DE3030631C2 - Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem AluminiumhydroxidInfo
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Description
wesentlichen bei den verschiedenen nachfolgenden Rehandlungen, wie dem Sprühtrocknen und der
pneumatischen Förderung, kaum zu einem feinen Pulver zerteilt Daraus resultieren gute physikalische Eigenschaften.
Es wurde allerdings überraschenderweise gefunden, daß sie dennoch gewisse Nachteile aufweisen,
wenn sie in einem Gasstrom oder im Fließzustand calciniert werden, so z. B. in Calcinierungsöfen des
pneumatischen Typs, des Zyklonvorerhitzerrotations-, Fließbett- oder Zykonvorerhitzervertikal-Typs. Sie
zerfallen hierbei leicht zu einem feinen Pulver. Dabei gehen die wünschenswerten Eigenschaften der groben
Körner des Aluminiumhydroxids verloren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren so weiterzubilden,
daß eine wirtschaftliche Herstellung grobkörnigen AJuminiumhydroxids mit geringerer Neigung zum
Zerfali zu einem feinen Pulver beim Calcinieren und in hoher Ausbeute möglich ist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß neben dem rückgeführten Impfaluminiumhydroxid
pro m3 Natriumaluminatlösung 6,05 bis 2 kg feinkörnigen
Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als 10 μπι als Impfmittel einem
der Ströme der Natriumaluminatlösung einverleibt werden, dieser Strom A) der Natriumaluminatlösung so
lange reagieren gelassen wird, bis sein Molverhältnis Na2O/Al2O3 zwischen 1,8 und 2,6 liegt zu der hierbei
erhaltenen Natriumaluminataufschlämmung der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der bis auf eine
ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6
aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung um mindestens 3° C zu erniedrigen, und rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung zugegeben
werden und dann die gekühlte Natriumaluminataufschlämmung bei einer Temperatur von nicht mehr als
700C reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na2(VAI2Os der Mischung einen Wert von 2,6 bis 4,0
erreicht hat.
Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf verschiedenen Erkenntnissen. So wurden intensive Studien
unternommen, um den Mechanismus des Zerfalls des grobkörnigen Aluminiumhydroxids, wenn es in einem
Gasstrom oder in einem Wirbelzustand calciniert wird, aufzuklären. Es wurde festgestellt, daß der Zerfall zu
einem feinen Pulver von der Dehydratation und/oder der Abschreckung abhängt, die hauptsächlich bei der
Umsetzung des grobkörnigen Aluminiumhydroxids zum wasserfreien Aluminiumoxid und/oder bei der Umsetzung
des wasserfreien Aluminiumoxids zum «-Aluminiumoxid auftreten. Des weiteren hängt der nachieilige
Zerfall von den mechanischen Einwirkungen auf die Körner bei der erwähnten Umsetzung ab, d. h., von dem
Aufprall der Körner gegen die Behäiterwände und/oder dem Aufprall der Körner aufeinander. Wenn die Bildung
von grobkörnigem Aluminiumhydroxid auf einem Kristallwachstum beruht und die Anfangskörnung groß
ist, was für das vorstehend beschriebene bekannte Verfahren gilt, dann erscheinen größere Risse bei der
Dehydratation. Ein beträchtlicher Zerfall zu einem feinen Pulver tritt aufgrund der Abschreckung und/oder
der mechanischen Einwirkung auf, wohingegen eine sehr gute Beständigkeit gegen den Zerfall zu einem
feinen Pulver erzielt werden kann, wenn die Kristalle, die das grobkörnige Aluminiumhydroxid aufbauen, eine
koagulierte Masse der Anfangskörner, die hauptsächlich eine Korngröße von 10 bis 30 μπι haben, sind.
·■■■ Ausgangspunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist die eingangs erwähnte übersättigte Natriumalumi-' natlösung, die im Verhältnis von 30 bis 70 zu 70 bis 30
5 VoL-% in zwei Ströme aufgeteilt wird. Bevorzugt wird
; das Verhältnis von 40 bis 60 zu 60 bis 40 VoL-%. Wenn das Verhältnis unter 30 VoL-% li-egt, wird das
: Molverhältnis Na2O/Al2O3 in der Natriu.Tialuminatmischaufschlämmung
nachteilig herabgesetzt was sich i'i in der übermäßigen Bildung feinkörnigen Aluminiumhy-'
droxids niederschlägt Wenn der Wert von 70 Vol.-% :i überschritten wird, dann steht eine zu .geringe Menge
des für das Abkühlen vorgesehenen anderen Stroms zur Verfügung. Dann ist es schwierig, die Temperatur der
Γι· Natriumaluminatmischaufschlämmung in dem gewünschten
Umfange herabzusetzen. -:. Als rückgeführtes Aluminiumhydroxid wird im allgemeinen eine Fraktion feinkörnigen Aluminiumhydroxids,
das durch Klassieren des nach dem Bayer-Ver- 2<> fahren erhaltenen ausgefällten Aluminiumhydroxids
'erhalten worden ist eingesetzt.
Hierbei handelt es sich im allgemeinen um eine • Fraktion, die mindestens 10 Gew.-% Körner enthält, die
•'durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten. Die Menge an rückgeführten Aluminiumhydroxid
beträgt etwa 30 bis 150 kg/m3 der Natriumaluminatlösung.
Wenn die Menge des hinzugegebenen rückgeführten Impfaluminiumhydroxids weniger als 30 kg/m3 beträgt,
jo werden feine Körner des Aluminiumhydroxids (aufgrund
von Kristallkeimbildung) zu stark erzeugt, so daß grobkörniges Aluminiumhydroxid nicht in der gewünschten
Menge erhalten wird. Wenn die Menge 150 kg/m3 überschreitet, tritt geringe Kristallkeimbildung
und Kristallwachstum der Anfangskörner auf. Die Beständigkeit des Aluminiumhydroxids gegen Zerfall zu
einem feinen Pulver wird dadurch verschl echtert.
Des weiteren wird feinkörniges Aluminiumhydroxid einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als
10 μίτι als Impfmittel einem der Ströme der Natriumaluminatlösung
einverleibt. Dieses Aluminiumhydroxid wird in einer Menge von 0,05 bis 2 kg/m3 Natriumaluminatlösung
hinzugegeben. Wenn die Menge von 0,05 kg/m3 unterschritten wird, dann ist der Effekt der
Bildung feiner Kornkeime so schwach, daß die angestrebte koagulierte Körnermasse nicht erhalten
wird. Wird dieses feinkörnige Aluminiumhydroxid in einer Menge von mehr als 2 kg/m3 verwendet, dann
führt das zu einem Aluminiumhydroxid kleinerer Korngröße.
Da der Ausfällungsmechanismus (Kristallkeimbildung, Agglomerierung und Kristallwachstumj von der
Temperatur, dem erwähnten Molverhältnis und der Zusammensetzung der nach dem Bayer-Verfahren
erhaltenen Natriumaluminatlösung abhängt, ist eine schnelle Bestimmung der optimalen Menge des
feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als ΙΟμιη, das als
Impfmittel zusammen mit dem rückgeführten feinkörni- *>o gen Impfaluminiumhydroxid verwendet wird, erforderlich.
Die Beziehung zwischen den obigen Größen können ohne weiteres durch vorausgehende Versuche
ermittelt werden. Das zusätzlich eingesetzte feinkörnige Aluminiumhydroxid kann dann der Natriumaluminatlösung
aufgrund der Ergebnisse dieser Versuche als Impfmittel zugegeben werden. So kann bei einem
praktischen Anwendungsfall des Verfahrens die Menge des feinkörnigen Impfmittels in geeigneter Weise
eingeregelt werden, indem das Gleichgewicht der Körnerzahl 'durch Auszählen ermittelt wird oder die
Anfangskorngröße von 10 bis 30 μπι mittels eines
Messerzählgeräts oder eines Elektronenmikroskops aufrechterhalten bzw. kontrolliert wird.
Für die Zwecke der Erfindung kann jedes beliebige feinkörnige Aluminiumhydroxid als zusätzliches Impfmittel
verwendet werden, so lange seine durchschnittliche Korngröße weniger als 10 μΐη beträgt. Feinkörniges
Aluminiumhydroxid, das durch Abkühlen und/oder Zugabe von Aluminiumhydroxidgel zu einer übersättigten
Natriumaluminatlösung hergestellt worden ist, wird bevorzugt.
Wenn die durchschnittliche Korngröße des feinkörnigen Aluminiumhydroxids weniger als 10 μπι beträgt,
dann wird die angestrebte Wirkung bezüglich der Einleitung der Keimbildung nicht erzielt. Die Neigung
der Körner zu Agglomerierung wird verschlechtert. Selbst wenn diese Agglomerierung auftritt, wird die
Agglomerierung des Impfaluminiumhydroxids zu groben Körnern nachteilig herabgesetzt.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Strom A) in der ersten Ausfällungsstufe
im allgemeinen zwischen 65 und 8O0C gehalten. In der ersten Ausfällungsstufe wird der beimpfte Strom A) so
lange reagieren gelassen, bis sich darin das Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 1,8 bis 2,6 eingestellt hat. Wenn
dieses Molverhältnis weniger als 1,8 beträgt, dann wird das Molverhältnis in der Natriumaluminatmischaufschlämmung,
die bei einer Temperatur von nicht mehr als 7O0C reagieren gelassen wird, herabgesetzt. Dadurch
wird eine große Menge an feinkörnigem Aluminiumhydroxid gebildet. Andererseits ist es nicht wirtschaftlich,
das Ausfällen bis zu einem solchen Grad durchzuführen, daß der Wert des Molverhältnisses von 2,6 überschritten
wird, da dazu viel Zeit erforderlich ist.
Wie weit der Strom B) der Natriumaluminatlösung abgekühlt wird, hängt von dem Verhältnis der Menge
des Stroms A) zu dem des Stroms B) ab. In jedem Falle muß der Strom B) auf eine Temperatur abgekühlt
werden, die niedrig genug ist, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6 aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung
um mindestens 3°C herabzusetzen. Bevorzugt wird ein Herabsetzen um mindestens
5° C, wobei ein Herabsetzen der Temperatur von mindestens 7°C ganz besonders bevorzugt wird. Eine
Temperaturdifferenz von weniger als 3°C führt nicht zu
einem zufriedenstellenden Übersättigungsgrad in der Natriumaluminatmischaufschlämmung. Darüber hinaus
ist das endgültige Molverhältnis, das in dem Verfahrensprodukt erhalten wird, in einem solchen Fall niedrig. Mit
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tion kaum wirksam verbessert wird.
Zum Kühlen des Stroms B) der Natriumaluminatlösung können Sprühbehälter, Wärmeaustauscher des
Platten-Typs oder des Röhren-Typs verwendet werden. Der abgekühlte Strom B) der Natriumaluminatlösung
wird dann mit dem Strom A) der Aluminatlösung, die bis zu dem genannten Molverhältnis reagieren gelassen
wurde, vermischt Das Vermischen kann an einer Stelle oder an einer Vielzahl von Stellen in verschiedener
Weise erfolgen.
Es folgt die zweite Ausfällungsstufe, bei der rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid in einer Menge
von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung
zugegeben werden.
Wenn die Menge des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids bei dieser zweiten Ausfällungsstufe weniger
als 30 kg/m3 beträgt, dann wird die Ausfällung des Aluminiumhydroxids nicht stark verbessert, obwohl sie
auch von der Temperatur und dem Molverhältnis Na2O/Al2C>3 der zu behandelnden Natriumaluminatmischaufschlämmung
abhängt. Das Kristallwachstum wird gefördert oder es tritt im Gegensatz dazu eine
stärkere Kristallkeimbildung auf. Die angestrebte koagulierte Masse kristalliner Aluminiumhydroxidkörner
wird nicht erhalten. Wenn andererseits die Menge
ίο des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids 150 kg/m3
überschreitet, wird der Wirkungsgrad der Ausfällung nicht entsprechend erhöht. Die Menge des der
Natriumaluminataufschlämmung zugeführten Impfmittels wird jedoch angehoben. Daher ist die Verwendung
einer größeren Vorrichtung erforderlich, was unwirtschaftlich ist.
Die Zugabe des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids in der zweiten Ausfällungsstufe kann nicht nur an
einer Stelle, sondern an einer Vielzahl von Stellen erfolgen. So kann die Ausfällungsstufe in eine Vielzahl
von Stufen innerhalb des vorgenannten Bereiches der Menge des rückgeführten Impfmittels aufgeteilt werden.
Ein Teil des feinkörnigen Aluminiumhydroxids, das bei der ersten Ausfällungsstufe eingesetzt wird, kann
auch in der zweiten Ausfällungsstufe hinzugegeben werden. Gewöhnlich kann das gleiche rückgeführte
Impfaluminiumhydroxid, das in der ersten Ausfällungsstufe verwendet werden, hinzugegeben werden. Jedoch
kann das rückgeführte Impfaluminiumhydroxid im voraus in grobe und feine Körner klassiert werden. Die
feinen Körner und die groben Körner können der ersten bzw. der zweiten Ausfällungsstufe zugeleitet werden.
In der zweiten Ausfällungsstufe wird die Menge an Impfaluminiumhydroxid angehoben. Die Natriumaluminataufschlämmung,
in der bereits eine teilweise Ausfällung abgelaufen ist, wird abgekühlt, indem der
abgekühlte Strom B) der klaren Natriumaluminatlösung und das rückgeführte Impfaluminiumhydroxid zu der
Natriumaluminataufschlämmung gegeben werden, wodurch der Übersättigungsgrad der Natriumaluminatmischaufschlämmung
und auch der Ausfällungsgrad angehoben werden. Das bedeutet, daß die Natriumaluminatmischaufschlämmung
so lange reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na2CVAl2Oa der Mischung
einen Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat, was in einer kurzen Zeitdauer erfolgen kann.
In der zweiten Ausfällungsstufe wird die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung bei einer Temperatur
von nicht mehr als 700C reagieren gelassen, vorzugsweise bei einer Temperatur von 50 bis 65° C.
Anschließend wird das Verfahrensprodukt nach herkömmlichen Verfahren weiterverarbeitet
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf verschiedene Zeichnungen noch
näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Fließdiagramm einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 2 eine mikroskopische Aufnahme, die den kristallinen Zustand des erfindungsgemäß erhaltenen
Aluminiumhydroxids zeigt und
Fig.3 eine mikroskopische Aufnahme, die den kristallinen Zustand eines in herkömmlicher Weise
erhaltenen Aluminiumhydroxids wiedergibt
Nach F i g. 1 wird eine klare Natriumaluminatlösung.
die durch alkalischen Aufschluß von Bauxit erhalten wurde und durch eine Leitung 1 eingeleitet wird, in zwei
Ströme aufgeteilt Ein Strom A) wird über eine Leitung 2 zu dem Ausfällungsbehälter 31 geführt während der
andere Strom B) über eine Leitung 3 einem Kühler 34 zugeführt wird.
Das Verhältnis der Menge des Stroms A) zu der des Stroms B) wird auf 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-%
eingeregelt.
Der Strom A), der dem Ausfällungsbehälter 31 der ersten Ausfällungsstufe über die Leitung 2 zugeführt
wird, wird teilweise durch das feinkörnige Impfaluminiumhydroxid, das über die Leitung 4 zugeführt wird, und
rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid, das über die Leitung 5 zugeführt wird, reagieren gelassen. Das über
die Leitung 4 zugeführte Impfmittel ist ein feinkörniges Aluminiumhydroxid, das gesondert durch spontanes
Ausfällen aus einer Natriumaluminatlösung durch Kühlen erhalten worden ist, oder ein feinkörniges
Aluminiumhydroxid, das separat durch Ausfällung aus einer Natriumaluminatlösung durch Zugabe von Aluminiumhydroxidgel
erhalten worden ist. Als rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid, das dem Ausfällungsbehälter
31 über die Leitung 5 zugeführt wird, wird Aluminiumhydroxid über eine Leitung 21 zur Verfügung gestellt,
das gewöhnlich mindestens 10 Gew.-% Körner enthält, die durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von
0,044 mm treten, und das durch Klassieren einer Aluminiumhydroxidaufschlämmung, die über eine Leitung
12 abgezogen worden ist, in Klassierern 36,37 und 38 hergestellt worden ist, um angefallenes Aluminiumhydroxid
zu entfernen.
Die Natriumaluminataufschlämmung, die das ausgefällte Aluminiumhydroxid enthält, wird aus dem
Ausfällungsbehälter 31 über eine Leitung 6 in einen Ausfällungsbehälter 32 abgezogen und des weiteren bis
zum einem Molverhältnis Na2O/Al2O3 von 1,8 bis 2,6
reagieren gelassen. Die Natriumaluminataufschlämmung wird dann in einen Ausfällungsbehälter 33 der
zweiten Ausfällungsstufe über eine Leitung 7 geführt Der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der
durch die Leitung 3 geführt und durch den Kühler 34 abgekühlt worden ist, wird über die Leitung 8 dem
Ausfällungsbehälter 33 zugeführt. Des weiteren wird der Ausfällungsbehälter 33 über eine Leitung 9 mit
rückgeführtem Impfaluminiumhydroxid beschickt. Gewöhnlich wird das durch die Leitung 21 eingebrachte
Impfaluminiumhydroxid davon abgezweigt und über die Leitung 9 dem Ausfällungsbehälter 33 als rückgeführtes
Impfaluminiumhydroxid zugeführt.
Die Natriumaluminataufschlämmung, die über die Leitung 7 eingebracht wird, wird mit der abgekühlten
Natriumaluminatlösung, die durch die Leitung 8 geführt wird, und dem rückgeführten Impfaluminiumhydroxid,
das über die Leitung 9 dem Ausfällungsbehälter 33 zugeführt worden ist, gemischt, wodurch die Temperatur
der Natriumaluminataufschlämmung herabgesetzt wird. Dadurch wird der Obersättigungsgrad angehoben.
Das führt zu einer beträchtlichen Anhebung des Ausfällungsgrades.
Die Natriumaluminataufmischaufschlämmung, die des weiteren in dem Ausfällungsbehälter 33 reagieren
gelassen wird, kann einer Reihe von nachfolgenden Ausfällungsbehältern (in der Zeichnung nicht gezeigt)
über verschiedene Leitungen zugeführt werden, um ein weiteres Ausfällen zu bewirken. Die derartig behandelte
Natriumaluminatmischaufschlämmung wird schließlich über eine Leitung 11 einem Ausfällungsbehälter 35
zugeführt und dort bis zu einem Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 2,6 bis 4,0 weiter reagieren gelassen.
Die Natriumaluminiummischaufschlämmung wird von dem Ausfällungsbehälter 35 abgezogen und über
eine Leitung 12 zu einer ersten Klassierung einem Klassierer 36 zugeführt. Die gröbsten Körner des
Aluminiumhydroxids werden aus dem Unterlauf des
,. Klassierers 36 erhalten und über Leitungen 13 und 22 abgezogen, um diese nachfolgend zu waschen und zu
calcinieren (in der Zeichnung nicht gezeigt).
Der Überlauf des Klassierers 36 wird einem Klassierer 37 über eine Leitung 14 zugeführt, um feine
Körner des Aluminiumhydroxids als Unterlauf und eine
ίο Natriumaluminatlösung als Überlauf abzutrennen. Der
Überlauf wird einem Klassierer 38 über eine Leitung 15 zugeführt, um sehr feine Körner des Aluminiumhydroxids
als Unterlauf und eine Natriumaluminatlösung als Oberlauf in der gleichen Weise wie in den Klassierern 36
und 37 abzutrennen.
Das über die Leitungen 16 und 18 abgezogene ausgefällte Aluminiumhydroxid wird ganz oder teilweise
über die Leitung 21 den Ausfällungsstufen zugeführt und darin als rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
verwendet. Andererseits wird der Überlauf des Klassierers 38 über eine Leitung 17 zur Verwendung als
alkalische Lösung zum Auflösen von Bauxit rückgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeigt folgende
Vorteile:
Selbst wenn das angefallene Aluminiumhydroxid einem Schnellcalcinieren unterzogen wird, tritt lediglich
ein geringer Zerfall des feinen Pulvers auf. Somit kann eine kleinere Calciniereinrichtung verwendet und damit
Brennstoff, wie Schweröl, eingespart werden. Da die Aktivität des Aluminiumhydroxid-Impfmittels stets
durch die Zugabe des feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als
10 μηη konstant gehalten werden kann, läßt sich Aluminiumhydroxid mit im wesentlichen gleichmäßiger
Korngröße erhalten. Es wird demzufolge kontinuierlich ein stabiles Produkt gewonnen. Da die zweite
Ausfällungsstufe bei niedrigerer Temperatur als beim herkömmlichen Ausfällen zur Gewinnung sandförmigen
Aluminiumoxids durchgeführt werden kann, kann das Molverhältnis am Ende der Ausfällungsreaktion verbessert
werden. Aufgrund der anfänglichen kleinen Korngröße des Impfaluminiumhydroxids liegt eine
große Impfmitteloberfläche vor. Daraus resultiert ein hoher Ausfällungsgrad des Aluminiumhydroxids.
Eine Natriumaluminatlösung eines Molverhältnisses von 1,6 (Na2O : 110 g/l) wurde bei 700C in einer Menge
von 25OmVh über die Leitung 1 entsprechend dem Füeßdiagramm der F i g. 1 eingeleitet und in einem
Verhältnis von 1 :1 in zwei Ströme aufgeteilt Ein Strom A) wurde über die Leitung 2 dem Ausfällungsbehälter 31
und der andere Strom B) einem Kühler 34 über eine Leitung 3 zugeführt
Der Ausfällungsbehälter wurde des weiteren mit einer Natriumaluminataufschlämmung, die 700kg/m3
rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid mit einem Gehalt von 14 Gew.-% Körnern, die durch ein Sieb einer
lichten Maschenweite von 0,044 mm treten, enthielt, in einer Menge von 12,1 mVh über eine Leitung 5
beschickt Des weiteren erfolgte eine Beschickung mit einer Natriumaluminataufschlämmung, die 130 kg/m3
feinkörniges Aluminiumhydroxid einer durchschnittlichen Korngröße von 5 μΐη als Impfmittel enthielt und
« die durch spontanes Ausfällen mittels Kühlen einer
Natriumaluminatlösung, unabhängig von dem erfindungsgemäßen Verfahren, hergestellt worden war, in
einer Menge von 1,3 mVh über die Leitung 4. Die
ίο
Konzentration des Impfaluminiumhydroxids belief sich indem Ausfällungsbehälter 31 auf etwa 63 kg/m3.
Die gesamte Verweilzeit betrug in den Beschickungsbehältern 31 und 32 etwa 24 Stunden. Die Natriumaluminataufschlämmung,
die ausgefälltes Aluminiumhydroxid enthielt und über eine Leitung 7 abgezogen wurde,
hatte eine Temperatur von 68°C und wies ein Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 2,28 auf.
Andererseits wurde der Strom B) der Natriumaluminatlösung, die über die Leitung 3 dem Kühler 34
zugeführt wurde, dort auf 6O0C abgekühlt und dann über eine Leitung 8 dem Ausfällungsbehälter 33 zugeführt.
Der Ausfällungsbehälter 33 wurde mit einer Natriumaluminataufschlämmung
über die Leitung 9 in einer Menge von 29,6 mVh beschickt, die rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
der gleichen Zusammensetzung, das dem Ausfällungsbehälter 31 zugeführt wurde, enthielt. Die
Temperatur der Natriumaluminatmischaufschlämmung in dem Ausfällungsbehälter 33 wurde auf etwa 63° C
herabgesetzt. Die Verweilzeit betrug in den Ausfällbehältern 33 bis 35 etwa 42 Stunden. Die Natriumaluminatmischaufschlämmung,
die der Leitung 12 entnommen wurde, hatte eine Temperatur von 560C und ein
Molverhältnis Na2O/Al2O3 von 2,9.
Die Menge des ausgefällten Aluminiumhydroxids entsprach etwa 45% des Aluminiumoxidgehaltes der
zugeführten Natriumaluminatlösung. Die Korngrößenverteilung des klassierten Aluminiumhydroxidproduktes,
das über die Leitungen 13 und 22 abgezogen wurde, wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
zusammengestellt. Die mikroskopische Aufnahme des Kristallkorns wird in der F i g. 2 gezeigt.
Vergieichsbeispiel
Zu Vergleichszwecken wurde das Ausfällen nach einem herkömmlichen Verfahren vorgenommen, wobei
dem Ausfällungsbehälter 31 keine Aufschlämmung mit feinkörnigem Aluminiumhydroxid als Impfmittel, sondern
zusätzlich rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
ίο in einer Menge, die der des feinkörnigen Aluminiumhydroxids
entsprach, zugeführt wurde. Des weiteren wurde auch die notwendige Menge an rückgeführtem
Impfaluminiumhydroxid dem Ausfällungsbehälter 33 über die Leitung 9 und dem Ausfällungsbehälter 31 über
die Leitung 5, wie im oben beschriebenen Beispiel, zugeführt. Die weiteren Bedingungen entsprachen
denjenigen des Beispiels.
Die Menge des ausgefällten Aluminiumhydroxids entsprach etwa 43% des Aluminiumoxidgehalts der
zugeführten Natriumaluminatlösung. Die Korngrößenverteilung des durch Klassieren erhaltenen Aluminiumhydroxids
ergibt sich aus der Tabelle. Eine mikroskopische Aufnahme des Kristallkorns zeigt die Fig.3.
Grobkörniges Aluminiumhydroxid wurde von dem Klassierer 36 abgezogen, gewaschen und in einem
kurzen Brennofen des pneumatischen Typs calciniert. Die Korngrößenverteilung des erhaltenen Aluminiumoxids
wurde gemessen. Die Ergebnisse finden sich ebenfalls in der Tabelle.
| Korngröße | Beispiel | Aluminium | Vergleichsbeispiel 1 | Aluminium |
| (Siebmaschen | oxid | oxid | ||
| weite in mm) | Aluminium | Aluminium | ||
| hydroxid | hydroxid | |||
| 0,149 | 3,0 | 1,0 | 1,0 | 0 |
| 0,105 | 31,2 | 25,0 | 35,7 | 6,9 |
| 0,074 | 71,9 | 65,2 | 84,3 | 40,2 |
| 0,044 | 98,8 | 95,5 | 98,0 | 76,3 |
Wie es aus der Tabelle ersichtlich ist, kann erfindungsgemäß grobkörniges Aluminiumhydroxid erhalten werden,
das beim Calcinieren hohe Beständigkeit gegen den Zerfall zu einem feinen Pulver zeigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid aus einer'nach dem Bayer-Verfahren hergestellten und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in Lösung von weniger als 1,8 aufweisenden, übersättigten Natriumaluminatlösung durch Aufteilen derselben in zwei Ströme im Verhältnis 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-°/o, Beimpfen des einen Stroms mit rückgeführtem feinkörnigem Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 Natriumaluminatlösung, Reagierenlassen des beimpften Stroms bis zum Erreichen eines Molverhältnisses NaiO/AfeCb in der Natriumaluminatlösung von 1,8 bis 2,6, Abkühlen ues anderen Stroms der Natriumaluminatlösung auf eine ausreichend niedrige Temperatur, um bei Zugabe zu dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms der Natriumaluminatlösung um mindestens 3°C zu erniedrigen, Zugabe zu dem beimpften Strom der Natriumaluminataufschlämmung und Reagierenlassen der erhaltenen Mischung bis zum Erreichen eines Molverhältnisses Na2O/AI2O3 von mindestens 2,6 sowie Abtrennen, Waschen und Calcinieren des grobkörnigen Produktes, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem rückgeführten ImpfaluiTiiniumhydroxid pro m3 Natriumaluminatlösung 0,05 bis 2 kg feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Kerngröße von weniger als 10 μπι als Impfmittel einem der Ströme der Natriumaluminatlösung einverleibt werden, dieser Strom A) der Natriumaluminatlösung so lange reagieren gelassen wird, bis sein Molverhältnis Na2O/Al2C>3 zwischen 1,8 und 2,6 liegt, zu der hierbei erhaltenen Natriumaluminataufschlämmung der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der bis auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6 aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung um mindestens 3° C zu erniedrigen, und rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung zugegeben werden und dann die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung bei einer Temperatur von nicht mehr als 700C reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na20/AI;>O3 der Mischung einen Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat.Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid aus einer nach dem Bayer-Verfahren hergestellten und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in Lösung von weniger .ils 1,8 aufweisenden, übersättigten Natriumaluminatlösung durch Aufteilen derselben in zwei Ströme im Verhältnis 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-%, Beimpfen des einen Stroms mit rückgeführtem feinkörnigem Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 Natriumaluminatlösung, Reagierenlassen des beimpften Stroms bis zum Erreichen eines Molverhältnisses NazO/A^Ch in der Natriumaluminatlösung von 1,8 bis 2,6, Abkühlen des anderen Stroms der Natriumaluminatlösung auf eine ausreichend niedrige Temperatur, um bei Zugabe zu dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms der Natriumaluminatlösung um mindestens 3" C zu erniedrigen, Zugabe zu dem beimpften Strom der Natriumaluminataufschlämmung und Reagierenlassen der erhaltenen Mischung bis zum Erreichen eines Molverhältnisses Na2(VAl2O3 von mindestens 2,6 sowie Abtrennen, Waschen und Calcinieren des grobkörnigen Produktes. Nach dem bekannten Bayer-Verfahren wird Aluminiumoxid aus Bauxit gewonnen. Danach wird zunächst Bauxit in heißem Alkali behandelt, gewöhnlich bei einer Temperatur von 1300C oder mehr, um Aluminiumoxid dadurch zu extrahieren. Unlösliche Rückstände, wie Eisenoxid, Silikate und Titanoxid, werden aus der erhaltenen Aufschlämmung abgetrennt Zu der klaren, von unlöslichen Resten befreiten Natriumaluminatlösung wird darauf Aluminiumhydroxid als Impfmittel gegeben, um Aluminiumhydroxid bei einer Temperatur von etwa 50 bis 80° C auszuscheiden. Das ausgeschiedene Aluminiumhydroxid wird abgetrennt Ein Teil dieses abgetrennten feinkörnigen Aluminiumhydroxids wird als Impfmittel rückgeführt Das grobkörnige Aluminiumhydroxid wird abgezogen, gewaschen und calciniert, wodurch Aluminiumoxid gebildet wird. Die anfallende Mutterlauge wird als solche oder nach Konzentrierung wieder beim Bauxitaufschluß herangezogen.Das nach dem obigen Verfahren erhaltene Aluminiumoxid wird hauptsächlich als Rohmaterial zur Herstellung von Aluminium verwendet Dieses Rohmaterial wird nach der Korngröße des Aluminiumoxids in zwei Gruppen unterteilt, d.h. es fallen (1) »mehliges« Aluminiumoxid und (2) »sandiges« Aluminiumoxid an, die im allgemeinen mehr als 20 bzw. 10 bis 15 Gew.-% Körner enthalten, die durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten. Aufgrund der^5 fortschreitenden Automatisierung der elektrolytischen Herstellung von Aluminiumoxid hat das sandige Aluminiumoxid ansteigende Bedeutung erlangt. Auch im Hinblick auf Umweltschutzgesichtspunkte ist bei diesem Verfahren der Einsatz des sandigen Aluminium-in oxids vorteilhaft.Aufgrund des ansteigenden Bedarfes an grobkörnigem Aluminiumhydroxid wurden Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung eines derartigen Materials in hoher Ausbeute entwickelt. Ausgegangen wird dabei von einer übersättigten Natriumaluminatlösung, die nach dem Bayer-Verfahren hergestellt worden ist und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in der Lösung von weniger als 1,8 aufweist. Eine derartige Natriumaluminatlösung wird in zwei Ströme aufgeteilt. Zu einem der Ströme wird Aluminiumhydroxid als Impfmittel gegeben. Es folgt ein Reagierenlassen des beimpften Stroms, bis das Molverhältnis Na2O/AbO3 in der Natriumaluminatlösung zwischen 1,8 und 2,6 liegt. Der andere Strom der Natriumaluminatlösung wird auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt, um nach dem Vermischen mit dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms um mindestens 5°C zu erniedrigen. Die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung wird dann so lange reagieren gelassen, bis das Molverhältnis Na2O/AbO3 der Mischung einen Wert von 2,6 bis 3,5 erreicht hat. Dieses Verfahren wird in der JP-OS 44 920/78 beschrieben. Es handelt sich um ein sehr wirtschaftliches Verfahren mit sehr hohem Wirkungsgrad im Hinblick auf die oben geschilderte Reaktion. Die erhaltenen groben Körner des Aluminiumhydroxids sind durch Kristallwachstum entstanden. Sie zeigen daher sehr hohe Festigkeit und werden im
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