DE3203376A1 - Heftvorrichtung - Google Patents
HeftvorrichtungInfo
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Description
- 3-
HEFTVORRICHTUNG
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heften von
Papierbahnen, Druckbogen und dergleichen und insbesondere eine Hochgeschwindigkeits-Heftvorrichtung, die Papierbahnen
oder Druckbogen auf ihrem Förderweg parallel zu diesem Förderweg heftet, beispielsweise in direkter Verbindung
mit Hochgeschwindigkeits-Druckpressen und Einrichtungen zum Sammeln und Ordnen.
Es sind mehrere Arten von Maschinen zum Heften von Druckbogen
bekannt. Die bekannten Maschinen weisen dabei Einrichtungen auf, die aus einer Drahtrolle Klammern bilden.
Es gibt jedoch bei diesen Maschinen immer noch mehrere ungelöste Probleme, so daß es bisher noch nicht gelungen ist,
einfache und möglichst wartungsfreie Maschinen zu entwickeln,
die mit hoher Geschwindigkeit, beispielsweise.60 000 Bogen
pro Stunde, arbeiten und somit in durchlaufende Druck- und Ordnungssysteme eingesetzt werden können, und zwar mit solcher Anpassungsfähigkeit, daß sie sowohl Druckbogen als
auch Papierbahnen ohne Beschränkung auf eine bestimmte Förderrichtung heften können. Nachfolgend werden einige bekannte
Heftvorrichtungen erläutert, insbesondere bezüglich
ihrer Nachteile, die mit der Erfindung vermieden werden sollen .
US-PS 2 869 863 und US-PS 2 104 452 offenbaren Vorrichtungen, bei denen die Druckbogen durch eine Anordnung aus Rotationstrommeln hindurchgeführt werden, wobei an der Berührungslinie
zwischen den Trommeln die Klammern in die Papierbogen eingedrückt werden. Dabei ergeben sich bei diesen Vorrrichtungen
mehrere Nachteile. Das Hauptproblem ist dabei die hohe Abnutzung der sehr komplizierten Konstruktion, wobei hohe
Energiespitzen für das Einsetzen der Klammern erforderlich sind. Der Grund dafür ist, daß. jede Klammer nahezu schlagartig während eines sehr kleinen Drehweges der Trommel ausgestoßen
und umgebogen werden muß, also zu dem Zeitpunkt,
wenn sich die Klammer nahe der zusammentreffenden Trommelflächen
befindet. Außerdem muß der Klammerdraht sehr steif sein, um den Schlagen standzuhalten, was nicht nur die
Verwendung vergleichsweise teurer Drähte mit sich bringt, sondern auch das Aussehen der Heftung nachteilig beeinflußt.
Ferner müssen die U-förmigen Klammern quer zur Förderrichtung des Papiers längs der Berührungslinie der Trommeln
eingesetzt werden, derart, daß beide Klammerspitzen gleichzeitig in das Papier eindringen, so daß ein Heften unmöglich
ist, wenn sich das Papier in senkrechter Richtung bewegt. Dies erfordert oft eine besondere Einrichtung im Gesamtsystem
zum Abändern der Förderrichtung der Druckbogen. Außerdem macht dies es meist auch unmöglich, noch ungeschnittene
Papierbänder durchlaufend zu heften, weil das Band dann nachfolgend geschnitten und die Papierbogen-Förderrichtung
bei diesen bekannten Vorrichtungen geändert werden muß.
Die US-Patentschriften 1 784 590, 2 102 372 und 2 693 595 offenbaren Heftmaschinen, bei denen gefaltete Papierbogen
längs der Faltung geheftet werden. Nun ist dies zwar in manchen Fällen erwünscht, jedoch besteht der Nachteil dieser
Maschinen darin, daß sie nicht zum Heften eingesetzt werden können, wenn ebene Bogen oder fortlaufende Bahnen
bearbeitet werden sollen. Außerdem repräsentieren diese Vorveröffentlichungen einen Typ von Heftmaschinen, bei denen
für jede der Vielzahl von in einen Druckbogen einzusetzende Klammern eine besondere Drahtrolle und entsprechende Klammern
erforderlich sind. Dies führt zu einem komplizierten Aufbau der Maschine mit der Gefahr einer verminderten Lebensdauer
und hoher Erstellungskosten, weil die Einrichtungen zum Verarbeiten des Drahtes und die Schneideinrichtung kompliziert
sind.
Die erwähnte ÜS-PS 2 693 595 offenbart eine Heftmaschine
mit hin- und hergehendem. Arbeitszyklus. Derartige Heftmaschinen
arbeiten also intermittierend und erfordern Hin- und Herbewegungen schwerer Heftmaschinenteile.
Außerdem sind dabei zusätzliche Synchronisationseinrichtungen erforderlich, wenn verschiedene Arten von Papierprodukten geheftet werden sollen. Die Trägheit der sich bewegenden,
vergleichsweise schweren Maschinenteile mit Totpunkten der Bewegung an jedem Hubende ist beträchtlich, womit
die vertretbare Arbeitsgeschwindigkeit wesentlich herabgesetzt wird. Die Lebensdauer derartiger komplizierter Heftmaschinen
ist deshalb vergleichsweise niedrig; und ihre
Kosten sind hoch.
Schließlich offenbart die erwähnte US-PS 2 693 595 einen Maschinentyp, bei dem die Papierbogen zur Aufnahme der Klammern
angehalten werden müssen. Weitere Beispiele für derartige Maschinen mit nacheinanderfolgender Zuführung offenbart
die US-PS 1 937 977. Es ist offensichtlich, daß gegenüber derartigen Heftmaschinen dann höhere Arbeitsgeschwindigkeiten erreichbar sind, wenn das Heften während der sich
kontinuierlich weiterbewegenden Druckbogen erfolgen kann.
Auch die US-PS 1 676 156 zeigt eine Heftmaschine mit derart kompliziertem und schwerem Aufbau, daß es äußerst schwierig
ist, einen Betrieb mit hoher Geschwindigkeit über lange Zeiträume ohne zwischenliegende Wartung durchzuführen. Auch
ist diese Maschine teuer in der Herstellung. Viele Maschinen dieser Bauart besitzen aufwendige und komplizierte Einrichtungen
mit der Erfordernis exaktester Ausfluchtung und Zusammenarbeit zum Herstellen, Transportieren und Einsetzen der
Klammern, wobei diese Einrichtungen zwangsläufig zu Problemen bezüglich der Störanfälligkeit führen. Weiterhin sind
diese Maschinen im allgemeinen nicht antastbar, wenn Klammern verschiedener Länge für Papierbogen unterschiedlicher
Dicke verwendet werden sollen oder wenn durchgehende Bahnen oder Dokumente mit unterschiedlicher Fördergeschwindigkeit
oder Förderrichtung geheftet werden müssen.
Alle diese bekannten Heftmaschinen weisen komplizierte Einrichtungen
zum Bilden und zum Umbiegen der Klammern auf. Einige erfordern komplizierte Förderwege für die von Rollen
abgenommenen Drähte und KOnIpIiZiC1TtC Transport- und Biegeeinrichtungen
für die Klammern. Jegliche Kompliziertheit der Konstruktionsteile vermindert aber die Lebensdauer und
die Wartungsfreiheit und erhöht die Gefahr von Arbeitsunterbrechungen
sowie die sich ergebenden Kosten. Die Bildung von Klammern aus abgerollten Drähten, der Transport
der Klammern und das Einsetzen der Klammern in das Papier sowie das Umbiegen der Klammern stellen kritische Arbeitsvorgänge
und damit kritische Bauteile von Heftmaschinen dar. Aus diesem Grund werden bei der Maschine nach der US-PS
223 252 vorgefertigte Klammern verwendet, die einzeln auf magnetischem Weg transportiert werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die erwähnten Nachteile der bekannten Heftmaschinen zu vermeiden und eine
Heftmaschine zu schaffen, die einfach, unkompliziert, vergleichsweise billig und mit hoher Durchlaufgeschwindigkeit
betreibbar ist und die sowohl fortlaufende Bänder als auch einzelne Druckbogen sowie andere Papierprodukte verarbeiten
kann.
Gemäß der Erfindung werden die Papierbänder oder Druckbogen auf einem longitudinalen Förderweg in Richtung der Bandförderung
oder einer FaIt- oder Knicklinie der Papierbogen geheftet. Dieser Förderweg erstreckt sich zwischen zwei
Gliederketten, die durch Zahnräder kontinuierlich angetrieben werden, wobei dann die Druckbogen mit einer Durchlaufgeschwindigkeit
bis zu 60 000 Druckbogen pro Stunde und darüber transportiert werden. Die Gliederketten tragen vereinfachte
Heftwerkzeuge geringer Trägheit, so daß das Bilden und das Heften der Klammern vergleichsweise langsam über
einen kontinuierlichen Förderweg erfolgt und durch die beiden benachbarten Transport-Gliederketten bewirkt wird. Die
Bänder oder Bogen bewegen sich somit mit hoher Geschwindigkeit längs eines linearen Transportweges ohne Änderung der
Transportrichtung. Die Klammern werden mit ihren Ebenen parallel zum Förderweg des Papiers durch eine der Gliederketten
zugeführt, womit eine vergrößerte Zeitspanne für das
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Eindringen der Spitzen der U-förmigen Klammern nacheinander längs des Förderweges in und durch das Papier gegeben ist,
wobei sich ein Zusammenwirken mit entsprechenden Biegewerkzeugen der anderen Gliederketten ergibt. Damit wird der kritische Vorgang des Heftens mit hoher Geschwindigkeit, wie
er bei den vorbekannten Maschinen gegeben ist, vereinfacht bzw. erleichtert, was zu einer höheren Lebensdauer und Wartungsfreiheit
der Maschine führt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist auch deshalb eine
einfachere Konstruktion auf, weil der von einer Trommel abgerollte
und in einer Schneidestation in geeignete Drahtstücke zerschnittene Draht synchron unter Berührung klammerbildender
Werkzeuge mittels Transportpatrizen transportiert wird. Der Draht wird durch die Patrize in eine Matrize eingesetzt,
die sich auf derjenigen Gliederkette befindet, welche die Papierbogen transportiert, womit die Heftung gebildet
wird. Damit erfolgt der Heftvorgang innerhalb einer vergleichsweise
langen Zeitspanne unter Auftreten nur geringer Trägheitskräfte und mit der Erfordernis einer vergleichsweise
geringen Spitzenbelastung. Dies aber vermindert die erwähnter Problematik und die Abnutzung, wie sie bei den vorbekannten
Heftmaschinen typisch sind. Auch kann ein dünnerer Klammerdraht verwendet werden, weil die Klammern keinen harten
Schlägen ausgesetzt werden, die bei den vorbekannten Maschinen
zu einem Umknicken der Klammern führen würden.
^ ■..·».· -37033*7*6"
Auf der Zeichnung zeigen:
Pig. 1 eine Seitenansicht einer Transport-, FaIt- und
Heftvorrichtung für Druckbogen nach der Erfindung ,
Fig. 2 eine Ansicht der Einrichtung zum Transport und zum Bilden der Klammern, und zwar von links her
gesehen auf den Teil 2-2 von Fig. 1,
Fig. 3 Teilansichten der Vorrichtung von Fig. 1, und zwar
u von links her gesehen auf die Teilbereiche 3-3 bzw.
4-4, wobei der Transport eines Druckbogens dargestellt ist,
Fig. 5A Seiten- bzw. Rückansichten der Einrichtung zur Aufnahme des abgeschnittenen Drahtes, zum magnetischen
Transport der Drahtklammern und der Formungs-Patrize,
Fig* 6Ä Seiten- bzw. Rückansichten der die Klammern bildenn
den und transportierenden Matrizen, welche auch zum Ausstoßen der Klammern beim Heften des Papiermaterials
dienen,
Fig. 7A
und 7B Seiten- und Rückansichten eines Kettenglied-Werkzeugs zum Klammerheften,
Fig. 8A Seiten- und Rückansichten der von einem Kettenglied
un getragenen Heftpatrize,
Fig. 9A Rück- und Seitenansichten der zur Patrize nach Fig.
un 8 gehörenden, von einem Kettenglied getragenen
Heftmatrize,
Fig. 10 einen Schnitt durch ein abgewandeltes, auf Reibung beruhendes Transportwerkzeug, welches das Werkzeug
von Fig. 5B zu ersetzen vermag, und
Fig. 11A Rückansichten von Abwandlungsformen der Werkzeuge
und 11B
Gemäß den Fig. 1-4 weist die Vorrichtung nach der Erfindung drei Gliederketten-Anordnungen 10, 11 und 12 sowie einen
Drahtabschneider 13 auf, wobei die besonderen betriebsmäßigen Zusammenhänge der Elemente beim Bilden und Transportieren der
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Klammern, beim Durchstoßen und Heften einer Bahn oder von Druckbogen dargestellt ist, die in Richtung des Pfeiles 14
zwischen den Gliederketten 11 und 12 auf einer linearen Bahn gefördert werden. Die Fig. 3 und 4 zeigen das Verklammern
und Heften von Druckbogen 15 bei ihrem Durchgang durch die Gliederketten. Die Gliederketten 10, 11 und 12 werden
durch Zahnräder 16 kontinuierlich angetrieben, die sich in Pfeilrichtung um Wellen 17 drehen, und zwar mit einer Geschwindigkeit,
welche die Bearbeitung der Druckbogen in direkter Linie zwischen einer Druckeinrichtung und einer
Stapeleinrichtung oder in einer Auswerteinrichtung ermöglicht. Dabei sind mit der Vorrichtung Bearbeitungsgeschwindigkeiten
für die Druckbogen möglich, die bis über 60 000
Druckbogen pro Stunde reichen.
Ein Draht 18 wird von einer nicht gezeigten Trommel über Rollen 19 einem Rotationsmesser 20 zugeführt, wobei die Geschwindigkeit
synchron mit der Geschwindigkeit der Gliederketten ist, um so abgeschnittene Drahtstücke 21 zu erhalten,
aus denen Klammern gebildet werden, die dann aufgenommen,
transportiert und geformt werden, und zwar, mittels der·Transportpatrizen
22, die entweder Magnetkörper (Fig. 5B) oder auf Reibung beruhende Greifer (Fig. 10) sind, letzteres wenn der
Draht aus einem nicht magnetischen Material, etwa Messing
oder rostfreier Stahl, besteht. Die Walze 23stellt einen
Draht-Transporteur dar, der das Festhalten und Zentrieren
des Drahtes unterstützt, der in den Rillen 24 (Fig. 5B, 10) der Patrizen 22 einliegt, die durch die Kettenglieder 25
getragen werden. Wie sich am besten aus Fig. 10 ergibt, werden zwei Elemente durch Federn zusammengehalten, um so eine
Rille 24' zu bilden, wobei diese Teile durch den einen geringfügig
größeren Durchmesser aufweisenden Draht 21 auseinandergespreizt werden, so daß der Draht in der Rille 24' durch
Reibungskraft gehalten wird. Die zum Transport und zum Bilden
der Klammern dienenden Patrizen 22 passen in die Glieder der Kette 10 und werden so .geführt, daß sie mit Matrizen 26
(Fig. 6A, 6B) zusammenwirken, die von der Kette 11 getragen
werden.
Die Patrizen 22 sind über die Kettenglieder der Kettenanordnung 10 verteilt und bilden aus einer einzigen Drahtzuführung
18 eine Vielzahl von.Klammern, die dann in Papierbogen einsetzbar
sind, die sich längs des linearen Transportweges bewegen, der durch die kontinuierlich laufenden Kettenanordnungen
gebildet wird. Dabei wird ein Drahtstück 21 durch die Patrize 22 in die Matrize 26 eingesetzt, wenn diese eine
Stelle durchläuft, die auf der Zeichnung mit 27, 28 usw. bezeichnet ist. Der gekrümmte Führungsbalken 29 verursacht
das Umbiegen des Drahtes 21 und die Bildung einer Klammer, wobei dieser Vorgang trotz der hohen Durchlaufgeschwindigkeit
der Druckbogen vergleichsweise langsam abläuft, ohne die Erfordernis einer schlagartigen oder sehr hohen Energie,
was zu der geringen Abnutzung und der hohen Lebensdauer der erfindungsgemäßen Vorrichtung beiträgt. Fig. 2 zeigt die
Bildung der Klammern in der Matrize 26.
Die Matrizen 26 weisen einen Gleitkolben 35 mit Nockenarm 36 auf. Der Kolben 35 wird durch die Matrize 22 nach unten
in eine untere Anschlagposition gestoßen, wobei der Draht 21 in eine Klammer geformt und in die Rille 37 der Matrize
26 (Fig. 6B) eingedrückt wird, welche mit den Rillen 24 der Patrize 2 2 zusammenwirkt. Die Klammer wird dann in der
Matrize 26 gehalten und transportiert und später dann wieder ausgestoßen.
Die Ketten-Stützschienen 29, 40 - 44 bilden zusammen mit den Zahnrädern 16 einen starren Stützweg über den gesamten
Umlaufweg der Gliederketten 10, 11 und 12. Eine gekrümmte Schiene 4 6 zum Umbiegen der Klammern ist so angeordnet, daß
sie mit den Nockenarmen 36 zusammenwirkt, womit die Klammern aus den Matrizen 26 ausgestoßen und durch die Druckbogen
hindurchgedrückt werden, die zwischen den Gliederketten 11 und 12 transportiert werden, wobei die Klammern dann in
den Ausnehmungen 49 von Biegematrizen 50 (Fig. 7A und 7B) umgebogen werden. Die gekrümmte Oberfläche der Schiene 4 6
führt zu einer optimalen Geschwindigkeit des Eintritts der Klammern in die Druckbogen, welche unterschiedliche Dicke
besitzen können, wobei die Bogen auf einfache Weise dadurch transportiert werden, daß sie die untere Gliederkette 12 belasten,
womit ein ausreichender Reibungsdruck für den Transport
erzielt wird. Selbstverständlich können mit dieser Vorrichtung Klammern verschiedener Längen erhalten werden, insbesondere
dadurch, daß die Länge des vom Schneidwerkzeug 20 abgeschnittenen Drahtes entsprechend vorgegeben wird.
Wesentlich ist, daß die Biegepatrizen dazu geeignet sind, gebogene
bzw. geknickte Druckbogen 15 (Fig. 3 und 4) zu bearbeiten. Dabei dienen Biege-Zwischenpatrizen 51 (Fig. 8A und
8B) zur Erzielung eines fortlaufenden Knicks, und zwar zusammen
mit Biege-Matrizen 52 (Fig. 9A und 9B) längs des gesamten
Bewegungsweges zwischen den Ketten 11 und 12. Auf
diese Weise wird ein gehefteter und gefalteter Druckbogen
15 erzeugt, wie er in Fig. 3 dargestellt ist, der dann die lineare Transportbahn verläßt. Gemäß Fig. 11 ist eine solche
Knickung bzw. Faltung nicht erforderlich^ und es können auch
ebene Transportwerkzeuge 51A, 52A zusammen mit den Biegewerkzeugen
von Fig.-7 verwendet werden, um beispielsweise
nicht-gefaltete, fortlaufende Bahnen zu bearbeiten, von denen dann später Druckbogen abgeschnitten und diese gefaltet
werden.
Während des Betriebs der Heftvorrichtung werden also Druckbogen
längs des linearen Weges 14 zwischen den Gliederketten 11 und-12 transportiert, wobei die Druckbogen nach unten
geknickt, nach oben geknickt oder eben sein können. Die von
den Kettengliedern getragenen Preß- und Heftwerkzeuge 26,
50 sowie 51, 52 drücken dann längs des fortlaufenden Förderweges der beiden Gliederketten 11 und 12 eine Vielzahl von
Klammern in die Druckbogen. Diese Klammern werden vom Werkzeug 26 aus einem endlosen Draht 18 gebildet, der von einer
Vorratstrommel zugeführt wird. Dabei kann die Vorrichtung mit sehr hoher Arbeitsgeschwindigkeit betrieben werden,
unter anderem deshalb, weil das vom gekrümmten Balken 4 6 unterstützte Heften über einen langen Bewegungsweg vergleichsweise
langsam erfolgt, und zwar ohne kurzzeitige
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Schläge, womit kleinere Drähte verwendbar sind, und weil
U-förmige Klammern in die Druckbogen längs deren Faltachse und nicht quer dazu eingesetzt werden. Die Klammern werden
auf einer Bahn parallel neben dem Transportweg der Druckbogen 14 durch die Gliederketten 11 und 12 geführt. Dies ist
sehr wichtig, weil damit ermöglicht wird, zusammenhängende Bahnen zu heften, bevor diese in Einzelbogen zerschnitten
werden. Dies könnte mit den bekannten Schlagheftern nicht
bei hoher Geschwindigkeit der zu heftenden Dokumente erreicht werden, weil beide Klammerspitzen bei dieser Betriebsweise
notwendigerweise gleichzeitig eingedrückt werden müssen, was den Betrieb auf solche Bedingungen begrenzt, bei denen
die Bogen gedreht werden, damit sie die Heftvorrichtung so
durchlaufen, daß die Faltlinie senkrecht zum Förderweg verläuft.
Durch das Zusammenwirken des gekrümmten Balkens 46 und des
Nockenarmes 36 dringen die Klammern vergleichsweise langsam durch die Druckbogen, wobei die Druckbogen sich in Bewegung
befinden, und zwar in einer Richtung von links nach rechts zwischen den beiden fortlaufend umlaufenden, die Werkzeuge
tragenden Gliederketten 11 und 12. Dabei hat die aufzuwendende Energie eine geringere Amplitude, und die Werkzeuge sind
vereinfacht. Das Umbiegen der Klammern erfolgt, sobald'die Klammerenden in die Ausnehmungen 4 9 der Biegewerkzeuge 50
(Fig. 7A) eindringen, die darüberhinaus auch den Falvorgang unterstützen, und zwar aufgrund ihrer Dreiecksform, die
mit den schrägen Seiten 60 (Fig. 6B) der Matrizen 26 zusammenpaßt.
Die Druckbogen werden somit in jedem Fall längs ihrer eventuellen Faltlinie geheftet, und sie können auch, wenn erwünscht,
tatsächlich gefaltet werden, und zwar durch die zusammenwirkenden Werkzeugsflachen 51, 52, wenn sie sich auf
ihrem linearen Förderweg befinden, auf dem auch die Klammern transportiert werden. Die Kettenglieder treten im Bereich
des linksseitigen Zahnrades 16 unter einem Winkel in Berührung, was eine ideale Annäherung darstellt, wobei der
vorgegebene Eintritt der Klammern in die Druckbogen bzw. in
das fortlaufende Band durch den Balken 46 unterstützt wird. Der fortlaufende Förderweg zwischen den beiden Gliederketten
11 und 12 ist lange genug, um eine volle Bogenlänge aufzunehmen, wobei eine Vielzahl von Klammern durch eine Vielzahl
der vereinfachten Heftwerkzeuge längs dieses Transportwegeis
in den Papierbogen eingesetzt wird, wobei die Klammern von einem einzigen endlosen Draht stammen. Aufgrund der geringen
Trägheit, des geringen Gewichtes, der vereinfachten Hefterkonstruktion
usw. ist es offensichtlich möglich, auch hohen Rotationsgeschwindigkeiten
gerecht zu werden. Durch das Fehlen von harten Schlägen während der Bildung und der Biegung der
Klammern ist die Abnutzung der Vorrichtung gering und die Wartung selbst bei sehr schnellem Lauf wesentlich vermindert.
Ist der in Stücke 21 geschnittene Draht 18 .magnetisch, dann
wird er durch magnetische Patrizen 22 transportiert und in
die Form von Klammern gebracht, wobei er so lange durch die magnetischen Patrizen 22 gehalten wird, bis.sie in die Matrizen
26 eindringen. Die entweder magnetischen oder die Klammern durch Reibungswirkung haltenden Patrizen 22 bzw. 22'
(Fig. 10) sind wesentlich einfacher· in ihrer Konstruktion als
die üblichen, sehr aufwendigen Einrichtungen'zum Handhaben
der Drahtstücke bei Heftmaschinen großer Arbeitsgeschwindigkeit.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß ein Wechsel der Richtung des Hindurchführens des
Drahtes durch die Schneideinrichtung nicht erforderlich ist, wenn der Draht dem Werkzeug zur Bildung einer Klammer zugeführt
wird. Dieser Wegfall komplizierter Transportvorgänge vermindert nicht nur die Kosten und die Gefahr des Auftretens
von Fehlern, sondern vereinfacht auch die Konstruktion der Gesamtvorrichtung wesentlich.
Die Einfachheit und das geringe Gewicht der Vorrichtung nach
der Erfindung und ihrer Werkzeuge zur Bildung und Heftung der
Klammern ist von großer Bedeutung. Dabei besteht die Heftvorrichtung
im wesentlichen aus drei von den Kettengliedern getragenen Werkzeugen 22, 26 und 50, die ein geringes Gewicht
aufweisen. Die Verwendung dieser drei Werkzeuge, die auf ihrem gekrümmten Weg schlaglos aufeinandertreffen sowie
der lange Berührungsweg tragen zu einem niedrigen Energieverbrauch und zur Möglichkeit hoher Geschwindigkeiten bei.
Die Herstellungskosten der Vorrichtung sind vergleichsweise niedrig, ebenso die Transportkosten, die Betriebskosten und
die Wartungskosten. Gerade in diesem Industriezweig ergeben sich nämlich beträchtliche Kosten, wenn unerwartet ein Stillstand
der Vorrichtung durch irgendwelche Fehler auftritt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung stellt somit einen tatsächlichen
Fortschritt dar und erhöht den Ausstoß der angeschlossenen Vorrichtungen und Maschinen.
Die Gliederketten, die mit dem Druckvorgang zusammenhängenden
Transporteinrichtungen zum Zuführen und Abführen der Druckbogen, die Anordnungen zum Einführen und zum Stapeln (nicht gezeichnet)
und die Vorrichtung zum Zuführen und Abschneiden des Drahtes werden alle in einer üblichen Gesamtanlage synchron
angetrieben, so daß die Druckbogen in richtiger Lage für den jeweiligen Vorgang ankommen, beispielsweise zum Einsetzen
von drei Klammern, in die Druckbogen, und zwar zentriert und mit richtigem Abstand.
Mit der Erfindung wird somit eine einfache Vorrichtung geschaffen,
die keine schlagartigen Kräfte benötigt und keine abnutzungsgefährdeten Elemente aufweist und die trotzdem in
der Lage ist, die mit hoher Geschwindigkeit ankommenden und weiter zu befördernden Druckbogen zu falten und zu heften.
Es sind dabei Ausstoßmengen von über 60 000 Gegenständen pro Stunde leicht erreichbar, und zwar im fortlaufenden
Dauerbetrieb, ohne daß eine häufige Wartung erforderlich ist. Geringe Kosten und geringer Energiebedarf ergeben sich dabei
daraus,daß keine schwierig herzustellenden Maschinenteile erforderlich sind und der Energiebedarf über eine vergleichsweise
lange Zeitspanne verteilt ist, womit Elemente vermieden werden, die einer hohen Spitzenbelastung ausgesetzt wer-
den, wie dies sonst bei schnell arbeitenden Walzen oder sonstigen
zyklischen Mechanismen der Fall ist. Die Einfachheit der Vorrichtung vereinfacht auch den Zugang zur Vorrichtung
sowie deren Reparatur und Wartung, wenn letztere erforderlich sind.
Die Vorrichtung ist sehr anpassungsfähig und kann mit den
verschiedensten Geschwindigkeiten betrieben werden. Auch
ist sie leicht anzupassen an einen Synchronbetrieb mit in
der gleichen Bearbeitungslinie laufenden Hochgeschwindigkeits-Rotationspressen
und dergleichen. Die Vorrichtung kann.aber auch im Einzelbetrieb eingesetzt werden, mit fortlaufender
oder intermittierender Bogenzuführung, mit Zuführung von
fortlaufenden Bändern oder Streifen, wenn diese geheftet werden sollen.
Mit der Erfindung wird somit eine einfache, billige, funktionstüchtige
und ohne Schlagbeanspruchungen arbeitende Heftvorrichtung
geschaffen, die eine Vielzahl von Klammern von einer Draht-Vorratsrolle abschneidet und sowohl durchgehende Bahnen
als auch vereinzelte Druckbogen mit einer Heftung versieht, -. wobei die Vorrichtung in Sammelvorrichtungen oder nach Hochgeschwindigkeits-Rotationspressen
eingesetzt werden kann; ihre Arbeitsgeschwindigkeit liegt bei 60 000 Druckbogen pro Stunde
und darüber.
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Claims (11)
- PATENTANSPRÜCHEQ\ Vorrichtung zum Heften von sich bewegenden Papierren, gekennzeichnet durch Elemente (11, 12) zuinFÖrdern der Papierwaren längs eines linearen Weges (14) zu einer Vielzahl von einzusetzenden Klammern, durch Elemente (26) zum Fördern einer Vielzahl von U-förmigen Klammern entlang des Förderweges (14) längs der Papierwaren, wobei die Klammerspitzen die Papierwaren längs dieses Weges durchdringen und umgebogen werden, und durch Elemente (50) zum Falten der Papierwaren längs einer vorgegebenen FaItlinie^wenn die Papierwaren den linearen Förderweg (14) durchlaufen, innerhalb dem auch die Klammern hindurchgestoßen und umgebogen werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Papierwaren längs des linearen Förderweges transportierenden Elemente aus zwei kontinuierlich umlaufenden Gliederketten bestehen, deren Glieder die Papierwaren beidseits berühren. .
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltelemente aus Sätzen von Patrizen und Matrizen bestehen, welche auf den Gliedern der beiden Gliederketten sitzen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schneideinrichtung zum Abschneiden von Drahtstücken von einem unendlichen Draht, durch die Drahtstücke transportierende und aus diesen Klammern bildende Patrizen und durch Klammern bildende Matrizen, die mit den Patrizen zusammentreffen und mit diesen zusammenpassen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrizen einen Magnetkörper aufweisen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Patrizen Elemente zum Ergreifen und Festhalten der Drahtstücke mittels Reibungskraft aufweisen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Element zum Fördern der Drahtstücke eine kontinuierlich umlaufende Gliederkette ist, auf deren Gliedern die Patrizen sitzen, daß das Element zum Fördern der Papierwaren längs des linearen Förderweges aus zwei kontinuierlich umlaufenden Gliederketten besteht, die sich auf dem linearen Förderweg treffen und dabei die Papierwaren zwischen sich festklemmen, und daß die Matrizen zum Bilden der Klammern aus den Drahtstücken auf Gliedern einer dieser beiden Gliederketten sitzen.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Förderer, der die Klammern den Papierwaren zufuhrt, wobei sich der Förderer kontinuierlich mit konstanter Geschwindigkeit über einen gekrümmten Weg bewegt, der in einen Weg parallel zum linearen Förderweg übergeht.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der gekrümmte Weg durch eine Krümmungsfläche vorgegeben ist, deren Umriß die Eindringtiefe der Klammern während des Förderweges festlegt.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Elemente zum Verteilen einer Vielzahl von Klammern innerhalb des linearen Förderwegs längs der Länge der zu heftenden Papierwaren und durch Elemente zum Bilden von Klammern aus einem endlosen Draht.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Förderelemente sowohl für die Papierwaren als auch die Klammern, wobei die Förderelemente auf Kettengliedern sitzende Eingreifelemente tragen.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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