DE3209100A1 - 3,4-dihydro-5h-2,3-benzodiazepinderivate, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende arzneimittel - Google Patents
3,4-dihydro-5h-2,3-benzodiazepinderivate, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende arzneimittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue 3,4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate,
ein Verfahren zu ihrer Herstellung und
diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, insbesondere solche mit Wirkungen auf das Zentralnervensystem.
Es ist bekannt, daß das 1~(3',4'-Dimethoxyphenyl)-3-
-acetyl-/l-methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-
-2,3-benzodiazepin durch katalytische Hydrierung des entsprechenden
4-Methylidenderivates hergestellt werden kann (Acta Chim. £Budapest] 83 [1974], 115). 3 weitere bekannte
Verbindungen von diesem Strukturtyp wurden aus den entsprechenden Bromalkylbenzophenönderivaten durch Umsetzen
mit Hydrazin und 2-(Hydroxyäthyl)-hydrazin hergestellt (Rec. Trav. Chim. 84 [1965], 663). Einige in der 1—Stellung
nicht substituierte weitere 3,4-DihydrO-5H-2,3'-benzodiazepinderivate
sind ebenfalls bekannt (Chem. Ber. 95>
[1962], 2 012; Synthesis 1973, 159 und 1977, 1; HeIv. Chim.
Acta ^9 [1976], 2 ?86).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue 3,4--Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate
mit überlegenen pharmakologischen Wirkungen, insbesondere auf das Zentralnervensystem,
ein Verfahren zur Herstellung derselben und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel zu schaffen.
Das Obige wurde überraschenderweise durch die Erfindung erreicht.
Es wurde nämlich überraschenderweise festgestellt, daß
die im folgenden festgelegten 3»4—Dihydro-5H~2,3-benzodiazepinderivate
in ihrer pharmakologische'n Wirksamkeit
3 203100
das einzige handelsübliche 5H-2,5-Beny.odiazi3i>in<lcL'lywl>, nämlich
1-(3' ,4-'-DimethoxyphenyI)-7I-IDethy 1-5-äthy 1-7,8-
-dimethoxy-5H-2,3-benzodiazepin [Tofizopam] (ungarische
Patentschrift 155 572) signifikant übertreffen.
Gegenstand der Erfindung sind 3,4~Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate
der allgemeinen Formel
— "H"
für einen, gegebenenfalls durch 1
oder 2 Halogenatom(e), Hydroxygruppe(n),
Alkoxyrest(e) mit 1 bisΛ Kohlenstoffatom(en) und/oder Benzyloxyrest(e)
substituierten, Phcnylrest oder einen I'uryl- oder
Thienylrest steht,
Wasserstoff, oder einen Alkylrest
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatom(en) bedeutet
und
uixLR;z , die gleich oder verschieden sein
können, unabhängig voneinander
Wasserstoff, Alkoxyreste mit 1 bis i\ Kohlenntof fatom(en) , Cycloal koxyreste
mit 4 bis 7 Kohlenstoffatomen .
beziehungsweise Benzyloxyreste darstellen,
sowie ihre Säureadditionssalze.
Der Ausdruck "Halogenatome" umfaßt Fluor-, Chlor-, Brom- und Jodatome. Unter dem Ausdruck "Alkoxyreste" sind
solche mit gerader oder verzweigter Kette, beispielsweise Methoxy-, Ä'thoxy-, n-Propoxy- undIsopropoxyreste, zu verstehen.
Unter dem Ausdruck "Alkylreste" sind ebenfalls solche mit gerader oder verzweigter Kette, beispielsweise
Methyl-, Äthyl- und Isopropylreste, zu verstehen. Beispiele für Cycloalkoxyreste, für welche R2 und/oder R,
stehen kann beziehungsweise können, sind Cyclopropoxy-,
Cyclobutoxy-, Cyclopentyloxy- und Cyclohexyloxyreste.
Vorzugsweise ist beziehungsweise sind das beziehungsweise die Halogenatom(e), durch welches beziehungsweise
welche der Phenylrest, für den R stehen kann, substituiert sein kann, Chlor und/oder Brom, insbesondere Chlor.
Es ist auch bevorzugt, daß der beziehungsweise die Alkoxyrest(e), durch welchen beziehungsweise welche der
Phenylrest, für den R stehen kann, substituiert sein kann, ein s'olcher beziehungsweise solche mit 1 bis 3, insbesondere
1 oder 5» ganz besonders 1, Kohlenstoffatom(en) ist
beziehungsweise sind.
Ferner ist es bevorzugt, daß der Alkylrest, für den IL· stehen kann, ein solcher mit 1 oder 2, insbesondere 1,
Kohlenstoffatom^en) ist.
- 10 -
32osioo
Weiterhin ist es bevorzugt, daß der beziehungsweise
die Alkoxyrest(e), für den beziehungsweise die R^ und/oder
IU stehen kann beziehungsweise können, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 bis 5» insbesondere 1 oder 2, ganz
besonders 1, Kohlenstoffatom(en) ist beziehungsweise sind.
Vorzugsweise ist beziehungsweise sind der beziehungsweise
die Cycloalkoxyrest(e), für den beziehungsweise die Hp und/oder IU stehen kann, beziehungsweise können, ein solcher
beziehungsweise solche mit 5 oder 6, insbesondere 6, Kohlenstoffatomen.
Es ist auch bevorzugt, daß der "Furylrest, für den H
stehen kann, ein Fur-2-ylrest ist. Vorzugsweise ist der
Thienylrest, für den R stehen kann, ein Thien-2-ylrest.
Es ist bevorzugt, daß R für einen durch 1 oder 2 Halogenatom(e)
und/oder Alkoxyrest(e) substituierten Phenylrest, insbesondere einen 5-Chlorphenyl- oder 3,4-Diraefchoxyphenylrest,
steht.
Ferner bedeutet IU vorzugsweise Wasserstoff oder einen
Methyl- oder Äthylrest.
Vorzugsweise stellen IU und IU jeweils einen Alkoxyrest,
insbesondere jeweils einen Methoxyrest, dar.
Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen sind 1-(3'-Chlorphenyl)-4-me thyl-7,8-dimethoxy-3,4—dihydro-5H-
-2,3-Denzodiazepin und seine Säureadditionssalze.
Die Säureadditionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel I sind zweckmäßig solche mit therapeutisch brauchbaren Säuren. Sie können solche mit
- 11 -
3200100
üblichen anorganischen Säuren, insbesondere Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder
Uberchlorsüure, oder organischen Sauren, insbesondere
Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,■Bernsteinsäure,
p-Toluolsulfonsäure oder Milchsäure, sein.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen, welches
dadurch gekennzeichnet ist, daß 5H-2,3-Benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel
II
worin R, Rx, , Rp und R, wie oben festgelegt sind, in
Lösungsmitteln mit anorganischen und/oder organischen Hydriden und/oder komplexen Metallhydriden reduziert werden
und gegebenenfalls in an sich bekannter Weise die erhaltenen
3,4-Dihydro-5H-2,3-t>enzodiazepinderivate der allgemeinen
Formel I in Säureadditionssalze überführt werden
beziehungsweise gegebenenfalls die erhaltenen Säureadditionssalze der 3,4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate
der allgemeinen Formel I in die entsprechenden freien 3,4— Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivatbasen der allgemeinen
Formel I oder in andere Säureadditionssalze über^- führt werden.
- 12 -
-ti' *
Die selektive Reduktion der 5H~2,3-Benzodiaz-epxnderivate
der allgemeinen Formel II kann mit bekannten Hydriden
und/oder komplexen Metallhydriden durchgeführt werden. Vorzugsweise wird beziehungsweise werden zur Reduktion
als Hydrid(e) und/oder komplexe[s] MetalIhydrid(e) Natriumhydrid,
Lithiumhydrid, Calciumhydrid, Diboran, Silan, Diäthylsilan,
Lithiumaluminiurahydrid,· Kaliumborhydrid, Natrjumborhydrid, Natriumborhydrid/Aluminium chlor id, Natrium-dihydrogen-bis^[2-(methoxy)-äthoxy]-aluminat,
Natriumeyanborhydrid, Lithium-trimethoxy-aluminiumhydrid,
Natriumborhydrid-triäthyloxonium-fluoborat und/oder ein
Natrium-acyloxy-borhydrid, insbesondere Natrium-acetoxy-
-borhydrid, verwendet.
Die Reduktion kann vorteilhaft in einem der folgenden
Lösungsmittel oder in einem Gemisch von solchen durchgeführt werden: Wasser, Äther, Alkohole, primäre Amine, aromatische
Kohlenwasserstoffe, aliphatIsche Chlorkohlenwasserstoffe,
aliphatisch^ Carbonsäuren und I^yridin. Zweckmäßig
wird das Reaktionsmedium unter Berücksichtigung des verwendeten Reduktionsmittels gewählt. Es ist vorteilhaft,
die Reduktion in solchen Lösungsmitteln beziehungsweise Lösungsmittelgemisehen,
welche mit dem beziehungsweise den verwendeten Hydrid(en) und/oder komplexen Metallhydrideen)
nicht oder nur langsam reagieren, durchzuführen.
Als Reaktionstemperatur werden vorzugsweise etwa 10 bis 10O0C angewandt. .
Das Reduktionsmittel kann vorteilhaft in einem Überschuß
von 50 bis 300% eingesetzt werden.
Das gegebenenfalls erfolgende Überführen der so erhaltenen 3,4—Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel I in Säureadditionssalze kann auch der
— 13 —
'"'ι L'\rVy 320S100
αχ
Reinigung der 3»4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate der
allgemeinen Formel I dienen. In diesem Falle werden die 3,4-Dihydro-5H-2,3~benzodiazepinderivate der allgemeinen
Formel I in an sich bekannter Weise, vorteilhaft mit Rho-. danwasserstoffsäure, p-Toluolsulfonsäure oder Überchlorsäure,
umgesetzt und aus den so erhaltenen Säureadditionssalzen der 3,4--Dihydro-5H-2,3~benzodiazepinderivate der
allgemeinen Formel I werden die 3,4—Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivatbasen
der allgemeinen Formel I mit Hilfe von starken Basen, zum Beispiel Alkalihydroxyden und/oder
Alkalicarbonaten, freigesetzt und gegebenenfalls wieder in Säureadditionssalze überführt.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe
verwendeten 5H-2,3-Benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel II sind bekannte Verbindungen oder können nach
aus dem Schrifttum bekannten Verfahren hergestellt worden sein (ungarische Patentschrift 155 572, bekanntgemachte ungarische
Patentanmeldung Nr. T/21372; Ghem. Ber. 107 [1974], 3 883.
Ferner sind erfindungsgemäß Arzneimittel, welche 1 oder
mehr der erfindungsgemäßen Verbindungen als Wirkstoff(e)
zweckmäßigerweise zusammen mit 1 oder mehr üblichen inerten festen und/oder flüssigen pharmazeutischen Trager(n)
und/oder Hilfsstoff(en), enthalten, vorgesehen.
Die erfindungsgemäßen 3i4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate
haben nämlich wie bereits erwähnt wertvolle pharmakologische
Wirkungen, insbesondere starke Wirkungen auf das Zentralnervensystem, zum Beispiel die spontane motorische Aktivität (GMA) hemmende, analgetische beziehungsweise
schmerzlindernde und narkosepotenzierende Wirkungen.
Die pharmakologische Wirksamkeit von erfindungsgemäßen
3,4--Dila;5rdro~5H-2,3-benzodiazepinderivatsn und der anerkannt gut wirksamen handelsüblichen Vergleichssubstanz
1-(3'Λ*-Dimethoxyphenyl)-4--methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-
-5H-2,3-benzodiazepin [Tofizopam] gleicher Wirkungsrichtung
ist zahlenmäßig in don folgenden Tabellen I und II
zusammengestellt. Dabei sind die auf das allgemeine Verhalten der untersuchten Tiere ausgeübte Wirkung und die Ergebnisse
des Narkosepotenzierungsversuches in der folgenden Tabelle I und die Ergebnisse der Untersuchung des Konfliktverhaltens
beziehungsweise Streitverhaltens ("Fighting
mice" test) in der folgenden Tabelle II zusammengestellt.
-15 -
- 15 Tabelle I
YITR; 101265
3. Juni 1982 P 32 09 100.1 P 1 54-3
Verbindung
Beispiel Bezeichnung
Nr.
Beispiel Bezeichnung
Nr.
Allgemeines Verhalten vm Mäusen bei intr aperitonealer
Verabreichung
von 100 mg/kg
Perorale
Dosis
Dosis
in
mg/kg
mg/kg
Narkosepotenzierung
Erhöhung in
relative Stärke, bezogen auf 1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)
-^-methyl-^-äthyl
-7,8-dimethoxy-5H-2,3~
-benzodiazepin
1-(3l-Chlorphenyl)-4-
-methyl-7,8-dimethoxy-
;-3 ,^-dihydro-5H-2,3-
-benzodiazepin
starke Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
25
50. .
50. .
294 825
3,63 7,24
1-(3' ,4'-Dimethoxyphenyl)-4~methyl-5-äthyl-
^-cyclopentyloxy-e-
-methoxy-3,4-dihy<iro- -5H-2,3-benzodiazepin
starke Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
50
327
2,87
-2'-yl)-4-methyl-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
50
283
2,48
O CD LO
- 16 -
- 16 Fortsetzung der Tabelle I
Verbindung
Beispiel
Nr.
Beispiel
Nr.
10
11
12
Bezeichnung
1-(Thien-2'-yl)-4-methyl-7,8-dimetho2y-3,4-
-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
-(3' -Fluorphenyl)-4-methyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
Ί-(3' ,^i-'-Dimethoxyphe-
-dimethoxy-3,4-dihydro-
-5H-2,3-benzödiazepin
Allgemeines Verhalten vcn Mäusen bei intr aper itonealer
Verabreichung
von 100 mg/kg
Narkosepotenzierung
Perorale Dosis
in mg/kg
Erhöhung
in
in
Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
starke Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
260
382
Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
131
relative Stärke, bezogen
auf .1-(3' ,4'-Dimethoxyphenyl)-4-me thyl-5-äthyl-
-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepin
auf .1-(3' ,4'-Dimethoxyphenyl)-4-me thyl-5-äthyl-
-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepin
2,28
3,35
1,15
- 17 -
- 1? Fortsetzung -der Tabelle I
| Ver Bei spiel Nr. |
bindung Bezeichnung |
Allgemeines Verhalten vcn Mäusen bei intraperi- tonealer Verabreichung von 100 mg/kg' |
Perorale Dosis in mg/kg |
Narko Erhö hung in |
sepotenzierung relative Stärke, bezogen auf 1-(3 ' ,4·' -Dimethoxy- phenyl) -4-me thyl-5-äthyl- -7,8-dimethoxy-5H-2,3- -benzodiazepin |
- 18 - |
| 13 | 1-(2' -Chlorphenyl)-4-me thyl -5-äthy 1-7 ,8-dimeth- oxy-3,4-dihydro-5H-2,3- -benzodiazepin |
I ke ine Symptome |
50 | 315 | 2,76 | |
| 14 | 1-(3',4'-Dimethoxyphe- nyl)-4-methyl-5~n-butyl- p in |
keine Symptome | 50 | 600 | 5,26 | |
| 15 | 1-(2'-Chlorphenyl)-4-me- thyl-7,8-dimethoxy-3,4- -dihydro-5H-2,3-t>enzodi- azepin |
keine Symptome | ' 50 | «0 | 3,86 | |
OJ NJ C
- 18 Fortsetzung
der Tabelle
Verbindung
Beispiel
Nr.
Nr.
16
18
Bezeichnung
1-(5'-Qhlorphenyl)-^,5-
-dimethy 1-7 ,S-dimethoxyt3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
Ι-(3',5'-Dichlorphenyl)-
-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
' ·
1-( 3' -Chlorphenyl)-·^-methyl-7,8-diäthoxy-3,4-
-dihydro-5H-2,3-ben zodiazepin
Allgemeines Verhalten ναι Musen bei intraperitonealer
Verabreichung . . von 100 mg/kg
Narkosepotenzxerung
Perorale
Dosis
Dosis
in
mg/kg
mg/kg
Verringerung der spontanen, motorischen Aktivität
Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
■Verringerung der spontanen motorischen
Aktivität
50
50
Erhöhung
in
in
relative Stärke, bezogen auf 1-(3' ,V-Dimethoxyphenyl)
-4-me thyl-5-äthyl-
-7,8-dimethoxy-5H-2,3- -benzodiazepin
122
300
280
1,07
2,63
2,46
Es folgen Seiten·'© und 20 der ursprünglichen
Unterlagen vom 12. März 1982
- 19 -
- 19 Fortsetzung der Tabelle I
Verbindung Bei
Bezeichnung
Allgemeines Verhalten vtnMäusen bei intraperitonealer
Verabreichung
von 1.00 mg/kg Markosepotenzierung
Perorale Dosis
in mg/kg
Erhöhung
in
in
relative Stärke, bezogen
auf 1-(3' ,4-'-Dirnethoxypheny 1)-4-me thy 1-5-äthyl-
-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepin
auf 1-(3' ,4-'-Dirnethoxypheny 1)-4-me thy 1-5-äthyl-
-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepin
substanz
1-(3'I^'-Dimethoxyphenyl)-zl—methyl-5-
_äthyl-7,8-dimethoxy-■
_5H_2i3_-benzodiazepin
[Tofizopam]
Verringerung der spontanen motorischen Aktivität
• 25 50
ll
1,0
• *
-20-
NJ CZ CC
Bemerkung: Auch der Uarkosepotenzierungsversuch wurde
an Mäusen durchgeführt. Die au untersuchende
Verbindung wurde in den angegebenen peroralen Dosen verabreicht. Es wurde die prozentuale
Verlängerung der durch das Natriumsalz von 5-(1'-Cyclohexenyl)-1,5-dimethyIbarbitursäure [Hexobarbitalnatrium] in'niner intravenÖBen
Dosis von ^O mg/kg hervoi'ijjei'ufenen Narkose 5in
Vergleich zu den Blindversuchs- beziehungsweise Kontrolltieren (nur mit dem Katriumsalz
von 5-O '-Cyclohexenyl)-1,5-dimethylbarbitursäure
[Hexobarbitalnatrium] behandelten Tieren)
bestimmt. .
- 21 -
t:; γ
- 21 Tabelle II
3. Juni 1982 P 32 09 100.1 P 1 543
| VHH ι 101265 '--^' ^10' | 9 | iindung Bezeichnung -r |
{ NACHGEREICHT j | Koni Perorale Dosis in mg/kg ι |
'lxktverhalten bei Hemmung in • % |
Maus en relative Stärke der Hemmung bezogen auf 1-(3',4'-Dimethoxyphe- nyl) ^-methyl^-äthyl- -7,8-dimethoxy-5H-2,3- -benzodiazepin |
- 22 - |
| Vert Bei spiel Nr. j I j I |
13 t |
1-(3'-Chlorphenyl)-4- -methyl-7,8-dimeth.pxy- |
25 | 64 · | 1,73 | ||
| I I ι ρ |
-3,4-dihydro-5H-2,3- -benzodiazepin |
50 | 100 | 1,70 | |||
| ί | 1-(3'-Fluorphenyl)-4- -methy1-7,8-dimethoxy- -3,4-dihydro-5H-2,3- ' -benzodiazepin |
50 | 73 | 1,24 | |||
| 1-(2'-Chlorphenyl)-4- -methyl-5-äthy1-7,8- . -dimethoxy-3,4-dihydro- -5H-2,3-benzodiazepin |
100 | 90 | 1,00 | ||||
| Ve ι Bei spiel Nr. |
j; | bindung Bezeichnung |
υιüocoouug ucr xai | NACHQEREICHT | L Mäusen relative Stärke der Hemmung bezogen auf 1-(3',4'-Dimethoxyphe- nyl)-4-methyl-5-äthyl- -7,8-dimethoxy-5H-2,3- -benzodiazepin |
|
| 1 -.( 3' , 5' -Dichlorphenyl-4- -methyl-7,8-dimethoxy- |
Konj Perorale Dosis mg/kg |
uliktverhalten be^ Hemmung in |
||||
| * « · f · f> · #· 9 · · • * · 4 · · • · * · UM 4 β * ♦ k * 4 ♦ » « • <t ·■ · * * |
17 | -3,4-dihydro-5H-2,3- -benzodiazepin |
1,00 | |||
| Vt · · • * |
Ver | 1-(3' ,A-'-Dimethoxyphe- | 100 | 90 | 1,0 | |
| EIGHT | gleichs- | -7,8-dimethoxy-5H-2,3- | 25' | 3? | 1,0 | |
|
cc
Ul I |
substanz | -benzodiazepin [Tofizopam] |
50 | 59 | · 1'P:. : | |
| 100 | 90 | |||||
. ■ ' ■ ■■ :' ■' ' ■■ ■ ' ' ' - 23' - . ■ ■ '
Es folgen Seiten 23 bis 33 der ursprünglichen
Unterlagen vom 12. lyiärz 1982 unter Be!rücksicht!
■■ ■ ■ ■ ■ .■ ■ .
gung der mit der Eingabe vom 3- Juni 1982 beantragten
iLnderungen ■
• · ·· ···· ·« ·· OZ-Uo I LJ LJ
Bemerkung: Die beruhigende [tranquillisierende] Wirkung
wurde nach der Verfahrensweise von Tedeschi bestimmt (J. Pharm. Exp. Tber. 125 [1959], 28).
Einige erfindungsgemäße 3,4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate,
zum Beispiel 1-(3' ,4'-Dimetho:>cyphenyl)-4-ine~
thyl-5-äbhyl-7,8-dimethoxy-3»^-dihydro-5H-2,3-benzodiazepinhydrochlorid
[Verbindung des Beispieles 1a)], 1-(3'-Methoxy-4 ' -n-butoxyphenyl)-4-]aethyl-5-äthyl-7-methoxy-8-n-
-butoxy-3»^-dihydro-5H-2,3~benzodiazepin [Verbindung des
Beispieles 11], 1-(3' -Meth.oxy-4'-benzyloxyphenyl)-4-methyl-
-5-äthyl~7-methoxy-8-benzyloxy-3,z<--dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
[Verbindung des Beispieles 12] und 1-(3' ,4-'-Diine
thoxyphenyl)-A, 5-dime thy 1-7,8-dimethoxy-3,4-d ihydro-5H-
-2,3-benzodiaKepin [Verbindung des Beispieles 13] haben
neben der beruhigenden Wirkung auch eine analgetische bc-/■iohungtJwei.Fie
aciunerz] indej'iide Wirkung der gleichen Größenordnung
wie das Amidazophen (Fed. Proc. 18 [1959], 4-12)*
Aus den obigen Ergebnissen geht eindeutig die Überlegenheit der erfindungsgemäßen 3,il-~I)ih.ydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate
gegenüber der Vergleichssubstanz 1-(3',4·-
-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepin [Tofizopam] hervor.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Form von
Arzneimittelpräparaten vorliegen. Diese können nach an sich
bekannten Verfahren der Pharmazie bereitet worden nein.
Die erfindungsgemäßen Arzneimittelpräpax'ate können in
festen Zubereitungsformen, zum Beispiel als Tabletten, Dragees oder Kapseln, oder in flüssigen Zubereitungsformen, zum
Beispiel als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen.
- 24 -
3Γ03100
Als Träger können sie /,um Beispiel Stärke, ΚΉ^ηοΰium- ;
carbonat, Magnesiumstearat, Talk, Stearin, Gelatine, Ιν,ΠαΙι-zucker,
Cellulose, Calciumcarbonat, Polyvinylpyrrolidon,
Wasser und/oder Polyalkylenglykole enthalten.
Als übliche Hilfsstoffe können die erf indunßsgeraäßen
Arzneimittelpräparate zum Beispiel Emulgiermittel, Stabilisiermittel,
Netzmittel, Salze zur Veränderung des osinotischen Druckes und/oder Puffer enthalten· ■ -■e·.
Die erfindungsgemäßen Arzneimittelpräparate können in zur peroralen,
rektalen oder parenteralen Verabreichung geeigneten Zubereitungsformen vorliegen.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele
näher erläutert. Die hergestellten Verbindungen wurden auf Grund der Elementaranalyse (die maximale Abweichung von
den berechneten Werten betrug t 0,3%) und Ultrarotspektren,
magnetischen Kernresonanzspektren H-NMR und/oder Massenspektren identifiziert. Die Ultrarotspektren und magnetischen
Kernresonanzspektren H-NMR zeigten, daß in den Salzen das Proton an das Stickstoffatom in der 3-Stellung
gebunden ist.
a) 1-(3' ,^'-Dimethoxyphenyl)-/l-methyl-5-äthyl-
^,e-dimethoxy-^^-dihydro-^H^^-benzodiazepinhydrochlorid
Es wurde ein Gemisch von 100 g (0,26 Mol) ■ 1-(3',-^'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,S-dimethoxy-^H-S,3-benzodiazepin,
30 g (0,8 Mol) Natriumborhydrid und 150 enr
Pyridin in einem 5 1 Rundkolben auf einem heißen Wasserbad
■ . - 25 -
JZU3 I UU
1 Stain de lang gerührt beziehungsweise geschüttelt. Die erhaltene
Lösung enthielt nur eine minimale Iv'enge von Natriumborliydi-idköi'nern.
Die Heizung wurde abgestellt und der Lo-
■7.
«ung wurden nach PO Minuten 150 cmy Wasser zugesetzt. Es wurde eine starke Wascerstoffentwicklung beobachtet und die Innentemperatur fiel auf 600C ab. Dem Reaktionsgemisch wurden 1 400 cnr Wasser zugesetzt, worauf bei 8 bis 15°C während 1 Stunde eine Lösung von 260 cm konzentrierter SaIzsäure und 600 cnr Wasser zugetropft wurde. Das kristallisierende Gemisch wurde 2 Stunden lang gerührt beziehungsweise geschüttelt, 4-mal mit je $0 cur eiskaltem Wasser gewaschen und getrocknet. So wurden 111,54- g (99,4% der Theorie) 1-(J1 ,4-' -Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8- -dimethoxy-5,4—dihydro-^H-S^-henzodiazepinhydrochlorid erhalten. Das schwachgelbe Rohprodukt der Bruttoformel C?2H28N2°4 ' HC1 tiat'te einen Schmelzpunkt von 218 bis 2200C (unter Zersetzung).
«ung wurden nach PO Minuten 150 cmy Wasser zugesetzt. Es wurde eine starke Wascerstoffentwicklung beobachtet und die Innentemperatur fiel auf 600C ab. Dem Reaktionsgemisch wurden 1 400 cnr Wasser zugesetzt, worauf bei 8 bis 15°C während 1 Stunde eine Lösung von 260 cm konzentrierter SaIzsäure und 600 cnr Wasser zugetropft wurde. Das kristallisierende Gemisch wurde 2 Stunden lang gerührt beziehungsweise geschüttelt, 4-mal mit je $0 cur eiskaltem Wasser gewaschen und getrocknet. So wurden 111,54- g (99,4% der Theorie) 1-(J1 ,4-' -Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8- -dimethoxy-5,4—dihydro-^H-S^-henzodiazepinhydrochlorid erhalten. Das schwachgelbe Rohprodukt der Bruttoformel C?2H28N2°4 ' HC1 tiat'te einen Schmelzpunkt von 218 bis 2200C (unter Zersetzung).
Nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol oder wasserfreiem Äthanol war der Schmelzpunkt (unter Zersetzung)
auf 222 bis 224°C erhöht. Die Ausbeute konnte beim Umkristallisieren
durch Zugabe von Äthylacetät, Aceton oder Diäthyläther
erhöht werden.
Das aus Wasser umkristallisierte 1-(3' ,^-'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-
~2,3-benzodiazepinhydrochlorid enthielt 3 Mol Kristallwasser.
Sein Schmelzpunkt (unter Zersetzung) betrug ebenfalls 222 bis 224°C.
Im Falle der Verwendung der äquivalenten Menge 1—(3' ,V-Dimethoxyphenyl)-7+—methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-
-5H-2,3-benzodiazepinhydrochlorid an Stelle der 1-(3.'>4-'-
-Dimethoxyphenyl)-^—methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-5H-2,3-
-benzodiazepinbase als Ausgangssubst'anz wurde das
- 26 _
TS
1-(3' »4' -Dime thoxyphenyl)-A-methyl-5-<:it')i.y 1-7 ,B-di mo U ι oxy -3,4-dihydro-5H-?,
J-benzodiazepinhyd roch 1 υ rid i η Jihnl "ichor
Ausbeute erhalten.
-methyl-5-äthyl-
-7 ,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,5-benzodiazepin
■ .
Es wurden 42,1 g (0,1 Mol) des wie im vorstehenden Abschnitt a) beschrieben hergestellten 1-(3',A'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-dimei7hoxy-3
/I -dihydro-^H-? ,3-
-benzodiazepinhydrochlorides in 400 cnr Wasser suspendiert
oder in heißem Wasser gelöst. Der erhaltenen Suspension beziehungsweise Lösung wurden 8 g Kaliumcarbonat dn Porl.ion.on
zugesetzt. Das 1-(3' ,4' -Dirne thoxyphenyl)-4-jnethyl-5-ättiyl-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin wurde- unter
Kohlendioxydentwicklung freigesetzt-, es enthielt 1 Mol
Kristallwasser. Das ausgeschiedene Produkt wurde abfiltriert,
5-mal mit je 15 cnr V/asser chloridfrei gewaschen
und an der Luft getrocknet. So wurden 3^ S (88,4% der
Theorie) 1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-
-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin erhalten. Das
weiße Rohprodukt schrumpfte ab 75°G und bildete zwischen 105°C und 1150C ein Blasen enthaltendes Koagulat.
Es war zweckmäßig, das Umkristallisieren aus Alkoholen
(wie Methanol, wasserfreiem Äthanol und/oder Isopropanol) nach dem Entfernen des Kristallwassers durcnzufuhren.' Das reine 1-(3' ,4l-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-ätliyl-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin der
Bruttoformel σροΗ28ϊί204- ^181^6 eineri ScnmelzP'unl5:'t' vori
120 bis 1220C.
Das Freisetzen des 1-(3',4l-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-
-5-äthyrl-7,8-dimethoxy-3 A- dihydro-5H-2,3-benzodiazepines
- 27 -
•a 9 w
- 3 2 U y Ί U U
konnte auch mit anderen Basen, wie Natriumcarbonat, ITatriumbicarbonat,
Ammoniumhydroxyd, Triäthylamin oder Pyridin,
durchgeführt werden.
Die obige Ausbeute konnte dadurch erhöht werden, daß eine Lösung des wie im vorstehenden Abschnitt a) beschrieben
hergestellten 1-(3' ,4-' -Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äüryl·-
—7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepinhydrodh.Torides
in Chloroform oder Dichlormethan mit einer wäßrigen Lösung
einer der oben angegebenen Basen extrahiert oder das Fredseizen der
1-(3' ,4· -Dimethoxyphenyl)-4~methyl-5-äthyl-7,8--dimethoxy-
-3,4-dihydro-5H-2,3-henzodiazepinbase in Methanol, v/asserfreiem
Äthanol oder Isopropanol als Medium mit organischen Basen, zum Beispiel Triäthylamin oder Pyridin, durchgeführt
wurde.
1 -( 3 · -Chlorphenyl)-4--methyl-7,8-dimethoxy-3,4-
-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
Es wurden in einen mit einem Rührer, einem Tropftrichter
und einem Rückflußkühler versehenen 750 cnr Rundkolben
9,87 g (0,03 Mol) 1-(3'-Chlorphenyl)-4-methyl-7,8-dimethoxy-5H-2,3-benzodiazepin
und 4,5 g (0,12 Mol) Natriumborhydrid
eingewogen. Das Reaktionsgemisch wurde unter Rühren beziehungsweise Schütteln 4 Stunden lang auf einem Wasserbad
von 95 his 100°C erhitzt. Die erhaltene gelbe Lösung
enthielt noch einen Teil des unveränderten Natriumborhydrides.
Der Lösung wurden unber Kühlen mit Wasser während 30 Minute'n 25 cnr Wasser zugetropft. Das Reaktionsgemisch
wurde mit eiskaltem Wasser gekühlt. Es wurde eine l.iischung
von 56 cur (0,7 Mol) konzentrierter Salzsäure und 118 cm^
Wasser während 1 Stunde zugetropft. Nach Zugabe von 60 cm
_ 28 -
dieser Mischung begann die Ausscheidung eines Niederschlages, welcher später gelbe Klumpen bildete. -Die--Kühlung wurde
abgestellt und das Gemisch wurde noch 30 Minuten lang
bei Raumtemperatur gerührt beziehungsweise geschüttelt. Der größte Teil des klumpenförmigen weichen Niederschlages cing
in Lösung. Dem Gemisch wurde während15 Minuten eine Lösung
von 20 g (0,5 Mol) Natriumhydroxyd in 60 cm Wasser zugetropft. Das ausgeschiedene rohe 1-(3'-Chlorpheny1)-4-methy1-
-y^-dimethoxy-J^-dihydro^H-S^-benzodiazepin war anfangs
weich, verfestigte sich jedoch später. Die Klumpen wurden abfiltriert, '4-mal mit je 20 cnr Wasser gewaschen und bei
50 bis 60°C getrocknet. So wurden 9,6 g (96,8% der Theorie) 1-(3'-Chlorphenyl)-4-methyl-7,8-dimethoxy~3,4—dihydro-5H-
-2,3-benzodiazepin mit einem Schmelzpunkt von 116 bis 1200C
erhalten. Im Falle des Aufarbeitens des Reaktionsgemisches nach dem Alkalischmachen durch Extrahieren, zum Beispiel mit
Chloroform, wurde das Endprodukt in ähnlich hoher Ausbeute erhalten.
Nach dem Umkristallisieren des Rohproduktes aus 30 cm
Isopropanol wurden 8,5 S (85»7% der Theorie) reines
1_(3«_Chlorphenyl)^-methyl-7>8-dimethoxy-3,4—dihydro-5H-
-2,3-benzodiazepin erhalten. Das weiße Produkt der Briittofor'rael
C^oH^qClNpOp hatte oinen Schmelzpunkt von 121 bin
123°C.
Das 1-(3l-Chlorphenyl)-4-methyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydrorf?H-2,3-benzodiazepinhydrochlorid
(C.qH^qCINoOo . HCl) hatte einen Schmelzpunkt von 216
bis 218°C (aus Isopropanol oder einem Gemisch von Isopropanol und Äthylacetat).
Als Reaktionsmedium konnten an Stelle des Pyridines auch andere Lösungsmittel, zum Beispiel Methanol, primäre
··. 3200100
Amine oder Essigsäure (vergleiche■Beispiel 4) oder Gemische
derselben mit Dichlormethan oder Dichlorüthan, verwendet
werden.
-7,8-dimethoxy-3,4-dibydro-5H-2,3-benzodiazepin
Es wurde eine 70%-ige benzolische Lösung von 90 cur
(0,6 H1Ol) NatriujB-dihydrogen-bis-[2-(inethoxy)-äthoxy]-alu~
fr 1
minat fraAl -fo - 0 -C - O - CH3] 1 mit 90 cm3 BenzOl
I H V H H JJ
V H2 H2
verdünnt. Diese Lösung wurde unter Rühren beziehungsweise Schütteln während 20 Minuten einer Lösung von 114,6 g
(0,3 Mol) 1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-
■z
-dimethoxy-5H-2,3-benzodiazepin und 1 5OO cnr Benzol zugesetzt.
Die Innentemperatur stieg auf 33 bis 35°G. Die Temperatur des Reaktionsgemisches wurde während 30 Minuten auf
dun Ciodepunkt des Benzoles erhöht (die Gasentwicklung hörte
auf). Das Gemisch wurde wieder auf 200G gekühlt. Es wurden
450 cm^ einer 20%-igen Natriumhydroxydlösung zugetropft.
(Es konnte auch eine äquivalente Menge einer Natriumcarbonat
lösung verwendet werden.). Es wurde eine hellgelbe aus 2 Phasen bestehende Mischung erhalten. Die Phasen wurden
voneinander getrennt. Die benzolische Schicht wurde 4-mal mit je 350 cm-^ Wasser extrahiert, über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet und eingedampft. Der Rückstand (120 g)
wurde aus 100 cnr Methanol umkristallisiert. So wurden
106,5 g (92,5% der Theorie) 1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)-4- -lIlethyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
der Bruttoformel CpgHogNpC^ m^"t. einem Schmelzpunkt
- 30 -
von 118 bis 12O0C erhalten. Nach dem Umkristallisieren aus
Isopropanol war der Schmelzpunkt auf 121 bis 123 G erhöht.
b) 1-(3' ,y4'-Diinebhoxyphonyl)-'!.-Jiic Lhy"Ι-5-αΊthy 1-" ■"'
^,e-dimethoacy^,^-diliydro-^II^^-'berizocLiazepinh.ydrobromid-
Es wurden einer Lösung von 3»84 g (0,01 Mol) des wie im
vorstehenden Abschnitt a) beschrieben hergestellten 1-( 3' »4·' -Dimethoxyphenyl) -4~methyl-5~äthyl-7,8-dimetho.xy-
-3,4-dihydro-5H-2,3-tenzodiazepines in 25 cm-5 Isopropanol
1,1 cnr einer 48%-igen wäßrigen Bromwasserstoffsäure (oder
0,01 Mol Bromwasserstoff enthaltendes, mit Bromwasserstoffgas gesättigtes Isopropanol) zugesetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde abgekühlt und das ausgeschiedene Produkt wurde abfiltriert
und mit wenig Isox>ropanol gewuf.chon, Zo wurden
4-*15 S (89,3% der Theorie) 1-(3' ,4'-Dii)ieyhoxypherjyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-ben
zodiazepinhydrobromid der Bruttoformel CppH^oNoO^ . HBr erhalten.
Es hatte einen Schmelzpunkt von 210 bis 213°G (unter Zersetzung).
Nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol war der Schmelzpunkt (unter Zersetzung) auf 214 bis 215°C erhöht .
Die Salzbildung konnte auch an der rohen 1-(3'»4*-Dirne
thoxypheny 1) -4-me thyl-5-äthyl-7,8-dime thcxxy-3,4-dihydr o-
-5H-2 ,3-benzodiazepinbase durchgeführt v/erden.
Als Reaktionsmedium konnten anstelle des Isopropano] es
auch Äthylacetat, ein Gemisch von Isopropanol und Aceton,
oder ein Gemisch von Isopropanol und Diäthyläther verwendet werden.
- 31 -
1 -(3 ' »4'-Dimethoxyphenyl)-^+-methy 1-5-äthy 1-
-7 ,8-dimethoxy-3^1-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
Kj; wurde e.iner Lösung von 3,82 g (0,01 Mol) 1-(31^f-1-
-Dimetboxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-diiriethoxy-5H-2 , 3~
-benzodiazepin in 38 cnr Eisessig während 2 Stunden bei
3 bis 8°C eine Lösung von 3 g Natriumborhydrid in 10 cm V/asser zugetropft, worauf das Reaktionsgemisch 5 Stunden
lang bei 20 bis 25°C gerührt beziehungsweise geschüttelt
wurde. Nach dem Einengen unter vermindertem Druck wurde der Rückstand (18 g) in 30 cnr Wasser fast vollständig gelöst.
Der Lösung wurden 10 cnr einer 4-0%-igen Natriumhydroxydlösung
zugesetzt. Das in weicher Form ausgeschiedene Produkt kristallisierte nach dem Abkühlen.
Ks wurden 3,1 g (80,7% der Theorie) rohes 1-(3',zf'-
- Diine l,}i oxy phenyl) -H ~met]iyl-5-ü thy 1-7,8-dimethoxy -3,4-dihydj?o-5H-2,3-benzodiazepin
erhalten. ·
Das Produkt schrumpfte ab 75 C. Die Reinigung des Produktes erfolgte wie im Beispiel 1b) beschrieben. So
wurden 2,29 g (59,6% der Theorie) reines 1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)—4—methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,^-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
der Bruttoformel
mit einem Schmelzpunkt von 120 bis 1220C erhalten.
Reinigung der" 3,A-Dihydro-5H-2',3-i3©nzodiazepinderivate
der allgemeinen Formel I durch, ihre
leicht kristallierbaren Salze .
Die einen niedrigen Schmelzpunkt aufweisenden und/oder
durch Ausgangsstoffe verunreinigten3,4~Dihydro-5H-2,3-
-benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel I konnten neben der Säulenchromatographie vorteilhaft über ihre Salze
mit Rhodanwasserstoffsäure, p-Toluolsulfonsäure oder Überchlorsäure
gereinigt werden.
Das durch Umsetzen der reinen oder rohen 1-(31A1-Di""
methoxyphenyl) -4-methyl-5-äthyl-7 ,S-dimethoxy-3 ,4-dihydro-
-5H-2,3-benzodiazepinbase mit Ammoniumrhodanid hergestellte und ans Wasser oder 90%-igem Isopropanol umkristallisierte
Rhodanat der nach dem Beispiel Λ hergestellten Verbindung
1-(3',4'-Dimethoxyphenyl)-4-methyl-5-äthyl-7,8-
-dimethoxy-3A-dihydro-5H-2,3-tenzodiazepin
(C22H28K2O^ . HSCN) hatte einen Schmelzpunkt von 214 bis 216°C
(unter Zersetzung).
Das in Aceton als Medium hergestellte p-Toluolsulfonat
der nach dem Beispiel 1 hergestellten Verbindung 1-O' ,4'-IJiinebhoxypllönyJ-)-/l-»nethyl-5-üthy J-7
-3,4-cLihydro-5H-2,3-benzodiazepin
hatte einen Schmelzpunkt von 173 bis 175°C.
Das in Isopropanol als Medium hergestellte und aus 90%-igem Isopropanol umkristallisierte Perchlorat der
nach dem Beispiel 1 hergestellten Verbindung 1-(3' ,V-
-Dimethoxyphenyl)-4—methyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3,4-d
n (cp2H28i;i20/J- * HClO^) hatte
- 33
einen Schmelzpunkt von 215 "bis 217°C (unter Zersetzung).
Aus diesen Salzen konnte die Base 1-(3' ,V-Dimethoxy-
phenyl)-'\ -me thyl-5-äthyl-7,8-dimethoxy-3 ,'+-dihydro-5H-2 ,3-
-bony.oU 5 m/jüj)Lii nnf d i.o Im .Mo i :ip.i öl 1b) 1>π.·;ο}ιγ· i obfiK.· kVti i :το
freigesetzt werden.
Die in der folgenden Tabelle III zusammengestellten 3,4-Dihydro-5H-2i3-tenzodiazepinderivate der allgemeinen
Formel I konnten den Beispielen 1 bis 5 analog hergestellt werden, wobei im Falle der eine phenolische Hydroxylgruppe
aufweisenden Verbindung eine Natriumcarbonatlösung zum
Freisetzen der Base verwendet wurde.
- 34- -
■ .·' j1.·
ί "..■.. ;··1 VHR: 101265
- 34 Tabelle III
Verbindung
Beispiel
Nr.
Nr.
Bezeichnung
3. Juni 1982
09 100.1
09 100.1
Bedeutung der Symbole R Rvi R^ R
Verfahrenswei
se des
se des
Beispieles
Nr.
Nr.
Bruttoformel
der Base beziehungsweise des
Salzes
der Base beziehungsweise des
Salzes
Schmelzpunkt in
0C
nach dem Umkristallisieren
Θ Pl
Ti π
1-(3'14'-D ime thoxyphenyl)
-/f-methyl-5-äthyl-
-7-cyclop enty loxy-8-
-methoxy-3,4-dihydro-
-5H-2)3-benzodiazepin
3,4-Dimethoxyphenylrest
rest
Cyclopentyloxyrest
Methoxy-
rest
102 bis 104*
1-(Fur-2,' -yl)-i4-Eiethy 1-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2,3-benzodiazepin
Fur-2- -ylrest
-. H
Me th· oxy-
rest
Me th-
C16H18F2°3
rest
bis 150c
.. .ω •.#Kj
- 35 -
| Bezeichnung | Fortserzu: |
j
i |
- 35 | _Tabe..lie in | NACHQERE(CHT | R3 | Verfah | Bruttoformel | SaIzes | Schmelz | |
| Bedeutung der | I | ag der | Symbole | renswei | der Base bezie- | punkt | ||||
| .- | R R1 | R2 | se des hungsweise des | in | ||||||
| I | Bei | 0C | ||||||||
| ι Verbindung |
i 1 |
spieles | nach dem | |||||||
| Bei- | 1-(Thien-2'-yl)-4-me- | I - H |
Nr. | Umkristal | ||||||
| !spiel j i |
thy. 1-7,8-diEethoxy-3,4- | C16H18N2O2S" | lisieren | |||||||
| -dihydro-5H-2,3-benzo- | Meth- | |||||||||
| diazepin | -' | • | oxy- | 151 | ||||||
| 1-(3'-Fluorphenyl)-4- | Thien-2- | - H | Meth- | rest | 2 | bis _ c |
||||
| -methyl-7,8-dimethoxy- | -yi | oxy- | C18H19FN2O2 | 153 | ||||||
| -3,4-dihydrO-5H-2,3- | rest | Meth- | ||||||||
| 8 | -benzodiazepin | oxy- | 118 | |||||||
| 1-( 3' -Methoxy-4' -n-but- | 3-Fluor- | Äthyl- | Meth- | rest | 2 | bis | ||||
| oxyphenyl) -4-methyl- | phenyl- | rest | oxy-. | n- | Λ! TT "KT /^ TT f\"] | 120° | ||||
| -5-äthyl-7-methoxy-8- | rest | rest | -But- | |||||||
| -n-butoxy-3,4-dihydro- | 3-Methoxy- | oxy- | 147 | |||||||
| 9 | -5H-2,3-benzodiazepin . | -4-n-but- | Meth- | rest | 3 | bis | ||||
| • oxyphe- | oxy- | |||||||||
| nylrest | rest | |||||||||
| ■10 | ||||||||||
| Bezeichnung | Portsetzung der | R1 I | Äthyl | Tabelle III | Rx | I NACHOEREICHT | Bruttoformel | Schmelz | |
| •r | t I |
rest | Verfah | der Base bezie | punkt | ||||
| Verbindung | 1 Bedeutung der | Symbole | renswei | hungsweise des | in | ||||
| Bei | R | > | R2 | se des | Salzes | 0C | |||
| spiel | Methyl | Bei- . | nachdem | ||||||
| Nr. | 1-(3'-Methoxy-4'-ben- | rest | spieles | Umkristal | |||||
| t zy 1oxyphenyl)-4-methy1- |
Nr. | lisieren | |||||||
| ^-'äthyl^-methoxy-S- | Ben- | 208 | |||||||
| -benzyloxy-5,4-dihydro- | zyl- | bis | |||||||
| -5H-2,5-t»er:zodiazepin | . | oxy- | 210° | ||||||
| 1-(5' ,4'-Li_zieth.oxyphe- | 3-Methoxy- | rest | 5 | (unter Zer | |||||
| 11 | nyl)-4,5-diaethyl-7,8- | -4-benzyl- | Ifeth- | setzung) | |||||
| -dimethoxy-5,4-dihydro- | oxyphenyl- | re^t"" | Meth- | 252 '. | |||||
| -5H-2,5-"ber.zodiaze- | rest' ' I |
oxy- | bis | ||||||
| pin | 3,4-Di- | rest | η τι ιτ λ - ττρη Ορ^11ρί;·1-' O if- * ·"■*-'·'- |
253e ■ | |||||
| methoxy- | Meth- | 1a) | (uiter ZeiM | ||||||
| 12 | phe- | oxy- | Setzung)*,·' | ||||||
| nyl- | rest | ||||||||
| rest | |||||||||
- 37 Fortsetzung der Tabelle III
Verbindung
j Beispiel
Nr.
Nr.
Bezeichnung
Bedeutung der Symbole
Verfahrensweise des
Beispieles
Nr.
Beispieles
Nr.
Bruttoformel
der Base beziehungsweise des
Salzes
der Base beziehungsweise des
Salzes
Schmelzpunkt
in
0C
nech dem Umkristallisieren
13
1-(2'-Chlorphenyl)-4- -methyl-5-ätnyl-7 ,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-
-2,3-benzodiazepin
2-Chlorphe-
Äthylrest .
rest
Meth-
OXJ-
rest
Meth-
oxy-
rest
177 bis
1-(5' ,4'-Dimethoxyphenyl)
-4-methyl-5-n-butyl-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-5H-2
,3-benzodiazepin
meth-
oxyphe-
nylrest
n-
-Buthylrest
Meth- Methoxy-ι
oxy-
rest
rest
)24H32N2°4
88 bis 9O1
1-(2' -Chlorphenyl).-4- -methyl-7,8-dimethoxy-
-3,4-dihydro-5H-2,3-
-benzodiazepin.
2-Chlorphenylrest
- H
Meth-
oxy-
rest
Meth· oxyrest
126 bis 128C
| Bezeichnung | - 38 - | 1 | Me- | Symbole | Meth- | Verfah | Bruttoformel | Schmelz | • · | 140 | 116 | |
| I | thyl- | •^2 | oxy- | renswei | der Base bezie | punkt | bis j* | bis | ||||
| V1 | rest | rest | se des | hungsweise des | in | 142° » |
-iisb it | |||||
| Bei | Salzes | 0C | S | |||||||||
| Verbindung | Fortsetzung aer -raoeiie ill JNACHGERElCHT | Meth- | spieles | nachdem | ||||||||
| Bei | 1-(3'-Chlorphenyl)-4,5- | Bedeutung der | - H | oxy- | Nr. | Umkristal | ||||||
| spiel | -d.imethyl-7,8-dimethoxy- | R | rest | lisieren | ||||||||
| Nr. | -3,4-dihydro-5H-2,3-ben- | |||||||||||
| zodiazepin | — ^r | Meth- | Äthoxy- | ρ | π ,-JT^ ΓΤΝΓ~η~ | 124 | ||||||
| 1-(3' ,5'-Dichlorphenyl)- | oxy- | rest | I 7 c. ι d. C. | bis A >- C |
||||||||
| -4-methyl-7,8-dimethoxy- | rest | 126U | ||||||||||
| -3,4-dihydro-5H-2,3- | ||||||||||||
| -benzodiazepin | 3-Chior- | Meth- | ||||||||||
| 16 | 1-(3'-Chlorphenyl)-4-me- | ,phe- | oxy- | 2 | C18K13Cl2N2O2 | |||||||
| thyl-7,8-diäthoxy-3,4- | nyl- | rest | ||||||||||
| -dihydro-5H-2,3-benzo- | rest | |||||||||||
| diazepin | 3,5-Di- | |||||||||||
| 17 | chlor- | rest | 2 | G20E23G11T202 | ||||||||
| phe- | ||||||||||||
| nylrest | ||||||||||||
| 3-Chlor- | ||||||||||||
| 18 | phe- | |||||||||||
| nylrest | ||||||||||||
- 39 -
nachqereiohtI
Zeichenerklärung
Die nach den Schmelzpunkten hochgestellten Buchstaben geben "die zum Umkristallisieren verwendeten Lösungsmittel
beziehungsweise Lösungsmittelgemische an.
a = Isopropanol
b = 50%-iges Äthanol
c = Äthanol oder wasserfreies Äthanol
d = Ein Gemisch von Isopropanol und
Äthylacetat, Aceton oder Diäthyläther
e = 90%-iges Isopropanol
- 4-0 -
Berspiel 19
Es wurden Tabletten der folgenden Zusammensetzung
nach an sich bekannten Verfahrensweisen der pharmazeutischen Industrie bereitet:
- . Menge
Bestandteil " in
1-(3'-Chlorphenyl)-4-methyl-
-7,8-dimethoxy-3,4-dihydro-
-5H-2,3-benzodiazepin
mg
| [Beispiel 2] | 20,0 |
| Magnesxumstearat | 1,0 |
| Stearin | 1,0 |
| Talk | 2,0 |
| Gelatine | 3,5 |
| Maisstärke | 20,5 |
| Milchzucker | 122 ,0_ |
| mikrokristalline Cellulose | 10,0 |
| 180,0 mg |
j NACHQERCiCh-iTj; ; ,' '.
| * · | |
| ?eicht[ | |
| Beispiel | .20 |
Es wurden Drageekörner der folgenden Zusammensetzung
nach an sich bekannten Verfahrensweisen der pharmazeutischen Industrie bereitet:
Bestandteil Menge
in mg
1-(3'-Chlorphenyl)-4—methyl-
-7 ,8-dimethoxy-3,4—dihydro-' -5H-2,3-benzodiazepin
.[Beispiel 2]
Magnesiumstearat
Maisstärke
Milchzucker
Polyvinylpyrrolidon
Maisstärke
Milchzucker
Polyvinylpyrrolidon
| 20 | ,0 |
| 1 | ,0 |
| 16 | ,0 . |
| 38 | ,0 |
| 5 |
80,0 mg
Die Drageekörner wurden auf übliche Weise mit Zucker und Talk überzogen und mit Hilfe von Bienenwachs poliert.
Das Gesamtgewicht der Dragees betrug 120 mg. .
Zusammenfassung
Claims (13)
- Patentansprüchefür einen, gegebenenfalls durch 1 oder 2 Halogenatom(e), Hydroxygruppe(n), Alkoxyrest(e) mit 1 bis 4 Kohlenstoffatom(en) und/oder Benzyloxyrest(e) substituierten, Phenylrest oder einen Furyl- oder Thienylrest steht,Wasserstoff oder einen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatom(en) bedeutet undund R, , die gleich oder verschieden sein können, unabhängig voneinander3203100Wasserstoff, Alkoxyreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatom(en), Cycloalkoxyreste mit 4- bis 7 Kohlenstoffatomen beziehungsweise Benzyloxyreste darstellen,sowie ihre Säureadditionssalze.
- 2.) 3»4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beziehungsweise die Halogenatom(e) , durch welches beziehungsweise welche der Phenylrest, für den R stehen kann, substituiert sein kann, Chlor und/oder Brom ist beziehungsweise sind.
- 3·) 3»/+-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der beziehungsweise die Alkoxyrest(e), durch welchen be-' ziehungsweise welche der Hienylrest, für den R stehen kann, substituiert sein kann, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 bis J, insbesondere 1 oder 3, Kohlenstoffatom(en) ist beziehungsweise sind.
- 4.) 3,4-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch 1 bis 3i dadurch gekennzeichnet, daß der Alkylrest, für den R,. stehen kann, ein solcher mit Λ oder 2 Kohlenstoffatom(en) ist.
- 5·) 3i4~Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der beziehungsweise die Alkoxyrest(e), für den beziehungsweise die Rp und/oder R, stehen kann beziehungsweise können, ein solcher beziehungsweise solche mit 1 bis 3, insbesondere 1 oder 2, Kohlenstoffatom(en) ist beziehungsweise sind.32ÖS10GJr -
- 6.) 3i /J-Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch Λ bis 5j dadurch gekennzeichnet, daß der beziehungsweise die Cycloalkoxyrest(e), für den beziehungsweise die Rp und/oder IU stehen kann beziehungsweise können, ein solcher beziehungsweise solche mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen ist beziehungsweise sind.
- 7·) 3i4~Dihydro-5H-2,3-benzodiazepinderivate nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß R für einen 3-Chlorphenyl- oder 3,4—Dimethoxyphenylrest steht.
- 8.) 3»4—Dihydro-5H-2,3-benzOdiazepinderivate nach Anspruch 1 bis 7j dadurch gekennzeichnet, daß R^ und R, jeweils für einen Methoxyrest stehen.
- 9.) 1-(3l-Chlorphenyl)-4-inethyl-7,8-d±methoxy-3,4- di-hydro-5H-2,3-benzodiazepin und seine Säureadditionssalze.
- 10.) Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, XaS5H-2,3-Benzodiazepinderivate der allgemeinen Formelν-JP-worin R, R,, , Rp und R, wie in den Ansprüchen 1 bis 8 festgelegt sind, in Lösungsmitteln mit anorganischen und/oder organischen Hydriden und/oder komplexen Metallhydriden reduziert und gegebenenfalls in an sich bekannter Weise die erhaltenen 3,4-Dihydro-5H-2,3-t>enzodiazepinderivate der allgemeinen Formel I in Säureadditionssalze überführt beziehungsweise gegebenenfalls die erhaltenen Säureadditionssalze der 5,4—Dihydro- -5H-2,3-benzodiazepinderivate der allgemeinen Formel I in die entsprechenden freien 5 »4~Dihydro-"5H- -2,3-benzodiazepinderivatbasen der allgemeinen Formel I oder in andere Säureadditionssalze überführt.
- 11.) Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Reduktion als Hydrid(e) und/oder komplexe[s] Metallhydridee) Natriumhydrid, Lithiumhydrid, Calciumhydrid, Diboran, Silan, Diäthylsilan, Lithiumaluminiumhydrid, Kaliumborhydrid, Natriumborhydrid, Natriumborhydrid/Aluminiumchlorid, Natrium-dihydrogen-bis-[2-(methoxy)-äthoxy]-äluminat, Natriumcyanborhydrid, Lithium-trimethoxy-aluminiumhydrid, Natriumborhydrid-triäthyloxonium-fluoborat und/oder ein Natrium-acyloxy-borhydrid verwendet.
- 12.) Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion in Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen, welche mit dem beziehungsweise den verwendeten Hydrid(en) und/oder komplexen Metallhydride en) nicht oder nur langsam reagieren, durchführt.-JeT-
- 13.) Arzneimittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1 oder mehr Verbindung(en) nach Anspruch Ϊ bis 9 als Wirkstoff(en) r zweckmäßigerweise zusammen mit 1 oder mehr üblichen inerten festen und/oder flüssigen pharmazeutischen Träger(n) und/oder Hilfsstoff(en).Beschreibung
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