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DE322545C - Verfahren zum Brikettieren von Kohle - Google Patents

Verfahren zum Brikettieren von Kohle

Info

Publication number
DE322545C
DE322545C DE1915322545D DE322545DD DE322545C DE 322545 C DE322545 C DE 322545C DE 1915322545 D DE1915322545 D DE 1915322545D DE 322545D D DE322545D D DE 322545DD DE 322545 C DE322545 C DE 322545C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressing
briquette
press
coal
raw material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1915322545D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PURE COAL BRIQUETTES Ltd
Original Assignee
PURE COAL BRIQUETTES Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PURE COAL BRIQUETTES Ltd filed Critical PURE COAL BRIQUETTES Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE322545C publication Critical patent/DE322545C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Brikettieren von Kohle. Gegenstand der Erfindung- ist ein neues Brikettierungsverfahren für Brennstoffziegel, die große Härte und Zähigkeit besitzen sollen. Bei diesem Verfahren wird der zum Brikettieren verwendete Rohstoff bis auf den Zustand eines sehr feinen Pulvers, das beispielsweise noch durch ein Sieb von 3o Maschen auf den Quadratzentimeter hindurchgeht, zerkleinert und darauf dieses feine Pulver einem sehr hohen Druck in einer allseitig geschlossenen Presse ausgesetzt, die eine Ausdehnung des Briketts in einer senkrecht zur Druckrichtung liegenden Linie gestattet, und zwar erfolgt die Pressung in an sich bekannter Weise in Stufen unter jedesmal erhöhtem Druck.
  • Gemäß der Erfindung wird das Preßgut zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Preßstufen nochmals fein zerkleinert. Dies hat den Zweck, ein hartes, dichtes und vollkommen gleichmäßiges Brennstoffbrikett zu erzeugen, das sich zum allgemeinen Gebrauch eignet und unter den gewöhnlichen Bedingungen in einem offenen Ofen in ähnlicher Weise wie Anthrazit vollständig und mit sehr geringem Aschenrückstand verbrennt. Dieses Verfahren ist besonders verwendbar für Kohle, die vermöge ihrer Beschaffenheit ohne Bindemittel gar nicht oder nur sehr schwer zu brikettieren ist; ferner für alle anderen kohlenartigen Stoffe, wie Anthrazit, Koks usw. Bei der praktischen Ausführung dieses Verfahrens werden die zu brikettierenden Stoffe in einer geeigneten Vorrichtung, beispielsweise in einer Mühle, zu sehr feinem Pulver zermahlen und in diesem Zustande ohne Anwendung von Hitze der Pressung unterworfen, so daß man zunächst verdichtete Brikette erhält. Darauf werden diese Brikette abermals zerkleinert und das Mahlgut einer zweiten oder Nachpressung unterworfen, die bei einem höheren Druck als die erste Pressung ausgeführt wird. Wenn nötig, kann das durch die zweite Pressung erhaltene Erzeugnis nochmals zerkleinert und einer dritten Pressung unter noch höherem Druck untertvorfen werden, wodurch man ein Brikett erhält, welches vollkommen- fest und dicht und dabei sehr hart ist. Die Eigenschaften eines derartigen Briketts beim Brennen kommen dem Abbrande von Holz, Kohle und Anthrazit sehr nahe; es verbrennt auch bei ungünstiger Luftzufuhr unter Zurücklassung eines sehr geringen Ascherückstandes.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung an einem Beispiel schematisch dargestellt.
  • Fig. i zeigt schematisch den Querschnitt durch eine Brikettpresse, wie sie zur Herstellung eiförmiger Brikette benutzt wird und zur erstmaligen Pressung des feingemahlenen Rohstoffes dient.
  • Fig. 2 zeigt schematisch einen Schnitt durch ein Walzenpaar, das ebenfalls zur Ausführung der ersten Pressung verwendet wird, wobei der Rohstoff auf einem biegsamen Förderband zwischen den Walzen hindurchgeführt wird.
  • Fig.3 endlich zeigt einen schematischen Schnitt einer Trichter- und Kolbenpresse, die sowohl zur ersten wie zu allen nachfolgenden Pressungen verwendet werden kann.
  • Bei der praktischen Ausführung des .Verfahrens zwecks Erzeugung großer Brikettstücke aus Kohlenklein oder Kohlenabfällen wird der Rohstoff in einen sehr fein zerteilten oder pulverförmigen Zustand durch Mahlen übergeführt. Dieses Pulverisieren wird vorteilhaft in einer Rohrmühle ausgeführt, und zwar so lange, bis der zerkleinerte Rohstoff eben noch durch ein Sieb von 30 Maschen auf i qcm hindurchgeht. Darauf erfolgt die erste Pressung. - Es hat sich praktisch herausgestellt, daß die angegebene feine Vermahlung durchaus notwendig ist, um eine wirksame Brikettierung solcher kohlehaltigen Rohstoffe zu erzielen, welche an sich ohne Bindemittel keinen festen Block ergeben würden. Die erste Pressung kann entweder in besonderen Pressen, wie sie in den Fig. i und 2 der beiliegenden Zeichnung dargestellt sind, ausgeführt werden, oder es kann die in Fig. 3 dargestellte Presse, welche auch zu den folgenden Pressungen unter höherem Druck verwendet wird, schon hier Anwendung finden. Bei Ausführung der Pressung mittels der Presse gemäß Fig. i sind die beiden zusammenwirkenden Formzylinder a mit symmetrischen Formen oder Aussparungen b= versehen, wie sie zur Herstellung eines eiförmigen Briketts benutzt zu werden pflegen. Es können selbstverständlich auch Brikette anderer Form, z. B. würfel- oder kugelförmige, mittels der gleiche4 Presse hergestellt werden. Die erste Pressung kann jedoch auch mittels zweier Walzen a' (Fig. 2) voitj verhältnismäßig großem Durchmesser erfolgen, zwischen denen der Rohstoff in fein gemahlenem Zustande auf einem Förderband o von Drahtgeflecht hindurchgeführt wird, so daß dadurch gepreßte Kuchen erzeugt werden. Die erste Pressung kann ferner auch in jeder anderen Maschine oder Presse ausgeführt werden, beispielsweise auch in der, in welcher die darauffolgenden Pressungen stattfinden. Das Erzeugnis der ersten Pressung, welches die Form von Blöcken oder Kuchen hat, wird in kleine Stücke zerbrochen, die' noch durch ein Sieb von 1,6 qcm Maschenweite gehen; -die gesiebte Masse wird dann der Fertigpressung in einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Stufen unterworfen, wobei vor- jeder folgenden Stufe der Pressung ein Zerkleinern in einem geeigneten Apparat stattfindet.
  • In Fig. 3 ist eine zur Fertigpressung bzw. zur Herstellung der höheren Pressungen dienende Trichter- oder Kolbenpresse schematisch dargestellt. Die zerkleinerten und gesiebten Blöcke, Kuchen oder Flocken werden in den Trichter e geschüttet. Es ist zweckmäßig, eine Form a2 vorzusehen, die sich nach dem Ausstoßende hin erweitert und welcher der zu pressende Stoff d mittels des beweglichen Kolbens b zugeführt wird. 'Die fertigen Blöcke werden hierbei durch Zusammenpressen der Ladungen zwischen den beweglichen Kolben b und c hergestellt. Die Enden der Kolben sind mit Aussparungen b' und cl versehen, so daß der Rand der vorderen und hinteren Fläche des Blockes beim Pressen vertieft wird. Von der in Fig. 3. dargestellten Lage ausgehend, wird der Kolben b vorwärts bewegt, um eine weitere Ladung in die Mündung der Form einzuführen, und gleichzeitig der Kolben c in entgegengesetzter Richtung bewegt, so daß der von der vorhergehenden Pressung herrührende, im vorderen Teil der Form liegende Block fertiggepreßt und die in die Mündung der Form eingeführte Ladung der ersten Pressung unterworfen wird. Der Kolben b wird darauf zwecks Vorschubs einer -weiteren Ladung in die Form zurückgeführt und stößt dabei den fertiggepreßten Block aus der Form aus. Infolge der Erweiterung der Form nach dem Austrittsende zu wird sich der Block unter den von der ersten Pressung herrührenden inneren Kräften -im weiteren Teil der Form frei ausdehnen, so daß die erzeugten Blöcke dicht und frei von Rissen und Sprüngen sind. Die aufeinanderfolgenden Pressungen können selbstverständlich auch in einer anderen als in der in Fig. 3 dargestellten Presse ausgeführt werden, wenn nur dafür Sorge getragen wird, daß das Brikett sich unter den bei seiner Erzeugung tätigen Kräften frei ausdehnen kann.
  • Durch die wiederholte Pressung und Zerkleinerung des Rohstoffes -vor j edesmaligem Pressen wird als Erzeugnis ein sehr hartes und zähes Brikett erhalten, falls Kohle als Rohstoff verwendet worden ist. Die dem Brikett verliehene Härte und Zähigkeit ermöglicht es, große und schwere Stücke zu erzeugen, die jedem Stoß beim Transport widerstehen, ohne zu zerbrechen oder in sich zu verfallen. Es hat sich auch gezeigt, daß durch das wiederholte feine Zerkleinern vor jeder Pressung dem Brikett ein ganz bestimmter physikalischer Charakter erteilt wird; während man nämlich bei der gewöhnlichen Erzeugung von Briketten in der Trichter- und Kolbenpresse nach Fig. 3 einen Block erhält, der im Bruch demjenigen von Sandstein ähnlich ist, weist ein nach dem neuen Verfahren erzeugtes Brikett im Bruch das Aussehen von Granit auf. Schon dieses Verhalten zeigt, daß das Verfahren nach der Erfindung dem Brikett eine große Widerstandsfähigkeit gegen Stöße verleiht, so daß danach ohne Gefahr besonders große und schwere Brikette hergestellt werden können. Die Höhe der ersten und der nachfolgenden Druckstufen braucht nicht übermäßig hoch zu sein. Es genügt ein Druck von 166 bis 83o kg auf den Quadratzentimeter, jedoch richtet sich die Höhe des Druckes ganz nach den verwendeten Rohstoffen und namentlich nach deren Bindefähigkeit; der zweite Druck, welcher zur Fertigpressung der Brikette angewendet wird, kann 1328 bis 1666 kg auf den Quadratzentimeter betragen. Statt der zweiten Pressung können aber auch mehrere aufeinanderfolgende Pressungen mit allmählich gesteigertem Druck Anwendung finden, wodurch ein besonders gutes Enderzeugnis erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH Verfahren zuiUn Brikettieren von Kohle oder kohlehaltigen Substanzen, bei dem der Rohstoff zu einem sehr feinen Pulver zerkleinert und darauf in einer allseitig geschlossenen Presse stufenweise unter jedesmal erhöhtem Druck gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßgut zwischen j e zwei aufeinanderfolgenden Preßstufen nochmals zerkleinert wird.
DE1915322545D 1915-06-13 1915-06-13 Verfahren zum Brikettieren von Kohle Expired DE322545C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE322545T 1915-06-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE322545C true DE322545C (de) 1920-07-02

Family

ID=6167880

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1915322545D Expired DE322545C (de) 1915-06-13 1915-06-13 Verfahren zum Brikettieren von Kohle

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DE (1) DE322545C (de)

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