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Verfahren zur Bewertung von in einem Leitungskreis zu
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übertragende Impulse bzw. Impulsmuster, insbesondere für eine rechnergesteuerte
Einrichtung zur Verkehrssimulation in Fernsprechvermittlunqsanlaaen Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Bewertung von im zeitlichen Ablauf und ihrer Art nach
unterschiedlichen Impulsmustern oder Einzelimpulsen, die als in einem Leitungskreis
zu übertragende Informationssignale zu vorbekannten Phasen eines Funktionsablaufes
jeweils zu erwarten sind und die tatsächlich auftretenden Signale durch den sich
mit ihnen ändernden Ausgangszustand von mit dem Leitungskreis gekoppelten Indikationsschaltmitteln
abgebildet werden, wobei dieser Ausgangszustand durch eine Abtastung festgestellt
und aufgrund von abgespeicherten Informationen verarbeitet wird, insbesondere für
eine zur Verkehrssimulation in Fernsprechvermittlungsanlagen eingesetzten Einrichtung,
deren Funktionsabläufe unter anderem auch durch vermittels einer Eingabetastatur
einzugebenden Daten von einer Steuerrechnereinheit abgewickelt werden.
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Informationssignale, die an Ubertragungsleitungen angelegt werden
sind an einer Empfangsstelle auf ihre ordnungsgemäße Zusammensetzung hin zu prüfen,
wobei gleichzeitig eine Auswertung von Impulslängen bzw. eine Unterscheidung von
Informationssignalen unterschiedlicher Funktion erfolgen kann. Die Notwendigkeit,
unterschiedliche Informationssignale zu beurteilen, ergibt sich beispielsweise bei
einer Verkehrssimulationseinrichtung, mit der das Verhalten der Teilnehmer einer
Fernsprech-Rs 1 Gru / 27.05.1982
vermittlungsanlage durch automatisch
gesteuerte Teilnehmernachbildungen simuliert werden kann. Unter Einbeziehung dieser
Teilnehmernachbildungen werden, gesteuert durch eine Steuerrechnereinheit Verbindung
auf- und abgebaut und es wird dabei die Reaktion des jeweiligen Fernsprechvermittlungssystems
hinsichtlich unterschiedlicher Gesichtspunkte registriert. Der Gesamtablauf einer
herzustellenden Verbindung ist als die einzelnen Funktionsschritte darstellende
Befehlsfolgen in den entsprechenden Abschnitten einer Speichereinheit abgespeichert.
Die einzelnen Betriebsabläufe können als Standardabläufe eingespeichert sein, die
dann beispielsweise durch die über eine Tastatur mögliche Eingabe eines sie kennzeichnenden
Codebegriffes abrufbar sind. Eine andere Möglichkeit könnte darin bestehen, daß
ein Funktionsablauf aus einer vorgegebenen Anzahl von entprechend abgespeicherten
Funktionsteileinheiten ausgewählt und durch eine diesbezügliche Eingabe für die
zur Funktionsabwicklung vorhandene Steuerrechnereinheit zur Verfügung gestellt wird.
Zur Bildung der einzelnen Funktionsteile sind bestimmte abgeschlossene Funktionen,
die im Zuge der Verbindungsherstellung,während der Gesprächsdauer und bei der Auslösung
einer aufgebauten Verbindung wesentlich sind, heranzuziehen. Aus den abgespeicherten
Funktionsteilen kann durch die entsprechende Eingabe vermittels der Tasten einer
Eingabetastatur ein Verbindungsablauf zusammengestellt werden.
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In gleicher Weise ist es möglich bereits eingespeicherte Standardabläufe
zu ändern.
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In den vorgegebenen vermittlungstechnischen Ablauf bei der Herstellung
einer Verbindung zwischen zwei Teilnehmernachbildungen werden zu bestimmten Ablaufphasen
Prüfungen durchgeführt. Diese Prüfungen betreffen die Beurteilung von Informationssignalen
beispielsweise von
Hörtönen, Rufsignalen, Gebührenimpulsen und Schleifenindikationen.
Es wird dabei davon ausgegangen, daß in einer bestimmten Ablaufphase der zeitliche
Einsatz eines Informationssignals, dessen zeitliche Zusammensetzung vorgegeben ist,
zu erfolgen hat. Sind in einer Vermittlungphase beispielsweise in Abhängigkeit vom
belegten Zustand einer Teilnehmernachbildung unterschiedliche Informationssignale
möglich, muß das jeweilige Informationssignal als solches erkannt werden.
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Insbesondere beim Einsatz einer Verkehrssimulationseinrichtung ist
zu beachten, daß bei einer eine bestimmte Betriebsphase im Funktionsablauf zugeordneten
Prüfung unterschiedliche Informationssignale zugrunde gelegt werden müssen. Es werden
beispielsweise in den einzelnen Ländern unterschiedliche Hörtöne für ein und dieselbe
Funktion verwendet. Bestimmte Hörtöne wie beispielsweise der Freiton oder der Besetztton
weichen in den einzelnen Ländern hinsichtlich ihrer Dauer bzw.hinsichtlich ihrer
zeitlichen Zusammensetzung erheblich voneinander ab.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, für ein insbesondere bei einer Verkehrssimulationseinrichtung
angewendetes Verfahren der eingangs genannten Art eine einfache Anpassungsmöglichkeit
an die unterschiedlichsten Einsatzfälle zu schaffen und den zur Berücksichtigung
einer Änderung der zu beurteilenden Informationssignale erforderlichen Aufwand gering
zu halten.
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Dies wird dadurch erreicht, daß für die Bewertung des Ausgangszustandes
eines Indikationsschaltmittels mehrere Prüfkategorien verfügbar sind, die insgesamt
oder teilweise bezogen auf die in einer bestimmten Phase zu erwartenden Informationssignale
in der durch ihren zeitlichen Ablauf vorgegebenen Reihenfolge als maßgebend
auswählbar
sind und daß für jede ausgewählte Prüfkategorie aufgrund des vorbekannten ordnungsgemäßen
Zeitablaufes für das Informationssignal eine dadurch festgelegte und die Wirksamkeit
der jeweiligen Prüfkategorie bestimmende Zeitspanne vorgegeben ist, daß in den Fällen,
in denen die Zeitbedingung für das der jeweiligen Prüfkategorie zuzuordnende Ereignis
nicht eingehalten wird eine Fehlerregistrierung erfolgt.
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Zur Prüfung eines Informationssignals, das als Impulsmuster oder als
Einzelimpuls z.B. zu einer bestimmten Ablaufphase eines Funktionsablaufes auftreten
soll kann erfindungsgemaß die notwendige Folge aus mehreren prinzipiellen Prüfsituationen
zusammengestellt werden.
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Derartige Prüfsituationen können beispielsweise im Prüfen auf Ansprechen,
Abfallen, Nichtansprechen oder Nichtabfallen eines Indikationsschaltmittels bestehen.
Eine Prüfung kann dabei nur einen Teil der möglichen Prüfsituationen, von denen
eine jede nur eine vorbestimmte Zeitspanne gültig sein soll, beinhalten. Innerhalb
dieser Zeitspanne muß dann bei einem ordnungsgemäßen Auftreten z.B.
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die erwartete Änderung im Ausgangszustand des jeweiligen Indikationsschaltmittels
auftreten. Dieses muß also beispielsweise ansprechen oder ein derartiges Ansprechen
darf nicht erfolgen. Neben der Auswertung von Impulslängen lassen sich grundsätzlich
beliebig komplizierte Impulsmuster feststellen und damit voneinander unterscheiden.
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Da ein Funktionsablauf und damit die in ihm enthaltenen Prüfabläufe
voraussetzungsgemäß durch eine entsprechende Informationseingabe vorbestimmt werden
können, ist somit in den Fällen, in denen sich die jeweils zugrunde gelegten Signale
gegenüber den ursprünglich festgelegten Signalen ändern, eine einfache Anpassung
des
Prüfablaufes möglich. Durch eine entsprechende Informationseingabe
kann neben der Reihenfolge der notwendigen Prüfkategorien die jeweils zugehörige
Zeitspanne neu abgespeichert werden.Es sind also beispielsweise bei der Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens bei einer Verkehrssimulationseinrichtung keine
besonderen Vorleistungen zu treffen wenn z.B. im Ausland eine Anpassung an die dort
üblichen Informationssignale vorgenommen werden muß.
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Die Zeitspannen, die für die einzelnen Prüfkategorien jeweils den
Toleranzbereich und/oder die Auswertedauer der Änderung eines Ausgangszustandes
umfassen können, sind gemäß einer Weiterbildung der Erfindung durch programmierbare
Zeitgliede vorgebbar.
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Gemäß einer Weiterbildung wird mit jeder Änderung im Ausgangszustand
des betreffenden Indikationsschaltmittels das Zeitglied daraufhin abgefragt, ob
diese Änderung innerhalb der jeweils zugeordneten Zeitspanne erfolgt ist und sie
der für die betreffende Prüfkategorie vorgesehenen Änderung entspricht. Erst bei
mehreren gleichen Ergebnissen für kurzzeitig aufeinanderfolgenden Abfragen des vorhandenen
Ausgangszustandes wird das betreffende Ergebnis als solches gewertet.
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Im folgenden wird anhand der Figuren ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
das nur die zu ihrem Verständnis erforderlichen Einzelheiten enthält, näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt die grundsätzliche Struktur einer Verkehrssimulationseinrichtung
mit Anschaltung an ein Fernsprechvermittlungssstem mit der durch Prüfabläufe
ergänzte
Betriebsabläufe bewirkt werden.
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Fig. 2 zeigt ein Zeitdiagramm eines zu prüfenden Impulsmusters.
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Die Verkehrssimulationseinrichtung VSE kann als mobile Einrichtung
an ein zu beurteilendes Fernsprechvermittlungssstem VST angekoppelt werden. Mit
ihr wird das Verhalten der Teilnehmer einer Vermittlungsanlage mit automatisch gesteuerten
Teilnehmernachbildungen TN simuliert.
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Es wird also damit in öffentlichen oder in privaten Fernsprechvermittlungsanlagen
Fernsprechverkehr erzeugt.Dies kann beispielsweise zur Störungssuche bzw. für Wartungsprüfungen
an in Betrieb stehenden Vermittlungsanlagen oder zur Inbetriebnahme einer derartigen
Anlage erfolgen. Es wird damit der Verbindungsaufbau und der Verbindungsabbau in
der Anlage unter simulierten Betriebsbedingungen überprüft. Die Teilnahmenachbildungen
TN1 bis TNx sind jeweils über eine aus den Adern a und b bestehende Anschlußleitung
mit der lediglich in ihrer prinzipiellen Struktur gezeigten Fernsprechvermittlungsanlage
VST verbunden. Hierzu werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten beispielsweise
aus verschiedenen Teilnehmergruppen bestimmte Teilnehmeranschlüsse der Vermittlungsanlage
ausgewählt. Die vorgegebenen Rufnummern dieser Anschlüsse sind dann der jeweils
individuell zugeordneten Teilnehmernachbildung TN zugehörig. Uber die gesteckten
Teilnehmeranschlüsse der Vermittlungsanlage sind somit Verbindungen von jeder Teilnehmernachbildung
zu jeder anderen Teilnehmernachbildung und gegebenenfalls auch zu einem automatischen
Teilnehmer einer anderen Vermittlungsanlage herzustellen. Alle bei einer Verbindungsherstellung
notwendigen Abläufe werden innerhalb der jeweiligen rernsprecnvermittlungsanlage,
die beispielsweise eine rechnergesteuerte Fernsprechnebenstellenanlage darstellen
kann, durch das Steuerwerk STW abge-
wickelt. Eine weitereFunktionseinheit
der Fensprechvermittlunsanlage stellt das Koppelfeld KF dar, an das die mit den
Anschlußleitungen gekoppelten Teilnehmeranschlußschaltungen TS1 bis TSy als auch
mehrere Gruppen von Verbindungssätzen angeschlossen sind. Diese Verbindungssätze,
die symbolisch durch den einzigen Verbindungssatz VS dargestellt sind, können beispielsweise
sogenannte Amtssätze, Internsätze oder Wahl sätze darstellen. Durch die Verbindungssätze
werden die für den Aufbau, für das Halten und für das Auslösen einer Verbindung
unmittelbar am Koppelfeld erforderlichen vermittlungstechnischen Schaltvorgänge
ausgeführt.
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Jede Teilnehmenachbildung TN enthält Sendeeinrichtungen, nämlich die
Sendeeinrichtungen S11 bis Sln für die Teilnehmernachbildung TN1 und die Sendeeinrichtungen
Sx1 bis Sxn für die weiterhin beispielhaft gezeigte Teilnehmernachbildung TNx. Durch
diese Sendeeinrichtungen werden jeweils die normalerweise von einer Teilnehmerstation
ausgehenden Anreize bzw. Informationssignale erzeugt.
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Es können durch sie also beispielsweise Wahlinformationen unter Zugrundelegung
der unterschiedlichen Wahlverfahren, wie z.B. Impulswahl oder Mehrfrequenzwahl,
abgegeben werden. Weiterhin sind unter anderem die Funktionen von Schleifschaltern,
der Erdtaste bzw. der sogenannten Flash-Taste nachzubilden. Eine weitere Sendefunktion
stellt die Anschaltung eines Prüftones zur Durchgangsprüfung dar. Die Sendeeinheiten
sind dabei so ausgelegt, daß sie qualitativ dem Teilnehmerverhalten entsprechen.
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Für die von der Fernsprechvermittlungsanlage VST der rufenaen bzw.
der geru£enen Teiinenmernachbildung übermittelten Informationssignale wie sie die
verschiedenen Hörtöne, die Gebührenimpulse bzw. der Rufstrom darstellen,
sind
bezogen auf jede vorhandene Teilnehmernachbildung entsprechende Indikationsstellen,
nämlich die Empfangsschaltungen E vorhanden. Sie sprechen also jeweils auf eine
bestimmte Informationsart an und ändern beispielsweise in Ubereinstimmung Jnit dem
vorhandenen Signal ihren Ausgangszustand. Es wird also durch diese Empfangseinrichtungen
Ell bis Em für die Teilnehmernachbildung TN1 bzw. Ex1 bis Exm für die Teilnehmernachbildung
TNx für jede hergestellte Verbindung beispielsweise eine Hörton- bzw. eine Prüftonauswertung,
eine Rufton bzw. eine Rufstromauswertung sowie eine Durchgangsprüfung der aufgebauten
Verbindung und gegebenenfalls eine Gebührenimpulserkennung ermöglicht.Die Ausgangszustände
der einzelnen Indikationsstellen E werden in einem geeigneten Zeitraster von einer
Steuerrechnereinheit ST abgefragt und der festgestellte Zustand entsprechend ausgewertet.
Durch diese Steuerrechnereinheit werden sämtliche in der Verkehrssimulationseinrichtung
VSE abzuwickelnden Funktionsabläufe gesteuert. Es ist ihr eine Speichereinrichtung
SE zugeordnet, die zumindest in einen Arbeitsspeicher, einen Programmspeicher und
einen Datenspeicher für die Abwicklung der bestimmungsgemäßen Aufgaben gegliedert
ist. Die bei der Herstellung einer Verbindung notwendigen FunktionsSolgen können
als vorprogrammierte Standardabläufe in den entsprechenden Abschnitten der Speichereinrichtung
SE eingespeichert sein. Neben diesen Standardabläufen kann auch die Möglichkeit
vorgesehen sein, aus einer Anzahl von vorgegebenen Funktionsbausteinen einen beliebigen
Funktionsablauf für eine herzustellende Verbindung zusammenzustellen. Diese Funktionsbausteine
können Teilabschnitte der erforderlichen Sende-, Empfangs- und Zeitfunktionen betreffen.
Wird diesen in entsprechenden Speicherabschnitten enthaltenen einzelnen Funktionsbausteinen
ein bestimmter Eingabecode zugeordnet, so sind
sie über die diesem
Code entsprechende Tastenbetätigung adressierbar und können in der Reihenfolge ihres
Aufrufes in einem hierfür vorgesehenen Abschnitt eines Spei cherteiles übernommen
werden. Aus der Gesamtzahl der vorhandenen Teilfunktionen läßt sich somit ein bestimmter
Verbindungsablauf festlegen. Jedem auf die genannte Weise einzuprogrammierenden
Ablauf kann dann eine bestimmte Kennung in Form eines aus den Tastensymbolen einer
Eingabetastatur gebildeten Codebegriffes zugeteilt werden. Diese Eingabetastatur
kann Teil eines der Verkehrssimulationseinrichtung unmittelbar zugehörigen Bedienfeldes
BF oder auch die Eingabetastatur eines zuzuordnenden Bedienblattschreibers BS sein.
Durch die entsprechende Eingabe der festgelegten Kennung ist dann der jeweils zugehörig
Gesprächsablauf, der grundsätzlich jeder beliebigen Teilnehmenachbildung TN zugeordnet
werden kann, abrufbar. Dies trifft in gleicher Weise für die vorprogrammierten Standardabläufe
zu, die in ihrer Gesamtheit durch die Eingabe eines als Kennung jeweils zugeordneten
Auftragcodes abzurufen sind.
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Neben diesem Auftragscode, der dem Aufruf einer bestimmten Gesprächsart
bzw.Verbindungsart dient, sind noch weitere Informationen durch die entsprechende
Betätigung bestimmter Tasten der jeweiligen Eingabetastatur zu übermitteln. Diese
Informationen betreffen beispielsweise die Nummern der Teilnehmernachbilaungen zwischen
denen eine Verbindung aufgebaut werden soll, sowie zumindest die Rufnummer der als
gerufener Teilnehmer zu betrachtenden Nachbildung. Die Zuordnung der Rufnummern
zu den einzelnen Teilnehmernachbildungen wurde bereits bei der Ankopplung der Verkehrssimulationseinrichtung
VSE an das jeweilige Vermittlungssystem vorgenommen.Weitere einzugebende Informationen
betreffen beispielsweise die für die Teilnehmer des jeweiligen Vermittlungssy-
stems
vorgegene Wahl art und die Behandlung eines eventuell auftretenden Fehlers. Die
genannten Informationen, die für einen Betriebsablauf erforderlich sind, können
beispielsweise für die einzelnen unterschiedlichen Informationsarten jeweils in
einem zweistelligen Funktion code eingegeben werden.
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Als Teil eines Betriebsablaufes sind in aller Regel mehrere Prüfabläufe
vorgesehen, durch die jeweils in bestimmten Ablaufphasen die ordnungsgemäße Funktion
des Vermittlungssystems bzw. ein Fehlverhalten festgestellt werden kann. In Abhängigkeit
von der für eine Verbindung zwischen zwei Teilnehmernachbildungen gewählten Gesprächsart
können beispielsweise während des Betriebsablaufes, d.h. zwischen Belegen der Vermittlungseinrichtung
durch den rufenden Teilnehmer bis zum Auslösen der jeweils aufgebauten Verbindung
insgesamt fünf Prüfungen vorgesehen sein. Durch diese Prüfungen kann z.B. kontrolliert
werden, ob die in bestimmten Ablaufphasen notwendige Anschaltung von Hörtönen tatsächlich
erfolgt ist. Neben diesen beispielssweise in Form eines Wähltones, eines Freitones
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Besetzttones oder eines besonderen Prüftones erzeugten Hörtöne sind
noch weitere, in der Regel als Steuerimpulse auf der Anschlußleitung übertragene
Kriterien zu überprüfen.
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Dies betrifft beispielsweise die Schleifenindikation, die Rufströme
und die Gebührenimpulse.
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Für die vorzunehmende Prüfung von auf der Leitung übertragenen Einzelimpulsen
bzw. von Impulsmustern, die jeweils,wie bereits erwähnt durch den sich in gleicher
Weise ändernden Ausgangszustand eines entsprechenden Empfangsschaltmittels bzw.
einer Indikationsstelle abgebildet werden kann auf einzelne Prüfkategorien zurückgegriffen
werden. Diese sind als entsprechende Be-
fehlsfolgen jeweils abgespeichert
und bilden somit einzelne Prüfbausteine durch deren Auswahl der Prüfablauf vorgegeben
werden kann. Je nach Prüffall können sie dabei in ihrer Gesamtheit oder auch nur
teilweise herangezogen werden. Die je nach Bedarf einzeln aneinanderzureihenden
Prüfbausteine betreffen z.B. das Prüfen auf Ansprechen bzw. auf Nichtansprechen
des jeweiligen Indikationsschaltmittels sowie das Prüfen auf Abfallen bzw. auf Nichtabfallen
des Indikationsschaltmittels.
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Diese einzelnen Bausteine können jeweils für jede der insgesamt vorgesehenen
Prüfsituationen als entsprechende Befehlsfolgen abgespeichert sein. Sie können also
als Prüfbausteingruppe z.B. für die Hörtonauswertung, für die Gebührenindikation,
die Rufindikation usw.
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maßgebend sein.
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Der Zugriff zu den vier genannten Prüfkategorien ist im Ausführungsbeispiel
dadurch symbolisch gezeigt, daß in einem der Speichereinrichtung SE zugehörigem
Speicherabschnitt SA die vier Speicherzeilen PK1 bis PK4 dargestellt sind. Sie enthalten
jeweils die die betreffende Prüfkategorie bestimmenden Befehlsfolgen.
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Weiterhin sind eine Mehrzahl von Zeitgliedzählern vorhanden, die nach
zwei verschiedenen Grundzeiten aufgeteilt sein können. Durch einen vorzugebenden
Zeitfaktor z kann dann jeweils ein ihm entprechendes Vielfaches einer Grundzeit
als Zeitspanne, die im Bedarfsfall zu berücksichtigen ist, vorgegeben werden. Es
ist zumindest für jede der insgesamt gleichzeitig durch die Verkehrssimulationseinrichtung
aufzubauenden Verbindungen eine Zeitgliedzelle vorhanden. Das Vorhandensein von
Zeitgliedern ist symbolisch durch die Speicherzeile ZG dargestellt.
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Wie bereits erwähnt, liegt der für eine bestimmte Verbindung zwischen
zwei Teilnehmernachbildungen gewünschte Betriebsablauf entweder als einmal eingegebener
Standardabauf vor oder er kann als programmierbare Gesprächsart durch die Eingabe
festgelegter Codebegriffe zusammengestellt werden. Wird diese Möglichkeit gewählt,
so entsteht dann durch die Aneinanderreihung von Funktionscodes der gewünschte Gesprächsablauf.
Die aus den gebildeten Sendefunktionen, Zeitfunktionen und Prüfungen jeweils ausgewählten
Funktionscodes werden,gesteuert durch die Steuerrechnereinheit ST in Form der zugeordneten
Befehlsfolgen in einem für jede mögliche Verbindung vorhandenen Speicherabschnitt
SAv in der eingegebenen Reihenfolge abgelegt. Damit ist ein bestimmter Gesprächsablauf
vorgegeben. Diesem einprogrammiertem Ablauf wird eine bestimmte Kennung zugeteilt,
die beispielsweise durch einen zweistelligen Codebegriff gebildet sein kann. Durch
Eingabe dieser Kennung vermittels der vorhandenen Eingabetastatur ist dann der jeweilige
Gesprächsablauf abrufbar. Wie bereits erläutert werden während eines derartigen
Gesprächsablaufes verschiedene Prüfungen von Hörtönen oder anderer Steuerkriterien
vorgenommen. Diese jeweiligen Prüfabläufe sind also gleichfalls im Speicherabschnitt
SAv enthalten. Von den möglichen Prüfungen soll der Prüfablauf bei der Prüfung des
Rufstromes, der als vorgegebenes Impulsmuster zum gerufenen Teilnehmer zu übertragen
ist, beipielhaft betrachtet werden. Von den Informationen, die im Speicherabschnitt
SAv zur Festlegung des Betriebsablaufes eingeschrieben wurden, sind nur diejenigen
Informationen, die die Überprüfung des Rufstromes betreffen, angedeutet. Für den
Prüfablauf müssen aus den vorhandenen Prüfbausteinen PK die jeweils maßgebenden
ausgewählt und über den ihnen jeweils zugeordneten Codebegriff durch die Tastatur
eingegeben werden. Dies kann in gleicher Weise wie die Ein-
gabe
der übrigen Informationen hexadezimal erfolgen. Die Festlegung des jeweiligen Prüfbausteines
wird ergänzt durch die Angabe einer Zeitspanne, in der das für die jeweilige Teilprüfung
zu erwartende Ergebnis registrierbar sein muß. Innerhalb dieser Zeitspanne muß also
jeweils ein bestimmter Ausgangszustand des zugehörigen Indikationsschaltmittels
auftreten oder beibehalten werden. Unter der Voraussetzung, daß zwei Zeitglieder
mit sich voneinander unterscheidenden Grundzeiten, also beispielsweise ein Kurzzeitglied
von 10 ms und ein Langzeitglied von 500 ms gewählt werden können, muß die Art des
Zeitgliedes durch Eintasten des zugeordneten Codebegriffes festgelegt werden. Im
Beispiel wurde für sämtliche Prüfbausteine das Zeitglied ZG1 gewählt, das beispielsweise
ein Kurzzeitglied sein soll. Um die Zeitspanne festzulegen ist dann der Zeitfaktor
z einzugeben. Die für den einzelnen Prüfschritt jeweils maßgebende Zeitdauer ist
dann durch das ihm entsprechende Vielfache der Grundzeit- bestimmt. Im Ausführungsbeispiel
sind für die einzelnen durch die Prüfbausteine festgelegten Prüfschritte die Zeitfaktoren
zl bis z4 gewählt. Um eine gesonderte Auswertung der bestimmten Prüfungen zugeordneten
unterschiedlichen Fehlerarten zu ermöglichen, werden die einen Prüfablauf festlegenden
Informationen durch die Eingabe des bei der jeweiligen Prüfung möglicherweise auftretenden
Fehlertyps ergänzt. Dies ist durch den Begriff F1 angedeutet, der in diesem speziellen
Fall bedeuten soll, daß eine registrierte Abweichung vom vorgegebenen Impulsmuster
einen Fehler beim einzuspeisenden Rufstrom betrifft.
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Beim Auswerten eines periodisch auftretenden Impulses, wie dies beim
Ruf der Fall ist genügt es grundsätzlich, die Impulszeit und die sich daran anschließende
Pausenzeit zu beurteilen. Hierzu werden, wie dies anhand des
Impulsdiagramms
der Fig. 2 im folgenden erläutert wird die genannten vier Prüfbausteine benötigt.
Es müssen jedoch nicht immer alle vier Prüfschritte angewandt werden. Bei anderen
zu beurteilenden Signalen sich auch weniger Prüfschritte ausreichend um das betreffende
Signal zu analysieren und gegenüber anderen abzugrenzen. Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bei einer Verkehrssimulationseinrichtung schränkt zudem der jeweilige
Verbindungszustand die möglichen Signale ein.
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Der Zeile a der Fig. 2 ist die zeitliche Zusammensetzung eines z.B.
durch 25 Hz-Impulse gebildeten Rufsignals zu entnehmen. Der gleichfalls angelegte
Rufton von z.B. 400 Hz würde damit übereinstimmen. Die Impulszeit beträgt beispielsweise
eine Sekunde der sich dann eine Pausenzeit von beispielsweise 4 Sekunden anschließt.
Zum Zeitpunkt des erforderlichen Aussendens eines Rufsignals wird der Ausgangszustand
des zugeordneten Empfangsschaltmittels, der sich bei einem ordnungsgemäßen Ablauf
in bereinstimmung mit dem Signal ändert, überprüft. Hierzu werden die vier in der
Speicherteileinheit SA abgespeicherten Prüfkategorien PK1 bis PK4 entsprechend der
im Speicherteil SAv festgelegten Reihenfolge herangezogen. PK1 soll das Prüfen auf
Ansprechen, PK2 das Püfen auf Nichtansprechen, PK3 das Prüfen auf Abfallen und PK4
das Prüfen auf Nichtabfallen des Empfangs- bzw. Indikationsschaltmittels beinhalten.
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In den Zeilen b bis e sind die einzelnen Zeitspannen angegeben, in
denen die jeweils maßgebende Prüfkategorie gelten soll. Diese Zeitspannen sind wie
bereits geschildert durch den eingegebenen Zeitfaktor z und durch das ausgewählte
Zeitglied bestimmt. Für das Prüfen auf Ansprechen wird mit Beendigung der Wahl abhängig
vom System eine maximale Zeit ta vorgegeben. Durch die Steu-
errechnereinheit
wird in einem bestimmten Zeitraster beispielsweise in einem 10 ms Raster der Ausgangszustand
des Indikationsschcltmittels abgefragt. Es wird also geprüft, ob innerhalb der vorgegebenen
Wartezeit ein bestimmtes Signal auftritt. Dies soll zum Zeitpunkt tl der Fall sein.
Aus Gründen der Störbefreiung wird das festgestellte Signal erst dann an solches
gewertet, wenn während einer angemessenen Zeit von beispielsweise 100 ms die nachfolgenden
Abtastungen das gleiche Ergebnis haben. Gleichzeitig können dadurch die Toleranzen
des Signals und die Auswertedauer berücksichtigt werden.
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Dies gilt in gleicher Weise für die abfallende Flanke eines Signals.
Kurze Störungen des Nutzsignals im Bereich weniger Millesekunderf können deshalb
zu keiner Fehleraussage führen. Ist das gesetzte Zeitglied abgelaufen und das erwartete
Signale wurde nicht registriert, so führt dies zur Fehlerbehandlung. Gemäß Zeile
c folgt beginnend mit dem Zeitpunkt t2 der beispielsweise 100 ms nach der erstmaligen
Registrierung'des Ansprechens liegt, zum Zeitpunk tna das Prüfen auf Nichtabfallen.
Dieser Zeitpunkt tna liegt aus Gründen der Störbefreiung und der Auswertesicherheit
eine kurze Zeit von beispielsweise 100 ms vor dem Zeitpunkt, zu dem der Abfall des
Signals zu erwarten ist. Beim Prüfen auf Nichtabfallen wird demnach festgestellt,
ob innerhalb einer gewählten Wartezeit, die durch die Zeitpunkte t2 und tna definiert
ist, ein bestimmtes Signal nicht eintrifft. Ist also das gesetzte Zeitlgied abgelaufen
ohne daß innerhalb der Wartezeit die Änderung im Signal registriert wird, so wird
der nächste Prüfschritt ausgeführt. Dieser Prüfschritt besteht im Prüfen auf Abfallen.
Es wird hierfür gemäß Zeile d wiederum, beginnend zum Zeitpunkt tna eine bestimmte
Zeitspanne bis zum Zeitpunkt tab vorgegeben. Wird das erwartete Signal, also die
Änderung des Ausgangszustandes erkannt, so schließt sich der nächste Prüfschritt,
nämlich
das Prüfen auf Nichtansprechen an. Würde das erwartete Signal nicht innerhalb der
Wartezeit registriert werden, so führt dies wieder zur festgelegten Fehlerbehandlung.
Das nachfolgende Prüfen auf Nichtansprechen erfolgt während der auf die vorgegebene
Pausenzeit abgestimmten Zeitspanne,die gemäß Zeile c durch die Zeitpunkte t4 und
tn vorgegeben sein soll.Wird also innerhalb dieser festgelegten Wartezeit, d.h.
bis zum Ablauf des gesetzten Zeitgliedes kein Signal registriert, so wird dies als
einwandfreier Prüfablauf gewertet. Trifft ein Signal innerhalb der Wartezeit ein,
so liegt ein Fehler vor. Der betreffende Fehlertyp kann dann zur weiteren Auswertung
abgespeichert werden.
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Bei periodisch auftretenden Impulsen reicht in der Regel zu seiner
eindeutigen Bestimmung bzw. Beurteilung die erläuterte Prüfung anhand der vier Prüfkategorien
aus. Es können jedoch auch beliebig komplizierte Impulsmuster ausgewertet werden.Es
sind hierzu lediglich die jeweils maßgebenden Prüfkategorien auszuwählen und in
Verbindung mit den jeweils zugehörigen Zeitspannen einzuspeichern. In vielen Fällen
genügt es auch nur eine Prüfkategorie für die Beurteilung eines auftretenden Signalzustandes
heranzuziehen. So kann beispielsweise durch das Prüfen auf Nichtansprechen der jeweils
in Frage kommenden Indikationsstelle eine Gassenbesetztprüfung oder eine Prüfung
auf auftretende Störsignale im Gesprächszustand vorgenommen werden.
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