37 sowie mit einer ausweitbaren
elastischen, ringförmigen Manschette 38 auf. Die Ringhülse 36 ist im Querschnitt größer ausgeführt als die Ringhülse
37 und ruht an einem Teil 39 des Vorrichtungs-Hauptteils 31 auf, dessen Querschnitt kleiner ist als der eines Teils 40
des Vorrichtungs-Hauptteils 31» Die untere Ringhülse 37 stützt
sich an einer Schulter 41 des Vorrichtungs-Hauptteils 31 ab.
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Die elastische ringförmige Manschette 38 ist ausreichend steif, um den Packer 35 in der gezeichneten Stellung zu halten.
Das Vorrichtungs-Hauptteil 31 trägt ein erstes Ventilsystem 42
und ein zweites Ventilsystem 43.
Zum zweiten Ventilsystem 43 gehören drei Bauteile, nämlich
die Hülse 36, eine Bohrung 44 und eine Innenhülse 45» die
sich über eine Stange 46 am ersten Ventilsystem 42 abstützt.
An das erste Verschlußglied des ersten,Ventilsystems 42, das
von einem selbstsperrenden Verschlußglied 47 gebildet ist, ist
eine Puffervorrichtung angeschlossen, welche aus einem mit Öl
gefüllten Zylinder 48 und einem mit dem Verschlußglied 47 verbundenen Kolben 49 zusammengesetzt ist. Durch den Kolben 49
hindurch ist eine Bohrung 50 mit kleinem Durchmesser ausgebildet. Das untere Ende des Versehlußgliedes 47 weist eine
Öffnung 51 auf, deren Größe so gewählt ist, daß, wenn eine nach oben gerichtete FludstrÖmung durch diese. Öffnung geht,
an beiden Seiten des Versehlußgliedes 47 ein Druckunterschied erzeugt wird. Dieser Druckunterschied ist ausreichend groß,
um das Verschlußglied 47 gegen die Wirkung einer Feder 53
nach oben zur Abdichtung am unteren Ende eines zweiten Versehlußgliedes 54 des ersten Ventilsystems 42 zu verstellen.
Das Verschlußglied 54 ist über die Stange 46 mit der inenhülse
45 des zweiten Ventilsystems 43 verbunden.
Die Öffnung 51 steht über einen Raum 52 mit einer Öffnung 53A
im unteren Ende des Vorrichtungs-Hauptteils 31 in Verbindung.
Diese Öffnung 53A kann auch durch die Strahldüse oder Strahl-.,
düsen des Bohrmeißels 34 gebildet sein. '
Ist die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung (Werkzeug) an einem
rohrförmigen Bohrgerät angehängt in einem Bohrloch angeordnet,
besteht für von (nicht gezeichneten) Pumpen gefördertes Bohrfluid ein von Hindernissen'freier Durchlaß über das Bohrgestänge
und.die Schwerstange zum Vorrichtungs-Hauptteil 31, in welchem
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es entlang der Leitung 32, durch das Innere der Innenhülse 45»
den das zweite Verschlußglied 54 umgebenden Raum, den Durchlaß
zwischen dem ersten Verschlußglied 47 und dem zweiten Verschlußglied 54» weiter durch einen Innenraum 55 d-es ersten Verschlußgliedes
47» die Öffnung 51, den Raum 52 und durch die
Öffnung 53A zum Bohrmeißel 34 strömt.
Sobald ein beginnender Gasausbruch im Bohrloch festgestellt wird, werden die Pumpen abgeschaltet und ein (nicht gezeichneter)
Preventer zum Absperren des das Bohrgestänge umschließenden Bohrloch-Ringraumes am Bohrlochmund betätigt. Danach wird
das obere Ende des Bohrgestänges geöffnet, wodurch sich eine nach, oben gerichtete Pludströmung durch die Öffnung 53A,
den Raum 52, die Öffnung 51 und durch den Innenraum 55 des Verschlußgliedes 47 ergibt. Diese Strömung erzeugt einen
Druckunterschied am Veischlußglied 47, das sich daher nach oben
bewegt und am Außenumfang des Verechlußgliedes 54 absperrt. Die Verstellgeschwindigke.it des Verschlußgliedes 47 ist u.a.
durch die Puffervorrichtung 48,49,50 gesteuert.
Danach werden die Pumpen erneut eingeschaltet und der Druck in
der Leitung 32 erhöht, so daß sich eine Verstellung des ersten
Ventilsystems 42 nach unten ergibt. Während dieser Abwärtsverstellung
versucht die Feder 53» die beiden Verschlußglieder 47 und 54 auseinander zu drängen. Da ihr jedoch, die Puffervorrichtung
48,49»50 entgegenwirkt, bleibt das Verschlußglied 54 in abdichtender Stellung am Verschlußglied 47, bis dieses
wieder die in Pig. 2 gezeichnete Stellung einnimmt. Da der Pumpendruck oberhalb des ersten Ventilsystems 42 höher ist
als der Druck des beginnenden Gasausbruchs im Bohrloch, bleiben die Verschlußglieder 54 und 47 in gegenseitiger Anlage und
sperren den Durchgang durch die Leitung 32 ab.
Die Abwärtsverstellung der Verschlußgliedes 54 betätigt das
'zweite Ventilsystem 43 durch das Verschieben der Innenhülse 45, wobei die Bohrung 44 freigelegt wird. Diese stellt dann eine
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Verbindung her zwischen der Leitung 32- und der Höhlung, des
Packers. 35, so daß diese'r durch das unter hohem. Druck in die
Bohrung 44 eindringende Fluel vergrößert wird. Sobald der
Packer 35 gegen die (nicht gezeichnete]:' Bohrlochwand festgesetzt
ist, wird das Bohrgestänge angehoben, um die Bohrung
zum Bohrloch-Ringraum oberhalb; des Packers 35 hin zu öffnen.
Das unter hohem. Druck stehende Flud strömt dann, in diesen
Bohrloch-Ringraum» Durch Öffnen des Preventers am Bohrlochmund
kann das Flud in diesem Ringraum von einem Flud verdrängt
werden, dessen spezifisches Gewicht'(Dicht,e.) größer ist als
das des anfänglich in diesem Ringraum vorhandenen Fluds. Das
Flud hoher Dichte wird von den (nicht gezeichneten) Pumpen
in das Innere des Bohrgestänges gefördert. Sobald der hydrostatische Druck oberhalb des-Packers- 35 ausreichend erhöht
ist, wird das Bohrgestänge erneut abgesenkt, um die Verbindung
zwischen der Bohrung 44 und der Höhlung des Packers 35 und der
leitung 32 herzustellen. Durch allmähliches Verringern, des Fluddruckes in der Leitung 32 wird der Packer 35 verkleinert,
und sobald der Ausgleich zwischen dem Druck oberhalb des
geschlossenen ersten Ventilsystems 42 und dem Druck im Bohrloch, hergestellt: ist, bewegen sich die beiden Verschluß glieder
47 und 54 dieses Ventilsystems 42 unter der Wirkung der Feder
53 voneinander weg und geben den Durchgang. durc.h die Leitung
erneut frei. Danach können die Arbeiten, die bei Peststellung
des beginnenden Gasausbruchs unterbrochen wurden, im Bohrloch wieder aufgenommen werden*
Bei Bedarf kann das -zweite: Ventilsystem 43 5Bi^ einer. Sntlastungsleitung
versehen sein,, um die Höhlung des: Packers 35 in der
in Fig. 2 gezeichneten Stellung der Snenhülse 45 an einer
oberhalb deS Packers liegenden Stelle zur Außenseite des
Vorrichtungs-Hauptteils 31 hin zu entlasten.
Während des Betriebes der in Fig. 2 "dargestellten Vorrichtung
bei der Bekämpfung eines beginnenden Gasausbruchs in der vorbeschriebenen
Weise läßt sich, im vergrößerten Zustand des
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-H- .43 769
• . . 2353123
Packers der Druck des beginnenden Gasaushruchs messen. Hierzu
wird das Bohrgestänge angehoben, um die Bohrung 44 in eine
Stellung oberhalb der Ringhülse 36 zu bringen, und dann der
Druck in der Leitung 32 allmählich verringert, bis ein konstanter
Druck erreicht ist. Dieser ist der Druck des beginnenden. Gasausbruchs» Hiervon ausgehend kann die erforderliche
Dichte des Fluds berechnet werden, das zur Bekämpfung des
beginnenden Gasausbruchs im Umlauf in den Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers geleitet werden muß.
Infolge dieses allmählichen Druckabbaues in der Leitung 32
hat sich das erste Ventilsystem 42 geöffnet. Dieses Ventil— system muß erneut geschlossen werden, um zum Verdrängen des
im Bohrloch-Ringraum- oberhalb des Packers befindlichen Fludes
mit verhältnismäßig niedrigem spezifischen Gewicht (Dichte) Fludumlauf zu ermöglichen. Hierzu wird das Bohrgestänge an
seinem oberen Ende so weit geöffnet, daß in der Leitung 32
eine aufwärts gerichtete Strömung erzeugt wird. Diese verstellt das erste Verschlußglied 47 des ersten Ventilsystems 42 nachoben,
um am zweiten Verschlußglied 54 dieses Ventilsystems abzudichten. Danach wird der Druck in der Leitung 32 rasch
erhöht, um das erste Ventilsystem 42 nach unten zu verschieben,
ohne daß die Feder 53 die beiden Verschlußglieder 47 und
voneinander weg bewegen kann. Dadurch wird erneut die Verbindung
zwischen der Bohrung 44 und der Leitung 32 hergestellt.
Es kann nun der zuvor beschriebene Fludumlauf durchgeführt werden. " ■
Anstelle einer einzigen Bohrung 44 (Fig. 2) können zwei
Bohrungen vorgesehen sein, wobei die erste die Leitung 32 mit dem Bohrloch-Ringraum oberhalb des vergrößerten Packers 35,
die zweite die Leitung 32 mit der Höhlung des Packers 35
verbindet. Die Hülse· 36 sperrt in ihrer oberen Endstellung
die zweite Bohrung,, in ihrer unteren Endstellung die ersi;e
Bohrung ab. Die Innenhülse 45 wirkt nur mit der zweiten
Bohrung zusammen.
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- 15 - ■ ■ ■ -" 43 769
Die Puffervorrichtung zum Steuern der Verstellgeschwindigkeit des ersten Verschlußgliedes 47 des ersten Ventilsystems 42
kann auch zwischen dem ersten Verschlußglied 47 und dem
zweiten. Verschlußglied 54 dieses 'Ventilsystems angeordnet sein.
Diese Puffervorrichtung "braucht nur zu arbeiten, wenn sich
das erste Ventilsystem 42 nach unten verschiebt. Zum Verbinden
der beiden Teile des. Zylinders 48 kann daher ein (nicht
gezeichneter) Kanal vorgesehen- sein, dessen Querschnitt größer ist als der der Bohrung 50 im Kolben 49 der Puffervorrichtung.
In diesen Kanal ist ein (nicht gezeichnetes)
Rückschlagventil eingebaut, das nur diesen Kanal verschließt,
wenn das erste Ventilsystem 42 nach unten geht.
Zum Verriegeln des zweiten Verschlußgliedes 54 des ersten
Ventilsystems 42 in der Schließstellung kann zwischen diesem
Verschlußglied oder zwischen einem Verlängerungsstück dieses
Verschlußgliedes und dem Vorrichtungs-Hauptteil 1 ein Zylinder-Kolben-Aggregat
angeordnet sein, das in der Zeichnung jedoch nicht gezeigt ist. Der Zylinder ist über eine (nicht gezeichnete)
Bohrung mit dem Raum unterhalb des vergrößerten .Packers 35 verbunden, wobei der Zugang zu dieser'Bohrung
durch die Stellung der Ringhülse 37 gesteuert ist. Durch Verstellen
des Bohrgestänges gegenüber dem Vergrößerten Packer kann das ITud im Innern des Zylinders eingeschlossen und auf
diese .Weise das. zweite Verschlußglied 54 in seiner Schließstellung
verriegelt werden.
Ein dem im vorstehenden Abschnitt beschriebenen VerriegäLungssystem
ähnliches kann für das erste Verschlußglied 47 des ersten Ventilsy-stems 42 vorgesehen werden. Der Zylinder
dieses (nicht gezeichneten) Verriegelungssystems kann den
Schließvorgang des ersten Verschlußgliedes 47 unterstützen,
was bedeutet, daß der Querschnitt der Bohrung 51 erweitert
werden kann. Dieser Querschnitt kann sogar mit dem des Durch-, lasses (Raumes) 52,-gleich gemacht werden. Diese Art von
Verriegelungssystem wM auch weiter unten im Zusammenhang .
mit der in Fig. 9 dargestellten Ausbildungsform beschrieben.
40 98 1 97 03 18.
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Die Ringhülsen der gezeigten Packer 4 und 35 weisen beide Dichtglieder auf, um den Druck, bei dem der Packer vergrößert
wird, aufrechtzuerhalten, sobald das Bohrgestänge gegenüber dem Packer verstellt und die Verbindung zwischen der in Längsrichtung
durch das Vorrichtungs-Hauptteil gehenden Leitung und der Höhlung des Packers unterbrochen wird.
Weist das in I"ig. 2 dargestellte Werkzeug (Vorrichtung)
anstelle einer einzigen Bohrung 44 zwei Bohrungen auf, deren Arbeitsweise weiter oben beschrieben wurde, und ist weiterhin
ein mit dem ersten Verschlußglied 47 des ersten Ventilsystems 42 zusammenwirkendes Verriegelungssystem mit einem Zylinder-Kolben-Aggregat
vorgesehen, dessen Arbeitsweise ebenfalls schon beschrieben wurde, muß das Zusammenwirken zwischen dem
Packer und dem Vorrichtungs-Hauptteil über ein Stift-Schlitz-System erfolgen, mit dem der Packer im vergrößerten Zustand
in drei verschiedenen Stellungen gegenüber dem Vorrichtungs-Hauptteil angeordnet werden kann. Dabei verschließt die Teil
des zweiten Ventilsystems bildende Ringhülse in der ersten und in der zweiten Stellung die Verbindung zwischen der
Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils und der durch dieses führenden Leitung, ind?r zweiten und dritten Stellung die
Verbindung zwischen der genannten Leitung und der Höhlung des Packers, und die andere Ringhülse sperrt in der dritten
Stellung den Zugang zu der Bohrung ab, die von der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils zum Zylinder-Eolben-Aggregat
des ersten Verschlußgliedes des ersten Ventilsystems führt.
Die Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen in der in Pig. 3 bis 8 dargestellten Ausbildungsform ist an
zweckentsprechender Stelle eines rohrförmigen bzw. aus Rohren zusammengesetzten Arbeitsgerätes zum Bohren eines Loches in
die unter der Erdoberfläche liegende Bodenformation angeordnet, Sowhl am oberen als auch am unteren Teil eines Vorrichtungs-Hauptteils
101 von überwiegender Längsausdehnung sind (nicht ' gezeichnete) Koppelungsvorrichtungen zum Verbinden des
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:■ - tr.- 43
Vorrichtungs-Hauptteils mit dear erwähnten Arbeitsgerät vorgesehen, Bas Arbeitsgerät kann ein: Bohrgestänge mit einer daran
angeschlossenen Schwerstange sein.-
Das Vorrichtungs-Hauptteil 101 ist von einer in längsriehtung
sieh erstreckenden Leitung 102 durchsetzt C^ig* 3) -
Das: Variehtungs—Hauptteil 101 ist von einem Packer 104 umschlossen, der zwei an der Außenwand des Vorrichtungs-Haupt teils
101 versehiebliche Ringhülsen 105 und 106 aufweist und vergrößerbar ist ^- um- bei "hängender Anordnung des Vorriehtungs-Hauptteils
101 in 'einem Bohrloch den das Hauptteil 101 umschließenden
Bohrioch-Ringraum abzusperren« Bieses Absperren
kann durch'Aufweiten einer elastischen, ringförmigen Manschette
107 erfolgen, die mit ihren Enden an die Ringhulsen .
105 und 106 angeschlossen ist. Me Ringhulse 105 ist: an einem
ieil> TOS des Vorrichtungs-Haoptteils TÖ1 verschiebbar, dessen
Durchmesser kleiner ist als d-er eines (Teiles 109 cLes Eaupt:-
teils 1 Qt, an welchem; sich die Einghülse WG verschieblich
abstützt.: Da die Querschnittsflache der Ringhulse 105 "großer
ist als die der Ringhulse iÖ6f wird die Ringhulse 105 während
äeT Vergrößerung des Packers tO4 durch Einleiten unter Druck
stehenden Fluds über eine in der Wanä des ^rrichtungs-Hauptteils
101 ausgebildete Bohrung 110 stets nach oben gedrängt.
Auf diese Weise wird während des; 'Vergrößörns des Packers 104
die Terbindung zwischen der' Bohrung 110 und der Höhlung des
Packers 104 aufrechterhalten» In normalen Betriebszuständen
liegt der Packer 104 mit seiner Ringhulse 106 an einer Schulter
iii des Vorrichtungs-Hauptteils 101 an. Durch die Ver~.
größerung des Packers 104 wird die Ringhulse 106 nach oben
verstellt.
Das Vörrichtungs-Hauptt.eil 101 trägt ein erstes Ventilsystem
112 und din zweites Ventilsystem 113.
- 18 - ■ 43 769
Zum zweiten Ventilsystem 113 gehören drei" Bauteile, nämlich
die Ringhülse 105,, die Bohrung 110: und ein Verschlußglied 114,
das sich in' nachstehend näher beschriebener Weise über eine Stange 115 am ersten Ventilsystem 112 abstützt. Das Ver—
schlußglied 114 ist in zwei Endstellungen verstellbar. In
seiner oberen Endstellung liegt es an einer Schulter 116 eines Teil des Vorrichtungs-Hauptteils 101 bildenden Ventilgehäuses
117 an, während es in der unteren. Endstellung an
einer Schulter 118 des Ventilgehäuses 117 aufruht. Eine sich
mit einem Ende an einer Führung 120 für die Stange 115 abstützende
Feder 119 drängt das Verschlußglied 114 in die
obere Endstellung» Die Führung 120 bildet Teil des Ventilgehäuses
117. .
Ein zwischen zwei Teilen 114A und 114B des Ve-rschlußgliedes
114 liegender ringförmiger Raum 121 ist in der oberen Endstellung des Verschlußgliedes 114 über die Bohrung 110 an
die Höhlung des Packers 104 und über eine Leitung 121A an die.
Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils 101" angeschlossen. In
der in Fig. 5 gezeichneten, unteren Endstellung des Verschlußgliedes
114 steht die Höhlung des Packers 104 über die Bohrung
110 mit der Leitung 102 in Verbindung, während die Außenseite
des Vorrichtungs-Hauptteils 101 über die Leitung 121A an den
ringförmigen Raum 121 des Verschlußgliedes 114 angeschlossen bleibt»
Das untere Ende der Stange 115 ist an das erste Ventilsystem
112 angeschlossen. Dieses weist ein erstes Verschlußglied 122
und ein mit der Stange 115 verbundenes zweites Verschlußglied
123 auf. Das erste Verschlußglied 122 ist in zwei End stellungerverstellbar.
In seiner in Fig. 3 gezeichneten unteren Stellung liegt es an einer an der Innenwand der durch das Vorrichtungs-Hauptteil
101 führenden Leitung 102 ausgebildeten Schulter
124 an, während es in seiner in Fig. 4 gezeichneten oberen
Endstellung an einer am Gehäuse 117 des zweiten Ventilsystems
113 ausgebildeten Schulter 125 aufruht.
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■ : - - 19..- 43 769 ;
Das erste Verschlußglied 122 des ersten Ventilsystems 112 ist
von einer Feder 126 in seine untere Endstellung gedrängt. Diese Feder ist in einem mit Öl gefüllten Zylinder-127 angeordnet,
der zusammen mit einem am ersten Verschlußglied 122 angebrachten Kolben .128 eine Puffervorrichtung bildet. Der Kolben 128
ist von einer'oder mehreren, im Durchmesser kleinen Bohrungen
129 durchsetzt. ,
Außerdem ist am ersten Verschlußglied 122 des ersten Ventilsystems
112 ein1*Zylinder-Kolben-Aggregat 130,131 angeordnet.
Der Zylinder 130 steht über eine Bohrung 132 mit einer Höhlung
133 des Packers 104 in Verbindung.
Durch das erste Verschlußglied 122 des ersten Ventilsystems
1/12 geht ein mittig angeordneter Durchlaß 134 hindurch. Dieses
erste Verschlußglied 1.22 arbeitet nach'Art eines Rückschlagventils
und läßt sich durch Umschalten der Strömung in eine Richtung schließen, die der von Pfeilen angegebenen Strömungsrichtung des Bohrfludes während der Bohrarbeiten entgegengerichtet
ist. Diese Strömung in der Gegenrichtung erzeugt an den Strahldüsen eines (nicht gezeichneten) Bohrmeißels einen
Druckunterschied. Da der unterhalb des Kolbens I3I liegende
Zylinderraum I30 über die Bohrung 132» die Höhlung 133 des
Packers 104, die Bohrung 110, den Raum 121 und die Leitung 121A an die Außenseite des Vorrichhmgs-Hauptteils 101 angeschlossen
ist, besteht dieser Druckunterschied ebenfalls am Kolben 131 und die daraus resultierende Kraft verschiebt
das Verschlußglied 122 in eine Stellung, in der dieses am
Verschlußglied 123 anliegt. Diese Verschiebung des Verschluß^-
gliedes 122 in die Schließstellung wird durch den Druckunterschied begünstigt, der erzeugt wird, wenn die Strömung am
Verschlußglied 122 durch den Durchlaß 134 in diesem Verschlußglied
geleitet ist. -
Das erste Verschlußglied.,. 122 des· ersten Ventilsystems 112
vermag mit dem zweiten Verschlußglied 123 des gleichen Systems
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zusammenzuwirken, um den Durchgang durch die Leitung 102 in der in Pig. 4 gezeichneten Stellung abzusperren. Zwischen
den- miteinander in Berührung kommenden Teilen der beiden
Verschlußglieder 122 und 123 sind (nicht gezeichnete) Dichtglieder
angeordnet.
112 Die Kelativstellung zwischen den das erste Ventilsystem/bildenden
Verschlußgliedern 122 und 123 läßt sich in nachfolgend
näher beschriebener Weise während der Verstellung dieser Verschlußglieder in eine Stellung, in welcher das erste Verschlußglied
122 sich in seiner unteren Endstellung befindet, beibehalten (Fig. 5). ■
Wo erforderlich können Dichtglieder angeordnet sein, um Fludströmung
zwischen Stellen verschiedenen Druckes zu verhindern. Insbesondere sind Dichtglieder zwischen den Ringhülsen 105
bzw. 106 und den.Flächen 108 bzw. 109 angeordnet.
Es folgt nun die Beschreibung der Arbeitsweise der in Fig. 3
bis δ dargestellten Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen.
Ist das Werkzeug (Vorrichtung) in der in Fig. 3 gezeichneten
Stellung hängend in einem Bohrloch angeordnet, besteht ein von Hindernissen freier Durchgang für von (nicht gezeichneten)
Pumpen gefördertes Bohrflud durch das (nicht gezeichnete) Bohrgestänge
mit Schwerstange zum Vorrichtungs-Hauptteil 101 und durch dieses hindurch über die Leitung 102, wodurch es längs
der Seitenwand des Ventilgehäuses 117 geleitet wird, durch
den Raum zwischen den ersten und zweiten Verschlußgliedern 122 und 123 des ersten Ventilsystems 112 und durch den im
Verschlußglied 122 mittig ausgebildeten Durchlaß 134. Daran
anschließend wird die Strömung, deren Richtung mit Pfeilen angegeben ist, durch zweckentsprechende (nicht gezeichnete)
Rohrkörper zu einem (nicht gezeichneten) Bohrmeißel geleitet'.
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Sobald im Bohrloch ein beginnender tJaBa^sbrueh festgestellt
-wird, werden die Pumpen abgeschaltet und -ein f nichtgezeichneter)
Preventer wird betätigt, um am Bohrlochwand den
das Bohrgestänge umschließenden Bohrloch-Hingraum abzusperren»
Danaeli wird das obere Ende des Bohrgestänges geöffnet, so daß
sich durch die Leitung 102 eine nach oben gerichtete Fliid—
strömung in einer der in Mg. 3 mit Pfeilen angegebenein
Sichtung entgegengesetzten -Richtung ergibt» Diese «Lurch den
verhältnismäßig hohen Druck -des beginnenden üJasausbruehs im
Bohrloch bedingte Strömung erzeugt am ¥ers©hlußglied 122 land
an dessen ifColben 131 einen Druckunt er schied. Das ¥erschluB-glied
122 bewegt sich daher nach oben und dichtet am Außenumfang
des yerschlußgliedes 123 ab,. Diese Stellung ist in
Fig* 4 dargestellt. Die BewegungsgescnwJ-Bdigkeit &es fer-.
sehlußgliedes 122 ist u,a„ von 4er Puffervorrichtung 1,27,12B,
129 gesteuert,.
Daran ansehließend werden die !Pumpen erneut eingeschaltet.
Der Druck in der Leitung t©2 wird erhöht., -so daß sich «Las
erste ITentilsystem 112 nach untern bewegt (Mg.. 51» Die !feder
126 versucht, die beiden ¥erSchlußglieder 122 und 123 während
dieser Abwärtsbewegung, .auseinander zu -dräaagen, ihr wirkt
Jedoch die Puffervorriehtung 127^128,129 entgegen, so daß
das erste ¥ersehlußglied 122 in. abdichteaidsr Stellung am
¥erschlußglied 123 bleibt, bis es seine in Fig.» 5 gezeichnete
untere Stellung eingenommen hat»-Da der Pumpendruek oberhalb
des ersten Ventilsystems 112 höher ist als der Brück des
beginnenden Gasausbruches im Bohrloch,, bleiben -die yerschlufiglieder.122
und 123 inAnlage aneinander und sperren die Leitung 102 ab. . ... . '..'.-
Die VerSchiebung des Versehlußgliedes 123 nach unten betätigt
das zweite Ventilsystem 113 durch Verstellen des Verschluß.-gliedes.114,
das über die Stange 115' mit dem Versehlußglied
123 des ersten Ventilsystems 1.12 yerbundeii ist. Der Zugang zur
Bohrung 110 ist dann geöffnet und flud unter einem höheren
als dem Druck des beginnenden Gasausbruehs im Bohrloch kann
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dann in die Höhlung 133 des Packers 104 und in den Zylinder
130 unterhalb des am Verschlußglied 122 des ersten .Ventilsystems
112· angebrachten Kolbens I3I eindringen, wie mit
Pfeilen in Fig. 5 angegeben. Dies .führt zur Vergrößerung des ..:
Packers 104, der dadurch mit Abdichtung an die (nicht gezeichnete)
Bohrlochwand angepreß-fc wird- Sobald der Packer 104
vergrößert -und .gegen die Bolirloabwand festgesetzt ist (Fig. 6),
wird clas Bohrgestänge "angehoben, um das Vorrichtungs-Hauptteil
101 gegenüber dem an die Bohrlochwand angepreßten Packer so zu verstellen,, daß die Bohrung 110 gegenüber dem Bohrloch-Siaagrauin
oberhalb des Packers 104 freigelegt wird (Fig. 7). Anschließend werden die Pumpen abgeschaltet..
Während der.Verstellung des yorrichtungs-Hauptteils 101
gegenüber dem an die Bohrlochwand angepreßten Packer 104
wird das in der Höhlung 133 des Packers 104 befindliche Flud
zuerst gegenüber tier Leitung 102 abgesperrt und danach durch
die Verschiebung der Einghülse 105, die im Vergleich mit der Binghölse 106 einen "verliältnisinäßig großen Querschnitt aufweist.,
gegen eine ringförmige Schulter 135 weiter zusammengedrückt»
Die Schulter 135 liegt zwischen den Teilen 108 und 109 des yorrichtungs-Hauptteils 101, an denen die
Einghülsen 105 und 106 verschoben werden.. Auf diese Y»:eise
wird der Druck ind?r Höhlung 133 erhöht und übersteigt den
in der Leitung 102 auf dein Si ve au des Packers 1Ό4 herrschenden
Druck, so daß das Verschlußglied 122 des ersten Ventilsystems 112 nach oben verstellt wird. Während dieser letzt—
■genannten Bewegung bleibt der Packer 104 in abdichtender Anlage an der Bohrlochwand und am Vorrichtungs-Hauptteil 101.
In den in Fig, 6 und 7 gezeichneten Stellungen des ,Verschluß—
gliedes 122 ergeben sich für den Zylinderraum I30 und für
die Höhlung 133 des Packers 104 gleiche VoIxunenunterschiede.
Beim besehriebeneh und dargestellten Beispiel liegt die
Ringhülse 105 am Ende des Hubes an der' Schulter 135 an, während gleichzeitig das Verschlußglied 122 an der Schulter 125 des
Ventilgehäuses 117 zur Anlage kommt.
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Nachdem das Versöhlußglied 1'22 in die in Fig. 7 gezeichnete
Stellung verstellt worden ist, kann der Druck des beginnenden-Gasausbruches,
d.h. der Druck des im das Bohrgestänge
umschließenden Bohrloch-Ringraum oberhalb des vergrößerten Packers 104 befindlichen Fludes in der folgenden Weise gemessen
werden.
In der in Fig. 7 gezeichneten Stellung ist das obere Ende des
Bohrloeh-Ringraumes oberhalb des Packers 104 noch abgesperrt. Enthält dieser Bohrloch-Ringraum nur Flüssigkeit, und ist der Zugang
zum Bohrgestänge vor dem Abschalten der Pumpen verschlossen
worden, ist der in der Leitung 102 unmittelbar über dem Ventilsystem 112 herrschende Druck höher als in der Leitung
102 unterhalb des Ventilsystems 112. Durch allmähliches Verringern
des in der Leitung 102 über dem Ventilsystem 112 stehenden Druckes, beispielsweise durch eine vorsichtige Druckentlastung
am oberen Ende des Bohrgestänges, wird ein Zustand
erreicht, bei dem die Drücke ober- und unterhalb des Ventilsystems
112 im wesentlichen gleich sind. Daraus ergibt sieh
eine Aufwärtsbewegung der Kombination aus dem Verschlußglied
114 und dem Verschlußglied 123» die dann als Meßkolben wirkt.
Diese Aufwärtsbewegung wird gestoppt, wenn das Teil 114A des Verschlußgliedes 114 an der Schulter 116 zur Anlage kommt. Die
-Verbindung zwischen der. Leitung 102 und der Bohrung 1 TO ist
dann geschlossen, wobei die Bohrung 110 in der in Fig. 7 gezeichneten
Stellung an den Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 angeschlossen ist. Der dann am oberen Ende des .
Bohrgestänges gemessene Druck ist gleich dem Druck des beginnenden
Gasausb'ruches, vermindert um den Druck, den die hydrostatische
Säule im Bohrgestänge und die Feder 119 erzeugen. Der Zeitpunkt, in dem das.Verschlußglied 114 den Zugang zur
Bohrung 110 absperrt, läßt sich durch Beobachten des Druckabfalles
im Bohrloch-Ringraum oberhalb des-Packers 104 feststellen.
- .:".- "-'. ■ .. ■ ·-.--.--"
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Enthält der Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 .jedoch
ein teilweise aus Gas bestehendes Flud, muß die Messung des Druckes des beginnenden Gasausbruches in anderer als der vorbeschriebenen
Weise vorgenommen werden. Es leuchtet ein, daß in diesem Fall, wenn das Bohrgestänge verstellt wird, um die
Bohrung 110 an den Bohrloch-Ringraüm oberhalb des Packers
anzuschließen, und wenn die Pumpen abgeschaltet werden, der Druck im Bohrgestänge aufgrund der Kompressibilität des im
Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 befindlichen Gases unter den Druck des beginnenden Gasausbruches abfällt. Unter
der Wirkung des auf das untere Ende des Verschlußgliedes 123 wirkenden Druckes des beginnenden Gasausbruches wird daher das
Verschlußglied 114 nach oben in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung bewegt, in der die Verbindung zwischen der Bohrung
110 und der Leitung 102 unterbrochen ist. Danach wird durch
vorsichtiges Einleiten von unter Druck stehender Flüssigkeit an der Öffnung des Bohrgestänges der Druck im Bohrgestänge
allmählich erhöht. Gleichzeitig wird das Verhalten des Druckes
im Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 beobachtet. Sobald der Druck im Innern dps Bohrgestänges auf einen Wert
angestiegen ist, bei dem der Druck unmittelbar über dem Verschlußglied 114 um einen geringen Betrag größer ist als
die Summe aus dem Druck des beginnenden Gasausbruches unterhalb des Ver'schlußgliedes 123 und dem von der Feder 119 ausgeübten Druck, wird das Verschlußglied 114 nach unten bewegt
und öffnet dadurch den Zugang zur Bohrung 11Ό. Dieser Zeitpunkt
läßt sich bestimmen, indem man den Druck im Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 beobachtet, der«dann anzusteigen" beginnt. Der zu diesem speziellen Zeitpunkt am oberen
Ende des Bohrgestänges gemessene Druck ist. dann gleich dem Druck des beginnenden Gasausbruches, vermindert um den Druck,
den die hydrostatische Säule im Bohrgestänge und die Feder erzeugen.
Es leuchtet ein, daß während der Vornahme der vorbeschriebenen
Druckmessung der Raum unterhalb des Packers 104 sowohl vom
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übrigen Bohrlochraum als auch von der Innenseite des Bohrgestänges
abgetrennt ist, so daß das Eindringen von Tanter
hohem Druck stehendem Flud in das Bohrloch oder in das Bohrgestänge
verhindert wird. Insbesondere ist das Eindringen von
unter hohem Druck stehendem Gas verhindert, das die exakte .
Messung des Druckes des beginnenden Gasausbruches beeinträchtigen
würde. Diese Isolierung der Gasausbruchs-Zone gegenüber
dem übrigen Bohrlochraum wird durch die Wirkung des Verschlußgliedes
123 und des Verschlußgliedes 114 erreicht, die miteinander
kombiniert als Meßkolben arbeiten.
Es leuchtet ein, daß bei Bedarf die am oberen Ende des Bohrgestänges
zur Messung des Druckes des beginnenden Gasausbruches
vorgenommene Druckveränderung mehr als einmal durchgeführt werden kann. So ist es möglich, den Druck am Eingang zuerst ·
auf einen Wert herabzusetzen, bei dem das Verschlußglied 114
sich nach oben bewegt, und nachfolgend auf einen Wert zu erhöhen, bei dem dieses Verschlußglied 114 nach unten geht. Auch
kann dieser Druck zuerst erhöht und dann herabgesetzt werden.
Um einwandfrei sicherzustellen, daß sich weder im Bohrgestänge noch im Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 104 Gas befindet,
kann das in diesen Räumen befindliche Flud mit einer Flüssigkeit
ausgeschoben.werden. Dieser Umlauf kann in der in Fig. 7
mit Pfeilen angegebenen Richtung oder in entgegengesetzter Richtung erfolgen.-
Durch Messen des Druckes in der vorbeschriebenen. Weise läßt sich der Druck des beginnenden Gasausbruches berechnen. Sodann
wird eine Spülung mit einem für die Bekämpfung des.beginnenden
Gasausbruches ausreichenden spezifischen Gewicht (Dichte) vorbereitet. Diese Spülung wird dann im Umlauf in das Bohrgestänge
mit einem Druck eingeleitet, der ausreicht, um das Verschlußglied
114 und das Verschlußglied 123 gegen den Druck des beginnenden Gasausbruchs und gegen die ?/irkung der Feder 119
nach unten zu verstellen, so daß der Zugang zur Bohrung 110
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geöffnet wird (Fig. 7) und die im Bohrgestänge und im Bohrloch-Ringraum
oberhalb des Packers 104 befindliche Spülung mit verhältnismäßig
niedrigem spezifischen Gewicht (Dichte) auf diese Weise durch die schwerere Spulung ersetzt werden kann. Um dieser
Umlauf zu ermöglichen, wird das obere Ende des Bohrloch-Ringraumes
geöffnet und die"Spülungspumpen werden eingeschaltet, um die neue Spülung nach unten durch das Bohrgestänge zu pumpen.
Sobald der Bohrloch-Ringraum mit Spülung von verhältnismäßighohem spezifischen Gewicht (Dichte) gefüllt ist, wird der
Spülungsumlauf gestoppt und das Bohrgestänge gegenüber dem gegen die Bohrlochwand festgesetzten Packer 104 verstellt. Bas
Verschlußglied 114 bewegt sich daher nach oben und stellt
dadurch die Verbindung zwischen einer Seite der Bohrung 110 und der Leitung 121A her. Außerdem wird die andere Seite der
Bohrung 110 an die Höhlung 133 des Packers 104-angeschlossen.
Diese Stellung ist in Fig. 8 dargestellt, in welcher mit Pfeilen die Strömungsrichtung der aus dem Zylinderraum 130
und aus der Höhlung 133 des Packers 104 ausfließenden Flüssigkeit angegeben ist. Das Verschlußglied 122 bewegt sich daher
nach unten und gibt dadurch erneut, die Leitung 102 frei. Der Packer verkleinert sich und nimmt unter dem Einfluß seiner
Elastizität seine in Fig. 3 gezeigte Ausgangsstellung ein.
Durch Einpumpen der Spülung mit verhältnismäßig hohem
spezifischem.Gewicht (Dichte) nach unten durch das Bohrgestänge
und durch Drehen des Bohrgestänges können die Bohrarbeiten nun wiederaufgenommen werden.
Ba der Packer 104 sich unmittelbar über dem (nicht gezeichneten)
Bohrmeißel anordnen läßt, erlaubt das Werkzeug (die Vorrichtung) nach der Erfindung den im wesentlichen vollständigen .austausch
der beim Niederbringen eines Bohrloches in diesem befindlichen Spülung.
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Durch Hochfahren des Bohrgestänges läßt sich der Packer 104 auf jeder beliebigen Höhe im Bohrloch festsetzen und kann
somit an hierfür geeigneten Stellen der Bohrlochwand angepreßt werden.
Während normaler Arbeiten, die mit rohrförmigem bzw. aus
Rohren zusammengesetztem Arbeitsgerät,- in das die Vorrichtung nach der Erfindung eingegliedert ist, ausgeführt werden, kann
es nicht zu einer unbeabsichtigten Vergrößerung des Packers 104 kommen, da dessen Vergrößerung zuerst einen umgekehrten
Flüssigkeitsstrom im rohrförmigen Arbeitsgerät voraussetzt.
Bei Bedarf kann zwischen die Ringhülse 106 und die Schulter
eine (nicht gezeichnete) Feder eingesetzt sein. Dadurch ergibt
sich für die Ringhülse 106 eine nutzbare .Hublänge, die
ausreicht, die Öffnung der Bohrung 110 zur Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils 101 zu erlauben, sobald das Bohrgestänge
gegenüber dem" Packer in vergrößertem Zustand verstellt wird, selbst, wenn dieser Packer an die Wand eines Bohrloches angepreßt ist, dessen Durchmesser nur wenig größer ist als der
des Vorrichtungs-Hauptteils 101.
Es sei außerdem darauf hingewiesen, daß in der in Fig. 7 gezeichneten
Stellung' des Packers 104 und des Verschlußgliedes
122 die Ringhülse 105 und das Verschlußglied 122 nicht unbedingt an den Schultern 135 bzw. 425 anliegen: müssen. Es reicht,
wenn nur an einer dieser Schultern das entsprechende Gegenstück anliegt. Jedoch sollte das Verschlußglied 122 so weit
hochgefahren sein, daß es. in abdichtender Anlage am Verschlußglied
123 bleibt, wenn dieses in seine obere Endstellung: hochgefahren wird. Hierzu sei auf die in Fig. 4 gezeichnete
Relativstellung zwischen den Verschlußgliedern 122 und 123
hingewiesen. . ·
Die Vorrichtung nach der Erfindung läßt sich auch zum Bekämpfen
von beginnenden G-asausbruchen betätigen, -die im Bohrloch während
anderer als Bohrarbeiten auftreten,- beispielsweise beim Ziehen des Arbeitsgerätes aus dem Schacht (Bohrloch).
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Da die Puffervorrichtung nur zu arbeiten braucht, wenn das
erste Ventilsystem 112 sich nach unten bewegt, kann zum Verbinden der beiden Teile des Zylinders 127 ein (nicht gezeichneter)
Kanal vorgesehen sein, dessen Querschnitt größer ist als der der Bohrungen 129 im Kolben 128 der Puffervorrichtung.
In diesen Kanal ist ein (nicht gezeichnetes) Rückschlagventil eingebaut, das nur diesen Kanal verschließtj wenn sich das
erste Verschlußglied 122 nach unten bewegt.
Es folgt nun' die Beschreibung des Aufbaus und der Arbeitsweise
der in Fig. 9 Ms 14 dargestellten Vorrichtung zum Bekämpfen
von beginnenden Gasausbrüchen..
Der Hauptunterschied zwischen den in Figo 9 und 3 gezeigten
Ausbildungsformen nach der Erfindung liegt im Verriegelungssystem,
das zum Festhalten ,des ersten Verschlußgliedes des ersten Ventilsystems in seiner oberen Stellung benutzt wird.
Ein weiterer Unterschied ergibt sich aus der Stellung der Öffnung, durch die bei Verkleinerung des vergrößerbaren Packers
Spülung aus dem Packer abgelassen wird. Diese Öffnung befindet sich nahe des unteren Endes des Packers?, so "daß eine Ablagerung
von Feststoffen aus der Spülung im unteren Teil der Packer-Höhlung
vermieden ist.
Wie die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung ist die in Fig. 9
gezeigte Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen an einer zweckentsprechenden Stelle in einem zum
Niederbringen eines Bohrloches benutzten rohrförmigen bzw.
aus Rohren zusammengesetzten Bohrgerätes angebracht. Zu diesem Zweck weist ein Vorrichtungs-Hauptteil 201 von überwiegender
Längsausdehnung an seinem oberen und unteren Ende (nicht gezeichnete) Schraub-Koppelungsvorrichtungen zum Anschließen
des Vorrichtungs-Hauptteils 201 an das genannte Arbeitsgerät auf.
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Das Vorriehtungs-Hauptteil 201 weist eine in Achgenrichtung
sich erstreckende !Leitung 2Ό2 auf. Außerdem ist an seiner
Außenwand verschieblich ein Packer 204 mit zwei Ringhülsen 205 und 206 angebracht, an die eine elastische, ringförmige
Manschette. 207 angeschlossen ist. An der Außenfläche des Vorriehtungs-Hauptteils 201 befindet sich ein.Anschlag 208
zum Begrenzen des nach unten gerichteten Hubes der. Ringhülse 2059 deren Aufwärtshub von einer· Ringfläche 209 am Vorriehtungs-Hauptteil
201 begrenzt ist. Unterhalb der Ringhülse -206 ist
eine Feder 210 angeordnet, die den Packer 204 in verkleinertem
Zustand in der in Fig, 9 gezeichneten Stellung, im vergrößerten Zustand in der■Stellung entsprechend Fig. 12 hält. In
beiden Stellungen sperrt die Ringhülse 205 eine Bohrung 211
gegen den Raum außerhalb.des Vorrichtungs-Hauptteils 201 ab.
Im verkleinerten Zus-tand des Packers 204 (Fig. 9) steht eine
Höhlung 212 des Packers über eine Bohrung 213? einen Raum
und eine Bohrung 215 mit der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils
201 in Verbindung, Die* Bohrung 215 ist mit der Ringhülse
206 gegen die Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils
absperrbar, wenn dieses gegenüber dem vergrößerten Packer
in die in Fig. 13 gezeichnete Stellung nach oben verstellt
ist» . .
In der durch das Vorriehtungs-Hauptteil 201 führenden Leitung
202 sind zwei Ventilsysteme angeordnet. Das erste Ventilsystem
216 ist von einer Versehlußhülse 217 und einein Verschlußkörper -218 gebildet.. Der obere Teil der nach Art eines Rücks.clalagventils
arbeitenden-Versehlußhülse 217 vermag mit dem
Verschlußkörper 218 zusammenzuwirken, der mit einem-Verschlußring
2T9.A des zweiten Ventil sy st ems 219 verbunden ist. Die
Ringhülse 205 und die Bohrung 211 bilden Teil des ?swei"ten
Ventilsystems 219. Y/ähre.nd des Bohrens: ist der Versehlußring
219A des .zweiten Ventilsystems 219 durch die Y/irkung einer
Feder 220 in der in Fig. 9 gezeichneten Stellung gehalten,
während die Versehlußhülse 217 de^s ersten Ventilsystems 216
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durch, die Wirkung einer feder 221 in ihrer unteren Stellung
gehalten ist, Die Feder. 221 ist in einer mit ül gefüllten
Pufferkammer 222 untergebracht, die einen Kolben 223 mit einer Bohrung 224 aufweist.
Die VersohlußMIlse 217 weist drei v/eitere Kolben 225, 226 und
227 auf. Der Kolben 225 wirkt mit einem Zylinderraum 228 zusammen,
der über eine Bohrung 229 an die in Aöisenrichtung sich,
erstreckende leitung 202 angeschlossen ist. In der in ?i-g.
gezeichneten Stellung des ersten und zweiten Ventilsystems 216 ■
und 219 ist die Bohrung 229 abgesperrt, so daß im Zylinderraum
228 Flüssigkeit eingesperrt ist und Bewegung der Verschlußhülse 217 nach."unten verhindert ist. Der Kolben 226 schließt
den Zylinderrauia 214 an dessen oberem Ende ab. Wird dem Zylinderraum
214 Flüssigkeit unter hohem Druck zugeführt, bewegt sich die VerschlußMilse 217 unter dem Einfluß dieses Druckes
in die in Fig. 10 gezeichnete Stellung nach oben, wobei der genannte Druck zu Beginn des Hubes auf den Kolben 226, am
Ende des Hubes auf den Kolben 227 wirkt.
In der in Fig. 13 gezeichneten Stellung des Verschlußkörpers
218 ist die Ve3S3hlußMIlse 217 in ihrer oberen Stellung durch
Flüssigkeitsdruck festgehalten, der in nachstehend erläuterter
Weise auf einen Zylinderraum 234 .ausgeübt wird.
In allen Stellungen der Verschluß hülse 217 ist ein Raum 230
oberhalb des Kolbens 226 über eine Bohrung 231 entlastet 9).
Es folgt die Beschreibung der Arbeitsweise der in Fig. 9 bis
14 dargestellten Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen.
Fig, 9 zeigt die Stelliaag des ersten und zweiten Ventilsystems
216 und 219 während, normaler Bohrarbeiten, Die Strömung des
Bohrfludes ist mit Pfeilen 232 angegeben. Der Druck des durch
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die Mittelleitung 202 fließenden Bohrfludes wirkt über die
Bohrung 231 auf die Oberseite des Kolbens 226 der Verschlußhülse
217 des ersten Ventilsystems 216. Da dieser Druck größer ist als der außerhalb des Vorrichtungs-Eauptteils 201
herrschende Druck, welcher unter anderem über die Bohrung auf die Unterseite des Kolbens 226 wirkt, bleibt die Verschlußhülse
217 in der in Pig. 9 gezeichneten unteren Stellung.
Sobald ein beginnender G-asausbruch festgestellt wird, werden
die Preventer am oberen ieil des Bohrloches geschlossen und
die Zufuhr von Bohrflüssigkeit zur leitung 202 unterbrochen.
Durch Anschließen des oberen Teils des Bohrgestänges an atmosphärischen Druck fällt der über dem Kolben 226 stehende
Druck- unter den außerhalb des Vorrichtungs-Hauptteils 201
herrschenden und auf die Unterseite des Kolbens 226 wirkenden
Druck ab. Dadurch wird die Verschlußhülse 217 nach, oben in
die in Fig. 10 gezeichnete Stellung bewegt und drückt die Feder 221 zusammen. Das obere Ende der Verschlußhülse 217
dichtet am Außenumfang des ;Verschlußkörpers 218 ab und verschließt
dadurch die in Achsenrichtung verlaufende Leitung 202.
Danach wird dem Bohrgestänge erneut Flüssigkeit zugeführt. Der Druck oberhalb des Verschlußkörpers 218 wird erhöht, um
diesen gegen die Wirkung der Feder 220.nach unten zu verstellen (Fig. 11)j wodurch ebenfalls der Verschlußring 219A des
zweiten Ventilsystems verstellt wird und sich die Bohrung
öffnet, so daß Flud unter Druck aus der Leitung 202 entsprechend
den Pfeilen 233 in Fig. 12 in die Höhlimg 212
des Packers 204 strömen und dadurch die elastische, ringförmige
Manschette 207 aufweiten kann, um diese an die (nicht gezeichnete)
Bohrlochwand anzupressen. Infolge der. Y/irkxmg der Puffervorrichtung 221,222,223,224 kann sich die ¥erschlußhülse
217 nicht nach unten bewegen und bleibt daher in ihrer oberen Stellung, da die Bohrung 229 durch den Versehlußkörper
218 abgesperrt und dadurch die Flüssigkeit im Zylinderraum
228 eingeschlossen ist. Beim Vergrößern des Packers 204 wird
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die untere Ringhülse 206 des Packers durch, die Feder 210 nach
oben verstellt. Die Ringhülse 205 des Packers 204 "bleibt in ihrer oberen Stellung. Die Bohrung 211 bleibt geöffnet, so
daß Flüssigkeit in die Höhlung 212.des Packers 204 zugeführt werden kann.
Danach wird die Flüssigkeitszufuhr zur Leitung 202 gestoppt, woraus sich ein Druckabfall im Raum über dem Verschlußkörper
218 ergibt, der sich dann zusammen mit dem Verschlußring 219A
nach oben "bewegt und dadurch die Bohrung 211 absperrt (Fig. 13)
Daran anschließend wird das Bohrgestänge, in das die in
Fig.. 9 bis 14 dargestellte Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden Gasausbrüchen eingegliedert ist, nach oben
gefahren. Das Vorrichtungs-Hauptteil 201 wird gegenüber dem gegen die (nicht gezeichnete) Bohrlochwand festgesetzten
Packer 204 nach oben verstellt (Fig. 13)· Infolge dieser Verstellung steht die Bohrung 211,.die bisher an die Höhlung
des Packers 204 angeschlossen war, nunmehr in Verbindung mit der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils im Bereich oberhalb
des Packers 204, während die bisher mit der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils 201 verbunden g'ewesene Bohrung
nunmehr an die Höhlung 212 des Packers 204 angeschlossen ist.
Durch nachfolgendes Erhöhen des über dem Verschlußkörper 218 stehenden Druckes wird der Verschlußkörper 218 zusammen mit
dem Verschlußring 219A des zweiten Ventilsystems nach unten
verschoben. Diese Stellung des Verschlußringes 21-9A ist in Fig. 13 nicht gezeichnet. Dadurch wird die Bohrung 211 geöffnet
und Flud unter Druck kann aus dein Raum über dem Verschlußkörper 218 in den Bohrlochraum oberhalb des Packers 204
strömen. Wie bereits in Einzelheiten im Zusammenhang mit der in Fig. 2 bis 8 dargestellten Ausbildungsform erläutert, kann
das unter Druck stehende Flud ein verhältnismäßig hohes spezifisches Gewicht (Dichte) aufweisen, um das Flud mit
verhältnismäßig geringem spezifischem Gewicht (Dichte) zu verdrängen, das sich im Bohrloch-Ringraum befindet. Außerdem
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läßt sieh der unterhalb des Verschlußkörpers 218 herrschende
Druck messen, um Angaben über-den Druck des beginnenden. Gasausbruches
zu erhalten» Diese Druckmessung kann in der gleichen V/ei se vorgenommen werden wie im Zusammenhang: mit dem in Fig.
gezeigten Ausführungsbeispiel erläutert.
Während allen zur Druckmessung und zum Umwälzen von Bohrflud
durch die Bohrung 211 vorgenommenen Arbeitsgängen bleibt die
Verschlußhülse 217 in ihrer oberen Stellung, da ihre Verschiebung
nach unten durch die unterhalb des Kolbens 227 eingeschlossene
Flüssigkeit verhindert wirdo Obgleich diese Flüssigkeit über die Bohrung 215 mit der Höhlung 212 des
Packers 204 in Verbindung steht, kann sie. nicht aus dem Raum
234 austreten, da der Packer 204 nicht weiter vergrößerbar ist.
Nachdem eine ausreichende Menge von Flud aus der leitung-202
in den Bohrloch-Ringraum oberhalb des Packers 204 geleitet worden ist, wird die diese Flüssigkeit fördernde Pumpe abgeschaltet.
Der Druck in der Leitung 202 oberhalb des Verschliißkörpers
218 wird verringert und der Verschlußkörper 218 bewegt sich zusammen mit dem Verschlußring 219A nach oben ' ■
und sperrt dadurch die Bohrung 211 ab. Diese Stellung ist in
Fig. 13 dargestellt»
Danach wird das Vorrichtungs-Hauptteil 201 gegenüber dem vergrößerten
Packer 204 durch Niederfahren des- (nicht gezeichneten) Bohrgestänges so weit nach unten verstellt, bis die Ringfläche
209 des-Vorrichtungs-Hauptteils 201 an der Ringhülse
205 anliegt (Fig. 14). Durch diese Verstellung wird die Bohrung 215 geöffnet. Infolge der Verstellung der Verschlußhülse
217, die durch die Wirkung der Feder 221 -nach unten bewegt wird-,· kann die Flüssigkeit aus dem Zylinderraum 234
austreten und zur Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils 201 strömen. Die Flüssigkeit in der Pufferkammer 222 wird dann
durch die Öffnung 224 ausgeschoben. In der unteren Stellung
der Verschlußhülse 217, welche .der in Fig. 9 gezeichneten Stellung entspricht, steht die Höhlung 212 des Packers 204
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über die Bohrung 213 und den Raum 214 mit der Bohrung 215 in
Verbindung. Das innerhalb des Packers 204, befindliche Bohrflud
wird durch die Wirkung der Elastizität der Manschette 207 aus dem Packer ausgeschoben. Feststoffe, die sich, irn unteren
Teil der Höhlung 212 des Packers 204 abgelagert haben könnten, werden durch die aus dem Packer ausströmende Fluss igle ext fortgeschafft.
Der Packer ist im verkleinerten. Zustand erneut betriebsbereit. In der in Fig. 9 gezeichneten Stellung des
Packers 204 und der beiden Ventilsysteme 216 und 219 können die Bohrarbeiten wiederaufgenommen werden.
Es leuchtet ein, daß an den zur Abdichtung gegen andere Bauteile der Vorrichtung zum Bekämpfen von beginnenden G-asausbrüchen
verwendeten Flächen Dichtglieder, wie z.B. O-Ringe angebracht sein können.
Außerdem können die Ringhülsen 205 und 206 den gleichen Durchmesserunterschied
aufweisen wie die Ringhülsen 105 und 106 des in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiels.
/Anspruch, ο
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Claims (29)
1. Vorrichtung zum Bekämpfen von "beginnenden Gasausbrüchen
bei Arbeiten in einem durcli Unt ergrundf ormat ionen geführten Bohrloch., die zwischen zwei Elementen eines aus Rohren zusammengesetzten
Bohrgestänges angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorrichtung-Hauptteil (1; 31; 101; 201)
von überwiegender Längsausdehnung in seiner Längsrichtung von einer Leitung (2; 32; 102; 202) durchsetzt ist, in welcher
ein erstes Ventilsystem (18,19,20,21; 42; 112; 216) zum
Steuern eines Fludstromes durch die Leitung angeordnet ist,
daß das Vorrichtungs-Hauptteil (1; 3^j 101; 201) von einem vergrößerbaren Packer (4; 35; 104; 204) umschlungen ist, dessen
elastische, ringförmige Manschette (7; 38; 107; 207) an jedem Ende an .eine Ringhülse (5,6; 36,37; '105,106; 205,206) angeschlossen
ist, die in Achsenrichtung verschieblich an einem Teil (S,9; 39j40; 108,109) der Außenwand des Vorrichtungs-Hauptteils
(1; 31; 101; 201) angeordnet ist, und gegen diese Außenwand abdichtet, und daß zum Steuern des Pludstromes
zwischen der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils (1; 31; 101; 201) und der in Längsrichtung sich,durch dieses erstreckenden
Leitung (2; 32; 102; 202) sowie zwischen der Höhlung (133; 212)
des vergrößerbaren Packers (4; 35; 104; 204) vaaä. der durch
das Vorrichtungs-Hauptteil (1; 31; 101; 201) führenden Leitung (2; 32; 102; 202) ein zweites Ventilsystem (12; 43; 113;
219) dient, zu dem eine der Ringhülsen (5; 36; 105; 205) gehört, wobei die Ringhülse (5; 36; 105; 205) während der Vergrößerung
des Packers (4; 35; 104; 204) durch Einleiten von Flud in dessen Höhlung (133; 212) von einer Vorrichtung
in einer Stellung gehalten ist, in der sie die Verbindung
zwischen der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils ("1; 31; 101; 201)
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und der durch dieses führenden Leitung (2; 32; 102; 202)
unterbricht, jedoch Strömung zwischen dieser Leitung und der Höhlung des vergrößerbaren Packers zuläßt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die Teil des zweiten Ventilsystems (12; 43; 113) bildende Ringhülse (5; 36; 105) mit größerem Querschnitt
ausgeführt ist als die andere Ringhülse (6; 37; 106) und an einem Teil (8; 39; 108) des Vorrichtungs-Hauptteils
(1; 31; 101) angeordnet ist, der im Querschnitt kleiner ist als der Teil (9; 40; 109), an welchem die andere Ringhülse
(6; 37; 106), abgestützt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teil des zweiten Ventilsystems (12;
43; 113; 219) bildende Ringhülse (5; 36; 105; 205) in zwei Endstellungen verstellbar ist und mit wenigstens einer in der
Wand des Vorrichtungs-Hauptteils (1; 31;. 101; 201) ausgebildeten Bohrung (10; 44; 110; 211) zusammenwirkt, die in einer Endstellung
der Ringhülse (5; 36; 105; 205) die durch das Vorrichtungs-Haupt teil (1; 31; 101; 201) führende Leitung (2; 32;
102; 202) an die Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils anschließt
und in der anderen Endstellung der Ringhülse die Verbindung zwischen dieser Leitung (2; 32; 102; 202) und der
Höhlung (133; 212) des vergrößerbaren Packers (4; 35; 104; 204) herstellt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teil des zweiten Ventilsystems
bildende Ringhülse in zwei Endstellungen verstellbar ist und mit einer ersten, in der Wand des Vorrichtungs-Hauptteils
ausgebildeten Bohrung, welche die durch das Vorrichtungs-Hauptteil
führende Leitung an die Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils anschließt, und mit einer zweiten, in der Wand des
Vorrichtungs-Hauptteils ausgebildeten Bohrung zusammenwirkt, welche- die Verbindung zwischen.dieser Leitung und der Höhlung
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des vergrößerbaren. Packers .herstellt, wobei äie Rirnghülse
in der einen Endstellung die erste Bohrung, in der anderen Sndstellung die zweite Bohrung absperrt.
5. - Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch g e k e η η -
ζ e i chnet, daß zum zweiten Ventilsystem (43J 113» 219)
ein in der durch das Vorrichtungs-Hauptteil (31? 1015 201)
führenden Leitung (32; 102} 202) angeordnetes und vom ersten
Ventilsystem (42; 112; 216) betätigbares Fludsteuerelement
(45; 114; 219A) gehört, das in zwei Endstellungen verstellbar
ist und in der einen Endstellung die Bohrung (44; 110; 211)
absperrt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß zum zweiten Ventilsystem ein in der durch das Vorrichtungs-Hauptteil führenden leitung angeordnetes
und vom ersten Ventilsystem betätigbares Pludsteuerelement ■
gehört, das in zwei Endstellungen'verstellbar ist und in der
einen Endstellung die zweite Bohrung absperrt»
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einer der Endstellungen der Ringhülse
(36) Lind des Fludsteuerelementes (114) des zweiten Ventilsystems
(113) die Höhlung/des^Packers (104) über eine Sntlastungsleitung
(110,121,121A) zur Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils
(101) hin entlastbar ist.
8. Vorrichtung nach- einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gek e nnz ei chne t, daß das erste Ventilsystem (42; 112; 216) ein erstes Verschlußglied (47; 122; 217) und ein
zweites Verschlußglied (54; 123; 218) aufweist, von denen
jedes in zwei Endstellungen bewegbar ist, daß diese Verschlußglieder
(47,54; 122,123; 217,218) mit einer Vorrichtung (53; 119; 220) auseinander und in Stellungen drängbar Bind, in
denen die in Längsrichtung durch das Vorrichtungs-Hauptteil
(31; 101; 201) von überwiegender Längsausdehnung geführte
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Leitung (32; 102; 202) freigegeben ist, und daß die Relativgeschwindigkeit
zwischen den auseinander gedrängten Verschluß—-gliedern (47,54-; 122,123; 217,218) mit einer Puffervorrichtung
(48,49,50; 127,128,129; 222,223,221,224) regelbar ist, wobei die beiden Verschlußglieder bei Anlage aneinander
die Leitung absperren, und wobei das erste Verschlußglied (47; 122; 217) nach Art eines Rückschlagventils arbeitet und
das zweite Verschlußglied (54; 123; 218) mit dem Fludsteuerelement
(45; 114; 219A) des zweiten Ventilsystems (43; 113; 219) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Puffervorrichtung nur wirksam ist,
wenn sich die Verschlußglieder des ersten Ventil syst eins in
der Richtung bewegen, in der durch das rohrf örmige Bohrgestänge
geleitete Bohrflüssigkeit strömt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch g e k c η η zeichnet,
daß die Puffervorrichtung hydraulisch wirkt
und zwischen den beiden Verschlußgliedern des ersten Ventilsystems angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach .Anspruch 8 oder 9, dadurch gr e k e η η —
zeichnet, daß die Puffervorrichtung (48,49»50; 127,
123,129; 221,222,223,224) hydraulisch wirkt und zwischen den
ersten Verschlußglied (47; 122; 217) des ersten Ventilsystems
(42; 112; 216) .und dem Vorrichtungs-Hauptteil (31; 101; 201)
angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch.
gekennzeich. ne t, daß zwischen den zweiten Verschlußglied
(54) des ersten Ventilsystens (42) und dem Vorrichtungs-Hauptteil
(31) ein Zylinder-Kolben-Aggregat angeordnet
ist, wobei der Zylinder an die Außenseite des Vorrichtunge-Hauptteils
über eine in dessen Wand ausgebildete Bohrung angeschlossen ist, die mit der Ringhülse (37) de's vergrößerbaren
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Packers (35) absperrbar ist, die nicht zum zweiten Ventilsystem (43) gehört.
13. Vorrichtung nach einem, der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
g e k e nnz e ichne t, daß zwischen dem ersten Verschlußglied
(217) des ersten Ventilsystems (216) und dem Vorrichtungs-Hauptteil (201). ein Zylinder-Kolben-Aggregat (214,227) angeordnet
ist, wobei dar Zylinder (214) über eine Bohrung (215) in
der Wand des Vorrichtungs-Hauptteils (201) an dessen Außenseite angeschlossen ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gek en η ze i chne t, daß zwischen dem ersten Verschlußglied
(217) des ersten Ventilsystems (216) und dem Varichtungs-Hauptteil
(201) ein Zylinder-Eolben-iferegat (228,225) angeordnet ist, wobei der Zylinder (228) an die in Aehsenrichtung
durch das Vorrichtungs-Hauptteil (201) geführte Leitung (202) über eine Bohrung (229) angeschlossen ist,, die mit dem in der
Leitung (202) angeordneten Fludsteuerelement des zweiten Verschlußgliedes
(218) steuerbar ist.
15· Vorrichtung nach Anspruch 14» dadurch gek e η η -zeichnet,
daß zwischen dem ersten Verschlußglied (217) des ersten Ventilsystems (216) und dem Vorrichtungs-Hauptteil
(201) ein zweites Zylinder-Kolben-Aggregat angeordnet ist, wobei der Zylinder über getrennte Verbindungsbohrungen in der
Wand des Vorrichtungs-Hauptteils (201) an die Höhlung . (21 2)
des Packers (204) und an die Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils (201) angeschlossen ist, und wobei die Verbindung
zwischen dem Zylinder und der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils-(201)
mit einer Ringhülse . des Packers (204) und die Verbindung zwischen dem Zylinder und der Höhlung (212)
des Packers (204) mit einem Kolben des ersten Verschlußgliedes (217) des ersten Ventilsystems (216) steuerbar ist.
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16. Vorrichtung nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch
und einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem ersten Verschlußglied (122) des
ersten Ventilsystems (112) und dem Vorrichtungs-Hauptteil (101)
ein Zylinder-Kolben-iferegat (130,131) angeordnet ist, dessen
Zylinder (130)· an die Höhlung (133) des vergrößerbaren Packers (104) angeschlossen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 13» dadurch g e k e η η -
ζ ei chne t, daß das Zusammenwirken zwischen dem Packer
(35) und dem Vorrichtungs-Hauptteil (31) über ein Stift— Schlitz-System erfolgt, mit dem sich der Packer (35) im vergrößerten
Zustand in drei verschiedenen Stellungen gegenüber dem Vorrichtungs-Hauptteil (31) anordnen läßt, wobei die Teil
des zweiten Ventilsystems (43) bildende Ringhülse (36) in
der ersten und in der zweiten Stellung die Verbindung zwischen der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils (3Ό und der
durch dieses führenden Leitung (32), in der zweiten und dritten Stellung die Verbindung zwischen der Leitung (32)
und der Höhlung des Packers (35) unterbricht, und wobei die andere Ringhülse (37) in der dritten Stellung den Zugang
zu der Bohrung absperrt, die von der Außenseite des Vorrichtungs-Hauptteils (31) zum Zylinder-Kolben-Aggregat des
ersten Verschlußgliedes (47) des ersten Ventilsystems (42) führt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7? dadurch
gekennzeichnet, daß das Vorrichtungs-Hauptteil (1) ein Teleskop-Verbindungsteil (13) mit Drehmoment-Übertragungsvorr.ichtungen
(14,15) aufweist, und daß. zum ersten Ventilsystem (18,19,20,21) ein erstes Verschlußglied (18) gehört,
das über ein Verbindungsstück (23) mit einem der Bauteile (16) des Teleskop-Verbindungsteils (I3) verbunden und in zwei Endstellungen
bewegbar ist, wobei das erste Verschlußglied (18) in der ausgefahrenen Stellung des teleskop-Verbindungsteils
(13) die durch das Vorrichtungs-Hauptteil (1).führende
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Leitung (2) absperrt und in der eingefahrenen Stellung: des
Teleskop-Verbindungsteils (13) freigibt.
19· Vorrichtung nach. Anspruch 18,, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß zum ersten Ventilsystem (18rt9}20,21)
ein zweites Verschluß glied (20) g:ehö:rt,. das nach Art eines
Rückschlagventils arbeitet und in zwei EndStellungen am
Verbindungsstück (23) verstellbar ist, wobei es in der einen
Endstellung die Leitung (2) absperrt»
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, 18 oder
19» dadurch g e k e η η ζ e i ohne t, daß die Hinghülsen
(5,6; 36,37; 105,iQ6» 206,206) des Packers (4;. 35ί 104; 204)
um das Vorrichtungs-Hauptteil (1; 31; 101 r 201) frei drehbar
sind.
21. Verfahren zum Bekämpfen von beginnenden Grasausbrüchen
bei Arbeiten in einem durch Untergrundformationen geführten
Bohrloch, in dem hängend Arbeitsgerät mit einem Bohrgestänge
und einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16
angeordnet ist, dadurch gek ennze lehnet, daß
a) die Arbeiten gestoppt werden,
b) der das Bohrgestänge umschließende Bohrloch-Ringraum
nahe des Bohrlochmundes abgeschlossen und das erste Ventilsystem geschlossen wird,
c) durch das Bohrgestänge Flud nach unten gepumpt wird,
um den Packer zu vergrößern und dadurch den das Bohrgestänge
umschließenden Bohrloch-Ringraum abzuschließen,
d) das Verpumpen von Flud gestoppt wird,
e) das Bohrgestänge gegenüber dem vergrößerten und an die
Bohrlochwand angepreßten Packer verstellt wird, um das:
zweite Ventilsystem zu betätigen und dadurch die Verbindung
zwischen der Fmgebung des Vorriehtungsr-Hauptteils
und der durch die ses geführten Leitung herzustellen,
f) der Bohrloch-Ringraum nahe des Bohrlochmundes geöffnet
ward,
g) erneut Flud durch, das Bohrgestänge gepumpt und die
Zusammensetzung des Pludes geändert wird,
h) mit dein verschieden zusammengesetzten Flud das im Bohrloch-Hingraum
befindliche Flud verdrängt wird,
i) das Umwälzen von Flud gestoppt und anschließend das
Bohrgestänge gegenüber dem vergrößerten und an die Bohrlochwand
angepreßten Packer verstellt wird, um das zweite Ventilsystem zu betätigen und dadurch die Verbindung
zwischen der Leitung und der Umgebung des Vorrichtungs-Hauptteils
zu unterbrechen, um den Packer zu verkleinern, und
j) die Arbeiten v/iederaufgenommen werden.
22. Verfahren nach- Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das ilnheben des Bohrgestänges zwischen
den Arbeitsschritten (a) und (b) vorgenommen wird.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22 bei Verwendung des Arbeitsgerätes in Verbindung mit der Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß, indem das obere Ende des Bohrgestänges zeitweise geöffnet
und ein aufwärts gerichteter Fludstrom durch das Bohrgestänge zugelassen wird, das erste Ventilsystem im Arbeitsschritt (b)
geschlossen wird, nachdem der das Bohrgestänge umschließende Bohrloch-Ringraum auf einem Niveau nahe des Bohrlochmundes
abgeschlossen wurde.
24. Verfahren nach Anspruch 21 bei Verwendung des Arbeitsgerätes in Verbindung mit der Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Betätigen des
ersten Ventilsystems im Arbeitsschritt (b) das Arbeitsgerät
vom Bohrlochtiefsten abgehoben wird.
25. Verfahren nach Anspruch 21 bei Verwendung des Arbeitsgerätes
in Verbindung mit der Vorrichtung nach Anspruch 18
und 19» dadurch gekennzeichnet, daß z,um Betätigen
des ersten Ventilsystems im Arbeitsschritt (b) dessen erstes
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Verschlußglied geschlossen wird, indem man das Arbeitsgerät vom Bohrlochtiefsten abhebt, und das zweite Verschlußglied
des ersten Ventilsystems geschlossen wird, indem man das
obere Ende des Bohrgestänges öffnet und einen aufwärts gerichteten Fludstrom durch das Bohrgestänge zuläßt, wobei diese
Arbeitsschritte in beliebiger Reihenfolge sowohl untereinander
als auch mit dem Arbeitsschritt des Absperrens des das- Bohrgestänge
umschließenden Bohrloch-Ringraumes nahe des Bohrlochmundes
durchgeführt werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gele e'nnze i chne t, daß der Druck im Bohrloch-Ringraum
unterhalb des gegen die Bohrlochwand festgesetzten Packers gemessen wird, und daß dieser Arbeitsschritt zwischen
den Arbeitsschritten (e) und (f) durchgeführt wird.
27. Verfahren nach Anspruch 26 bei Verwendung des Arbeitsgerätes in Verbindung mit der Vorrichtung nach einem der
Ansprüche 14 bis 16, dadurch g ek en η ζ e ichne t, daß
der ArbeiiEBChritt des Messens das allmähliche Verändern des Druckes am Zugang zum Bohrgestänge und das Messen des Druckes
an dieser Stelle einschließt.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrloch-Ringraum nahe des Bohrlochmundes
geöffnet wird, und daß der Druck am Zugang zum Bohrgestänge gemessen wird, wenn sich der Zustand des im Bohrloch-Ringraum
befindlichen Fludes verändert.
29. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22 bei Verwendung des Arbeitsgerätes in Verbindung mit der Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 8 bis 13> dadurch g ek e η η ze i chne t,
daß zwischen den Arbeitsschritten (e) und (f) der Druck im Bohrloch-Ringraum unterhalb des gegen die Bohrlochwand festgesetzten
Packers, gemessen wird, wobei zum Öffnen des ersten Ventilsystems der Drück im oberen Teil des Bohrgestänges
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langsam verringert wird, die Druckveränderung im Bohrgestänge
bis zum Erreichen des niedrigsten Wertes gemessen wird, und anschließend das obere Ende des Bohrgestänges geöffnet wird,
um das erste Ventilsystem zu schließen.
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L e e F s e r t e
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