DE3214006C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Schaltungsanordnung zur Überwachung
von elektronischen Rechenbausteinen nach der Gattung des Haupt
anspruchs.
Aus der DE 31 06 869 A1 ist bereits eine Schaltung zur Auslösung der
Rückstellung eines Mikroprozessors bekannt, die sich aus einer Stör
signalschaltung, in die bei normalem Programmablauf im Mikro
prozessor von diesem erzeugte Rechteckimpulse eingespeist werden,
und einer Oszillatorschaltung mit Speicherkondensator zusammensetzt.
Bei normalem Programmablauf erzeugt die Störsignalschaltung Stör
spannungen, die das Freischwingen der Oszillatorschaltung und da
durch die Entstehung eines Rückstellsignals am Ausgang der
Oszillatorschaltung unterdrückt. Das Rückstellsignal wird nur
erzeugt, wenn die Rechteckimpulse des Mikroprozessors ausbleiben. Um
sicherzustellen, daß bei einer Störung der Speicherkondensator nicht
weiter aufgeladen wird, egal in welchem Zustand sich der Mikro
prozessor befindet, werden der Ausgang des Mikroprozessors und der
Speicherkondensator durch einen Kondensator in der Störsignal
schaltung entkoppelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die richtige Funktion
eines Mikroprozessors mittels einer leicht integrierbaren Schal
tungsanordnung zu überwachen.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß sie nur einen
Kondensator enthält und deshalb relativ leicht integrierbar ist. Da
sich Kondensatoren besonders schlecht integrieren lassen und eine
große Chipfläche beanspruchen, stellt das Eliminieren eines Konden
sators einen wesentlichen Vorteil dar. Die Schaltungsanordnung kann
mit dem Mikroprozessorchip in einem Gehäuse untergebracht werden.
Externe Bauelemente sind keine erforderlich.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch
angegebenen Vorrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist es, die
Rücksetzschaltung mit einer Versorgungsspannungsüberwachung zu
versehen, so daß auch beim Einschalten der Versorgungsspannung oder
nach einem Absinken der Versorgungsspannung unter einen vorgegebenen
Wert ein Impuls abgegeben wird. Zusätzliche Rücksetzschaltungen sind
nicht erforderlich. Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, Mittel
vorzusehen, mit denen der Funktionsausgang des Mikroprozessors
gesperrt werden kann, wenn Anzeichen vorhanden sind, daß der Mikro
prozessor nicht einwandfrei arbeitet. Besonders günstig ist die
Schaltungsanordnung bei elektronischen Zündvorrichtungen einzu
setzen, bei denen verhindert werden muß, daß durch die Zündspule bei
einem Versagen der rechnergesteuerten Zündeinrichtung ein Dauerstrom
fließt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 Impulsdiagramme
zur Erläuterung der Funktionsweise des Ausführungsbei
spiels und
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel
nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Mikroprozessor dargestellt, der
einen I/0-Port und einen Reseteingang aufweist. Weitere
Anschlüsse des Mikroprozessors sind nicht dargestellt.
Als Mikroprozessor sind alle gängigen Typen verwendbar.
Ist ein solcher Mikroprozessor in einer elektrisch feind
lichen Umgebung angeordnet, so ist es notwendig, sicherzu
stellen, daß der Mikroprozessor einwandfrei arbeitet,
selbst wenn starke Störspannungen auf den Datenleitungen
oder bei der Interface-Schaltung auftreten. Durch solche
Störspannungen, wie sie insbesondere bei Kraftfahrzeugen
oder in der Nähe starker Elektromotoren auftreten, kann
es geschehen, daß der Mikrocomputer in einen undefinierten
Status geschaltet wird. In diesem Fall muß durch eine
Rücksetzschaltung bewirkt werden, daß der Mikroprozes
sor wiederum in einen definierten Status gelangt.
Der Gedanke ist nun, eine Schaltungsanordnung dem Mikro
prozessor hinzuzufügen, der das System zurücksetzt, wenn
es nicht periodische Signale vom Mikrocomputer erhält.
Diese Signale können entweder durch die Software generiert
werden oder aber es können bereits vorhandene Multiplex
signale, beispielsweise für Anzeigevorrichtungen, verwen
det werden. Wenn der Mikroprozessor stoppt oder in einem
undefinierten Zustand gelangt oder wenn irgendwelche Ein-
oder Ausgangssignale nicht zur Verfügung stehen, brechen
die Multiplexsignale an dem entsprechenden I/0-Port ab.
Diese Signale werden von der Rücksetzvorrichtung ausge
wertet.
Der I/0-Port des Mikroprozessors 1 ist über einen Wider
stand 2 mit der positiven Versorgungsspannungsleitung
verbunden. Weiterhin führt der I/0-Port über einen Wi
derstand 5 zum invertierenden Eingang eines Operations
verstärkers 7. Der nicht invertierende Einang des Opera
tionsverstärkers 7 ist über einen Widerstand 4 an einen
Spannungsteiler mit den Widerständen 3 und 6 angeschlos
sen, wobei die Widerstände 3 und 6 in Reihe geschaltet
sind und an den positiven bzw. negativen Pol der Ver
sorgungsspannung angeschlossen sind. Der Ausgang des
Operationsverstärkers 7 ist über einen Widerstand 8
mitgekoppelt. Der Widerstand 8 ist mit dem nicht in
vertierenden Eingang des Operationsverstärkers 7 ver
bunden. Weiterhin ist an den Ausgang des Operations
verstärkers 7 eine Diode 10 angeschlossen. Der Diode
10 folgt eine in Durchlaßrichtung geschaltete Diode
11. Zwischen der Diode 10 und der Diode 11 ist ein
Widerstand 9 angeschlossen, dessen weiteres Ende an
den invertierenden Eingang des Operationsverstärkers
7 führt. Die Kathode der Diode 11 führt einerseits
zum invertierenden Eingang eines Operations
verstärkers 18 andererseits zu einem Anschluß des Kon
densators 12. Der weitere Anschluß des Kondensators
12 ist an den negativen Pol der Versorgungsspannung
angeschlossen.
An den nicht invertierenden Eingang des Operationsver
stärkers 18 ist ein Spannungsteiler mit den Widerständen
13 und 14 angeschlossen. Die Widerstände 13 und 14 sind
zwischen den Versorgungsspannungsleitungen geschaltet.
An den Ausgang des Operationsverstärkers 18 ist ein Wi
derstand 15 angeschlossen, der zum nichtinvertierenden
Eingang des Operationsverstärkers 18 zurückgeführt wird.
Ein Widerstand 17 ist vom Ausgang des Operationsver
stärkers 18 zum invertierenden Eingang des Operations
verstärkers 18 geschaltet. Weiterhin führt ein Wider
stand 16 zur positiven Versorgungsspannungsleitung.
Der Ausgang des Operationsverstärkers 18 führt zu dem
Reseteingang des Mikroprozessors 1.
Die Schaltungsanordnung hat die Aufgabe, die richtige
Funktion des Mikroprozessors zu überwachen. Um diese
Überwachung zu ermöglichen, liefert der Mikroprozessor
an einem geeigneten Ausgang ständig Rechtecksignale.
Bei Störungen irgendwelcher Art setzen diese Recht
ecksignale aus, wobei das Ausgangssignal sowohl auf
logisch Null als auch auf logisch Eins stehen blei
ben kann.
Die Überwachungsschaltung muß nun abhängig davon, ob
Rechtecksignale geliefert werden oder nicht, den Reset-
Eingang des Mikroprozessors auf einen entsprechenden
Pegel setzen.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung ist anhand
der Fig. 2 näher erläutert. Im Normalbetrieb ist der
Ausgang des Operationsverstärkers 18 null. Dieser
negative Schaltzustand wird mit Hilfe des Spanungs
teilers mit den Widerständen 13 und 14 und des ent
sprechend aufgeladenen Kondensators 12 aufrechter
halten. Der Kondensator entlädt sich ständig über den
Widerstand 17. Damit seine Ladespannung die Schalt
schwelle des Operationsverstärkers 18 nicht unter
schreitet, muß er nachgeladen werden. Dies geschieht
impulsweise über die Widerstände 5 und 9 sowie die
Diode 11.
In Fig. 2a ist das Ausgangssignal des Mikroprozessors
am I/0-Port aufgezeigt. Beim Flankenwechsel vom Zustand
Null zum Zustand Eins fließt der Ladestrom zum Konden
sator 12 und lädt diesen entsprechend Fig. 2b auf. Mit
zunehmendem Ladezustand des Kondensators 12 steigt auch
die Spannung am invertierenden Eingang des Operations
verstärkers 7 an (Fig. 2c). Beim Erreichen einer vorge
gebenen Spannung, die durch die Widerstände 3 und 6 ein
gestellt ist, schaltet der Operationsverstärker 7 um,
so daß am Ausgang des Operationsverstärkers 7 eine Span
nung nach Fig. 2d anliegt. Der Kondensator 12 kann
nun mehr nicht weiter geladen werden, da ein eventuell
fließender Strom von der positiven Versorgungsspannung
über die Widerstände 2, 5, 9 und über die Diode 10 nach
Masse abfließt. Eine Ladung des Kondensators 12 findet
daher nur während des Zeitraums 22 statt. Danach ent
lädt sich der Kondensator. Folgen nun nicht in kurzen
Abständen Impulse, so entlädt sich der Kondensator
immer weiter, wie dies in den Zeiträumen 23 und 24
gezeigt ist. Wird dabei die Schwellspannung des Opera
tionsverstärkers 18 unterschritten, so schaltet der
Operationsverstärker 18 um und gibt somit ein Reset
signal an den Mikroprozessor 1 ab. Hierbei ist es
gleichgültig, ob die Ausgangsspannung am I/0-Port
ein logisches Nullsignal oder ein logisches Eins
signal darstellt. Bei einem logischen Nullsignal
liegt der invertierende Eingang des Operationsver
stärkers 7 auf jeden Fall niedriger als sein nicht
invertierender Eingang, so daß sein Ausgang auf ei
nem logischen Einssignal liegt. Der Kondensator 12
kann über die Widerstände 5 und 9 sowie die Diode 11
nicht nachgeladen werden. Liegt am Ausgang des I/0-
Port eine logische Eins an, so spielt sich der zu
vor beschriebene Vorgang ab. Für die Überwachung
des Mikroprozessors benötigt diese Schaltungsanord
nung nur den Speicherkondensator 12.
Die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 enthält in
ihrem Kern die Überwachungsschaltung nach Fig. 1.
Gleiche Bauelemente sind dabei mit gleichen Ziffern
bezeichnet. Von dem I/0-Port eines hier nicht dar
gestellten Mikroprozessors gelangt das Signal über
einen Widerstand 5 zum invertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 7. Weiterhin führt ein Wider
stand 2 zur positiven Versorgungsspannungsleitung.
An den nicht invertierenden Eingang des Operations
verstärkers 7 ist über einen Widerstand 4 ein Span
nungsteiler mit den Widerständen 3 und 6 angeschlos
sen. Der Ausgang des Operationsverstärkers 7 führt
zu einer Diode 10 und zu einem Widerstand 8, der zum
nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers
7 zurückgeführt ist. Der Diode 10 folgt eine weitere
Diode 11. Zwischen den Dioden 10 und 11 wird ein Wider
stand 9 zum invertierenden Eingang des Operationsver
stärkers 7 geführt. An die Kathode der Diode 11 ist ein
Kondensator 12 angeschlossen, der seinerseits mit der
Masseleitung in Verbindung steht. Die Kathode der Diode
11 führt desweiteren zum invertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 18. Der nichtinvertierende Ein
gang des Operationsverstärkers 18 steht über den Wider
stand 28 mit einer Spannungsteilerschaltung mit den Wi
derständen 13 und 14 in Verbindung. Der Ausgang des
Operationsverstärkers 18 ist einerseits über den
Widerstand 15 mit dem nichtinvertierenden Eingang
und über den Widerstand 17 sowie der Reihenschaltung
eines Widerstandes 26 mit einer Diode 25 mit dem in
vertierenden Eingang des Operationsverstärkers 18
verbunden. Weiterhin ist ein Widerstand 16 vorgesehen,
der vom Ausgang des Operationsverstärkers 18 zur posi
tiven Versorgungsspannungsleitung führt. Ebenso führt
ein Widerstand 27 von der positiven Versorgungsspan
nungsleitung zum Ausgang des Operationsverstärkers 7.
In dieser Schaltungsanordnung ist die Reihenschaltung
einer Zehner-Diode 30 mit einem Widerstand 31 und mit
einem Widerstand 32 vorgesehen. Diese Reihenschal
tung ist zwischen der positiven und der negativen Ver
sorgungsspannungsleitung geschaltet. Zwischen den Wi
derständen 31 und 32 ist die Basis eines Transistors 34
angeschlossen. Der Emitter des Transistors 34 führt zur
negativen Versorgungsspannungsleitung, während der
Kollektor des Transistors 34 einerseits zur Basis
eines Transistors 35 und andererseits über einen Wi
derstand 33 zur positiven Versorgungsspannungslei
tung geführt ist. Der Emitter des Transistors 35
ist an die negative Versorgungsspannungsleitung ge
schaltet, während der Kollektor des Transistors 35
über einen Widerstand 36 zum invertierenden Eingang
des Operationsverstärkers 18 geführt ist. Der Ausgang
des Operationsverstärkers 18 führt über einen Wi
derstand 37 zur Basis eins Transistors 40. Der Emit
ter des Transistors 40 führt zur negativen Versor
gungsspannungsleitung. Der Kollektor des Transistors
40 führt einerseits über einen Widerstand 39 zur po
sitiven Versorgungsspannungsleitung andererseits zum
Takteingang eines D-Flipflops 42. Des weiteren ist
eine Diode 38 vom invertierenden Eingang des Opera
tionsverstärkers 7 zum Kollektor des Transistors 40
geschaltet. Am Kollektor des Transistors 40 ist des
weiteren das negierte Resetsignal für den Resetein
gang des nicht dargestellten Microcomputers abgreif
bar. Der D-Eingang des Flipflops 42 ist über einen
Widestand 41 mit der positiven Versorgungsspannungs
leitung verbunden. Der Setzeingang des D-Flipflops
ist an Masse geführt. Der Rücksetzeingang des Flip
flops 42 steht mit dem Ausgang eines Und-Gliedes 43
in Verbindung. Ein Eingang des Und-Gliedes 43 ist an
den Ausgang des D-Flipflops 42 angeschlossen. Ein
weiterer Eingang des Und-Gliedes 43 steht mit dem
Funktionsausgang 46 des Mikrocomputers in Verbin
dung.
An ein Oder-Glied 44 ist einerseits der Funktionsaus
gang 46 des Mikroprozessors andererseits der Ausgang
des Flipflops 42 angeschlossen. Der Ausgang des Oder-
Gliedes 44 führt zu einem Eingang eines Oder-Gliedes
45. Der andere Eingang des Oder-Gliedes 45 steht mit
dem Ausgang des Operationsverstärkers 18 in Verbin
dung. Der Ausgang des Oder-Gliedes 45 steht über einen
Widerstand 47 mit der Basis eines Transistors 48 in
Verbindung. Der Emitter des Transistors 48 führt zur
negativen Versorgungsspannungsleitung, während der
Kollektor des Transistors 48 über einen Widerstand 49
mit der positiven Versorgungsspannungsleitung ver
bunden ist. Vom Kollektor des Transistors 48 führt
eine Leitung zu einer Zündvorrichtung 50 für eine
nicht weiter dargestellte Brennkraftmaschine. In
der Zündstufe 50 ist schematisch eine Zündspule 52
und ein Schalttransistor 51 dargestellt, der als
Unterbrecher für die Zündspule arbeitet. Die Basis
des Schalttransistors 51 wird dabei von der Signal
leitung vom Kollektor des Transistors 48 gesteuert.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung mit den
Operationsverstärkern 7 und 18 ist die gleiche,
wie sie bereits anhand der Fig. 1 beschrieben
worden ist. Durch den Transistor 40 wird eine
Invertierung des Resetsignales bewirkt, was für
manche Mikroprozessoren notwendig ist. Die Bat
teriespannungsüberwachung besteht im wesentlichen
aus der Zehner-Diode 30 nd den Transistoren 34 und
35. Die Ansprechspannung dieses Schaltungsteils ist
so ausgelegt, daß beim Unterschreiten einer minimalen
Versorgungsspannung der Transistor 34 sperrt und der
Transistor 35 leitend schaltet. Der Kondensator 12
wird dann über den Widerstand 36 entladen, was das
Setzen eines Resets durch den Operationsverstärker 18
bewirkt. Da auch bei einem Einschaltvorgang die Ver
sorgungsspannung zumindest anfangs unter einem ge
wissen Wert liegt, ist diese Schaltungsanordnung auch
in der Lage, den "Power-on" Reset zu erfüllen.
Durch die Diode 38 wird gewährleistet, daß nach Be
endigung eines Resetvorgangs der Operationsverstär
ker 7 in jedem Fall sperrt. Damit wird nach Beendi
gung des Resetimpulses der Kondensator 12 auf seine
maximal mögliche Spannung aufgeladen. Dadurch ist
sichergestellt, daß der Entladevorgang des Konden
sators 12 im Normalbetrieb und nach dem Reset iden
tisch ist. Dadurch wird die Schaltungsanordnung unab
hängig davon, wann die nächste Flanke der Rechteck
signale beim I/0-Port auftritt. Dies hat den Vorteil,
daß die Ansprechzeit der Resetauslösung klar definiert
ist. Als weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß
der Kondensator aufgrund der definierten Verhältnis
se relativ klein gewählt werden kann.
In vielen Fällen ist es notwendig, während des Reset
vorgangs und kurze Zeit danach, während beispielsweise
ein Initialisierungsprogramm abläuft, angeschlossene
Verbraucher in definierte Zustände zu bringen. Als
Beispiel sei eine rechnergesteuerte Zündanlage ge
nannt, deren Endstufe stromlos sein soll, da durch
eine dauernd stromführende Endstufe beispielsweise
die Zündspule der Zündanlage zerstört werden kann.
Dies wird dadurch bewirkt, daß das Signal des Fun
ktionsausganges nicht an den Verbraucher weiterge
leitet wird.
In dem Ausführungsbeispiel wird dies wie folgt reali
siert: Während des Resetvorganges wird das benötigte
Sperrsignal direkt vom Ausgang des Operationsverstär
kers 18 über die Oder-Schaltung 45 weitergeleitet. Am
Ende der Resetzeit wird durch die positive Flanke am
Kollektor des Transistors 40 der Ausgang Q des Flip
flops 42 auf eine logische Eins gesetzt. Bei einem
normalen Ablauf des Rücksetzvorganges wird während
der Rücksetzzeit auch der Funktionsausgang 46 auf
eine logische Eins gesetzt. Somit liegt an beiden
Eingängen des Und-Gliedes 43 nach Ablauf des Reset
signales eine logische Eins an, wodurch der Aus
gang Q durch den Rücksetzeingang R des Flipflops 42
wieder auf eine logische Null gesetzt wird. Das Signal
vom Funktionsausgang wird in diesem Fall bis zum Ab
lauf des Initialisierungsprogramm über die Oder-Glie
der 44 und 45 weiterhin aufrecht erhalten.
Liegt ein Störfall vor, so wird ein logisches Einssignal
am Funktionsausgang 46 des Mikroprozessors nicht auf
treten. Nunmehr kann der Ausgang Q des Flipflops nicht
zurückgesetzt werden. Ein Schaltvorgang des Transistors
48 kann nun auf Grund des gesetzten Flip-Flops 42 nicht
erfolgen. Für den Fall einer Zündanlage bedeutet dies,
daß die Endstufe der Zündanlage somit weiterhin strom
los bleibt.
Diese Schaltungsanordnung hat wiederum den Vorteil, daß
sie mit nur einem Kondensator auskommt. Sie ist da
her leicht integrierbar und kann beispielsweise zusammen
mit dem Mikroprozessor auf einem Chip untergebracht wer
den oder einem weiteren Chip zur Ansteuerung des Mikro
prozessors beigefügt werden.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung von elektronischen Rechen
bausteinen, die an einem ihrer Ausgänge bei ordnungsgemäßem Betrieb
dynamische Signale abgeben, mit einer Rücksetzschaltung und mit
einem Speicherkondensator zur Speicherung dieser Signale, dadurch
gekennzeichnet, daß der Speicherkondensator (12) über zumindest
einen Widerstand (5, 9), der mit einem Ausgang (I/0-Port) des Mikro
prozessors (1) in Verbindung steht, geladen wird, daß eine rück
gekoppelte Verstärkungsvorrichtung (7) vorgesehen ist, die beim
Erreichen eines vorgegebenen Ladezustandes des Speicher
kondensators (12) umschaltet und eine weitere Ladung des Speicher
kondensators (12) so lange verhindert, bis ein Flankenwechsel an dem
Ausgang (I/0-Port) des Mikroprozessors (1) stattgefunden hat.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem zumindest einen Widerstand (5, 9) und dem Konden
sator (12) eine Diode (11) in Durchlaßrichtung geschaltet ist und
daß eine weitere Diode (10) zum Ausgang des Operations
verstärkers (7) führt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Versorgungsspannungsüberwachung (30 bis 36)
vorgesehen ist, die beim Einschalten der Versorgungsspannung oder
nach einem Absinken der Versorgungsspannung unter einen vorgegebenen
Wert einen Rücksetzimpuls veranlaßt.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Diode (38) von dem Ausgang (I/0-Port) des
Mikroprozessors (1) zur Rücksetzleitung geführt ist, so daß nach der
Beendigung eines Resetvorganges ein Spannungssprung auftritt, durch
den der Kondensator (12) auf seine maximale mögliche Spannung auf
geladen wird.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel (41 bis 49), insbesondere ein Speicher
glied (42), vorgesehen sind, die ein Sperrsignal an die vom
Funktionsausgang (46) des Mikroprozessors (1) gesteuerten Vorrich
tungen (50) abgeben, wenn während der Rücksetzzeit von dem Mikro
prozessor (1) nicht zumindest kurzzeitig ein Sperrsignal abgegeben
worden ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Speicherglied (42) von einem Rücksetzsignal für den Mikro
prozessor (1) gesetzt und von einem Signal des Funktions
ausgangs (46) des Mikroprozessors (1) rückgesetzt wird.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie für eine Zündvorrichtung (50) mit
einer Zündspule (52) und einem die Zündspule (52) schaltenden
Schalttransistor (51) Verwendung findet, daß der Schalt
transistor (51) während der Resetzeit stromlos geschaltet ist und
daß der stromlose Zustand des Schalttransistors (51) aufrecht
erhalten wird, wenn von dem Funktionsausgang (46) des Mikro
prozessors (1) während des Resetvorgangs ein Signal abgegeben wird.
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