DE3219860A1 - Flachstrickmaschine - Google Patents
FlachstrickmaschineInfo
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Description
P 4141 - 6 -
Anmelder; Herr
Karl Essig
Alter Weg 4
7766 Gaienhofen 3 (Hemmenhofen)
Flachst ri eismaschine
Die Erfindung "betrifft eine Flachstrickmaschine, insbesondere
elektronisch gesteuerte Flachstrickmaschine mit zwei Haderbetten.
Bisher bekannte Flachstriokmaschinen sind mit stationären
Nadelbetten und auf einem bewegten Schlitten angeordneten Strickstellen versehen. Mit der Einführung elektronischer
Muaterauswahleinrichtungen hat sich bei den Flachstrickmasohinen
praktisch eine Verlagerung der Hustereinrichtung vom stationären Maschinenteil mit den Nadelbetten auf den
hin- und herbewegten Maschinensohlitten ergeben. Dadurch
ist der Schlitten der Flachstrickmaschinen zwangsläufig
schwerer geworden, und es ist die Zufuhr elektrischer Signale zum bewegten Schlitten über Schleppkabel erforderlich.
Auch haben sich durch diese Entwicklung neben dem zweifellos großen Vorteil der elektronischen Maschinensteuerung
bereits früher latent vorhandene mechanische Probleme verschärft, insbesondere beim Anfertigen von
Formstriokwaren. Solche Probleme sind beispielsweise durch
die Fadenzufuhr gegeben, die wegen der über den Kammspalt zweibettiger Flachstriokmasohinen hinweg verlaufenden Verbindungsbügel
des Schlittens vom einen Ende der Flachstrickmaschine her mit entsprechender Garnumlenkung erfolgen
muß. Weitere Probleme macht der Abzug der gebildeten Strickware, wo eine über die ganze Länge der Strickmaschine
wirksame Abzugsvorrichtung vorgesehen werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flachstrickmaschine,
insbesondere elektronisch gesteuerte Haschine, so auszubilden, daß sie einen konstruktiv einfachen Aufbau
erlaubt.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Nadelbett oder die Nadelbetten im Maschinengestell
in ihrer Längsrichtung an mindestens einer stationäre Schloßteile für die Nadelsteuerung aufweisenden Strickstelle vorbei
hin- und herbewegbar gelagert ist bzw* sind. Dabei können mehrere Strickstellen vorgesehen sein, wobei jedes Nadelbett
in eine der Anzahl der zugeordneten stationären Strickstellen entsprechende Anzahl von Arbeitsbereichen unterteilt ist,
die durch nadelfreie Bereiohe voneinander getrennt sind, deren Länge mindestens der Länge der stationären Strickstellen
entspricht.
Die Erfindung trägt der dureh die Einführung der elektronischen
Steuerung erfolgten Wandlung des Aufbaues der Flachstrickmaechinen Rechnung, indem nunmehr die leichter
gewordenen Nadelbetten bewegt und die umfangreicher und
komplizierter gewordenen Strickstellen stationär belassen
werden. Durch die bewegten Nadelbetten wird zwar an beiden Enden der Flachstrickmaschine Freiraum erforderlich,
doch wird dieser Nachteil durch erhebliche Vorteile mehr als ausgeglichen.
Durch die stationär angeordneten Strickstellen mit ihren Schloßteilen zur Nadelbewegung und ihren Steuerteilen
zur Nadelauswahl} Masohenlängenverstellung usw. entfallen
den Kammspalt zwischen den Nadelbetten überbrückende Verbindungsbügel «wischen den Strickstellen, so daß der Faden
direkt den Strickstellen zugeführt werden kann. Die mehreren Fadenführerstellen mit Fadenführerkasten und
Deckschienen entfallen. Es gibt keine Schleppkabel mehr, da die elektrischen Verbindungeleitungen fest im Maschinengestell
verlegt zu den Strickstellen geführt werden können. Auch die seitlichen Anschlagkästen herkömmlicher
Maschinen entfallen.
Die bewegten Nadelbetten lassen sich sicher auf stationären Nadelbettauflagen anordnen, die mindestens an den Strickstellen
zweckmäßig über Vertikalstützen mit einem Fußteil des Maschinengestells verbunden sein können. Durch das
Fehlen von Brücken zwischen dem vorderen und dem hinteren Nadelbett lassen sich die Nadelbettauflagen vorteilhafterweise
quer zur Bewegungsrichtung der Nadelbetten verstellbar anordnen, so daß auf einer erfindungsgemäß ausgebildeten
321986
Piachatrickmaschine eine Kammweitenverstellung der Nadelbetten
zur Beeinflussung der Strickware durchführbar ist. Auf diese Weise lassen sich Gestricke venig oder stärker
voluminös ausführen.
Der Antrieb der Nadelbetten läßt sich problemlos mittels eines gesteuerten Reversiermotors bewirken, wobei zweckmäßig
die beiden Nadelbetten jeweils mit einem in der zugehörigen Nadelbettauflage angeordneten endlosen Antriebsriemen
gekoppelt sind, der Über Umlenkrollen innerhalb einer Vertikalstütze nach unten zu einem Antriebsrad geführt
ist. Dabei können die Antriebsräder beider Antriebsriemen auf einer im Fußteil des Maschinengesteiles angeordneten
gemeinsamen, mit dem gesteuerten Reversiermotor gekoppelten Antriebswelle befestigt sein. Ein Nadelbettenversatz
läßt sich während der Bewegung der Nadelbetten durchführen, wobei ein gleichzeitiger Versatz des vorderen und des
hinteren Nadelbettes möglich ist und somit in kürzester Zeit große Versatzsprünge ausgeführt werden können. Der
Versatz kann vorteilhafterweise dadurch erfolgen, daß die
im Bereich einer Vertikalstütze vorgesehenen Umlenkrollen
für den Nadelbett-Antriebsriemen auf einem in Bewegungsrichtung des Nadelbettes verschiebbar am Maschinengestell
angeordneten Schlitten gelagert sind, der über eine Verstellspindel mit einem elektrischen Schrittmotor gekoppelt
ist. Jedes Nadelbett kann aber auch über ein Blanetenradgetriebe mit dem gemeinsamen Reversiermotor verbunden
sein, wobei ein Nadelbettversatz durch eine Verstellung dieses Getriebes durchführbar ist. Zweckmäßig können die
einzelnen Versatzstellungen der Nadelbetten durch Anschläge
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- ίο -
im nadelfreien Bereich der Nadelbetten festgelegt sein, beispielsweise durch Anschlagschieber, die beim Durchgang
deβ Nadelbettes durch eine Stricketeile durch dort angeordnete
Stellorgane einstellbar sind.
Ein großer Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine
besteht auch darin, daß bei der Herstellung von Formgestricken die nadelbetten nicht immer ihren vollen
Weg zurücklegen müssen. Es ist möglich» beim Hindern
während des Durchlaufes der Nadelbetten unter einer Strickstelle,
z.B. bei der Nadelbettbewegung von links nach rechts, zuerst den rechten und linken Gestrickrand nach hinten umzuhängen,
dann bei der darauffolgenden Nadelbettbewegung naoh links die in den Nadeln des hinteren Nadelbettes befindlichen,
zu mindernden Maschen vor dem Erreichen der TJmhängeschloßteile je nach gewünschter Steigung der Hinderung
um eine bestimmte Anzahl Nadelteilungen nach rechts zu versetzen. Sofort nachdem diese linken Randmaschen nun
nach vorne umgehängt worden sind, läßt sich das hintere Nadelbett um eine gewünschte Nadelteilung nach links verstellen
- alles während der Laufbewegung der Nadelbetten - , und beim weiteren gemeinsamen Bewegen der Nadelbetten nach links
kommen die Nadeln mit den darauf befindlichen rechten Eand-"mischen
in den Bereich der TJnhängeschloßteile der stationären μStrickstelle und werden ins vordere Nadelbett zurückgehängt.
Dies bedeu^erjw&afl sich der gesamte Mindervorgang des rechten
und linken WarenrandeBbei einem einzigen Hin- und Her-
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gang der Nadelbetten durchführen läßt. Bei herkömmlichen FlachBtrickmaechinen muß büerzu der Schlitten eine zweimalige Hin-
und Herbewegung ausführen. Beim asymmetrischen Hindern genügt es, die Nadelbetten nur über eine Länge, die dem zu mindernden
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BAD ORIGINAL
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Gestrickrandbereich entspricht, unter den mit TJiHhängeachloßteilen
versehenen Strickstellen hin- und her zu "bewegen.
Die stationären Striokstellen lassen eich leicht auswechseln
und durch Strickstellen mit anderem Schloßaufbau ersetzen. Vorteilhafterweise sind an jeder Strickstelle die Schloßplatten
mit den Schloßteilen, die Nadelauswahlorgane und
alle zugehörigen Verstell- und Steuerteile in einem Gehäuse oder einem Rahmen angeordnet, der an der Nadelbettauflage
zum Auswechseln von Teilen vom Nadelbett abklappbar und zum Vollersatz auch abnehmbar gelagert ist.
Da die Stellen, an denen die Maschen in der Maschine gebildet werden, festliegen, ist nicht nur eine direkte Zufuhr
mindestens eines Fadens von einem stationären Spulentisch über die üblichen Fadenbremsen und Fadenwächter zur
Strickstelle möglich, sondern ergibt sich auch die günstige Voraussetzung zur Verwendung von Fadenwechse!vorrichtungen.
Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine kann also jeder stationären Strickstelle eine Fadenwechselvorrichtung
zugeordnet sein, der mehrere Fäden gleichzeitig und direkt vom Spulentisoh über Fadenepann- und -überwachungsorgane
zugeführt sind. Hierbei kann jeder als zweckmäßige Doppelschloß-Strickstelle ausgebildeten Strickstelle ein Fadenführerhalter
zugeordnet sein, in welchem aus einem zusammen mit dem Nadelbett bewegbaren Magazin ein vorwählbarer
Fadenführer einsetzbar und zwischen den beiden Austriebsschloßteilen der Doppelschloßstriokstelle verstellbar ist.
Dabei kann das Magazin zweckmäßig auf einer mit dem bewegten
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Nadelbett verbundenen Schiene verschiebbar und durch einen stationären, gesteuert betätigbaren Anschlagbolzen
beaufschlagbar gelagert sein.
Die stationären Maschenbildungsstellen einer erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine haben den weiteren
Vorteil, daß sich der Warenabzug auf diese Maschenbildungsstellen beschränken kann. Es ist also nicht wie bei herkömmlichen
Flachstrickmaschinen eine über die gesamte Maschinenlänge wirksame Gestrickabzugsvorrichtung erforderlich.
So können an den einzelnen Strickstellen vorteilhafterweise als Abzugsorgane jeweils zwei unterhalb einer Kulierstelle
der Strickstelle angeordnete, in Abhängigkeit von der Durchlaufbewegung der Nadelbetten gesteuert um eine
Achse drehbare, gegeneinanderliegende Rotationskörper vorgesehen werden, zwischen denen die zusammen mit den Nadelbetten
bewegte Strickware hindurchgeführt wird. Durch eine Einstellung der Neigung der Drehachse der angetriebenen
Rotationskörper, insbesondere Kugeln, gegenüber der Durchlaufrichtung der Strickware aus einer exakten Querstellung
heraus nach beiden Richtungen läßt sich die Abzugskraftkomponente von einem Wert Null aus bis auf einen Maximalwert
stufenlos einstellen und an die Art des Gestrickes, die Qualität des Fadenmaterials usw. anpassen. Diese Verstellung kann
ebenfalls während der Bewegung der Nadelbetten erfolgen. Bei der Nadelbettumkehr können die Abzugsorgane in eine andere
Abzugsstellung gebracht und kann die Drehrichtung der Abzugsorgane verändert werden. Durch eine Änderung der Drehzahl der
als Abzugsorgane verwendeten Rotationskörper und damit ihrer Umfangsgeschwindigkeit gegenüber der Bewegungsgeschwindigkeit
der Nadelbetten läßt sich mit den Abzugsorganen nicht nur die
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COPY ?!
gewünschte Abzugswirkung, sondern gleichzeitig auch noch eine Breithaltewirkung auf den Gestrickrand erzielen. Dadurch
wird "beim Mindern das Umhängen der Maschen wesentlich
erleichtert, weil durch die Abzugsorgane bewirkt wird, daß die umzuhängenden Maschen senkrecht und nicht schräg
in den Nadelhaken hängen und sich somit leicht über den Nadelrücken schieben lassen. Durch diese Tariationsaioglichkeiten
läßt sich insgesamt die auf das Gestrick an den Strickstellen einwirkende Abzugskraft gegenüber herkömmlichen Maschinen
verringern, so daß Maschenüberlastungen durch die Abzugsvorrichtung
nicht zu befürchten sind. Beim dreidimensionalen Stricken, beispielsweise bei der Herstellung von Büsten,
iet es mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine
möglich, daß nur im Bereich der zu kulierenden Maschen eine Abzugswirkung durch die Abzugsorgane ausgeübt wird,
während beim Durchlauf von nichtaktivierten Nadeln die Abzugsorgane
in eine exakte Querstellung zur Durchlaufrichtung
gebracht werden können, in welcher sie keine Kraftkomponente
in Abzugsrichtung erteilen.
Ein sehr bedeutender Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine besteht darin, daß sich ohne
Schwierigkeiten ganze Maschinengruppen bilden lassen, die von einem einzigen Rechner aus gleichzeitig steuerbar sind.
Dabei lassen sich diese Maschinengruppen in Muttermaschinen und Tochtermaschinen gliedern, wobei nur die Muttermaschinen
mit einer Antriebsvorrichtung und Nadelbettenversatzeinrichtung versehen sind, während die Tochtermaschinen durch eine
starre Kopplung ihrer Hadelbetten mit den Nadelbetten der Muifermaschine von der Muttermaschine mitbewegt werden. Allein
schon durch diese Koppelfähigkeit der Flachstrickmaschine wird
€OPY *
der eingangs genannte Nachteil des erforderlichen Freiraumes
an den Enden der Maschinen stark herabgesetzt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele erfindungsgemäß
ausgebildeter Flachstrickmaschinen anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht
einer Flachstrickmaschine mit den Nadelbetten in ihrer linken Endstellungj
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenan
sicht mit den Nadelbetten in ihrer rechten Endstellungj
Fig. 3 ' eine schematische stirnseitige Ansicht
der Flachstrickmaschine)
Fig. 4 eine Seitenansicht von einer Mutter-
masohine, die mit einer Tochtermaschine gekoppelt ist;
Fig. 5 eine schematisierte Darstellung des
Antriebes eines Nadelbettes der Flachstrickmaschine mit einer ersten Ausführungsform
einer Versatzeinrichtung;
Fig. 6 einen Querschnitt durch die Flachstrick
maschine entlang der Linie VI - VI in Fig. 5}
K. ...
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Pig. 7 eine Teilseitenansicht der Flach
strickmaschine mit einer Strickstelle mit Fadenwechselvorrichtung?
Fig. 8 eine schematische Darstellung des Ma-
schinenantrielDS mit einer zweiten AusführungsiOrm
einer Yersatzeinrichtung?
Fig. 9 einen Querschnitt durch die Flachstrick
maschine nach Fig. 8 entlang der Linie in Fig. 8;
Fig.10 einen schematisierten Querschnitt
durch eine AuBführungaform der Flachstrickmaschine
entlang der Linie X-Z in Fig. 11 mit einer Torrichtung zur
Yerstellung der Kammweitej
Fig.11 eine Seitenansicht einer Strickstelle
einer Flachstrickmaschine nach Fig. 10;
Fig.12 eine vergrößerte TeilSchnittdarstellung
der Flachstrickmaschine nach Fig. 10 und 11 im Bereich des Kammspaltee "bei enggestelltem
Kaiamspaltj
Fig.13 eine Maschenlaufdarstellung beim Stricken
in der Eammspaltstellung nach Fig. 12}
Fig.14 eine der Fig. 12 entsprechende Darstel
lung bei weitgestelltem Kammspalt;
... 16
19860
Pig. 15 eine Fadenlaufdarstellung beim
Stricken mit weitgestelltem Kammspalt gemäß Fig. I4»
Fig. 16 + 17 zwei schematische Darstellungen von
unterschiedlichen NadelbettStellungen beim asymmetrischen Mindern eines
Formgestrickes}
Fig. 18 eine schematische Draufsicht auf zwei
gegeneinander versetzte Kadelbetten einer Flachstrickmaschine mit Anschlägen
zur Festlegung der verschiedenen Versätzetellungen;
Fig. 19 eine schematiBche stirnseitige An
sicht einer Flachstrickmaschine mit einer Abzugsvorrichtung}
Fig. 20 eine schematische Seitenansicht der
einer Strickstelle der Flachstrickmaschine zugeordneten Abzugsvorrichtung
j
Fig. 21 einen schematischen Querschnitt durch
eine mit einer Fadenwechselvorrichtung versehene Strickstelle entlang der
Linie XXI - XXI in Fig. 22}
Fig. 22 eine Draufsicht auf die Fadenwechsel
vorrichtung der Strickstelle nach Fig. 21.
... 17
Die Pig. 1 "bis 3 zeigen von der Flachstrickmaschine den
als Warenwanne ausgebildeten Fußteil 10, von welchem aus paarweise vertikale Stützpfeiler 11, 12 und 13,14 ausgehen,
von welchen die beiden liadelbettauf lager 15 und 16
getragen sind, auf denen die in üblicher Veise mit Uadelschlitzen
versehenen Nadelbebten 17 und 18 der dargestellten
V-Bett-Maschine längsverschiebbar gelagert sind» Beide
Nadelbetten 17, 18 sind i:a zwei gleiche Hälften 17-1
und 17·2 unterteilt, denen jäweils eine im Bereich einer
der Vertikalstutζen 11, 12, 13 und 14 stationär angeordnete,
jeweils ein Doppelsohloß aufweisende Strickstelle 19 und 21
bzw. 20 und 22 zugeordnet Bi:id. Jede Strickstelle weist
die Schloßteile und Steuereinrichtungen auf, die bei herkömmlichen,
elektronisch gesteuerten Flachstrickmaschinen im Schlitten und in den Schaltkästen am Ende der dort
stationären Nadelbetten untergebracht sind. Aufbau und Ausgestaltung dieser Einzelteile der Strickstellen interessieren
im Eahmen der vorliegenden Erfindung nicht.
Bei der dargestellten Flachstrickmaschine wird auf jeder Nadelbetthälfte 17.1, 17.2 und den nicht sichtbaren Hälften
des anderen Nadelbettes 18 jeweils ein eingezeichnetes Formgestrick 23 oder 24 gefertigt, das zusammen mit den
Nadelbetten 17 und 18 hin- und herbewegt wird. Der Antrieb
der beiden Nadelbetten 17 und 18 erfolgt mittels eines gesteuerten elektrischen Reversiermotors 25· Der Aufbau der
Antriebsvorrichtung wird in Verbindung mit den Fig. 5 his 7
näher beschrieben.
In den Fig. 1 bis 3 ist noch der stationäre Spulentisch 26
dargestellt, oberhalb welchem auf Stützen 27 eine gemeinsame
... 18
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Trageleiste 28 für nicht näher dargestellte Fadenbremsen und Fadenwächter (110, Pig. 6) angeordnet ist. Fig. 1
zeigt die Nadelbetten 17t 18 in ihrer linken Endstellung,
Fig. 2 in ihrer rechten Endstellung.
In Fig. 4 ist die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Flachstrickmaschine
als Mutternaschine A zusammen mit einer Tochtermaschine B dargestellt. Die Tochtermaschine B hat
den gleichen Aufbau des Maschinengestelles, der Nadelbetten und der Strickstellen wie die Muttermaschine A, und
gleiche Teile der Tochtermaschine sind mit den gleichen Bezugsziffern, ergänzt durch einen Indexstrich bezeichnet.
Die beiden Flachstrickmaschinen A und B sind so nebeneinander angeordnet, daß ihre Nadelbetten 17, 17' und 18, 18"
miteinander fluchten, und die Nadelbetten 17'» 18' der
Tochtermaschine B sind ait den Nadelbetten 17 und 18 der
Huttermaschine A durch eingesetzte Kupplungsstege 29 starr
verbunden. Die Tochtermaschine B wird also von der Muttermaschine A aus angetrieben und benötigt keinen eigenen Antrieb«
Die Strickstellen 19, 21, 19«, 21' beider Maschinen A,B
werden von einem gemeinsamen Computer 30 aus gesteuert. Venn man den Antrieb der Muttermaschine A entsprechend
stark auslegt, können noch weitere Tochtermaschinen B an die Muttermaschine A angehängt werden.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen den Antrieb der Flachstrickmaschine
zusammen mit einer ersten Ausführungsform einer Versatzvorrichtung
für die Nadelbetten. In Fig. 5 ist das vordere
Nadelbett 17 entfernt und nur das Nadelbettauflager 15
sichtbar. Das Nadelbettauflager 15 ist mit einer über seine
ganze Länge durchgehenden Führungsnut 31 für einen Kulissen-
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körper 32 versehen, mit velchem das abgenommene Nadelbett
17 lösbar verbunden ist. Der Rulissenkörper 32 ist
mit ausgezogenen Linien in einer Hittelstellung und mit gestrichelten Linien in seinsr linken und in seiner rechten
Endstellung dargestellt. Der Kulissenkörper 32 ist mit einem Antriebsriemen 33» vorzugsweise einem Zahnriemen,
verbunden, der über in den Bndbereichen des Nadelbettauflagers
15 gelagerte Umlenkrollen 34 und· 35 sowie
über zwei TTmlenkrollen 36 und 37, die auf einem am Stützpfeiler
11 verstellbar gelagerten Halter 38 gelagert sind, geführt ist. Über die beiden Umlenkrollen 36 und 37 &&s
Halters 38 wird der Antriebsriemen 33 im Stützpfeiler 11
nach unten zu einer auf einer im Fußteil 10 der Flachstrickmaschine gelagerten, mit dem gemeinsamen Reversiermotor
25 verbundenen Antriebswelle 39 "befestigten Antriebsrad
40 geführt. Vie Pig. 6 zeigt, sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Flachstrickmaschine die beiden
Stützpfeiler 11 und 12 durch einen Fußteil 4I zu einem gemeinsamen
U-förmigen Stützkörper verbunden, in dessen Fußteil 41 die Antriebswelle 39 gelagert ist, auf welcher neben
dem Antriebsrad 40 für den Antriebsriemen 33 für das
Nadelbett 17 auch das Antriebsrad 42 für einen Antriebsriemen
43 für das hintere Nadelbett 18 befestigt ist. Der
Antriebsriemen 43 ist genau gleich wie der Antriebsriemen
über Umlenkrollen und einen verstellbaren Halter 44 geführt. Fig. 6 zeigt, daß die Halter 38 und 44 mit einer Schwalbenschwanzführung
45 versehen sind. Durch eine Verstellung der Halter 38 bzw. 44 mittels eines Schrittschaltmotors 46 mit
Gewindespindel 47 wird ein Eadelbettversatz des mit dem
jeweiligen Antriebsriemen 33 bzw. 43 gekoppelten Nadelbettes
17 oder 18 erzwungen.
... 20
Wird z.B. der Halter 38 mit seinen Umlenkrollen 36 und 37
in Fig. 5 Ond 7 tun einea Teilungsschritt des Naderbettes
nach links verschoben, 90 macht der Kulissenkörper 32 und
damit das mit ihm im nalelsehlitzfreien Mittelteil 17.3
verbundene Nadelbett 17 eine entsprechende Veraatzbewegung
nach rechts. Der Halter 44 mit den Umlenkrollen für den
Antriebsriemen 43 für das hintere Nadelbett 18 kann gleichzeitig
und während der Sadelbettbewegung beispielsweise um zweieinhalb Teilungsschritte nach rechte verschoben werden,
so daß sich eine entsprechende Verschiebung des hinteren Nadelbettes 18 nach lintcs ergibt und ein Gesamtversatz
der beiden Nadelbetten von dreieinhalb Nadelschritten erzielt wird.
Um die einzelnen Versatzstellungen der Nadelbetten genau
festzulegen, können gemäß Fig. 18 im nadelschlitzfreien Mittelabschnitt 17.5 des vorderen Nadelbettes 17 mehrere
Anschlagschieber 48, 49, 50, 51 und im nadelschlitzfreien Mittelteil 18.3 des hinteren Nadelbettes 18 ein Gegenanschlags
chi eb er 52 angeordnet sein. Alle diese Anschlagschieber 48 - 52 lassen sich an den Strickstellen 19-22 der
Flachstrickmaschine aus einer Ruhestellung in eine Anschlagstellung verschieben und umgekehrt.
In Figur 18 sind der Anschlagschieber 50 und der Gegenanschlags
chi eb er 52 in der Arbeitsstellung. Venn diese beiden
Anschläge aufeinandertreffen, befindet sich das vordere Nadelbett 17 gegenüber dem hinteren Nadelbett 18 um eine
Nadelteilung nach links versetzt. Die Versatzbewegung ist
durch eine Verstellung des Halters 38 in Fig. 5 oder 7 nach
rechts "bewirkt worden. Der Ver3tellweg das Halters 38 ist
vorteilhafterweise etwas größer bemessen als der gewünschte
Versatzweg. Dadurch wird erreicht, daß der Anschlagschie~
ber 50 unter Vorspannung gegen den Gegensnschlagschieber 52
des hinteren Hadelbettes 18 zur Anlage kommt. Durch diese
Vorspannung werden ein eventuelles Spiel im Hadelbettantrieb
und andere Ungenauigkeiten ausgeglichen. Durch eine
Kombination des Gegenanschlagschiebers 52 mit den anderen
Anschlagschiebern 48» 49 und 51 können sämtliche vorgesehenen
Versatspositionen der beiden Madelbetten 17 und 18 genau
eingestellt werden.
In den J?ig. 8 und 9 ist eine zweite Ausführungsform einer
Versatzeinrichtung dargestellt. Hierbei werden dia Antriebsriemen 53 iniä 43 für die beiden Hadelbetten 17 und 18 jeweils
über unverstellbare Umlenkrollen 36' und 37! in den Stützpfeilern
11, 12 nach unten zu einem Antriebsrad 4O1 bsw. 42'
geleitet. Diese Antriebsräder 4O1 uzicl 42' sitzen auf der Antriebswelle
eines Planetenradgetriebes mit dem Gehäuse 55 bzw. 54- Die Antriebswellen der beiden Planetenradgatriebe werden
über Antriebsriemen 55 "und 56 von der gemeinsamen ¥elle 39 d-ea
Reversiermotors 25 angetrieben. Die Gehäuse 53» 54 der Planetenradgetriebe
sind kreisrund ausgebildet und drehbar gelagert. Eine Verstellbewegung der Gehäuse 53 bzw. 54 läßt sich mittels
eines gesteuerten Schrittschaltmotors 57 mit Gewindespindel 58»
die in eine am Ende eines mit dem Getriebegehäuse verbundenen Hebels 59 angeordnete Gewindemutter 60 eingesetzt ist, bewirken.
Durch eine vorgegebene Drehbewegung des Gehäuses 53 des
dem vorderen Nadelbett 17 zugeordneten Planetenradgetriebes wird eine Versatsbewegung dieses Nadelbettes 17 erreicht. Gleichzeitig kann auch eine gegenläufige Versatzbewegung des hinteren
...
Nadelbettes 18 durch eil Verdrehen des Gehäuses 54 des anderen Planetenradgetriebes durchgeführt werden.
Die Pig. 10 und 11 zeigen eine Ausführungsform der !Flachstrickmaschine,
"bei welcher die einzelnen Strickstellen, beispielsweise hier die Strickstellen 19 und 20, über Gelenkstellen
61 abklappbar und auswechselbar an den Nadelbettauflagern 15 oder 16 angeordnet sind. So kann z.B. für ein zweifarbig
gearbeitetes Strickmuster eine Strickstelle mit Doppelschloß ohne Umhängeschlösser eingesetzt werden, während zum
Stricken eines "Umhängemusters eine Strickstelle montiert
werden kann, die beispielsweise ein Einzelschloß und ein Umhängeschloß aufweist. Die beiden Nadelauflager 15 und
dieser Flachstrickmaschine sind jeweils über einen Schwalbenschwanzführungsteil 62 in den Stützpfeilern 11 und 12
quer zu ihrer Längsrichtung verschiebbar gelagert. Die Querverschiebung der Nadelbettauflager 15 und 16 wird mittels
Stellmotoren 63 mit Gewindespindel 64 bewirkt, von denen
einer in Fig. 10 dargestellt ist. Die Verstellmotoren 63
sind an den Stützpfeilern 11 oder 12 befestigt, und ihre
Gewindespindel 64 wirkt mit einer am Schwalbenschwanzführungsteil 62 befestigten Gewindemutter 65 zusammen. Mittels
der Stellmotoren 63 läßt sich also die Breite des Kaminspaltes 66 zwischen der beiden Nadelbetten 17 und 18 verstellen.
Die Wirkung der Verstellung der Breite des Kammspaltes 66 wird nachfolgend anhand der Figuren 12 - 15
erläutert.
Fig. 12 zeigt die beiden Nadelbetten I7 und 18 in ihrer
Stellung, in welcher der durch sie gebildete Kammspalt seine
geringste Breite K. hat. Fig. I4 zeigt die beiden Nadelbetten
...
17 "und 18 mit ihren Nadeln 67.1 und 67.2 und den iLbschlagstegen
68.1 und 68.2 in einer Relativstellung, in welcher sie die größtmögliche Kammspalffareite K„ bilden. Pig. 15 zeigt
den Terlauf eines Fadens 69 zwischen den Nadeln 67 =.1 und 67 «2
bei der Kammspaltbreite K. and Figur I5 den Terlauf des Badens
69 bei der Kammspaltbreite K„. Ein Vergleich der beiden
Figuren 13 lind 15 zeigt deutLich die größere Padenlänge, die
sich zwischen den Nadeln 67.1 des vorderen Hadelbsites 17
und den Nadeln 67.2 des hinteren Nadelbettes 18 ergibt, wenn
die größere Kammspaltbreite £2 eingestellt ist. Dadurch ergibt
sich bei größerer Breite des Kamsaspaltes 66 ein voltmiinöseres
Gestrick als bei geringerer Kammspaltbreite K., .
Wie bereits eingangs erwähnt worden ist, muß bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Flachstrickmaschine beim
Mindern nicht immer ein Durchlauf der Nadelbetten I7 oder
18 über die ganze Gestrickbreite erfolgen. Die Fig. 16 und
17 zeigen, wie bei einem asymmetrischen Mindern ein Nadelbett
17 nur über den Bereich des zu mindernden Gestrickrandes
eine Strickstelle 19 durchlaufen muß. In den Fig. 16 und
sind von der Strickstelle 19 TJmhängeschloßteile 7 ο und 7I angedeutet.
Das asymmetrische Gestrickstüek 23a hängt an dem
zu mindernden linken Sand 72 in den Nadeln 73 - 76 und soll
eine beispielsweise vier Fädeln breite mindernde Kante erhalten.
Nach dem Stricken einer Maschenreihe befindet sich das Nadelbett 17 zunächst in der aus Fig. 17 ersichtlichen
Stellung, in welcher die Nadel 73 die Strickstelle I9 durchlaufen
hat. In dieser umkehrstellung des Nadelbettes 17 wird ein
Versatz der Nadelbetten in cie gewünschte Umhängeversatzposition
durchgeführt, wodurch das Nadelbett 17 eine Verstellung nach
links erhält. Dabei werden die Nadeln 73-76 durch die nicht dargestellte elektronische Kadelauswahleinrichtung ausge-
··· 24
wählt und durchlaufen den Schloßkanal 77 der Umhängeschloßteile
70, 71. Nacridem die Nadel 76 den Schloßkanal 77 durchlaufen hat und das Nadelbett 17 die aus Pig. 16
ersichtliche Stellung erreicht hat, ist das Umhängen der Eandmaschen in das hintere Nadelbett 18 erfolgt. Nun wird
der Terstellweg des Nadelbettes 17 wieder umgekehrt und
werden die Nadelbetten I7» 18 in eine neue Umhängeversatzposition
gebracht. Bei der Nadelbettbewegung nach rechts durchlaufen nun die Nadeln 76, 75, 74 und 73 die entsprechend
geschalteten Umhängeschloßteile 70, 7%his das Nadelbett
19 wieder die aus Fig. 17 ersichtliche Position erreicht
hat. Dann ist der linke Warenrand 72 gemindert, und as kann wieder über den ganzen Arbeitsbereich der Nadeln,
also bis zu der eingezeichneten Nadel 67.1, gestrickt werden. Die Hadel 73 hält nun durch den abgeschlossenen Mindervorgang
keine Masche mehr und bleibt außer Tätigkeit.
Die Fig. 19 und 20 zei£en die einem Strickstellenpaar
19/20 zugeordnete Warerabzugsvorrichtung, ausgelegt für
ein Schloß mit zwei neteneinanderliegenden Stricksystemen.
Diese Warenabzugsvorrichtung weist sowohl am Nadelbettauflager
15 als auch am Νε-delbettauflager 16 jeweils zwei
kugelförmige Abzugs ο rg&.na 78 und 79 und 80, 81 auf.
Beide kugelförmigen Abivugsorgane 78, 79 des einen Nadelbettauflagers
15 arbeiten paarweise mit den beiden kugelförmigen Abzugsorganen 80, 81 des anderen Nadelbettauflagers
16 zusammen. Wie Pig. '9 zeigt, liegen die Abzugsorgane und 80 sowie 79 uftd 81 gegeneinander, und die an den Strickstellen
19, 20 gebildete Strickware 23 läuft zwischen den Kugelpaaren hindurch. Me kugelförmigen Abzugsorgane 78-81
sitzen jeweils auf der Welle 82 eines elektrischen Antriebs-
motors 83· Alle Antriebsmotocen 83 werden nit einer &v.f die
Durchlaufbewegung der Nadelbstten 17» 18 aage stimmt en Geschwindigkeit
betrieben. Anstelle iieser Elektromotoren 83 könnts auch
eine mechanische Antriebsveroindung der Absugsorgane "J8 - 81 ait
den Nadelbetten 17» 18 oder leren Antrieb vorhanden sein.
Alle Antriebsmotoren 83 niit ien kugelförmigen Abzugsorganen
78 - 81 sind auf einem Halter 84 befestigt, der um eine Achse 85 am Hadelbettauflager 15 öler 16 verschvenkbar gelagert ist,
die durch den Mittelpunkt 86 (Fig. 20) der Abzugsorgane 78 hindurch
verläuft. An einem 2nde sind die Halter 84 axt einer
in Längsrichtung der Nadelbebtauflager 15 oder 16 verstellbaren
Schaltstange 87 oder 88 gelenkig verbunden. Siese S haltstangen
87 und 88 können in Sichtung des in Fig. 20 eingetragenen Doppelpfeiles 89 durch eine dicht dargestellte, vom Computer
30 der Flachstrickmaschine gesteuerte Antriebseinrichtung Jederzeit, auch .während der Uadelbettbewegung, um eine vorwählbare
Strecke verstellt werden, so daß die Halter 84 sich aus eine in Fig. 20 durch eine strichpunktierte Linie 90 angedeuteten
Querstellung zu den Nadelbetten nach beiden Seiten in eine beliebige
¥inkelstellung bewegen lassen.
Die vorzugsweise aus einem elastischen Material bestehenden oder einen elastischen Überzug aufweisenden kugelförmigen Abzugsorgane
78 - 81 sind jeweils unterhalb eines in Fig. 20 angedeuteten
Kulierschloßteiles 91 oder 92 der Strickstelle
angeordnet. Bei der durch die strichpunktierte Linie 90 in
Fig. 20 angedeuteten Querstellung der Halter 84 stimmt die
Umlaufrichtung der Kugeln ar ihrer Angriffsstelle am Gestrick
23 mit der durch den Pfeil $3 oder den Doppelpfeil 89 angedeuteten
Durchlaufrichtung des Gestrickes 23 überein und es wird
keine Kraftkomponente in dei durch den Pfeil 94 angedeuteten
... 26
Abzugsrichtung ausgeübt. Werden die Halter 84 dagegen in eine
Winkelstellung wie in Pig. 20 gebracht, bewirken die Kugeln 78 - 81 eine Abzugskraftkomponente auf das Gestrick und zwar
immer jeweils auf die gerade in der Strickstelle gebildete neue Masche des Gestrickes 23. Durch eine Vergrößerung der
Winkelstellung kann also die Abzugskraftkomponente auf das Gestrick vergrößert und durch eine Verkleinerung des Verstellwinkels
verkleinert werden. Bei jeder Nadelbettumkehr werden die Schaltstangen 87 und 38 umgeschaltet und wird die
JDrehrichtung der kugelförmigen Abzugsorgane 78, 79» 30, 81
gewechselt.
Durch eine geringfügig höhere Umfangsgeschwindigkeit der kugelförmigen Abzugsorgane gegenüber der Nadelbettgeschwindigkeit
kann erreicht werden, daß der naturgemäß zum Einziehen neigende Gestrickrand beim Einfahren des Gestricks zwischen
die Kugelpaare eine Breithaltewirkung erfährt, so daß die in den Nadelhaken gehaltenen Handmaschen des Gestricks
senkrecht gestellt werden, was das Umhängen der Maschen und auch das Abwerfen von Maschen erleichtert und was außerdem
dazu führt, daß die Stärke der Abzugskraftkomponente bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Abzugseinrichtung kleiner
gehalten werden kann als bei herkömmlichen Flachstrickmaschinen. Dies bedeutet eine schonendere Behandlung der
Strickware.
Die Fig. 21 und 22 zeigen eine Fadenwechseleinrichtung, welche
die Zuführung eines beliebigen Fadens 69 aus mehreren
vom Spuienbrett 26 abziehbaren Fäden erlaubt. Die Fadenwechseleinrichtung
-feist ein auch aus Fig. 7 ersichtliches Magazin 95 auf, das auf einer mit dem Nadelbett 17 verbunde-
... 27
nen und mitbewegten Schiene 96 verschiebbar angeordnet ist. i-as
in den Fig. 21 12nd 22 dargestellte Magazin 95 "weist drei dop~
pelprisinenförmige Fadenführer 97s 98 und 99 auf, die jeweils
mit einem Fadenführerröhrichsn 100 versehen sind. Im Magazin
95 sind die drei Fadenführer 97 - 99 ^xt ihrem einen Prismenteil
in einen schwalbenschwanzförinigen Halter 101 eingeschoben, der mit.einem Bolzen 102 verbunden und auf diesem Bolzen 102 im
Magazin 95 quer zur Bewegungsrichtung der Nadelbetten 17, 18
verstellbar gelagert ist. Fig. 22 zeigt den mittleren Halter
101 mit seinem Bolzen 102 in einer aus dem Magazin 95 herausgeschobenen Betriebsstellung und ohne den ihm zugeordneten
Fadenführer 98. In dieser Betriebsstellung kann ein Fadenführer
aus dem Halter 101 seitlich ausgefahren oder in ihn seitlich eingefahren werden.
Der dem mittleren und in seiner Betriebsstellung dargestellten Halter 101 zugeordnete Fadenführer 98 befindet sich mit
einem seiner beiden Prismenteile in die Schwalbenschwanzführung eines Halters 103 eingeschoben, der am Ends eines
Fadenführerbügels IO4 ausgebildet ist, der mit einem schwalbenschwanzfönaigen
Ende 105 i-n einer Führungsnut IO6 der
Strickstelle 19 dort zwischen den beiden Abzugsschloßteilen
mittels eines Steuerbolzens 107 verstellbar gelagert ist. Das Fadenführerröhrchen 100 des Fadenführers 98 befindet sich
über dem Kammspalt 66 der Flachstrickmaschine und führt den
im Einsatz befindlichen Faden den Nadeln 67.1, 67.2 der beiden Nadelbetten 17 und 18 zu.
Soll ein Fadenführerwechsel stattfinden, wird durch einen gegenüber dem normalen Stricken vergrößerten Überweg des
hinteren Nadelbetts 18 nach rechts das stets außerhalb des
Strickbereichs stationierte Magazin 95 am Fadenführerbügel 104 vorbeigefahren. Beim Vorbeifahren wird der freie prismenförmige
Teil des Fadenführers 98 in den in Betriebsstellung befindlichen mittleren Halter 101 eingeführt und folglich
aus dem Halter 103 des Fadenführerbügels IO4 herausgeschoben.
Dann wird der mittlere Halter 101 mit dem nun wieder aufgenommenen
Fadenführer 98 in das Magazin 95 zurückgestellt.
Yor der nun folgenden Nadelbettumkehr und somit auch Richtungsumkehr des Magazins 95» wird durch elektronisch
gesteuerte Betätigungsorgane der Halter für einen der beiden anderen Fadenführer 97 imd 99 in Betriebsstellung ausgefahren
und beim Vorbeilauf des Magazins 95 am Fadenführerbügel
104 in dessen Halter 103 eingeschoben.
Durch den Mitnehmerbolzen 108 wird das Magazin 95 gemäß Fig. immer an eine Stelle bewegt, die außerhalb des Strickbereichs
liegt. Das Magazin 95 kommt nur im Falle eines Fadenführerwechsels durch einen Überweg des Nadelbetts in den Bereich
des Fadenführerbügels 104.
Wichtig ist, daß in allen Fadenführern 97 - 99 des Magazins
die Fäden vom oberen Fadenspanner 110 (Fig. 6+7) direkt durch das Fadenfühxerröhrchen 100 zur Strickstelle geführt
wird und nicht Über eine seitliche Umlenkung am Maschinenende, wie dies bei herkömmlichen Flachstriokmaechinen der Fall sein
muß und was dort zwangsläufig zu einer unterschiedlichen Fadenspannung in den beiden Arbeitsrichtungen des Maschinenschlittens
führt.
Claims (20)
1. Flachstrickmaschine, insbesondere elektronisch gesteuerte
Flachstrickmaschine mit zwei Nadelbetten, dadurch gekennzeichnet, daß das Nadelbett oder die Nadelbetten
(17,18) im Maschinengestell in ihrer Längsrichtung an
mindestens einer stationären, Schloßteile für die Nadelsteuerung aufweisenden Strickstelle (19-22) vorbei
hin- und herbewegbar gelagert ist bzw. sind.
2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Nadelbett (17,18) in eine der Anzahl
der zugeordneten stationären Strickstellen (19-22) entsprechende Anzahl von Arbeitsbereichen (z.B. 17·1»
17·2) unterteilt ist, die durch nadelfreie Bereiche (17·3) voneinander getrennt sind, deren Länge mindestens
der Länge der stationären Strickstellen (19-22) entspricht.
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die bewegten Nadelbetten (17,18) auf stationären Nadelbettauflagern(15,16) gelagert
sind, die mindestens an den Strickstellen (19-22) über Vertikalstützen (11,12) mit einem gemeinsamen Fußteil
(1O) des Maschinengestelles verbunden sind.
4. Flachstrickmaschine nach. Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Nadeltettauflager (15,16) zur Kammweitenverstellung
(K1, K_) der Nadelbetten (17,18) auf den
Vertikalstützen (11,12) quer zur Bewegungsrichtung der
Nadelbetten (17,18) verstellbar angeordnet sind.
5. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1-4» dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Nadelbetten
(17f18) jeweils mit einem im zugehörigen Nadelbettauflager
(15,16) angeordneten endlosen Antriebsriemen
(33»45) gekoppelt sind, der über Umlenkrollen (36,37)
innerhalb eines Stützpfeilers (11,12) nach unten zu einem
Antriebsrad (40) geführt ist, wobei die Antriebsräder
(40,42) der Antriebsriemen (33»43) beider Nadelbetten (17»18) auf einer im Fußteil des Maschinengestelles
angeordneten gemeinsamen Antriebswelle (39) befestigt sind, die mit einem gesteuerten Reversiermotor (25) gekoppelt
ist.
6. Flachstrickmaschine naoh einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß an jeder Strickstelle (19-22) die SchloSplatten mit den Schloßteilen, Nadelauswahlorgane
und alle zugehörigen Verstell- und Steuerteile in einem Gehäuse oder Rahmen angeordnet sind, das bzw. der
am Nadelbettauflager (15»16) zum Auswechseln von Teilen
vom Nadelbett (17»18) abklappbar und zum Vollersatz abnehmbar gelagert ist.
7. Flachstrickmaschine naoh einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder stationären Strickstelle
(19-22) mindestens ein Faden (69) von einem stationären Spulentisch (26) über mindestens eine oberhalb der
Nadelbetten (17»18) angeordnete !Fadenbremse und Fadenwächter
(110) direkt zugeführt ist.
8. Flachstrickmaschine nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß jeder stationären Stricksteile (19-22)
eine Fadenwechselvorrichtung zugeordnet ist, der Esehrere Fäden (69) gleichseitig und direkt vom Spulentisch
(26) über Fadenspann- und -übervachungsorgane
(HO) zugeführt sind.
9· Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eines der Nadelbett en (17»1β ) mit einer Yersatζeinrichtung versehen
ist.
10. Flachstrickmaschine nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß zum Hadelbettversats die im Bereich einer
Tertikai s tut ze (11,12) vorgesehenen XTmlenkrollen
(56,37) für den Nadelbett-Antriebsrismen (33»43) auf
einem in Bewegungsrichtung des Hadelbettes (17118) verschiebbar
am Maschinengestell angeordneten Halter (38,44) gelagert sind, der über eine Yerstellspindel (47) mit einem
elektrischen Schrittmotor (46) gekoppelt ist.
11. Flachstrickmaschine nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Nadelbett über ein Planetenradgetriebe
(53)54) mit dem gemeinsEonen Reversiermotor (25) verbunden
ist und der Nadelbettversatz durch eine Verstellung disses
Getriebes (53,54) durchführbar ist.
12. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 9 - 11»
dadurch gekennzeichnet, da£ die Versatzsteilungen
der Nadelbetten (17,18) durch Anschlage (48-52) im nadelfreien Bereich (I7»3f 18.3) der Nadelbetten
(17,18) festlegbar aind.
13· Flachstrickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschläge als durch in einer stationären Strickstelle (19-22) angeordnete Stellorgane
beim Durchlauf des Nadelbettes (17,18) verstellbare Anschiagechieber (48-52) ausgebildet sind.
14* !Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 13»
dadurch gekennzeichnet, daß sie mit mindestens einer Tochtermaechine (B), die keine eigene Antriebsvorrichtung
und keine eigene Versatzeinrichtung aufweist, durch
starre Koppelung ihrer Nadelbetten (17,18) mit den Nadelbetten (171» 18') der Tochtermaschine (B) verbunden
ist.
15. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 14,
mit einer Warenabzugseinrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder stationären Strickstelle (19-22) nur an der maschenbildenden Stelle wirksame Abzugsorgane (78-81)
zugeordnet sind.
16. Flachstrickmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsorgane jeweils zwei unterhalb
einer Kulierstelle der Strickstelle (19-21) angeordnete,
in Abhängigkeit von der Durchlaufbewegung der Nadelbetten (17,18) gesteuert um eine Achse drehbare, gegeneinanderlie-
gende Rotationskörper (73-81) sind, zwischen denen die
Strickware (23,24) hindurchgeführt ist.
17· Flachstrickmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigung der Drehachse (82) der angetriebenen Rotationskörper, insbesondere Kugeln (78-81)
gegenüber der Durchlaufrichtung der Strickware (25) aus
einer exakten Querstellung nach beiden Richtungen veränderbar ist.
18. Flachstrickmaschine nach Anspruch 16 oder 17» dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens die Außenseite der Rotationskörper (78-81) aus einem elastischen Material besteht.
19· Flachstrickmaschine nach Anspruch 8, mit Doppelschloßstrickstellen
und einem Fadenführer für jeden wahlweise verwendbaren Faden, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder
Strickstelle (19-21) ein Fadenführerhalter (104)
vorgesehen ist, in welchen aus einem mit dem Nadelbett (17»18) bewegbaren Magazin (95) ein vorwählbarer Fadenführer
(97~99) einaetzbar, zwischen den beiden Austriebsschloßteilen der Doppelechloßstrickstelle verstellbar und
wieder zurücksetzbar ist.
20. Flachstrickmaschine nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß das Magazin (95) a-tif einer mit dem bewegten
Nadelbett (18) verbundenen Schiene (96) verschiebbar und
durch einen stationären, gesteuert betätigbaren Mitnehmerbolzen (108) beaufschlagbar gelagert ist.
•. · 6
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |