DE3224065A1 - Verstellbare gleitkokille fuer vielstranggiessanlagen - Google Patents
Verstellbare gleitkokille fuer vielstranggiessanlagenInfo
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Description
-3 - Beschreibung
Die vorliegende Erfindung besieht sich auf eine verstellbare Gleitkokille für Stranggießanlagen zum Herstellen
von Gußsträngen im wesentlichen rechteckigen Querschnitts, mit mindestens zwei Gleitkokillenteilen,
die zur Strangquerschnittsveränderung im wesentlichen quer zur Strangrichtung relativ zueinander verschiebbar
sind.
Wollte man früher den Querschnitt eines Gußstrangs in einer Stranggießanlage verändern, so war es notwendig,
eine andere Gleitkokille zu montieren» Dies hatte nicht nur den Nachteil, daß eine relativ große Anzahl der aus
Kupfer bestehenden und üblicherweise mit Kühlkanälen versehenen teuren Gleitkokillen zur Verfugung stehen
mußte, sondern die für die Umrüstung erforderliche Zeit auch einen relativ langen Stillstand der Anlage mit sich
brachte.
Aus der CH-PS 386 629 ist eine' verstellbare Gleitkokille
bekannt, die aus zwei relativ breiten, parallel angeordneten Wandungen sowie zwei jeweils rechtwinklig
dazu angeordneten und einen rechteckigen Querschnitt vervollständigenden Gleitkokillenteilen besteht, deren
Abstand voneinander durch spindelähnliche Verstelleinrichtungen variierbar ist. Es hat sich jedoch gezeigt,
daß derartige Gleitkokillen Probleme hinsichtlich der Dichtigkeit an den Übergangsstellen zwischen den beweglichen
und starren Gleitkokillenteilen aufwerfen. Die vier Übergangsstellen müssen mit relativ großem Aufwand
sorgfältig bearbeitet werden, damit die Anlage einwandfrei arbeitet.
Eine Verbesserung dieser bekannten verstellbaren Gleitkokille insbesondere bezüglich der erwähnten
O L C H υ υ α
Dichtigkeitsprobleme ist von der Anmelderin in einer .älteren Anmeldung (Aktenzeichen P32228ZB.3) vorgeschlagen
worden. Gemäß diesem Vorschlag besteht die GleitkokilLe zum Herstellen eines Gußstrangs aus nur zwei relativ
zueinander verschieblichen Gleitkokillenteilen, die vorzugsweise L-förmigen Grundriß haben. Eine Besonderheit
dieses älteren Vorschlags der Anmelderin besteht darin, daß eine bevorzugt kreisbogenförmig ausgebildete Führung
für die Gleitkokillenteile vorgesehen ist, die bewirkt, daß bei größerem Strangquerschnitt die Konizität vergrößert
wird. Diese ältere Lösung des oben angesprochenen . Problems läßt sich sowohl bei Gleitkokillen mit ebenen·
Innenflächen als auch bei Gleitkokillen mit gekrümmten
Innenflächen (Kreisbogenkokille) anwenden. Die in der erwähnten älteren Anmeldung beschriebenen Ausführungsbeispiele einer Gleitkokille eignen sich zum Herstellen
eines einzigen Gußstrangs.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verstellbare Gleitkokille der eingangs genannten Art
anzugeben, mit der sich gleichzeitig, mehrere Gußstränge herstellen lassen.
Bei einer Gleitkokille der genannten Gattung wird
) diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Gleitkokillenteile
zur Bildung einer Vielstranggießanlage, insbesondere einer Zwillingsanlage, ausgebildet und angeordnet sind.
Sogenannte Zwillingsanlagen zum Herstellen von Gußsträngen sind an sich zwar bereits bekannt, jedoch
scheitert ihr Einsatz bei der bisher üblichen Ausgestaltung der Kokillen häufig an dem relativ großen Platzbedarf;
denn bei der oben erwähnten bekannten verstellbaren Gleitkokille mit den zwei verstellbaren Schmalseiten
muß auf beiden Seiten der Kokille jeweils eine Verstellvorrichtung angeordnet sein. Bei Zwillings-
-S-
anlagen bedeutet dies aber, daß zwischen den beiden nebeneinander
angeordneten Gleitkokillen zwei Verstellvorrichtungen
untergebracht werden müssen. Hierdurch wird dio
gesamte Breite der Anlage so groß, daß sie iiich häutig
nicht in den gegebenen Räumlichkeiten unterbringen läßt.
Bei den gattungsgemäß vorausgesetzten Gleitkokillen jedoch braucht bei Ausgestaltung als Vielstranggießanlage, insbesondere
als Zwillingsanlage, keine Verstellvorrichtung zwischen den Teil- oder Einzelkokillen der Anlage vorhanden
sein. Dies ermöglicht den kompakten Aufbau der Kokillenanordnung, insbesondere wird es möglich, eine Einfachanlage
ohne zusätzlichen Platzbedarf umzurüsten zu einer Vielstranggießanlage, insbesondere einer Zwillingsanlage.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, für die selbständiger Schutz geltend gemacht wird, ist vorgesehen,
daß zur Bildung einer Zwillingskokille mit zwei Kokillenteilen das erste Kokillenteil einen im wesentlichen
T-förmigen, und das zweite Kokillenteil einen im wesentlichen U-förmigen Grundriß aufweist, wobei letzteres
den auf der Symmetrielinie des "T" liegenden Schenkel teilweise umfaßt und mit seinen Schenkelenden-Stirnseiten
an den beiden Innenflächen des anderen '"!"-Schenkels anliegt.
Bei dieser Weiterbildung der Erfindung sind wie bei einer Einfachanlage auch nur zwei Gleitkokillenteile
vorgesehen. Insgesamt ergeben sich nur drei Übergangsstellen zwischen den relativ gegeneinander verschiebbaren
Gleitkokillenteilen. Dies bedeutet, daß die beiden Kokillenteile ohne Schwierigkeiten so gegeneinander gedrückt
werden können, daß keine Undichtigkeiten zu befürchten
sind. Bei symmetrischer Anordnung der beiden Kokillenteile erhält man zwei Gußstränge gleichen Querschnitts,
ansonsten zwei Gußstränge unterschiedlichen Querschnitts. Ein besonderer Vorteil dieser Ausführungsform besteht
darin, daß das Schluckvermögen für die gesamte Kokille stets konstant ist, da die Summe der beiden Querschnittsflächen in praktisch allen Einstellungen konstant ist.
0ZZ4UU3
-6 Eine besonders günstige Ausführungsform sieht vor,
daß zum Verändern des Strangquerschnitts beide Kokillenteile relativ zueinander in gleichem Maß verschiebbar
sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Einfüllung der Schmelze stets in jeweils der Mitte der beiden Querschnitte
erfolgt. Dies ist insoweit von Bedeutung, als möglicherweise Schwierigkeiten auftreten können, wenn bei Verstellen
der Kokille das Eingießen des Materials nicht in der Mitte des Querschnitts, sondern am Rand erfolgt, weil dadurch
Turbulenzen entstehen können, die die erforderliche rasche Kühlung des Gußstrangs erschweren. Ebenso wie die Gleitkokille
nach dem oben erwähnten älteren Vorschlag der Anmelderin kann auch die als Vielstranggießanlage ausgebildete
Gleitkokille gemäß dieser Anmeldung sowohl ebene Innenflächen als auch gekrümmte Innenflächen (Kreisbogenkokille)
aufweisen. Die ebenfalls in der älteren Anmeldung beschriebene vorzugsweise kreisbogenförmige Kulissenführung
zur Anpassung der Konizität bei größeren Strangquerschnitten findet bei der Vielstranggießanlage gemäß dieser Anmeldung
entsprechende Anwendung.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß zur Bildung insbesondere einer Zwillingskokille zwei Kokillenteile mit im wesentlichen F-förmigem
Grundriß verschränkt angeordnet sind. Bei einer solchen Ausgestaltung der Kokillenteile erhält man insgesamt drei
Arbeitsquerschnitte für die Herstellung von Gußsträngen, wobei auch nur die beiden äußeren Öffnungen bei der Herstellung
von Gußsträngen genutzt werden können. Unabhängig davon, ob lediglich zwei oder sämtliche drei Öffnungen der
Kokille benutzt werden, bietet diese Ausführungsform den Vorteil, daß in jedem Arbeitsquerschnitt die Gußstrahlposition
im Zentrum jedes Querschnitts liegt, uns zwar unabhängig von der relativen Lage der beiden Kokillenteile,
wenn aum Verändern des Strangquerschnitts beide Kokillenteile
in gleichem Maß relativ zueinander verschiebbar sind.
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Das zuletzt angesprochene Ausführungsbeispiel weist
insgesamt also vier Übergangsstellen zwischen den beiden Kokillenteilen auf. Dies kann unter Umatendon Probleme
insoweit mit sich bringen, als zur Gewährleistung einer einwandfreien Dichtigkeit an den Übergangsstellen relativ
hohe Kräfte zum Gegeneinanderpressen der beiden Gleitkokillen erforderlich sein können.
Um die letztgenannten Schwierigkeiten zu vermeiden, sieht die Erfindung vor, daß wenigstens ein F-förmiges
Gleitkokillenteil aus zwei beispielsweise mittels einer flexiblen Verbindung aneinandergekoppelten L~förmigen
Kokillenteilen besteht, die zum Beispiel mittels Federn separat gegen das gegenüberliegende Gleitkokillenteil gepreßt
werden.
Um eine Anpassung an den sich aufgrund von Schrumpfungen verringernden Querschnitt des Gußstrangs zu erreichen,
was insbesondere im Hinblick auf die Kühlung von Bedeutung ist, sind heute praktisch alle Kokillen konisch
ausgebildet. Weist die erfindungsgemäße Gleitkokille eine die Konizität bei Querschnittsänderungen variierende, vorzugsweise
kreisbogenförmige Führung für die Gleitkokillenteile .auf, so ist vorzugsweise vorgesehen, daß die zur
Verschieberichtung senkrechten Schenkel der Kokillenteile einen konischen Querschnitt aufweisen. Hierdurch wird erreicht,
daß auch in der "Null-Stellung" eine ausreichende Konizität vorhanden ist.
Es wurde oben bereits darauf hingewiesen, daß zwischen den einzelnen Arbeitsquerschnitten, das heißt Einzel- oder
Teilkokillen keine Verstellvorrichtungen benötigt werden. Hierdurch wird ein äußerst kompakter Bau der Gießanlage
erreicht, und zwar im Vergleich zu den bekannten Anlagen auch dann, wenn die Verstell- und Antriebsvorrichtungen
für die Kokillenteile praktisch in der die Arbeitsquer-
schnitte durchsetzenden Ebene, das heißt, auf den Breitseiten der Kokille, angeordnet sind. Erfindungsgemäß wird
ein noch kompakterer Bau der Anlage dann möglich,, wenn die Antriebsvorrichtungen für die Verstellung der Gleitkokillenteile
senkrecht bezüglich der Verschieberichtung neben der Kokille angeordnet sind und an einer Kokillenlängsseite
bzw. den Kokillenlängsseiten angreifen.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht schräg von oben einer verstellbaren
Gleitkokille zum Herstellen von zwei Gußsträngen,
Fig. 2 eine Querschnittansicht entlang der Linie H-II der in Fig. !.dargestellten Kokille,
Fig. 3 eine Draufsicht der Kokille gemäß Fig. 1 mit Anpreßfedern und Verstellvorrichtung,
Fig. 4 eine schematische Skizze einer anderen Ausführungsform der Erfindung-, und
Fig. 5 eine schematische Skizze einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Eine in Fig. 1 dargestellte verstellbare Gleitkokille einer Zwillingsanlage zum Herstellen vo.n gleichzeitig zwei
Gußsträngen im wesentlichen rechteckigen Querschnitts weist zwei Gleitkokillenteile 2 und 3 auf, die zur Veränderung
der beiden Strangquerschnitte quer zur Strangrichtung relativ zueinander verschiebbar sind. Werden die Kokillenteile
2 und 3 in Richtung der Pfeile Pl bzw. P2 in gleichem Maße gegeneinander verschoben, so verringert sich die Breite
des Querschnitts 4, während sich die Breite des Querschnitts 5 entsprechend vergrößert.
Eine Nut 6 ist Teil einer kreisbogenförmigen Führung, -die bei Verändern des Strangquerschnitts eine Veränderung
der Konizität verursacht. Die speziellen Merkmale dieser Führung sind in der oben erwähnten älteren Anmeldung der
Anmelderin beschrieben, und sollen hier nicht im einzelnen erläutert werden. Wie aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich,
hat das Gleitkokillenteil 2 T-förmigen Grundriß, während das Gleitkokillenteil 3 U-förmigen Grundriß hat. Das U-förmige
Gleitkokillenteil 3 umfaßt den in der Symmetrielinie des T-förmigen Kokillenteils liegenden Schenkel 7, wobei
die Stirnseite dieses Schenkels 7 an der Innenseite des Mittelstücks des U-förmigen Kokillenteils 3 anliegt, während
die Stirnseiten der beiden Schenkel des U-förmigen Kokillenteils 3 an den beiden Innenseiten des Schenkels 8
des T-förmigen Gleitkokillenteils 2 anliegen. Die beiden Schenkel des U-förmigen Kokillenteils 3 sind in Fig. 2
mit 3a bzw. 3b bezeichnet.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sind die Schenkel 7 des Kokillenteils 2 und die Schenkel 3a, 3b des Kokillenteils
3 nach unten konisch verpasst. In Fig. 2 ist das zur Lagerung
der Gleitkokillenteile 2 und 3 dienende Tragteil gestrichelt
angedeutet. Die Oberfläche dieses Tragteils ist entsprechend der Krümmung der Nut 6 kreisbogenförmig ausgebildet.
Fig. 3 zeigt die Gleitkokille gemäß Fig. 1 von oben. Die beiden Gleitkokillenteila 2 und 3 werden mittels Federn
9a-9d gegeneinandergedrückt, um die Dichtigkeit an den Übergangsstellen zwischen den Gleitkokillenteilen zu gewährleisten.
Rechts in Fig. 3 ist eine Antriebsvorrichtung 10 zum Verstellen der Gleitkokillenteile 2 und 3 dargestellt.
Die Antriebsvorrichtung 10 enthält einen Antriebsmotor 11, der über eine Welle ein Getriebe 12 bzw. 13 bewegt. Das
Getriebe 12 verschiebt eine an das Gleitkokillenteil 2
angelenkte Spindel 14 nach links oder rechts (Pfeil P3).
Das Getriebe 13 bewegt eine an das Gleitkökillenteil 3 'angelenkte Spindel 15 nach rechts bzw. links (Pfeil P4).
Die Antriebsvorrichtung 10 ist derart ausgebildet, daß zum Beispiel das T-förmige Gleitkökillenteil 2 soweit nach
links verschoben wird, wie gleichzeitig das untere, U-formige
Gleitkökillenteil 3 nach rechts verschoben wird. Die zum Zusammenpressen der Gleitkokillenteile vorgesehenen
Federn 9a und 9b weisen eine in der Zeichnung nicht dargestellte Führung auf.
In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
skiziiert. Die verstellbare Gleitkokille 20 weist zwei Gleitkokillenteile 21 und 22 auf, die den gleichen,
F-förmigen Grundriß aufweisen und ineinander verschränkt angeordnet sind. Durch diese Anordnung werden drei Öffnungen
23, 24 und 25 gebildet, die entweder alle zur Herstellung von Grußsträngen dienen können, oder von denen die
mittlere Öffnung 24 unbenutzt bleibt. Vorzugsweise erfolgt die Verstellung der beiden Gleitkokillenteile 21 und 22
so, wie es in Fig. 3 für das erste Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Man sieht, daß bei einer solchen Verstellung
die Gießstrahlposition stets mit der Mitte der Arbeitsöffnungen übereinstimmt. In Fig. 4 sind die Federn zum Zusammenpressen
der beiden Gleitkokillenteile nicht dargestellt. Da die Gleitkokillenteile relativ dickwandig sind, nicht
zuletzt wegen der Aufnahme der Kühlkanäle, weisen sie nur eine geringe Elastizität auf. Dies kann unter Umständen Probleme
bei der Gewährleistung der Dichtigkeit an den Übergangsstellen verursachen.
Eine Ausführungsform, bei der das Zusammenpressen zum
Zwecke der Abdichtung leichter ist, ist in Fig. 5 skizziert. Die Gleitkokille 30 besteht aus einem Gleitkökillenteil 32
mit F-fÖrmigem Grundriß (ähnlich dem Gleitkökillenteil 22 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 4) sowie zwei identisch
ausgebildeten L-förmigen Gleitkokillenteilen 31 und 33,
die zur Bildung von zwei Öffnungen 35 und.36 verschränkt
.mit dem Gleitkokillenteil 32 angeordnet sind, wobei sie über eine flexible Verbindung 34 aneinander gekoppelt sind.
Die Verschiebung erfolgt identisch wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 oder 4.
Die Erfindung ist nicht auf die oben dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. In einer nicht ganz so günstigen Ausführungsform kann die Zwillingsanlage aus zwei
nebeneinanderliegenden Einzelkokillen bestehen, wobei jede Einzelkokille aus zwei L-förmigen Kokillenteilen gebildet
ist. Der Antrieb zum Verstellen der Gleitkokillenteile erfolgt dann für entsprechende Kokillenteile der Einzelkokillen
durch eine gemeinsame Vorrichtung, die vorzugsweise auf der Längsseite der Kokillen angeordnet ist.
Wenngleich oben nur Kokillen mit ebenen Innenflächen
beschrieben wurden, so ist die Erfindung ebenso anwendbar bei sogenannten Kreisbogenkokillen, bei denen die sich
gegenüberliegenden Schmalseiten eben sind, während die sich in der wirksamen Länge ändernden Längsseiten gekrümmt ausgebildet
sind. Selbstverständlich ist die Erfindung auch nicht auf Zwillingsanlagen beschränkt, sondern grundsätzlich
auch anwendbar bei Vielstranggießanlagen. Denkbar sind hier beispielsweise zwei relativ gegeneinander verschiebbare
Gleitkokillenteile, die jeweils eine Vielzahl von quer zur Verschieberichtung angeordneten Schenkeln aufweisen und
kammartig ineinandergreifen. Eine solche Kokille entspräche dann einer Verlängerung der in den Figuren 4 und 5 dargestellten
Ausführungsform, wie es in Fig. 4 gestrichelt angedeutet ist.
Claims (8)
1. Verstellbare Gleitkokille für Stranggießanlagen zum Herstellen von Gußsträngen im wesentlichen
rechteckigen Querschnitts, mit mindestens zwei Gleitkokillenteilen, die zur Strangquerschnittsveränderung
im wesentlichen quer zur Strangrichtung relativ zueinander verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet
, daß die Gleitkokillenteile (2, 3; 21, 22; 31, 32, 33) zur Bildung einer Vielstranggießanlage,
insbesondere einer Zwillingsanlage, ausgebildet und angeordnet sind.
2. Gleitkokille nach Anspruch 1, dadurch ge-· kennzeichnet, daß zur Bildung einer Zwillingskokille
mit zwei Kokillenteilen (2, 3) das erste Gleitkokillenteil (2) einen im wesentlichen T-förmigen, und das
zweite Gleitkokillenteil (3) einen im wesentlichen U-förmigen Grundriß aufweist, wobei letzteres Gleitkokillenteil
den auf der Symmetrielinie des "T" liegenden Schenkel (7) teilweise umfaßt und mit seinen
Schenkelenden-Stirnseiten an den beiden Innenflächen des anderen "'!"-Schenkels (8) anliegt (Fig. 1-3).
3. Gleitkokille nach Anspruch 2, dadurch ge- -kennzeichnet, daß zum Verändern des Strangquerschnitts
beide Kokillenteile (2,3) relativ zueinander in gleichem Maß verschiebbar sind.
4. Gleitkokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung insbesondere einer
Zwillingskokille (20) zwei Kokillenteile (21, 22) mit im wesentlichen F-fÖrmigem Grundriß verschränkt angeordnet
sind (Fig. 4).
5. Gleitkokille nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verändern des Strangquerschnitts
beide Gleitkokillenteile (21, 22) im gleichen Maß relativ zueinander verschiebbar sind.
6. Gleitkokille nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein F-förmiges Gleitkokillenteil
aus zwei beispielsweise mittels einer flexiblen Verbindung (34) aneinandergekoppelten L-förmigen
Kokillenteilen (31, 33) besteht, die zum Beispiel mittels Federn separat gegen das gegenüberliegende
Gleitkokillenteil gepreßt werden.
7. Gleitkokille nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einer vorzugsweise kreisbogenförmigen Führung
(6) für die Kokillenteile (2, 3) zur Vergrößerung der Konizität bei großen Strangquerschnitten, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Verschieberichtung senkrechten Schenkel (7, 3a, 3b) der Kokillenteile einen konischen
Querschnitt aufweisen.
8. Gleitkokille nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtungen
für die Verstellung der Gleitkokillenteile senkrecht bezüglich der Verschieberichtung neben
der Kokille angeordnet sind und an einer Kokillenlängsseite bzw« den Kokillenlängsseiten angreifen.
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