DE3202267A1 - Fersenhalter einer skibindung mit skibremse - Google Patents
Fersenhalter einer skibindung mit skibremseInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fersenhalter einer Skibindung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei den meisten bekannten Skibindungen ist die Skibremse von der Funktion des Fersenhalters unabhängig. Sie wird
durch eine Aufstellfeder jedesmal dann in die Bremsstellung verschwenkt, wenn der Skischuh sich aus der Bindung gelöst
hat.
üblicherweise bleibt ferner bei einem Auslesen des Vorderbackens
durch einen reinen Drehsturz der Fersenbacken geschlossen und muß zum Wiedersinsteigen erst durch Hand
geöffnet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Skibindung der eingangs definierten Art zu schaffen, bei der mit einfachen
baulichen Mitteln der Fersenhalter nach einer Aus- ' lösung am Vorderbacken selbsttätig in die Freigabestellung
bewegt wird.
30
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Findet bei dem erfindungsgemäßen Fersenhalte.r die Auslösung
am Vorderbacken statt, dann bewirkt die Aufstellfeder der Skibremse nicht nur ein Überführen der Skibremse in ihre
Bremsstellung, sondern über die Koppelung zugleich ein Freigeben des den Sohlenniederhalter tragenden Bauteils des
* Fersenhalters. Dieser verschwenkt sich also, gegebenenfalls
durch eine leichte Feder unterstützt, auch dann in die Freigabestellung, wenn der Schuh an sich nur am Vorderbacken
freigegeben wird. Dadurch wird die Bindung in dl ^ ώ Inn lc. \f>;~
bereite Stellung gebracht.
Aus der DE-OS 25 35 552 ist zwar eine Skibindung bekannt, bei der die Skibremse kinematisch mit dem Fersenhalter gekoppelt
ist. Dieser weist ein schwenkbares und in Skilängsrichtung unter der Wirkung einer Schubfeder verschiebbares
Gehäuse auf, das in Abfahrtsstellung etwa parallel zur Skioberseite verlaufende Leitplatten trägt. Diesen sind an
den oberen Enden der Bremsdorne der Skibremse Führungsplatten zugeordnet. In der Abfahrtsstellung liegen die
Führungsplatten an der Unterseite der Leitplatten an, wodurch sich die beiden Bremsdorne in der Bereitsschaftslage
befinden. Wird jedoch das Gehäuse in die Freigabestellung
geschwenkt, so gleiten die Führungsplatten an der Unterseite der Leitplatten entlang, wobei gleichzeitig die Bremsdorne
in die Bremsstellung verschwenkt werden. Wird jedoch nur der Vorderbacken ausgelöst und der Skistiefel verläßt
die Skibindung, so schiebt die Schubfeder das Gehäuse in
Richtung zur Skispitze hin. Dadurch kommen die beiden Leitplatten außer Eingriff mit den Führungsplatten und die
Bremsdorne schwenken unter den Einfluß von Federn in die Bremsstellung. Bei letzterem Vorgang wird der Fersenhalter
somit nicht in die Offenstellung überführt. 30
Eine zweckmäßige Variante der Erfindung ist im Anspruch ?. angegeben. Durch diese Maßnahme wird nach dorn Auslösen elco
Vorderbackens der hochschwenkbare Bindungsteil von der Rastvorrichtung abgekoppelt.
Es ist gemäß Anspruch 3 jedoch auch möglich, die Erfindung
auf eine Bauform des Fersenhalters anzuwenden, bei dem ein Teil der Rastvorrichtung auf einem um eine horizontale
Querachse hochschwenkbar gelagerten Bauteil angeordnet ist,
der seinerseits durch eine lösbare Klinkenanordnung gegen Hochschwenken zusammen mit dem den Sohlenhalter tragenden
Bindungsteil gehalten ist. In diesem Fall sieht die Erfindung vor, daß bei einem Freikommen des Skischuhes am Vorder
backen die Aufstellfeder der Skibremse die Klingenanordnung
^ löst, so daß die an sich noch geschlossene Rastvorrichtung
zusammen mit dem hochschwenkbaren Bindungsteil'hochgeschwenkt werden kann.
Die Unteransprüche 4 bis 23 beinhalten zweckmäßige Ausge-
staltungen der Koppelung zwischen der Skibremse und der Rastvorrichtung bzw. der Klinkenanordnung.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung rein schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Fersenhalter mit Skibremse
In Seltenansicht,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform, gleichfalls in Seiten-25
ansicht,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel in Abfahrtsstellung,
Fig. 4 den Fersenhalter gemäß Fig. 3 nach einem Auslösen des zugehörigen Vorderbackens,
Fig. 5 und 6 weitere Ausführungsbeispiele gleichfalls in __ Längsschnitten in Abfahrtsatellung,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Fersenhalters in Abfahrtsstellung
nach der Linie VIII - VIII in Fig. 7,
Fig. 8 einen Horizontalschnitt durch Fig. 7 entlang der
. ' Linie VIII - VIII,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch ein letztes Ausführungsbeispiel in einer Zwischenstellung, und
Fig. 10 den Fersenhalter der Fig. 9 nach dem Freigeben durch die Skibremse.
Der in Fig. 1 dargestellte Fersenhalter 1 besitzt eine Grundplatte 2, in deren vorderem Bereich 3 eine Skibremse
4 um eine Achse 5 schwenkbar gelagert ist. Die Skibremse 4 besteht aus einer in der Bremsstellung nach oben ragenden
Trittplatte 6 und aus zwei in der Bremsstellung nach unten gerichteten Bremsdornen 7-. Selbstverständlich wird die
Skibremse 4 durch eine nicht dargestellte Feder in die Bremsstellung gedrückt.
Der Fersenhalter 1 selbst besitzt einen Lagerbock 8, welcher auf der Grundplatte 2 befestigt ist und über den ein Ge-
2Ö häuse 9 gestülpt ist. Dieses ist im Lagerbock 8 auf einer
Achse 10 schwenkbar gelagert und steht unter dem Einfluß einer Feder 25. In den Seitenwänden des Lagerbocks 8 sind
bogenförmig verlaufende Schlitze 8a ausgespart, in denen ein Stift 12 verschiebbar geführt ist, der mit beiden Enden
seitlich vorsteht.
Das Gehäuse 9 liegt entweder mit seinen Unterkanten auf den Enden des Stifts auf oder übergreift diese mit nach unten
offenen Ausnehmungen, so daß das Gehäuse 9 an sich unab-
^O hängig vom Stift 12 hochgeschwenkt werden kann. Der Stift
12 wird in seiner unteren Lage mittels einer an einem Hebel ausgebildeten Steuerkurve gehalten. Der Hebel ist durch
eine einstellbare Auslösefeder belastet und am Lagerbock 8 schwenkbar gelagert. Eine solche Stiftverrastung ist bei-
3^ spielsweise der AT-PS 296 839 zu entnehmen. Die Ausbildung
eines Bindungsgehäuses mit einer einen solchen Stift übergreifenden, unten offenen Ausnehmung ist in der DK-OS
26 31 905 erläutert. Der somit bekannte Rastmeohanismus für
X 40·
den Stift 12 ist daher aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Am Gehäuse 9 sind auf jeder Seite je ein Schenkel eines U-förmigen Auslösehebels 19 um eine Achse 18 und je ein
einarmiger Hebel 131 um eine Achse 14 verschwenkbar gelagert.
Dieser Hebel 13' steht über eine Gelenklasche 16 mit dem Auslösehebel 19 in Verbindung und unterliegt dem
Einfluß einer Schenkelfeder 11. Der Schwenkweg des Hebels 1^ 13' wird durch einen in ihm angeordneten bogenförmigen
Schlitz 15 begrenzt, in den ein am Gehäuse 9 befestigter Bolzen 9a eingreift. An seiner Vorderseite besitzt der
Hebel 13' eine Steuerkurve 17, welche dem Stift 12 zugeordnet, -ist.I Wenn sie den Stift 12 untergreift, ist das Geiß häuse 9 ße,gen Hochsohwenken am Stift 12 abgestützt und kann
nur mit diesem unter Überwindung der nicht-gezeichneten Rastfeder nach oben bewegt werden.
Das .untere Ende des Hebels 13 trägt einen Bolzen 13a, der
2Q in ein Langloch 20 a am Ende einer Gelenkstange 20 eingreift.
Das andere Ende dieser Gelenkstange 20 ist an dem der .Achse 5 benachbarten Ende der Trittplatte 6 angelenkt.
Bei einer unwillkürlichen Auslösung des Fersenhalters 1 selbst bleibt der Hebel 13' in der dargestellten Lage, in
der er den Stift 12 untergreift. Dadurch schwenkt das Gehäuse 9 zusammen mit dem Hebel 13' und dem Stift 12 um die
Achse 10 entgegen der Kraft der nicht dargestellten Auslösefeder im Uhrzeigersinn und gibt den Skistiefel frei.
Bei dieser Bewegung wird der Stift 12 in dem■Schlitz
8a geführt. Da der Bolzen 13a am unteren Ende des Hebels 13 in dem Langloch 20a der Gelenkstange 20 geführt
ist, behindert.die Gelenkstange den Beginn der Schwenkbewegung
des Gehäuses 9 in keiner Weise. Erst wenn sich das Gehäuse 9 um einen vorgegebenen Winkel verschwenkt hat,
erfolgt eine Mitnahme der Gelenkstange 20 und damit ein zwangsläufiges Schwenken der ohnehin unter dem Einfluß'
einer Feder stehenden Skibremse 4.
/ 44.
öffnet sich jedoch bei einer unwillkürlichen Auslösung nicht
der Fersenhalter 1, sondern der Vorderbacken, und der Skistiefel verläßt den Ski, so wird die Skibremse 4 unter dem
Einfluß ihrer Feder aus ihrer zur Skioberseite parallelen Lage in eine zur Oberseite geneigte Lage geschwenkt,
in welcher die beiden Bremsdorne 7 nach unten ragen. Gleichzeitig wird die Gelenkstange 20 nach hinten geschoben.
Dabei legt sich der Bolzen 13a an das Ende des Langloches 20a an, und der Hebel 13 wird entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt. Dadurch wird aber der Stift 12 vom Hebel 13' freigegeben, und das Gehäuse 9 kann sich unter
dem Einfluß einer Feder 25 um die Achse 10 verschwenken. Auf diese Weise hat ein Auslösen des Vorderbackens nicht
nur ein Schwenken der Skibremse 4 in die Bremsstellung, sondern gleichzeitig ein Öffnen des Fersenhalters 1 zur
Folge, so daß dieser zum neuerlichen Einsteigen des Ski-Stiefels nach einem Auslösen bereit ist.
Soll jedoch eine willkürliche Auslösung herbeigeführt wcrden, so genügt.es, mittels des Auslösehebels 19 die beiden
Hebel 13' von Hand entgegen dem Uhrzeigersinn zu verschwenken, so daß ihre Steuerkurven 17 vom Stift 12 abgleiten.
Dadurch wird das Bindungsgehäuse zum Hochschwenken frei, während der Stift 12 in seiner unteren, verriegelten
Stellung verbleibt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist dem ersten Ausführungsbeispiel
ähnlich. Auch hier ist der Fersenhalter 1 auf einer Grundplatte 2 angeordnet, in deren vorderem
Ende 3 eine Skibremse 4 um eine Achse 5 schwenkbar gelagert ist. Die Skibremse 4 besteht auch hier aus einer in
der Bremsstellung nach oben ragenden Trittplatte 6 und aus zwei in der Bremsstellung nach unten gerichteten Bremsdornen
7. Die Skibremse 4 wird durch eine nicht dargestellte Feder in die Bremsstellung gedrückt.
Der Aufbau des Fersenhalters 1 selbst entspricht weitgehend dem in Fig. 1 gezeigten. Jedoch trägt hier jeder
/ Kl-
Hebel 13' keinen Bolzen, sondern die Steuerkurve 17 für
den Stift 12 dient gleichzeitig zur Anlage des einen Armes eines zweiarmigen Betätigungshebels 21, der am Gehäuse 9
um eine Achse 24 schwenkbar gelagert ist und dessen anderer Arm ein Langloch 22 besitzt, in welches ein an der Trittplatte
6 der Skibremse 4 befestigter Bolzen 23 eingreift.
In der Fahrtstellung befindet sich der der Steuerkurve 17 benachbarte Arm des Betätigungshebels 21 im Abstand von
der Steuerkurve. Erfolgt jedoch eine unwillkürliche Auslösung des Vorderbackens und verläßt der Skistiefel die
Skioberseite, so wird die Skibremse 4 unter dem Einfluß ihrer Feder in die Bremsstellung verschwenkt, in welcher
die beiden Bremsdorne 7 nach unten ragen. Da die Trittplatte 6 über den Bolzen 23 und das Langloch 22 im Betätigungshebel
21 mit diesem gekoppelt ist, erfolgt gleichzeitig ein Verschwenken dieses Hebels, welcher dabei mit
der Steuerfläche 17 in Berührung kommt und den Hebel 13' entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch wird aber
das Gehäuse 9 vom Stift 12 abgekoppelt und kann in die Freigabestellung schwenken.
Wird hingegen die unwillkürliche Auslösung durch den Fersenhalter 1 herbeigeführt, so nimmt das Gehäuse 9 bei seiner
Verschwenkung nach oben die Achse 24 des Hebels 21 mit, was aber gleichzeitig ein Verschwenken der Skibremse 4 in
die Bremsstellung zur Folge hat.
Die willkürliche Auslösung erfolgt auch hier durch Hochschwenken des Auslösehebels 19, welcher über die Gelenklasche
16 mit dem Hebel 13' gekoppelt ist·
Die Fig. 3 und 4 beziehen sich auf die Anwendung der Erfindung bei einem Fersenhalter, wie er in der DE-OS
28 41 869 bereits beschrieben ist. Dabei zeigt Fig. 3 die
Fahrtstellung und Fig. 4 die Freigabestellung des Fersenhalters. Auch dieser Fersenhalter 1 besitzt eine auf dem
Ski zu befestigende Grundplatte 2, auf der ein Lagerbock
angeordnet ist, welcher eine Schwenkachse 10 für ein Gehäuse 9 trägt. Das Gehäuse 9 steht unter dem Einfluß .einer
es im Uhrzeigersinn verschwenkenden Schenkelfeder 25. Mit 19 ist ein Auslösehebel bezeichnet, der auf der Achse von
Klinken 32 gelagert ist und über Ansätze auf die Klinken einwirkt. An seiner Vorderseite trägt das Gehäuse 9 einen
Niederhalter 26 und einen Trittsporn 27. In seinem inneren Bereich ist das Gehäuse 9 mit einer Steuerkurve 28 ausgestattet,
an der ein von einer Auslösefeder 29 beaufschlagter Bolzen 30 anliegt. Der Bolzen 30 ist mit zwei seitlichen
Laschen an einer Federgabel 31 schwenkbar gelagert, welche ihrerseits wieder um die Gehäuseschwenkachse 10 verschwenkbar
ist. Die beiden Enden der Federgabel 31 sind al« Nasen ausgebildet, welche mit den beiden im Lagerbock 8
schwenkbar gelagerten Klinken 32 zusammenarbeiten. Diese Klinken 32 stehen unter dem Einfluß von Druckfedern 33.
Bei einer willkürlichen Auslösung werden bei dieser Ausführungsform
die beiden Klinken 32 über den Auslösehebel 19 20
verschwenkt, so daß sie die Nasen der Federgabel 31 freigeben, welche unter dem Einfluß der Schenkelfeder 25 zusammen
mit dem Gehäuse 9 nach oben geschwenkt wird. Bei einer unwillkürlichen Auslösung hingegen gleitet der Bolzen
30 entlang der Steuerkurve 28, und das Gehäuse 9 ohne Feder-25
gabel 31, welche ja durch die Klinken 32 an dem Lagerbock 8 festgehalten wird, schwenkt in die Freigabestellung.
Um auch■bei diesem Fersenhalter die Anwendung der Erfindung
möglich zu machen, ist die Grundplatte 2 nach vorne etwas
verlängert. In diesem vorderen Bereich 3 ist eine Skibremse 4 um eine Achse 5 schwenkbar gelagert. Die Skibremse 4 besteht,
wie bei den vorangegangenen Ausführxangsbeispielen, aus einer Trittplatte 6 und aus zwei Bremsdornen 7- An dem
der Schwenkachse 5 benachbarten Ende der Trittplatte 6 ist an jeder der beiden Seiten ein Lagerauge 34 vorgesehen, in
dem jeweils eine Stange 35 schwenkbar gelagert ist. Das andere Ende jeder Stange 35 ist in einer Führung des Lager-
!•bocken 8 mit Spiel geführt und liegt mit seiner Stirnfläche
an der Klinke 32 an. Die Klinke 32 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, welcher auf einem Arm den Klinkenzahn 36 und am
anderen Arm die Angriffspunkte der Stange 35 und der Druckfeder 33 trägt.
Wird der Vorderbacken unwillkürlich gelöst, so wird die Skibremse 4 unter dem Einfluß ihrer Feder in die Bremsstellung
verschwenkt und drückt dabei über die beiden Stangen 1(^35 die Klinken 32 in diejenige Lage, in der die Klinkenzähne
36 die Federgabel 31 freigeben. Dadurch wird aber auch
das Gehäuse 9 durch die Feder 25 in die Freigabestellung geschwenkt .
lbIn den Fig. 5 und 6 sind zwei Varianten zu der in den Fig.
und 4 gezeigten Ausführungsform dargestellt. Auch bei diesen Varianten wird die Federgabel 31 von zwei Klinken 32, die
wieder als zweiarmige Hebel ausgebildet sind, mittels der Klinkenzähne 36 in der verriegelten Lage festgehalten. Je-
doch wird die kinematische Verbindung zwischen jeder Klinke 32 und der Trittplatte 6 der Skibremse. 4 bei diesen Ausführungen
nicht durch Stangen, sondern durch Zugelemente herbeigeführt, von denen jedes an dem vom Klinkenzahn 36
entfernten Arm der zweiarmigen Klinke 32 angreift. Ist die Feder für die Klinke 32 als Druckfeder 38 ausgebildet, so
muß sie an dem den Klinkenzahn 36 tragenden Hebelarm angreifen (vgl. Fig» 5); ist sie jedoch eine Zugfeder 40, so
greift diese an dem gleichen Hebelarm wie das Zugelement
an (vgl. Fig. 6).
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Um auch bei den Varianten nach den Fig. 5 und 6 die Möglichkeit einer willkürlichen Auslösung zu schaffen, sind die beiden
Nasen 39 der Federgabel 31 mit dieser nicht einstückig
ausgebildet, sondern in Form von Schiebern, welche an den 35
Zinken der Federgabel geführt sind und an mindestens einer Seitenfläche einen kurzen Bolzen 41 tragen, an dem das mit
einem Schlitz versehene Ende eines Kurbelarmes angreift,
welcher auf einer in der Federgabel 31 gelagerten, durch einen Auslösehebel 19' verschwenkbaren Welle 42 befestigt
ist.
5DIe Funktion dieser Ausführungsformen entspricht sinngemäß
der des in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispieles, so daß auf eine Erläuterung der Funktion verzichtet werden
kann.
Der in den Fig. 7 bis 10 dargestellten Fersenhalter 1 besitzt
eine Grundplatte 2, an der ein in Draufsicht etwa U-förmiger Lagerbock 8 befestigt ist. Dieser besitzt zwei
Seitenteile 8b, welche den beiden Schenkeln des U entsprechen, und einen Vorderteil 8c, der sich in Querrichtung erstreckt
und eine Rastnase 8d trägt. Die beiden Seitenteile 8b des Lagerbockes 8 werden von einer Schwenkachse 10 durchsetzt,
auf der zwischen den Seitenteilen zur Lagerung einer Rastfeder 46 eine ü-förmige Federgabel 31' und auf deren außerhalb
der Seitenteile befindlichen beiden Achsenabschnitten
ein Gehäuse 9 für den Fersenhalter 1 gelagert ist. Das Gehäuse 9 trägt auf der der Schwenkachse 10 gegenüberliegenden
Seite einen Sohlenniederhalter 26 sowie einem Trittsporn
27- Außerdem ist im Gehäuse 9 eine Schwenkachse 50
befestigt, auf der einerseits ein Schwenkteil 51, welcher 25
etwa die Gestalt eines umgekehrten T hat, und andererseits ein Auslösehebel 19" gelagert ist. Dieser Auslösehebel 19"
dient dazu, ein Widerlager 54 für die Rastfeder 46 aus der Rast des Schwenkteiles 51 herauszuheben und dadurch den
Fersenhalter 1 willkürlich zu öffnen.
In den beiden Schenkeln der U-förmigen Federgabel 31' sind
in Längsrichtung der Schenkel verlaufende Führungsschlitze 53 ausgespart. In diesen ist das Widerlager 54 für die Rastfeder
46 verschiebbar geführt, wobei die Rastfeder da» Widorlager
gegen die mit einer Rast versehene Rückseite den Schwenkteiles 51 drückt. Dieser trägt an aeinor Vorder:!« ito
ein Rastorgan 51a, welches die Rastnase 8d am Vorderteil 8c des Lagerbockes 8 in der Fahrtstellung untergreift. Das
* andere Knde der Raatfeder 46 stützt sich an einem Federteller
55 ab, welcher zwischen den beiden Schenkeln der U-förmigen Federgabel 31' gegen Verdrehen gesichert geführt
wird und mittels einer Stellschraube 56 in Richtung 5 der Achse der Rastfeder 46 verstellt werden kann, um die
Vorspannung der Rastfeder zu verändern. Die Federgabel 31' und das Gehäuse 9 des Fersenhalters 1 stehen unter dem Einfluß
mindestens einer die beiden Teile in Fig. 7 im Uhrzeigersinn zu verschwenken suchenden Schenkelfeder 25. An
-10 ihren freien Enden tragen die beiden Schenkel der Federgabel
31" nach unten gerichtete Steuerkurven 58.
Auf der dem nicht gezeigten Skistiefel zugewendeten Seite des Fersenhalters 1 befindet sich vor demselben eine Ski-
bremse 4. Diese besteht aus einer Trittplatte 6, an der zwei in der Bremsstellung nach unten ragende Bremsdorne 7 befestigt
sind und die mittels einer Schwenkachse 5 in zwei Lageraugen 2a an der Grundplatte 2 schwenkbar gelagert ist.
An der Trittplatte 6 sind im Abstand von der Schwenkachse
zwei Steuerstangen 64 angelenkt, welche in den gleichen sich in Skilängsrichtung erstreckenden Vertikalebenen verlaufen,
wie die beiden Schenkel der Federgabel 31' und welche mit der Unterseite ihrer freien Enden an der Grundplatte
2 geführt sind. Diese Enden tragen nach oben ge-B
richtete Steuernocken 65, die den Steuerkurven 58 an den Enden der Schenkel der Federgabel 31' zugeordnet sind. Die
Trittplatte 6 steht unter dem Einfluß einer sie im Uhrzeigersinn von der Grundplatte 2 wegzuschwenken suchenden,
in den Fig. 7-10 der Übersichtlichkeit halber nicht dar-30
gestellten Feder.
Die Wirkungsweise dieses Fersenhalters 1 ist wie folgt: Bei einer unwillkürlichen Auslösung des Fersenhalters 1 wird
__dessen Gehäuse 9 zusammen mit dem Sohlenniederhalter 26 und
35
dem Trittsporn 27 in Fig. 7 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei das Rastorgan 51Ia des T-förmigen Schwenkteiles 51 bis
über den Auslösepunkt der Rastnase 8d angehoben wird. Danach
das Gehäuse 9 zusammen mit der Federgabel 31' durch die
Schenkelfeder 25 weiter im gleichen Sinne geschwenkt. Dies · hat aber zur Folge, daß der Skistiefel den Fersenhalter 1
verläßt und die Trittplatte 6 freigibt, welche jetzt unter dem Einfluß der nicht dargestellten Feder in die Bremsstellung
schwenken kann. Dabei gelangen die die Steuernocken tragenden Enden der beiden Steuerstangen 64 in den Zwischenraum
zwischen der Grundplatte 2 und den Steuerkurven 58 der
Federgabel 31'·
10
10
öffnet sich jedoch bei einer unwillkürlichen Auslösung dar
Skibindung nicht der Fersenhalter 1, sondern der Vorderbacken, so verläßt der Skistiefel die Skibindung, wobei der
Fersenhalter 1 in der.Fahrtstellung verbleibt (Fig. 7)· 15Durch das Abheben des Skistiefels von der Skioberseite wird
jedoch die Trittplatte 6 freigegeben, die von der nicht dargestellten Feder aus ihrer zur Skioberseite parallelen
Lage in eine gegenüber der Skioberseite geneigten Lage geschwenkt wird, in welcher die beiden Bremsdorne 7 nach unten
ragen. Gleichzeitig werden die beiden Steuerstangen 64 mit
ihren Steuernocken 65 gegen die Steuerkurven 58 geschoben, welche an den freien Enden der Schenkel der Federgabel 31'
angeordnet sind (Fig. 9). Dadurch wird aber die Federgabel 31' um die Schwenkachse 10 um einen solchen Winkel verschwenkt,
daß das Widerlager 54 für die Rastfeder 46 gegen die Kraft der Rastfeder aus der Rast an der Rückseite des
Schwenkteiles 51 herausgehoben und über den Auslösepunkt gedrückt wird (Fig. 10). Dadurch kann aber der Schwenkteil
51 sich entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenken, und der 30
Sohlenniederhalter 26 unter den Einfluß der Schenkelfeder 25 gelangt in die Offenstellung, in der er zum neuerlichen
Einsteigen des Benutzers bereit ist.
Das willkürliche Auslösen des Fersenhalters 1 erfolgt durch 35
Verschwenken des Auslösehebels 19", durch den in nicht näher erläuterter Weise das Widerlager 54 für die Rastfeder HG
gleichfalls gegen die Kraft dieser Feder aus dor Rast an der
Rückseite des Schwenkteiles 51 herausgehoben und über den Auslösepunkt gedrückt wird.
Selbstverständlich sind verschiedene Abänderungen des darge-()nl,c|
ll.cri, mit einer Sk.1.br«miie kombinierten Fersenhalters 1
möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise sollen auch Ausführungen, bei denen an den Enden
der Steuerstangen 64 neben den Steuernocken 65 Rollen angeordnet sind, die auf der Grundplatte 2 abrollen, unter den
10Schutz der Erfindung fallen.
Weiter kann die Skibremse jede beliebige Bauart aufweisen, vorausgesetzt, daß einerseits die zur Steuerung des Fersenhalters
erforderlichen und andererseits zum wirksamen Brem-
sen erforderlichen Bauteile vorhanden sind. Beispielsweise und vorzugsweise kann eine Skibremse mit in der Breitschafts-Ml.olLuriK
(Fahrtatellung) innerhalb der beiden Skikanten eingezogenen
oder eingeschwenkten Bremsdornen (oder Brems-
schenkeln) verwendet werden.
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Claims (21)
- Patentansprüche1J Fersenhalter einer Skibindung, dem eine mit einer Aufstellfeder versehene Skibremse zugeordnet ist, mit einem einen Sohlenniederhalter tragenden, um eine horizontale Querachse in eine Auslösestellung hochschwenkbaren Bindungsteil, mit einer bei Überlast gegen die Kraft einer Rastfeder ausrastenden Rastvorrichtung zum Festhalten des hochschwenkbaren Bindungsteils in der Gebrauchslage und mit einem Auslösehebel zum willkürlichen öffnen des Fersenhalters, dadurch gekennzeichnet , daß die Skibremse (4) derart mit dem Auslösehebel (19) oder einem von diesem betätigbaren Bauteil gekoppelt ist, daß bei einem Verschwenken der Skibremse in die Bremsstellung unter der Wirkung der Aufstellfeder zugleich der hochschwenkbare Bindungsteil (9) zum Verschwenken in die Auslösestellung freigegeben wird.
- 2. Fersenhalter nach Anspruch 1, bei dem der hochschwenkbare Bindungsteil mit der Rastvorrichtung über einen Stift gekoppelt ist, der mit dem Auslösehebel am Bindungsteil verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Skibremse (4) derart mit dem Auslösehebel (19) gekoppelt ist, daß bei einem Verschwenken der Skibremse in die Bremsstellung der Auslösehebel vom Stift (12) entriegelt wird.
- 3. Fersenhalter nach Anspruch 1, bei dem ein Teil der Rastvorrichtung auf einem um eine horizontale Querachse hochschwenkbar gelagerten Bauteil angeordnet ist, der seinerseits durch eine mittels des Auslösehebels lösbare Klinkenanordnung gegen Hochschwenken zusammen mit dem den Sohlenhalter tragenden Bindungsteil gehalten ist, dadurch g e !5 kennzeichnet , daß die Skibremse (4) derart mit der Klinkenanordnung (32) gekoppelt ist, daß bei einem Verschwenken der Skibremse in die Bremsstellung die Klinkenanordnung in die Lösestellung überführt wird.
- 4. Fersenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung von einer Gelenkstange (20) gebildet ist, welche einerseits an der Skibremse (4) und andererseits am Ende eines mit dsm Auslösehebel (19) verbundenen Rasthebels (131) angelsnkt ist (Fig. 1).
- 5. Fersenhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Gelenkstange (20) an ihrem dem Rasthebel (13f) zugewendeten Ende ein Langloch (20a) besitzt, in das ein am Ende des Rasthebels (13') befestigter Bolzen (13a) eingreift.
- 6. Fersenhalter nach Anspruch 4 oder 5, mit einer eine Trittplatte aufweisenden Skibremse, dadurch g e kennzeichnet , daß die Gelenkstange (20) in der der Schwenkachse (5) der Skibremse (4) benachbarten Hälfte der Trittplatte (6) der Skibremse angelenkt ist.*
- 7. Fersenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelung von einem Hebel (2Ί) gebildet ist, der am den Sohlenniederhalter tragenden Bindungsteil (Gehäuse 9) um eine zur Ski-5 Oberseite parallele Querachse (24) verschwenkbar ist (Fig. 2).
- 8. Fersenhalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß der Hebel (21) zweiarmig ausgeführt ist, wobei dem zum Gehäuse (9) hin ragenden Hebelarm eine Steuerkurve (17) an einem mit dem Auslösehebel (19) verbundenen Rasthebel (13') zugeordnet ist.
- 9. Fersenhalter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Gehäuse (9) entfernte Arm des Hebels (21) ein Langloch (22) besitzt, in dem ein an der Skibremse befestigter Zapfen (23) geführt ist.
- 10. Fersenhalter nach Anspruch 9,mit einer eine Trittplatte aufweisenden Skibremse, dadurch gekennzeichnet , daß der Zapfen (23) in der der Schwenkachse (5) der Skibremse (4) benachbarten Hälfte derTrittplatte (6) der Skibremse angeordnet ist. 25
- 11. Fersenhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Koppelung als Stange (35) ausgebildet ist, welche mit einem Ende an dor Skibremse (4) angelenkt ist und mit ihrem anderen Ende an derKlinke (32) frei anliegt (Fig. 3 und 4).
- 12. Fersenhalter nach Anspruch 11 mit einer eine Trittplatte aufweisenden Skibremse, dadurch gekennzeichnet , daß ein Paar von Stangen (35)vorgesehen ist, wobei jede Stange (35) in einem Lagerauge(34) gelagert ist, welches sich an dem der Schwenkachse (5) der Skibremse (4) benachbarten Ende der Trittplatte (6)der Skibremse (4) befindet.
- 13. Fersenhalter nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet , daß das an der Klinke (32) anliegende Ende jeder Stange (35) in einer Führung der Grundplatte (2) bzw. des Lagerbockes (8) geführt ist.
- 14. Fersenhalter nach Anspruch 3, dadurch g e konnzeichnet , daß die Koppelung als Zugelement(37) ausgebildet ist, welches mit einem Ende an der Skibremse (4) angelenkt ist und mit dem anderen Ende an der federbelasteten Klinke (32) festgehalten ist (Fig. 5 und 6).
- 15. Fersenhalter nach Anspruch 1, bei welchem die Rastvorrichtung einen Rasthebel in Form eines im hochschwenkbaren Bindungsteil schwenkbar gelagerten Schwenkteils aufweist, an dessen Rückseite ein in einer Federgabel geführtes Widerlager für die Rastfeder anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Skibremse(4) mit den Enden der Federgabel (31*) kinematisch gekoppelt ist (Fig. 7 - 10).
- 16. Fersenhalter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß die Koppelung von zwei in Skilängsrichtung verlaufenden Steuerstangen (64) gebildet ist, welche an der Skibremse (4) im Abstand von deren Schwenkachse (5) angelenkt sind.
- 17. Fersenhalter nach den Ansprüchen 15 und 16, d a 30durch gekennzeichnet, daß die freien Enden der beiden Steuerstangen (64) Steuernocken (65) tragen, denen an den freien Enden der Federgabel (31') angeordnete Steuerkurven (58) zugeordnet sind.
- 18. Fersenhalter nach Anspruch 16 oder 17, dadurchgekennzeichnet , daß die freien Enden der Steuerstangen (64) an der Oberseite der Grundplatte (2) geführt sind.
- 19. Fersenhalter nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet , daß die Steuerstangen (64) in der Querrichtung zu ihrer Achse in nach unten offenen Schlitzen des Gehäuses (9) des Ferscn-° halters (1) sowie in vertikal angeordneten Langlöchern im Vorderteil (8c) des Lagerbockes (8) geführt sind.
- 20. Fersenhalter nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß an der Grundplatte im Bereich unter den freien Enden der Federgabel zwei Vorsprünge angebracht sind, welche zum Anheben der freien Enden der Steuerstangen dienen.
- 21. Fersenhalter nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2) im Bereich des Verschiebeweges der freien Enden der beiden Steuerstangen (64) mit einem Belag oder mit einer Beschichtung aus einem reibungsarmen Material ,z.B. aus Tetrafluoräthylen, versehen ist. 2022k Fersenhalter nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Steuerstangen (64) und die Federgabel (31') im Bereich der Steuernocken (65) bzw. der Steuerkurven (58) 25gehärtet sind.23- Fersenhalter nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden o_ Steuerstangen über ihre ganze Länge an der Grundplatte geführt sind und mittels Nocken oder Exzentern verschiebbar sind, welche an der Schwenkachse der Trittplatte befestigt sind.
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