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Einrichtung zur Herstellung großflächiger Stahlbetonplatten Die Erfindung
betrifft eine Einrichtung zur Herstellung von gegebenenfalls mit Stegen versehenen,
lSngs- und querarmierten großflächigen Stahlbetonplatten geringer Dicke, welche
durch mit den Untergurten eingebettete Stahlleichtträger nach Art von Dreieckaraumfachwerken
ausgesteift sind.
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Bei der Herstellung von Stahlbetonplatten,welche aus einez relativ
dünnen bewehrten Betonlage und in diese Betonlage lediglich mit den Untergurten
eingebetteten, im Querschnitt zumeist dreieckigen Stahlleichtträgern bestehen und
gegebenenfalls mit Stegen versehen sind, bildet es nach wie vor ein Problem, die
Arbeitafolge von der Zusammenstellung der Plattenbewehrung an bis zur End- oder
Zwischenlagerung der fertig ausgehärteten Stahlbetonplatten technisch funktionell
und wirtschaftlich zu gestalten. Ein Grund hierfUr ist die großflSchige Ausdehnung
der Stahlbetonplatten.Dies führt zu Schwierigkeiten bei ihrer Handhabung. Ein weiterer
Grund ist die verschiedenartige Zusammenstellung der Plattenbewehrungen in Abahängigkeit
von der jeweiligen Verwendung der fertigen Stahlbetonplatten.Vom Stahlverbrauch
her ist die wirtschaftlichste Bewehrungsart eine nach dem Momentenverlauf abgestufte
Bewehrung aus losen Längsbewehrungsstäben,mglichst dünnen, noch zulässigen Querbewehrungsstäben
und Stahlleichtträgern im grdßt möglichen Abstand,oder wahlweise eine Bewehrung
aus einer möglichat dünnen Baustahlmatte, darauf liegenden Zulagelängsbewehrungsstäben
und mit der Baustahlmatte durch Bindedrähte verbundenen Stahlleichtträgern, ebenfalls
im größtmöglichen Abstand.Dieser Abstand liegt bei etwa 600 mm und der noch zulässige
Durchmesser der losen Querbewehrungsstäbe ist 5,5 mm.
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Von den Materialkosten her wird auch angestrebt, die an sich teuren,
beim Bewehren solcher Stahlbetonplatten sonst üblichen Abstandshalter einzusparen
und die Bewehrung in den bereits ausgebreiteten Beton von außen her durch Auflast
in die Lage mit der geforderten BstonUberdcckung zu bringen. Es wird dabei versucht,
die gesamte Bewehrung durch daß Gewicht eines großflächigen Krangehänges während
des Betonverdichtens in den Beton einzudrAcken. Das Gewicht wirkt dabei nur auf
die Stahlleicht träger ein. Da dies wegen der dUnnen Querbewehrungsstäbe und des
relativ großen Abstands der Stahlleichtträger für die zwischen den Stahlleichtträgern
liegenden Anteile der Stahlbewehrung nicht zu dem gewtlnschten Ergebnis führt, werden
zusStzlich längere Eindrflckleisten vorgesehen, die das KrangehAngegewicht auch
auf die dazwischen liegende Bewehrung übertragen.
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Sobald aber nur ein Stahlleichtträger oder eine Eindrückleiste auf
einem Einbauteil im Beton aufliegt, kommt das ganze Krangehänge in eine Schieflage
und die Bewehrung kann nicht die einwandfreie Lage der geforderten Betonüberdeckung
erreichen. Zusätzlich kommen die Obergurte der Stahlleichtträger aus der zur Stahlbetonplattenunterseite
parallelen Ebene und es können die ausgehärteten Stahlbetonplatten ohne teure Zusatzeinrichtungen
nicht mehr auf den Obergurten der darunterliegenden Stahlbetonplatten gestapelt
werden.
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Man versucht zwar neuerdings zur Abschwächung der beschriebenen Nachteile
die Eindrückleisten gelenkig am Krangehänge zu befestigen und beim Absenken des
Gehänges von Hand die jeweils mit dem Einbauelement des Betons oder mit dem versetzten
Stahlleichtträger kollidierende Eindrückleiste aus zuschwenken. Dieser Vorgang ist
aber viel zu arbeitsaufwendig.
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Nach dem Abheben des Krangehänges verbleiben auch von den Eindrückleisten
hervorgerufene tiefe Rillen,die durch Nachverdichten nicht geschlossen werden können,
da die dann völlig entlastete Bewehrung wieder aus der eingenommenen Lage käme und
auch die Obergurte der Stahlleichtträger aus der eventuell eingenommenen gemeinsamen
horizontalen Ebene wieder gebracht würden.
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Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff
des Anspruchs 1 beschriebene Einrichtung so zu verbessern, daß sowohl der Arbeitsablauf
im Zuge der Herstellung einer Stahlbetonplatte technisch-funktioneller sowie wirtschaftlicher
gcstaltet als auch gewährleistet werden kann, daß unabhängig von der Art und der
Zusammenstellung der Plattenbewehrung diese einwandfrei in die Lage mit der geforderten
Betontiberdeckung gelangt.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen.
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Entscheidend hieran ist die Tatsache, daß nunmehr die einzelnen Arbeitsabläufe
unter Einschaltung des Krangehänges verzahnungsartig ineinandergreifen. Aufgrund
dieses technischfunktionellen Zusammenwirkens wird eine Automatisierbarkeit des
gesamten Herstellungsvorgangs ermöglicht r Dies führt letzt lich nicht nur zu einem
wesentlich verbesserten Produkt, sondern auch zu einem Erzeugnis, das unter ökonomischen
Gesichtspunkten hergestellt werden kann. Damit sind auch alle eingangs erläuterten
Mängel der bislang bekanntgewordenen Krangehänge zum Einbringen der Plattenbewehrung
in die vorgeschriebene Lage mit der geforderten Betonüberdeckung beseitigt Durch
die Verwendung des Krangehänges als Verbindungsglied
zwischen allen
Arbeitsabläufen und als variierbares Auflastelement während der Verdichtung und
einer eventuellen Nachverdichtung der mit der Bewehrung versehenen Betonschale kann
jetzt auf Handarbeiten weitgehend verzichtet werden.Dies schließt nicht nur menschliche
Unzulänglichkeiten aus, sondern trägt auch dazu bei, daß die statischen Anforderungen
an eine Stahlbetonplatte voll im ausgehärteten Endprodukt verwirklicht werden. Unabhängig
von der Art der Zusammenstellung der Bewehrung wird in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Verwendungszweck eine gezielte Fixierung aller Elemente der Bewehrung in der zunächst
noch weichen Betonschale erreicht. Es spielen dabei weder die Seitenästände der
Stahlleichtträger noch die Durchmesser, insbesondere der Querbewehrungastäbe, eine
Rollt. Auch sind leine Sollbruchstellen mehr vorhanden, da noch ein Verdichten mit
abgehobenen Eindrückleisten unter fortdauernder Belastung der Stahlleichtträger
bei plangerechter Lage der Bewehrung möglich ist.
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Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung können völlig flache Stahlbetonplatten
hergestellt werden. Ferner kennen Stahlbetonplatten mit seitlichen Längsstegen oder
mit mehreren Längsrippen angefertigt werden. Darüber hinaus können auch sehr kostensparend
zweischalige Stahlbetonelemente,bestehend aus zwei dUnnen,im Abstand voneinander
gehaltenen, großflächigen Stahlbetonplatten erzeugt werden. Diese sind dann durch
die Stahlleichtträger miteinander verbunden.
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Die Einrichtung setzt sich aus mehreren einzelnen Bausteinen zusammen,
die funktionell miteinander verschmolzen sind. Als Kopplungselement wirkt das mehrgliedrige
Krangehänge. Dieses ist durchseine spezielle Ausgestaltung nicht nur geeignet, die
auf der Bewehrungslehre plangerecht zusammengestellte
Bewehrung
aufzunehmen und zu dem zwischenzeitlich mit Beton gefüllten Schalboden zu transportieren,
sondern nimmt nach ihrer Justierung am Schalboden auch die Aufgabe wahr, sämtliche
Teile der Bewehrung während des Verdichtens gezielt in den noch weichen Beton einzubringen.
Auf diese Weise kann die geforderte Betonüberdeckung exakt gewährleistet werden.
Ferner Uhernimmt das Krangehänge den Transport des Schalbodens mit der noch weichen
Stahlbetonplatte zur Härtean lage einschließlich des Transports des Schalbodens
mit der ausgehärteten Stahlbetonplatte von der Härteanlage zum Entschalplatz sowie
der Entschalung der Stahlbetonplatte bis hin zur Lagerung. Die Abstimmung der einzelnen
Arbeitsgänge aufeinander ist derart getroffen, daß bei Verwendung einer Kran Steuerung
mit Prozeßrechner Stahlbetonplatten kontinuierlich nacheinander gefertigt werden
können, ohne daß, insbesondere für das Umsetzen der Platten, aufwendige und kostenträchtige
Handarbeiten notwendig wären.
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Eine vorteilhafte Ausfuhrungsform der Einrichtung nach der Erfindung,
welche ein mehrteiliges rahmenartiges Krangehänge aufweist, kennzeichnet sich durch
einen an der Bewehrungslehre sowie am Schalboden zentrierbaren und mit dem letzteren
selbsttätig kuppelbaren Tragrahmen als Basis sowohl für eindemgegenüber in der Vertikalen
begrenzt relativ verlagerbarea auf die Stahlleichtträger und die in ihrer Bereich
darunter liegenden Anteile der Bewehrung von oben einwirkendæ, in der Höhenlage
zum Schalboden einstellbares Auflastelement als auch für auf die Längsbewehrungsstäbe
und die Querbewehrungsstbe bzw. eine Baustahlmatte mit evtl.
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Zulaebewehrungsstäbender Bewehrung getrennt vertikal einwirkende Positionsglieder.
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Der Tragrahmen ist in der Regel rechteckig gestaltet und besitzt
beispielsweise mehrere oberseitige Hubösen zum
der Längsausdehnung
des Tragrahmens vorgesehen sein können.
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Vorstellbar ist es aber auch, daß auf der einen Seite des Tragrahmens
sich nur eine Huböse befindet und auf der anderen Seite zwei Hubösen angeordnet
sind.
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Die eine oder andere Ausführungsform ist davon abhängig, ob der jeweils
zur Verfügung stehende Kran über vier oder drei gleich ablaufende Hubseile verfügt.
Grundsätzlich kann jedoch bei beiden Ausführungsformen das Krangehänge in einer
horizontalen Ebene eingestellt und in dieser Lage sicher gehalten werden.
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Die vertikale Verlagerbarkeit des Auflastelements relativ zum Tragrahmen
hat den Vorteil, daß die Stahlleichtträger und die in ihrem Bereich darunterliegenden
Anteile der Quer- Lrd Längsbewehrungsstäbe auch dann gleichmäßig in die Lage mit
der geforderten Betonüberdeckung gebracht werden, wenn die Obergurte anfänglich
nicht in ein und derselben Ebene liegen.
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Durch die gezielte Vertikalführung des Auflastelements wird ein Verkanten
vermieden und eine stetige parallele Absenkung zur stets horizontalen Einstellung
des Tragrahmens gewährleistet Da das Auflastelement außerdem bezüglich der gewünschten
Endlage -mit dem Schalboden als Bezugspunkt - einstellbar ist, wird mit dafür Sorge
getragen, daß die Bewehrung in die Lage mit der geforderten Betonüberdeckung in
die noch frische Betonschicht eingebracht wird.
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Getrennt von dem Auflastelement sind die ebenfalls vom Tragrahmen
gehaltenen Positionsglieder angeordnet, welche dafür Sorge tragen, daß die in ihrem
Bereich liegenden Anteile der Quer- und Längsbewehrungsstäbe ebenfalls gezielt vertikal
in die Lage mit der geforderten Betonüberdeckung gebracht werden. Die selbständige
Zentrierbarkeit des Tragrahmens sowohl an der Bewehrungslehre als auch am Schalboden
stellt
sicher, daß zur Aufnahme der Plattenbewehrung durch den
Tragrahmen und zur korrekten Einbringung in den weichen Beton keine besonderen zuaatzlichen,
lohnaufwendigen Maßnahmen erforderlich sind. Durch das Zusammenwirken des Auflastelements
für die Stahlleichtträger und den Anteilen der darunter liegenden Quer- und Längsbewehrungsstäbe
mit den jeweils im Mittenabstand zweier benachbarter Stahlleichtträger befindliche
Positionsgliedern für die darunter liegenden Anteile der Quer-und Längsbewehrungsstäbe,
wird mit Sicherheit die gesamte Bewehrung in die Lage mit der geforderten Betonüberdeckung
gebracht. Hierbei ist es wichtig, daß das Auflastelement sowie die Positionselemente
einzeln nach oben nachgeben können,wenn sie beim Einbringen der Bewehrung zunächst
auf einen Widerstand stoßen, damit der Tragrahmen als Basis für die vertikale Verlagerbarkeit
der Bewehrung nicht aus der horizontalen Lage kommt.
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Ein zweckmäßiges Merkmal der Erfindung bestehtdlrin, daß an den Endabschnitten
des Tragrahmens nach unten vorkragende, mit dem Schalboden zusammenwirkende Zentrierholme
vorgesehen sind. Bevorzugt besitzen die Zentrierholme an ihren freien Enden abgeschrägte
Innenflächen. Eine derartige Ausbildung ermöglicht es somit, daß auch bei Längen
von 15 bis 20 m das Krangehänge beim Absenken durch den Kran sich selber ohne zusätzliche
Hilfe sowohl an der Bewehrungslehre als auch am Schalboden zentriert und mit diesen
Bausteinen der Einrichtung die geforderte Sollage einnimmt.
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Die Zentrierholme können profilträgerartig gestaltet sein.
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In diesem Zusammenhang kennzeichnet sich ein weiteres vorteilhaftes
Merkmal der Erfindung dadurch, daß die Zentrierholme über den Tragrahmen hinaus
nach oben verlängert und durc
Traversen portalartig verbunden sind.
Der Tragrahmen wird dadurch nicht über die Zentrierholme auf Verwindung beansprucht.
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Auch dient diese Ausbildung insbesondere dem Zweck, die Schalböden
für das Aushärten der Stahlbetonplatten genau übereinander stapeln zu können.
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Die selbständige Kupplung des Krangehänges mit dem Schalboden und
die Entkupplung kann auf verschiedene Weise bewirkt werden. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß die Zentrierholme mit Kuppelelementen
zur selbsttätigen Verriegelung mit dem und Entriegelung von dem Schalboden versehen
sind. Dabei bestehen die Kuppelelemente aus einem Kurvenstück mit Auflaufschräge,
Fangnase und Fangnute sowie aus einem gewichts- oder federbelasteten Schwenkflügel
an einem Zentrierholm, die jeweils mit einem vom Schalboden seitlich vorkragenden
Zapfen zusammenwirken. Das Kurvenstück besitzt die entsprechend geformte Auflaufschräge
und eine oberseitige Fangnase. Beim Absenken des Tragrahmens gleitet der Zapren«uerst
entlang der vertikalen Seitenbegrenzung des Zentrierholms, gleitet dann auf das
Kurvenstück , wobei der Tragrahmen horizontal ausgelenkt wird. Beim weisen Absenken
des Tragrahmens gleitet der Zapfen 50 lange am Kurvenstück entlang, bis er abermals
an der vertikalen Seitenbegrenzung des Zentrierholms zu liegen kommt. Das Absenken
des Tragrahmens wird sodann durch einen Kontakt eines Endschalters beendet.
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Nach anschließendem Heben des Tragrahmens gleitet der Zapfen in die
Fangnase, bis sich der Tragrahmen mit dem Schalboden kraftschlüssig verspannt, so
daß der Schalboden angehoben werden kann. Dant die durch das Zusammenwirken des
Kurvenstücks mit dem Schalbodenzapfen ausgelösten Kuppeikräfte zentrisch auf das
Krangehänge einwirken, es von Vorteil, wenn sich die Kuppelelemente auf den Lngsseiten
des Tragrahmens gegenüberliegen.
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Beim Entkuppeln wird durch Ab senken des Tragrahmens der Zapfen mit
dem gewichts- oder federbelasteten Schwenkflügel in Kontakt gebracht und schwenkt
diesen gegen den Einfluß des Gewichts oder der Feder aus der Sperrstellung heraus.
Nach Erreichen einer durch einen Endschalter vorbestimmten Höhe klappt der Schwenkflügel
wieder in die Sperrstellung. Anschließend kann durch eine kombinierte L§ngs- und
Vertikalbewegung das Krangehänge relativ zum Schalboden abgehoben werden. Hierbei
klappt der Schwenkflügel noch einmal aus der Sperrstellung heraus, nimmt diese aber
sofort wieder ein, wenn sich der Zapfen im Höhenbereich der Fangnase befindet.
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Das selbatätige und zwangsläufige Ein- und Auskuppeln wird folglich
durch Endschalter bei der Vertikalbewegung des Krangehänges Uberwacht. Die Schwenkbewegungen
des Schwenkflügels zum Ein- und Auskuppeln werden durch unterschiedliche Absenkwege
des Krangehänges bewerkstelligt, wobei das Zurückstellen des Schwenkflügels durch
ein Gewicht oder durch eine Feder erfolgt. Es werden keine zusätzlichen Antriebsmittel
in Form von Elektromotoren oder Elektromagneten benötigt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Tragrahmen zwei
durch Traversen miteinander verbundene Längsholme auf und die Traversen bilden Führungen
für die an ihnen entlang verschieblichen Positionsglieder. Die Längsholme können
beispielsweise aus U-Profilen bestehen, die mit den Flanschen gegeneinander gerichtet
sind. Die U-Profile können durch Querstege ausgesteift sein. Die Tra-versen bestehen
vorzugsweise aus zueinander parallel verlaufenden Rohren. Der Querschnitt der Rohre
ist beliebig. Neben der Aufgabe, den Tragrahmen zu versteifen, sollen die Rohrtraversen
auch zur Führung der
Positionsglieder dienen. Diese sollen gegebenenfalls
gruppenweise ohne besondere MUhe exakt in die Mitte zwischen zwei parallel zueinander
verlaufenden Stahlleichtträpern verschoben werden können, um hier gezielt auf die
LYngs- und Querstäbe der Bewehrung einzuwirken.
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Die Positionsglieder bestehen vorteilhaft jeweils aus einer sich
weitgehend parallel zu den StahlleichttrSgern erstreckenden Eindrückleiste begrenzter
Länge, einer in einem Gehäuse vertikal zwangsgeführten Stange und einem Gewicht
am freien Ende der Stange. Die Länge der Eindrckleisten und der Abstand zwischen
zwei in Längsrichtung des Tragrahmens aufeinanderfolgenden Positionsgliedern ist
so bemessen, daß sämtlichen vorkommenden Bewehrungsplänen von Stahlbetonplatten
Rechnung getragen werden kann. Die Positionsglieder können z.B. auch um 900 gedreht
werden, um den Gegebenheiten bei einer Stahlbetonplatte mit Stegen oder Rippen Rechnung
zu tragen. Die Eindrückleisten erstrecken sich dann parallel zu den Traversen. Die
Führungsgehäuse für die Stangen sind den Fohrtraversen unverdrehbar zugeordnet,
so daß die Vertikalbewegung sichergestellt bleibt. Die Gewichte befinden sich oberhalb
der Führungsgehäuse. Mithin wird die Bewegung jedes Positionsglieds nach unten hin
durch die Oberkante des FUhrungsgehEuses begrenzt, wobei sichergestellt ist, daß
beim Anliegen der Gewichte auf den Oberkanten der Gehäuse alle Unterkanten der Eindrückleisten
in einer gemeinsamen Ebene liegen.Nach oben hin ist das Positionsglied über die
gesamte Länge der Stange frei verschieblich. Auf diese Weise wird erreicht, daß
beim Absenken des Krangehänges das einzelne Positionsglied sich frei auf den Bereich
der Bewehrung einstellen kann, den es in die geforderte Überdeckung mit der Betonfüllung
bringen soll.
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Folglich kann es sich dann auch während des Verdichtens, insbesondere
durch RUtteln, langsam nach unten absenken und die Bewehrung fixieren.
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Die Postionsglieder können grundsätzlich einzeln auf den Rohrtraversen
verschoben werden. Eine denkbare Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß
die FUhrungsgehAuse der parallel zu den Längsholmen fluchtend ausgerichteten Positionsglieder
mindestens bereichsweise miteinander verbunden sind. Auf diese Weise kann auch eine
gruppenweise Verlagerung der Positionsglieder durchgeführt werden.
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Die vorerwähnte Austührungsform von Positionsgliedern findet insbesondere
dann Anwendung, wenn Baustahlmatten mit darauf verknoteten Stahlleichtträgern verarbeitet
werden.
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Besteht hingegen die Plattenbewehrung aus losen Einzelelementen,wie
Stahlleichtträgern, Querbewehrungsstäben und LängsbewehrungsstEben, so sieht die
Erfindung vor, daß an den freien Enden der Positionsglieder ösenartige Mitnehmer
zum Transport dbr Bewehrung undloder einer fertigen Stahlbetonplatte begrenzt vertikal
verschieblich vorgesehen sind. Die Mitnehmerösen erstrecken sich parallel zu den
Stangen der Poftionaglieder.
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Durch die Mitnehmerösen können dann Tragstäbe seitlich eingeschoben
werden, um die Kopplung des Krangehänges mit der Bewehrung oder der ausgehärteten
Stahlbetonplatte herzustellen. Je nachdem, welche Art Bewehrung zur Anwendung gelangt,
fassen die Tragstäbe unter die Obergurte der Stahlleichtträger oder unter die Längsbewehrungsstäbe.
Die Relativverschiebbarkeit der Mitnehmerösen an den Stangen der Positionsglieder
wird zweckmäßig durch Gleitringe hergestellt, welche die Stangen umfassen.
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Erfindungsgemäß wind umfangsseitig des Tragrahmens Führungsbuchsen
befestigt, in welchen mit dem Auflastelement verbundene Hub stangen begrenzt vertikal
verschieblich angeordnet sind. Die aus statischen Gesichtspunkten gleichmäßig am
Umfang
des Tragrahmens verteilten Hubstange bilden somit Zwangsführungselemente für die
gezielte Relativverlagerung des Auflastelements zum Tragrahmen. Die Kup«ung sowohl
der dem Tragrahmen zugeordneten FUhrungsbuchsen als auch des Auflastelements mit
den Hubstangen erfolgt zweckmäßig durch Steckbolzen. Dabei besitzt das Auflastelement
umfangsseitig ebenfalls FUhrungsbuchsen, die mittels Steckbolzen fest, d.h. unverschieblich
mit den Hubstangen verbunden werden. Die Steckbolzen in den FUhrungsbuchsen des
Tragrahmens sitzen in Vertikalschlitzen, so daß die Relativverlagerung des Auflastelements
zum Tragrahmen einmal durch die Buchsen des Auflastelements und zum anderen durch
die Steckbolzen in den Führungsbuchsen begrenzt ist. Je nach Art der zu fertigenden
Stahlbetonplatte können die FUhrungsbuchsen in unterschiedlichen Höhenlagen mit
den Hubstangen verbunden werden.
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Nach der Erfindung ist vorgesehen, daß die unteren Enden der Hub
stangen radial vergrößert sind und mit an dem Schalboden vorgesehenen Hubtaschen
zusammenwirken. Die radiale Vergrößerung kann beispielsweise durch eine Tragscheibe
gebildet sein, deren Durchmesser großer als der nurchmesser der einzelnen Hubstangen
bemessen und mit ihrem freien Ende verschraubt ist. Die Hubtaschen am Schalboden
weisen in Längsrichtung einseitig offene Nuten auf, deren infflhrungsöffnungen in
Anpassung an die Auflaufschrägen der Kuppelelemente ausgerichtet sind. Das Einführen
der F!ubstangen in die Hbtaschen und ihr Herausziehen ist folglich automatisch mit
der Kupplung des Krangehänges mit dem Schalboden bzw. F.ntkupplung von dem Schalboden
verbunden.
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Entsprechend einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung weist
das Auflastelement vertikal nach oben frei und nach unten einstellbare, begrenzt
verschieblich geführte
Trägerbrücken bzw. Gewichte und längeneinstellbare
Distanzelemente aur.
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Die nach unten von einem mit dem Tragrahmen fluchtenden Grundrahmen
vorstehenden Führungsstangen bilden die Zwangsführungsbahnen für die Trägerbrücken,
welche mit ihrem Gewicht auf die Obergurte der Stahlleichtträger und auf die im
Bereich der Stahlleichtträger befindlichen Abschnitte der @ Längs- und Querbewehrungsstäbe
drücken. Sie stellen die stetige horizontal Lage der Trägerbrücken sicher, wenn
die Bewehrung in den wechen keton eingebracht wird, und zwar auch dann, wen diese
zunächst nur mit z.B. einem Stahlleichtträger in Kontakt gelangen. Unter Führung
an den Stangen gleiten die Trägerbrük-Ken jedoch dann gezielt vertikal abwärts und
drücken mit ihrer Gewicht die Stahlleichtträger zusammen mit abschnitten der Längs-
und Querbewehrungsstäbe in die vorgesehene Lage mit der Betonüberdeckung. Die Vertikalbewegung
der Trägerbrücken ist damit sowohl unabhängig von dem Gewicht des Grundrahnens als
auch vom tragrahmen und den von dem Tragrahmen vertikal geführten gewichtsbelasteten
Positionsgliedern.
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Die Trägerbrücken können sich/parallel zu den Traversen oder quer
zu diesen erstrecken. Ihre Lage ist von der Lage der Stahlleichtträger, d.h. von
der Art der Bewehrung abhängig. Bei Stahlbetonplatten mit Stegen oder Rippen müssen
aufgrund der Querlage der Stahlleichtträger die Trägerbrücken quer zu den Traversen
angeordnet werden. Um auch in diesem Falle möglichst allen Anforderungen an Stahlbetonplatten
@erecht werden zu können, werden auf den Grundrahmen paarweise nebeneinander zusätzliche
Führungsstangen aufgebaut und die Trägerbrücken überlappend in Längsrichtung des
Krangehänges aufgebaut.
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Die dem Grundrahmen zugeordneten lEngeneinstellbaren Distanzelemente
wirken mit dem Schalboden zusammen. Mit ihnen kann folglich der Abstand des Grundrahmens
zum Schalboden und damit auch der maximale Absenkweg der Trägerbrucken in Abahängigkeit
von der jeweiligen Bewehrungszusammenstellung bestimmt werden. Sie sind bevorzugt
auswechselbar angeordnet, um verschiedene Längen einsetzen zu können, ohne daß der
Einstellweg unverhältnismäßig groß wird. Als Fixpunkte können z.B. die Oberseiten
der Hubtaschen herangezogen werden. Der Grundrahmen ist von seiner Konfiguration
her an den Tragrahmen angepaßt, um hier die notwendige Übereinstimmung herbeizuführen.
Er besteht zweckmäßig aus Profillängsträgern und Profilquerträgern, wobei außenseitig
der Profillängsträger die Befestigungsbuchsen fUr die Hubstangen vorgesehen sind.
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Der Verschiebeweg der Trtgerbrücken nach oben ist durch den Grundrahmen
und nach unten durch an den Fuhrungsstangen festlegbare Klemmschellen begrenzt.
Die Einstellhöhe der Klemmschellen richtet sich nach der Höhe des jeweils für die
Stahlbetonplatte verwendeten Stahlleichtträgers und nach der Dicke der Bewehrungslage.
Die Sollüberdeckung der Bewehrung zum Schalboden wird mit Hilfe der Distanzelemente
eingestellt und wird nach oben durch die Dicke der Stahlbetonplatte bestimmt.
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Die Soll-Lage des Krangehänges ist dann erreicht, wenn alle Distanzelemente
an entsprechenden Aufstandlaschen des Schalbodens, die beispielsweise durch die
Hubtaschen gebildet sein können, zur Anlage kommen. Gleichfalls muß der Trazrahmen
mit seinen Oleitbuchsen auf den Befestigunzsbuchsen des Grundrahmens aufliegen.
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Die Distanzelemente können durch Schraubstangen gebildet sein. Diese
bestehen z.B. aus einem längeren mehrkantigen Abschnitt und einem Gewindeabschnitt
mit Kontermutter. Auf diese Weise ist eine sichere Relativeinstellung der Distanzelemente
zum Grundrahmen möglich.
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Nach der Erfindung ist es ferner von Vorteil, daß der mrarahmen ein
Lagerelement fur die Bewehrung bei der Verlagerung fixierende Distanzkämme ist und
der Grundrahmen ein Lagerelement für mit den Eindrückleisten bzw. den M,itnehmerösen
zusammenwirkende Tragstäbe bildet. Die Tragstäbe können zur Kupplung des Krangehänges
mit der Bewehrung sowohl fr dRn Fall herangezogen werden, wo die Bewehrung in den
weichen Beton eingebracht wird als auch fflr den Fall, wc die ausgehärtete Stahlbetonplatte
vom Schalboden entschalt wird. Je nach Höhe der Stahlleichtträger können die Tragstäbe
mit den Mitnehmerösen kombiniert oder über in den Eindrückleisten der Positionsglieder
vorgesehene öffnungen manipuliert werden.Die Distanzkämme dienen der Fixierung der
Bewehrung fUr den Zeitraum, innerhalb welche sie von der Bewehrungslehre mit Hilfe
Aes Krangehänges abgenommen und über den Schalboden verbracht wird. Sobald die Bewehrung
sich knapp oberhalb des weichen Betons befindet, werden sowohl die Tragstäbe als
auch die Distanzkämme entfernt. Danach können die Tragstäbe nd die Distanzkämme
zweckmäßig in dafür bestimmte Lagerungen am Grundrahmen bzw. am Tragrahmen abgelegt
werden.
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Erfindungsgemäß wird es ferner als vorteilhaft angesehen, daß die
Bewehrungslehre aus einem rechteckigen Rahmengestell rit an den oberen Längsholmen
und Querholmen vorgesehenen, nach oben offenen Aussparungen zum Einlegen der Längs-
und
Querbewehrungsstäbe bzw. der Baustahlmatten einschließlich
eventueller Zulagebewehrungastäbe sowie der Untergurte der Stahlleichtträger gebildet
ist. Die Aussparungen in den Querträgern der Bewehrungslehre haben untereinander
etwa den halben Abstand der Untergurte der Stahlleichtträger. Auf diese Weise ist
es möglich, jede vorgeschriebene L§ngsbewehrungslage mit praktisch jeder gewünschten
Stahlleichtträgerentfernung plangerecht abzulegen. Der Abstand der Aussparungen
in den Längsträgern der Bewehrungslehre stellt sicher, daß praktisch jede planlich
vorgeschriebene Lage der Querbewehrungsstäbe vorgenommen werden kann.
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Schließlich besteht ein bevorzugtes Merkmal der erfindungsgemäßen
Einrichtung noch darin, daß der Schalboden mit Hilfe von Magneten oder anderen schnellwirkenden
Verbindungseinrichtungen, wie z.B. hydraulisch beaufschlagbare Keilverbindungen,
mit einem Rüttler kraftsdiüssiz kuppelbar ist.
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Diese Maßnahme stellt sicher, daß der Schalboden die Schwingbewegungen
des RUttlers voll mitmacht. Differenzschwingungen, insbesondere bei höheren Frequenzen,
werden dadurch ausgeschlossen. Die Magneten sind zweckmäßig mit dem RUttlerantrieb
gekoppelt.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten
AusfUhrungsbeispielen naher erläutert.
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Es zeigen: Figur 1 einen vertikalen Querschnitt durch eine Bewehrungslehre
sowie durch ein fiber die Bewehrungslehre verlagertes Krangehänge mit von diesem
aufgenommener Bewehrung; Figur 2 eine Teilseitenansicht der Bewehrungslehre und
des Krangehänges der Figur 1, teilweise im Schnitt;
Figur 3 einen
vertikalen Querschnitt durch einen auf eine: Hüttelvorrichtung abgesetzten Schalboden
sowie das über den Schalboden zusammen mit der anhängenden Plattenbewehrung verfahrene
Krangehänge; Figur 4 eine an die Figur 3 angeglichene Darstellung bei in die weiche
Betonmasse abgesenkter Bewehrung; Figur 5 eine Teilseitenansicht auf einen Schalboden
und ein Krangehänge in zwei verschiedenen Betriebapositionen; Figur 6 nochmals eine
Teilseitenansicht auf den Schalboden und das Krangehänge während der Entschalung
einer ausgehärteten Stahlbetonpiatte in zwei verschiedenen Betriebspositionen; Figur
7 eine Teilansicht auf das Xrangehänge der Figuren 1 bis 6 mit Kuppelelementen zur
Verbindung des Krangehänges mit dem Schalboden; Figur 8 einen vertikalen Querschnitt
durch eine Bewehrungslehre und ein Krangehänge mit von diesem aufgeno-mmener Plattenbewehrung
gemäß einer weiteren Aus führungs form; Figur 9 eine Teilseitenansicht auf die Darstellung
der Figur 8;
Figur 10 eine Darstellung entsprechend der Figur 3
mit einer weiteren Ausführungsform einer Stahlbetonplatte in zwei verschiedenen
Betriebspositionen und Figur 11 eine Teilseitenansicht auf die Ausführungsform der
Figur 10, ebenfalls in zwei verschiedenen Betriebspositionen.
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In den Figuren 1, 2, 8 und 9 ist mit 1 eine Bewehrungslehre in Form
eines rechteckigen Rahmengestells bezeichnet.
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An den oberen Querholmen 2 sind nach oben offene Aussparungen 3 zum
Einlegen der Längsbewehrungsstäbe 4 sowie derthtergurte 5 von Stahlleichtträgern
6 vorgesehen. Die Aussparungen 3 haben untereinander den halben Abstand der Untergurte
5 der Stahlleichtträger 6. Auf diese Weise ist es möglich,jede vorgeschriebene Längsbewehrungslage
mit praktisch jeder gewanschten Stahlleichtträgerentfernung plangerecht abzulegen.
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Auch in den Langsholmen 7 sind nach oben offene Aussparungen 8 für
die allgemein gängigen Entfernungen der Querbewehrungsstäbe 9 vorgesehen. Dadurch
kann auch praktisch jede planlich vorgeschriebene Lage der Querbewehrungsstäbe 9
abgelegt werden.
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Zum Transport der Bewehrung dient ein aus den Figuren 1 bis 11 erkennbares
Krangehänges 10. Das in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellte Krangehänge
10 umfaßt (s. als Beispiel die Figuren 1 und 2) zunächst einen Tragrahmen 11 aus
Längsholmen 12 in Form von mit ihren Schenkeln 13 zueinander gewandten U-Trãgern
und die Längsholme 12 verwindungssteir miteinander verbindenden Traversen 14 aus
Rundrohren. Endseitig der Längsholme 12 sind vertikale Zentrierholme
15
befestigt, die beispielsweise aus Profilträgern gebildet sind. Die Zentrierholme
15 kragen sowohl nach unten als auch nach oben vom Tragrahmen 11 vor und sind jeweils
kopfseitig durch Traversen 16 portalartig miteinander verbunden. Die nach unten
vorkragenden Längenabschnitte der Zentrier holme 15 sind innenseitig abgeschrägt.
Die Abschrägungen 17 dienen dazu, das Krangehänge 10 beim Absenken über die Bewehrungslehre
1 zu positionieren. Zur Manipulation des Krangehänges 10 sind auf den Oberseiten
der Längsholme 12 Hebeösen 18 vorgesehen, in welche die Kranhaken 19 von Hubseilen
20 eingreifen.
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Auf den Rohrtraversen 14 sind kurze Führungsgehäuse 21 verschiebbar.
Mehrere parallel zu den Längsholmen 12 fluchtend hintereinander auagerichtete Führungsgehäuse
21 sind jeweils durch Verbindungsstangen 22 miteinander gekuppelt und auf diese
Weise gemeinsam querverlagerbar. Die Führungsgehäuse 21 sind Bestandteil von Positionsgliedern
23. Jedes Positionsglied 23 umfaßt ferner eine Stange 24, die in einem Gehäuse 25
vertikal verlagerbar ist und ein Gewicht 26 oberhalb des Führungsgehäuses 21.Perner
weisen die Positionsglieder 23 am unteren Ende sich parallel zu den Längsholmen
12 erstreckende kurze Eindrückleisten 27 auf. Die benachbart zu den Längsholmen
12 angeordneten Eindruckleisten 27 sind nur höhenverschiebbar. Die Eindruckleisten
27 besitzen im Mittelbereich eine öffnung 28 zum Einführen von nachstehend noch
näher erläuterten Tragstäben 29.
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Ferner ist aus den Figuren 1 und 4 zu ersehen, daß über jede erste,
dritte und vierte Stange 24 Mitnehmerösen 30 geschoben sind. Die Mitnehmerdsen 30
sind über Gleitringe 31 vertikal verschiebbar an den Stangen 24 gehalten. Ihre Bewegung
nach
unten wird durch die EindrUckleisten 27 begrenzt.
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Die Mitnehmerösen 30 befinden sich in einer Ebene parallel zu den
Längsholmen 12.
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Außenseitig der Längsholme 12 sind Führungsbuchsen 32 befestigt,
in welchen Hubstangen 33 begrenzt vertikal verschiebbar sind. Die Begrenzung des
Verschiebewegs der Hubstangen 33 in den Führungsbuchsen 32 erfolgt durch abgewnkelte
Steckbolzen 34, welche in Vertikalsdlitzen 35 der FUhrungsbuchsen 32 gleiten. Aus
Figur 2 ist zu erkennen, daß die den Hubstangen 33 benachbarten Stangenreihen und
sonst nur jede zweite Stangenreihe mit Mitnehmerösen 30 ausgerüstet sind.
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Unterhalb der mit dem Tragrahmen 11 verbundenen Führungsbuchsen 32
fassen die Hubstangen 33 durch Befestigungsbuchsen 36, welche außenseitig eines
Grundrahmens 37 befestigt sind.
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Die Befestigungsbuchsen 36 sind durch abgewinkelte Steckbolzen 38
mit den Hubstangen 33 unverschiebbar verbunden.
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Der Grundrahmen 37 ist in Vertikaler Richtung weitgehend fluchtend
zum Tragrahmen 11 angeordnet. Er besteht ebenfalls aus zwei Längsholmen 39 in Form
von mit ihren Schenkeln zueinander gewandten U-Trägern sowie die Längs holme 39
verbindenden Traversen 40. Die Traversen 40 dienen u.a. in der aus Figur 4 näher
erkennbaren Weise der Lagerung der Tragstäbe 29. Von den Längsholmen 39 stehen nach
unten Führungsstangen 42 ab, an denen Trägerbrücken 45 vertikal begrenzt verschiebbar
geführt sind. Die Bewegung der Trägerbrücken 43 wird nach oben durch den Grundrahmen
37 und nach unten durch Klemmschellen 44 begrenzt, welche an den Führungsstangen
42 festlegbar sind.
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Wie aus den Figuren 1 bis 9 ferner zu erkennen ist, sind an den Befestigungsbuchsen
36 nach unten vorstehende, lSr.meneinstellbare
Distanzelemente
45 befestigt. Die Distanzelemente 45 bestehen aus einer sechskantigen Distanzstange
46 mit angedrehtem Verstellgewinde. Sie werden in die Befestigungsbuchsen 36 höhenverstellbar
eingeschraubt und mit Muttern 47 gesichert.
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Die Pubstangen 33 erstrecken sich über die Enden der Distanzelemente
45 hinaus. An ihren freien rnden sind über den Umfang vorstehende Hubscheiben 48
vorgesehen, die durch Schrauben 49 befestigt sind.
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Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen eine Betriebsposition, in welcher
eine auf der Bewehrungslehre 1 zuvor zusammen gestellte Bewehrung 50 aus Längsbewehrungsstäben
4,den Untergurten 5 der Stahlleichtträger 6, Querbewehrungsstäben 9 und den Stahlleichtträgern
6 mit Hilfe des Krangehänges 10 von der Bewehrungslehre 1 abgenommen wird. Zu diesem
Zweck sind vor der Abnahme Distanzkämme 41 aufgesteckt worden, welche die Längsbewerungsstäbe
4 und die Untergurte 5 der Stahlleichtträger 6 abstandsgerecht fixieren. Das Krangehänge
10 ist dabei unter Justierung über die Zentrierholme 15 so weit abgesenkt worden,
daß die Mitnehmerösen 30 durch die Bewehmng 50 fassen. Fs werden dann von den Längsseiten
her die Tragstäbe 29 durch die Mitnehmerösen 30 und unter die LEngsbewehrungsstäbe
4 geschoben. Beim Anheben des Krengehänges in wird nunmehr die komplette Bewehrung
50 lagegerecht abgehoben und in dieser Lage oberhalb eines aus der Figur 3 erkennbaren
Schalbodens 52 verbracht. Der Schalboden 52 ist wannenartig gestaltet und unterseitig
durch Längsträger 53 und Querträger 54 versteift. Der Schalboden 52 ist auf einem
RAtteltisch 55 abgesetzt. Umfangseeitig besitzt der Schalboden 52 Distanzierungselemente
56, die es gestatten, bei hohen Stahlleichttr;gern L chalböden 52 im notwendige
stand übereinan-
In der Figur 3 sind noch Magnete 71 angedeutet,
mit deren Hilfe der Schalboden 52 fest mit dem Rütteltisch 55 verbunden werden kann
und damit während des Betriebs des Rütteltischs 55 dessen Schwingungsverhalten voll
annimmt.
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Zum Kuppeln des Krangehänges 10 mit dem Schalboden 52 (siehe Figuren
5 und 7) dienen in zwei gegenüberliegenden Zentrierholmen 15 eingebaute Kuppelelemente
57 und mit den Kuppelelementen 57 zusammenarbeitende, vom Schalboden 52 seitlich
abstehende Zapfen 58. Die Kuppelelemente 57 bestehen aus einem Kurvenstück 59, einem
gewichtsbelasteten Schwenkflügel 60 und zwei Endschaltern 72 und 73. Wird am Steuerpult
(Kranbirne) des Krans der SchaXknõpr "Einkuppeln" gedrückt, so senkt sich das Krangehänge
10 z.B. gemäß Figur 3 über den Schalboden 52 ab, vollzieht bei Kontakt der Kurvenstücke
59 mit den Zapfen 58 zunächst eine kombinierte L§ngs- und Vertikalbewegung, wobei
die Zapfen 58 an den Auflaufflächen 61 entsprechend der durchgezogenen Preillinie
PFt entlanggleiten.
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Haben die Zapfen 58 den höchsten Punkt der durchgezogenen Linie PF1
bzw. die Lage des Endschalters 72 erreicht, wird das Absenken des Krangehänges 10
durch den Endschalter 72 beendet (linke Seite der Figur 5). Bei anschließendem Heben
des Krangehänges 10 werden die Zapfen 58 in die Fangnuten 62, die durch die seitliche
Begrenzung der Zentrierholme 15 und Fangnasen 63 gebildet sind, eingeführt. Bei
den beschriebenen Bewegungsvorgängen werden gleichzeltig die Hubstangen 33 in die
Hubtaschen 64 des Schalbodens 52 eingefuhrt. Nach weiterem Anheben kommen die Hub
scheiben 48 der Hubstangen 33 an den Hubtaschen 64 kraftschlüssig zum Anliegen.
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Figur 3 zeigt das Absetzen der Bewehrung 50 knapp oberhalb des Schalbodens
52. Um diese Position zu erreichen, muß nach dem Beenden des Absenkens des Krangehänges
10 durch den
Endschalter 72 die Taste senken" der Kranbirne so
lange gedrückt werden, bis die in Figur 3 dargestellte Höhenlage des Gehänges erreicht
ist. Danach werden die Tragstäbe 29 gemäß den Pfeilen A nach links und rechts seitlich
herausgezogen und anschließend auch die Distanzkämme 41 durch eine kombinierte Dreh-
und Zugbewegung gemäß den Pfeilen B entfernt.
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Die Bewehrung 50 fällt auf den noch weichen Beton 65 herab.
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Durch weiteres Ab senken des Krangehänges 10 bei abermaligem DrUcken
der Taste "Senken" der Kranbirne kommen die Trägerbrücken 43 auf den Obergurten
der Stahlleichtträger 6 und die Eindrückleisten 27 auf den Querbewehrungsstäben
9 zum Aufliegen und es wird nach ausreichendem Schlappseil für die Kranhaken 19
das Absenken des Krangehänges 10 beendet (siehe Figur 4). Nach Einschalten des Rütteltischs
55 mit mehreren unter dem Schalboden 52 gleichmäßig verteilten Rüttelstationen wird
durch die Gewichte 0 der Trägerbrücken 43 Uber die Stahlleichtträger 6 und durch
die Gewichte G 1 über die Eindrückleisten 27 der jeweils darunter liegende Anteil
der Bewehrung 50 in den Beton 65 gedrückt. DieEndlage ist dann erreicht, sobald
alle der Länge nach einstellbaren Distanzelemente 45 auf den Hubtaschen 64 des Schalbodens
52 zum Aufstehen kommen. EB hat dann auch die Bewehrung 50 die Lage mit der geforderten
Betondberdeckung erreicht, die mit den Distanzelementen 45 und den Klemmschellen
44 eingestellt wird.
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Hernach werden die Eindrückleisten 27 aus dem Beton 65 gehoben und
die im Beton 65 von den Eindrückleisten 27 entstandenen Rillen durch Rütteln beseitigt.
Es liegen dabei die Trägerbrücken 43 noch immer auf den Stahlleichtträgern 6 und
halten sowohl diese als auch die gesamte darunterliegende Bewehrung 50 in der geforderten
Endlage fest (Figur 5, linke Seite).
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Die nun folgenden Kranbewegungen, das Verbringen der noch weichen
Stahlbetonplatte 66 zum Aushärten (Figur 5, rechte Seite) und das Verlagern der
ausgehärteten Stahlbetonplatten 67 auf dem Schalboden 52 zurück zum Ausgangspunkt
erfolgen programmgesteuert, dabei sind die Endschalter 72 und 73 für die erforderlichen
Kuppelvorgänge in das Programm eingebunden (Figur 7).
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Figur 6 zeigt das Abheben von bereits ausgebärteten Stahlbetonplatten
67 von dem Schalboden 52. Zu diesem Zweck wird nach dem Absetzen des Schalbodens
52 das Krangehänge 10 so weit abgesenkt, bis unter die Obergurte 51 der Stahlleichtträger
6 durch die öffnungen 28 der Eindrückleisten 27 für jede Stahlbetonplatte 67 von
beiden Seiten des Schalbodens 52 mindestens zwei Tragstäbe 29 eingeschoben werden
kennen (siehe Figur 61zinks). Anschließend wird das Gehänge 10 mit den Stahlbetonplatten
67 abgehoben, dabei vom Schalboden 52 abgehoben, so daß die Transporteinheit 10,
67 zum Überstapeln der Stahlbetonplatten 67 verlagert werden kann (Figur 6, rechts).
Da die Obergurte 51 der Stahlleichtträger 6 beim Herstellen der Stahlbetonplatten
67 exakt in eine gemeinsame horizontale Ebene gebracht wurden, können die Stahlbetonplatten
67 ohne Verwendung von teuren Zwischenhölzern oder ähnlichem Ubereinander gestapelt
und in höheren Stapeln zur Verwendungsstelle transportiert werden.
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In den Figuren 8 und 9 ist das Abnehmen einer Bewehrung 68 aus einer
Baustahlmatte 69 mit aufgeknoteten Stahlleichtträgern 6 und aufgeknoteten Zulagebewehrungsstäben
70 von der Bewehrungslehre 1 dargestellt. In diesem Fall können die Tragstäbe 29
unter die Obergurte 51 der Stahlleichtträger 6 geschoben werden, so daß keine Mitnehmerösen
30 erforderlich sind.
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Die Figuren 10 und 11 zeigen die Verwendung des Krangehänges 10 bei
der Herstellung von Stahlbetonplatten 74 mit seitlichen Stegen 75. Hierzu wurden
die Eindrückleisten 27 senkrecht zur Längsachse des Krangehänges 10 verschwenkt
und die Trägerbrücken 43 gleichlaufend zu den Längsholmen 39 umgesetzt. Die Trägerbrücken
43 gleiten auch hierbei an Führungsstangen 42 und werden nach unten hin durch Klemmschellen
44 festgehalten. Die zusätzlihen Führungsstangen 42 sind nur etwas ehwärts versetzt
worden. Die FUhrungsbuchsen 32 und die Befestigungsbuchsen 36 wurden in die beiden
oberen Boh rungen 76 der Hubstangen 33 umgesteckt, die kürzeren Distanzstangen 46
gegen längere Distanzstangen 77 ausgetauscht und auf die Hohe der Stahlbetonplatte
74 eingestellt. Die Innenschalung 78 des Schalbodens 79 ist auf einem Schalboden
52 befestigt, die Seitenschalung 80 ist nach Einbringen einer Bügelbewehrungsmatte
81 und lagegerechter Befestigung auf Distanzröhrchen 82 durch Bindedrähte 83 mit
der Innenschalung 78 verschraubt, wobei das horizontale Ende der Seitenschalung
80 auf der etwas schräg nach außen gerichteten Seitenleiste 84 des Schalbodens 52
aufliegt. Im Abstand der abgekanteten Bügel der BUgelbewehrungsmatten 81 sind in
der unteren Kante der Seitenschalung SO Ausparungen vorgesehen, durch welche die
seitlich schräg nach oben gerichteten Bügelenden austreten.
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Die Stahlbetonplatte 74 wird einerseits durch die senkrecht zur Längsachse
des Krangehänges 10 verlaufenden Stahlleichttreer 6 und andererseits durch die beiden
am unteren Ende mit horizontalen Flanschen 85 versehenen Seitenstege 75 ausgesteift.
Die Höhe der Seitenstege 75 und die Querschnittsfläche der in den horizontalen Flanschen
85 liegenden Längsbewehrungsstäbe 86 kann so groß gewählt werden,
daß
die Stahlbetonplatte 74 bei ausreichender Länge des Schalbodens 52 und des Krangehänges
10 18-20 m lang sein kann, ohne daß für das Verlegen am Einsatzort zusätzliche Montageunterstellungen
zur Aufnahme der Montagelast erforderlich sind.
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Nach Befallen der bereits mit der Bewehrung versehenen Seitenstege
75 und Belegen des horizontalen Teils des Schalbodens 79 mit weichem Beton 65 läuft
der Fertigungsvorgang völlig gleichartig ab, wie dieser für die Herstellung der
ausgehärteten Stahlbetonplatten 67 beschrieben wurde. Vor dem Abheben der bereits
ausgehärteten Stahlbetonplatte 74 müssen die Seitenschalungen 80 abgebaut werden,
worauf das Abheben gleichartig wie das Abheben der Stahlbetonplatte 67 ausgeführt
wird.