DE3206110C2 - Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem AluminiumhydroxidInfo
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Abstract
Grobkörniges Aluminiumhydroxid hoher Beständigkeit gegen eine Pulverisierung beim Calcinieren erhält man kontinuierlich aus einer bei Durchführung des Bayer-Verfahrens angefallenen übersättigten Natriumaluminatlösung, indem man 1) in einer ersten Fällungsstufe rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid einer ein Molverhältnis Na ↓2O (ausgedrückt als Natriumhydroxid) zu Al ↓2O ↓3 von weniger als 1,8 aufweisenden, übersättigten Natriumaluminatlösung, die einen Fälltank der Art in welchem eine praktisch vollständige Vermischung stattfindet, zugeführt wurde, in einer Menge von 30 bis 150 kg auf 1 m ↑3 Lösung zusetzt und dabei die beimpfte Lösung unter Aufrechterhaltung einer Lösungstemperatur von 65 ° bis 80 ° C so lange reagieren läßt, bis das Molverhältnis Na ↓2O/Al ↓2O ↓3 der Natriumaluminatlösung 2,0 bis 2,4 beträgt; 2) in einer zweiten Fällungsstufe die in der ersten Fällungsstufe in Form einer Aufschlämmung angefallene Natrium alu minatlösung höchstens drei in Reihe geschalteten Fällungstanks, in denen ein Kristallwachstum erfolgen kann, zuführt und die Lösung in aufgeschlämmten Zustand reagieren läßt, bis das Molverhältnis Na ↓2O/Al ↓2O ↓3 mindestens 2,6 beträgt, wobei man in den in Reihe geschalteten Fällungstanks die Feststoffkonzentration an gefälltem Aluminiumhydroxid der in aufgeschlämmter Form vorliegenden Natriumaluminatlösung bei 400 bis 1500 g/l und die Temperatur der Aufschlämmung bei 45 ° bis 65 ° C hält, und 3) in einer dritten Stufe die aus der zweiten ...........
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur wirtschaftlichen
Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid In hoher Ausbeute im Rahmen der Herstellung von AIuminlumoxld
aus Bauxit nach dem Bayer-Verfahren, wobei das angestrebte grobkörnige Aluminiumhydroxid
eine geringere Zerfallneigung zu einem Pulver beim Calcinieren
aufweist.
Das nach dem beschriebenen Verfahren erhaltene AIumlnlumoxld wird bekanntlich als Rohmaterial zur Herstellung
von Aluminium verwendet, wobei dieses Rohmaterial nach der Korngröße des Aluminiumoxids In
zwei Gruppen klassiert wird, d.h. es fallen 1. mehliges
Aluminiumoxid mit mehr als 20 Gew.-% Körnchen einer fe0
Teilchengröße von unter 0,044 mm und 2. sandiges Alu· mlnlumoxid mit 10 bis 15 Gew.-'\, Körnchen einer Teilchengröße
von unter 0,044 mm an. In zunehmendem Maße wird Infolge einer Automatisierung der elektrolytischen
Aluminiumherstellung sandiges Aluminiumoxid. OJ d. h. grobkörniges Aluminiumhydroxid zum Einsatz
gebrach:.
Zur Befriedigung des zunehmenden Bedarfs an grobkörnigem Aluminiumhydroxid wurde ein Verfahren zur
wirtschaftlichen Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid geringerer Zerfallneigung zu einem feinen
Pulver beim Calcinieren in einem Gasstrom oder in aufgewirbeltem Zustand entwickelt, wobei das grobkörnige
Aluminiumhydroxid in hoher Ausbeute anfällt (vgl. DE-OS 30 30 631). Das bekannte Verfahren beruht auf der
Erfahrung, daß im Falle, daß die das grobkörnige Aluminiumhydroxid
bildenden Kristalle aus koaguliertpn Massen der Primärkörnchen mit vornehmlich einer Korngröße
von 10 bis 30 μπι bestehen, eine sehr hohe Beständigkeit
gegen ein Zerfallen zu einem feinen Pulver erreichbar ist.
Erreicht wird dies gemäß der Lehre der DE-OS
30 30 631 durch ein Verfahren zur Herstellung grober Alumlnlumhydroxldkörner aus einer Natrlumaluminatlösung,
wonach eine nach dem Bayer-Verfahren hergestellte und ein Molverhältnis von Na2O (als Natriumhydroxid)
zu AI2O3 in Lösung von weniger als 1,8 aufweisende,
übersättigte Natriumaluminatiösung in zwei Ströme aufgeteilt wird, zu einem der Ströme Aluminiumhydroxid
als Implmlttel hinzugegeben wird, in dem
geimpften Strom so lange eine teilweise Zerlegung vorgenommen wird, bis das Molverhältnis In der Natriumaluminatiösung
zwischen 1,8 und 2,6 liegt, der andere Strom der Natriumaluminatiösung, der bis auf eine ausreichend
niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur des teilweise zerlegten Stromes der Natriumaluminatiösung
in einen Aufschlämmungszustand um mindestens 3° C zu erniedrigen, zu dem teilweise zerlegten Strom der
Natrlumaluminaaufcchlämmung gegeben wird und die
Mlschaufschlämmung des Natrlumalumlnats zerlegt wird, bis das Molverhältnis der Mischungsaufschlämmung
mindestens 2,6 erreicht hat, wobei so gearbeitet wird, daß ein Teil rückgeführten Impfalumlnlumhydroxlds
und feine Körner des Aluminiumhydroxids als Impfmittei zu einem der Ströme der Natriumaluminatiösung
gegeben werden, die Natriumaluminatiösung so lange teilweise zerlegt wird, bis das Molverhältnis der
Natriumaluminatiösung zwischen I,fc und 2,6 Hegt, zu
der erhaltenen teilweise zerlegten Natrlumaluminataufschlämmung der andere Strom der Natriumaluminailösung,
der bis auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur der teilweise zerlegten
Natrlumaluminataufschlämmung um mindestens 3° C zu erniedrigen, und der verbleibende Teil des rückgeführten
Implalumlnlumhydroxlds gegeben werden und dann die gekohlte Nairiumalumlriatmlschaufschlämmung
welter zerlegt wird, bis das Molverhältnis der
Mlschaufschlämmung des Natriumalumlnats den Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat.
Nachteilig an dem bekannten Verfahren Ist, daß man als Impfalumlniumhydroxld getrennl zubereitetes leinkörniges
Aluminiumhydroxid einer durchschnittlichen Teilchengröße von 10 μπι oder weniger benötigt, d.h.
das zum Beimpfen verwendete feinkornige Aluminiumhydroxid muß durch Kühlen einer und/oder Zusatz eines
Alumlnlumhydroxldgels zu einer getrennt zubereiteten Natriumaluminatiösung hergestellt werden. Folglich
müssen bei Durchführung des bekannten Verfahrens die
Korngrößen und Mengen des zum Beimpfen verwendeten feinkörnigen Alumlnlumhydroxlds durch komplizierte
Maßnahmen einschließlich einer getrennten Stute zur Herstellung des leinkörnigen Alumlnlumhydroxlds
gesteuert werden, was zu einer Erhöhung der Gesamtproduktionskosten führt.
Umfangreiche weitere Untersuchungen haben nur. dazu geführt, daß sich grobkörniges .Aluminiumhydroxid
auf wirtschaftliche Weise und In hoher Ausbeute herstellen
läßt, wenn man efne spezielle Kombination von Fällungstanks und Konzentrationen verwendet.
In diesem Falle kann man dann auf die getrennte Herstellung
von zum Beimpfen verwendetem feinkörnigen Aluminiumhydroxid verzichten.
Gegenstand der Erfindung Ist das Verfahren gemäß dem Patentanspruch.
Im folgenden wird das Verfahren gemäß der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen
zeigt
Fig. 1 ein Fließschema einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Fig. 2 ein Beispiel für einen Im Rahmen des erfindungsgemäßen
Verfahrens verwendbaren Wachstumsfällungstank bzw. Fällungstank, in dem ein Kristallwachstum
erfolgen kann.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden In der ersten Fällungsstufe gemäß Fig. 1
Füllungstanks 31 und 32, In denen praktisch eine vollständige
Vermischung erfolgt, verwendet. Eine ein Molverhältnis Na2O (ausgedrückt als Natriumhydroxid) zu
Al2O] von weniger als 1,8 aufweisende, übersättigte Nattlumaluminatlösung
wird über Leitungen 1 und 2 dem Fällungstank 31 zugeführt. Dem Fällungstank 31 wird
ferner über eine Leitung 4 getrennt rückgeführtes Irnpfaluminlumhydroxld
zugeführt, um In der übersattigten Natrlumaluminatlösung eine Keimbildung zu verhindern.
Indem man die Natrlumaluminatlösung auf einer Temperatur von 65° bis 80° C hält, agglomerieren die
einer Keimbildung unterworfenen Kristalle von Aluminiumhydroxid und rückgeführtem Impfgut. Die Lösung
wird so lange reagieren gelassen, bis das Molverhältnis
einen Wert von 2,0 bis 2,4 angenommen hat.
In der zweiten Fällungsstufe, die In Fällungstanks 35
und 36 gefahren wird, wird die aus der ersten Fällungsstufe stammende und In Form einer Aufschlämmung
vorliegende Lösung durch Kühlen oder Zusatz einer in einem Kühler 40 gekühlten, übersättigten Natrlumaluminatlösung
auf einer Temperatur von 45C bis 65° C gehalten.
In den Fällungstanks 35 und 36 vom sogenannten Wachstumstyp, in denen gefälltes, festes Aluminiumhydroxid
länger verbleiben kann als die Im selben Tank befindliche Natrlumaluminatlösung, wird die In aufgeschlämmtem
Zustand vorliegende Lösung zur Ausfäilung von Aluminiumhydroxid so lan^r reagieren gelassen,
bis das Molverhältnis Na2OMIjOj mindestens einen
Wert von 2.6 angenommen hat. In den Fällungstanks wird die Konzentration an festem Aluminiumhydroxid
bei 400 bis 1500 g/l Lösung gehauen.
Die au; einem letzten Fällungstank 42 vom Wachstumstyp, fr. welchem das MolverhäShnis Nu2OZAIjOj
einen Wert von 2,6 oder höher aufweist, über eins Leitung
14 abgc' issene Natrlumaluminatlösung und über
eine Leitung 15 abgezogene Alumlnlumhydroxldaufschlilmmung werden getrennt oder nach Vereinigung
Kii'.sslflzlervorrichtur.gcn 37. 38 und 39 zugeführt und
au5, diesem über Leitungen 16 und 25 als grobkörniges
Aluniiniumhydroxldendprodukt und über Leitungen 18,
2(1, 23 und 24 als feinkörniges Aluminiumhydroxid als Rückiühriniplgut abgezogen.
in der zweiten Fälllungsstufe werden Im Rahmen des
■jfhnciungsgemäßen Verfahrens Fällungstanks vom
Wachstumstyp mit zunehmender Konzentration an testem Aluminiumhydroxid verwendet. Es ist von
wesentlicher Bedeutung, mindestens drei derartige und
in Reihe geschaltete Fälliiigstanks zu verwenden. Wenn das Molverhältnis Na2O/Al2O, Im letzten Fällungstank
vom Wachstumstyp nicht den angestrebten Wert erreicht, werden Fällungstanks 33 und 34 üblicher Bauwelse,
In denen eine vollständige Vermischung erfolgt (vgl. Fig. 1), stromaufwärts In bezug auf die in Reihe
geschalteten Fällungstanks vom Wachstumstyp vorgesehen, um die Fällungsdauer zu verlängern. Andererseits
kann auch eine weitere Reihe von Fällungstanks vom Wachstumslyp parallel geschaltet werden.
Die erfindungsgemäß benötigten Fällungstanks vom Wachstumstyp sollen die folgenden drei Funktionen
erfüllen:
1. Es muß eine Umformung der in der ersten Fällungsstufe ausgefällten Aluminiumhydroxidkörnchen
erfolgen, da sie eine unregelmäßige, traubenförmige Form aufweisen;
2. das Kornwachstum muß gefördert werden; und
3. es muß durch eine Sekundärkeimbildung das Entstehen von feinkörnigem Aluminiumhydroxid gefördert
werden.
Aufgrund von Untersuchungen hat :■;■ sich gezeigt, daß
grobkörniges Gut in der erste Fällungssijfe hauptsächlich
infolge Körnchenagglomeration gebildet wird. Das gebildete körnige Gut besitzt jedoch nicht immer eine
spezielle Form und enthält Körnchen unregelmäßiger, traubenf^rmlger Form. Wenn ein solches körniges Gut
weiter wachsen gelassen wird, z. B. bei der Umwälzung in der Fällungsstufe, kommt es bei der Umwälzung zu
einem Zerbrechen der Körner unter Bi'dung von Körnern einer Größe von 20 bis 40 um. Darüber hinaus besitzen
die hierbei erhaltenen Körner eine geringere Neigung,
sich zu einem grobkörnigen Gut zu vereinigen. Somit gehen die Körner lediglich durch Wachstum der Primärkristalle
in gröbere Kristalle über, so daß man also das gewünschte grobkörnige Aluminiumhydroxid nicht
erhält. Zur Verbesserung dieser Engpaßsituation wird die Feststoffkonzentraüon der In aufgeschlämmter Form
vorliegenden Lösung in den Fäliungstanks vom Wachstumstyp
bei 400 bis 1500 g/l gehalten, um den unregelmäßig geformten Körnchen durch Körnchenkoillsion vor
den: Ablauf einer festen Agglomeration infolge des Wachstums der primären unregelmäßig geformten Körnchen
eine kugelige Form zu geben. Ferner handelt es sich bei den Fällungstanks vom Wachstumstyp, wie Ihr Name
bereits sagt, um solche, die ein Kristall- cJer Kornwachstum der eine neue Form aufweisenden Körnchen zu dem
festen grobkörnigen Gut ermöglichen. Vorzugswelse sollten jedoch nicht vier oder mehr Fällungstanks vom
WachsluiDStyp in Reihe geschaltet werden, da das Wachstum zu siark verläuft und dabei die Widerstandsfähigkeit
des grobkö;nlgcn Guts gegen einen Zerfall zu einem lernen Pulver beim Calcinieren sinkt.
Andererseits begünstigen die sonstigen Bedingungen In der zweiten Fällungsstufe, d. h. die Einhaltung einer
Temperatur der Natrlumaluminatlösung "on 45° bis
600C bei höherem Molverhältnis Na2O/AI2O, als es die
der ersten Fällungsstule zugeführte Natriumaluminatlösung
aufweist, die Bildung feiner Kristalle. Dies Ist auf
einen Zerfall der unregelmäßig geformten Körnchen durch Körnchenkoillsion und auf die sog. Sekundärkelmblldung
zurückzuführen. Bislang wurde diese Erscheinung als für die Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid
unerwünscht angesehen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich diese Erscheinung Im Rahmen des
erllndungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid guter Zerfallbeständigkeit
zu einem feinen Pulver bei der Calcinlerung mit einem Gehalt an agglomerierten Körnchen aus kleinen
Prlmürkrlstallcn ausnutzen IiIIJt. Wenn man die durch
Abreibung In der zweiten Fiillungssiule gebildeten leinen
Körnchen nach der Abtrennung des gewünschten grobkörnigen Alumlnlumhydroxlds In der Klasslerungssiule
als Implgut rUckführt, braucht man nicht wie bei dem
aus der DE-ÜS 30 30 631 bekannten Verfahren getrennt
als Implgut zu verwendendes feinkörniges Aluminiumhydroxid herzustellen.
Im Rahmen des erflndungsgemüßen Verfahrens wird
die erste Fällungsstufe bei einer Temperatur von 65° bis
30° C durchgeführt. Unter diesen Bedingungen wird das feinkörnige Impfalumlnlumhydroxld In der ersten Füllungsstute
In einer Menge von 30 bis 150 kg/m! Natrlumalumlnatlösung
zugesetzt. Die Reaktion der Natriumalumlnatlösung wird so lange ablaufen gelassen, bis
das Molverhältnis Na2OMI2Oj einen Wert von 2,0 bis
2,4 angenommen hat. Wenn das Molverhältnis In der aus der Teilreaktion In der ersten Füllungsstufe In aufgeschlämmter
Form vorliegenden Natrlumalumlnatlösung unter 2,0 liegt, wird eine große Menge feinkörnigen AIuminlumhydroxlds
gebildet. Wenn andererseits die Reaktion so lange fortgesetzt wird, bis das Molverhältnis
NajO/AljO) über 2,4 liegt, verlängert sich die Retentlonszelt
der zweiten Fällungsstufe erheblich, so daß das Verfahren unwirtschaftlich wird.
Wenn die Menge an körnigem Impfgut unter 30 kg liegt, erreicht man keinen guten Alumlnlumhydroxldfällungsgrad.
Dieser hängt allerdings von der Temperatur der zur Fällung zugemischten Natrlumalumlnataufschlämmung
und dem Molverhältnis Na2O/Al2Oj ab.
Ferner kommt es bei einer zu geringen Menge an Impfgut zu einem bevorzugten Wachstum der Primärkristalle
oder aber zu einer zu starken Keimbildung, so daß die gewünschten Kornagglomerate nicht erhalten werden.
Wenn andererseits die Menge an körnigem Impfgut 150 kg übersteigt, wird der Fällungsgrad nicht mehr welter
verbessert. Es erhöht sich lediglich die Menge an In
die Tanks ruckzufuhrendem impfgut, so daß größer dimensionierte Vorrichtungen benötigt werden. Auch
hierdurch wird das Verfahren unwirtschaftlich.
Es Ist nicht Immer erforderlich, das körnige Impfalumlnlumhydroxld
an einer Stelle zuzusetzen. Dies bedeutet, daß die erste Fällungsstufe In mehrere Stufen aufgeteilt
werden kann. Zu beachten Ist hierbei allerdings, daß das Zugabeverhältnis Innerhalb des genannten Bereichs
über die verschiedenen Stufen hinweg Insgesamt eingehalten
wird. Das körnige Imptgut kann In den verschiedenen Stufen In getrennten Portionen zugesetzt werden,
oder das körnige rückgelOhrte Aluminiumhydroxid kann vorher In einen relativ grobkörnigen Anteil und einen
feinkörnigen Anteil aufgeteilt werden, wobei dann das feiner körnige Gut in der ersten Fällungsstufe, In der
wahrscheinlich eine Keimbildung erfolgt, zugesetzt wird.
Hierbei werden dann die eine Keimbildung Induzierende Wirkung und die Agglomerationsaktivität des feiner körnigen
Guts optimal ausgenutzt. Das grobkörnige Gut wird dagegen in der zweiten Fäilungsstuie eingesetzt, in
der wahrscheinlich ein Kornwachstum erfolgt.
Unter einem »körnigen rückgeführten Aluminiumhydroxid« ist das von dem grobkörnigen Alumlniumhydroxldendprodukt
abgetrennte restliche körnige Aluminiumhydroxid zu verstehen. In der Regel beträgt die
Teilchengröße des grobkörnigen Guts 60 μηι oder mehr.
Das rückgeführte Impfgut einer durchschnittlichen Teilchengröße von 50 bis 90 um dient zur Herstellung
von grobkörnigem Aluminiumhydroxid.
Wenn die durchschnittliche Teilchengröße des rückgeführten Impfguts unter 50 μπι liegt, bereitet es Schwierigkelten,
ein grobkörniges Produkt einer Teilchengröße von beispielsweise 1JO μπι herzustellen. Wenn dagegen
die durchschnittliche Teilchengröße des rückgelührten Impfguts über 90 μηι liegt, bereitet es Schwierigkeiten,
> Infolge einer zu geringen Oberlläche des rückgelührten Implguts eine wirtschaftliche Fällungsgeschwlndlgkelt
sicherzustellen.
Unter einem in der ersten Fällungsstute zu verwendenden »Füllungstank, In dem eine praktisch vollständige
ι» Vermischung erfolgt«. Ist ein mit Rührflügeln ausgestatteter
Ruhrtank oder ein mechanischer oder pneumatischer Rührtank mit einem Saugrohr, wie er auch bisher
auf dem einschlägigen technischen Gebiet verwendet wurde, zu verstehen. In einem solchen Tank läßt sich
i> über das gesamte Tankinnere hinweg eine praktisch
gleichmäßige Aufschlämmungskonzentratlon erreichen.
In der zweiten Fällungsstufe des erlindungsgemäßen Verfahrens wird beispielsweise ein In Flg. 2 dargestellter
Fällungstank vom Wachstumstyp verwendet. Die In auf-
:<> geschlämmter Form vorliegende Natrlumalumlnatlösung
wird dem Tank aus der ersten Fällungsstufe zugeführt und dann so lange reagieren gelassen, bis das Molverhältnis
Na2O/AI2Oi einen Wert von 2,6 oder darüber angenommen
hat. Dabei wird die Konzentration der Natrium-
:> alumlnatlosung an festem Aluminiumhydroxid auf 400
bis 1500 g/l gehalten. Die Temperatur beträgt 45° bis
65° C. Wenn die Konzentration an festem Aluminiumhydroxid
In einem Fällungstank vom Wachstumstyp unter 400 g/l liegt, sinkt die Kolltsionshäuflgkeit zwlsehen
den festen Körnchen, so daß weniger leine Körnchen entstehen, d. h. man erhält lediglich ein grobkörniges
Aluminiumhydroxid der großen Größe von Primärkristallen, d. h. ein Aluminiumhydroxid geringer Zerfallbeständlgkelt
zu einem Pulver bei der Calclnlerung.
i) Wenn andererseits die Konzentration an festem Aluminiumhydroxid
1500 g/l übersteigt, läßt sich die Aufschlämmung
nur noch schwierig handhaben.
Ais Fäiiungstank vom Wachstumstyp kann man In der
zweiten Fällungsstufe praktisch jeden Tank verwenden,
■»•ι sofern er Im Inneren und auf seiner Außenseite so gebaut
Ist, daß eine überstehende Flüssigkeit aus einer Zon<*
überstehender Flüssigkeit und eine Aufschlämmung von festem Aluminiumhydroxid aus einer dicken Schlammzone
abgezogen werden könne, so daß das gefällte feste Aluminiumhydroxid länger In dem Tank verbleiben
kann als die In demselben Tank befindliche Natriumalumlnallösung.
Vorrichtungen dieses Typs sind beispielsweise aus den JP-OS 22 893/73, 58 458/74 und
I 36 121/80 bekannt.
Bei einer anderen Ausfuhrungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens kann eine ein Molverhältnis Na2O
(ausgedrückt als Natriumhydroxid) zu Al2Oj von weniger
als 1,8 aufweisende, übersättigte Natriumalumlnatlösung
vorher in zwei Ströme aufgeteilt werden. Einer der Ströme kann dann mit einem Teil des rückgeführten körnigen
Impfalumlniumhydroxids versetzt und so lange reagieren gelassen werden, bis das Molverhältnis
Na1O/Al2Oj einen Wert von 1,8 oder mehr, jedoch weniger
als den Endwert der ersten Fällungsstufe (2,0 bis 2,4)
b0 angenommen hat. Danach kann die einer Teilreaktion
unterworfene, in aufgeschlämmtem Zustand vorliegende Natrlumaluminatlösung mit dem anderen Strom (der
ursprünglichen Natriumalumlnatlösung) gemischt werden, wobei letzteres soweit abgekühlt wurde, daß die
bl Temperatur des einer Teilreaktion unterworfenen Stroms
der in aufgeschlämmter Form vorliegenden Natriumaluminatlösung
nach Zugabe um mindestens 3° C sinkt. Zu diesem Zeltpunkt wird auch die restliche Portion an
rückgelührtem, körnigem Implalumlnlumhydroxld zugesetzt. Dieses Vorgehen wird bevorzugt, da sich der Grad
an Übersättigung der Aufschlämmung ausreichend steigern läßt. Dies hat zur Folge, daß man nach der Reaktion
ein höheres Molverhaitnls erreicht und daß die Reak- >
tlonsausbeute steigt.
Aul diese Welse wird die Fällung In der ersten Fällunp'Mule
fortgesetzt, bis das Molverhältnis NajO/AI1O1
der Nitrlumalumlnatlösung einen Wert von 2,0 bis 2,4
angenommen hat. Die hierbei In Form =lner Aufschlämmung
erhaltene Lösung wird dann In der zweiten Fällungsstufe
so lange reagieren gelassen, bis das Molverhaitnls 2,6 übersteigt. Die dann angefallene Natrlumalumlnataul'schlämmung
wird In üblicher bekannter Welse
einer Reihe von Klassierungsvorrichtungen zugeführt. Das Aluminiumhydroxid mit der gröbsten Körnung
erhält man als Ablauf aus einer ersten Klassierungsvorrichtung 37. Es wird gewaschen und calcinlert, wobei
man grobkörniges Aluminiumoxidprodukt erhält. Der Überlauf aus der ersten Klasslervorrichtung 37 wird einer λ>
weiteren Klasslervorrichtung 38 zugeführt. In dieser erfolgt eine Klassierung zu einem einkörnigen Aluminiumhydroxid
als Ablauf aus der Klasslervorrichtung und einer Alumlnatlösung als Überlauf. Der Überlauf kann
erforderlichenfalls zur weiteren Klassierung einer weiteren Klasslervorrichtung 39 oder einer Bauxitdlgerlerung
als Rücklaul'natrlumalumlnatlösung über eine Leitung 21
zugeführt werden. Andererseits kann der Ablauf vollständig oder teilweise als körniges Implalumlnlumhydroxld
In die erste Fällungsstufe rückgeführt werden.
7 .isammenfassend werden erfindungsgemäß folgende
Vorteile erreicht:
1. Da durch den Zusatz von feinkörnigem Aluminiumhydroxid als Impfgut die Beimpfungsaktlvltät dau- ]5
ernd konstant gehalten werden kann, erhält man ein Alumlnlumhydroxidprodukt praktisch gleichmäßiger
Korngröße, d. h. man erhält kontinuierlich ein stabiles Produkt.
2. Selbst wenn das erhaltene Alumlnlumhydroxldpro- 4Ü
dukt einer drastischen Calclnlerung unterworfen wird, kommt es nur zu einem geringen Zerfall, zu
einem feinen Pulver. Somit kann die Calclnleranlage kleiner dimensioniert und der Brennstoffverbrauch,
z. B. der Schwerölverbrauch, gesenkt werden.
3. Da die zweite Fällungsstufe bei niedriger Temperatur
gefahren wird als eine übliche Fällung zur Herstellung von sandigem Aluminiumoxid, läßt
sich nach beendeter Umsetzung das Molverhältnis erhöhen.
4. Da die Primärkorngröße des als Impl'gut verwendeten
Alumlnlumhydroxlds gering Ist, Ist seine Oberfläche
groß, so daß ein hoher Alumlnlumhydroxldfällgrad erreicht wird.
5. Der Fällgrad läßt sich durch Verwendung von Fälltanks
vom Wachstumstyp bei hohen Feststoffkonzentrationen deutlich steigern.
Erfindungsgemäß können Infolge Verwendung von Fällungstanks vom Wachstumstyp bei Einhaltung spezieller
Bedingungen sowie durch Verwendung des geblldeten
feinkörnigen Aluminiumhydroxids als rückgeführtes Impfaluminlumhydroxid sowohl das Gleichgewicht
der Körnerzahl als auch die entstandene Korngröße recht gut stabilisiert werden.
Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens laßt sich die Menge an feinkörnigem Impfgut geeigneterweise einstellen, indem man das
Gleichgewicht der Körnerzahl ermittelt oder die Primärkorngröße von IO bis 30 μηι In der ersten Failungsstule
mittels einer Zählvorrichtung oder eines Elektronenmikroskops überwacht. Es brauch nicht besonders darauf
hingewiesen werden, daß man In der ersten Fällungsstule erforderlichenfalls auch eine geringe Menge eines
getrennt zubereiteten Alumlnlumhydroxlds entsprechend den Lehren der DE-OS 30 30 631 mitverwenden kann.
Eine 72° C heiße und ein Molverhältnis Na2O/AI2O)
von 1,6 aufweisende Natrlumalumlnatlösung (Na2O: 110g/l) wird entsprechend dem In Flg. 1 dargestellten
Fließschema durch die Leitung 1 dem Verfahren zugeführt und Im Verhältnis 1 : 1 In zwei Ströme aufgeteilt.
Ein Strom wird über die Leitung 2 zum Fälltank 31, die
andere über eine Leitung 3 zu einer Kühlvorrichtung 40
geleitet.
Dem Fälltank 31 wird ferner über die Leitung 4 eine
Natrlumalumlnataufschlämmung mit 700 kg/m' rückgeführten
Impfalumlnlumhydroxlds In einer Menge von 0,003 m'/h zugeführt.
Die gesamte Verweilzelt In den Fällungstanks 31 und
32 beträgt etwa 25 h. Die gefälltes Aluminiumhydroxid enthaltende Natrlumalumlnataufschlämmung, die über
eine Leitung 6 abgezogen wird, besitzt eine Tempsratur von 70° C und ein Molverhältnis von 2,27.
Andererseits wird der der Kühlvorrichtung 40 über die
Leitung 3 zugeleitete Strom der Natrlumalumlnatlösung In der Kühlvorrichtung 40 auf 58° C gekühlt und dann
über eine Leitung 7 dem Fällungstank 33 zugeführt. In den Fällungstank 33 wird ferner über eine Leitung 8 mit
einer Geschwindigkeit von 0,0074 mVh eine Aufschlämmung mit rückgeführtem Impfaluminlumhydroxid derselben
Zusammensetzung, wie sie auch dem Fällungstank 31 zugeführt wird, eingeleitet. Die Temperatur der
im Fällungstank 33 enthaltenen Natrlumalumlnataufschlämmungsmischung
sinkt auf etwa 63° C. Die Verweildauer In den Fällungstanks 33 und 34 beträgt etwa
17 h. Die über eine Leitung U abgezogene Natrlumalumlnatlösung
besitzt ein Molverhältnis von 2,50.
Danach wird die Natrlumaluminatlösung In Fonn einer Aufschlämmung den Fällungstanks 35 und 36 vom
Wachstumstyp (vgl. Flg. 2) zugeführt. In den Wachstumstanks 35 und 36 herrscht Im jeweiligen Schlammabschnitt
eine Feststoffkonzentration von etwa 650 g/l. Die Verweilzelt der Natrlumalumlnatlösung beträgt etwa
16 h. Die Verweilzeit des festen Alumlnlumhydroxlds beträgt etwa 75 h. Die über eine Leitung 14 abgezogene
Natrlumaluminataul'schlämmung besitzt eine Temperatur von 57° C und ein Molverhältnis von 3,21.
Die abgelassene Natrlumalumlnataufschlämmung wird üun einer Klassiervorrichtung 37 zugeführt, um das feste
Aluminiumhydroxid In ein grobkörniges Gut und ein feinkörniges Gut zu klassleren. Das das gewünschte Endprodukt
bildende grobkörnige Aluminiumhydroxid wird über die Leitungen 16 und 25 abgezogen. Das feinkörnige
Aluminiumhydroxid wird als Impfaluminlumhydroxid, wie beschrieben, durch die Leitung 24 ruckgeführt. Der
Überlauf aus der Klasslervorrichtung 37 wird Klasslervorrichtungen
38 und 39 zugeleitet, um festes Aluminiumhydroxid von Alumlnatflüssigkelt zu klassleren und
abzutrennen. Der Ablauf aus den Klasslervorrlchtungen 38 und 39 wird über Leitungen 18, 23 bzw. 20 als Imptaluminiumhydroxld
rückgeführt.
Das aus der Klasslervorrichtung 37 abgezogene grobkörnige
Aluminiumhydroxid wird gewaschen und In einem klelndimenslonierten Ofen mit SchnellcalciniervoiTlchtung
vom Zyklontyp calciniert. Eine Messung der
OZ UD 1 1 \J
Korngrößenverteilung des erhaltenen Alunilnlumoxlds ergibt die In der spater folgenden Tabelle aufgeführten
Werte.
Verglelchsbelsplel
Entsprechend dem Beispiel wird gefülltes Aluminiumhydroxid
hergestellt, wobei jedoch anstelle der 2 Füllungstanks vm Wachstumstyp nach dem Füllungstank
34 vier In Reihe geschaltete Füllungstanks vom
Wachstumstyp vorgesehen werden.
Die über die Leitung 14 nach beendeter Fällung abgelassene,
In der Aluminlumhydroxldaulschlümmung enthaltene Natrlumalumlnatlösung besitzt eine Temperatur
von 54° C und ein Molverhältnis von 3,53. Die Korngrößenverteilung
des körnigen Alumlnlumhydroxlds findet sich In der folgenden Tabelle. Aus der Tabelle geht hervor,
daß man nur Im Rahmen des Verfahrens gemäß der Erfindung ein grobkörniges Aluminiumhydroxid hoher
Zerfallbeständlgkelt zu einem Pulver beim Calcinieren erhält. Das bei Durchführung des Verglelchsbelsplels
erhaltene körnige Aluminiumhydroxid besitzt eine geringere Korngröße und zeigt nicht die physikalischen Eigenschaften,
die für ein grobkörniges Aluminiumhydroxid
erforderlich sind.
2(1
KorngröUe
in mm
in mm
+ 0,147
+ 0,104
+ 0,074
+ 0,044
+ 0,104
+ 0,074
+ 0,044
Beispiel
Aluminiumhydroxid %
Aluminiumhydroxid %
Vergleichsbeispiel
Aluminium- Aluminium
Aluminium- Aluminium
oxid '
1,2
27,2
80.0
97.0
80.0
97.0
0,2
16,3
69,7
95,1
16,3
69,7
95,1
hydroxid 11O
0,8
12,2
53,1
84,3
12,2
53,1
84,3
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid durch kontinuierliche Fällung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid aus einer bei der Durchführung des Bayer-Verfahrens angefallenen und ein Molverhaitnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu Al2O3 von weniger als 1,8 aufweisenden übersättigten Natriumalumtnatlösung, wobei man In einer ersten Fällungsstufe rückgeführtes Impfalumlnl- !O umhydroxid In einer Menge von 30 bis 150 kg auf 1 m3 Lösung zusetzt und dabei die beimpfte Lösung unter Aufrechterhaltung einer Lösungstemperatur von 65° bis 80° C bis zur Einstellung eines Molverhältnisses Na2O/AI2Oj von 2,0 bis 2,4 reagieren läßt, wonach in einer zweiten Fällungsstufe unter Aufrechterhaltung einer Temperatur von 45 bis 65° C die Lösung in aufgeschlämmtem Zustand reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na2O/AI2Oj mindestens 2,6 beträgt, und schließlich In einer dritten Stufe die In Form einer Aufschlämmung vorliegende Natriumalumlnatlösung einer Klassiilzlerungsvorrlchtung zugeführt wird, um darin die gefällten Aluminiumhydroxidkörner in grobkörniges Aluminiumhydroxid als gewünschtes Endprodukt und feinkörniges Aluminiumhydroxid zu klassifizieren, und das feinkörnige Aluminiumhydroxid als Imf!aluminiumhydroxid rückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß In der ersten Fällungsstufe das rückgeführte Impfaluminlumhydroxld mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 50 bis 90 μηι der übersättigten Natrlumaluminativjsung zugeführt wird, wobei sich diese in einem Fälltank befindet, In w-r'chem eine praktisch vollständige Vermischung stattfindet und daß In der zweiten Fällungsstul'e die In der r-sten Fällungsstufe In Form einer Aufschlämmung angefallene Natrlumalumlnatlösung höchstens drei In Reihe geschalteten Fällungstanks, In denen ein Kristallwachstum erfolgen kann, zugeführt wird, wobei In den In Reihe geschalteten Fällungstanks die Feststoffkonzentration an gefälltem Aluminiumhydroxid In der In aufgeschlämmter Form vorliegenden Natrlumalumlnatlösung bei 400 bis 1500 g/l gehalten wird.
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