DE3227963A1 - Vorrichtung fuer die kultur von pflanzen, insbesondere topfpflanzen - Google Patents
Vorrichtung fuer die kultur von pflanzen, insbesondere topfpflanzenInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Vorrichtung
- für die Kultur von Pflanzen, insbesondere Topfpflanzen, - mit Wasserbehälter und darin angeordnetem Pflanzenaufnahmegebinde mit Seitenwand und Boden, dessen Seitenwand gegenüber dem Wasserbehälter einen umlaufenden Spaltraum bildet1 und dessen Boden sich oberhalb des Wasserspiegels befindet, wobei in das Pflanzenaufnahmegebinde ein Pflanzmittel einbringbar ist und eine in das Pflanzmittel eingepflanzte Pflanze mit in den Wasserbehälter eingebrachtem Bewässerungswasser selbsttätig bewässerbar ist. - Pflanzmittel bezeichnet im Rahmen der Erfindung übliche Pflanzenkulturerde, z. B. Blumenerde, oder die Kiesel- und Porösstoffe, die bei sogenannten Hydrokulturen üblich sind. In das Pflanzenaufnahmegebinde können mehrere Pflanzen eingepflanzt werden. Im folgenden wird lediglich aus terminologischen Gründen stets der Singular Pflanze verwandt.
- Bei den bekannten gattungsgemäßen Vorrichtungen (z. B. DE-GM 77 34 432, DE-GM 78 36 657, DE-GM 79 03 078) erfolgt die automatische Bewässerung mit Hilfe eines Dochtes, der einerseits in das in den Wasserbehälter eingefüllte Bewässerungswasser eintaucht, andererseits unmittelbar oder mittelbar mit dem Pflanzmittel in Kontakt steht. In der Praxis befriedigen die bekannten Maßnahmen haufig nicht: Der durch den Docht und seine Kapillaren bestimmte Transporteffekt ist oft nicht ausreichend.
- Insbesondere an heißen Tagen wird folglich die zu kultivierende Pflanze nicht ausreichend mit Bewässerungswasser versorgt.
- Auch verteilt sich das per Docht zugeführte Bewässerungswasser häufig nicht gleichmäßig in dem Pflanzenmittel.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung so weiter auszubilden, daß eine dochtfreie Bewässerung möglich ist, die sicherstellt, daß der Pflanze stets ausreichend Bewässerungswasser zur Verfügung steht.
- Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß das Pflanzenaufnahmegebinde zumindest im Boden Wasserdampfdurchtrittsöffnungen aufweist und daß die automatische Bewässerung durch Eintreten des verdampften Bewässerungswassers in das Pflanzmittel erfolgt. Das Bewässerungswasser verdampft in dem Wasserbehälter nach Maßgabe des Einflusses der Umgebung und dringt über die Wasserdampfdurchtrittsöffnungen des Pflanzenaufnahmegebindes in das Pflanzmittel ein. - Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung der Transport des Bewässerungswassers vom Was sein behälter in das Pflanzmittel hinein nicht über Kapillarwirkung und Docht erfolgen muß, sondern vielmehr per Diffusion erfolgen kann. Die Erfindung schafft die Voraussetzungen für einen solchen Transport des Bewässerungswassers durch Diffusion. überraschenderweise liegen im hiesigen Klima die thermodynamischen Potentiale, die einerseits das Verdampfen des Bewässerungswassers an der Oberfläche des Bewässerungswassers im Wasserbehälter bewirken, die andererseits die Diffusion des Wasserdampfes in das Pflanzmittel hinein steuern, so, daß stets und in vorteilhafter Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchte eine ausreichende Versorgung der in dem Pflanzenaufnahmegebinde befindlichen Pflanze mit Bewässerungswasser erfolgt. Der Wasserdampf, der im Wege der Diffusion in das Pflanzmittel eintritt, kondensiert möglicherweise in dem Pflanzmittel oder wird auch von den Wurzeln der zu kultivierenden Pflanze unmittelbar aufgenommen. Möglicherweise erfolgt die Kondensation auch an den Wurzeln und Wurzelhärchen.
- Jedenfalls ist die Bewässerung sehr wirksam und gleichmäßig.
- Eine Optimierung dahingehend, daß die Pflanze in bezuy auf die Bewässerung eine besonders günstige Kultur erfährt, ist ohne Schwierigkeiten möglich. Ein Vorschlag der Erfindung geht in dieser rjinsicht dahin, daß der Spaltraum zr Umgebungsl@ft nin offen ist und eine engste Querschnittsfläche aufweist die gleich oder kleiner ist als die Grundfläche des Aufnahmegebindeodens. Ein anderer Vorschlag der Erfindung geht dahin, daß dr Spaltraum zur Umgebungsluft hin mit einer Abdeckung versehen ist, die Belüftungsöffnungen aufweist. Bei dieser Abdeckung Spaltraumes kann es sich auch um ein flanschartiges Bauteil handeln, solches an den Wasserbehälter und/oder an das Pflanzenaufnahmeqebinde angeformt ist. Besonders be,zährt nat sicn eine Ausführungsform, bei der das Pflanzenaufnahmegebinde als Drantkorb ausgeführt ist. Die Maschen des Drahtkorbes sind selbstverständlich so gewählt, daß das Pfianzmittel nicht herausrieseln kann. Ohne weiteres besitzen bei dieser Ausführungsform sowohl die Seitenwand als auch der Boden die Wasserdampfdurchtrittsöffnungen, die für die Lrfindung wesentlich sine und die im allgemeinen einen Durchmesser von einem Millimeter oder mehr aufweisen, also makroskopischer Natur sind. Das Pflanzen aufnahmeyebinde kann aber auch aus Kunststoff mit entsprecherder Perforierung oder aus hygroskopisch wirkendem Folienmaterial bestehen.
- Der mechanische Verbund zwischen dem Pflanzenaufnahmegebinde und dem Wasserbehälter kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, zum Beispiel durch Einhängen, Einstellen auf Stützen, die auf den Boden des Wasserbehälters aufgesetzt oder an diesen bzw. auch an den Boden des Pflanzenaufnahmegebindes angeformt sind. Es empfiehlt sich, Vorsorge zu treffen, daß der Wasserspiegel im Wasserbehälter stets die gleiche Höhe aufweist, womit gleichzeitig auch sichergestellt ist, daß der Abstand zwischen diesem Wasserspiegel und dem Boden des Pflanzenaufnahmegebindes stets gleich groß ist. Er soll nicht zu groß sein und beträgt im allgemeinen ein bis einige Millimeter. Un den tiasserspiegel konstant zu halten, besteht neben anderen eine Möglichkeit darin, den Wasserbehälter an ein Vrogeltränkenartiges Wasserreservoir mit geschlossenem Oberteil und offenem Unterteil sowie konstantem Wasserspiegel im Unterteil anzuschließen (FR-PS 14 70 464) oder als ein solches Wasserreservoir auszubilden (DE-GM 79 03 078). Ohne weiteres läßt sich die Anordnung auc so treffen, daß die absolute Höhe des Wasserspiegels im Wasserbehälter einstellbar ist.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1, Fig. 3 den vergrößerten Ausschnitt A aus dem Gegenstand nach Fig. 1.
- Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient für die Kultur von Pflanzen 1, im Ausführungsbeispiel für die Kultur einer Topfpflanze 1. Zum grundsätzlichen Aufbau gehören zunächst ein Wasserbehälter 2 und ein darin angeordnetes Pflanzenaufnahmeyebinde 3 mit Seitenwand 3a und Boden 3b, dessen Seitenwand 3a gegenüber dem Wasserbehälter 2 einen umlaufenden Spaltraum 4 bildet und dessen Boden 3b sich oberhalb des Wasserspiegels 5 befindet. Im Ausführungsbeispiel befindet sich in dem Pflanzenaufnahmegebinde 3 eine zu kultivierende Pflanze 1. Sie ist in das Pflanzmittel 6 eingepflanzt worden, welches in das Pflanzenaufnahmegebinde 3 eingebracht wurde.
- Diese Pflanze 1 ist mit dem Bewässerungswasser 7 selbsttätig zu bewässern, welches sich in dem Wasserbehälter 2 befindet.
- Dazu besitzt das Pflanzenaufnahmegebinde 3 Wasserdampfdurchtrittsöffnungen 8, die insbesondere auch in Fiy. 3 erkennbar sind. Die automatische Bewässerung erfolgt also durch Eintreten des verdampften Bewässerungswassers in das Pflanzmittel hinein. Im Ausführungsbeispiel befinden sich im Wasserbehälter 2 Stege oder Stützen 2a, die aus dem Wasserspiegel 5 herausragen. Das Pflanzenaufnahmegebinde 3 ist auf die Stege oder Stützen 2a aufgesetzt.
- Im Ausführungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen, daß dWr Salta 4 zur Umgebungsluft hin offen ist und eine engste Querschnittsfläche aufweist, die gleich oder kleiner ist als die Grundfläche des Aufnahmegebindebodens 3b. Man könnte auch eine Abdeckung vorsehen. Im Ausführungsbeispiel nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist das Pflanzenaufnahmegebinde 3 als Drahtkorb ausgeführt. - Nur anyedeutet wurde in Figur 1, daß ein Wasserreservoir 9 mit geschlossener Oberteil und offenem Unterteil und konstantem Wasserspiegel 5 an den Wasserbehälter 2 angeschlossen sein kann, sc daß der Wasserspiegel 5 in dem Wasserbehälter 2 stets die gleiche Höhe aufweist.
Claims (5)
- "Vorrichtung für die Kultur von Pflanzen, insbesondere Topfpflanzen" Patentansprüche: 1. Vorrichtung für die Kultur von Pflanzen, insbesondere Topfpflanzen, - mit Wasserbehälter und darin angeordnetem Pflanzenaufnahmegebinde mit Seitenwand und Boden, dessen Seitenwand gegenüber dem Wasserbehälter einen umlaufenden Spaltraum bildet und dessen Boden sch oberhalb des Wasserspiegels befindet, wobei in das Pflanzenaufnahmegebinde ein Pflanzmittel einbringbar ist und eine in das Pflanzmittel eingepflanzte Pflanze mit in den Wasserbehälter eingebrachtem Bewässerungswasser selbsttätig bewässerbar ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Pflanzenaufnahmegebinde (3) zumindest im Boden (3b) Wasserdampfdurchtrittsöffnungen (8) aufweist und daß die automatische Bewässerung durch Eintreten des verdampften Bewässerungswassers (7) in das Pflanzmittel erfolgt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spaltraum (4) zur Umgebungsluft hin offen ist und eine engste Querschnittsfläche aufweist, die gleich oder kleiner ist als die Grundfläche des Pflanzenaufnahmegebindebodens (3b).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spaltraum (4) zur Umgebungsluft hin mit einer Abdeckung versehen ist, die Belüfungsöffnungen aufweist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Pflanzenaufnahmegebinde (3) als Drahtkorb ausgeführt ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter (2) an ein Wasserreservoir (9) mit geschlossenem Oberteil und offenem Unterteil sowie konstantem Wasserspiegel (5) im Unterteil angeschlossen oder als ein solches Wasserreservoir (9) ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
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| DE8221307U DE8221307U1 (de) | 1982-07-27 | 1982-07-27 | Vorrichtung für die Kultur von Pflanzen, insbesondere Topfpflanzen |
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| DE19823227963 DE3227963A1 (de) | 1982-07-27 | 1982-07-27 | Vorrichtung fuer die kultur von pflanzen, insbesondere topfpflanzen |
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| DE19823227963 Ceased DE3227963A1 (de) | 1982-07-27 | 1982-07-27 | Vorrichtung fuer die kultur von pflanzen, insbesondere topfpflanzen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2108709C1 (ru) * | 1997-03-24 | 1998-04-20 | Тараторкин Владимир Васильевич | Устройство для выращивания растений с автоматическим увлажнением почвы (кижеван) |
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1982
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- 1982-07-27 DE DE19823227963 patent/DE3227963A1/de not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE8221307U1 (de) | 1985-11-07 |
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