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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft ein hydropneumatisches Vormontagegerät für
lötlose Rohrverschraubungen, mit einem an einem Druckübersetzer lösbar befestigten
Vormontagestutzen und einem Gegenlager für den auf das Rohr aufgesetzten Schneidring.
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Es sind hydropneumatische Vormontagegeräte bekannt, bei denen ein
Druckübersetzer vorgesehen ist und dessen Ende mittels eines Haltestiftes lösbar
an einem Vormontagestutzen befestigt ist. Diesem Vormontagestutzen liegt eine Gegenplatte
gegenüber, und diese Gegenplatte ist geschlitzt, und die Breite des Schlitzes entspricht
dem Außendurchmesser der Rohre. Bei der Vormontage sitztdie Uberwurfmutter mit ihrer
hinteren Fläche als Anlage vor der Gegenplatte. Der innere Teil der Uber-0 wurfmutter,
der eine Schräge von 45 bildet, ist dabei die Anlage für den Schneidring. Die Durchmesserdifferenz
zwischen dem Innendurchmesser der Mutter und dem Rohraußendurchmesser ist sehr gering.
Bei der Montage des Schneidringes auf dem Rohr muß der Vormontagestutzen zwischen
Rohr und Uberwurfmutter gedrückt werden. Aus diesem Grund haben die Vormontagestutzen
eine sehr geringe Wandstärke. Diese geringe Wandstärke führt zu einer geringen Haltbarkeit.
Es besteht nicht nur die Gefahr für einen Ausbruch, sondern es ist schon viel früher
möglich, daß der dünnwandige Teil des Vormontagestutzens sich innenballig ausformt
und deshalb eine richtige Vormontage des Schneidringes nicht mehr gewährleistet
ist, was zwangsläufig zu einer undichten Rohrverschraubung führt.
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ringen mit
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde,
das hydropneumatische Vormontagegerät derart auszubilden, daß bei längerer Lebensdauer
des Vormontagestutzens eine gute und sichere Vormontage gewährleistet wird.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an einer Grundplatte,
die eine Rohraufnahmeöffnung aufweist, zwei Anschlagplatten axial verschiebbar montiert
sind, daß eine der Anschlagplatten um eine zur Rohrachse parallele Achse verschiebbar.ist,
daß an jeder Anschlagplatte eine Halbschale einer Führungsbuchse, die eine Ansenkung
aufweist, lösbar befestigt ist und daß jede Halbschale einen in die Rohraufnahmeöffnung
einführbaren Zentrieransatz aufweist.
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Durch diese Ausbildung ist nicht mehr erforderlich, daß die Überwurfmutter
das Gegenlager für den Schneidring bei der Vormontage bildet. Das Gegenlager wird
durch die Halbschalen einer zweigeteilten Führungsbuchse gebildet.
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Dies macht es möglich, daß der Vormontagestutzen mit einer wesentlich
größeren Wandstärke ausgebildet werden kann. Die Halbschalen sind auswechselbar
und legen den Rohrdurchmesser fest. Eine der Anschlagplatten ist fest, während die
andere um einen Fußpunkt drehbar gelagert ist.
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In axialer Richtung sind die Anschlagplatten verschiebbar.
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Bei der Montage schieben sich die Anschlagplatten gegen die Grundplatte.
Mittels der Zentrieransätze der Halbschalen erfolgt eine Zentrierung der Führungsbuchse
in der Grundplatte und gleichzeitig wird dadurch ein Öffnen der Anschlagplatte verhindert.
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Es hat sich gezeigt, daß durch diese Ausbildung für die Vormontagestutzen
bisher keine Grenze der Montagezahl erreicht wurde.
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Mit besonderem Vorteil können die beiden Anschlagplatten gegen die
Vorspannung einer Feder axial verschiebbar sein, so daß nach der Vormontage die
Anschlagplatten durch diese Feder wieder in eine Ausgangsstellung gebracht werden
können.
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Die beiden Anschlagplatten können in der Grundplatte mittels eines
Führungszapfens geführt sein und die eine Anschlagplatte dann um diesen Führungszapfen
verschwenkbar sein. Durch diese Verschwenkung erfolgt eine Öffnung der Rohrhalterung
und das Rohr kann leicht eingeführt werden. Dabei kann die verschwenkbare Anschlagplatte
mittels einer Feder in die Schließstellung vorgespannt sein.
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Eine einfache Betätigung wird dadurch ermöglicht, daß die verschwenkbare
Anschlagplatte mit einem Betätigungshebel ausgerüstet ist.
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Die Zentrieransätze an den Halbschalen der Führungsbuchse können abgeschrägte
Zentrierkanten aufweisen, und die Rohraufnahmeöffnung in der Grundplatte kann eine
Ansenkung aufweisen. Die Abschrägung und die Ansenkung können dabei zur Zentrierung
zusammenwirken.
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Um die Lebensdauer des Vormontagestutzens zu verlängern, kann in diesen
Vormontagestutzen ein Hartmetallkern eingesetzt sein.
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Um zu gewährleisten, daß vormontierte Schneidringverschraubungen mittels
des Vormontagegerätes die gewünschte Vormontage aufweist, ist eine Prüfeinrichtung
vorgesehen. Diese Prüfeinrichtung kontrolliert die Länge des vor dem Schneidring
vorstehenden Rohres. Wenn der Vormontagestutzen verschlissen ist, ist die Länge
des vorstehenden Rohres zu klein. Bei zu engem Vormontagestutzen
ist
diese Länge zu groß. Die Prüfeinrichtung weist eine konische Öffnung auf, die in
eine zylindrische Bohrung übergeht, in der ein Kolben gleitet, dessen Ende auf eine
Meßuhr einwirkt. Bei dieser Meßuhr kann es sich um eine elektronische oder mechanische
handeln. Vorzugsweise ist diese Meßuhr auf ein oberes und unteres Abmaß einstellbar.
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Bei der Prüfung von vormontierten Rohren wird das Rohrende in den
Konus gesteckt. Der Schneidring liegt dabei an der Konuswandung an, und das vor
der Schneidringkante vorstehende Rohrende drückt auf den Kolben. Dieser betätigt
die Meßuhr und der Sitz des Schneidringes kann auf diese Weise kontrolliert werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen in der folgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung erläutert werden. Es zeigen Fig.
1 eine schematische Darstellung von Teilen des Vormontagegerätes vor der Montage,
Fig. 2 eine Schnittansicht von Teilen des Vormontagegerätes bei der Montage, Fig.
3 eine Ansicht der Grundplatte von vorn, Fig. 4 eine Ansicht der Grundplatte von
hinten und Fig. 5 eine schematische Ansicht einer Prüfeinrichtung.
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In Fig. 1 sind die wesentlichen Teile des Vormontagegerätes gezeigt.
Das Vormontagegerät weist einen an sich bekannten Druckübersetzer 1 auf. Dieser
Druckübersetzer
wird mittels eines nicht dargestellten Hebels betätigt.
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Der Druckübersetzer weist ferner ein nicht dargestelltes Druckmeßinstrument
auf. Mittels dieses Druckmeßinstrumentes kann der auf den Druckübersetzer einwirkende
Druck eingestellt werden, der ja für unterschiedliche Rohrdurchmesser verschieden
ist. Am ausfahrbaren Teil des Druckübersetzers 1 ist mittels eines Haltestiftes
3 ein Vormontagestutzen 5 befestigt, der beim dargestellten Ausführungsbeispiel
zur Verlängerung der Lebensdauer seinen Hartmetallkern 6 aufweist. Dieser Vormontagestutzen
5 kann durch Lösen des Haltestiftes 3 leicht ausgewechselt werden, so daß eine einfache
Anpassung an unterschiedliche Rohrdurchmesser möglich ist.
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Während bei den bekannten hydropneumatischen Vormontagegeräten das
Gegenlager für den auf das Rohr 4 aufgesetzten Schneidring 21 durch die Uberwurfmutter
und eine Gegenplatte gebildet wurde, wird nunmehr das Gegenlager für diesen Schneidring
21 durch eine Kopfplatte gebildet.
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Diese Kopfplatte weist eine Grundplatte 10 auf. Diese Grundplatte
10 hat eine Rohraufnahmeöffnung 16, die koaxial zum Vormontagestutzen 5 angeordnet
ist. Durch diese Rohraufnahmeöffnung 16 kann, wie in Fig. 1 gezeigt, ein Rohr 4
eingesetzt werden. Diese Grundplatte 10 enthält zwei Anschlagplatten 9 und 9a. Die
beiden Anschlagplatten 9 und 9a sind, wie insbesondere den Fig. 1 und 2 zu entnehmen
ist, axial verschiebbar an der Grundplatte 10 gelagert. Die eine Grundplatte 9a
ist lediglich axial verschiebbar und zur Verschiebung sind zwei Führungszapfen 17
und 18 für diese Grundplatte 9a vorgesehen. Zwischen der Grundplatte 10 und den
beiden auf dem Führungszapfen 17 sitzenden Anschlagplatten 9 und 9a ist auf eine
Vorspannungsfeder 19 angeordnet.
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Die andere Anschlagplatte 9 ist um eine zur Rohrachse 14 parallele
Achse 15 verschwenkbar, d. h. die Anschlagplatte 9 ist verschwenkbar am Führungszapfen
17 gelagert.
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Die beiden Anschlagplatten 9 und 9a tragen Halbschalen 8 einer Führungsbuchse
11. Diese Halbschalen sind mittels Schrauben 27 lösbar an den jeweiligen Anschlagplatten
montiert. Diese Halbschalen haben im geschlossenen Zustand einen Durchmesser, der
dem Außendurchmesser des Rohres 4 entspricht, d. h. diese Halbschalen legen im geschlossenen
Zustand das Rohr fest.
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Die mittels eines Betätigungshebels 7 verschwenkbare Anschlagplatte
9 wird durch die Feder 20 in ihre Schließstellung gedrückt.
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Die Halbschalen 8 weisen am vorderen Ende eine Ansenkung 0 13, vorzugsweise
eine 45 - Ansenkung auf, und diese Ansenkung dient bei der Montage als Anschlag
für den Schneidring 21.
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Jede Halbschale 8 weist einen Zentrieransatz 12 auf. Jeder Zentrieransatz
12 hat eine Zentrierkante 22, die mit einer Ansenkung 23 in der Rohraufnahmeöffnung
zusammenwirkt, wie es Fig. 2 zeigt.
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Dadurch, daß nunmehr die Halbschalen 8 das Gegenlager für den Schneidring
21 bei der Montage bilden, kann der Vormontagestutzen 5 eine ausreichende Wanddicke
haben, um einen alsbaldigen Verschleiß zu verhindern.
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In der Fig. 1 sind die Teile des Gerätes in der Lage dargestellt,
in der sie sich vor der eigentlichen Montage befinden.
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wig. 2 zeigt dann den Montagevorgang. Für die Montage ist die Anschlagplatte
9 geschlossen, und das Rohr 4 ist eingelegt, wobei sich die Uberwurfmutter hinter
der Grundplatte 10 befindet. Der Schneidring 21 befindet sich auf dem Rohr 4 und
liegt mit seinem hinteren Ende in der Führungsbuchse 11 zentriert. Das Rohr 4 wird
bis zum Anschlag in den Hartmetallkern 6 des Vormontagestutzens 5 eingeführt.
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Danach werden die Anschlagplatten geschlossen und der Schneidring
21 sitzt nun um den ganzen Umfang der Führungsbuchse. Die Montage wird so durchgeführt,
daß der Druckübersetzer den Montagestutzen in die in Fig. 2 dargestellte Stellung
drückt, wobei das Einschneiden des Schneidringes erfolgt. Nach der Montage werden
die Anschlagplatten 9 und 9a geöffnet und das vormontierte Rohr kann entnommen werden.
Um zu gewährleisten, daß diese Montage bei der Endmontage zur gewünschten Dichtheit
führt, wurde eine Prüfeinrichtung geschaffen, die in Fig. 5 dargestellt ist. Diese
Prüfeinrichtung kontrolliert die Länge des vor dem Schneidring vorstehenden Rohres.
Wenn der Vormontagestutzen verschlissen ist, ist die Länge des vorstehenden Rohres
zu klein, bei zu engem Vormontagestutzen ist diese Länge zu groß. Die Prüfeinrichtung
24 weist eine konische Öffnung 25 auf, die in eine zylindrische Bohrung 26 übergeht.
In dieser Bohrung kann ein Kolben 27 gleiten, und das Ende dieses Kolbens wirkt
auf eine Meßuhr 28 ein, die eine elektronische Meßuhr oder eine mechanische Meßuhr
sein kann.
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Diese Meßuhr kann auf ein oberes und unteres Abmaß eingestellt werden.
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Bei der Prüfung von vormontierten Rohren wird das Ende des Rohres
4 in den Konus 25 gesteckt. Der Schneidring 21 liegt dabei an der Wandung der konusförmigen
Öffnung
25 an. Das vor der Schneidringkante vorstehende Rohrende
drückt auf den Kolben 27, und dieser betätigt die Meßuhr, und der Sitz des Schneidringes
kann auf diese Weise kontrolliert werden.
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