DE3218089A1 - Verfahren und vorrichtung zum ueberziehen von koerpern verschiedener form und groesse mit eingebautem pulververteiler - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum ueberziehen von koerpern verschiedener form und groesse mit eingebautem pulververteilerInfo
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Description
- u-
BESCHREIBÜNG
Bei dieser Erfindung handelt es sich um ein Gerät zum Überziehen
von Körpern verschiedener Form und Größe wie z.B. medizinische Pillen, Konfekt u.a. Es ist daher vor allem für
die pharmazeutische und die Süßwarenindustrie bestimmt, kann aber auch in anderen Industriezweigen Anwendung finden.
Das Gerät ermöglicht auf Grund seiner Vertexlungssysteme für
die Überzugsstoffe -Flüssigkeit oder Pulver-, seines Aufbaus als rotierender kelchähnlicher Körper und seines Systems
zum Mischen des Produkts, das sowohl für eine gleichmäßige Verteilung des Überzugs als auch für die erste und die letzte
Lufttrocknung desselben bei kontrollierter Temperatur von höchster Wichtigkeit ist, die Durchführung aller Uberzugs-
und Aromatisierungsvorgänge mit Pulver oder Flüssigkeit bei
hohem Automatisierungsgrad und hoher Produktion..
Hauptzweck dieser Erfindung ist es, eine automatisch hohe Produktion
und dabei ein Enderzeugnis zu erreichen, das hinsichtlich der Gleichmäßigkeit sowohl der Dicke der Überzugsschicht
als auch der Aromatisierung gegenüber den mit bestehenden Systemen erzielten Produkten, bei denen die Geschicklichkeit
des Arbeiters eine Rolle spielte, wesentlich verbessert ist.
Die Erfindung ist durch einen zwiebeiförmigen Behälter charakterisiert,
der aus zwei kelchähnlichen Seitenteilen und einem mittleren Teil zusemmengeschweißt ist. Im Inneren des Behälters
sind 4 oder mehr bezüglich Form und Ausmaße geeignete Ablenkvorrichtungeri
enthalten, die auch die seitlichen Kelche erfassen. Sie sind einander gegenüber angebracht und verset-
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zen das Produkt während der Rotation des Behälters zusätzlich zur normalen Rotationsbewegung, in die das Produkt
bei Erreichen des kritischen Fallwinkels kommt, in eine sinus- und Z-förmige Bewegung, indem sie es nach
unten und oben und nach rechts und links schieben. Diese Bewegungen ermöglichen ein schnelleres Trocknen und Härtung des Artikels und eine verbesserte Glättung ihrer
Oberflächenschicht.
Die seitlichen Kelche verfügen je über eine öffnung (konzentrisch
zur Rotationsachse). Auf dem einen Kelch dient sie zum automatischen Laden und Entladen des Produkts, auf
der anderen Seite zum Einsaugen des Pulvers und als Eintrittsöffnung
für die Luft zum Trocknen.
Die Luft gelangt ins Innere durch besonders hierfür vorgesehene Spalten eines Rohres, das den Behälter fast in seiner
gesamten Länge durchzieht und mit einem kleineren, aber konzentrischem Teil seines Querschnitts durch die öffnung
für das Einsaugen des Pulvers eingeführt ist. Durch dieses Rohr wird außerdem das Material zum Besprühen des Produkts
und die Energie zur Steuerung der automatischen Vorgänge zugeführt. Das Rohr verfügt über zwei spezielle Ablenkvorrichtungen,
die eine Verschmutzung der zum Trocknen eingeführten Luft beim Einsaugen des Pulvers verhindern.
Ein weiteres besonderes Merkmal ist die automatische Entladung mit Hilfe der weiter oben erwähnten Ablenkvorrichtungen,
die so ausgeführt sind, daß sie, während sich der Behälter in die Richtung dreht, die der beim Überziehen des
Produkts verwendeten entgegengesetz ist, das Produkt sammelt,
das dann aus dem Behälter transportiert und einer anderen
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G-
Vorrichtung zugeleitet wird, die an der Außenseite der Entladungsöffnung angebracht ist und das Produkt in einen
Sammler, Trog oder auf eine Transporteinrichtung fallen läßt.
Neben dem Überziehen von Produkten mit pulverförmigen
Stoffen wie Zucker, Stärke usw. soll durch diese Erfindung auch verhindert werden, daß Pulver im Behälterinneren verstreut
wird.
Die Erfindung besteht in einer speziell zur Verteilung des
Produktgemenge entworfenen Vorrichtung.
Das Pulvermaterial wird mit Luft als Transportmedium zugeführt und beim Kontakt mit dem Produkt während des Überziehvorgangs
von diesem absobiert, wobei gleichzeitig die eingeführte Luft gefiltert wird.
Der Vorteil dieses Systems besteht darin, daß das Verbleiben von Pulver im Behälterinneren und die Verschmutzung der
Produktionsräume verhindert und dabei gleichzeitig bei allen Artikeln während der Phase des Überziehens eine gleichmäßige
Verteilung des Pulvers erreicht wird.
Es ist bekannt, daß heute ein großer Teil der in den Geräten dieser Art kandierten oder überzogenen Produkte durch Auftragen
von Aromastoffen in flüssiger oder Pulverform aromatisiert werden.
Was die Aromastoffe in Pulverform betrifft, so werden diese beim vorliegenden Gerät durch den Einsatz der vorher beschriebenen
Vorrichtung für die Verteilung von Pulver im Inneren des Behälters und unter das Produkt verteilt.
Diese Erfindung soll in geeigneter Weise zur Verteilung der flüssigen Aromastoffe dienen, die notwendig sind,, um
dem Produkt einen bestimmten Geschmack zu geben.
Das bisher verwendete Verfahren ist gänzlich manuell, die Aromatisierung des Produkts ist daher in hohem Maße von
den Fähigkeiten des Arbeiters abhängig. Ziel dieser Erfindung ist es, die Verteilung der flüssigen oder pulverförmigen
Aromastoffe unter das Produkt auf einfache und sichere Art zu automatisieren und dabei auf Grund der nur geringen
Aromaverluste, die das Gerät zuläßt, Einsparungen zu erreichen.
Mit dem System, das Gegenstand dieser Erfindung ist, werden die Aromastoffe während des gesamten überzugszyklus dosiert
unter das Produkt verteilt. Auf diese Weise wird eine konstante Qualität der Produkte und eine perfekte Verteilung
der Aromastoffe über die ganze Überzugsschicht erreicht.
Dieses System ermöglicht gleichzeitig eine vollständige Absorption des dosierten Aromastoffes bevor sich dieser verflüchtigen
kann.
Alles bisher beschriebene sowie andere Merkmale werden mit den schematischen Darstellungen der Erfindung in den beiliegenden
Bildern veranschaulicht.
Bild 1: Längsschnitt mit Teilen
Bild 2: Grundriß mit Teilen
Bild 3: Querschnitt des Behälters
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In diesen Zeichnungen ist die Basis oder Sockel, auf dem
das ganze Gerät ruht, mit "A" gekennzeichnet. Hier befinden sich auch die gesamten Vorrichtungen für den automatischen
Antrieb des Gerätes (Motor, Getriebe, Lüfter, Batterie für Kalt- oder Heißluftzufuhr, Pumpen für die Produkte usw.).
Wie aus den Bildern 1 und 2 zu ersehen ist, ist das Gerät sehr kompakt und bietet den Vorteil, daß weder Staub in
den Raum entweichen noch Luft von außen eingesaugt werden kann. Es ist auch für den Einsatz von Geräten zur Luftfilterung
konzipiert, so daß die Luft bakterienfrei zugeführt werden kann.
Der drehbare Behälter "B" (Bilder 1,2 und 3) besteht aus drei mit 1, 1a und 1b gekennzeichneten Teilen aus rostfreiem Stahl
oder anderen Materialien. Die zwei seitlichen kelchförmigen Teile sind mit dem mittleren Teil 1 verschweißt, so daß der
Behälter die Form einer Zwiebel oder ähnliches erhält.
Im Behälter "B" befinden sich die Ablenkvorrichtungen 2,
die sowohl hinsichtlich ihrer Form als auch ihrer Ausmaße derart gestaltet sind, daß die Kelche 1a und 1b (Bilder
1 und 2) während der Rotation des Behälters automatisch das Produkt mischen können.
Der Kelch 1a (Bilder 1 und 2) ist mit einer konzentrischen Öffnung an der Rotationsachse "X" versehen, die zur automatischen
Be- und Entladung des Produkts dient. Über dieser Öffnung ist ein Deckel angebracht.
Dieser Deckel verfügt über einen Mechanismus, durch den
er in zwei verschiedene Stellungen gebracht werden kann. In der ersten Stellung kann durch Trennen des Deckels von der
Mischtrommel der Lade- bzw. Entladevorgang ausgeführt werden,
• 9·
wobei der Deckel zur Umschaltung von Lade- auf Entladefunktion
oder umgekehrt lediglich um 180° gedreht werden muß. In der anderen Position haftet der Deckel fest an
der Trommel und dreht sich somit mit dieser während der Überziehvorgänge.
Der Deckel 3 ist hinsichtlich der Form und der Ausmaße so gestaltet, daß er auch als Ladetrichter dient, der das
Produkt sammelt, während sich der Behälter in entgegengesetzter Richtung dreht und die Ablenkvorrichtungen 2 das fertige
Produkt/kontinuierlich entladen, nachdem es den
kritischen Fallwinkel erreicht hat.
Das so gesammelte Produkt wird zum Ausgang des Deckels geführt und gelangt dann zu einem Entladerohr, das so ausgeführt
ist, daß der Fall des Produkts gebremst wird und dieses dadurch mit verringerter Geschwindigkeit in die
Sammelwanne fällt.
Auf dem Kelch 1b ist als Bestandteil desselben ein Flansch mit Verstärkungen 4 montiert und mit dem geeigneten Drehantrieb
gekoppelt, der seine Bewegung direkt von einem Motor 15 mit regelbarem Untersetzungsgetriebe übertragen
bekommt.
Der Kelch 1b hat eine zum genannten Antrieb und zur Rotationsachse
"X" konzentrische öffnung mit Preßring 5,
durch die die verbrauchte und vorher in die Mischtrommel durch 7 ( koaxial zum genannten zylindrischen Preßring)
eingeführte Luft herausgesaugt wird.
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Durch die Mitte dieser öffnung führt ein Rohr aus rostfreiem
Stahl 7 in den Behälter "B",das dessen Innere ganz erfaßt (Bilder 1,2 und 3 ). Dieses Rohr ist am Ende des Saugrohres
(im Inneren von "A") befestigt und führt weiter bis zum Lüfter 14.
Beschreibung und Zweck dieser Vorrichtung
a) Sie dient dazu, die zum Trocknen eingeführte Luft im Inneren des Behälters zu verteilen; hierzu sind
in dem Teil des Rohres, der sich im Behälterinneren befindet, zwei Reihen öffnungen 8 angebracht, und
zwar mit unterschiedlichen Winkeln zur Senkrechten, die durch die Mitte des Rohres 7 führt (Bilder 1, 2
und 3) . Aus diesen Öffnungen tritt, während das Produkt überzogen wird, die Luft zum Trocknen aus.
Auf diese Vorrichtung können die verschieden großen Deflektoren 9 und 9a montiert werden, die zur öffnung
hin abschließen und am unteren Teil des Rohres miteinder verbunden sind. Sie sind so beschaffen, daß sie fast
die Hälfte der öffnung 5 zudecken, was verhindern soll, daß durch das Absaugen das Einfließen der Luft beeinträchtigt
wird.
b) Im Inneren der Vorrichtung sind die Leitungen 10 (Bilder 1 und 2) für die zu zerstäubende Flüßigkeit und
für die Zufuhr der von den Steuermechanismen benötigten Energie, wie z.B. Luft, elektrischer Strom, enthalten
sowie für andere für den Betrieb der Sprühvorrichtung und der internen Wascheinrichtung des Gerätes erforderlichen
Energien.
c) Auf dem Rohr aus rostfreiem Stahl 7 ist die Vorrichtung
montiert, mit der das Pulver während des Uberziehvorgangs unter das Produkt gemischt wird. Sie besteht
aus den zwei Verteilungsköpfen 11 (Bilder 1, 2 und 3).
d) Auf diesem Rohr aus rostfreiem Stahl ist auch der Verteiler
für die Aromastoffe 12 (Bild 1) montiert, an dessen Ende sich sein Verteilerkopf befindet (Bilder
1. 2 und 3) .
Nachdem somit der Aufbau der vorliegenden Erfindung beschrieben worden ist, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß
jede eventuelle Detailveränderung als zur Erfindung gehörig betrachtet wird, sofern sie keine Veränderung seiner wesentlichen
Merkmale darstellt.
ι Μ ♦
Leerseite
Claims (7)
- Patentansprüche.■ Verfahren zum überziehen von Körpern verschiedener Form ^- und Größe mit eingebautem Pulververteiler, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines rotierenden Kelches und eines Steuerungssystems zur Erreichung eines gleichmäßigen Überzugs Überziehvorgänge mit hohem Automatisierungsgrad und hoher Produktion vorgenommen werden, wobei die Aromastoffe während des gesamten Überziehprozesses dosiert unter das Produkt gemischt werden, um ein Endprodukt mit extrem gleichmäßiger Aromatisierung zu schaffen.__ 9 —
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch qekennzeichnet, daß während der Überziehphase das Pulver unter das Produkt, gemischt wird, um eine Verstreuunq von Pulver innerhalb des Behälters zu verhindern.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladung des Geräts von einer auf einer Ablenkvorrichtung als Teil derselben montierten Vorrichtung erfolgt, die das Produkt sammelt, während sich der Behälter in die dem Uhrzeigersinn entgegengesetzte Richtung dreht, und das Produkt nach außen auf eine Vorrichtung befördert, von der es dann auf einen Sammler, auf eine Wanne oder eine Transporteinrichtung fällt.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kelch frei montiert ist und die Bewegung des Kelches die Einführung der Leitungen für die Überzugs- und Aromastoffe sowie für den Transport und das Ein- bzw. Absauqen der Luft in das Behälterinnere zuläßt, und daß aufgrund der direkten Kopplung der Drehorgane mit dem Kelch eine ständige Änderung der Drehgeschwindigkeit de.s Kelches möglich ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf beiden Seitenteilen je eine zur Rotationsachse konzentrische Öffnung befindet und daß eine dieser Öffnungen zum Be- und Entladen des Produkts und die andere zum Einsaugen des Pulvers sowie zur Zuleitung der Luft zum Trocknen der Produkte und der Aromastoffe vorgesehen ist.::.::* ·::··": 321 sos9
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Deckel vorgesehen ist, der sich um die Achse "X" bewegen läßt und zwei Stellungen einnehmen kann, wobei eine Stellung für das Be- und Entladen und die andere Stellung zur Befestigung des Deckels an die Mischtrommel während der Überziehphasen dient.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkvorrichtungen eine konkavkonvexe Form mit verschiedenen Radien .und schräger Basis haben und in einer Anzahl von vier oder mehr rechtwinklig montiert sind, so daß sie das Produkt von dem jeweiligen Kelch sammeln und auf den anderen Kelch umlenken.
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