DE2400160A1 - Vorrichtung zum verteilen eines pulvers fuer maschinen zum umhuellen von unterschiedlichen gegenstaenden, beispielsweise von nahrungsmitteln oder pharmazeutischen produkten - Google Patents
Vorrichtung zum verteilen eines pulvers fuer maschinen zum umhuellen von unterschiedlichen gegenstaenden, beispielsweise von nahrungsmitteln oder pharmazeutischen produktenInfo
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Description
Vorrichtung zum Verteilen eines Pulvers für Maschinen zum
Umhüllen von unterschiedlichen Gegenständen, beispielsweise von Nahrungsmitteln oder pharmazeutischen Produkten
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Umhüllen von unterschiedlichen
Gegenständen, beispielsweise von Nahrungsmitteln oder pharmazeutischen Produkten, bzw. zum Herstellen von
Dragees aus solchen Gegenständen.
Derartige Maschinen bestehen in der Regel aus einem umlaufenden Trog oder einer Turbine, in deren Innerem die flüssige Umhüllungslösung
über die zu behandelnden Produkte gegossen wird. Diese ProdukteVerden dementsprechend mit einer Schicht der
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Lösung umhüllt, die sich während der Drehung der Turbine verfestigt.
Die Umhüllungsflüssigkeit, beispielsweise ein Zuckersirup, wird auf die zu behandelnden Produkte mittels als
Diffusoren ausgebildeten Sprühern oder Verteilern aufgebracht,
die im Inneren der Turbine über deren gesamter Länge angeordnet
sind.
Man erhält auf diese Weise eine gleichmäSige Umhüllung der
zu behandelnden Produkte. Bei der Drageeherstellung hingegen
erzielt man sehr häufig eine VergröSerung der Dragees, indem
man sie mit Puderzucker oder Stärkemehl überstreut, bevor sie unter Verwendung einer flüssigen Zuckerlösung umhüllt werden.
Übrigens läuft die unter der Bezeichnung "tendre" bekannte
Drageeherstellung in ähnlicher Weise ab, wobei lediglich die Zusammensetzung des Sirup unterschiedlich ist. Tatsächlich
handelt es sich dabei um einen Sirup, der aus Zucker und Glucose besteht.
Bisher wird bei sämtlichen Vorgängen dieser Art das Überpudern der Gegenstände während der Drageeherstellung manuell durchgeführt,
was verschiedene Schwierigkeiten mit sich bringt. U. a. kommt es häufig zu einer ungleichmäßigen Verteilung des ausgestreuten
Pulvers, wodurch die Qualität der erhaltenen Produkte leidet.
be-Dementsprechend trifft die Erfindung eine Vorrichtung zum
automatischen Verteilen eines Pulverzusatzes im Inneren eines Troges für eine Maschine zum Umhüllen der oben erwähnten
Produkte.
Diese Vorrichtung ist gekennzeichnet durch eine Verteilerrampe für das Pulver, die sich über die gesamte Länge des
Troges erstreckt und aus einem mindestens zum Teil perforierten Rohr besteht, welches eine drehbare Antriebsschraube für das
Pulver aufweist, deren Schraubenwindung am Umfang eine Bürste zum Hindurchdrücken des Pulvers durch die Perforationen der
Rampe trägt. Weiterhin ist eine Klappe zum Teilabdecken vor
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dem perforierten Bereich der Rampe vorgesehen, um die
Abgabemenge des Pulvers zu regeln.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die Vorrichtung
in der Weise betrieben, daß ein Teil des Pulvers rezirkuliert wird, welches durch die Verteilerrampe bis zu deren Ende
wandert. Dies führt zu einer ganz besonders gleichmäßigen Verteilung, und zwar unabhängig von der Abgabemenge.
Die Erfindung betrifft gleichermaßen eine Umhüllungsmaschine, die mit einer derartigen Verteilervorrichtung ausgerüstet
ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung. Die
Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 einen schematischen Axialschnitt durch eine Verteilervorrichtung
für Pulver innerhalb einer Umhüllungsmaschine ;
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch die Anordnung nach Figur 1;
Fig. 3 eine teils in axialer Richtung geschnittene Ansicht einer Antriebsschraube, die in einer Verteilerrampe für
Pulver vorgesehen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gehört zu einem umlaufenden Trog 1 einer an sich bekannten Umhüllungsmaschine, die dazu
bestimmt ist, Gegenstände, wie etwa Nahrungsmittel oder pharmazeutische Produkte, zu umhüllen bzw. Dragees aus diesen
Gegenständen herzustellen. Hierzu sind innerhalb des Troges Rohre angeordnet, die die flüssige Umhüllungslösung auf die
zu behandelnden Produkte sprühen oder verteilen. Allerdings sind diese Rohre auf der Zeichnung nicht dargestellt, da sie
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nicht zum Gegenstand der Erfindung gehören und beliebig
ausgebildet sein können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt eine Verteilerrampe, die aus einem Rohr 2 besteht und sich über die gesamte
Länge des Troges 1 erstreckt, und zwar parallel zu dessen Achse. Das Rohr ist stationär angeordnet und ragt an den
Enden aus dem Trog heraus, wobei letzterer sich um das Rohr drehen kann. Der Trog wird durch beliebige geeignete
Mittel angetrieben, die auf der Zeichnung nicht dargestellt sind, da sie ebenfalls nicht zum Gegenstand der Erfindung
gehören.
Mindestens auf einem Teil der Fläche ist die Wand des Rohres 2
herausgenommen worden. Dort sitzt ein gitterförmiges Element 3
oder ein perforiertes Blech, das das zu verteilende Pulver
hindurchlassen kann. Vor der perforierten oder durchbrochenen
Zone ist eine bewegbare Klappe 4 vorgesehen, die eine Teilabdeckung herbeizuführen vermag. Die Klappe besitzt die Form
eines gekrümmten Bandes und paßt sich der Form des Rohres 2 an. Sie ist derart angeordnet, daß sie sich um das Rohr drehen kann.
Auch besteht die Möglichkeit, die Winkellage der Klappe zu verändern, und zwar derart, daß eine mehr oder weniger große
Fläche des perforierten Bereiches 3 der Verteilerrampe freigegeben wird. Alles in allem läßt sich somit die Abgabemenge
des von der Rampe verteilten Pulvers regeln.
Die Rampe enthält eine archimedische Schraube 5, die von einem Motor 5a gedreht wird. Die Schraube dient dazu, das
Pulver in Richtung des Pfeiles F anzutreiben. Sie besteht aus einer umlaufenden Welle 6, mit der ein metallisches, schraubengangförmiges
Band 7 verbunden ist, welches die Schraubenwindung bildet. Das Band kann beispielsweise über eine Schweißnaht mit
der Welle verbunden sein.
Auf seinem Umfang trägt das Band eine Bürste 8, die an der Innenwand der Verteilerrampe reibt und dazu dient, jede Gefahr
von Ablagerungen an den Wänden im perforierten Bereich zu
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unterbinden. Außerdem drückt die Bürste bei ihrer Drehung das Pulver durch die Perforationen der Verteilerrampe
hindurch. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Haarbüschel der Bürste in einem Profilelement 9 befestigt,
das als Rinne ausgebildet ist und von einer der Flächen des schraubengangförmigen Bandes 7 getragen wird. Die Bürste
kann ; jedoch auch in jeder anderen geeigneten Art gestaltet
sein.
Das stromaufwärts gelegene Ende der Verteilerrampe ist am Anfang verschlossen und wird mit dem auszustreuenden Pulver
über einen Trichter 10 gespeist, der eine Art "Stopfenelement1·
oder Dosierer bildete Tatsächlich wird der Trichter 10 seinerseits von einem sehr viel größeren Trichter gespeist,
an den er über eine Leitung 11 angeschlossen ist. Allerdings
wird die Öffnung dieses Haupttrichters von einem automatischen Steuersystem für das Niveau im Trichter 10 geregelt. Dieses
System kann eine Meßsonde 12 aufweisen, wie es schematisch in Figur 2 dargestellt ist.
Vorzugsweise umfaßt der zwischengeschaltete Trichter 10 außerdem einen elektromagnetischen Vibrator mit veränderbarer
Frequenz, der das Ausfließen des Pulvers erleichtert und jegliche Gefahr von Gewölbebildungen innerhalb des Trichters
ausschließt.
Das stromabwärts liegende Ende der Verteilerrampe bzw. des Rohres 2 ist an eine Leitung 13 angeschlossen, die zu einer
Rücklaufleitung 14 führt, weiche ihrerseits im zwischengeschalteten
Trichter 10 mündet. Die Leitung 13 ist geneigt angeordnet, so daß sich in ihr das aus der Verteilerrampe
kommende Pulver unter der Wirkung der Schwerkraft bewegt. Die Rücklaufleitung 14 hingegen enthält eine archimedische Schraube
15 zum Bewegen des Pulvers bis zum zwischengeschalteten Trichter 10.
Diese Möglichkeit zum Rückfördern des Pulvers ist äußerst
vorteilhaft. Tatsächlich kann man somit innerhalb der Verteilerrampe eine Pulvermenge zirkulieren lassen, die oberhalb der
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möglichen Maximalabgabe durch den perforierten Teil des
Rohres 2 liegt. Unter diesen Bedingungen ist ständig ein nicht abgegebener Pulverüberschuß am stromabwärts gelegenen
Ende der Rampe vorhanden, der durch die Rücklaufleitung 14
zurückgefördert werden kann. Dies stellt eine sehr gleichmäßige
Verteilung bei der Abgabe des Pulvers über der gesamten Länge
der Rampe sicher, selbst wenn diese eine Länge von 2,5 m oder
mehr aufweist.
Weiterhin liegt ein wesentlicher Vorteil der Vorrichtung darin,
daß das Pulver sehr gut und gleichmäßig verteilt ins Innere des Troges 1 abgegeben wird. Dies resultiert daraus, daß die
archimedische Schraube 5 nicht nur zum Fördern des Pulvers dient, sondern das Pulver auch zum Durchgang durch die
Perforationen des durchbrochenen Rampenabschnitts zwingt, und zwar mittels der schraubenlinienförmigen Bürste 8. Ohne
diese Bürste wäre die erzielte Leistung und Ausbeute weniger zufriedenstellend. In diesem Zusammenhang sei noch auf einen
weiteren Vorteil der Bürste hingewiesen, daß nämlich keine Gefahr besteht, daß Ablagerungen oder Verstopfungen an den
Perforationen der Verteilerrampe auftreten.
Man kann die Abgabemenge des Pulvers dadurch ändern, daß man die Drehzahl der Motoruntersetzung variiert, welche zum
Antrieb der innerhalb der Verteilerrampe liegenden Schraube
vorgesehen ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in Maschinen unterschiedlichster
Art zum Umhüllen oder zur Drageeherstellung
eingebaut werden. Auch kann sie dazu dienen, in beschleunigter Weise Dragees zu vergrößern, und zwar durch Überpudern mit
Zucker oder Stärkemehl bzw. mit einer Mischung aus Zucker und Stärkemehl im Anschluß an ein Umhüllen mit einem flüssigen
Sirup. Weiterhin kann man die Vorrichtung gleichermaßen dazu verwenden, die unter der Bezeichnung "tendre" bekannte
Drageeherstellung durchzuführen, bei der gleichzeitig ein
Uberpudern mit Zucker oder anderem geeigneten Pulver vorgenommen wird, wobei in einem derartigen Fall die Umhüllung
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aus einem Zucker- und Glucose-Sirup herstellt.
Wie bereits erwähnt, richtet sich die Erfindung auch auf
Umhüllungsmaschinen, die mit einer derartigen Vorrichtung ausgerüstet sind. Diese Maschinen können außerdem für Anwendungszwecke
unterschiedlicher Art Verwendung finden, und zwar immer dann, wenn verschiedene Gegenstände umhüllt
werden sollen, beispielsweise Nahrungsmittel oder pharmazeutische Produkte, wobei außerdem eine Überpuderung mit
Pulver vorgenommen werden soll»
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Claims (3)
1. Vorrichtung zum automatischen Verteilen eines Pulvers
im Inneren eines Behandlungstroges einer Maschine zum Umhüllen von unterschiedlichen Gegenständen, beispielsweise
von Nahrungsmitteln oder pharmazeutischen Produkten,
gekennzeichnet durch
eine Verteilerrampe, die sich über die gesamte Länge
des Troges (1) erstreckt und aus einem mindestens zum Teil perforierten Rohr (2) besteht, welches eine drehbare
Antriebsschraube (5) für das Pulver aufweist, deren Schraubenwindung (7) am Umfang eine Bürste (8) zum
Hindurchdrücken des Pulvers durch die Perforationen der Rampe trägt, wobei eine Klappe (4) zum Teilabdecken vor
dem perforierten Bereich (3) der Rampe vorgesehen ist, um die Abgabemenge des Pulvers zu regeln ο
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
da8 das stromabwärts gelegene Ende der Verteilerrampe an
eine RUcklaufleitung (13, 14) angeschlossen ist, die mit einem zwischengeschalteten, am stromaufwärts gelegenen
Ende der Verteilerrampe mündenden Trichter (10) in Verbindung steht, welcher seinerseits mit einem Versorgungstrichter verbunden ist, und daß der Ausgang des Versorgungstrichters
von einem den Pulverstand im zwischengeschalteten Trichter (10) überwachenden System steuerbar
ist, während geeignete Mittel (15) zum Fördern des Pulvers
in der RUcklaufleitung (14) vorgesehen sind.
3. Maschine zum Umhüllen verschiedener Gegenstände, wie etwa Nahrungsmittel oder pharmazeutische Produkte, mit einer
Turbine oder einem Behandlungstrog, in dessen Innerem die Umhüllungslösung auf die zu behandelnden Gegenstände
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abgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine mit einer Verteilervorrichtung für
Pulver nach Anspruch 1 oder 2 ausgerüstet ist.
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