DE2901059C2 - Durch spanlose Verformung hergestellte Bohrschraube - Google Patents
Durch spanlose Verformung hergestellte BohrschraubeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine durch spanlose Verformung hergestellte Bohrschraube gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Einbohrendteil oder eine Bohrspitze einer Bohrschraube.
Diese Bohrschrauben haben einen länglichen Schaft mit daran angeformten Schraubengewindegängen von
im wesentlichen gleichem Außen- und gleichem Kerndurchmesser und mit ihm einstückig am einen Schaftende
einen mit Mitteln zum Eingriff eines Schraubendrehers versehenen Kopf und am anderen Schaftende das
Einbohrteil.
Diese Bohrschrauben haben die Funktion, in einem einzigen Arbeitsgang ein Loch in ein Werkstück zu bohren,
Muttergewindegänge in der Wand eines Loches einzuschneiden und das Werkstück an seinem Platz festzuschrauben.
Gewöhnlich benutzt man bei dieser Befestigungsart eine große Anzahl von Bohrschrauben in
einer kurzen Zeitspanne. Hierbei stößt man auf die Aufgabe, die Arbeit dadurch möglichst wirtschaftlich auszuführen,
daß man die Bohrfähigkeit der Bohrschraube optimal gestaltet. Der für das Eindringen des Bohrendes
in das Werkstück erforderliche Druck, die für das Bohren erforderliche Zeit und die Effektivität, mit der der
Schraubenteil das Werkstück befestigen kann, hängen letztlich von der Fähigkeit der Bohrschraube ab, ein
Loch zu bohren. Die Bohrschraube hat nur eine geringe Wirksamkeit, wenn ein höherer Druck und eine längere
Zeitspanne als gewöhnlich erforderlich sind, damit die Bohrschraube in das Werkstück eindringt. Dann treten
bei der Befestigung eines Werkstücks Schwierigkeilen auf und folglich ist die Wirtschaftlichkeit der Bohrschraube
unbefriedigend.
Gewöhnlich umfaßt der Einbohrendteil oder die Bohrspitze einer Bohrschraube einen mit dem Schraubenschaft
koaxialen Teil, zwei Spanabflußflächen, die in dem Zylinderteil so ausgebildet sind, daß sie in bezug
auf die Mittelachse dieses Teils geneigt und aufeinander gegenüberliegenden Seiten dieser Achse angeordnet
sind, sowie Endflächen des Zylinderteils in der Form
eines Daches.
Zur Herstellung einer Bohrschraube sind zwei Verfahren üblich:
Spanabhebende Formgebung oder Warmpressen und Spitzkneifen. Die durch eine Schneidbearbeitung hergestellten
Bohrschrauben sind zwar in ihrer Bohrleistung gut aber teuer. Durch Warmpressen und Spitzkneifen
kann man sie billiger herstellen; sie sind den erstcrwähnten aber an Bohrleistung unterlegen.
Durch die DE-AS 15 75 167 sind z. B. durch Warmpressen
hergestellte Bohrschrauben bekannt, bei denen in der Bohrspitze einander gegenüberliegende Nuten
eingeformt sind, die in der Schraubenlängsrichtung durch zueinander rechtwinklig stehende Flächen eingefaßt
werden. Jedoch können diese Schrauben vermutlich auch wegen der engen Spannuten die durch
Schneidbearbeitung hergestellten in ihrer Bohrleistung nicht erreichen.
Bei der Bohrschraube nach der US-PS 37 89 725 werden die durch spanabhebende Formung entstandenen
Spannuten jeweils von zwei rechtwinklig aufeinander stehenden Flächen begrenzt, von denen eine konkav
zylindrisch gekrümmt sein kann. Am Zusammenstoß der Begrenzungsflächen tritt jedoch ungünstigerweise eine
Ecke auf; außerdem verengen sich die Nuten zum Schraubenkopf hin.
Bei den aus der DE-GM 66 09 113 und der FR-OS
20 12 405 bekannten Bohrschraube,!! sind die Spannuten
ebenfalls durch zwei im wesentlichen aufeinander senkrecht stehenden und zwischen einander eine Ecke bildenden
Flächen begrenzt, von denen eine in nicht näher beschriebenen Weise »etwa gekrümmt« sein kann.
Auch diese durch spanlose Verformung hergestellten Nuten verengen sich offenbar zum Kopfende der
Schraube hin.
Aus der DE-OS 20 60 051 sind Bohrschrauben mit spiralförmigen Spannuten 14 von anscheinend zylindrischem
Querschnitt bekannt, bei denen ebenfalls Gefahr besteht, daß die Nuten durch Späne verstopft werden.
Die DE-AS 13 03 320 zeigt Bohrschrauben, bei denen
auch die ebenen Begrenzungsflächen der durch spanabhebende Formung erzeugten Spannuten senkrecht aufeinander
stehen. Die hierbei auftretende Ecke ist ungünstig für den Spanabfluß.
Schließlich ist durch das DE-GM 69 15 322 eine Bohrschraube
bekanntgeworden, bei der die Spannuien zwischen einer vorderen und einer hinteren Seitenwand
einen ebenen Nutengrund aufweisen, so daß in den
Die Aufgabe der Erfindung wird daher darin gesehen, eine Bohrschraube zu schaffen, bei der die Späne möglichst
glatt entlang der Abflußflächen abgeführt werden, um das Eindringen der Bohrschraube zu erleichtern.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Bohrschraube der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden
Merkmalendes Anspruchs I.
29 Ol
man dem S^panwinkel des Einbohrendes dadurch einen
verhältnismäßig großen Wert geben, daß man eine konische oder in vorteilhaften Abwandlungen zusätzlich eine
zylindrische oder ebene SpanabfluBfläche einführt. Das hai den Vorteil, daß man bei hervorragenden Bohrleislungen
nur einen verhältnismäßig niedrigen Bohrdruck
aufwenden muß. Durch entsprechende Änderung des durch die konische Spaufiäche und die Endfläche
gebildeten Spsswinkels oder des Spanwinksfs, der
durch die zylindrische Spanfläche und die Endfläche gebildet
wird, und des Krümmungsradius der Zylinderfläche kann man einen Spanwinkel mii jedem gewünschten
Wert auswählen. Dadurch, daß man für den Spanwinkel jeden gewünschten Wert aussuchen kann, ist es
auch möglich, erfindungsgemäße Bohrschrauben dann höchst wirksam zu werden, wenn Werkstücke aus sehr
hartem Material, z. B. aus rostfreiem Stahl, zu befestigen sind.
Die beim Bohren entstehenden Späne können glatt entlang der Abflußflächen abgeführt werden, die, weil
sie aus ironischen Rächen gebildet sind, sich in dem
Maße erweitern, wie sie sich von der Mittelachse des
Einbohrendes entfernen. Sogar wenn ein Werkstück aus zähflüssigem Material besteht, ist keine Gefahr, daß die
Spanflächcn durch Späne verstopft werden, und die Bohrschraube dringt leicht in das Werkstück und befestigt
es an seinem Ort. Eine erfindungsgemäße Bohrschraube läßt sich billig durch Spitzkneifen herstellen,
so daß die Herstellungskosten viel niedriger Hegen als
bei denen, die durch spanabhebende Arbeitsverfahren hergestellt werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der
nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungsfigurötii
in denen die Erfindung an Ausführungsbeispielen ausführlich erläutert und schematisch dargestellt ist. Es
zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf den Kopf einer Bohrschraube;
F i g. 2 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Bohrschraube;
F i g. 3 eine Ansicht zur Erklärung der Spanabflußfläche:
F i g. 4 und 5 eine Vorderansicht bzw. eine Draufsicht uuf das Einbohrende einer erfindungsgemäßen Bohrschraube;
F i g. 7 eine Ansicht eines eine Bohrung ausführenden
Bohrendes;
F i g. 8 eine Seitenansicht ähnlich der F i g. 6 aber von
einer anderen Ausführungsform der Erfindung;
Fig.9 und 10 eine Vorderansicht bzw. Seitenansicht
der Ausführungsform von Fig.8 zur Erklärung der Spanfläche;
F i g. 11 und 12 eine Vorderansicht bzw. Seitenansicht
ähnlich der Fig.4 und 6 von einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
Wie in den Fi g. I und 2 dargestellt, umfaßt die Bohrschraube
einen Kopf 1, einen mit Gewindegängen, die Mulicrgcwindegänge in ein Werkstück einschneiden ao
können, versehenen Schaft 2 und einen Einbohrendteil 3. Am Kopf 1 sind Mittel für den Eingriff eines Schraubendrehers
vorgesehen, die bei der vorliegenden Ausführungsform als Kreuzschlitz 9 ausgebildet sind. Die
SchraubengewindegSnge in dem Schaft 2 haben einen im wesentlichen gleichmäßigen Außen- und Kerndurchmcsscr.
Das Einbohrende 3 umfaßt einen zylindrischen Teil 4 mit einem im Bezug auf den Schaftdurchmesser
vorbestimmten Wert, zwei nahe dem vorderen Ende des ZylinderteiB 4 angeordnete Spanabflußflächen 5 und.5',
die hinsichtlich der Mittelachse des Einbohrendes geneigt und auf einander gegenüberliegenden Seiten dieser
Achse angeordnet sind, sowie zwei Endflächen 6 und 6', die sich in der Mittelachse in Form eines Daches
schneiden. , . ,
Wie F i g. 3 zeigt, umfaßt die Spanfläche 5 einen zylindrischen
Rächenteil 5a von jedem gewünschten Zylinderdurchmesser,
wobei der Rächenteil 5a in bezug auf eine Schneidkante 7 einen Spanwinkel (rake angle} bildet
und einen konischen Flächenteil 56, der an den zylindrischen Flächenteil 5a angrenzt Die Spanfläche 5 ist
so geformt daß sie in demjenigen ihrer Teile einen konstanten Krümmungsradius aufweist in dem die Schneidkante
7 gebildet wird, und in dem konischen Rächenteil 5b der Spärifläche 5 wächst der Krammürigsradius in
dem Maße, wie der Abstand von der Mittelachse des Zylinderteils 4 wächst Wie aus den F i g. 4, 5 Und 6 erkennbar,
ist die Mittelachse eines Zylinders C (siehe F i g. 3), der die zylindrische Spanflächc 5a bildet parallel
zu der Endfläche 6. Daher ist die Schneidkante 7, die einen in dem Schnitt zwischen der Zylinderfläche 5a und
der Endfläche 6 angeordneten Grat bildet ebenfalls zur Mittelachse des Zylinders C parallel. Die Endfläche 6
bildet in bezug auf die Schneidkante 7 einen Anstellwinkel (relief angle) von angemessener Größe.
Eine Spanabflußfläche 5' und eine Endfläche 6', die symmetrisch mit der Spanabflußfläche ξ bzw. Endfläche
6 in bezug auf die Mittelachse des Einbohrendes 3 angeordnet sind, bilden zwischen sich eine Schneidkante T in
derselben Weise, wie die Spanfläche 5 und die Endfläche 6 zwischen sich die Schneidkante 7 bilden. Die beiden
Endflächen 6 und 6' sind im Zentrum des Bohrendes 3 einander benachbart und bilden, wie F i g. 5 zeigt einen
Grat 8 von kurzer Länge, der als Meißel dient
Im Betrieb gräbt sich das Einbohrende 3 sogleich in ein Werkstück 11 (F i g. 7) ein und formt ein Loch, wobei
wegen der erfindungsgemäßen zylindrischen Spanflächen 5a und 5a'der Bohrdruck nur klein zu sein braucht
Mit anderen Worten: ein erfindungsgemäßes Einbohrende ist scharfkantig. Während eines Einbohrvorganges
an einem Werkstück gebildete Späne können in Form einer Spirale 10, wie in F i g. 7 gezeigt oder in Stücken
entlang der Spanflächen, hier auf den Flächenteilen Sb und 5b', die mit der Entfernung von der Mittelachse des
Einbohrendes 3 in der Breite zunehmen, weil diese Spanflächenteile als konische Flächen ausgebildet sind,
abgeführt werden.
F i g. 8 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Spanflächen 5 und 5' des Einbohrendes
3 jede die Form eines Konusteils haben, wobei die Mittelaci.'je
12 eines jeden eine Spanfläche 5 bzw. 5' bildenden Teilkonus, wie in F i g. 9 gezeigt, die Mittelachse 13
des Einbohrendes ί unter einem Winkel tx schneidet, der
kleiner ist als die Hälfte des die Schneidkante an der Spitze des Einbohrendes 3 bildenden Winkels. Wie aus
Fig. 10 ersichtlich, kommt die Mittelachse 12 des Konus
nicht mit der Mittelachse 13 des Einbohrendes 3 in Berührung und liegt geringfügig außerhalb der Verlängerung
dieser Achse. Außerdem liegt die Konusspitze, wie in F i g. 10 zu sehen, vor dem Grat 8, wenn man in Eindringrichtung
des Einbohrendes 3 sieht. Die Endfläche 6 bildet einen Anstellwinkel von passendem Wert in bezug
auf die Schneidkante 7.
Die F i g. 11 und 12 zeigen eine weitere Ausführungsform
der Erfindung, bei der die Spanflächen 5 und 5' des Einbohrendes 3 einen ebenen Flächenteil 5c und einen
29 Ol 059
konischen Flächenteil 5b umfassen, wobei der Schnitt
des ebenen Flächenteils 5c mit einer der Endflächen 6 oder 6' eine Schneidkante 7 oder T bildet. Die ebene
Spanfläche 5c bildet einen Spanwinkel und die Endflächen 6, 6' bilden einen Anstellwinkel in bezug auf die
Schneidkante.
Die in den F i g. 8 und 11 gezeigten Ausführungsformen
leisten Hervorragendes bei der Abfuhr der während des Einbohrvorgangs erzeugten Späne, was zu eimer
Erhöhung der Bohrgeschwindigkeit und infolgedessen zu einer Beschleunigung des Befestigungsvorgangs
führt.
15
40
45
50
60
Claims (3)
1. Durch .spanlose Verformung hergestellte Bohrschraube
mit einem Gewindeschaft, einem Schraubenkopf und mit ihnen einstückig einem bohrfähigen,
zylindrischen Endteil, der zwei zu seiner Mittelachse
geneigte, in bezug auf diese auf einander gegenüber liegende Seiten angeordnete, eine Dachform
miteinander bildende Endflächen und zwischen ihnen am Zylinder angeformte," zur Mittelachse geneigte,
teilweise konkav gekrümmte Spanabflußflächen aufweist, wobei der Schnitt jeder Spanabfhißfläche
mit der entgegen der Schneidrichtung benachbarten Endfläche eine Schneidkante bildet, dadurch gekennzeichnet, daß zu jeder der
Spanabflußflächen (5,5') ein im wesentlichen konischer Rächenteil (56, 5b') gehört, dessen Krümmungsradius
bi dem Maße wächst wie der Abstand des FlächeEteils von der Mittelachse (13) wächst.
2. Bohrschraube nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß zu jeder der Spanabflußflächen (5,5') außer dem konischen Flächenteil (5b, 5b') noch
ein im wesentlichen zylindrischer Flächenteil (5a, 5a') mit einer zu einer der Endflächen (6,6') parallel
angeordneten Achse gehört, wobei die beiden Flächenteile in Richtung Schneidkante glatt ineinander
übergehen.
3. Bohrschraube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu jeder der Spanabschlußflächen
(5,5') ein ebener, in den konischen Flächenteil (5b,
5b') fibergehender Flächenteil (5c) gehört, wobei der Schnitt jedes ebenen Ftächen*dls mit der dazugehörigen,
benachbarten Endfläche (6, 6') die Schneidkante (7,7') bildet.
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