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DE3218361C2 - Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial

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Publication number
DE3218361C2
DE3218361C2 DE19823218361 DE3218361A DE3218361C2 DE 3218361 C2 DE3218361 C2 DE 3218361C2 DE 19823218361 DE19823218361 DE 19823218361 DE 3218361 A DE3218361 A DE 3218361A DE 3218361 C2 DE3218361 C2 DE 3218361C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter material
aluminum
resistant filter
production
alkaline earth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19823218361
Other languages
English (en)
Other versions
DE3218361A1 (de
Inventor
Kurt Dr.rer.nat. 4320 Hattingen Hübner
Ekkehard Prof. Dr.-Ing. 4300 Essen Weber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saarbergwerke AG
Original Assignee
Saarbergwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Saarbergwerke AG filed Critical Saarbergwerke AG
Priority to DE19823218361 priority Critical patent/DE3218361C2/de
Publication of DE3218361A1 publication Critical patent/DE3218361A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3218361C2 publication Critical patent/DE3218361C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/08Filter cloth, i.e. woven, knitted or interlaced material
    • B01D39/086Filter cloth, i.e. woven, knitted or interlaced material of inorganic material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/02Loose filtering material, e.g. loose fibres
    • B01D39/06Inorganic material, e.g. asbestos fibres, glass beads or fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C13/00Fibre or filament compositions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C13/00Fibre or filament compositions
    • C03C13/005Fibre or filament compositions obtained by leaching of a soluble phase and consolidation

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Abstract

Bei einem Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial aus Alkali- und/oder Erdalkalikomponenten enthaltenden Glasfasern werden zunächst die Alkali- und/oder Erdalkalikomponenten aus der Glasfaser herausgelöst. In die Hohlräume der erhaltenen porösen Struktur, die zu 95% nur noch aus Kieselsäure besteht, werden Aluminium- und/oder Boroxide eingelagert, wobei der eingelagerte Anteil an Aluminium- und/oder Boroxide mindestens 50% beträgt. Das erhaltene Fasermaterial eignet sich zur Filterung von heißen Gasen mit Temperaturen bis über 1000 ° C.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Zur Filterung heißer Gase sind textile Filtergewebe nur bedingt einsetzbar, da diese bei Temperaturen oberhalb 700° C bis 800° C nur geringe Standzeiten und niedrige Abscheidegrade erreichen.
Bei Verwendung von Filterschichten aus körnigen Kontaktmassen werden unverhältnismäßig große Filtereinheiten benötigt.
Zur Reinigung heißer Gase sind bereits Filtergewebe aus keramischen Materialien bekannt, die jedoch wegen der aufwendigen Herstellungsverfahren sehr teuer sind. Zur Herstellung dieser Gewebe wird eine keramische Ausgangsmasse zunächst erschmolzen und dann bei Temperaturen oberhalb 1500°C mit Hilfe geeigneter Düsen versprüht.
Aus der DE-AS 28 10 937 ist ein Filtergewebe aus keramischen Fasern bekannt, in das zur Erhöhung der Temperaturbeständigkeit und der mechanischen Festigkeit geeignete Metalloxide, z. B. Aluminiumoxid, eingelagert sind, wobei der Metalloxidanteil mindestens ca. 50% betragen soll.
Aus der DE-AS 28 29 413 ist ein Verfahren zur Herstellung von Metalloxide enthaltendem keramischem Filtermaterial bekanntgeworden, bei dem aus Glasfasern die nichtkieseligen Oxide herausgelöst und in das verbleibende Kieselsäuregerüst Metalloxide eingelagert werden, wobei allerdings der Anteil der eingelagerten Metalloxide begrenzt ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, dieses Verfahren derart weiterzuentwickeln, daß die mechanische Festigkeit Und die Temperaturbeständigkeit des erhaltenen Filtermaterials verbessert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das getrocknete Filtermaterial mit einer wäßrigen ammoniumhydrogenfluoridhaltigen Lösung behandelt, in Wasser ausgewaschen und bei Temperaturen von 4000C bis 800° C getrocknet und gesintert wird.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, hochtemperaturbeständiges Filtermaterial aus Glasfaser wirtschaftlich herzustellen unter Vermeidung der hohen emperaturen, wie sie bei den bekannten Herstellungsprozessen erforderlieh sind.
Die Herstellung der Ausgangsfaser erfolgt in an sich bekannter Weise aus niedrigschmelzendem Glas, vorzugsweise Ε-Glas, mit Gehalten an Alkali- und/oder Erdalkalikomponenten sowie ggf. Aluminium-, Bor- und Schwerin stalloxiden. Durch die Behandlung der Faser mit einer wäßrigen Mineralsäurelösung, beispielsweise Salzsäure, werden diese Komponenten herausgelöst und die Faser in eine poröse Struktur überführt, die zu über 95% nur noch aus Siliciumoxid besteht. Die Behandlungsdauer für diesen Verfahrensschritt liegt je nach Temperatur und Material zwischen wenigen Minuten und ca. fünf Stunden. Sie beträgt bei der Behandlung von Ε-Glas mit einer 2n bis 6n-Salzsäurelösung und bei
to einer Temperatur von 40° C etwa eine Stunde.
Die herausgelösten Stoffe werden mit dem Säurebad entfernt. Die verbleibende poröse Struktur wird nunmehr mit einer wäßrigen. Aluminium- und Borverbindungen enthaltenden Lösung behandelt, wobei die AIuminium- und Borverbindungen durch Wasser oder Alkalien zur Hydrolyse gebracht werden. Die ausflockenden Hydroxide bzw. Oxidhydrate werden dabei durch Adhäsionskräfte in die entstandenen Hohlräume der porösen Struktur eingebunden. Das erhaltene Filtermaterial wird anschließend getrocknet und bei Temperaturen von 400° C bis 800° C getempert.
Durch die erfindungsgemäße Nachbehandlung des so gewonnenen Filtermaterials mit einer ammoniumhydrogenfluoridhaltigen Lösung, die ggf. wiederholt werden kann, gelingt es in einfacher und wirtschaftlicher Weise, den SiO2-AnIeU in der Gewebestruktur zu reduzieren und somit den relativen Anteil der eingelagerten Aluminium- und/oder Boroxide zu erhöhen, wobei Werte erreicht werden, die bedeutend über 50% liegen. Daraus resultiert eine wesentliche Erhöhung der mechanischen Festigkeit und der Temperaturbeständigkeit des erhaltenen Filtermaterials.
Das Fasermaterial wird anschließend mit Wasser gewaschen, getrocknet und nochmals kurzzeitig bei Temperaturen von 400° C bis 800° C gesintert.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Fasermaterial eignet sich zur Filterung von heißen Gasen mit Temperaturen bis über 1000° C, wobei gute Abscheidegrade und hohe Standzeiten der Filtereinsätze gewährleistet sind.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial aus Glasfasern, die Alkali- und/oder Erdalkalikomponenten enthalten, wobei aus den Glasfasern zunächst die Alkali- und Erdalkalikomponenten herausgelöst und auf diese Weise ein Kieselsäuregerüst erhalten wird, in das anschließend Aluminium- und/oder Boroxide eingelagert werden, wodurch ein Fasermaterial entsteht, das getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Fasermaterial mit einer wäßrigen ammoniumhydrogenfluoridhaltigen Lösung behandelt, in Wasser ausgewaschen und bei Temperaturen von 4000C bis 800° C getrocknet und gesintert wird
DE19823218361 1982-05-15 1982-05-15 Verfahren zur Herstellung von hochtemperaturbeständigem Filtermaterial Expired DE3218361C2 (de)

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DE3218361A1 DE3218361A1 (de) 1983-11-17
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Publication number Publication date
DE3218361A1 (de) 1983-11-17

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