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Flugzeug, dessen Flächen zu seiner Stabilisierung untereinander verbunden
sind. Die Erfindung bezieht sich auf Flugzeuge, deren Flächen zur Stabilisierung
untereinander derart verbunden sind, daß jeder selbsttätigen oder gewollten Verstellung
der einen Fläche eine gleiche oder entgegengesetzt gerichtete Verstellung der anderen
mit ihr verbundenen Flächen entspricht. Von den bekannten Flugzeugen dieser Art
unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß jede Fläche in zueinander
bewegliche und verwindbare Flächenelemente unterteilt ist, von denen jedes mit dem
entsprechenden Element der- anderen Seite zwangläufig verbunden ist. Die zwangläufige
Verbindung der Elemente kann durch den Flugzeugführer mittels entsprechender Schaltungen
o. dgl. verändert werden, wodurch Verstellungen der Gesamtheit oder in einem anderen
Fall nur eines Teiles der Flächen bewirkt werden, ohne daß die durch Luftwirbel
verursachten selbsttätigen Verstellungen der verschiedenen zusammengehörigen Flächenelemente
selbst verhindert sind.
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Auf der Zeichnung sind in den Fig. i bis 4 ein Paar zusammengehöriger
Tragflächen einer Flugmaschine dargestellt, deren Rippen an einem die vordere Flächenkante
bildenden Längsträger gelenkig und zusammenschiebbar gelagert sind.
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Fig. i zeigt ein erstes und die Fig. 2 bis 4 ein zweites Ausführungsbeispiel.
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Es sollen in beiden Beispielen die beiden zusammengehörigen Flächen
f1 zu ihrer Verwindung verbunden werden. Zu diesen Zweck werden gemäß der Erfindung
wechselseitig die Elemente beider Flächen mitein= ander verbunden, und zwar durch
zwangläufige Verbindung der Rippen beider. Flächen. Dabei kann natürlich die Verstellung
aller Elemente oder nur einer gewissen Anzahl derselben erfolgen. Vorausgesetzt
ist bei den beiden nachfolgend beschriebenen Beispielen, daß die Versteifungsrippen
a der Flächen in bekannter Weise an einem die Vorderkante der Tragflächen bildenden
Längsträger gelenkig befestigt sind.
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Gemäß der ersten Ausführungsform (Fig. i) wird für die gewünschte
wechselseitige Verbindung der Flächen jede oder nur eine Anzahl der Verstreifungsrippen
einer Fläche mit der entsprechenden Versteifungsrippe der zugehörigen Fläche verbunden.
Die Verbindung -jedes Paares Versteifungsrippen d erfolgt durch zwei Seilleitungen
e, ei,
die die beiden hinteren Enden der zueinandergehörigen Versteifiings.rippen
verbinden. Die Leitungen e und e1 sind über Führungsvorrichtungen, wie z. B. g undl
g1; geleitet, die an dem Flugzeuggerüst zu beiden Seiten der inneren Enden über
und unter den Tragflächen angeordnet sind. Durch diese Verbindung wird die Wechselseitigkeit
in den Bewegungen der zueinandergehörigen Rippen Hergestellt.
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Gemäß der zweiten Ausführungsform (Fig. 2 bis 4) fügt man dem Längsträger
b jeder Fläche einen zweiten Längsträger b1 hinzu, der gleicherweise auf dem Aeroplangerüst
befestigt und gegen den Längsträger b gegebenenfalls versteift ist. Dieser Träger
b1 ist mit Bezug auf die Rippen b so angeordnet,
daß er dieselben
hinter der Gelenkverbindung finit dein Träger b, durclll;reuzt, und zwar so, daß
ihre Beweglichkeit t1111 das
obenerwähnte Gelenk zu dein Träger b in den erforderlichen
Grenzen nicht behindert wird. An den Kreuzungsstellen sind daher aus den Rippen
a Durchgangsöffnungen für den Träger b1 von verhältnismäßig großer Höhe ausgenommen
(Fig.3): Die Verbindung der oberen Kanten jeder oder nur einer beschränkten Anzahl
von Rippen a. mit der entsprechenden Rippe der' zugehörigen Fläche wird für jedes'
Paar zusammengehöriger Rippen durch einen Seilzug e hergestellt. Dieser Seilzug
ist über Führungen, wie z. B. Laufrollen g, geleitet, die an diene- Längsträger
bi angeordnet sind. Für jedes Paar zusammend,ehöriger Rippen findet außerdem .ein.
Seilzug mit Führungsrollen g1 an dem Träger b1 'erwendung, der die unteren Kanten:
des ippenpaares verbindet. So ist die Wechsel eitigkeit der Bewegung des Rippenpaares:
auch in dieseln Falle- hergestellt. Die Seilzüge e und e1 verlaufen im Inneren der
Flächen. Es hat dies den Vorteil; daß bei: der Vorwärtsbewegung des Flugzeuges keine
schädlichen Widerstände' entstehen.
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Der Längsträger b1 mit den Führungsvorrichtungen für die Seilzüge
ist all dem Aeroplangerüst mit Bezug auf den Längsträger b so angeordnet, daß sich
die Seilzüge e und- e1 nicht ineinander verwickeln können. Ztl diesem Zweck liegt
er, z. B. wie es Fig. z zeigt,. nicht senkrecht, sondern schräg zu. der Längsachse
des Flugzeuges, und zwar so, daß er nach außen hin mit dein Längsträger b,. der
senkrecht zur Längsachse des- Aeroplans angeordnet -'ist, konvergiert. -Die Seilzüge
laufen dann parallel zu dein Träger b. Oder aber die Längsträger werden, wie Fig:
4 zeiht, parallel zueinander und schräg zur Längsachse des Aeroplans -allgeordnet,
während die Seilzüge senkrecht zu ,dieser Achse verlaufen.
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Diese letztere Ausfüllrtingsart für die Anbringung der Träger b und
b1 wählt inan zweckinäßiger«#cisc, wenn die Trag11iiclicli zusaminenfaltbar sein
sollen. Die Träger h und b1 sind dann noch dun senfrechte oder . nahezu
senkreclitc Gelenke atn Aeroplangeriist = drclibar und die Verstciftingsrihhen a
sind ihrerseits. finit- dein Träger h durch ein l-ardangelenk verbunden, so daß
(las Zilsaniinenlegen der Fläclicn iluter- vollständigem Zttsannnenfaltcn (der von
(den l.:ingstr ügcrn tind den Versteifungsrippen gebildeten Parallelogramine vorgenommen
werden kann. Die Anordnung bildet jedoch keinen Gegenstand der Erfindung-.' .
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.Aus beiden Beispielen geht Mine weiteres -hervor; daß mit der beschriebenen
Verstellung der beiden Flächen A gleiclizeitit auch die Verstellung einer dritten
Fläche, -z. B. einer Stetierfläclte, vereinigt werden kann. Die beschriebenen -
Verbindungsleitungen der -Flächenelemente werden dann über lZollenleitungcn o. d-1.
zti den Elementen der dritten Fläche geführt.
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Die in der beschriebenen Weise-verbundenen Flächen sind niit Vorrichtungen
versehen, die es (lein Führer oder der Wirkung der selbsttätigen Einrichtungen,
wie z. B. Pendel, Gvroskppe usw., ermöglichen, die Stabilisierung der Flächen entweder
durch Änderung des Neigungswinkels aller oder eines Teiles der Flächen, je nachdem,
ob dieselben in ihrer Gesamtheit oder nur zum Teil in der oben geschilderten Weise
verbunden sind, vorzunehmen oder es ermöglichen, diese Flächen in -der oben beschriebenen
Weise entgegengesetzt zti verstellen.
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Die Vorrichtungen sind so gebaut, daß die zwangläufige Verwindung
der rläclieneleniente verändert- werden kann. Dadurch ist es möglich, je nach dein
vorliegenden Fall eine verschiedene Abhängigkeit zwischen den Elementen herzustellen,
die Abhängigkeit der Elemente beispielsweise so zu ändern, daß einmal die Verstellung
der Gesamtheit der Elemente, das andere :11a1 nur die Verstellung eines bestimmten
Teiles der Elemente stattfindet. Durch diese Anordnung darf die selbsttätige durch
Luftwirbel verursachte Verstellung der verschiedenen zusammengehörigen Flächenelemente
nicht beriilirt werden.