DE3208408A1 - Trockenvorrichtung fuer in einer fluessigkeit behandeltes metallband - Google Patents
Trockenvorrichtung fuer in einer fluessigkeit behandeltes metallbandInfo
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Description
- ^ - S 668
Trockenvorrichtung für in einer Flüssigkeit behandeltes Metallband
Die Erfindung betrifft eine Trockenvorrichtung für in einer Flüssigkeit behandeltes Metallband, insbesondere
für ein aus einer Beizanlage kommendes Metallband, bestehend aus zwei ober- und unterhalb des Banddurchlaufes angeordneten,
sich über die maximale Bandbreite und die Trocknerlänge erstreckenden Blassystemen für die Warmluft,
die mittels eines Gebläses durch einen der Aufheizung der Luft dienenden Wärmeaustauscher hindurch den Blassystemen
zugeleitet ist. Nach dem Stand der Technik sind solche Trockenvorrichtungen in ihrer Wärmeleistung für die maximale
Bandbreite und die maximale Bandgeschwindigkeit ausgelegt, so daß Energie nutzlos an die Umgebung abgegeben wird, wenn
schmalere Bänder die Trockenvorrichtung durchlaufen. Das Bandbreitenspektrum in Prozeßlinien für Band, in denen das
Metallband in einer Flüssigkeit behandelt wird, liegt üblicherweise zwischen 600 und 1550 mm. Die angesaugte Umgebungsluft
wird in dem Wärmeaustauscher auf eine Temperatur zwischen 373 und 423 K (100 - 150° C) erwärmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Energieaufwand von Trockenvorrichtungen für Metallbänder zu verringern.
In Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß die wirksame Breite der aus den Blassystemen
austretenden Warmluft si rüniG in Anpassung an die jeweilige
Bandbreite änderbar und überschüssige Warmluft aus den
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ι Blassystemen der Saugseite des Gebläses zuführbar ist. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, daß die mit der
Verringerung der Bandbreite einhergehenden überschussigen
Warmluft im Kreislauf zurückgeführte Wärme ausgenutzt werden kann, wobei sich die Einsparung von Energie in der
Herabsetzung der dem Primärkreis des Wärmeaustauschers zugeführten Heizenergie manifestiert.
Wenn das Gebläse mit konstanter Drehzahl umläuft, d. h.
die der angesaugten Umgebungsluft zugeführte überschüssige
Warmluft im Wärmeaustauscher energiesparend genutzt wird, ■ ist in der zur Saugseite des Gebläses führenden Rohrleitung
ein Mengenregelventil mit veränderlichem Luftdurchgang· anzuordnen, das geschlossen wird, wenn beim Trocknen
der maximalen Bandbreite eine überschüssige Warmluftmenge nicht anfällt. Bei kleineren Bandbreiten und entsprechend
kleinerer wirksamer Breite der Warmluftströme wird der
Luftdurchgang des Mengenregelventils vergrößert, so weit,
daß die durch die Verringerung der wirksamen Breite der Warmluftströme anfallende überschüssige Warmluftmenge in
den Kreislauf zurückgeführt werden kann. In den Blassystemen muß selbstverständlich der Druck aufrechterhalten
werden, unter dem die für die Trocknung des Bandes erforderliche Warmluftmenge in der Zeiteinheit ausgeblasen wird.
Die Erfindung umfaßt noch eine zweite Lösung des Energie-. sparproblems. Gemäß dieser zweiten Lösung wird ebenfalls
die wirksame Breite der aus den Blassystemen austretenden Warmluftströme in Anpassung an die jeweilige Bandbreite
änderbar gemacht, jedoch in Verbindung mit einem drehzahlregelbaren volumetrischen Gebläse, z. B. einem Roots-Gebläse
zur Anpassung der Zeitmenge der der jeweiligen Bandbreite gerade entsprechenden Warmluft. Die Entstehung einer
überschüssigen Warmluftitienge ist bei dieser Lösung von
vornherein unterbunden,und die Energieersparnis liegt zum
Teil in der herabgesetzten Förderleistung des Gebläses und zum Teil in der herabgesetzten Heizleistung des Wärmeaustauschers.
Die wirksame Breite der Warmluftströme kann durch Ab- und
Zuschalten von Blasventilen der Blassysteme an die jeweilige Bandbreite angepaßt werden, jedoch empfiehlt sich ein
graduelles Abdecken der Enden von sich über die maximale Bandbreite erstreckenden Luftaustrittsschlitzen der Bl.assysteme.
Ein einfaches Mittel hierzu besteht darin, daß die Enden der Lufteintrittsschlitze durch sägezahnform!ge,
quer zu den Schlitzen verstellbare Abdeckbleche nach innen fortschreitend abdeckbar sind. Die Luftaustrittsschlitze
sind dabei zweckmäßig dachförmig gestaltet, so daß die aus ihnen austretenden, ebenso dachförmigen Warmluftfächer die
auf dem Band anhaftente Feuchtigkeit schneepflugartig zu
den Bandrändern treibt.
Der Trocknungseffekt kann auch dadurch mit einer Energieersparnis
einhergehend verbessert werden, daß die Blassysteme auf der maximalen Bandbreite und ihrer Trocknerlänge bis
auf die Luftaustrittsöffnungen derart nach oben bzw. unten geschlossen ausgebildet sind, daß die auf das Band auftreffenden
Warmluftströme ausschließlich quer zur Bandoberfläche abgeleitet werden. Hierdurch werden mit zusätz-
lichem Vorteil die Bandränder kräftig mit Warmluft bestrichen, deren Trocknung bei bisherigen Anlagen als kritisch
angesehen werden mußte.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer Trockenvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Trockenvorrichtung im Querschnitt mit im Kreislauf
geführter Warmluft,
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* 32G8408
χ Fig. 2 eine Teildarstellung von Fig. 1 ohne Rückführung
Überschüssiger Warmluft, und
Fig. 3 eine Ansicht auf die mit Luftaustrittsschlitzen
versehene Fläche eines Blassystems.
Die Trockenvorrichtung besteht nach Fig. 1 aus zwei Blassystemen 1 in Form geschlossener Gehäuse, die ober- bzw.
unterhalb des zu trocknenden Bandes 2 angeordnet sind. Die mittels eines Gebläses 3 mit konstanter Drehzahl angesaugte
Außenluft wird im Wärmeaustauscher 4 mit Primärkreis 4a aufgeheizt und gelangt über die Rohrleitung 5
in die Blassysteme 1 / die sich über etwas mehr als die
maximale Bandbreite B sowie über eine bestimmte Trocknermax
länge erstrecken. Wird die wirksame Breite der durch Pfeile dargestellten Warmluftströme beispielsweise auf die Bandbreite
B verringert, wie noch näher erläutert wird, so entsteht in den gehäuseartigen Blassystemen 1 eine überschüssige
Warmluftmenge, die über die Leitung 6 und ein Mengenregelventil 7 der Saugseite des Gebläses 3 zugeführt
wird und sich dort mit dem aus der Umgebungsluft
angesaugten und den Filter 8 passierenden Luftanteil vermischt. Auf der Druckseite des Gebläses . 3 ist ein
Wärmefühler 9 angeordnet, der die Temperatur der in dem Wärmeaustauscher 4 eintretenden und rückgewonnene Wärme
mitführenden Luftstrom mißt, über einen Regler 10 mit
Stellglied 11 wird entsprechend der gemessenen Eintrittstemperatur der Luft die Energiezufuhr zum Primärkreis 4a
des Wärmeaustauschers 4 mehr oder weniger herabgesetzt.
Der Luftdurchgang des Mengenregelventils 7 wird bei vorliegender
maximaler Bandbreite geschlossen oder höchstens wenig geöffnet, da in diesem Falle die ■ Heizleistung
voll in Anspruch genommen wird und keine überschüssige Warmluft anfällt. Erst wenn die wirksame Breite der Warmluftströme
bei schmaleren Bändern vermindert wird, stellt
sich eine überschüssige Warmluftmenge ein, die durch öffnen
des Luftdurchganges im Mengenregelventil 7 in den Kreislauf zurückgeführt wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ergeben sich gegenüber
demjenigen nach Fig. 1 zwei Änderungen, und zwar fallt die
Leitung 6 mit Mengenregelventil 7 sowie der Wärmefühler 9 mit Regel- und Stellglied 10, 11 fort,
wohingegen das Gebläse 12 ein drehzahlregelbares volumetrisches Gebläse, z. B. ein Roots-Gebläse, ist. über ein
Einstellgerät 13 kann die Drehzahl· des Motors 14 zum Antrieb des Gebläses 12 auf die Zeitmenge an Warmluft
eingestellt werden, die der gegebenenfalls verringerten wirksamen Breite der Warmluftströme entspricht.
Eine Energieersparnis bei verringerter wirksamer Breite der Warmluftströme stellt sich dann aufgrund der im Wärmeaustauscher
4 verringerten Entnahme von Heizleistung ein.
In Fig. 3 erkennt man die Draufsicht auf die Schlitzseite eines gehäuseartigen Blassystems 1. In die dem Band 2 zugewandte Gehäusewandung 1a sind eine Anzahl von dachförmig
gestalteten Luftaustrittsschlitzen 15 eingearbeitet, die
ebenso dachförmig gestaltete Warmluftfächer austreten lassen.
Bei einer Durchlaufrichtung des Bandes von oben nach unten in P.fei!richtung A führt die Dachform der Luftaustrittsschlitze
15 dazu, daß die an dem Band 2 anhaftende Feuchtigkeit zunehmend nach außen, zu den Bandrändern hin
abgeleitet wird. Da durch die geschlossene Ausführung der Blassysteme die Warmluftströme ausschließlich quer zur
Banddurehlaufrichtung abgeleitet werden, wie Fig. 1 zeigt,
werden die Bandränder besonders intensiv von der Warmluft bestrichen.
Jede dem Band 2 zugewandte Gehäusewandung ta der Blassysterne 1 trägt ein paar von sich in Durchlaufrichtung A des
Bandes erstreckenden Führungsie·i sten 16 zur Führung von einstellbaren Abdeckelementen 17. Diese Abdeckelernen-
te 17 ti Ligen sägezahn!ormiye bzw. trapezförmige, paarweise
einander zugewandte Abdeckbereiche 17 a, die - wie Fig. 3 zeigt - wirkungslos zwischen benachbarte Luftaustrittsschlitze
15 eingreifen, wenn die volle Schlitzbreite entsprechend der maximalen Bandbreite B für die Beauf—
1 max.
schlagung des Bandes 2 mit Warmluft in Anspruch genommen werden muß. Mittels der durch die Pfeile 18 angedeuteten
VersLellbarkeit der Abdecke leinen te 17 können die Enden
der Luftaustrittsschlitze 15 in Anpassung an die variable
schmalere Bandbreite By abgedeckt werden, wie in Fig. 3
für die Verstellung 17a1 der Abdeckbereiche 17a strichpunktiert
angedeutet ist. Wie nicht näher dargestellt ist, können die Abdeckelemonte 17 in ihren jeweiligen Abdeckstell
ungon fixiert werden.
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Claims (8)
- S 668Patentansprüche:^1. Trockenvorrichtung für in einer Flüssigkeit behandeltes Metallband, insbesondere für ein aus einer Beizanlage kommendes Metallband, bestehend aus zwei ober- und unterhalb des Banddurchlaufes angeordneten, sich über die maximale Bandbreite und die Trocknerlänge erstreckenden Blassystemen (1) für die Warmluft, die mittels eines Gebläses (3) durch einen der Aufheizung der Luft dienenden Wärmeaustauscher (4) hindurch den Blassystemen zugeleitet ist,dadurch gekennzeichnet,
daß die wirksame Breite der aus den Blassystemen (1) austretenden Warmluftströme in Anpassung an die jeweilige Bandbreite änderbar und überschüssige Warmluft aus den Blassystemen der Saugseite des Gebläses (3) zuführbar ist. - 2. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der zur Saugseite eines mit konstanter Drehzahl betriebenen Gebläses (3) führenden Rohrleitung (6) ein Mengenregelventil (7) mit veränderlichem Luftdurchgang angeordnet ist.
- 3. Trockenvorrichtung insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,.daß das Gebläse (12) ein drehzahlregelbares volumetrisches Gebläse, z. B. ein Roots-Gebläse, ist.
- 4. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Breite der Warmluftströme durch Ab- und Zuschalten von Blasventilen der Blassysteme andie jeweilige Bandbreite anpaßbar ist. 35— ΟΙ
- 5. Trockenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Breite der Warmluftströme durch graduelles Abdecken der Enden von sich über die maximale Bandbreite (B ) erstreckenden Luftaustrittsschlitzen (15) der Blassysteme (1) an die jeweilige Bandbreite anpaßbar ist.
- 6. Trockenvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Luftaustrittsschlitze (15) durch sägezahnförmige, quer zu den Schlitzen verstellbare Abdeckelemente (17, 17a) nach innen fortschreitend abdeckbar sind.
- 7. Trockenvorrichtung nach Anspruch -5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftaustrittsschlitze (15) dachförmig gestaltet sind.
- 8. Trockenvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Blassysteme (1) auf der maximalen Bandbreite und ihrer Trockenlänge bis auf die Luftaustrittsöffnungen (15) derart nach oben und unten geschlossen ausgebildet sind, daß die auf das Band (2) auftreffenden Warmluftströme ausschließlich quer zur Bandoberfläche abgeleitet werden.
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