DE3215633A1 - Fraeswerkzeug - Google Patents
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- DE3215633A1 DE3215633A1 DE19823215633 DE3215633A DE3215633A1 DE 3215633 A1 DE3215633 A1 DE 3215633A1 DE 19823215633 DE19823215633 DE 19823215633 DE 3215633 A DE3215633 A DE 3215633A DE 3215633 A1 DE3215633 A1 DE 3215633A1
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Description
HOEGER, STELLRECHT & PARTNER
PATENTANWÄLTE UHLANDSTRASSE 14 O · D 7000 STUTTSART 1
A 45 156 b Anmelder: Milling Specialties, Inc. k - 176 23672 Schoenherr
22. April 1982 Warren, Michigan 48089
USA
Fräswerkzeug
Die Erfindung betrifft ein drehbares Fräswerkzeug mit
einem Werkzeugkörper mit mindestens einem Sitz mit einem darin angeordneten Schneideinsatz und mit Befestigungseinrichtungen
zum lösbaren Festlegen des Einsatzes in dem Sitz.
Insbesondere befasst sich die Erfindung mit verbesserten Befestigungseinrichtungen für die Schneideinsätze
von Fräswerkzeugen sowie mit der Ausbildung dieser Einsätze.
Bei der Metallbearbeitung werden Fräswerkzeuge mit Einsätzen in großem Umfang eingesetzt. Typischerweise
bestehen die Einsätze dabei aus einem sehr harten Material, wie z.B. Wolframkarbid. Ein derartiges Fräsr
werkzeug mit Einsätzen, welches erfolgreich zur Metallbearbeitung eingesetzt wird, ist aus der US-PS
3 574 911 bekannt. In dieser Patentschrift sind WoIframkarbid'-Einsätze
beschrieben, welche mit sinusförmigen Zahnungen versehen sind, die die Schneidkanten
bilden. Dabei sind die Einsätze in Umfangsrichtung des Werkzeugkörpers so angeordnet, daß sich für
die sinusförmig gezahnten Schneidkanten der einzelnen
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Einsätze eine vorgegebene relative Phasenlage ergibt/ die beim Schneid- bzw. Fräsvorgang ausgenutzt wird.
Es hat sich gezeigt, daß bei der Verwendung von Schneideinsätzen mit phasenverschobenen sinusförmigen
Zahnungen in gewissen Fällen an dem bearbeiteten Werkstück
ein Widerstand wirksam wird, der größer sein kann als bei anderen Typen von Fräswerkzeugen, die
beispielsweise Einsätze mit geraden Schneidkanten haben. Es wurde beispielsweise festgestellt, daß in
gewissen Fällen die sinusförmig gezahnten Schneidkanten in die sinusförmigen Nuten hineingezogen werden,
die beim Fräsen im Werkstück erzeugt wurden. Die bei einem solchen "Wegziehen" des Fräswerkzeugs auftretenden
Kräfte haben die Tendenz, den betreffenden Schneideinsatz
bezüglich seines Sitzes am Werkzeugkörper zu verschieben. Wenn jedoch ein Einsatz verschoben bzw.
aus seiner korrekten Position herausbewegt wird, dann wird die Schneidwirkung eines derartigen Fräswerkzeugs,
welche auf der Phasenverschiebung zwischen den Zahnungen der Schneidkanten basiert, verschlechtert.
Wenn die gegenseitige, phasenmäßige Ausrichtung erst einmal gestört ist, dann werden die Probleme noch
schwieriger. Der Schleppeffekt nimmt nämlich zu, was zur Folge hat, daß auch für die anderen Schneideinsätze
im Werkzeugkörper die Gefahr einer Verschiebung und einer Ausrichtung bezüglich der bereits geschnittenen
Nuten bzw. Riefen eintritt. Diese Effekte können durch die konstruktive Ausgestaltung des Fräswerkzeugs
verringert werden, sind jedoch nicht für alle Schneid-
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bedingungen auszuschließen. In der zitierten US-PS sind dreieckige Einsätze beschrieben. Es versteht sich
jedoch/ daß auch Einsätze mit anderer Form in derartigen Fräswerkzeugen verwendet werden können, beispielsweise
rechteckige Schneideinsätze, wie sie an sich bekannt sind.
Zusammenfassend kann alsp festgestellt werden, daß
bei der Verwendung von Schneideinsätzen mit einer sinusförmigen Zahnung besonders sorgfältig darauf geachtet
werden muß, daß diese Einsätze in der gewünschten Position am Werkzeugkörper bleiben, selbst wenn erhöhte
Schlepp- bzw. Ziehkräfte auftreten, die die Tendenz haben, die Einsätze bezüglich ihrer zugeordneten Sitze
am Werkzeugkörper zu verlagern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein Fräswerkzeug der eingangs beschriebenen Art verbesserte
Befestigungseinrichtungen anzugeben, welche geeignet sind, die Schneideinsätze auch bei starken, auf sie einwirkenden
Kräften sicher in ihren zugeordneten Sitzen zu verriegeln.
Diese Aufgabe wird bei einem drehbaren Fräswerkzeug der eingangs beschriebenen Art gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß in einem Flächenbereich des Einsatzes mindestens eine Nut vorgesehen ist, daß. an dem Werkzeugkörper
angrenzend an den Einsatz Befestigungsmittel vorgesehen sind, welche eine Achse in einer
die Achse der Nut enthaltenden Ebene besitzen, wobei
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die Achse der Befestigungsmittel jedoch nicht parallel zur Nutachse verläuft, daß an den Befestigungsini tteln
Verriegelungsmittel vorgesehen sind, deren Projektion in Richtung der Nutachse eine Form besitzt, welche
an die Querschnittsform der Nut angepasst ist, und daß die Verriegelungsmittel beim Betätigen der Befestigungsmittel
zum Verriegeln des Einsatzes in seinem Sitz am Werkzeugkörper in die Nut eingreifen.
Der entscheidende Vorteil des erfindungsgemäßen Fräswerkzeugs,
der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtungen bzw. der erfindungsgemäßen Einsätze besteht darin,
daß die Einsätze zuverlässiger in einer vorgege- ■ benen Lage am Werkzeugkörper festgelegt werden können,
und zwar derart, daß sie auch bei erhöhter Krafteinwirkung ihre Lage zuverlässig beibehalten. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die Einsätze Schleppkräften, denen sie beim Einsatz ausgesetzt sein können, widerstehen,
ohne daß sie relativ zu ihren Sitzen verschoben werden. Dabei besteht ein besonderer Vorteil erfindungsgemäß
darin, daß eine axiale Bewegung eines Einsatzes in Längsrichtung seiner Schneidkante sicher verhindert
wird. Dies ist besonders bei Fräswerkzeugen mit mehreren Schneideinsätzen wichtig, da so erreicht werden kann,
daß die Phasenverschiebung von Zahnungen der Schneidkanten unter allen Bedingungen sicher beibehalten wird.
Die erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtungen sind aber nicht nur außerordentlich wirksam, sondern auch
einfach zu betätigen, so daß die Einsätze leicht ein-
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gesetzt, gewendet und ausgewechselt werden können, wobei besonders dem Wenden der Einsätze zum Wechseln der'
jeweils benutzten Schneidkante große Bedeutung zukommt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Befestigungseinrichtungen nur relativ wenig Platz
benötigen, so daß die Einsätze am Werkzeugkörper dicht beieinander angeordnet werden können. Außerdem kann
auch eine Reihe unterschiedlich geformter Einsätze sicher am Werkzeugkörper festgelegt werden.
Während die Erfindung für Einsätze mit Schneidkanten, die in definierter Weise gegeneinander phasenverschoben
sind, besonders günstig ist, kann sie prinzipiell auch bei anderen Arten von Einsätzen realisiert werden.
Weiterhin ist es ein Vorteil der Erfindung, daß die Festigkeit des Werkzeugkörpers selbst durch die Befestigungseinrichtungen
nur relativ wenig beeinträchtigt wird.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind Befestigungseinrichtungen für Schneideinsätze vorgesehen,
welche zwei axial im Abstand voneinander angeordnete Nuten aufweisen, die an einer frei liegenden
Oberfläche des Einsatzes vorgesehen sind. Angrenzend an diese Nuten sind im Werkzeugkörper zwei zugeordnete
Gewindebohrungen vorgesehen. In jede dieser Gewindebohrungen wird ein Befestigungselement eingeschraubt
und so weit angezogen, daß ein kreisringförmiger Rand
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f <4>
e
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des Kopfes des Befestigungselementes in die zugeordnete
Nut eingreift und dort.eine Keilwirkung entwickelt. Auf diese Weise wird der Einsatz sehr sicher an seinem
Sitz festgelegt, wobei die Möglichkeit einer axialen Verschiebung des Einsatzes bei der Verwendung des
Fräswerkzeugs sicher verhindert wird. Die Achsen der einzelnen Befestigungselemente liegen dabei in derselben
Ebene wie die Achse der jeweils zugeordneten Nut und schließen mit der Nutachse jeweils einen spitzen
Winkel ein. Außerdem haben die Nuten einen elliptischen Querschnitt, welcher der elliptischen Projektion des
Kopfes des zugehörigen Befestigungselementes bei Projizieren in Richtung der Nutachse entspricht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen noch näher erläutert
und/oder sind Gegenstand von Unteransprüchen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Fräswerkzeugs gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine vergrößerte Stirnansicht des Fräswerkzeugs gemäß Fig. 1, gesehen in Richtung
des Pfeils 2 in Fig. 1, wobei einige Teile weggebrochen sind;
Fig. 3 eine Teil-Seitenansicht in Richtung des Pfeils 3 in Fig, 2, jedoch um 90° gedreht;
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Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht eines Schneideinsatzes des Fräswerkzeugs
gemäß Fig. 1 bis 3;
Fig. 5 einen vergrößerten Querschnitt durch den Schneideinsatz gemäß Fig. 4 längs
der Linie 5-5 in dieser Figur und
Fig. 6 einen vergrößerten Querschnitt durch den Schneideinsatz gemäß Fig. 4 längs
der Linie 6-6 in dieser Figur.
Im einzelnen zeigt die Zeichnung ein mit Einsätzen ausgerüstetes Fräswerkzeug 8 mit einem im wesentlichen
zylindrischen Werkzeugkörper 10 mit einem Schaft 12, der an der Werkzeugspindel einer Fräsmaschine eingespannt
werden kann.
Bei dem gezeigten Werkzeug 8 sind zwei in Umfangsrichtung um 180° gegeneinander versetzte Sitze 14
für jeweils einen im wesentlichen rechteckigen Werk-.; zeugeinsatz 16 vorgesehen. Jeder Sitz 14 besitzt einen
Boden 18 und eine rechtwinklig dazu angeordneten Seitenwand 20 die in axialer Richtung des Werkzeugs 8 verläuft.
Jeder Sitz 14 ist zum.vorderen Ende des Werkzeugs 8 offen und mit einer hinteren Stirnwand 21 versehen
.
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Jeder Einsatz 16 besitzt vier Seitenflächen, die gemäß
Fig. 6 mit den Bezugszeichen 22, 24, 26 und 28 bezeichnet sind. Bei dem in Fig. 2 oberen Einsatz 16 liegen
die Seitenflächen 22 und 24 an den Wänden 20 bzw. 18 des Sitzes 14 an, während die Seitenflächen 26 und 28
frei liegen. Die beiden einander gegenüberliegenden Seitenflächen 22 und 26 sind im wesentlichen flach,
während die beiden anderen, einander gegenüberliegenden Seitenflächen 24 und 28 mit einer sinusförmigen
Zahnung versehen sind. Die Schnittkanten zwischen den sinusförmig gezahnten Seitenflächen 24 und 28 und
den anderen Seitenflächen 22 und 26 bilden vier in axialer Richtung verlaufende sinusförmige Schneidkanten
30, 32, 34 und 36. Die Kanten an den stirnseitigen Enden 27, 29 der Einsätze 16 können ebenfalls als
Schneidkanten dienen. Bei dem dargestellten Werkzeug 8 ist jeweils nur eine der sinusförmig gezahnten
Schneidkanten im Einsatz, so daß beispielsweise bei der Ausgestaltung gemäß Fig.. 2 die Kante 36 des oberen
Einsatzes 16 als Schneidkante arbeitet.
Zu den Befestigungseinrichtungen zum lösbaren Haltern
der Einsätze 16 in ihrem jeweils zugeordneten Sitz 14 gehören zwei Befestigungselemente, die beim Ausführungsbeispiel
als mit einem Kopf versehene Befestigungsschrauben 38, 40 ausgebildet sind. Weiterhin
sind in der Seitenfläche 26 des Einsatzes zwei Nuten 42, 44 vorgesehen. Die Schäfte 46, 48 der Schrauben
sind in zugeordnete Gewindebohrungen 50, 52 des
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Werkzeugkörpers 10 eingeschraubt. Das äußere Ende der
Gewindebohrungen 50 und 52 ist mit einer Senkbohrung 54 bzw. 56 erweitert, welche dazu dient, die Köpfe 58,
60 der Schrauben 38, 40 aufzunehmen. Jede Nut 42, 44 besitzt eine in Längsrichtung derselben verlaufende
Achse 62 bzw. 64, die senkrecht zur Längsachse des Einsatzes 16 verläuft. Die Achsen 62 und 64 der Nuten
42 bzw. 44 verlaufen außerdem in derselben Ebene wie die Achsen 66 und 68 der zugehörigen Schrauben 38,
bzw. Gewindebohrungen 50, 52.
Die Köpfe 58, 60 der Schrauben 38, 40 sind kegelstumpfförmig
ausgebildet und besitzen einen kreisringförmigen äußeren Rand 70. In der Oberseite jedes
Schraubkopfes 58, 60 ist ferner eine mehreckige (6-eckige) Stecköffnung 72 für das Ansetzen eines entsprechenden
Werkzeugs zum Pestziehen und Lösen der Schrauben 38, 40 vorgesehen.
Aus Fig. 4 bis 6 wird deutlich, daß jede Nut 42, 44 einen Hauptabschnitt 74 gleichmäßigen Querschnitts
und Endabschnitte 76 an den Enden des Hauptabschnitts 74 aufweist. Der Hauptabschnitt 74 ist konkav und
elliptisch ausgebildet. Die Endabschnitte 76 sind übergangsbereiche, die ausgehend von der elliptischen
Form des Hauptabschnitts in die. flache Seitenfläche 2.6 übergehen.
Wenn man den an sich kreisrunden äußeren Rand 70 der Schraubenköpfe in der Schrägansicht gemäß Fig. 3
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sieht, dann wird deutlich, daß der kreisförmige Rand
zu einer Ellipse wird. Die Form der Hauptabschnitte 74 ist nun so gewählt, daß sie komplementär zu der
aufgrund der Schräglage gegebenen elliptischen Form der Schraubenköpfe in dem unmittelbar an den Einsatz
16 angrenzenden Bereich ist. Wenn also die Schrauben 38, 40 in ihre Gewindebohrungen 50 bzw. 52 eingeschraubt
werden, dann ist die Form des an den Einsatz angrenzenden Randbereichs der Schraubenköpfe genau
komplementär zur Form der zugeordneten Nut 42 bzw. 44, so daß beim Festziehen der Schrauben 38, 40 eine
Spannkraft auf den Einsatz 16 ausgeübt wird, durch die dieser in seinem Sitz 14 festgelegt wird. Da die
Schrauben in axialer Richtung des Werkzeugs 8 im Abstand voneinander vorgesehen sind, werden auch die
Spannkräfte an zwei Stellen wirksam, die in Längsrichtung des Einsatzes 18. einen Abstand, voneinander haben.
Außer durch die auf diese Weise erzeugte Klemmwirkung/· die den Einsatz 16 kraftschlüssig an seinem Sitz 14
festlegt, ist eine formschlüssige Verbindung zwischen den Schraubenkopfen und den Nuten 42, 44 wirksam/ so
daß der Einsatz 16 auch in axialer Richtung eindeutig fixiert ist. Auf diese Weise wird eine sehr sichere
und.genaue Befestigung der Einsätze 16 am Werkzeugkörper 10 erreicht.
Aus der Zeichnung wird ferner deutlich, daß die Nutachsen 62, 64 bezüglich der Phase der sinusförmigen
Zahnung der Seitenfläche 28 eine bestimmte Lage
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einnehmen. Beispielsweise läuft die Achse 64 genau durch ein Tal der sinusförmigen Zahnung. Wenn also ein
Einsatz 16 mit Hilfe der Schrauben 38, 40 in seinem Sitz 14 festgelegt wird, dann erfolgt nicht nur eine
axiale Fixierung des Einsatzes, sondern auch eine Fixierung hinsichtlich der Phasenlage der sinusförmigen
Zahnung der Schneidkante 36. Damit ist es aber möglich, weitere Einsätze und ihre zugehörigen Befestigungseinrichtungen
so anzuordnen und auszubilden, daß die Phasenlage der Zahnung derselben in der gewünschten
Weise mit der Phasenlage der anderen Einsätze verknüpft ist.
Beim Ausführungsbeispiel mit zwei um 180° in Umfangsrichtung versetzten Einsätzen 16 sollte auch hinsichtlich der Zahnungen eine Phasenverschiebung um 180°
vorhanden sein. Der gezeigte Einsatz kann dabei in beiden Positionen verwendet werden. Dies liegt daran,
daß die sinusförmige Zahnung der Seitenfläche 24 gegenüber der sinusförmigen Zahnung an der gegenüberliegenden
Seitenfläche 28 um 180° phasenverschoben ist. Gemäß Fig. 2 wird daher beim unteren Einsatz mit der
zu der Seitenfläche 24 gehörigen Schneidkante gearbeitet, während beim oberen Einsatz mit der zu der
Seitenfläche 28 gehörigen Schneidkante gearbeitet wird. In der Seitenfläche 22 sind dabei zwei Nuten
78 und 80 vorgesehen, die bezüglich der Phasenlage der Zahnung in der Seitenfläche 28 ebenso angeordnet
sind wie die Nuten 42 und 44. Bei dem unteren Einsatz
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U W O
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gemäß Fig. 2 liegen nämlich dessen Seitenflächen 26 und 28 an den Wänden 20 bzw. 18 des Sitzes 14 an,
während die Schneidkante 32 als aktive Schneidkante dient. Die Zahnung an der Schneidkante 32 ist bezüglich
der Zahnung an der Schneidkante 36 des gegenüberliegenden Einsatzes um 180° phasenverschoben. Die
beiden Gewindebohrungen 50 befinden sich in derselben axialen Lage bezüglich des Werkzeugkörpers 10. Dies
gilt auch für die beiden Gewindebohrungen 52. Die paarweise vorgesehenen Nuten 42, 44 und 78, 80 sind
in Längsrichtung ihrer Einsätze 16 symmetrisch angeordnet, derart, daß jede Nut denselben Abstand vom
benachbarten stirnseitigen Ende 27 bzw. 29 hat. Auf diese Weise ist es möglich, bei dem betrachteten Fräswerkzeug
8 zwei identische Einsätze 16 zu verwenden. Ein weiterer Vorteil der gezeigten Einsätze 16 besteht
darin, daß sie bezüglich ihres Sitzes 14 gewendet werden können, so daß beispielsweise dann,
wenn die Schneidkante 36 stumpf geworden ist, nach dem Wenden des Einsatzes 16 mit der Schneidkante 30
gearbeitet werden kann. Nach dem Wenden greifen die Schraubenköpfe 58, 60 in den zweiten Satz von Nuten
78, 80 ein, um den Einsatz 16 bezüglich des Sitzes 14 zu sichern. Wegen der oben erläuterten Symmetrie
des Einsatzes ist der Einsatz auch in diesem Fall genau und phasenrichtig, angeordnet. Dasselbe gilt
für den unteren. Einsatz.· in Fig. 2. Durch geeignetes Wenden der Einsätze können alle vier gezahnten Kanten
jedes Einsatzes benutzt werden, ehe die Einsätze
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endgültig ausgewechselt werden müssen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn den einzelnen Schneidkanten eindeutige
Markierungen zugeordnet sind. Beispielsweise können angrenzend an jede der gezahnten Schneidkanten
zwischen ein und vier Punkte D vorgesehen sein. Die ungeradzahligen Schneidkanten (ein Punkt ι drei Punkte)
sind dabei die Schneidkanten 34 und 32, während die geradzahligen Schneidkanten (zwei Punkte, vier Punkte)
die Schneidkanten 36 und 30 sind» Wenn bei dem betrachteten Fräswerkzeug bei dem einen Einsatz mit einer
ungeradzahligen Schneidkante gearbeitet wird, dann sollte die eingesetzte Schneidkante des gegenüberliegenden
Einsatzes eine geradzahlige, d.h. eine mit einer geraden Anzahl von Punkten markierte Schneidkante
sein.
Ein weiterer Vorteil des betrachteten Ausführungsbeispiels besteht darin, daß die Senkbohrungen 54, 56
so bemessen, sind, daß ihr Durchmesser sehr genau dem Durchmesser des äußeren Randes 70 der Schraubenköpfe
58, 60 entspricht. Indem man den Rand der Schraubenköpfe in Kontakt mit dem Rand der zugehörigen Senkbohrung
gelangen lässt, erhält man eine Abstützung des Randes von hinten.
Die einzelnen Abmessungen sollten also sorgfältig so
gewählt werden, daß sowohl eine exakte Verriegelung der Einsätze in ihren zugehörigen Sitzen als auch
eine rückwärtige Abstützung der Schraubenköpfe erreicht wird. Eine hohe Genauigkeit und eine verbesserte
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Fixierung werden bei der betrachteten Anordnung auch deshalb erreicht, weil es möglich ist, bei der Herstellung
von Gewindebohrungen und. Senkbohrungen im Werkzeugkörper 10 und bei der Herstellung von Schrauben
und Einsätzen sehr enge Toleranzen einzuhalten. Daher kann hinsichtlich der Positionierung der Einsätze
im Werkzeugkörper 10 eine sehr hohe Positioniergenauigkeit erhalten werden. Weiterhin wird, wie erwähnt,
mit den Schraubenköpfen nicht nur eine kräftige Klemmwirkung erreicht; vielmehr erfolgt wegen der formschlüssigen
Fixierung auch eine genau axiale Positionierung der Einsätze. Die beiden Nuten auf den einander
gegenüberliegenden Seitenflächen des Einsatzes erhöhen die Toleranzen hinsichtlich der Positionierung der Einsätze
am Werkzeugkörper nur geringfügig. Eine Möglichkeit, auch sehr geringe Ungenauigkeiten zu vermeiden,
besteht darin, die Schraubenköpfe 58, 60 aus einem Material herzustellen, welches nicht so hart ist wie
das Material der Einsätze, so daß sich beim Festziehen der Schrauben an den Schraubenköpfen eine gewisse
Pressverformung ergibt.
Bei der Verwendung zweier axial im Abstand voneinander angeordneter Schrauben und zugeordneter Nuten ergibt
sich für die einzelne Schraube eine geringere Gesamtkraft, so daß Schrauben kleineren Durchmessers
verwendet werden, können, die einen geringeren Platzbedarf haben, wodurch eine Störung des Spanabflusses
von einem bearbeiteten Werkstück verhindert wird.
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Dies ist besonders vorteilhaft/ wenn auf einer vorgegebenen
Fläche eine große Anzahl von Schneidwerkzeugen eingesetzt werden muß, wie dies beispielsweise bei
Stirnfräseinrichtungen im Kraftfahrzeugbau, bei Stirnfräsern kleinen Durchmessers mit relativ langen
Schneideinsätzen oder bei kleinen Bohr- und Drehwerkzeugen der Fall ist. Während die erfindungsgemäßen
Befestigungseinrichtungen bei Einsätzen mit sinusförmig gezahnten Schneidkanten besonders vorteilhaft sind,
bei denen die gegenseitige Phasenlage der einzelnen Einsätze wesentlich ist, versteht es sich, daß der
Grundgedanke der Erfindung auch bei anderen Arten von Einsätzen mit Vorteil verwirklicht werden kann. Dabei
fällt auch ins Gewicht, daß am Werkzeugkörper nur eine relativ geringe Materialmenge abgetragen werden muß,
um dort den Sitz und die Gewindebohrungen zu erzeugen. Dies bedeutet aber, daß ein größerer Materialanteil
erhalten bleibt, so daß die Festigkeit und Steifigkeit des Werkzeugkörpers selbst weitgehend erhalten bleibt,
was sehr wünschenswert ist.
Außer dem Sitz, den Gewindebohrungen und den Senkbohrungen für die einzelnen Einsätze ist angrenzend
an jeden Sitz lediglich noch ein abgesetzter bzw. hinterschnittener Bereich 82 erforderlich, in dem
die Schrauben frei zugänglich sind, so daß die Einsätze bequem angebracht und entfernt werden können.
Abschließend, sei noch darauf hingewiesen., daß vorstehend
lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
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beschrieben wurde, und daß dem Fachmann, ausgehend von diesem Ausführungsbeispiel, zahlreiche Möglichkeiten
für Änderungen und/oder Ergänzungen zu Gebote stehen,
ohne daß er dabei den Grundgedanken der Erfindung verlassen müsste.
Außerdem wird aus der vorstehenden Beschreibung deutlich, daß Gegenstand der Erfindung nicht nur ein komplettes
Fräswerkzeug ist, sondern auch ein erfindungsgemäßer, in spezieller Weise ausgestalteter Einsatz
für ein derartiges Fräswerkzeug.
ι ·*3%
Leerseite
Claims (1)
- HOEGER, SfELLR^CHT Ä''pÄRTNERPATENTANWÄLTE UHLANDSTRASSE 14 c · O 7O0O STUTTGART 1A 45 156 b Anmelder: Milling Specialties, Inc. k - 176 23672 Schoenherr22. April 1982 Warren, Michigan 48089USAPatentan spr ü c h e1.) Drehbares Fräswerkzeug mit einem Werkzeugkörper mit mindestens einem Sitz mit einem darin angeordneten Schneideinsatz und mit Befestigungseinrichtungen zum lösbaren Festlegen des Einsatzes in dem Sitz, dadurch gekenn zeichnet, daß in einem Flächenbereich (26) des Einsatzes (16) mindestens eine Nut (42, 44) vorgesehen ist, daß an dem Werkzeugkörper (10) angrenzend an den Einsatz (16) Befestigungsmittel (50, 52, 38, 40) vorgesehen sind, welche eine Achse (66, 68) in einer die Achse der Nut (42, 44) enthaltenden Ebene besitzen, wobei die Achse (66, 68) der Befestigungsmittel jedoch nicht parallel zur Nutachse (62, 64) verläuft, daß an den Befestigungsmitteln (38, 40) Verriegelungsmittel (58, 60) vorgesehen sind, deren Projektion in Richtung der Nutachse (62, 64) eine Form besitzt, welche an die Querschnittsform der Nut (42, 44) angepasst ist, und daß die Verriegelungsmittel (58, 60) beim Betätigen der Befestigungsmittel (38, 40) zum Verriegeln des Einsatzes (16) in seinem Sitz (14) am Werkzeugkörper (10) in die Nut (42, 44) eingreifen.-2-A 45 156 bk - 176 - 2 -22. April 1982Fräswerkzeug mit einem Werkzeugkörper mit mindestens einem Sitz zur Aufnahme eines Einsatzes mit einer über den Sitz vorstehenden Schneidkante und einem ersten, an den Sitz anliegenden Flächenbereich und einem, diesem gegenüberliegenden zweiten Flächenbereich und mit Befestigungseinrichtungen zum lösbaren Festlegen des Einsatzes in dem Sitz/ insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zweiten Flächenbereich (26) des Einsatzes (16) zwei Vertiefungen (42, 44) vorgesehen sind, daß in dem Werkzeugkörper (16) zwei Gewindebohrungen (50, 52) vorgesehen sind, von denen jede jeweils einer der Vertiefungen (42, 44) des Einsatzes (16) zugeordnet ist und eine Achse (66, 68) aufweist, die bezüglich der Lage der zugeordneten Vertiefung (42, 44) an dem zweiten Flächenbereich (26) des Einsatzes (16) unter einem spitzen Winkel verläuft, und daß zwei Befestigungselemente (38, 40) vorgesehen sind, von denen jedes mit einem Gewindeschaft (46, 48) versehen ist, der in die zugeordnete Gewindebohrung (50, 52) eingeschraubt ist, und daß am äußeren Ende jedes Befestigungselementes (38, 40) außerhalb der zugeordneten Gewindebohrung (50, 52) Halterungseinrichtungen (58, 60) vorgesehen sind, die beim Einschrauben der Befestigungselemente (38, 40) in ihre Gewindebohrungen (50, 52) zum Festlegen des Einsatzes (16) in Eingriff mit der jeweils zugeordneten Vertiefung (42, 44) des Einsatzes (16) bringbar sind.-3-A 45 156 bk - 176 - 3 -22. April 19823. Fräswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Einsath (16) vier in seiner Längsrichtung verlaufende Seitenflächen (22, 24, 26, 28) aufweist, die zumindest im wesentlichen senkrecht zueinander angeordnet sind, daß der erste Flächenbereich zwei benachbarten Seitenflächen (22, 24) der vier Seitenflächen (22 bis 28) entspricht,und daß der zweite Flächenbereich den beiden verbleibenden Seitenflächen (26, 28) der vier Seitenflächen entspricht, und daß die Vertiefungen (40, 42) in einer (26) der verbleibenden Seitenflächen (26, 28) vorgesehen sind.4. Fräswerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (42, 44) in Längsrichtung des Einsatzes (16) im Abstand voneinander angeordnet sind.5. Fräswerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen als Nuten (42, 44) ausgebildet sind, die quer zur Längsrichtung derjenigen Seitenfläche (26) des Einsatzes (16) verlaufen, in der sie vorgesehen sind.6. Fräswerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (42, 44) parallel zueinander angeordnet und untereinander identisch ausgebildet sind.-4-A 45 156 bk - 176 - 4 -22. April 19827. Fräswerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet/ daß jede der Nuten (42, 44) quer zu ihrer Längsrichtung einen konkaven, elliptischen Querschnitt besitzt, und daß die Halterungseinrichtungen (58, 60), die in die elliptische Nut (42, 44) eingreifen, in der Projektion in Richtung der Nut (42, 44) eine im Querschnitt konvexe elliptische Form haben, die der Form des Nut-Querschnitts entspricht.8. Fräswerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungseinrichtungen an den äußeren Enden der Befestigungselemente (38, 40) zum Erfassen der Nut (42, 44) durch einen kreisrunden äußeren Rand von Köpfen (58, 60) der Befestigungselemente (38, 40) gebildet sind.9. Fräswerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Rand (70) der Köpfe (58, 60) der Befestigungselemente (38, 40) aus einem Material besteht, welches weicher ist als das Material des Einsatzes (16) im Bereich der Nut (42, 44) .10. Fräswerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Werkzeugkörper (10) angrenzend an das äußere Ende jeder Gewindebohrung (50, 52) eine Senkbohrung (54, 56) zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Kopfes (58, 60) des zugeordneten Befestigungselementes (38, 40) vorgesehen ist.-5-A 45 156 bk - 176 - 5 -22. April 198211. Fräswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß jedes der Befestigungselemente mit seiner zugehörigen Halterungseinrichtung durch eine Schraube (38, 40) mit einem mit einem Gewinde versehenen Schaft (46, 48) und mit einem Kopf (58, 60) gebildet ist, und daß die Achsen (66, 68) der Gewindebohrungen (50, 52) bzw. der Schrauben (38, 40) jeweils in derselben Ebene liegen wie die Längsachse der zugeordneten, als Nut (42, 44) ausgebildeten Vertiefung und mit dieser Längsachse (62, 64) einen spitzen Winkel einschließen.12. Fräswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den einander paarweise gegenüberliegenden Seitenflächen (22 bis 28) das eine Seitenflächenpaar (24, 28) mit einer sinusförmigen Zahnung versehen ist, so daß sich an den Schnittlinien mit den anderen Seitenflächen (22, 26) Schneidkanten mit sinusförmiger Zahnung ergeben, und daß die Vertiefungen (42, 44) an einer der verbleibenden, nicht mit einer Zahnung versehenen Seitenfläche. (26) vorgesehen sind.13. Fräswerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen als in Längsrichtung des Einsatzes (16) im Abstand voneinander und parallel zueinander angeordnete Nuten (42, 44) ausgebildet sind.-6-O U · β « WVft t» « «I ·· Ui WA 45 156 bk - 176 - 6 -22. April 198214. Fräswerkzeug nach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet , daß die Nuten (42, 44) in Längsrichtung des Einsatzes (16) in einer vorgegebenen Phasenlage bezüglich der einen sinusförmigen Zahnung des Einsatzes (16) angeordnet sind, und daß in der Seitenfläche (22) , welche der mit dem ersten Paar von Nuten (42, 44) versehenen Seitenfläche (26) gegenüberliegt, ein zweites Paar von zueinander parallelen Nuten (78, 80) vorgesehen ist, welche bezüglich der anderen sinusförmigen Zahnung in derselben Phasenlage angeordnet sind wie die Nuten (42, 44) des ersten Nutenpaares.
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