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Azetylenentwickler mit teleskapartig ineinandersteckenden Karbidbehälterteilen.
Die Erfindung bezieht sich auf Azetylenlampen der durch die -Patente 3z9526 und
322164 geschützten Art, bei welchen der Karbidbehälter aus zwei teleskopartig ineinandersteckenden
zylindrischen Teilen besteht und im Wasserbehälter auf und ab verschiebbar angeordnet
ist. Die Erfindung bezweckt, diese Azetylenlampen in der Hinsicht weiter auszubilden,
daß der Zufluß des Wassers aus dem Wasser- zu dem Karbidbehälter in einfacher Weise
ab- und hergestellt werden kann. Einrichtungen, um den Wasserzufluß an- und abzustellen,
sind an sich bei Azetylenentwicklern vielfach bekannt. Die vorliegende Erfindung
will aber , diesem Zweck die besondere Ausbildung und Eigenart des Azetylenentwicklers
nach den Patenten 319526 und 32,2164 dienstbar machen, um unter Beibehaltung und
Ausnutzung der diesen Konstruktionen eigentümlichen Eigenschaften eine möglichst
einfache An- und Abstellung des Wasserzuflusses zu dem Karbidbehälter zu ermöglichen.
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Zu diesem Zweck besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß der
äußere oder innere Teil des teleskopartigen Karbidbehälters mit einem Ventilkörper
bzw. Ventilsitz versehen oder als Ventilkörper bzw. Ventilsitz ausgebildet ist,
welcher mit einem entsprechenden Ventilsitz bzw. Ventilkörper eines den Zutritt
des Wassers zum Karbidbehälter absperrenden, im Wasserbehälter angeordneten Zylinders
zusammenwirkt. Auf diese Weise kann also durch einfaches Verschieben des Karbidbehälters
im Wasserbehälter das Ventil des Absperrzylinders gegen den Wasserbehälter geschlossen
oder geöffnet und damit der Wasserzufluß aus dem Wasser, behälter zum Karbidbehälter
ab- und angestellt werden.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen
veranschaulicht, welche sich besonders auch für. die Beleuchtung von Automobilen
eignen. Der vorliegende Azetylenentwickler ist jedoch auch für. jeden anderen Beleuchtungszweck,
und zwar sowohl in stationärer wie transportabler Ausführung, verwendbar.
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Den auf den. Zeichnungen veranschaulichten, Azetylenentwicklern ist
beispielsweise die Ausführung des Karbidbehälters nach Fig. 7 und 8 des Patentes
32216d. zugrunde gelegt. Es können aber ebensog ut die übrigen Ausführungsformen
dieses Patentes oder des Patentes 319526 bei der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. I besteht der Karbidbehälter aus
dem unten geschlossenen Innenzylinder 3 und dem Außenzylinder 2, welche teleskopisch
ineinanderstecken und verschoben werden können. Der Außenzylinder 2 ist durch den
Deckel io gasdicht abgeschlossen, während der Innenzylinder 3 am Umfang mit einer
oder mehreren
bis zum Boden desselben reichenden Längsnuten 27
versehen ist, die an ihrem oberen Ende vermittels Löcher 28 mit dem Inneren des
Karbidbehälters in Verbindung stehen.
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Gemäß der Erfindung ist der teleskopische Karbidbehälter 2, 3 in einem
Zylinder i i, und zwar in der oberen halsförmigen Verengung 12 desselben verschiebbar
angeordnet. Der Zylinder i i ist an dem Deckel 14 des Wasserbehälters i befestigt
und bis auf eine untere Ventilöffnung 15 gegen den Wasserbehälter i wasserdicht
abgeschlossen. Die untere Öffnung 15 des Zylinders i i ist als Ventil 16 ausgebildet.
Am Boden des Innenbehälters 3 ist ein zylindrischer Ring 17 befestigt, dessen untere
Kante als Ventilkörper 18 ausgebildet ist, der in den Ventilsitz 16 paßt.
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An dem Deckel io des Karbidbehälters ist ein Zweiwegehahn ig befestigt,
dessen Flansch 20 zum Aufstecken eines Schlauches dient, welcher z. B. bei der Verwendung
des Azetylenentwicklers bei Automobilen zu den Laternen hinführt. In Aden anderen
Flansch 21 des Hahnes ig kann ein Azetylenbrenner eingeschraubt werden, falls der
Azetylenentwickler für andere Beleuchtungszwecke verwendet werden soll. Im letzteren
Falle kann auch, nachdem die Azetylenentwicklung zur Durchführung gekommen ist,
der Karbidbehälter aus dem Absperrzylinder i i herausgezogen und für kürzere Zeit
als kerzenförmige Lampe verwendet werden, bis der im Karbidbehälter entwickelte
Gasvorrat aufgezehrt ist.
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Zwischen den Böden des Absperrzylinders i i und des Innenzylinders
3 befindet sich zweckmäßig eine kräftige Feder 22, die bestrebt ist, den Karbidbehälter
anzuheben und dadurch das Ventil 16, i8 zu öffnen, also den Wasserzufluß zu dem
Karbidbehälter herzustellen und aufrechtzuerhalten. Um den Wasserzufluß zu dem Karbidbehälter
abzusperren, ist im vorliegenden Fall ein auf dem Deckel 14 drehbar befestigter
Bügel 23 angeordnet, in welchem eine Spindel 24 auf und ab verschraubbar ist. Soll
der Wasserzufluß abgestellt werden, so wird vermittels des Bügels 23 und der Schraubenspindel
24 der Karbidbehälter nach unten gepreßt, so daß der Ventilkörper 18 auf den Ventilsitz
16 gedrückt und die untere öffnung 15 des Absperrzylinders i i gegen den Wasserbehälter
geschlossen wird. Soll dagegen zur Entwicklung des Azetylengases der Zufluß des
Wassers aus dem Wasserbehälter i in den Karbidbehälter 2, 3 hergestellt und aufrechterhalten
werden, so wird lediglich die Spindel 24 in dem Bügel 23, der im übrigen in seiner
dargestellten Lage. verbleibt, um ein entsprechendes Stück zurückgeschraubt, worauf
durch die Feder 22 der Xarbidbehälter 2, 3 angehoben, das Ventil 16, i8 geöffnet
und infolgedessen die Zuflußöffnung 15 des Absperrzylinders ii freigegeben wird.
Um den Schlauch auf den Flansch 2o bequem aufstecken zu können, ist ,in Wirklichkeit
der Flansch 2o gegen die auf den Zeichnungen dargestellte Lage um 9.o° versetzt.
Das Füllen des Wasserbehälters i erfolgt durch die obere vermittels der Schraube
26 verschließbare Öffnung 25, während das Ablassen des Wassers aus dem Wasserbehälter
i durch die untere vermittels der Schraube 29 verschließbare Öffnung 30 vor
sich geht. Zur Sicherung der Spindel 24 dient eine Gegenmutter 31, welche entsprechend
der Fig. ia ausgebildet sein kann.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist der Karbidbehälter 2, 3
in dem Deckel 14 des Wasserbehälters i auf und ab verschiebbar .geführt. Der Außenzylinder
- ist an seinem unteren Rande als Ringventilkörper 36 ausgebildet. Der am Boden
des Wasserbehälters i befestigte Absperrzylinder 37 bildet hier gewissermaßen eine
untere Verlängerung oder Fortsetzung des Außenzylinders 2 und ist an seinem oberen
Rande mit einem dem Ringventil 36 entsprechenden ringförmigen Ventilsitz 38 versehen.
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Wenn bei dieser Ausführungsform der Wässerzufluß und damit die Gasentwicklung
abgestellt werden soll, so wird der Karbidbehälter 2, 3 wie bei der Ausführung nach
Fig. i vermittels der Spindel 24 nach unten gedrückt und infolgedessen das Ringventil
36 auf den Ventilsitz 38 gepreßt, wodurch der Wasserzufluß aus dem Wasserbehälter
i in die Ringnuten 27 des Innenzylinders 3 abgestellt wird. Soll der Wasserzufluß
und damit die Gasentwicklung. stattfinden, so wird der Karbidbehälter 2, 3 durch
bloßes Zurückschrauben der Spindel 24 freigegeben, so daß er durch die Feder 22
angehoben wird. Hierbei öffnet sich das Ventil 36, 38, und es kann nunmehr das Wasser
aus dem Wasserbehälter i in die Außenut 27 und von hier durch die Öffnung a8 in
das Innere des Karbidbehälters eintreten. Im vorliegenden Fall ist der im- Deckel
io des Karbidbehälters befestigte Rohrstutzen 39 nur mit einem gewellten Ansatz
40 zum Aufstecken eines nach den Lampen oder nach der sonstigen Verbrennungsstelle
führenden Schlauches versehen. Er könnte jedoch auch in ähnlicher Weise wie der
Stutzen i9 der Fig. i ausgebildet werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.3 ist die Anordnung so getroffen,
daß der Außenzylinder 2 des teleskopischen Karbidbehälters gleichzeitig als Absperrzylinder
dient. Zu diesem Zwecke ist der im Halse des Deckels.
iq. auf und
ab verschiebbar angeordnete Außenzylinder 2 im Boden mit einer Ventilöffnung 40
versehen, die durch einen am Boden des Innenzylinders 3 befestigten Ventilkörper
41 geschlossen werden kann. Der Innenzylinder 3 ist in dem Außenzylinder 2 -der
Höhe nach mit einem gewissen Spielraum auf und ab verschiebbar.
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Soll der Wasserzufluß aus, dem Wasserbehälter i zu dem Inneren des
Karbidbehälters abgestellt werden, so wird vermittels der Spindel 24 der Innenzylinder
3 so weit nach unten gepreßt, daß der Ventilkörper 41 die Ventilöffnung 4o abschließt
und damit den Wasserzutritt absperrt. Wird dagegen durch Zurückschrauben der Spindel
24 der Innenzylinder 3 freigegeben, so wird derselbe durch die Feder 22 nach oben
geschoben, so daß der. Ventilkörper 41 die Ventilöffnung 40 freigibt, und das Wasser
aus dem Wasserbehälter i in den unteren Teil des Außenzylinders 2 und von hier durch
die Nuten 27 und die Öffnungen 28 in das Innere des Innenbehälters 3 eintreten kann,
wodurch die Azetylenentwicklung vor sich geht.