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BESCHREIBUNG
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Kippvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Kippvorrichtung für aufeinander
gestapelte Magazin-Bienenkästen mit an den Magazinen befestigbaren Führungseinrichtungen.
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Eine derartige Kippvorrichtung für Magazinbeuten ist aus der DE-AS
1 173 719 bekannt. Die Führungseinrichtungen sind bei der bekannten Vorrichtung
als an den oberen Kanten der Magazine angeordnete flache Führungsschienen mit nach
unten abgekröpften Enden ausgebildet, in die Laschen eingreifen, welche an den entsprechenden
Unterkanten des jeweils oberen Magazins angeordnet sind. Die Laschen sind dabei
nur so lang, daß sie innerhalb der Führungsschiene beim Kippen des Magazins drehbar
sind. Bei dieser bekannten Kippvorrichtung sowie bei Magazinbeuten, die durch Klappscharniere
miteinander verbunden sind, müssen an den einzelnen Magazinen besondere Beschläge
befestigt werden. Diese Bechläge sind jedoch ebenso wie die Magazine dem Wetter
und äußeren Beschädigungen ausgesetzt. Daher ergeben sich beispielsweise durch Rost
und Quellen des Holzes Gängigkeitsprobleme. Außerdem ist es nachteilig, daß sämtliche
Magazine mit Beschlägen versehen sein müssen, die aufeinander abgestimmt sind.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Augabe
zugrunde, eine Kippvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es gestattet,
beliebige Magazine ohne schwere körperliche Arbeit und ohne dauerhafte Beschläge
an einzelnen Magazinen sicher und schnell zu kippen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Führungseinrichtungen
jeweils als an einem zugeordneten Magazin festklemmbare Bügel ausgebildet sind und
daß die Bügel an einer Seite mit gegeneinander verschwenkbaren Stützträgern verbunden
sind. Die Bügel dienen zur leicht lösbaren Befestigung der Magazine an den verschwenkbaren
Stützträgern, so daß gesonderte Beschläge an den einzelnen Magazinen nicht erforderlich
sind. Ein zu weites Verkippen der Magazine wird durch eine oder zwei teleskopartige
Abstützeinrichtungen verhindert, die jeweils mit dem obersten und untersten Stützträger
der Kippvorrichtung gelenkig verbunden sind.
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Bei einem zweckmäßigen Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht die
Abstützeinrichtung aus zwei Rohrabschnitten, in denen ein Verbindungsstab geführt
ist.
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Eine einfache und zweckmäßige Ausbildung des Bügels ergibt sich dann,
wenn an den Stützträgern jeweils zwei Längsträger angelenkt sind, die auf der den
Stützträgern gegenüberliegenden Seite Einrastöffnungen für jeweils einen lösbaren
Querträger aufweisen. Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Querträger in die Einrastöffnungen
einsetzbare nach außen abgebogene Nasen aufweisen und in der Mitte mit einer Schraubzwinge
zum Festklemmen des jeweils zugeordneten Magazins ausgerüstet sind. Durch die abgebogenen
Nasen werden die beiden Längsträger daran gehindert, nach außen auszuweichen, wenn
die Schraubzwinge angezogen ist.
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Die den Schraubzwingen gegenüberliegenden Wände der Magazine liegen
bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung gegen Stützträger an, die als
Winkelprofil ausgebildet sind und die jeweils mit Hilfe eines
festen
Querträgers miteinander verbunden sind, wobei auf dem einen Schenkel des Winkelprofils
die Gelenke angeordnet und auf dem anderen Schenkel Anschlagflächen vorgesehen sind,
so daß eine Verschwenkung der Stützträger nur in der von den Magazinen wegweisenden
Richtung möglich ist.
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Zur Erleichterung der Handhabbarkeit sind an den Stützträgern Anschläge
so angeordnet, daß die angelenkten Längsträger bei Anschlag mit den Stützträgern
einen rechten Winkel bilden und somit parallel zum Boden der Magazine verlaufen.
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Eine Erleichterung in der Handhabung ergibt sich weiterhin, wenn die
Anschläge der unteren Längsträger mit einer Feststelleinrichtung versehen sind,
so daß die dem untersten Magazin zugeordneten Längsträger im rechten Winkel zu den
Stützträgern feststellbar sind.
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Für eine leichte Handhabung der erfindungsgemäßen Kippvorrichtung
ist es vorteilhaft, wenn die dem untersten Magazin zugeordneten Längs träger auf
der den Stützträgern gegenüberliegenden Seite jeweils durch einen Handgriff verlängert
sind. Zum Aufsezten der Kippvorrichtung auf die zu kippenden Magazine kann der Benutzer
die Kippvorrichtung an den Handgriffen erfassen und leicht über die aufeinander
gestapelten Magazine stülpen.
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Ein Umfallen und Umkippen der gesamten Anordnung läßt sich auf einfache
Weise verhindern, wenn der dem untersten Magazin zugeordnete lösbare Querträger
eine unter das Magazin greifende Winkelhalterung sowie eine unter
das
Grundlager der Magazinkästen eingreifende und in der Länge verstellbare Verankerungsvorrichtung
aufweist.
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Bei einem anderen Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung sind statt
der Winkelhalterung Abstützfüße und an den Längsträgern seitlich angeschraubte verstellbare
Haltearme vorgesehen.
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In der Zeichnung sind Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 die erfindungsgemäße Kippvorrichtung auf einem Grundlager
in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 2 die Kippvorrichtung gemäß Fig. 1 in einer
Seitenansicht, Fig. 3 die Kippvorrichtung in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellungsart
mit einem aufgeklappten Magazin, Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechenden Darstellung
mit zwei aufgeklappten Magazinen, Fig. 5 die erfindungsgemäße Kippvorrichtung in
einem weiteren Kippzustand, Fig. 6 die Kippvorrichtung gemäß Fig. 1 mit gelösten
Querträgern vor der Aufnahme der Magazine, Fig. 7 die erfindungsgemäße Kippvorrichtung
im zusammengeklappten Zustand in einer Seitenansicht,
Fig. 8 die
erfindungsgemäße Kippvorrichtung im zusammengeklappten Zustand in einer Draufsicht,
Fig. 9 eine an dem untersten Querträger befestigte Abstütz- und Verankerungsvorrichtung
und Fig. 10 die Abstütz- und Verankerungsvorrichtung gemäß Fig. 9 im Eingriff mit
einem Rundholz eines Grundlagers.
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In Fig. 1 erkennt man drei aufeinander gestapelte Magazine 1, 2, 3,
die auf einem Tisch 4, der als Grundlager dient, ruhen. Die Magazine 1, 2, 3 sind
von einer insgesamt mit 5 bezeichneten Kippvorrichtung umgeben, die zwei untere
Stützträger 6, zwei mittlere Stützträger 7 und zwei obere Stützträger 8 aufweist,
wie man insbesondere auch in Fig. 6 erkennt.
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Die Stützträger 6, 7 und 8 bestehen aus Winkelprofilstücken, die mit
Schrauben 9 gelenkig so miteinander verbunden sind, daß sie in Fig. 1 und Fig. 6
nach links verschwenkbar sind. Die in den Fig. 1 und 6 nach vorne weisenden Schenkel
10 der Stützträger 6, 7, 8 dienen als Anschlag, so daß sie bei Belastung nicht nach
der rechten Seite in Fig. 1 und 6 verschwenkt werden können.
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An die beiden unteren Stützträger 6 ist jeweils ein Längsträger 11
mit einer Schraube 12 angelenkt. Eine mit einem Drehknopf 13 versehene Klemmschraube
14 ist durch eine Ausnehmung 15, die in Fig. 7 zu erkennen ist, in ein entsprechendes
Gewinde im unteren Stützträger 6 eingeschraubt. Durch Lösen und Festziehen der
Klemmschraube
14 kann jeweils der zugeordnete Längsträger 11 im rechten Winkel zum Stützträger
6 festgeklemmt werden.
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An die Stützträger 7 und 8 sind Längsträger 16 und 17 mit Hilfe von
Schrauben 12 angelenkt. Durch jeweils zugeordnete Anschläge 18 werden die Längsträger
16 und 17 daran gehindert, mit den Stützträgern 7 und 8 einen Winkel zu bilden,
der größer als 90" ist.
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Wie man in den Fig. 6 und 8 erkennt, sind die Stützträger 6, 7, 8
jeweils paarweise durch feste Querträger 19 miteinander verbunden.
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An den von den Stützträgern 6, 7, 8 wegweisenden Enden weisen die
Längsträger 11, 16, 17 Einrastöffnungen 20 auf. Die Einrastöffnungen 20 dienen zur
Aufnahme von Nasen 21, die an lösbaren Querträgern 22, 23, 24 vorgesehen sind und
leicht in Richtung auf das äußere Ende der Längsträger 11, 16, 17 abgebogen sind,
so daß im zusammengebauten Zustand der Kippvorrichtung 5 die jeweils paarweise einander
zugeordneten Längsträger 11, 16, 17 nicht nach außen wegrutschen können.
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Die lösbaren Querträger 22, 23, 24 sind jeweils mit einer Schraubzwinge
25 versehen, so daß die Magazine 1, 2, 3 in die jeweils gebildeten Bügel, bestehend
aus zwei Längsträgern 11, 16, 17 und zwei Querträgern 19, 22, 23, 24, eingeklemmt
werden können. Dabei liegen die den Schraubzwingen 25 gegenüberliegenden Seitenwände
der Magazine 1, 2, 3 gegen die Schenkel 10 der Stützträger 6, 7, 8 an.
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Wie man insbesondere in den Fig. 1 und 6 erkennt, sind an den unteren
Längsträgern 11 Halte arme 26 verstellbar angeordnet. Dazu sind mehrere Schraubenlöcher
27 vorgesehen. Um vor dem Festklemmen des unteresten Magazins 3 ein Verkippen der
Kippvorrichtung 5 zu verhindern, sind an den Längsträgern 11 Abstützfüße 28 angeordnet.
Die Abstützfüße 28 können unmittelbar mit den Längsträgern 11 verschraubt sein.
Zur Höhenverstellung sind in den Abstützfüßen 28 mehrere Löcher vorgesehen.
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In Fig. 2 ist die Kippvorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht
dargestellt. Gestrichelt erkennt man eine teleskopartige Abstützeinrichtung 29.
Die Abstützeinrichtung 29, die an beiden Seiten der Kippvorrichtung 5 vorgesehen
sein kann, besteht aus einem oberen Rohrabschnitt 30 und einem unteren Rohrabschnitt
31. Der obere Rohrabschnitt 30 ist an seinem oberen Ende abgeflacht und über eine
Schraube gelenkig mit dem oberen Stützträger 8 verbunden. Der untere Rohrabschnitt
31 ist entsprechend mit dem unteren Stützträger 6 gelenkig verbunden. Bei der in
Fig. 6 dargestellten Stellung berühren sich die beiden Rohrabschnitte 30 und 31
nicht unmittelbar, sondern ihre nicht angeschlagenen Enden befinden sich in einem
Abstand voneinander. Ein in Fig. 6 sichtbarer Verbindungsstab 32 ist in den Rohrabschnitt
30 und 31 geführt.
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Wenn das obere Magazin 1 in der in Fig. 3 erkennbaren Weise hochgeklappt
wird, bewegen sich die beiden Rohrabschnitte 30 und 31 aufeinander zu, bis ihre
nicht angelenkten Enden aufeinanderstoßen. Auf diese Weise wird bei der in Fig.
3 dargestellten Stellung des
oberen Magazins 1 eine Abstützung
erreicht. Ein Umfallen der Kippvorrichtung wird insbesondere durch den Haltearm
26 verhindert.
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In Fig. 4 erkennt man die Endstellung nach Hochklappen der Magazine
1 und 2. Auch hier verhindert die Abstützeinrichtung 29 mit ihren Rohr abschnitten
30 und 31 ein Herunterklappen der Magazine 1 und 2. Das Kippmoment kann wieder durch
die Haltearme 26 aufgefangen werden.
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Eine Zwischenstellung ist in Fig. 5 gezeigt. Diese Stellung ist ebenfalls
stabil und gestattet gleichzeitig einen Zugang zu den drei Magazinen 1, 2, 3.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Haltevorrichtung ist in
den Fig. Q und 10 dargestellt. An dem unteren lösbaren Quer träger 22 ist eine Verankerungsvorrichtung
33 mit einem Fangarm 34 angeordnet. Der Fangarm 34 ist an einer Winkelhalterung
35 mit Hilfe eines Klemmstücks 37 in seiner Länge verstellbar befestigt. Die Winkelhalterung
35 untergreift das untere Magazin 3, so daß ein Hochrutschen der Längsträger 11
während des Anbringens der Kippvorrichtung 5 verhindert wird.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen die Kippvorrichtung im zusammengelegten Zustand.
Wie man aus den Fig. 1 bis 6 erkennt, sind die mittleren Stützträger 7 gegenüber
den benachbarten Stützträgern 6 und 8 nach innen versetzt angeordnet. Zum Ausgleich
sind die Längsträger 16 an
den mittleren Stützträgern 7 über Distanzstücke
36, die in Fig. 8 dargestellt sind, angelenkt. Wie man in den Fig. 7 und 8 erkennen
kann, läßt sich die erfindungsgemäße Kippvorrichtung platzsparend zusammenklappen
und daher leicht transportieren.
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Zur Inbenutzungsnahme wird die zusammengeklappte Kippvorrichtung 5
wie in Fig. 6 dargestellt aufgeklappt.
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Dabei greifen die in den Längsträgern 11 ausgebildeten Ausnehmungen
15 unter die Drehknöpfe 13 der Klemmschrauben 14. Durch Festziehen der Drehknöpfe
13 wird die Kippvorrichtung 5 in der aufgeklappten Stellung stabilisiert. Anschließend
wird die Kippvorrichtung 5 mit beiden Händen an den unteren Längsträgern 11 erfaßt,
die durch Handgriffe verlängert sein können, und über die aufeinander gestapelten
Magazine 1, 2, 3 gestülpt. Nach Einsetzen der lösbaren Querträger 22, 23, 24 und
Sichern der Kippvorrichtung 5 mit Hilfe der Haltearme 26 oder der Fangarme 34 und
Festziehen der Schraubzwingen 25 können die einzelnen Magazine 1, 2, 3 wie oben
erörtert aufgeklappt und zugeklappt werden.
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