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DE3221647C2 - Vorrichtung zum Verabreichen von Voll- oder Sitzbädern - Google Patents

Vorrichtung zum Verabreichen von Voll- oder Sitzbädern

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DE3221647C2
DE3221647C2 DE19823221647 DE3221647A DE3221647C2 DE 3221647 C2 DE3221647 C2 DE 3221647C2 DE 19823221647 DE19823221647 DE 19823221647 DE 3221647 A DE3221647 A DE 3221647A DE 3221647 C2 DE3221647 C2 DE 3221647C2
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DE
Germany
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bath
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tub
space
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DE19823221647
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DE3221647A1 (de
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Paul Salzburg Haslauer
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Individual
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    • A47K3/00Baths; Douches; Appurtenances therefor
    • A47K3/001Accessories for baths, not provided for in other subgroups of group A47K3/00 ; Insertions, e.g. for babies; Tubs suspended or inserted in baths; Security or alarm devices; Protecting linings or coverings; Devices for cleaning or disinfecting baths; Bath insulation
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H33/00Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
    • A61H33/04Appliances for sand, mud, wax or foam baths; Appliances for metal baths, e.g. using metal salt solutions
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61H2033/046Mud baths; Baths using sand or other particles in water

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Abstract

Die Verabreichung von Gesundheitsbädern, Moor- oder Peloidbädern nimmt ständig zu. Um die nach einem jeden Bad auszuwechselnde Menge an Badeflüssigkeit, insbesondere die zu verwendende Moorbadmenge möglichst gering zu halten, wird eine Folie (9) am oberen Wannenumlaufrand (17) einer Wanne befestigt, wobei im Folienunterraum (13) im Gegensatz zum Folienoberraum (11) beispielsweise nur Warmwasser eingefüllt zu werden braucht.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verabreichen von Voll- oder Sitzbädern nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Eine Vorrichtung zur Bereitung von Moorschlammbädern ist beispeilsweise aus der DE-OS 14 91 286 bekannt geworden. Diese Vorrichtung dient insbesondere zur Bereitung von Moorschlammbädern in Badewannen, wobei dort ein Auffang-Netz -sieb im Abstand vom Wannenboden eingehängt und in das Netzsieb Moorbrei einfüllbar ist. Danach wird die Badewanne mit warmem Wasser aufgefüllt.
  • Nach dem Moorbad wird das Wasser in der Wanne entlassen, wobei ein möglichst großer Anteil des Moorbreies zurückbleiben soll. Als nachteilhaft hat sich hierbei erwiesen, daß dennoch ein großer Teil des Moorbreies mitströmt und daß zum zweiten der so zurückbehaltene Moorbrei aus hygienischen Gründen nur für die gleiche Person wieder verwendbar ist.
  • In der nicht vorveröffentlichten DE-PS 30 46 628 ist deshalb eine demgegenüber verbesserte Vorrichtung zum Verabreichen von Peloid-Voll- bzw. -Sitzbädern vorgeschlagen worden, bei der für jede einzelne Badetherapie nur ein geringerer Teil der bisher des aus Hygienegründen nur einmal verwendungsfähigen Bademediums erforderlich ist. Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß ein Einsatz in einer Wanne vorgesehen ist, der als flüsigkeitsdichte Folie zur Trennung der oberhalb und unterhalb der Folie einzubringenden Peloidbadflüssigkeit ausgebildet ist. Von diesem Stand der Technik geht der Patentanspruch 1 aus.
  • Zwar ist aus der FR-OS 24 85 920 ein Wasserbett zur Behandlung von Patienten mit Verbrennungen bekannt geworden. Die dort vorbekannte Auflage ist der Körperform ohne Einbeziehung des Kopfes, aber unter Berücksichtigung der Arme und Füße, so angepaßt, daß diese Gliedmaßen in entsprechenden schalenförmigen Vertiefungen zu liegen kommen. Die Behandlungsflüssigkeit wird in den Oberraum der Auflage gepumpt. Diese vorbekannte Vorrichtung ist zudem zur Durchführung von spezifischen Behandlungsmethoden und zum Verabreichen von Wundlinderungsmedien bei Patienten mit großflächigen Verbrennungen gedacht, und daher nicht ohne weiteres als Voll- oder Sitzbadevorrichtung zu verwenden.
  • Aus der US-PS 39 61 380 ist ein mit Wasser befüllbarer Wasserbeutel bekannt, der in einer Badewanne liegend an den dortigen Wasserhahn anschließbar ist, wobei sich eine Person auf diesen mit Wasser befüllbaren Beutel legen muß und über eine Schutzfolie abdeckbar ist, um eine Art Schwitzbad zu nehmen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, unter Verwendung eines nur geringen Teiles der bisher benötigten Menge des aus Hygienegründen nur einmal verwendungsfähigen Bademediums, die eingangs genannte Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß eine zusätzliche, lokal begrenzte Behandlung mit der Möglichkeit einer segmentalen Überwärmung ermöglicht wird.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Durch die Erfindung wird auch bei Verwendung nur von geringen Mengen einer Badeflüssigkeit eine für eine optimale Behandlung wünschenswerte segmentale Überwärmung ermöglich. Das heißt durch eine ringförmige Anordnung der Badezulaufrohre der Umwälzanlage können - steuerbar - bestimmte Körperregionen des Patienten besonders überwärmt werden, indem überwärmte Badeflüssigkeit, beispielsweise auch Peloidbadflüssigkeit, über diese Zulaufrohre an bestimmte Stellen der Folie abgegeben wird. Bestimmte Körperregionen des Patienten oder Badenden werden also somit - steuerbar - überwärmt, während der übrige Körper in Normaltemperatur gebadet wird. Diese Behandlungsform weist darüber hinaus vor allem Vorteile bei kreislauflabilen Patienten auf, da hierdurch die Überwärmung nur an bestimmten Körperstellen hervorgerufen wird.
  • In einer Weiterbildung nach Anspruch 3 sind dazu die Badezulaufrohre über eine Umwälzpumpe und eine Heizeinrichtung mit dem Folienunterraum verbunden. Durch diese Anordnung wird also die Badeflüssigkeit aus dem Folienunterraum direkt entnommen und an der Unterseite der Folie zur segmentalen Überwärmung abgegeben.
  • Es wird also lediglich schon im Folienunterraum auf Normaltemperatur befindliches Bademedium auf die Überhitzungstemperatur zusätzlich erwärmt.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 4, die angibt, daß der Zustrom über die Badezulaufrohre einzeln regelbar ist, können damit ganz gezielt bestimmte Körperstellen erwärmt werden.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 5 ist die Umwälzpumpe und die Heizeinrichtung zum einen über eine Ansaugleitung und zum anderen über die Förderleitung mit zumindest einem Vorratsbehälter oder über Zulaufleitungen mit dem Folienunterraum verbunden. Durch diese Anordnung ist zusätzlich eine einfache Niveauregulierung im unteren Wannen -teil möglich, da über die Pumpe aus dem Vorratsbehälter neue Badeflüssigkeit entnommen und in den Wannenunterteil befördert werden kann. Ferner kann hierdurch über die Pumpe und die Heizeinrichtung ständig die gesamte Badeflüssigkeit umgewälzt und aufgewärmt werden. Deshalb muß beispielsweise nur einmal täglich, nämlich abends, der Vorrats- und Vorwärmebehälter nachgefüllt werden. In der Nacht kann nunmehr der Tagesbedarf beispielsweise für ca. 12 Vollbäder mit ca. 240 l vorgewärmt werden.
  • In einer Ausführungsform nach Anspruch 6 ist zur Befüllung des Folienoberraumes ein über die Umwälzpumpe mit dem Folienunterraum in Verbindung stehendes Beschickungsrohr vorgesehen. Das heißt, die Beschickung mit Badeflüssigkeit in den Folienoberraum erfolgt über das Wannenunterteil, so daß von hier genau richtig temperierte Badeflüssigkeit in den Teil oberhalb der Trennfolie gepumpt werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich vor allem auch zum Verabreichen von Voll- und Sitzbädern mittels einer peloidbadfreien Badeflüssigkeit, die beispielsweise mit teueren medizinischen Salzen versetzt ist. Peloidbadfreie Badeflüssigkeit kann dabei oberhalb und/oder unterhalb der Folie eingefüllt werden. Also beispielsweise auch beim Verabreichen von Peloidbädern kann als Wärmeträger unterhalb der Folie entsprechend aufgewärmtes Badewasser dienen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt im einzelnen
  • Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch die Vorrichtung;
  • Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch die Vorrichtung gem. Fig. 1.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Wanne 1 weist, wie nur schematisch gezeigt ist, eine Heiz- und Umwälzeinrichtung 3, bestehend aus einer Umwälzpumpe 5 und einer Heizeinrichtung 7 auf.
  • Die Wanne 1 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel zum größeren Teil der Gesamthöhe mit einer Badeflüssigkeit I, vorzugsweise eine Peloidbadflüssigkeit gefüllt, welche blasenfrei von einer eine Gewebearmierung aufweisenden Folie 9 überdeckt ist, die ihrerseits in Anpassung an die Innenform der Wanne 1 in Form eines oben offenen flexiblen Kastens ausgebildet ist. Möglich sind aber auch andere Badeflüssigkeiten, die in dem Folienunterraum 11 eingegeben werden können.
  • Zur Durchführung eines Voll- oder Sitzbades wird eine weitere Badeflüssigkeit II, vorzugsweise eine Peloidbadflüssigkeit auf die Folie 9, d. h. in den Folienoberraum 13 eingefüllt, in der ein Patient 5, wie in Fig. 1 und 2 nur schematisch dargestellt ist, liegen kann. Die Badeflüssigkeit II hat in den meisten Fällen genau die gleiche Zusammensetzung wie die Badeflüssigkeit I, kann jedoch je nach Anforderung auch noch gewisse Zusatzstoffe enthalten. Möglich ist auch, daß die Badeflüssigkeit II beim Einfüllen entweder die gleiche Temperatur wie die Badeflüssigkeit I aufweist, oder aber wesentlich darunter liegt, wobei erst nach dem Einlegen des Patienten 15 eine allmähliche Erwärmung durch Wärmeübertragung seitens der Badeflüssigkeit I eintritt.
  • Der Umfangsrand der Folie ist in Abständen mit Befestigungsteilen versehen, mit der sie am oberen Wannenumlaufrand 17 eingehängt und befestigt werden kann.
  • Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, sind auf den beiden Längsseiten der Wanne 1 noch Vorratsbehälter 19 und 19 a vorgesehen, die über einen Verbindungskanal 21 unterhalb der Wanne 1 miteinander verbunden sind.
  • Des weiteren sind jeweils eine Ansaugleitung 23 vorgesehen, über die eine Verbindung von den Vorratsbehältern 19 und 19 a zu der Pumpe 5 und der Heizeinrichtung 7 herstellbar ist. Von der Pumpe 5 und der Heizeinrichtung 7 ausgehend ist eine Förderleitung 25 als Rückflußleitung in die Vorratsbehälter 19 und 19 a weiterhin vorgesehen.
  • Darüber hinaus sind mehrere im Abstand voneinander um die Wanne 1 herum angeordnete Badezulaufrohre 27 vorgesehen, über die eine Badeflüssigkeit von der Pumpe 5 kommend in den Folienunterraum 11 eingepumpt werden kann. Die Austrittsenden 29 liegen dabei in Höhe der Folie 9.
  • Mit 31 ist ein Beschickungsrohr bezeichnet, über das Badeflüssigkeit von dem Folienunterraum 11 bzw. Vorratsbehälter über die Pumpe 5 und die Heizeinrichtung 7 in den Folienoberraum 13 förderbar ist.
  • Darüber hinaus ist eine noch nicht näher gezeigte Schalt- und Steuereinrichtung 33 vorgesehen, mit der nachfolgend näher beschriebenen Bedienungsfunktionen der Vorrichtung ausgeführt werden können.
  • Wird die Schalt- und Steuereinrichtung 33 auf "Vorwärmen" eingestellt, so wird Bademedium ständig über die Ansaugleitungen 23, die Pumpe 5 und die Heizeinrichtung 7 und die nachfolgende Förderleitung 25 in den Vorratsbehältern 19 und 19 a umgewälzt und erwärmt. Zusätzlich erfolgt eine weitere Umwälzung der Badeflüssigkeit im Folienunterraum 13 über den Zulauf 35, die Heiz- und Umwälzeinrichtung 3 sowie die nachfolgenden Zulaufrohre 26 und 27. Werden beispielsweise die Vorratsbehälter abends neu aufgefüllt, so kann die Aufwärmung der gesamten Vorrichtung mittels Nachtstrom erfolgen, so daß somit eine ausreichend aufgewärmte Badeflüssigkeit für den gesamten nächsten Tagesbedarf zur Verfügung steht. Eine separate Badetemperaturregelung ist dazu noch weiterhin vorhanden.
  • Wird die Schalt- und Steuereinrichtung 33 auf "Beschicken" gestellt, so werden beispielsweise ca. 20 l der genau richtig temperierten Badeflüssigkeit, beispielsweise das entsprechend im Folienunterraum 11 vorgesehene Bademoor in den Folienoberraum 13 gepumpt, wonach sich ein Patient in den Folienoberraum 13 zum Baden legen kann.
  • Weiterhin kann mittels der Schalt- und Steuereinrichtung 33 eine Segmentalbehandlung durchgeführt werden. Wird die Schalt- und Steuereinrichtung 33 auf "Segmentalbehandlung" eingeregelt, so wird Badeflüssigkeit aus dem Folienunterraum 11 über die Pumpe und die Heizeinrichtung zu den Badezulaufrohren 27 gefördert und dort in Folienhöhe über die Austrittsenden 29 in Richtung auf die Folie 9 abgegeben. Die Austrittsenden 29 sind dabei im wesentlichen als Düsen ausgebildet und können unterschiedlich eingeschaltet werden. Durch diese ringförmig angeordneten Einlaufdüsen wird dann Badeflüssigkeit, beispielsweise Moorbrei, mit einigen Graden über der Normaltemperatur gegen die Trennfolie gepumpt, wodurch eine gezielte Überwärmung einzelner Körperpartien möglich ist.
  • Da in der Stellung "Beschicken" ständig Badeflüssigkeit aus dem Wannenunterteil bzw. Vorratsbehälter in den Folienoberraum gepumpt wird, muß ca. nach jedem zweiten Bad eine erneute Niveauregelung für die Folie 9 vorgenommen werden. Wird deshalb auf "Niveauregelung" geschaltet, so wird aus den Vorratsbehältern 19 und 19 a über die Umwälz- und Heizeinrichtung 3 über die nachfolgenden Zulaufrohre 26 und/oder 27 neue Badeflüssigkeit bzw. beispielsweise Bademoor aus den Vorratsbehältern in den Folienunterraum gepumpt. Ist die gewünschte Niveauhöhe für die Folie 4 erreicht, wird die "Niveauregulierung" abgeschaltet.
  • Nachfolgend wird zusätzlich noch auf die Reinigung der Wanne 1 eingegangen. Noch während der Patient beispielsweise im Moorbrei liegt, kann warmes Wasser in den Folienoberraum 13 eingelassen werden. Das Bad kann dadurch verdünnt werden. Neben einer gewissen Vorreinigung für den Patienten kann dadurch der Inhalt nachher leichter abfließen. Nachdem der Patient aus dem Bad ausgestiegen ist, kann ggf. mit einer Schaltung "Reinigung" durch eine nicht näher gezeigte Sondereinrichtung Luft unterhalb der Folie 9 eingepumpt werden. Die Folie kann sich dadurch anheben und aufwölben, wie in Fig. 1 liniert dargestellt ist. Dadurch läuft der mit Wasser verdünnte Moorbrei in seitlich der Wanne angebrachte Ablaufrinnen 37, die die Wanne 1 zumindest an den beiden Längsseiten, vorzugsweise aber ringförmig umgeben können. Mit der Handbrause kann nunmehr die Folie gereinigt und gegebenenfalls desinfiziert werden. Durch Ablassen der Luft kann sich die Folie wieder absenken.
  • Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß eine Abfüllung der verbrauchten Badesubstanz am besten dadurch erfolgt, daß neue Badeflüssigkeit, beispielsweise Moorbrei, Peloidbadflüssigkeit oder mit Badezusätzen versehenes Wasser in die Vorratsbehälter über eine Nachfüllöffnung 39 nachgefüllt wird.
  • Wie beschrieben kann dabei die Beschickung des Folienoberraumes auch direkt über die Vorratsbehälter oder eine Ringleitung erfolgen.
  • Während des Betriebes der Badevorrichtung kommt der im Folienunterraum 11 befindlichen Badeflüssigkeit, insbesondere der dort vorgesehenen Moorbadflüssigkeit, die wärmetragende Funktion zu. Durch die beheizte Umwälzanlage wird die Badeflüssigkeit auf der richtigen Behandlungstemperatur gehalten und nach der Behandlung nicht ausgetauscht, da diese mit dem Körper des Patienten nicht in Berührung kommt. Oberhalb der elastischen Folie 9 wird also vor der Behandlung eine kleinere Menge der Badeflüssigkeit, insbesondere des zu verwendenden Moorbreies eingefüllt. Dieser Teil kommt mit dem Körper des Patienten in Berührung. Insbesondere durch die dickbreiige Konsistenz des Moorbreies spürt der Patient den Trennfilm kaum. Darüber hinaus wird auch die Bewegungsfreiheit durch die Folie 9 nicht wesentlich beeinflußt. Vor anderem eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zur Verabreichung von Wasserbädern, die z. B. mit teuren Badezusätzen versehen sein können.
  • Nach dem Bad wird der mit dem Körper in Kontakt gestandene Moorbrei abgelassen, die Folie gereinigt und das Bad neu beschickt. Der Verbrauch an z. B. teurer Badeflüssigkeit aufgrund der Zusätze liegt daher bei 5 bis 10% der sonst üblicherweise benötigten Badeflüssigkeitsmenge.
  • Abweichend von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel kann die Steuerung der Badevorrichtung 1 auch über in den einzelnen Zulauf- und Abströmleitungen angeordneten Ventilen erfolgen, die beispielsweise von Hand regelbar sind.

Claims (6)

1. Vorrichtung zum Verabreichen von Voll- oder Sitzbädern, mit einer Wanne (1) und einer muldenartig darauf aufgelegten Folie (9), die als flüssigkeitsdichte Folie (9) unter Trennung eines mit Badeflüssigkeit befüllbaren Folienoberraumes (2) von einem ebenfalls mit Badeflüssigkeit befüllbaren Folienunterraum (11) ausgebildet ist, wobei die Folie (9) an der Wanne (1) befestigt ist und ihr umlaufender Rand zumindest bis zum oberen Wannenumfangsrand (17) reicht, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand voneinander mehrere Badezulaufrohre (27) vorgesehen sind, die im Folienunterraum (11) enden und daß die Austrittsenden (29) der Badezulaufrohre (27) auf unterschiedliche Stellen der Folie (9) gerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsenden (29) der Badezulaufrohre (27) in Folienhöhe liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Badezulaufrohre (27) über eine Umwälzpumpe (5) und eine Heizeinrichtung (7) mit dem Folienunterraum (11) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zustrom über die Badezulaufrohre (27) einzeln regelbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwälzpumpe (5) und die Heizeinrichtung (7) zum einen über eine Ansaugleitung (23) und zum anderen über eine Förderleitung (25) mit zumindest einem Vorratsbehälter (19, 19 a) oder über Zulaufleitungen (26) mit dem Folienunterraum (11) verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befüllung des Folienoberraumes (13) ein über die Umwälzpumpe (5) mit dem Folienunterraum (11) in Verbindung stehendes Beschickungsrohr ( 31) vorgesehen ist.
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