DE3221668C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ablenkkontrolleinrichtung für
einen Tintenstrahldrucker gemäß dem Oberbegriff des Anspru
ches 1.
Eine derartige Ablenkkontrolleinrichtung für einen Tinten
strahldrucker ist aus "IBM Journal", Januar 1977, Seiten
52 bis 55 bekannt. Bei dieser bekannten Ablenkkontrollein
richtung gelangen zwei im wesentlichen rechteckförmige
Platten zur Anwendung, von denen zumindest eine Platte
einen geradlinig verlaufenden Schlitz aufweist, der auf
einer Seite von einer Elektrodenanordnung von zwei flachen
U-förmigen Elektroden umgeben ist. Auf der von der schlitz
förmigen Öffnung abliegenden Seite der Elektroden ist in
der Ebene der Elektroden eine durchgehende zusammenhängende
Abschirmelektrode vorgesehen, die derart ausgebildet ist,
daß die U-förmigen Elektroden umfangsmäßig nahezu voll
ständig von dieser Abschirmelektrode umgeben sind. Die
Elektroden sind mit einer auswertenden Schaltung verbunden,
deren Eingangsstufe von einem Differenzverstärker gebil
det sein kann.
Aus der DE-AS 24 11 810 ist eine Vorrichtung zum Synchroni
sieren der Tröpfchenbildung mit der Tröpfchenausladung in
einem Tintenstrahlschreiber bekannt, bei dem eine platten
förmige Meßelektrode zur Anwendung gelangt, die jedoch
nur eine einzige Meßelektrode enthält, so daß mit Hilfe
dieser Meßelektrode lediglich der Ladungszustand eines
Tintentröpfchens ermittelt werden kann, jedoch keinerlei
Rückschlüsse auf die jeweilige Flugbahn des Tintentröpf
chens mit Hilfe dieser Meßelektrode gewonnen werden können.
Diese bekannte Meßelektrode dient daher lediglich dazu, die
Größe von Ladungen, welche die jeweiligen Tintentröpfchen
mit sich führen, festzustellen.
Die bekannte Meßelektrode kann unter Verwendung zweiflächig
aneinandergelegter Platten ausgeführt sein, wobei die Meß
elektrode zwischen den zwei Platten angeordnet ist und eine
Durchgangsöffnung aufweist, durch die die jeweiligen Tinten
tröpfchen hindurchfliegen. An den Außenflächen der zwei
aneinanderliegenden Platten können ferner Abschirmelektroden
ausgebildet sein.
Aus der DE-OS 24 34 786 ist eine Einrichtung zum Feststel
len der Ablenkung von aus einer Düse eines Tintenstrahl
druckers ausgestoßenen Tintentröpfchen bekannt. Die Ein
richtung umfaßt einen Ablenkdetektor in Form zweier sich
gegenüberliegenden U-förmigen Elektroden, die so aneinan
dergefügt sind, daß sie einen rechteckförmigen Schlitz de
finieren, durch den die Flugbahn der Tintentröpfchen hin
durchverläuft. Beide Elektroden der U-förmigen Elektroden
anordnung sind jeweils mit dem Eingang eines Differenzver
stärkers verbunden. Die Dicke der jeweiligen Elektroden
entspricht hierbei im wesentlichen der Tröpfchenteilung.
Aus der DE-OS 26 56 237 ist eine Meßvorrichtung für Viel
fach-Tintenstrahl-Drucker bekannt, bei dem langgestreckte
elektrisch leitende Fühler zur Anwendung gelangen, die
auf gegenüberliegenden Seiten je einer Düsenreihe parallel
zu dieser und senkrecht zur Strömungsrichtung der Tinten
strahlen angeordnet sind. Die Fühler sind mit Abschirmmit
teln verbunden, die auf Massepotential liegen und sind
von den Abschirmmitteln derart umgeben, daß diese gegen
die Tintenstrahlen elektrisch abgeschirmt sind. Die von den
Fühlern gelieferten Meßsignale werden in einer Meßschaltung
ausgewertet, die eine kleine Eingangsimpedanz aufweist und
an deren Eingänge die Fühler angeschlossen sind. Die aus
wertende Schaltung enthält auch einen Differenzverstärker.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
eine Ablenkkontrolleinrichtung der angegebenen Gattung zu
schaffen, die eine hohe Ansprechempfindlichkeit bei einem
hohen Störsignalabstand aufweist und zum Erkennen von
Einzeltropfen geeignet ist und eine logische Verarbeitung
der Meßsignale ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeich
nungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Da zwei Platten miteinander verklebt sind,
braucht bei der Herstellung der Ablenkkontrolleinrichtung
kein Montagewerkzeug verwendet werden.
Die vorgesehenen Abschirmelektroden an der
Außenfläche der ersten und der zweiten Platte sind dann ohne
Negativeinfluß auf den Meßvorgang, wenn die Ebene der ersten
die Elektroden tragenden Platte senkrecht zu der Bezugsflug
bahn der Tintentröpfchen verläuft. Die Abschirmelektroden
können in diesem Fall nämlich das von den Elektroden abge
gebene Signal nicht unsymmetrisch beeinflußen, wenn die
Flugbahn der Tintentröpfchen mit der Bezugsflugbahn über
einstimmt bzw. geringfügig von der Bezugsflugbahn abweicht.
Mit Hilfe der Auswerteschaltungen können
die von den Ablenkfühlelementen gelieferten elektrischen
Signale auf der Grundlage einfach aufgebauter logischer
Schaltungen verarbeitet werden.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 4.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungs
form einer Ablenkkontrolleinrichtung;
Fig. 2a eine vergrößerte Ansicht der Ablenkkontrollein
richtung;
Fig. 2b eine Ansicht ähnlich der der Fig. 2a, die jedoch
eine Oberfläche entgegengesetzt der der Fig. 2a
zeigt;
Fig. 2c eine vergrößerte Ansicht auf einer Isolatorplatte
der Ablenkkontrolleinrichtung;
Fig. 2d einen Schnitt entlang der Linie IID-IID aus
Fig. 1;
Fig. 3 ein Blockdiagramm eines Tintenstrahldruckers,
bei dem die Ablenkkontrolleinrichtung der Fig. 3
angewandt ist;
Fig. 4a, 4b und 4c Wellenformen von Signalen, die in
verschiedenen in Fig. 3 angezeigten Abschnitten
einer Ablenkfühlschaltung erscheinen;
Fig. 5a und 5b Seitenansichten, die ein allgemeines
Verhältnis zwischen Ladungsfühlelektroden der
Art mit elektrostatischer Induktion und einem
Ladungsmuster von Tintentröpfchen, die dazwi
schen fliegen, darstellen;
Fig. 6a und 6b Seitenansichten des Ablenkfühlers in
verschiedenen Winkelstellungen; und
Fig. 6c eine Wellenform, die Ablenkfühlsignale anzeigt,
die aus der in Fig. 6b gezeigten Winkelstellung
herrühren.
In Fig. 1 weist die Ablenkkontrolleinrichtung eine erste
Platte 10 aus einem isolierenden Material auf. Bevorzugt
liegt die Isolatorplatte 10 in der Form einer ungefähr
0,8 mm dicken Scheibe aus Epoxidharz mit Glasfaserverstär
kung, das eine wünschenswerte Abmessungsgenauigkeit sicher
stellt und Deformationen vermeidet, vor. Eine Abschirmelek
trode 12 ist auf der Oberfläche der Isolatorplatte 10 wie
in Fig. 2a gezeigt abgeschieden. Auf der anderen Seite der
Isolatorplatte 10 werden, wie in Fig. 2b gezeigt, zwei Ab
schirmelektroden 14 und 16 und zwei Ladungsfühlelektroden
18 und 20 getragen. Diese Elektroden werden durch Plattie
ren 18 µm dicker gedruckter Elektroden aus Kupfer mit Nic
kel bis zu einer Dicke von 3 µm gebildet und haben somit
eine Gesamtdicke von 21 µm. Die Elektroden 18 und 20 sind
so angeordnet und ausgebildet, daß sie im großen und gan
zen eine U-Form bilden und einen sehr geringen Abstand von
0,5 mm haben wie in Fig. 2b ersichtlich.
Eine zweite Platte 22 aus einem isolierenden Material ist
an die Oberfläche der ersten Platte 10 angeklebt, die die
Elektroden 18 und 20 trägt. Die Isolatorplatte 22 ist be
vorzugt aus Epoxidharz mit Glasfaserverstärkung bis zu
einer Dicke von ungefähr 0,8 mm gebildet, wie die Isolator
platte 10. Auf der Oberfläche der Isolatorplatte 22 ist
eine Abschirmelektrode 24 abgeschieden, wie in Fig. 2c ge
zeigt. Die Isolatorplatte 22 hat eine schmalere Form als
die Isolatorplatte 20, so daß Endbereiche der Elektroden
14, 16, 18 und 20 auf der Isolatorplatte 10 für ihre Ver
bindung mit Leitungen im zusammengesetzten Zustand, der in
Fig. 1 gezeigt ist, freiliegen.
Die Isolatorplatten 10 und 22 sind mit aufeinander ausge
richteten Schlitzen 26 bzw. 28 für den Durchgang von Tin
tentröpfchen ausgebildet. Diese Schlitze 26 und 28 erstrec
ken sich durch die Abschirmelektroden 12 und 24 und erstrec
ken sich über die entgegengesetzten Elektroden 18 und 20.
In Fig. 3 wird ein Tintenstrahldrucker, der mit dem in Fig.
1 gezeigten Ablenkfühler ausgerüstet ist, erläutert. Bei
dem Tintenstrahldrucker wird ein Tintenausstoßkopf 30 mit
einer Tinte unter Druck von einem Druckspeicher 31 versorgt.
Die Tinte wird aus einer Düse des Kopfes 30 unter einer vor
bestimmten Schwingungsfrequenz, die durch einen zylindri
schen Elektrostriktions-Schwingungserzeuger erzeugt wird,
ausgestoßen. An einer Stelle, die um einen gegebenen Ab
stand von der Düse liegt, wird der Tintenstrahl in ein
Tröpfchen bzw. Tröpfchen unterteilt. Eine Ladeelektrode 32
ist angeordnet, um die aufeinanderfolgend erscheinenden Tin
tentröpfchen selektiv zu laden, wenn sie mit einer Ladespan
nung versorgt wird. Jedes geladene Tintentröpfchen wird
durch ein elektrisches Feld zwischen zusammenwirkenden Ab
lenkelektroden 34 a-34 b in einem Ausmaß abgelenkt, das von
seiner speziellen Ladungsmenge abhängt, und schlägt somit
auf ein Papierblatt auf, um darauf einen Punkt zu bilden.
Währenddessen werden nicht nichtgeladene Tintentröpfchen durch
einen Auffänger 36 gesammelt, zu einem Tintenspeicher 38
zurückgeführt und dann über einen Filter 40 durch eine Pum
pe 42 dem Druckspeicher 31 zugeführt. Die Ablenkkontrolleinrichtung
ist um eine Bezugsflugbahn 44 angeordnet, wenn sich
der Kopf 30 in seiner Ruhestellung befindet. Ein geladenes
Tintentröpfchen, das durch die ausgerichteten Schlitze 26
und 28 des Plattenverbundes hindurchgeht, induziert elektro
statisch Potentiale in den Elektroden 18 und 20, die der
tatsächlichen Flugbahn und der Ladungsmenge des Tintentröpf
chens entsprechen.
Die Elektroden 18 und 20 sind einzeln an eine Ablenkfühl
schaltung 46 angeschlossen. Die in den Elektroden 18 und 20
induzierten Potentiale werden an die Basen von Feldeffekt
transistoren 48 bzw. 50 angekoppelt. Die Ausgänge der Tran
sistoren 48 und 50 werden weiter durch Verstärker 52 und 54
verstärkt, deren Ausgänge wiederum durch entsprechende Dio
den 56 und 58 gleichgerichtet und dann in einen Differenz
verstärker 60 eingegeben werden. Der Ausgang des Differenz
verstärkers 60 wird an parallele Vergleichsstufen 62 und 64
abgegeben, um mit einer positiven Bezugsspannung bzw.
einer negativen Bezugsspannung verglichen zu werden. Die
Vergleichsstufe 62 erzeugt einen Ausgang mit Erdpotential-
Pegel, wenn der Ausgang des Differenzverstärkers 60 niedri
ger als die negative Bezugsspannung ist, aber einen Aus
gang mit positivem Pegel, wenn es anders ist. Andererseits
erzeugt die Vergleichsstufe 64 einen Ausgang mit einem Erd
potential-Pegel, wenn der Ausgang des Differenzverstärkers
60 höher ist als die positive Bezugsspannung, aber einen
Ausgang mit positivem Pegel, wenn es anders ist. Die Ver
gleichsstufen 62 und 64 liefern ihre Ausgangssignale an die
Basen zugehöriger Transistoren 66 und 68, von denen jeder
in Antwort auf eine Eingangsspannung mit positivem Pegel
leitend wird. Der Kollektor des Transistors 66 ist an einen
triggerbaren monostabilen Multivibrator 70 über einen
Inverter 74 angeschlossen, während der Kollektor des Tran
sistors 68 an einen zweiten triggerbaren monostabilen
Multivibrator 72 angeschlossen ist. Jeder dieser monostabi
len Multivibratoren 70 und 72 wird auf den Anstieg seines
Eingangs vom Erdpotential auf den positiven Pegel getrig
gert, um einen hohen oder logisch-"1"-Ausgang (positiv) für
einen vorbestimmten Zeitraum T 0 zu erzeugen, wie in Fig.
4a-4c gezeigt. Wenn er rückgetriggert wird, bevor eine
bzw. die Zeit T 0 abläuft, hält der monostabile Multivibra
tor seinen hohen oder logisch-"1"-Ausgang für einen Zeitraum
T 0 von diesem Moment ab. Der Ausgang nimmt nach Ablauf einer
Zeit T 0 wieder Erdpotential an, wenn der monostabile Multi
vibrator nicht innerhalb dieses Zeitraumes getriggert wor
den ist. Die Ausgänge der monostabilen Multivibratoren 70
und 72 werden an eine zentrale Steuereinheit 76 (CPU) gege
ben, die versucht, eine richtige Ladungsphase zu suchen,
einen richtigen Ablenkbetrag einstellt und einen Druckvorgang
steuert.
Zuerst versorgt die zentrale Steuereinheit 86 einen Lade
spannungsgenerator mit einem Signal, das eine Ladespannung
zum Veranlassen der Tintentröpfchen, der Bezugsflugbahn 44
zu folgen, anzeigt und einen Zeitraum andauert, in dem eine
Folge von drei aufeinanderfolgenden Tintentröpfchen gebildet
wird. Dann ändert sich das Ausgangssignal der zentralen
Steuereinheit 76 in ein Signal des nicht-Lade- oder Erdpo
tentials, das einen Zeitraum dauert, in dem eine andere
Folge von drei aufeinanderfolgenden Tintentröpfchen gebil
det wird. Diese zwei Signale wechseln danach miteinander ab.
Das sich ergebende Ladungsmuster ist derart, daß drei auf
einanderfolgende Tintentröpfchen mit speziellen Ladungen
beladen werden und die nächsten drei nicht geladen werden.
Die Potentiale der Elektroden 18 und 20 werden in Entspre
chung zu einem solchen Lademuster in sinusartiger Weise ge
ändert. Der Differenzverstärker 60 erzeugt eine Analogspan
nung, die einen Pegelabstand zwischen gleichgerichteten Aus
führungen der sinusförmigen Potentialänderungen darstellt.
Angenommen, daß eine Folge von drei aufeinanderfolgenden
geladenen Tintentröpfchen exakt in der Mitte zwischen den
Elektroden 18 und 20 hindurchfliegen. In diesem Fall sind
die in den Elektroden 18 und 20 induzierten Spannungen auf
einem gemeinsamen Pegel, so daß die Vergleichsstufe 62 einen
Ausgang e auf Erdpotential und die Vergleichsstufe 64 einen
Ausgang d mit positivem Pegel erzeugt. Dies steuert den Tran
sistor 66 auf AUS und den Transistor 68 auf EIN. Daher wer
den die monostabilen Multivibratoren 70 und 72 aufgrund der
an sie angelegten Eingangssignale auf Erdpotential nicht ge
triggert. Ein solches Verhältnis ist aus Fig. 4b zu ersehen.
Wenn die Ablenkung der geladenen Tintentröpfchen gering ist,
wird die in der Elektrode 18 induzierte Spannung höher als
die in der Elektrode 20 induzierte, was das Ausgangssignal f
des monostabilen Multivibrators 72 veranlaßt, sich in den
positiven Pegel zu ändern. Wenn die Ablenkung größer ist,
wird die in der Elektrode 20 induzierte Spannung höher als
die in der Elektrode 18 induzierte, so daß ein Ausgangssi
gnal g des monostabilen Multivibrators 70 sich in den po
sitiven Pegel ändert, wie in Fig. 4c gezeigt. In den Fig.
4a-4c deuten schwarze Punkte geladene Tintentröpfchen und
weiße Punkte ungeladene an.
Somit bleiben, solange Tintentröpfchen entlang der Bezugs
flugbahn 44 abgelenkt werden, beide Ausgänge g und f der
monostabilen Multivibratoren 70 und 72 auf Erdpotential.
Wenn die Ablenkung kurz ist, was die Tintentröpfchen veran
laßt, unterhalb der Bezugsflugbahn 44 zu fliegen, ist der
Ausgang g des monostabilen Multivibrators 70 auf Erdpoten
tial, während der Ausgang f des monostabilen Multivibra
tors 72 auf positivem Pegel ist. Wenn die Ablenkung größer
ist, was Tintentröpfchen veranlaßt, oberhalb der Bezugs
flugbahn 44 zu fliegen, sind die Ausgänge g und f der mono
stabilen Multivibratoren 70 und 72 auf positivem bzw. Erd
potential.
Die Ablenkung wird basierend auf einer Steuerung des Tin
tendrucks, der Tintentemperatur, der Spannung zum Antrei
ben des Schwingungserzeugers im Ausstoßkopf, der Ladespan
nung und/oder einer Ablenkspannung gesteuert.
Wie in Fig. 3 gezeigt, ist die in Fig. 1 gezeigte Ablenk
kontrolleinrichtung so angeordnet, daß sie in der Bezugsflug
bahn 44 für Tintentröpfchen liegt. Es ist daher ersicht
lich, daß die durch den Ablenkfühler in der Bewegungs
richtung der Tintentröpfchen eingenommene Breite nicht
mehr als die Dicke des Detektors selbst (1,6 mm) beträgt
und folglich ist nur eine vernachlässigbare Zunahme (1,6
mm) beim Abstand, den die Tintentröpfchen fliegen müssen,
erforderlich.
Es sei angenommen, daß die Elektroden 78 und 80 eine ge
meinsame Breite W wie in Fig. 5a und 5b gezeigt haben.
Soweit die Anzahl aufeinanderfolgender geladener Tinten
tröpfchen (schwarze Punkte) zum Fühlen der Ablenkung be
trächtlich größer als die ist, die der Breite W wie in
Fig. 5a gezeigt entspricht, ändern sich die in den Elek
troden 78 und 80 induzierten Potentiale als sinusförmige
Wellen, wie vorher erwähnt. Wenn jedoch eine Periode des
Ladungsmusters zu derjenigen hin abnimmt, die der Breite
W entspricht, wird die Fluktuation fortschreitend kleiner;
wenn eine Periode des Ladungsmusters kleiner als die Breite
W wie in Fig. 5b gesehen ist, tritt keine merkbare Fluktua
tion mehr auf. Gemäß der Erfindung ist die Elektrodendicke,
die der Breite W entspricht, klein, wobei die Tintentröpf
chen in Abständen von 100 bis 150 µm fliegen, was bei wei
tem größer als die Dicke des Plattenverbundes ist. Dadurch
wird erreicht, daß das Potential an jeder Elektrode 78 oder
80 jedesmal, wenn ein geladenes Tintentröpfchen vorbeigeht,
schwankt, wodurch die Fühlgenauigkeit erhöht wird. Tatsäch
lich kann eine Ablenkung gefühlt werden, wenn die Periode
des Ladungsmusters die kürzeste ist, d. h. wenn ein gelade
nes Tröpfchen und ein ungeladenes Tröpfchen miteinander ab
wechseln. Folglich kann die Anzahl der zum Fühlen einer Ab
lenkung benötigten Tintentröpfchen im Verhältnis zur Abnah
me in der Periode des Ladungsmusters vermindert werden. Dies
schließlich beschleunigt den Fühlvorgang, da die Tinten
tröpfchen mit einer konstanten Periode ohne Unterbrechung
erscheinen können.
Im folgenden wird die Stellung der Ablenkkontrolleinrichtung
im Verhältnis zur Bezugsflugbahn 44 erörtert, wobei ange
nommen wird, daß die Ablenkfühlschaltung 46 der Fig. 3 ver
wendet wird.
Wenn die Ablenkkontrolleinrichtung in einer solchen Ebene
angeordnet ist, daß die Oberfläche der ersten Isolatorplat
te 10, die die Elektroden 18 und 20 trägt, senkrecht zur Be
zugsflugbahn 44 ist, wie in Fig. 6a gezeigt, schwankt das
Potential an den Elektroden 18 und 20 in genau zeitlich ab
gestimmtem Verhältnis, wie in Fig. 4b angezeigt, so daß eine
Ablenkung genau gefühlt werden kann, wie in Fig. 4a-4c ge
zeigt. Wenn jedoch die erste Isolatorplatte 10 relativ zu
der zur Bezugsflugbahn 44 senkrechten Ebene geneigt ist,
wie in Fig. 6b zu ersehen, tritt eine Phasendifferenz zwi
schen den Fühlsignalen a und b auf, wie in Fig. 6c angezeigt,
selbst wenn die Tintentröpfchen genau der Bezugsflugbahn 44
folgen (in der Mitte zwischen den Elektroden 18 und 20).
Sollte ein Fehlersignal, das den Abstand zwischen den Signa
len a und b anzeigt, einen wesentlichen Pegel haben, würde
die Schaltung 46 die Ablenkung als richtig bestimmen (g,
f = logisch "1") trotz einer geringen oder starken Ablen
kung von der Bezugsflugbahn 44. Es ist somit ersichtlich,
daß die Ablenkkontrolleinrichtung vorzugsweise senkrecht oder
im wesentlichen senkrecht zur Bezugsflugbahn 44 angeordnet
sein muß, um das Fehlersignal (a-b) in seinem Pegel gerin
ger als die Bezugsspannungen, die an die Vergleichsstufen
62 und 64 gegeben werden, zu halten, während die Tinten
tröpfchen der Bezugsflugbahn 44 folgen.
Da die Fühlgenauigkeit und der für einen Fühlvorgang nöti
ge Zeitraum von der Breite (Dicke) W der Elektroden abhän
gen, ist es besonders bevorzugt, daß die Elektrodendicke
kleiner ist als der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Tintentröpfchen.
Claims (4)
1. Ablenkkontrolleinrichtung für einen Tintenstrahldrucker
mit einer Ablenkdetektoranordnung aus mindestens einer
Platte aus einem isolierenden Material, bei der auf einer
Seite um einen geradlinigen, diese Plattenanordnung durch
setzenden Schlitz eine Elektrodenanordnung aus zwei flachen
U-förmigen Elektroden mit etwa gleichen Abmessungen ange
ordnet ist, deren Schenkel fluchtend gegeneinander gerich
tet sind und in ihrem Annäherungsbereich einen sehr gerin
gen Abstand gegeneinander aufweisen und die von einer Ab
schirmelektrode umgeben sind, die in der gleichen Ebene
wie die U-förmigen Elektroden gelegen ist, wobei die
Tröpfchenflugbahn durch die Schlitzöffnung in der Platten
anordnung und die Ablenkrichtung der Tröpfchen in Längs
richtung der Schlitzöffnung verläuft und die Ebene der
ersten die Elektroden tragenden Platte senkrecht zur
Bezugsflugbahn der Tintentröpfchen verläuft, und mit
einer einen Differenzverstärker enthaltenden Auswerte
schaltung, mit deren Eingang die flachen U-förmigen
Elektroden verbunden sind, dadurch gekennzeich
net, daß
- a) eine zweite Platte (22) flach auf die erste Platte (10)
auf derjenigen Seite der ersten Platte (10) aufgeklebt
ist, welche die Elektrodenanordnung trägt,
b) die erste und die zweite Platte (10, 22) jeweils an der Außenfläche eine Abschirmelektrode (12, 24) aufweist,
c) die Dicke der U-förmigen Elektroden (18, 20) wesent lich kleiner ist als der Abstand zwischen aufeinander folgenden Tintentröpfchen,
d) an den Ausgang der einen Vergleichsstufe (64) ein triggerbarer monostabiler Multivibrator (72) als Schwellwertschalter angekoppelt ist, und
e) an dem Ausgang der anderen Vergleichsstufe (62) ein triggerbarer monostabiler Multivibrator (70) als Schwellwertschalter über einen Inverter (74) angekop pelt ist.
2. Ablenkkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Platte (22)
schmaler ausgebildet ist als die erste Platte (10).
3. Ablenkkontrolleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste
und die zweite Platte (10, 22) aus glasfaserverstärktem
Epoxidharz besteht und jeweils eine Dicke von etwa 0,8 mm
aufweist.
4. Ablenkkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Ausgang
der Vergleichsstufen (62, 64) und den triggerbaren mono
stabilen Multivibratoren (70, 72) ein Verstärkerelement
(Transistoren 66, 68) geschaltet ist.
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Family Applications (1)
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