DE3222239C2 - - Google Patents
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- G01N21/17—Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
- G01N21/25—Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands
- G01N21/31—Investigating relative effect of material at wavelengths characteristic of specific elements or molecules, e.g. atomic absorption spectrometry
- G01N21/33—Investigating relative effect of material at wavelengths characteristic of specific elements or molecules, e.g. atomic absorption spectrometry using ultraviolet light
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Description
Die Erfindung betrifft ein Ultraviolett-Spektralhygrome
ter (im folgenden UV-Hygrometer genannt) zur Gasfeuchtig
keitsbestimmung. Das UV-Hygrometer eignet sich besonders
zur Messung der absoluten Feuchtigkeit in Gasen, die
unter Überdruck gespeichert oder transportiert werden
sowie in Gasen mit einem mittleren bis sehr hohen Feuch
tigkeitsgehalt.
Bekannte UV-Hygrometer bestehen aus einer UV-Strahlungs
quelle, die so angeordnet ist, daß die Strahlung eine
Gasprobe durchdringt und einem photoelektrischen Empfän
ger, der die Strahlung nachweist. Als Meßwellenlänge wird
hierbei ausschließlich die Lyman-Alpha-Linie des atomaren
Wasserstoffs von 121,568 nm benutzt. Voraussetzung bei
der Anwendung des UV-Hygrometers ist, daß das Gas, in dem
die absolute Feuchtigkeit bestimmt werden soll, im Bereich
der Lyman-Alpha-Linie eine fehlende oder nur sehr geringe
Eigenabsorption besitzen muß. Bei einer Reihe von Gasen,
die in der Technik eine wichtige Rolle spielen, ist diese
Voraussetzung besonders dann, wenn diese Gase unter
Überdruck stehen, nicht erfüllt.
Hierzu gehören z. B. Methan mit einem Absortionskoef
fizienten
k Ly - α = 400 cm-1 und Äthylen mit k Ly - a = 700 cm-1;
zum Vergleich hierzu sei als geeignetes Gas Stickstoff
genannt, das einen Absorptionskoeffizienten
k Ly - α < 10-4 cm-1
besitzt.
Alle Zahlenangaben für die Absorptionskoeffizienten bezie
hen sich auf den physikalischen Normalzustand (273,15 K,
760 Torr = 101 325 Pa).
Bei den beiden erstgenannten Gasen ist es nicht möglich,
Feuchtigkeitsmessungen nach der absorptionsspektroskopi
schen Methode bei der Wellenlänge der Lyman-Alpha-Linie
durchzuführen.
Auch bei Gasen mit mittelgroßen Absorptionskoeffizienten
z. B. Kohlendioxid erhöht sich bei Überdruck von 107 Pa
die Absorption durch das trockende Gas so stark, daß die
Überdruckzelle eine Meßstreckenlänge von höchstens 0,2 mm
aufweisen müßte. Die Anfertigung einer derartigen Über
druckzelle ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.
Insbesondere treten Schwierigkeiten bei der Herstellung
von überdruckbeständigen Fenstern aus Lithiumfluorid (LiF)
bzw. Magnesiumfluorid (MgF2) auf. LiF und MgF2 sind die
einzigen festen Stoffe, die für Lyman-Alpha-Strahlung
durchlässig sind. Fenster aus diesen Stoffen sind hygros
kopisch und im allgemeinen nicht überdruckbeständig, so
daß ihr Einsatz bei der Messung der absoluten Feuchtig
keit in Gasen, die unter Überdruck stehen, nur mit erheb
lichem technischem Aufwand erfolgen kann. Daher war bis
her eine Messung der absoluten Feuchtigkeit in Gasen, die
unter hohem Überdruck stehen, mit UV-Hygrometern nicht
möglich.
In der Praxis treten zum Beispiel bei Normaldruck erheb
liche Schwierigkeiten bei der Trocknung keramischer Massen
auf, wenn kontinuierlich hohe absolute Feuchtigkeiten in
Gasen meßtechnisch erfaßt werden sollen. So treten Taupunkt
temperaturen T D bis 333 K bei Temperaturen T bis 600 K auf.
Derartige Belastungen führen zur Zerstörung der bekannten
technischen Lösung.
Ziel der Erfindung ist es, Feuchtigkeitsuntersuchungen
nach dem UV-Strahlungsabsorptionsprinzip in industriel
len Gasen,
- - bei denen die absorptionsspektroskopische Methode bei der Wellenlänge der Lyman-Alpha-Linie nicht anwendbar ist,
- - die unter Überdruck gespeichert sind oder transpor tiert werden,
- - oder die einen mittleren bis sehr hohen Feuchtigkeits gehalt besitzen
zu ermöglichen.
Dabei sollen sowohl kurz- als auch langzeitige Änderungen
der absoluten Feuchtigkeit erfaßt und kontrolliert werden.
Die Notwendigkeit der Messung der absoluten Feuchtigkeit
in Gasen unter vorliegenden Druckbedingungen ergibt sich
aus der Tatsache, daß aus einer Messung unter physikali
schem Normzustand nicht zwangsläufig auf die Verhältnisse
bei Überdruck geschlossen werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein UV-Hygro
meter hoher Empfindlichkeit zur exakten, kontinuierlichen
und nahezu trägheitslosen Messung der absoluten Feuchtig
keit in Gasen, bei denen die absorptionsspektroskopische
Methode bei der Lyman-Alpha-Linie nicht anwendbar ist
oder in Gasen, die unter Überdruck stehen, zu entwickeln.
Dabei soll die Messung der absoluten Feuchtigkeit auch bei
sehr hohen Feuchtigkeitsgehalten möglich sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe unter Verwendung einer
Überdruckmeßzelle, eines Prismas zur Strahlenteilung,
einer rotierenden Lochscheibe zur Modulierung des Meß
strahlenbündels, einer Filterkombination, zweier Spiegel
zur Umlenkung des Meßstrahlenbündels sowie eines Strom
versorgungsgerätes dadurch gelöst, daß bei dem UV-Hygro
meter ein Atom-Linienstrahler für das UV-Gebiet im Wel
lenlängenbereich von 140 nm . . . 190 nm zur Anwendung kommt.
Dieser Strahlungsquelle ist ein bekannter, im obenge
nannten Wellenlängenbereich empfindlicher photoelektri
scher Empfänger nachgeordnet.
Der UV-Spektralbereich von 140 nm . . . 190 nm ist für die
absolute Feuchtigkeitsmessung in Gasen, bei denen die ab
sorptionsspektroskopische Methode bei der Lyman-Alpha-
Linie nicht anwendbar ist, bei Gasen, die unter Überdruck
stehen und bei Gasen, die einen mittleren bis sehr hohen
Feuchtigkeitsgehalt besitzen, besonders prädestiniert.
Das trifft deshalb zu, weil die Strahlung in einer für
die Messung günstigen Weise absorbiert wird und sich die
Abmessungen der erforderlichen Überdruckmeßzellen tech
nisch einfacher realisieren lassen.
Als besonders günstig haben sich Meßstreckenlängen von
1 cm . . . 30 cm erwiesen. Hierbei ist die Tatsache berück
sichtigt, daß komprimiertes Gas in der Volumeneinheit we
sentlich mehr Wasserdampf aufnehmen kann, ohne zu konden
sieren, als bei der gleichen Temperatur im unkomprimierten
Zustand.
Mit der Wahl des angegebenen UV-Spektralbereiches für die
Feuchtigkeitsmessung ist der Einsatz von Quarzglas und
Korund als Fenstermaterial für die Meßzelle möglich.
Diese Materialien besitzen im angegebenen Spektralbereich
eine große Transmissivität, sind nicht hygroskopisch und
lassen sich in der notwendigen Größe und Stärke auch
für die Überdruckmeßzelle relativ einfach herstellen.
Durch eine weitere Meßstreckenverlängerung über den ge
nannten Längenbereich hinaus besteht die Möglichkeit,
die Empfindlichkeit des UV-Hygrometers so zu erhöhen,
daß auch ein Spurennachweis von Wasserdampf durchgeführt
werden kann.
Als Strahlungsquelle für das UV-Hygrometer wird eine
Hg-Niederdruckgasentladungslampe mit Quarzglaskolben vor
geschlagen. Von dieser Quelle werden im UV-Spektralgebiet
nur die starken Resonanzlinien mit den Wellenlängen
184,957 nm und 253,652 nm erzeugt.
Wasserdampf absorbiert aus dem Hg-Atomlinienspektrum nur
Strahlung der Wellenlänge 184,957 nm, während Strahlung
der Wellenlänge 253,652 nm und auch andere längerwellige
Linien beim Durchgang durch die Meßstrecke unbeeinflußt
bleiben. Die Benutzung eines Quarzglaskolbens ist not
wendig, damit die UV-Strahlung die Quelle verlassen
kann.
Als photoelektrischer Empfänger kommt eine Cäsiumjodid-
bzw. Kupferjodid-Photokathode mit Quarzfenster zur Anwen
dung. Aus dem Quecksilber-Atomlinienspektrum wird nur die
Strahlung bei 184,957 nm wirksam, da Cäsiumjodid und
Kupferjodid bei Bestrahlung mit Wellenlängen größer als
200 nm keine Photoelektronen emittieren.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbei
spiel näher erläutert werden.
Die in der Figur dargestellte Hg-Niederdruckgasentladungs
lampe 1 wird vom Stromversorgungsgerät 2 gespeist und er
zeugt ein Hg-Atomlinienspektrum, insbesondere mit den
starken Linien von 184,957 nm und 253,652 nm im UV-Spek
tralgebiet. Das von der Strahlungsquelle 1 ausgehende
Strahlenbündel durchläuft eine Filterkombination 3 und
wird von einem verspiegelten Prisma 4 in ein Meßstrahlen
bündel 5 und ein Vergleichsstrahlenbündel 6 zerlegt. Das
Meßstrahlenbündel 5 wird vom Spiegel 7 umgelenkt und von
einer rotierenden Lochscheibe 8 moduliert. Das Meßstrah
lenbündel 5 gelangt durch ein Strahlungseintrittsfenster
9 aus Quarzglas in das Innere einer Überdruckmeßzelle 10,
in der sich das Meßgas, dessen absolute Feuchtigkeit be
stimmt werden soll, befindet. Wasserdampf absorbiert aus
dem Hg-Atomlinienspektrum nur Strahlung der Wellenlänge
184,957 nm, während Strahlung bei 253,652 nm und auch an
dere längerwellige Linien keinen Einfluß auf die Messung
haben. Das Meßstrahlenbündel 5 passiert das Strahlungsaus
trittsfenster 11 und wird von einem weiteren Spiegel 12
umgelenkt, bevor es auf einen photoelektrischen Empfän
ger 13 fällt. Handelt es sich bei dem photoelektrischen
Empfänger 13 um eine Photozelle mit Quarzglaskolben und
CsJ- oder CuJ-Photokathode, können in diesem photoelektri
schen Empfänger 13 nur Photonen mit einer Wellenlänge von
184,957 nm wirksam werden, da CsJ und CuJ bei Bestrahlung
mit Wellenlängen größer als 200,0 nm keine Photoelektronen
emittieren. Die Photoströme werden mit Hilfe eines Photo
meterverstärkers 14 und einer Anzeigeeinrichtung 15
nachgewiesen.
Das Vergleichsstrahlenbündel 6 verläuft ohne Durchgang
durch die Überdruckmeßzelle 10 über die Spiegel 16 und
17 zum gleichen photoelektrischen Empfänger 13.
Claims (3)
1. Ultraviolett-Spektralhygrometer zur Gasfeuchtigkeits
bestimmung mit dem sowohl kurz- als auch langzeitige Än
derungen der absoluten Feuchtigkeit erfaßt werden unter
Verwendung einer Überdruckmeßzelle, eines Prismas zur
Strahlenteilung, einer rotierenden Lochscheibe zur Modu
lierung des Meßstrahlenbündels, einer Filterkombination,
zweier Spiegel zur Umlenkung des Meßstrahlenbündels sowie
eines Stromversorgungsgerätes, dadurch gekennzeichnet,
daß das UV-Hygrometer einen Atomlinienstrahler für das
Ultraviolett-Gebiet im Wellenlängenbereich von 140 nm . . .
190 nm innerhalb einer Absorptionsbande von Wasserdampf
besitzt, dem ein bekannter im genannten Spektralbereich
empfindlicher, photoelektrischer Empfänger nachgeordnet
ist.
2. Ultraviolett-Spektralhygrometer nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß es als Strahlungsquelle vor
zugsweise eine Hg-Niederdruckgasentladungslampe mit
Quarzglaskolben besitzt, welche die Meßwellenlänge
λ = 184,957 nm ausstrahlt.
3. Ultaviolett-Spektralhygrometer nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß als photoelektrischer Empfänger
eine Cäsiumjodid- bzw. Kupferjodid-Photokathode mit
Quarzfenster zur Anwendung kommt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823222239 DE3222239A1 (de) | 1982-06-12 | 1982-06-12 | Ultraviolett-spektralhygrometer zur gasfeuchtigkeitsbestimmung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823222239 DE3222239A1 (de) | 1982-06-12 | 1982-06-12 | Ultraviolett-spektralhygrometer zur gasfeuchtigkeitsbestimmung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3222239A1 DE3222239A1 (de) | 1983-12-15 |
| DE3222239C2 true DE3222239C2 (de) | 1990-11-29 |
Family
ID=6165993
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823222239 Granted DE3222239A1 (de) | 1982-06-12 | 1982-06-12 | Ultraviolett-spektralhygrometer zur gasfeuchtigkeitsbestimmung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3222239A1 (de) |
Family Cites Families (7)
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| US2654845A (en) * | 1952-11-07 | 1953-10-06 | Cecil S Presenz | Vapor detector |
| US3769517A (en) * | 1972-01-21 | 1973-10-30 | Ppg Industries Inc | Controlled atmosphere chamber |
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| DD109076A1 (de) * | 1973-12-28 | 1974-10-12 | ||
| DD109077A1 (de) * | 1974-01-03 | 1974-10-12 | ||
| US4192996A (en) * | 1978-07-12 | 1980-03-11 | Hewlett-Packard Company | Measurement of oxygen by differential absorption of UV radiation |
-
1982
- 1982-06-12 DE DE19823222239 patent/DE3222239A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3222239A1 (de) | 1983-12-15 |
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