[go: up one dir, main page]

DE3030631C2 - Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid

Info

Publication number
DE3030631C2
DE3030631C2 DE3030631A DE3030631A DE3030631C2 DE 3030631 C2 DE3030631 C2 DE 3030631C2 DE 3030631 A DE3030631 A DE 3030631A DE 3030631 A DE3030631 A DE 3030631A DE 3030631 C2 DE3030631 C2 DE 3030631C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium aluminate
aluminum hydroxide
stream
aluminate solution
molar ratio
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3030631A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3030631A1 (de
Inventor
Takuo Harato
Hisakatsu Kato
Yasumi Niihama Shiozaki
Koichi Yamada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Aluminum Smelting Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Aluminum Smelting Co filed Critical Sumitomo Aluminum Smelting Co
Publication of DE3030631A1 publication Critical patent/DE3030631A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3030631C2 publication Critical patent/DE3030631C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/04Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
    • C01F7/14Aluminium oxide or hydroxide from alkali metal aluminates
    • C01F7/144Aluminium oxide or hydroxide from alkali metal aluminates from aqueous aluminate solutions by precipitation due to cooling, e.g. as part of the Bayer process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/60Particles characterised by their size
    • C01P2004/61Micrometer sized, i.e. from 1-100 micrometer

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

wesentlichen bei den verschiedenen nachfolgenden Rehandlungen, wie dem Sprühtrocknen und der pneumatischen Förderung, kaum zu einem feinen Pulver zerteilt Daraus resultieren gute physikalische Eigenschaften. Es wurde allerdings überraschenderweise gefunden, daß sie dennoch gewisse Nachteile aufweisen, wenn sie in einem Gasstrom oder im Fließzustand calciniert werden, so z. B. in Calcinierungsöfen des pneumatischen Typs, des Zyklonvorerhitzerrotations-, Fließbett- oder Zykonvorerhitzervertikal-Typs. Sie zerfallen hierbei leicht zu einem feinen Pulver. Dabei gehen die wünschenswerten Eigenschaften der groben Körner des Aluminiumhydroxids verloren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene Verfahren so weiterzubilden, daß eine wirtschaftliche Herstellung grobkörnigen AJuminiumhydroxids mit geringerer Neigung zum Zerfali zu einem feinen Pulver beim Calcinieren und in hoher Ausbeute möglich ist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß neben dem rückgeführten Impfaluminiumhydroxid pro m3 Natriumaluminatlösung 6,05 bis 2 kg feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als 10 μπι als Impfmittel einem der Ströme der Natriumaluminatlösung einverleibt werden, dieser Strom A) der Natriumaluminatlösung so lange reagieren gelassen wird, bis sein Molverhältnis Na2O/Al2O3 zwischen 1,8 und 2,6 liegt zu der hierbei erhaltenen Natriumaluminataufschlämmung der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der bis auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6 aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung um mindestens 3° C zu erniedrigen, und rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung zugegeben werden und dann die gekühlte Natriumaluminataufschlämmung bei einer Temperatur von nicht mehr als 700C reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na2(VAI2Os der Mischung einen Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat.
Das erfindungsgemäße Verfahren beruht auf verschiedenen Erkenntnissen. So wurden intensive Studien unternommen, um den Mechanismus des Zerfalls des grobkörnigen Aluminiumhydroxids, wenn es in einem Gasstrom oder in einem Wirbelzustand calciniert wird, aufzuklären. Es wurde festgestellt, daß der Zerfall zu einem feinen Pulver von der Dehydratation und/oder der Abschreckung abhängt, die hauptsächlich bei der Umsetzung des grobkörnigen Aluminiumhydroxids zum wasserfreien Aluminiumoxid und/oder bei der Umsetzung des wasserfreien Aluminiumoxids zum «-Aluminiumoxid auftreten. Des weiteren hängt der nachieilige Zerfall von den mechanischen Einwirkungen auf die Körner bei der erwähnten Umsetzung ab, d. h., von dem Aufprall der Körner gegen die Behäiterwände und/oder dem Aufprall der Körner aufeinander. Wenn die Bildung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid auf einem Kristallwachstum beruht und die Anfangskörnung groß ist, was für das vorstehend beschriebene bekannte Verfahren gilt, dann erscheinen größere Risse bei der Dehydratation. Ein beträchtlicher Zerfall zu einem feinen Pulver tritt aufgrund der Abschreckung und/oder der mechanischen Einwirkung auf, wohingegen eine sehr gute Beständigkeit gegen den Zerfall zu einem feinen Pulver erzielt werden kann, wenn die Kristalle, die das grobkörnige Aluminiumhydroxid aufbauen, eine koagulierte Masse der Anfangskörner, die hauptsächlich eine Korngröße von 10 bis 30 μπι haben, sind. ·■■■ Ausgangspunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die eingangs erwähnte übersättigte Natriumalumi-' natlösung, die im Verhältnis von 30 bis 70 zu 70 bis 30 5 VoL-% in zwei Ströme aufgeteilt wird. Bevorzugt wird ; das Verhältnis von 40 bis 60 zu 60 bis 40 VoL-%. Wenn das Verhältnis unter 30 VoL-% li-egt, wird das : Molverhältnis Na2O/Al2O3 in der Natriu.Tialuminatmischaufschlämmung nachteilig herabgesetzt was sich i'i in der übermäßigen Bildung feinkörnigen Aluminiumhy-' droxids niederschlägt Wenn der Wert von 70 Vol.-% :i überschritten wird, dann steht eine zu .geringe Menge des für das Abkühlen vorgesehenen anderen Stroms zur Verfügung. Dann ist es schwierig, die Temperatur der Γι· Natriumaluminatmischaufschlämmung in dem gewünschten Umfange herabzusetzen. -:. Als rückgeführtes Aluminiumhydroxid wird im allgemeinen eine Fraktion feinkörnigen Aluminiumhydroxids, das durch Klassieren des nach dem Bayer-Ver- 2<> fahren erhaltenen ausgefällten Aluminiumhydroxids 'erhalten worden ist eingesetzt.
Hierbei handelt es sich im allgemeinen um eine • Fraktion, die mindestens 10 Gew.-% Körner enthält, die •'durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten. Die Menge an rückgeführten Aluminiumhydroxid beträgt etwa 30 bis 150 kg/m3 der Natriumaluminatlösung.
Wenn die Menge des hinzugegebenen rückgeführten Impfaluminiumhydroxids weniger als 30 kg/m3 beträgt, jo werden feine Körner des Aluminiumhydroxids (aufgrund von Kristallkeimbildung) zu stark erzeugt, so daß grobkörniges Aluminiumhydroxid nicht in der gewünschten Menge erhalten wird. Wenn die Menge 150 kg/m3 überschreitet, tritt geringe Kristallkeimbildung und Kristallwachstum der Anfangskörner auf. Die Beständigkeit des Aluminiumhydroxids gegen Zerfall zu einem feinen Pulver wird dadurch verschl echtert.
Des weiteren wird feinkörniges Aluminiumhydroxid einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als 10 μίτι als Impfmittel einem der Ströme der Natriumaluminatlösung einverleibt. Dieses Aluminiumhydroxid wird in einer Menge von 0,05 bis 2 kg/m3 Natriumaluminatlösung hinzugegeben. Wenn die Menge von 0,05 kg/m3 unterschritten wird, dann ist der Effekt der Bildung feiner Kornkeime so schwach, daß die angestrebte koagulierte Körnermasse nicht erhalten wird. Wird dieses feinkörnige Aluminiumhydroxid in einer Menge von mehr als 2 kg/m3 verwendet, dann führt das zu einem Aluminiumhydroxid kleinerer Korngröße.
Da der Ausfällungsmechanismus (Kristallkeimbildung, Agglomerierung und Kristallwachstumj von der Temperatur, dem erwähnten Molverhältnis und der Zusammensetzung der nach dem Bayer-Verfahren erhaltenen Natriumaluminatlösung abhängt, ist eine schnelle Bestimmung der optimalen Menge des feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als ΙΟμιη, das als Impfmittel zusammen mit dem rückgeführten feinkörni- *>o gen Impfaluminiumhydroxid verwendet wird, erforderlich. Die Beziehung zwischen den obigen Größen können ohne weiteres durch vorausgehende Versuche ermittelt werden. Das zusätzlich eingesetzte feinkörnige Aluminiumhydroxid kann dann der Natriumaluminatlösung aufgrund der Ergebnisse dieser Versuche als Impfmittel zugegeben werden. So kann bei einem praktischen Anwendungsfall des Verfahrens die Menge des feinkörnigen Impfmittels in geeigneter Weise
eingeregelt werden, indem das Gleichgewicht der Körnerzahl 'durch Auszählen ermittelt wird oder die Anfangskorngröße von 10 bis 30 μπι mittels eines Messerzählgeräts oder eines Elektronenmikroskops aufrechterhalten bzw. kontrolliert wird.
Für die Zwecke der Erfindung kann jedes beliebige feinkörnige Aluminiumhydroxid als zusätzliches Impfmittel verwendet werden, so lange seine durchschnittliche Korngröße weniger als 10 μΐη beträgt. Feinkörniges Aluminiumhydroxid, das durch Abkühlen und/oder Zugabe von Aluminiumhydroxidgel zu einer übersättigten Natriumaluminatlösung hergestellt worden ist, wird bevorzugt.
Wenn die durchschnittliche Korngröße des feinkörnigen Aluminiumhydroxids weniger als 10 μπι beträgt, dann wird die angestrebte Wirkung bezüglich der Einleitung der Keimbildung nicht erzielt. Die Neigung der Körner zu Agglomerierung wird verschlechtert. Selbst wenn diese Agglomerierung auftritt, wird die Agglomerierung des Impfaluminiumhydroxids zu groben Körnern nachteilig herabgesetzt.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Strom A) in der ersten Ausfällungsstufe im allgemeinen zwischen 65 und 8O0C gehalten. In der ersten Ausfällungsstufe wird der beimpfte Strom A) so lange reagieren gelassen, bis sich darin das Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 1,8 bis 2,6 eingestellt hat. Wenn dieses Molverhältnis weniger als 1,8 beträgt, dann wird das Molverhältnis in der Natriumaluminatmischaufschlämmung, die bei einer Temperatur von nicht mehr als 7O0C reagieren gelassen wird, herabgesetzt. Dadurch wird eine große Menge an feinkörnigem Aluminiumhydroxid gebildet. Andererseits ist es nicht wirtschaftlich, das Ausfällen bis zu einem solchen Grad durchzuführen, daß der Wert des Molverhältnisses von 2,6 überschritten wird, da dazu viel Zeit erforderlich ist.
Wie weit der Strom B) der Natriumaluminatlösung abgekühlt wird, hängt von dem Verhältnis der Menge des Stroms A) zu dem des Stroms B) ab. In jedem Falle muß der Strom B) auf eine Temperatur abgekühlt werden, die niedrig genug ist, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6 aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung um mindestens 3°C herabzusetzen. Bevorzugt wird ein Herabsetzen um mindestens 5° C, wobei ein Herabsetzen der Temperatur von mindestens 7°C ganz besonders bevorzugt wird. Eine Temperaturdifferenz von weniger als 3°C führt nicht zu einem zufriedenstellenden Übersättigungsgrad in der Natriumaluminatmischaufschlämmung. Darüber hinaus ist das endgültige Molverhältnis, das in dem Verfahrensprodukt erhalten wird, in einem solchen Fall niedrig. Mit
it>^n*.An \l/^-*n« u-j »-* J-- j-o j:- Λ..-rxu 1-
uiiut.1 V.II MUl IV.I1 UCUCUlCL UClS. LKlU ViIC nU31 ClllUllgai CiHl" tion kaum wirksam verbessert wird.
Zum Kühlen des Stroms B) der Natriumaluminatlösung können Sprühbehälter, Wärmeaustauscher des Platten-Typs oder des Röhren-Typs verwendet werden. Der abgekühlte Strom B) der Natriumaluminatlösung wird dann mit dem Strom A) der Aluminatlösung, die bis zu dem genannten Molverhältnis reagieren gelassen wurde, vermischt Das Vermischen kann an einer Stelle oder an einer Vielzahl von Stellen in verschiedener Weise erfolgen.
Es folgt die zweite Ausfällungsstufe, bei der rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung zugegeben werden.
Wenn die Menge des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids bei dieser zweiten Ausfällungsstufe weniger als 30 kg/m3 beträgt, dann wird die Ausfällung des Aluminiumhydroxids nicht stark verbessert, obwohl sie auch von der Temperatur und dem Molverhältnis Na2O/Al2C>3 der zu behandelnden Natriumaluminatmischaufschlämmung abhängt. Das Kristallwachstum wird gefördert oder es tritt im Gegensatz dazu eine stärkere Kristallkeimbildung auf. Die angestrebte koagulierte Masse kristalliner Aluminiumhydroxidkörner wird nicht erhalten. Wenn andererseits die Menge
ίο des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids 150 kg/m3 überschreitet, wird der Wirkungsgrad der Ausfällung nicht entsprechend erhöht. Die Menge des der Natriumaluminataufschlämmung zugeführten Impfmittels wird jedoch angehoben. Daher ist die Verwendung einer größeren Vorrichtung erforderlich, was unwirtschaftlich ist.
Die Zugabe des rückgeführten Impfaluminiumhydroxids in der zweiten Ausfällungsstufe kann nicht nur an einer Stelle, sondern an einer Vielzahl von Stellen erfolgen. So kann die Ausfällungsstufe in eine Vielzahl von Stufen innerhalb des vorgenannten Bereiches der Menge des rückgeführten Impfmittels aufgeteilt werden. Ein Teil des feinkörnigen Aluminiumhydroxids, das bei der ersten Ausfällungsstufe eingesetzt wird, kann auch in der zweiten Ausfällungsstufe hinzugegeben werden. Gewöhnlich kann das gleiche rückgeführte Impfaluminiumhydroxid, das in der ersten Ausfällungsstufe verwendet werden, hinzugegeben werden. Jedoch kann das rückgeführte Impfaluminiumhydroxid im voraus in grobe und feine Körner klassiert werden. Die feinen Körner und die groben Körner können der ersten bzw. der zweiten Ausfällungsstufe zugeleitet werden.
In der zweiten Ausfällungsstufe wird die Menge an Impfaluminiumhydroxid angehoben. Die Natriumaluminataufschlämmung, in der bereits eine teilweise Ausfällung abgelaufen ist, wird abgekühlt, indem der abgekühlte Strom B) der klaren Natriumaluminatlösung und das rückgeführte Impfaluminiumhydroxid zu der Natriumaluminataufschlämmung gegeben werden, wodurch der Übersättigungsgrad der Natriumaluminatmischaufschlämmung und auch der Ausfällungsgrad angehoben werden. Das bedeutet, daß die Natriumaluminatmischaufschlämmung so lange reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na2CVAl2Oa der Mischung einen Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat, was in einer kurzen Zeitdauer erfolgen kann.
In der zweiten Ausfällungsstufe wird die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung bei einer Temperatur von nicht mehr als 700C reagieren gelassen, vorzugsweise bei einer Temperatur von 50 bis 65° C. Anschließend wird das Verfahrensprodukt nach herkömmlichen Verfahren weiterverarbeitet
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf verschiedene Zeichnungen noch näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Fließdiagramm einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 2 eine mikroskopische Aufnahme, die den kristallinen Zustand des erfindungsgemäß erhaltenen Aluminiumhydroxids zeigt und
Fig.3 eine mikroskopische Aufnahme, die den kristallinen Zustand eines in herkömmlicher Weise erhaltenen Aluminiumhydroxids wiedergibt
Nach F i g. 1 wird eine klare Natriumaluminatlösung.
die durch alkalischen Aufschluß von Bauxit erhalten wurde und durch eine Leitung 1 eingeleitet wird, in zwei Ströme aufgeteilt Ein Strom A) wird über eine Leitung 2 zu dem Ausfällungsbehälter 31 geführt während der
andere Strom B) über eine Leitung 3 einem Kühler 34 zugeführt wird.
Das Verhältnis der Menge des Stroms A) zu der des Stroms B) wird auf 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-% eingeregelt.
Der Strom A), der dem Ausfällungsbehälter 31 der ersten Ausfällungsstufe über die Leitung 2 zugeführt wird, wird teilweise durch das feinkörnige Impfaluminiumhydroxid, das über die Leitung 4 zugeführt wird, und rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid, das über die Leitung 5 zugeführt wird, reagieren gelassen. Das über die Leitung 4 zugeführte Impfmittel ist ein feinkörniges Aluminiumhydroxid, das gesondert durch spontanes Ausfällen aus einer Natriumaluminatlösung durch Kühlen erhalten worden ist, oder ein feinkörniges Aluminiumhydroxid, das separat durch Ausfällung aus einer Natriumaluminatlösung durch Zugabe von Aluminiumhydroxidgel erhalten worden ist. Als rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid, das dem Ausfällungsbehälter 31 über die Leitung 5 zugeführt wird, wird Aluminiumhydroxid über eine Leitung 21 zur Verfügung gestellt, das gewöhnlich mindestens 10 Gew.-% Körner enthält, die durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten, und das durch Klassieren einer Aluminiumhydroxidaufschlämmung, die über eine Leitung 12 abgezogen worden ist, in Klassierern 36,37 und 38 hergestellt worden ist, um angefallenes Aluminiumhydroxid zu entfernen.
Die Natriumaluminataufschlämmung, die das ausgefällte Aluminiumhydroxid enthält, wird aus dem Ausfällungsbehälter 31 über eine Leitung 6 in einen Ausfällungsbehälter 32 abgezogen und des weiteren bis zum einem Molverhältnis Na2O/Al2O3 von 1,8 bis 2,6 reagieren gelassen. Die Natriumaluminataufschlämmung wird dann in einen Ausfällungsbehälter 33 der zweiten Ausfällungsstufe über eine Leitung 7 geführt Der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der durch die Leitung 3 geführt und durch den Kühler 34 abgekühlt worden ist, wird über die Leitung 8 dem Ausfällungsbehälter 33 zugeführt. Des weiteren wird der Ausfällungsbehälter 33 über eine Leitung 9 mit rückgeführtem Impfaluminiumhydroxid beschickt. Gewöhnlich wird das durch die Leitung 21 eingebrachte Impfaluminiumhydroxid davon abgezweigt und über die Leitung 9 dem Ausfällungsbehälter 33 als rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid zugeführt.
Die Natriumaluminataufschlämmung, die über die Leitung 7 eingebracht wird, wird mit der abgekühlten Natriumaluminatlösung, die durch die Leitung 8 geführt wird, und dem rückgeführten Impfaluminiumhydroxid, das über die Leitung 9 dem Ausfällungsbehälter 33 zugeführt worden ist, gemischt, wodurch die Temperatur der Natriumaluminataufschlämmung herabgesetzt wird. Dadurch wird der Obersättigungsgrad angehoben. Das führt zu einer beträchtlichen Anhebung des Ausfällungsgrades.
Die Natriumaluminataufmischaufschlämmung, die des weiteren in dem Ausfällungsbehälter 33 reagieren gelassen wird, kann einer Reihe von nachfolgenden Ausfällungsbehältern (in der Zeichnung nicht gezeigt) über verschiedene Leitungen zugeführt werden, um ein weiteres Ausfällen zu bewirken. Die derartig behandelte Natriumaluminatmischaufschlämmung wird schließlich über eine Leitung 11 einem Ausfällungsbehälter 35 zugeführt und dort bis zu einem Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 2,6 bis 4,0 weiter reagieren gelassen.
Die Natriumaluminiummischaufschlämmung wird von dem Ausfällungsbehälter 35 abgezogen und über eine Leitung 12 zu einer ersten Klassierung einem Klassierer 36 zugeführt. Die gröbsten Körner des Aluminiumhydroxids werden aus dem Unterlauf des
,. Klassierers 36 erhalten und über Leitungen 13 und 22 abgezogen, um diese nachfolgend zu waschen und zu calcinieren (in der Zeichnung nicht gezeigt).
Der Überlauf des Klassierers 36 wird einem Klassierer 37 über eine Leitung 14 zugeführt, um feine Körner des Aluminiumhydroxids als Unterlauf und eine
ίο Natriumaluminatlösung als Überlauf abzutrennen. Der Überlauf wird einem Klassierer 38 über eine Leitung 15 zugeführt, um sehr feine Körner des Aluminiumhydroxids als Unterlauf und eine Natriumaluminatlösung als Oberlauf in der gleichen Weise wie in den Klassierern 36 und 37 abzutrennen.
Das über die Leitungen 16 und 18 abgezogene ausgefällte Aluminiumhydroxid wird ganz oder teilweise über die Leitung 21 den Ausfällungsstufen zugeführt und darin als rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
verwendet. Andererseits wird der Überlauf des Klassierers 38 über eine Leitung 17 zur Verwendung als alkalische Lösung zum Auflösen von Bauxit rückgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeigt folgende
Vorteile:
Selbst wenn das angefallene Aluminiumhydroxid einem Schnellcalcinieren unterzogen wird, tritt lediglich ein geringer Zerfall des feinen Pulvers auf. Somit kann eine kleinere Calciniereinrichtung verwendet und damit Brennstoff, wie Schweröl, eingespart werden. Da die Aktivität des Aluminiumhydroxid-Impfmittels stets durch die Zugabe des feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Korngröße von weniger als 10 μηη konstant gehalten werden kann, läßt sich Aluminiumhydroxid mit im wesentlichen gleichmäßiger Korngröße erhalten. Es wird demzufolge kontinuierlich ein stabiles Produkt gewonnen. Da die zweite Ausfällungsstufe bei niedrigerer Temperatur als beim herkömmlichen Ausfällen zur Gewinnung sandförmigen Aluminiumoxids durchgeführt werden kann, kann das Molverhältnis am Ende der Ausfällungsreaktion verbessert werden. Aufgrund der anfänglichen kleinen Korngröße des Impfaluminiumhydroxids liegt eine große Impfmitteloberfläche vor. Daraus resultiert ein hoher Ausfällungsgrad des Aluminiumhydroxids.
Beispiel
Eine Natriumaluminatlösung eines Molverhältnisses von 1,6 (Na2O : 110 g/l) wurde bei 700C in einer Menge von 25OmVh über die Leitung 1 entsprechend dem Füeßdiagramm der F i g. 1 eingeleitet und in einem Verhältnis von 1 :1 in zwei Ströme aufgeteilt Ein Strom A) wurde über die Leitung 2 dem Ausfällungsbehälter 31 und der andere Strom B) einem Kühler 34 über eine Leitung 3 zugeführt
Der Ausfällungsbehälter wurde des weiteren mit einer Natriumaluminataufschlämmung, die 700kg/m3 rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid mit einem Gehalt von 14 Gew.-% Körnern, die durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten, enthielt, in einer Menge von 12,1 mVh über eine Leitung 5 beschickt Des weiteren erfolgte eine Beschickung mit einer Natriumaluminataufschlämmung, die 130 kg/m3 feinkörniges Aluminiumhydroxid einer durchschnittlichen Korngröße von 5 μΐη als Impfmittel enthielt und
« die durch spontanes Ausfällen mittels Kühlen einer Natriumaluminatlösung, unabhängig von dem erfindungsgemäßen Verfahren, hergestellt worden war, in einer Menge von 1,3 mVh über die Leitung 4. Die
ίο
Konzentration des Impfaluminiumhydroxids belief sich indem Ausfällungsbehälter 31 auf etwa 63 kg/m3.
Die gesamte Verweilzeit betrug in den Beschickungsbehältern 31 und 32 etwa 24 Stunden. Die Natriumaluminataufschlämmung, die ausgefälltes Aluminiumhydroxid enthielt und über eine Leitung 7 abgezogen wurde, hatte eine Temperatur von 68°C und wies ein Molverhältnis Na2OZAl2O3 von 2,28 auf.
Andererseits wurde der Strom B) der Natriumaluminatlösung, die über die Leitung 3 dem Kühler 34 zugeführt wurde, dort auf 6O0C abgekühlt und dann über eine Leitung 8 dem Ausfällungsbehälter 33 zugeführt. Der Ausfällungsbehälter 33 wurde mit einer Natriumaluminataufschlämmung über die Leitung 9 in einer Menge von 29,6 mVh beschickt, die rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid der gleichen Zusammensetzung, das dem Ausfällungsbehälter 31 zugeführt wurde, enthielt. Die Temperatur der Natriumaluminatmischaufschlämmung in dem Ausfällungsbehälter 33 wurde auf etwa 63° C herabgesetzt. Die Verweilzeit betrug in den Ausfällbehältern 33 bis 35 etwa 42 Stunden. Die Natriumaluminatmischaufschlämmung, die der Leitung 12 entnommen wurde, hatte eine Temperatur von 560C und ein Molverhältnis Na2O/Al2O3 von 2,9.
Die Menge des ausgefällten Aluminiumhydroxids entsprach etwa 45% des Aluminiumoxidgehaltes der zugeführten Natriumaluminatlösung. Die Korngrößenverteilung des klassierten Aluminiumhydroxidproduktes, das über die Leitungen 13 und 22 abgezogen wurde, wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
Tabelle
zusammengestellt. Die mikroskopische Aufnahme des Kristallkorns wird in der F i g. 2 gezeigt.
Vergieichsbeispiel
Zu Vergleichszwecken wurde das Ausfällen nach einem herkömmlichen Verfahren vorgenommen, wobei dem Ausfällungsbehälter 31 keine Aufschlämmung mit feinkörnigem Aluminiumhydroxid als Impfmittel, sondern zusätzlich rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid
ίο in einer Menge, die der des feinkörnigen Aluminiumhydroxids entsprach, zugeführt wurde. Des weiteren wurde auch die notwendige Menge an rückgeführtem Impfaluminiumhydroxid dem Ausfällungsbehälter 33 über die Leitung 9 und dem Ausfällungsbehälter 31 über die Leitung 5, wie im oben beschriebenen Beispiel, zugeführt. Die weiteren Bedingungen entsprachen denjenigen des Beispiels.
Die Menge des ausgefällten Aluminiumhydroxids entsprach etwa 43% des Aluminiumoxidgehalts der zugeführten Natriumaluminatlösung. Die Korngrößenverteilung des durch Klassieren erhaltenen Aluminiumhydroxids ergibt sich aus der Tabelle. Eine mikroskopische Aufnahme des Kristallkorns zeigt die Fig.3. Grobkörniges Aluminiumhydroxid wurde von dem Klassierer 36 abgezogen, gewaschen und in einem kurzen Brennofen des pneumatischen Typs calciniert. Die Korngrößenverteilung des erhaltenen Aluminiumoxids wurde gemessen. Die Ergebnisse finden sich ebenfalls in der Tabelle.
Korngröße Beispiel Aluminium Vergleichsbeispiel 1 Aluminium
(Siebmaschen oxid oxid
weite in mm) Aluminium Aluminium
hydroxid hydroxid
0,149 3,0 1,0 1,0 0
0,105 31,2 25,0 35,7 6,9
0,074 71,9 65,2 84,3 40,2
0,044 98,8 95,5 98,0 76,3
Wie es aus der Tabelle ersichtlich ist, kann erfindungsgemäß grobkörniges Aluminiumhydroxid erhalten werden, das beim Calcinieren hohe Beständigkeit gegen den Zerfall zu einem feinen Pulver zeigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid aus einer'nach dem Bayer-Verfahren hergestellten und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in Lösung von weniger als 1,8 aufweisenden, übersättigten Natriumaluminatlösung durch Aufteilen derselben in zwei Ströme im Verhältnis 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-°/o, Beimpfen des einen Stroms mit rückgeführtem feinkörnigem Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 Natriumaluminatlösung, Reagierenlassen des beimpften Stroms bis zum Erreichen eines Molverhältnisses NaiO/AfeCb in der Natriumaluminatlösung von 1,8 bis 2,6, Abkühlen ues anderen Stroms der Natriumaluminatlösung auf eine ausreichend niedrige Temperatur, um bei Zugabe zu dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms der Natriumaluminatlösung um mindestens 3°C zu erniedrigen, Zugabe zu dem beimpften Strom der Natriumaluminataufschlämmung und Reagierenlassen der erhaltenen Mischung bis zum Erreichen eines Molverhältnisses Na2O/AI2O3 von mindestens 2,6 sowie Abtrennen, Waschen und Calcinieren des grobkörnigen Produktes, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem rückgeführten ImpfaluiTiiniumhydroxid pro m3 Natriumaluminatlösung 0,05 bis 2 kg feinkörnigen Aluminiumhydroxids einer durchschnittlichen Kerngröße von weniger als 10 μπι als Impfmittel einem der Ströme der Natriumaluminatlösung einverleibt werden, dieser Strom A) der Natriumaluminatlösung so lange reagieren gelassen wird, bis sein Molverhältnis Na2O/Al2C>3 zwischen 1,8 und 2,6 liegt, zu der hierbei erhaltenen Natriumaluminataufschlämmung der andere Strom B) der Natriumaluminatlösung, der bis auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt wurde, um die Temperatur der ein Molverhältnis von 1,8 bis 2,6 aufweisenden Natriumaluminataufschlämmung um mindestens 3° C zu erniedrigen, und rückgeführtes Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 der gesamten Natriumaluminataufschlämmung zugegeben werden und dann die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung bei einer Temperatur von nicht mehr als 700C reagieren gelassen wird, bis das Molverhältnis Na20/AI;>O3 der Mischung einen Wert von 2,6 bis 4,0 erreicht hat.
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid aus einer nach dem Bayer-Verfahren hergestellten und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in Lösung von weniger .ils 1,8 aufweisenden, übersättigten Natriumaluminatlösung durch Aufteilen derselben in zwei Ströme im Verhältnis 30 bis 70 zu 70 bis 30 Vol.-%, Beimpfen des einen Stroms mit rückgeführtem feinkörnigem Impfaluminiumhydroxid in einer Menge von 30 bis 150 kg/m3 Natriumaluminatlösung, Reagierenlassen des beimpften Stroms bis zum Erreichen eines Molverhältnisses NazO/A^Ch in der Natriumaluminatlösung von 1,8 bis 2,6, Abkühlen des anderen Stroms der Natriumaluminatlösung auf eine ausreichend niedrige Temperatur, um bei Zugabe zu dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms der Natriumaluminatlösung um mindestens 3" C zu erniedrigen, Zugabe zu dem beimpften Strom der Natriumaluminataufschlämmung und Reagierenlassen der erhaltenen Mischung bis zum Erreichen eines Molverhältnisses Na2(VAl2O3 von mindestens 2,6 sowie Abtrennen, Waschen und Calcinieren des grobkörnigen Produktes. Nach dem bekannten Bayer-Verfahren wird Aluminiumoxid aus Bauxit gewonnen. Danach wird zunächst Bauxit in heißem Alkali behandelt, gewöhnlich bei einer Temperatur von 1300C oder mehr, um Aluminiumoxid dadurch zu extrahieren. Unlösliche Rückstände, wie Eisenoxid, Silikate und Titanoxid, werden aus der erhaltenen Aufschlämmung abgetrennt Zu der klaren, von unlöslichen Resten befreiten Natriumaluminatlösung wird darauf Aluminiumhydroxid als Impfmittel gegeben, um Aluminiumhydroxid bei einer Temperatur von etwa 50 bis 80° C auszuscheiden. Das ausgeschiedene Aluminiumhydroxid wird abgetrennt Ein Teil dieses abgetrennten feinkörnigen Aluminiumhydroxids wird als Impfmittel rückgeführt Das grobkörnige Aluminiumhydroxid wird abgezogen, gewaschen und calciniert, wodurch Aluminiumoxid gebildet wird. Die anfallende Mutterlauge wird als solche oder nach Konzentrierung wieder beim Bauxitaufschluß herangezogen.
    Das nach dem obigen Verfahren erhaltene Aluminiumoxid wird hauptsächlich als Rohmaterial zur Herstellung von Aluminium verwendet Dieses Rohmaterial wird nach der Korngröße des Aluminiumoxids in zwei Gruppen unterteilt, d.h. es fallen (1) »mehliges« Aluminiumoxid und (2) »sandiges« Aluminiumoxid an, die im allgemeinen mehr als 20 bzw. 10 bis 15 Gew.-% Körner enthalten, die durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,044 mm treten. Aufgrund der
    ^5 fortschreitenden Automatisierung der elektrolytischen Herstellung von Aluminiumoxid hat das sandige Aluminiumoxid ansteigende Bedeutung erlangt. Auch im Hinblick auf Umweltschutzgesichtspunkte ist bei diesem Verfahren der Einsatz des sandigen Aluminium-
    in oxids vorteilhaft.
    Aufgrund des ansteigenden Bedarfes an grobkörnigem Aluminiumhydroxid wurden Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung eines derartigen Materials in hoher Ausbeute entwickelt. Ausgegangen wird dabei von einer übersättigten Natriumaluminatlösung, die nach dem Bayer-Verfahren hergestellt worden ist und ein Molverhältnis Na2O, ausgedrückt als Natriumhydroxid, zu AI2O3 in der Lösung von weniger als 1,8 aufweist. Eine derartige Natriumaluminatlösung wird in zwei Ströme aufgeteilt. Zu einem der Ströme wird Aluminiumhydroxid als Impfmittel gegeben. Es folgt ein Reagierenlassen des beimpften Stroms, bis das Molverhältnis Na2O/AbO3 in der Natriumaluminatlösung zwischen 1,8 und 2,6 liegt. Der andere Strom der Natriumaluminatlösung wird auf eine ausreichend niedrige Temperatur abgekühlt, um nach dem Vermischen mit dem beimpften Strom die Temperatur des beimpften Stroms um mindestens 5°C zu erniedrigen. Die gekühlte Natriumaluminatmischaufschlämmung wird dann so lange reagieren gelassen, bis das Molverhältnis Na2O/AbO3 der Mischung einen Wert von 2,6 bis 3,5 erreicht hat. Dieses Verfahren wird in der JP-OS 44 920/78 beschrieben. Es handelt sich um ein sehr wirtschaftliches Verfahren mit sehr hohem Wirkungsgrad im Hinblick auf die oben geschilderte Reaktion. Die erhaltenen groben Körner des Aluminiumhydroxids sind durch Kristallwachstum entstanden. Sie zeigen daher sehr hohe Festigkeit und werden im
DE3030631A 1979-08-13 1980-08-13 Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid Expired DE3030631C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP54103295A JPS5951489B2 (ja) 1979-08-13 1979-08-13 粗大粒子水酸化アルミニウムの製造方法

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3030631A1 DE3030631A1 (de) 1981-02-19
DE3030631C2 true DE3030631C2 (de) 1984-02-09

Family

ID=14350275

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3030631A Expired DE3030631C2 (de) 1979-08-13 1980-08-13 Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid

Country Status (7)

Country Link
US (1) US4311486A (de)
JP (1) JPS5951489B2 (de)
AU (1) AU520012B2 (de)
CA (1) CA1148724A (de)
DE (1) DE3030631C2 (de)
FR (1) FR2463098B1 (de)
IT (1) IT1146167B (de)

Families Citing this family (27)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS57140316A (en) * 1981-02-20 1982-08-30 Sumitomo Alum Smelt Co Ltd Manufacture of coarse granular aluminum hydroxide
EP0102403B1 (de) * 1982-09-02 1986-03-05 Alcoa Chemie GmbH Verbessertes Verfahren zur Gewinnung von Tonerde
FR2551429B2 (fr) * 1983-09-05 1985-10-18 Pechiney Aluminium Procede de production d'un trihydroxyde d'aluminium de granulometrie grosse et reguliere
US4511542A (en) * 1984-05-24 1985-04-16 Kaiser Aluminum & Chemical Corporation Bayer process production of alumina hydrate
US4568527A (en) * 1984-11-06 1986-02-04 Kaiser Aluminum & Chemical Corporation Utilization of partially calcined alumina as precipitation aid in the Bayer process
FR2573414B1 (fr) * 1984-11-22 1989-12-01 Pechiney Aluminium Procede de mise en oeuvre d'un amorcage en deux temps pour l'obtention d'alumine a gros grains
US4595581A (en) * 1984-12-10 1986-06-17 Aluminum Company Of America Boehmite production by precipitation from sodium aluminate solution at elevated temperatures
US4900537A (en) * 1986-12-11 1990-02-13 Biotage, Inc. Control of form of crystal precipitation of aluminum hydroxide using cosolvents and varying caustic concentration
US4822593A (en) * 1986-12-11 1989-04-18 Aluminum Company Of America Control of form of crystal precipitation of aluminum hydroxide using cosolvents and varying caustic concentration
US5127950A (en) * 1989-09-14 1992-07-07 Lonza Ltd. Short-prismatic aluminum hydroxide, process for preparing same from supersaturated sodium aluminate-liquor, and compositions containing same
US5102426A (en) * 1990-02-14 1992-04-07 Alcan International Limited Process for precipitating alumina from bayer process liquor
US5163973A (en) * 1990-02-14 1992-11-17 Alcan Internatinal Limited Process for producing low soda alumina
US5158577A (en) * 1990-02-14 1992-10-27 Alcan International Limited Process for precipitating alumina from Bayer process liquor
DE69324908T2 (de) * 1992-02-19 2000-01-13 Comalco Aluminium Ltd., Melbourne Verbesserte herstellung von aluminiumoxid
EP0714852B1 (de) 1994-11-30 1999-08-18 Billiton Intellectual Property B.V. Verfahren zur Ausfällung von Aluminiumhydroxid aus einer übersättigten Natriumaluminatlösung
DE69511513T2 (de) * 1994-11-30 1999-11-25 Billiton Intellectual Pty. B.V., Leidschendam Verfahren zur Ausfällung von Aluminiumhydroxid aus einer übersättigten Natriumaluminatlösung
EP0997435B1 (de) * 1998-10-28 2007-01-24 Alcan Technology & Management AG Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxyd
CN1657318B (zh) * 2005-02-18 2010-04-14 西南师范大学 一种表面呈水晶花纹的铝板带箔材及生产工艺
CN100398445C (zh) * 2006-09-11 2008-07-02 中国铝业股份有限公司 两种浓度精液生产高强度氧化铝的方法
WO2009014517A1 (en) * 2007-07-25 2009-01-29 Carmeuse North America Services, Inc. Process and apparatus for reducing sox emissions from kiln systems for calcium-containing materials
CN101164887B (zh) * 2007-09-25 2010-06-16 中国铝业股份有限公司 氢氧化铝结疤的回收利用方法
CN102807242B (zh) * 2012-08-22 2014-09-10 中国铝业股份有限公司 一种连续分解生产微粉氢氧化铝的方法
US10605101B2 (en) 2017-09-12 2020-03-31 United Technologies Corporation Process of making integrally bladed rotor
US10792771B2 (en) * 2017-09-12 2020-10-06 Raytheon Technologies Corporation Method of making integrally bladed rotor
CN111410221B (zh) * 2020-03-26 2022-11-08 重庆市九龙万博新材料科技有限公司 一种适用于铝酸钠生产工艺中晶种处理装置
CN111807392A (zh) * 2020-06-28 2020-10-23 山东泰星新材料股份有限公司 一种亚微米级超细氢氧化铝的制备方法及其制品和应用
CN116969492A (zh) * 2023-08-10 2023-10-31 中南大学 一种低钠砂状化氢氧化铝及其制备方法

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5344920A (en) * 1976-10-05 1978-04-22 Kawasaki Heavy Ind Ltd Low temperature tank with night dyke

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2657978A (en) * 1948-09-08 1953-11-03 Kaiser Aluminium Chem Corp Alumina hydrate crystallization
US2707669A (en) * 1951-02-06 1955-05-03 Kaiser Aluminium Chem Corp Alumina production
US3486850A (en) * 1967-02-16 1969-12-30 Kaiser Aluminium Chem Corp Flash cooling of liquor during the continuous precipitation of alumina hydrate from bayer process liquor
US3649184A (en) * 1969-05-29 1972-03-14 Reynolds Metals Co Precipitation of alumina hydrate
US3906084A (en) * 1971-09-21 1975-09-16 Alcan Res & Dev Precipitation of alumina trihydrate from bayer pregnant liquors
US3838980A (en) * 1972-01-12 1974-10-01 Alcan Res & Dev Precipitation of bayer alumina trihydrate suitable for the manufacture of ceramic grade alumina of improved grindability
CH644332A5 (de) * 1978-11-07 1984-07-31 Alusuisse Verfahren zur herstellung von grobem aluminiumhydroxid.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5344920A (en) * 1976-10-05 1978-04-22 Kawasaki Heavy Ind Ltd Low temperature tank with night dyke

Also Published As

Publication number Publication date
IT1146167B (it) 1986-11-12
FR2463098B1 (fr) 1985-06-14
AU6139180A (en) 1981-03-19
US4311486A (en) 1982-01-19
AU520012B2 (en) 1982-01-07
JPS5626716A (en) 1981-03-14
FR2463098A1 (fr) 1981-02-20
IT8049479A0 (it) 1980-08-12
DE3030631A1 (de) 1981-02-19
JPS5951489B2 (ja) 1984-12-14
CA1148724A (en) 1983-06-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3030631C2 (de) Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid
DE3486433T2 (de) Bayer-Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydroxid
DE2941335C2 (de) Verfahren zur Herstellung von grobem Aluminiumhydroxid
DE3206110C2 (de) Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxid
DE3036279C2 (de) Verfahren zur Herstellung von grobkristallinem &amp;alpha;-Al&amp;darr;2&amp;darr;O&amp;darr;3&amp;darr; sowie Verwendung dieses Produktes
EP0105025B1 (de) Verfahren zur Herstellung von kristalliner Tonerde
EP0524436B1 (de) Verfahren zur Herstellung von gesintertem Material auf Basis von alpha-Aluminiumoxid, insbesondere für Schleifmittel
DE3730947A1 (de) Verfahren zum erzeugen eines speziellen aluminiumoxids aus dem beim kalzinieren von metallurgischem aluminiumoxid anfallenden, feinen pulver
EP0102403B1 (de) Verbessertes Verfahren zur Gewinnung von Tonerde
DE3633030A1 (de) Aluminiumoxid-titandioxid-compositpulver und verfahren zu ihrer herstellung
DE3609662A1 (de) Bauxitaufschluss nach dem bayer-verfahren
DE2915760C2 (de)
DE3432473C2 (de)
EP0560808B1 (de) Polyglycerine im bayer-prozess
DE69614818T2 (de) Flüssige reinigungszusammensetzung
DE2540837C2 (de) Verfahren zum Extrahieren von Aluminiumoxid aus aluminiumoxidhaltigen Erzen
DE60116259T3 (de) Zusammengesetzte pigmente enthaltend in situ gefälltem calciumcarbonat
DE2529711A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeure
EP0121043B1 (de) Verfahren zur Herstellung feinverteilter Dispersionen von Metalloxiden in Aluminiumhydroxid
DE3324378C2 (de)
DE69836962T2 (de) Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Aluminiumhydroxyd
DE3490369T1 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid aus wasserhaltigem Aluminiumoxid
DE2807245A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von grobem aluminiumoxid
EP0278469A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Böhmit
DE1215119B (de) Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat-Hydrat

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: HENKEL, G., DR.PHIL. FEILER, L., DR.RER.NAT. HAENZ

8125 Change of the main classification

Ipc: C01F 7/14

8126 Change of the secondary classification

Ipc: ENTFAELLT

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: SUMITOMO CHEMICAL CO., LTD., OSAKA, JP

8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: HENKEL, G., DR.PHIL. FEILER, L., DR.RER.NAT. HAENZEL, W., DIPL.-ING. KOTTMANN, D., DIPL.-ING, PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee